Panikartiges Verhalten - Angst vor Menschen ?! Ich brauche Hilfe!

Diskutiere Panikartiges Verhalten - Angst vor Menschen ?! Ich brauche Hilfe! im Kaninchen Verhalten Forum im Bereich Kaninchen Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe ein Problem und möchte euch unbedingt um Rat fragen! Ich habe vor zwei Monaten zwei Kaninchen aus dem Tierheim...
AnnA2711

AnnA2711

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Hallo ihr Lieben,
ich habe ein Problem und möchte euch unbedingt um Rat fragen!
Ich habe vor zwei Monaten zwei Kaninchen aus dem Tierheim gerettet, sie sind jetzt ungefähr ein halbes Jahr alt (ich eröffnete bereits ein Thema "Futterumstellung..." doch das habe ich mittlerweile ganz gut hingekriegt)
Nun zu meinem aktuellen Anliegen:
Meine beiden sind extrem ängstlich, und mit extrem meine ich auch extrem. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Im Tierheim sagte man mir, sie sind sehr scheu doch mit genug Zuwendung wird das schon. Ich habe mich auch gut informiert und weiß, dass
einige Kaninchen auch gar nicht wirklich zutraulich werden und einige es nicht mögen gestreichelt zu werden...all das nehme ich auch in Kauf, falls es bei meinen der Fall sein sollte. Hauptsache sie sind glücklich bei mir. Anfangs als sie zu mir kamen, gab es auch immer mehr Fortschritte. Doch jetzt ist das ganze Gegenteil der Fall. Ich bin ihnen in der Zwischenzeit nie zu nahe gekommen, hab sie nie einfach so "gegriffen", nichts... doch kaum öffne jetzt ich die Tür, mache eine unerwartete Bewegung, oder ein seltsames Geräusch, flüchten sie sofort. Einer hinter den Käfig und der andere im Eilflug in die zweite Etage und ab ins Häusschen...ich habe so oft versucht ihnen das Futter nur noch aus der Hand zu geben so wie zu Anfang. Ich kann gute zwei Stunden auf dem Teppich sitzen und warten. Sie bleiben in ihren Ecken und kommen erst wieder hervor, wenn ich weg bin und sie sicher sein können, dass ihnen keine Gefahr droht...
Ich möchte doch nur, dass sie glücklich sind bei mir...
Was mache ich falsch?

Könnt ihr mir dieses merkwürdige Verhalten vielleicht erklären und eventuell sogar sagen wie ich ihnen ein "angstfreies" leben ermöglichen kann?
Mein zweiter, der Samson, der frisst aus Prinzip nicht als erstes wenn ich das Futter bringe. Er wartet bis sein Bruder sich etwas herausholt, dann klaut er es ihm und springt mit der Beute rein in den Käfig...


Kurz zur Info: Die beiden wurden im Tierheim geboren und verbrachten ihre ersten vier Lebensmonate dort...etwas großartig grausames kann ihnen also nicht widerfahren sein. Obwohl das Tierheim eventuell schon grausam genug war...?!

Ich danke euch für jede Antwort, ich bin wirklich ratlos...

Verzweifelte Grüße,
Anna
 
16.10.2010
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Momole

Momole

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so wie es sich anhört machst du alles richtig ein tipp kann ich dir vielleicht geben, geh einmal ganz langsam ins gehege und leg dich dort eine ganze weile auf den boden (und wenn es Stunden dauert seufz)und tu nix, irgendwann das kann aber lange dauern wird die neugier bei den beiden siegen und sie werden auf dich zukommen dann mach einfach nix bleib liegen, versuch nicht sie zu streicheln und lass dich beschnuppern. wenn du das öfter machts kennen sie irgendwann deinen geruch und fangen vielleicht ein wenig an dir zu vertrauen. Ansonsten hilft vielleicht die gute alte bestechung.gibt es etwas was sie besonders gern essen??? versuch es ihnen aus der Hand anzubieten aber auch hier brauchts sehr viel geduld. Viel Erfolg !! :)
 
nicivane

nicivane

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wie gesagt du machst eig schon alles rictig versuchs weiter mit dem aus der hand füttern aber dazu noch ein tipp...nicht hinhocken sondern setzen und nicht mit dem vorderkörper auf sie zu sondern ihnen die seite zudrehen und die hand mit fütter einfach neben dir auf dem boden ablegen...somit wirkst du gleich weniger bedrohlich ;)
 
Momole

Momole

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hi nivicane gibts was neues zu hopsmops??
 
Annicat

Annicat

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Bei Ratten solls ja gut sein, ein verschwitztes T-shirt oder so in den Käfig zu legen (hab ich gehört, weiß nicht, obs was bbringt), damit sie sich an deinen Geruch gewöhnen. Natürlich ohne Deo für die empfindlichn Näschen.
Ansonsten: Meine Klee war auch mal sehr scheu. Als dann endlich das 2. Kaninchen kam, dass sehr verschmust war, hat sie wohl gesehen, dass es ganz toll ist, sich streicheln zu lassen. Am Anfang war sie dann noch ganz vorsichtig, aber inzwischen kommt sie von ganz alleine und findets richtig toll
 
nicivane

nicivane

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jop mitwoch wenn nichts dazwischen kommt bring ich ihn zu spore
 
Ika

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Ich denke auch, das wird schon! Wie leben die 2 denn? Sind sie den ganzen Tag in diesem Raum alleine? Du meintest ja was von Tür aufmachen! Könntest du dann vielleicht die Tür rausnehmen und ein Gitterelement davorstellen? Sie werden sich einfach nur erschrecken! 2 Monate sind auch keine lange Zeit, wenn sie menschlichen Kontakt nicht gewohnt sind. Die Pfleger im TH werden sich ja nicht jeden Tag zu den Nasen gesetzt haben. Ich denke auch, du machst das schon ganz richtig und mit den Tipps über mir wird das auch. Ich hab hier auch eine scheue Nase, die allerdings, so denke ich, mal Schlechtes von Händen erfahren hat. Jetzt ist 1 Jahr um und sie lässt sich noch nicht streicheln, aber füttern und sie bleibt ruhig sitzen, wenn man vorbei geht! Du siehst, 2 Monate sind keine lange Zeit ;)
 
Momole

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drücke alle vorhandenen daumen und pfoten daß es diesmal klappt
 
nicivane

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danke werden wir brauchen ;)
 
Ika

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Boah, jetzt bin ich neugierig! Will auch wissen, worum es geht :D
 
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Panzerrabbit

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ich denke da hilft konfrontationstherapie. das machen menschen um was gegen ihre ängste zu tun. verhaltenstherapie nennt sich das. das ängste weggehen darauf kann man ewig warten. mensch funktioniert wie ein tier, wie die hunde von pawlows oder wie der hieß.
naja kurz gefasst: auf sie zu gehen und verstärkt den kontakt suchen zu ihnen, damit eine gewöhnung stattfindet. (ggf. fluchtmöglichkeiten wegnehmen.) mit leckerlies arbeiten als belohnung. ignoriere ihre angst, heißt reagiere nicht ängstlich auf ihre angst. du kannst dir auch einen tiertherapeuten dazuholen, wenn du reich bist. k.a. was die nehmen. die tiere sind traumatisiert und geprägt.

kannst auch einen superzahmen widder dazusetzen, von dem können sie lernen.

schwierige sache, würde echt mal einen tierflüsterer bezahlen um zu sehen wie er rangeht an die sache.
 
Ika

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Ich denke, das wird nicht nötig sein! Was soll der ihr denn sagen außer dass sie das ruhig und konsequent regelmäßig angehen soll??
 
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Panzerrabbit

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ich bin keiner. o_O. denke aber das durchaus es welche gibt die wirklich was drauf haben.
ok es gibt sie für hunde und pferde. und nins?
 
Ika

Ika

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;) Na, aber mal so generell gesprochen! Ich bin da ziemlich kritisch, würde mich von den Heilkräutern aber noch überzeugen lassen. Aber niemand ist Tierflüsterer ;) Das sind in der Regel Menschen, die einfach sehr ruhig auf ein Tier zugehen und es gut beobachten!
 
P

Panzerrabbit

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Das sind in der Regel Menschen, die einfach sehr ruhig auf ein Tier zugehen und es gut beobachten!


das mach ich ja auch! und das ist auch wichtig für vertrauen, aber eine angststörung heilt das nicht. tips und tricks, sowas erwarte ich bei profis und erfahrungen und know how.
 
Ika

Ika

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Hab da, glaub ich, eine etwas andere Meinung zu. ;) Das würde hier zu weit gehen!
 
Momole

Momole

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also ich denk auch das wird nur funktionieren mit gaaaaanz viel geduld . die tiere zu berdängen und ihnen die Fluchtmöglichkeiten zu nehmen halt ich persönlich für falsch. Die tiere sollte die gelegenheit haben sich zurückzuziehen und selbst zu entscheiden wann sie sich näher ran trauen, nur so kann das vertrauen wachsen finde ich.
 
L

Leelo

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Das mit den Fluchtmöglickeiten nehmen mag zwar etwas rabiat klingen, funktionniert aber tatsächlich hervorragend, da die Kaninchen gezwungen sind sich mit der für sie fremden Situation auseinanderzusetzen und sich ihr nicht zu entziehen. Habe diese Erfahrung erst vor kurzem wieder gemacht. Allen meinen Kaninchen habe ich nur am Tag des Einzugs eine Rückzugsmöglichkeiten angeboten. Am zweiten Tag habe ich sie immer entfernt und erst wieder zur Verfügung gestellt, wenn die Kaninchen problemlos Futter aus der Hand genommen haben, wobei ich in dieser Zeit (außer Heu und Wasser) ausschließlich im Gehege sitzend aus der Hand füttere und dabei leise mit den Tieren rede. Auch habe ich sie mittels Konfrontation (natürlich langsam) an alle Geräusche gewöhnt, mit welchen meine Wohnungskaninchen zurechtkommen müssen (Staubsauger, Klingel, Fernseher, Musik etc.). Auch das hat am schnellsten geklappt, wenn sich das Kaninchen z.B. mit dem Geräusch des Staubsaugers auseinandersetzten musste. Die Dauer dieser für manche vielleicht drastisch klingenden Maßnahmen lag zwischen 5 Tagen (Leeloo weiß bis heute nicht was Angst ist) und ca. 1,5 Monaten. Zahm waren sie am Ende aber alle und bewegten sich völlig angstfrei in der Wohnung. Ihre Häuschen dienen nur noch als Ausguck oder zur Abnutzung der Zähne; Rückzugsmöglichkeiten werden überhaupt nicht mehr in Anspruch genommen. Daher kann ich dem was Panzerrabbit geschrieben hat insoweit nur zustimmen. Mit Tierpsychologen habe ich allerdings (ging immer ohne) keine Erfahrung.

Viele Grüße von Leeloo und Linus
 
P

Panzerrabbit

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