Gut erzogene BorderCollie-Hündin greift sporadisch an.

Diskutiere Gut erzogene BorderCollie-Hündin greift sporadisch an. im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich bin neu bei euch, weil ich ein Phänomen unserer 4 Jahre alten Border Collie-Hündin nicht verstehen kann. Sie ist bei anderen...
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ralfspost

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Hallo ihr Lieben,
ich bin neu bei euch, weil ich ein Phänomen unserer 4 Jahre alten Border Collie-Hündin nicht verstehen kann. Sie ist bei anderen Hunden zwar immer vorsichtig aber
brav. Kleine Hunde liebt sie. Bei zwei größeren Nachbarweibchen geht sie allerdings sofort auf sie los und kämpft wie besessen - augenscheinlich völlig grundlos. Sie hat kein erkennbares Revierverhalten und hört (wie es sich für einen Border Collie gehört) ansonsten auf jeden Pfiff/jedes Wort. Bei den beiden Mischlingsweibchen allerdings reagiert sie erst, wenn man direkt im Kampfgetümmel steht und sie laut maßregelt. Da sie sonst immer absolut lieb und (gerne) gehorsam ist, bin ich da absolut ratlos. Vielleicht weiß jemand eine Erklärung.
Danke und bis bald. Ralf.
 
21.11.2010
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
suno

suno

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Hallo Ralf,
wie meinst Du,sie hat kein erkennbares Revier-verhalten? Doch genau das hat sie mit den benachbarten Weibchen-zumal diese in der Überzahl sind.....sie erachtet sie als Eindringlinge / Bedrohung und da gilt es "Ordnung" zu schaffen.

Du kannst Dich nun für verschiedene Vorgehensweisen entscheiden. Ich nehme an Du würdest gerne Ruhe im Revier haben...

Also dann heißt es daran arbeiten...ob die drei jemals "Freunde" werden ist fraglich,aber eine gewisse Toleranz bishin zur Ignoranz deiner Hündin den zwei anderen gegen über ist realistisch.

Dazu mußt Du dein Mädel von den Beiden generell ablenken.Also immer wenn DU sie schon von weitem siehst...am besten bevor deine Hündion sie bemerkt...etwas interessantes mit deinem Mädchen machen....z.B. kleine Unterordnungsübungen...wie "Sitz / kommmit Richtungswechsel/ etc " und einer netten belohnung.

Diese Beschäftigungstherapie zunächst so gestalten, daß die Zwei anderen weit entfernt sind...und sich mit Geduld/Spiel und Leckerli dann nach und nach annähern.
Wenn Du da Konsequent durch ziehst wird sich die Aufmerksamkeit deines Hundes sobald sich die anderen Nähern - augenblicklich auf dich richten.

Falls Du mit den Nachbarn gut stehst...könnt ihr das auch gezielt üben.

Des weitern könnten ihr auch mal die zwei Nachbarshund "trennen" -also dein Mädel trifft auf einer neutralen Zone auf Nachbarshund 1 ....und auch (zu einem anderen Zeitpunkt) auf Nachbarshund 2 ....das wäre sehr interessant um ihre Reaktionen zu beobachten. Dann kann man weiter sehen.
 
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ralfspost

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Hallo Suno,
das ist nicht so einfach, wie ich es bei Martin Rütter im TV gesehen habe. Wir können wegen der offenen Hecken die Nachbarn nicht kommen sehen. Aber unser Mädchen wittert sie natürlich und rast sofort los, ohne auf ein Kommando zu hören. Was sie sonst IMMER tut.
Kein Revierverhalten heißt in unserem Fall: es kommen ständig irgendwelche Nachbarn oder Hunde bei uns aufs offene Grundstück (auch fremde) - aber außer neugierigem Interesse gibt es bei unserer Hündin nichts. Es sind immer nur diese beiden Hunde, die sie attakiert.
Du mußt wissen, daß unser Hund ein Arbeitshund für Schafe und Ziegen ist. Sie arbeitet jeden Tag zur vollsten Zufriedenheit und kuschelt bei uns zu Hause wie blöde. Sie ist zu allen sehr freundlich und zumindest umgänglich (wenn auch bei Männern vorsichtig fremdelnd).
Nur diese beiden Hündinnen sind das absolute Feindbild. Niemand sonst !!!
DAS ist genau der Punkt, den ich nicht kapiere.
Wir sind nach einer Kampfattacke mal mit dem anderen Besitzer + Hund eine Strecke gemeinsam mit den Kontrahenten gelaufen. Das war spannend. Sie haben sich ständig beobachtet und misstrauisch umschlichen - sonst nichts. Auf dem Grundstück des Nachbarn ist dieser Hund allerdings (aus Reviergründen) auf unser Mädchen losgegangen - da haben wir klar gepennt. Aber bis dorthin war gespannte Ruhe.
Warum sind das bloß diese beiden Hunde? Was macht sie so besonders?
LG Ralf
 
Yvi179

Yvi179

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In dem moment wo sie theater macht Hund schnappen und wieder rein!
Da sie schon mal eine begegnung hatten die nicht so schön ausging kann es daran liegen das sie so ein Theater macht! Angriff ist die beste Verteidigung! Es wird schwer sie da raus zu bekommen!
meiner hatte sowas mit einem Huskey und wenn er ihn sieht oder ein Hund der ihm ähnlich sieht, flippt Patch völlig aus! Da huilft auch kaum ein leckerchen oder ähnliches!
ich würde eine gute Hundeschule dazu ziehen, damit ihr einen ordentlichen Plan dagegen entwerfen könnt!

Lg Yvi
 
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ralfspost

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Danke Yvi,
das mit dem Leckerchen klappt deshalb nicht, weil sie eigentlich nie welche zur Belohnung bekommt - wir wollen es auch nicht angewöhnen. Verbales Lob liebt sie viel mehr. Klar kriegt sie auch sowas Leckeres, aber selten und mehr zur Abwechslung. Sie ist eben kein normaler Hund, sie würde nie einem Ball oder einem geworfenen Stock hinterher rennen. Aber einen Jogger würde sie uns gerne zurück bringen oder spielende Kinder oder einen rennenden Nachbarhund. Aber eben immer freundlich und gewissenhaft :)

Leider/glücklicherweise kommen die Attacken mit den beiden "Feinden" sehr selten vor. Vielleicht alle 2-3 Monate einmal. Eben dann, wenn sie mal wieder entspannt auf dem Rasen liegt und einer von den beiden gewittert wird. Dann ist sie wie der Pfeil weg und wir haben keine Chance sie aufzuhalten.
Es würde uns selber blöd vorkommen, sie wegen der seltenen Ausfälle wochenlang ständig anzuleinen - sie hört ja an sonsten sensationell gut. Unser Grundstück ist leider von allen Seiten offen zugängig - das macht es ihr natürlich leichter. Aber sie springt auch locker über eine 1,5 m hohe Abzäunung. Habe ich selbst gesehen. Geht also auch nicht.
Vermutlich muss ich wirklich mit ihr und den beiden auf einem Acker Sozialisierung üben. Aber die beiden entfernten Nachbarn sehe ich eben zu selten. Die scheinen auch nicht wirklich Interesse zu haben. Kann ich beinahe verstehen . . .
LG Ralf
 
Leika01

Leika01

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wie genau sieht das denn aus?
Will sie die anderen Hunde hüten? oder geht sie richtig drauf?

Bei BC ist das so das sie im Welpenalter mit vielen versch. Rassen spielen sollten denn BC wie auch Aussies ( generell Hüte und Treibhunde) spielen ganz anders wie z.B ein Labrador..
Ein BC muss das im Welpenalter erst lernen.
Wie beschäftigst du sie?
 
Yvi179

Yvi179

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Hast du denn mal gefragt ob sie vielleicht dir helfen würden das Problem in Griff zu bekommen?? Es ist ja auch für die anderen Hunde nicht schön wenn sie sich öfters in die Flicken bekommen! Es ist natürlich schade und schier unmöglich es zu Tranieren wenn sie keinerlei Interesse daran haben!

Aber wenn sie keinerlei leckerchen bekomt, wäre es ja Theoretisch toll wenn sie mal einen Jackpot bekommen würde, oder steht sie so gar nicht auf Leckerchen!
aber ich merke schon sie ist ein Arbeitshund! Das ist keinesweg negativ gemeint, aber Hunde die richtig arbeiten werden immer etwas anders erzogen als die Hundeschulhunde, sag ich mal:)!
Meinen interessieren z.B. Streicheleinheiten anstatt Leckerchen kaum!
Auch spielt er kaum!

Aber ich würde Borders gerne mal Live in ihrem Element zuschauen!
Lg yvi
 
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ralfspost

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Also, unsere Hündin ist als Welpe nie mit anderen Hunden außer anderen Arbeits-Collies in Kontakt gekommen. Wir haben sie dann mit 1,5 Jahren gekauft.
Beschäftigt wird sie mit ihrer Arbeit (den ganzen Tag mit Ziegen) und in der Freizeit mit der Arbeit an unseren eigenen Schafen. Extra für sie gekauft - soviel Dekadenz mußte sein.
Hüten will sie alles, was sich schnell bewegt (sie hat es sogar schon mit einem Auto versucht) - aber eben stets gewissenhaft, ohne eine Spur von Aggression.

Bei den beiden "Feindinnen" geht sie sofort ohne Vorwarnung wütend auf Angriff.
Das sieht aus und hört sich an wie ein Hundekampf in Usbekistan . . . 10 Euro auf den Schwarzweißen !!!
Und weil das immer so furchtbar schnell geht, habe ich keine Möglichkeit mit Kommando oder Leckerchen zu reagieren. Natürlich mag sie Leckerlis - aber sie soll schon verstehen, warum sie eins kriegt.
Ich muß mir die beiden entfernten Nachbarn wohl mal krallen und sie zum gemeinsamen Spaziergang nötigen.
LG Ralf
 
Yvi179

Yvi179

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Aber ihr könnt sie abrufen wenn sie versucht ein Auto zu Hüten, oder??
Macht es beim Spaziergang am besten auf soviel Abstand, das sie nicht theater macht wenn sie, sie sieht loben und Leckerchen! das macht ihr mit vielen Wiederholung an vielen Tagen bis ihr es schafft sie neben einander zu führen oder sie kontrolierbar ist durch ein kommando, z.b. Down oder einem Abruf ins hier!

Lg Yvi
 
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ralfspost

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Danke für eure Hilfe!
Ich werde versuchen, Übungsspaziergänge zu organisieren.
Dann wird gelobt, bis der Arzt kommt. Oder es gibt Prügel ;-)

Yvi: am 1./2. 1. 2011 ist ein BC-Trial in Schneverdingen. Da gibt's was zu sehen.

Dank euch allen und bis bald wieder.
LG Ralf
 
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Adam-und-Eva

Guest
Das war spannend. Sie haben sich ständig beobachtet und misstrauisch umschlichen - sonst nichts.
LG Ralf
misstrauisch um schlichen - sonst nichts.




Genau damit haben sie sich gesagt was sie voneinander halten und dann habt ihr noch die Zeichen zur Rangelei verpasst.


Es ist schon interessant wie sich Hunde mit ihrer Körperhaltung sagen was sie voneinander halten.


Bevor ich neue Treffen organisieren würde solltet ihr euch erfahrene kompetente Hilfe holen, denn geraten die Tier erneut aneinander wird es um so schwerer zu richten.
 
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Gut erzogene BorderCollie-Hündin greift sporadisch an.

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