Reiten lernen für Erwachsene

Diskutiere Reiten lernen für Erwachsene im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, ich habe gerade im Urlaub meine ersten fünf Longestunden hinter mich gebracht. Nun bin ich wieder zurück und muss sagen, dass es mir gut...
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Saba

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Hallo,

ich habe gerade im Urlaub meine ersten fünf Longestunden hinter mich gebracht. Nun bin ich wieder zurück und muss sagen, dass es mir gut gefallen hat.
Jetzt wäre es also an der Zeit mir zu Hause einen
Reitclub zu suchen und dort weiter Unterricht zu nehmen.
Aber irgendwie ist mir der Ablauf noch nicht ganz klar. Wie viele Stunden an der Longe nimmt man denn ungefähr (klar - es kommt immer auf den Einzelnen an)? Was kommt danach? Allein reiten unter Anweisung des RL? Und dann gemeinsam in einer Gruppe reiten?
Also irgendwie ist mir der ganze Ablauf noch unklar, vor allem auch der Zeitraum - wie lange könnte es ungefähr dauern, wenn man eine Reitstunde pro Woche nimmt?
Muss ich zum Abschluß des Erlernens eine Prüfung/Reiterabzeichen o.ä. ablegen?
Und gibt es hier außer mir vielleicht weitere User, die das Reiten erst im Erwachsenenalter gelernt haben oder vielleicht sogar gerade erlernen?
 
21.11.2010
#1
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Guest

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Serayla

Serayla

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Hi Saba,

ich war schon als Kind total Pferdebegeistert aber wir konnten uns nie Reitunterricht leisten also hab ich es erst mit 22 gelernt. Ich bin mit meiner Freundin zusammen zu einem Reitstall und es war total unkompliziert die haben gefragt ob wir schon mal auf nem Pferd gesessen haben was wir beide verneinten und dann gings eigentlich schon los und wir haben einen Termin ausgemacht. Anfangs sind wir alleine geritten jeder eine halbe Stunde an der Longe das ging so lange bis wir beide recht sicher im Schritt und im Trab im Sattel saßen. Dann gings weiter mit ein paar Einzelstunden ohne Longe und als wir die Pferde "lenken" konnten sind wir zu zweit in die Halle. Haben ne ganze Zeit lang die Grunkomandos geübt (antraben, stehen bleiben, rückwärts, um Hütchen, über Stangen und so die speziellen Sachen vom Westernreiten) als das alles gut geklappt hat gings wieder einzeln mit Longe und Galopp los. Am Ende gibt es keine Prüfung du kannst aber freiwillig Abzeichen machen. (bin mir aber grad nicht sicher ob das nicht in jedem Bundesland anders ist und man dort eine Prüfung machen muss)

Ich würde dir empfehlen nach einer Reitschule zu suchen in der die Gruppen nicht zu groß sind. Ich habe nach dem Westernreiten noch ein paar Stunden im Englischen Stil genommen in einer anderen Reitschule und war davon nicht so begeistert weil die Gruppen aus ca. 15 Schülern bestanden und man da nicht richtig auf den Einzelnen eingehen kann.

Ich habe ca. ein dreiviertel Jahr gebraucht (bis ich so weit war ins Gelände zu gehen was unser Ziel war) auch mit 1-2 Stunden in der Woche aber das hängt wirklich immer vom Können des Reiters ab. Ich hab z.B. ewig gebraucht bis ich das mit dem Leichttrab in Griff bekommen hab. Ausserdem wird es wohl auch länger dauern wenn du bestimmte Dressurlektionen erlernen willst.

liebe Grüße
 
Janaa

Janaa

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Am Ende gibt es keine Prüfung du kannst aber freiwillig Abzeichen machen. (bin mir aber grad nicht sicher ob das nicht in jedem Bundesland anders ist und man dort eine Prüfung machen muss)


Also, Man kann Abzeichen machen. Muss es aber nicht.
Das kommt erst wenn man Turniere reiten möchte, und da auch erst wenn man in den LPO bereich geht. Bei den WBO Prüfungen ist das nicht notwendig.
[/QUOTE]
 
S

Saba

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@ Serayla

Vielen Dank für deine Antwort. Jetzt habe ich schon eine viel genauere Vorstellung.

Bei mir war es so, dass beide RL die ich im Urlaub hatte völlig begeistert von meinem Leichttrab waren, sie meinten auch, dass das mit dem Gleichgewicht sehr gut klappt. Was aber leider gar nicht geht, war die Zügelhaltung. Da hatte ich gar kein Gefühl dafür. Das muss ich ganz viel üben.

Na mal sehen, wie lange es bei mir dauert.

Ich habe zwei Reitvereine in der Nähe, die einen ganz guten Eindruck auf ihrer Internetseite hinterlassen. Ich werde mich mal mit beiden in Verbindung setzen und mich dort informieren.

Schade, dass ich weder meinen Mann noch eine Freundin zum Mitmachen überreden konnte. Zu zweit ist man viel motivierter.

@ Janaa

Danke für diese Info. Prüfungen und Abzeichen sind also freiwillig. Erst einmal habe ich überhaupt keine Ziele in dieser Richtung. Das lasse ich auf mich zukommen und wenn ich einigermaßen sicher im Sattel sitze, werde ich sehen, in welche Richtung es mich zieht.


Wie sieht es denn bei euch aus? Wie habt Ihr weitergemacht, mit einer RB oder mit einem eigenen Pferd oder reitet man einfach auf den Schulpferden weiter?
 
Serayla

Serayla

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Das stimmt zu Zweit ist es viel schöner vor allem kann man dann auf der Heimfahrt so schön diskutieren und wenn man etwas nicht mehr genau weiss einfach bei der Freundin nachfragen und man sieht dass man sich nicht gar so blöd anstellt weil der Andere auch bei irgendwas Probleme hat.

Also bei uns wars so dass man in der Westernreithalle eigentlich unendlich viele Stunden nehmen und eben diese westernspezifischen Sachen vertiefen kann (geht im englischen Stil genauso) aber da wir ja nicht an Tunieren teilnehmen wollten sondern einfach ab ins Gelände haben wir uns nach Privatpersonen umgeschaut die uns Reiten lassen würden. Haben dann auch ne ganz nette Frau kennengelernt die ne ganze Herde hat. Mit der sind war dann ein paar mal zur Probe ins Gelände mit ihr zusammen damit sie sich ein Bild machen konnte wie wir mit den Tieren zurecht kommen und mittlerweile rufen wir da einfach an dann hängt sie uns Trensen usw raus und wir können jederzeit alleine los. Da die Pferde englisch geritten werden hab ich auch damals noch die extra Stunden genommen.

RB kam nicht in Frage weil wir erstens nicht soviel Zeit haben regelmäßig zu reiten und wir ja zusammen unterwegs sein wollten und eine private RB mit zwei Pferden mit denen wir auch zurecht kommen ist schwer zu finden bei uns.

Ich kümmer mich jetzt noch um 3 Privatpferde die ich auch reiten kann also ergeben tut sich immer irgendwas.

Man kann natürlich auch auf den Schulpferden ausreiten aber das ist meist in der Gruppe mit anderen Schülern und der Reitlehrerin. Also bei beiden Höfen wo ich war konnte man sie nicht alleine bekommen. Aber die meisten Betriebe haben ja auch Einsteller da findet man auch leicht einer RB (ganz praktisch weil die Lehrerin ja noch da ist falls doch mal wieder Fragen auftauchen)

Ich wünsch dir viel Spass und Erfolg gibt echt nichts Schöneres als zu merken wenn man langsam auf eine "Wellenlänge" mit dem Pferd kommt und seine eigenen Fortschritte sieht. Wir haben uns auch anfangs immer gefilmt (evtl kannst du deinen Mann ja überreden mal mitzugehen) total lustig sich das mal wieder anzuschauen

Alles liebe
 
Myr

Myr

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Bei deiner Suche nach einem geeigneten Reitverein solltest du auf jeden Fall darauf achten das die Pferde auch artgerecht gehalten und behandelt werden.
Leider ist das nur in wenigen Reitschulen der Fall. Die Tiere sollten regelmäßig auf die Wiese kommen und nicht stundenlang im Reitbetrieb geritten werden. Außerdem sollten sie regelmäßig korrektur geritten werden, einen eigenen Sattel haben.... und und und, könnte da jetzt ewig weiter machen, vielleicht magst du ja mal später Links einstellen von den Reitschulen die für dich in Frage kommen würden.

Für den Anfang ist das reiten in einem Schulbetrieb sicherlich nicht falsch. Solltest du aber wirklich beim reiten bleiben wollen wäre eine RB wohl das sinnvollste. Dabei ist es einfacher eine Bindung zum Pferd aufzubauen und auf einer RB kann man ja noch immer Unterricht nehmen.
 
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Saba

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@ Serayla

Das war aber Glück mit der Frau die gleich eine ganze Herde hat. In Berlin finde ich wahrscheinlich so jemanden nicht so schnell. Aber das hat ja auch noch Zeit.

Vielen Dank für deine guten Wünsche. Es wird bestimmt wunderschön. Es hat mir ja im Urlaub schon so viel Freude gemacht.

@ Myr

Schicke dir die links und bin auf deine Meinung gespannt.
 
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Machtnix

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Es gibt Reitschulen, die sich gerade auf erwachsene Einsteiger spezialisiert haben oder eine große Anzahl von erwachsenen Einsteigern haben.
Es ist für einen Erwachsenen immer unangenehm in die Kinderstunde gesteckt zu werden, sobald man am Gruppenunterricht teilnehmen kann.

Ein Abzeichen muss man nicht machen, kann man aber. Es gibt Abzeichen für Nichtturnierreiter, die sind recht sinnvoll und machen zudem noch Spaß. Hier gilt aber auch vor allen Dingen die Devise 'bitte unter Erwachsenen'.
Zu diesen Abzeichen zählen der Basispass (Umgang mit dem Pferd), der Reiterpass (Reiten im Gelände) und das kleine Longierabzeichen (einfaches Longieren).

Erwachsene Einsteiger haben meist andere Bedürfnisse als Jugendliche oder Kinder.
Bei erwachsenen Einsteigern ist das Ziel meist das Pferd gesund zu erhalten, ein gutes Verhältnis zum Pferd zu haben und vor allen Dingen die eigene Entspannung durch den Kontakt zum Pferd. Sie wollen eher die Natur auf dem Pferderücken erleben, den eigenen Körper und die eigene Korrdination verbessern und eben einen Ausgleich zum Alltag schaffen. Das schließt eine harte Trainingsstunde nicht aus, denn Erwachsene Einsteiger sind oft sehr zielorientiert. Die Mischung machts. Wenn dann noch ein Schuss Geselligkeit, Spiel (Ringstechen, Quadrille, Zusammensein nach der Reitstunde...) und Spaß hinzukommt ist alles perfekt.
Ein erwachsener Einsteiger sollte auf einem braven Pferd möglichst schnell in eine feste Gruppe integriert werden, so macht das Reiten viel mehr Spaß.
Nur wenige Anfänger 40+ haben das Verlangen möglichst schnell auf einem Turnier zu landen.

Beim Westernreiten sieht das wieder anders aus.
Hier gibt es 2 Fraktionen, die altersmäßig völlig unabhängig sind. Es gibt die Turnierreiter (im Westernbereich gibt es fast alle Prüfungen -auch die absoluten Einsteigerklassen- auch für Erwachsene) und die Reiter, die zwar gern Trainieren und ihre Pferde teilweise auf hohem Niveau reiten, jedoch keine Turniere reiten wollen.
Dann gibt es die Leute, die mit Bodenarbeit sogar glücklicher und nicht immer gleich in den Sattel wollen, und die Leute, die einfach nur in einem bequemen Sattel ins Gelände möchten.
Aufgrund der enorm vielen Disziplinen -jeder findet für sich das Optimale und man muss sich nicht unbedingt festlegen, sondern kann mehrere Disziplinen reiten- findet man beim Westernreiten mehr erwachsene Einsteiger als beim Englischreiten - wenn die Möglichkeit gleichstark gegeben ist.
 
S

Saba

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Westernreiten! Damit habe ich mich noch gar nicht befasst, weil der Begriff "Western" an sich mich überhaupt nicht interessiert. Ich stelle mir immer vor, dass ich dann dementsprechende Kleidung tragen müsste.

Die Reitvereine bei mir in der Nähe sind allerdings nicht auf Western ausgelegt. Aber auf jeden Fall ist es ja mal eine Idee sich das irgendwo anzusehen. Danke für den Tipp.

Also es wäre echt furchtbar irgendwo in einer Kinder- oder Jugendgruppe zu landen. Bin sehr froh, dass du das genauso siehst.
 
M

Machtnix

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Westernreiten hat nix zu tun mit coolen Klamotten, spitzen Stiefeln, klingelnden Sporen und großem Sattel und Hut.

Westernreiten heißt genauso das Pferd zu gymnastizieren und auf seine Aufgaben als Turnier- oder Freizeitpferd vorzubereiten wie jede andere Reitweise auch.

Sicher trägt man im Westernsattel lieber Jeans als eine Reithose und benötigt keine Reitstiefel, sondern trägt lieber Westernstiefel (genauso teuer) oder Reitschuhe (sehr zweckmäßig und gut).
Anfänger sollten genauso auch eine Kappe tragen - ein Pferd ist ein Pferd.
Nicht umsonst gibt es mittlerweile viele rasseoffenen Verbände - nicht nur Quarterhorses, Painthorses und Appaloosa eigenen sich fürs Westernreiten.

Gangpferde und sehr große Pferde eignen sich eher weniger für den Westernsport - was Einsteigern nicht wirklich unangenehm ist. Allerdings ist das auch kein Ausschlusskriterium. Es gibt sogar Kaltblüter, die richtig gut laufen und sogar Turniere gehen.

Die Westernsparte bietet für Jeden das Richtige. Wers gern gemütlich und lagsam hat reitet Pleasure; wer sich im Englischsattel wohl fühlt reitet die Hunter Klassen, wer gern exakt reitet, fühlt sich in Horsemanship und Trail wohl und wers gern rasant und schnell möchte mag Reining. Wer dann noch ganz wild ist mag die Rinderdisziplinen und Barrel Race oder Pool Banding.
Wer nur den Umgang mit dem Pferd schätzt, hält sich an die Halter Disziplinen. Sogar Fahren gibt es.
Mischungen sind natürlich immer möglich.
Daneben gibt es noch die Ranch Reiter, die mit Lasso, Rind und gelassenem Pferd Spaß haben.
Alle diese Disziplinen können ineinander übergreifen und bieten dem Reiter eine vielfältige Kombination seiner Vorlieben.
Für erwachsene Einsteiger ideal, wenn entsprechende Möglichkeiten vorhanden und -tja leider- auch das notwendige Kleingeld, denn Westernreiten ist allgemein teurer als Englischreiten.

Aber auch Englischreitställe haben sich schon dem neuen Trend angepasst. Heute ist man mit 50 Jahren eben nicht zu alt um noch reiten zu lernen. Man hat viele Mitstreiter. Leider hat die FN das noch nicht mitbekommen und die Turnierausschreibungen sind noch immer in alter Form (untere Klassen für Jugendliche und Kinder, höhere Klassen dann offen für alle Altersklassen). Ein einfacher Reiterwettbewerb oder eine E-Prüfung für Reiter 30+ ist so gut wie nicht zu finden - was schade ist, denn auch erwachsene Einsteiger möchten mal gern Turnierluft schnuppern und sich mit anderen messen - eben ein Ziel haben.
Daher wandern eben viele erwachsene Einsteiger in den Freizeitbereitbereich, zum Westernreiten oder gar zu irgendwelchen Gurus ab, da erwachsene Einsteiger gern ein Ziel haben und dieses auch entsprechend verfolgen.
Eine gute Reitschule ist daher das A und O. Die Pferde müssen auf das Gewicht eines erwachsenen Menschen eingestellt sein, so dass man nicht gleich ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man aufsteigt. Die Pferde müssen ruhig, konzentriert und rittig sein, so dass der Reiter seine Fehler wohl merkt, jedoch mit dem Pferd auch klar kommt.
Erwachsenen Einsteigern fällt es oft schwerer natürliche Reflexe umzuerlernen, was fürs Reiten notwendig ist. Sowohl Pferd als auch Reitlehrer sollten hierfür geschult sein.
Ich bin selber seit Jahren (western und englisch) auf angeblich unreitbare Pferde, Jungpferde, ängstliche Reiter und Korrekturpferde spezialisiert und ich arbeite zwischendurch in einer Reitschule, die sich auf erwachsene Reitanfänger spezialisiert hat.
Außerdem stehen 3 meiner Pferde als Einstaller in einer Englischreitschule, die sich auf erwachsene Einsteiger spezialisiert hat- daher weiß ich, wovon ich rede.
 
Serayla

Serayla

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Es lohnt sich auf jedenfall sich mit den beiden Stilen etwas zu befassen. Für mich kam auch eigentlich nur Westernreiten infrage weils meiner Meinung nach schonender ist da sehr viel mit Stimme gearbeitet wird und man die Zügelhilfen nicht durch dieses "ziehen und zerren" gibt sondern man den Zügel am Hals des Pferdes anlegt. Ausserdem sind die Westernsattel unglaublich bequem und gerade als Anfänger sitzt man sehr sicher drin und hat auch noch das Horn als Nothaltegriff. Natürlich ist der Englische Stil auch nicht qualvoll für das Tier aber als Anfänger wenn man in eine Schrecksituation zb kommt ist man doch sehr in der Versuchung das Tier herum zu reissen. Ausserdem (und ich weiss ich werde mir jetzt vielleicht ein paar Feinde machen) finde ich sind die Ställe und auch Reiter die im Englsichen Stil reiten irgendwie so hochnäßig und so sehr auf ihr Äußeres bedacht (Schabracke muss passend zum Outfit sein und die teuersten Utensilien) Will natürlich niemanden angreifen sind nur so die Erfahrungen die ich für mich gemacht haben klar gibts solche und solche in beiden Stilen.

Aber grundsätzlich kannst du in beiden Arten mit Jeans reiten und dich so anziehen wie du dich wohl fühlst. Wichtig sind nur Schuhe die einen Absatz haben um nicht durch die Steigbügel zu rutschen und natürlich ein Helm. Ich hab immer Jeans und Tshirt getragen und im Winter dann extra Reitstiefel gekauft weils in so ner Reithalle doch mal recht frisch wird.
 
M

Machtnix

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In den meisten Englischreitschulen ist eine Reithose Pflicht - und das ist auch richtig so. Gerade am Anfang ist der Sitz eben noch nicht so losgelassen, dass man mit einer Jeans reiten könnte. Es bilden sich im Englischsattel dann schnell Falten, die extrem scheuern oder die Hose rutscht hoch, was unangenehm ist.
Reithosen haben schon ihre Berechtigung.

Das Schuhwerk sollte bequem und fest sein. Schuhe oder Stiefel müssen einen kleinen Absatz haben, damit man nicht durch den Bügel rutschen kann - wie schon beschrieben. Des Weiteren müssen die Schuhe über die Fußknöchel gehe um dem Reiter eine entsprechende Stabilität zu geben.
Zum Schluss dann noch etwas ganz Wichtiges. Reitschuhe oder Stiefel müssen eine glatte Sohle haben. Es wird leider in vielen Geschäften immer wieder Schuhwerk als Reit- und Stallschuh oder Stiefel angeboten, mit einer Profilsohle.
Das ist gefährlich und nicht gestattet. Im Fall der Fälle kann man mit einer Profilsohle im Steigbügel hängen bleiben. Der Fuß gleitet einfach nicht so gut raus und die Gefahr ist relativ groß.
Falls etwas mit Profilsohlenschuhwerk passiert, zahlt keine Versicherung und der Reitlehrer muss selber haften, denn die Erlaubnis einer Unterrichtsteilnahme mit Profilsohle zählt als grob Fahrlässig!

Ein Englischreiter, der sich für Reitschuhe entscheidet, sollte sich dann auch Chaps oder sog. Chapsletten (auch Minichaps oder Stiefelletten) kaufen - allein im eigenen Interesse. Das Bein liegt einfach noch nicht so ruhig und ein Steigbügelriemen kann ganz böse kneifen, wenn er die Haut einzwackt oder aber sich aber die Hose darin festhakt. Es sind eben nur Riemen und nicht -wie beim Westernreiten- breite Fender.

Eine gute und solide Kappe darf auch am Anfang ruhig etwas mehr kosten. Der Kopf dankt es spätestens im Sommen, wenn man unter der Kappe nicht so schwitzt und das Ding nicht so schwer und unpraktisch ist, dass man nach einem 2Std. Ausritt nur noch mit Kopfschmerzen absteigen kann. Egal in welcher Reitweise man beginnt, eine gute Kappe braucht man immer.
Also, hier nicht sparen.

Gerade am Anfang sollte das Outfit zweckmäßig und solide sein. Falsche Sparsamkeit rächt sich genauso wie übertriebenes Modebewustsein (das tut dann eben dem Geldbeutel weh).
 
S

Saba

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Ich habe eben mal gerade nachgesehen und festgestellt, dass es auch einen Westernreitstall in nicht allzu weiter Entfernung gibt. D.h. dort wird Westernreiten und Englische Reitweise angeboten. Vielleicht informiere ich mich dort zuerst um einen Vergleich zu haben.
Das mit dem richtigen Schuhwerk scheint gar nicht so einfach zu sein. Im Urlaub war ich zuerst bei einer RL'in, die mir sagte, dass meine Schuhe mit leichtem Absatz und ohne Profil genau richtig sind, dann hatte ich einen RL, und da ich gerade von einer Wanderung kam, fragte ich, ob ich auch meine Bergwanderschuhe tragen kann, mit sehr kräftigem Profil, und er meinte, die seien genau richtig. Das einzigste was ich mir inzwischen selbst zugelegt habe, sind ein Paar Reitstiefeletten, speziell in einem Reitsportfachgeschäft. Sie haben einen leichten Absatz und eine ganz leicht geriffelte Sohle. Ich hoffe die sind richtig!?!
Die RL's im Urlaub sagten beide, dass man eine Kappe zum Anfang oft in dem Stall bekommt in dem man reitet. Deshalb habe ich damit erst einmal gewartet. Auch mit dem Rest der Kleidung will ich warten bis ich mich für einen Stall entschieden habe und mich dann dort erst einmal umsehen.
 
M

Machtnix

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Reitschuhe mit flachem ganz leichten Profil sind OK, das ist normal.
Bergwanderschuhe oder Schuhe bzw. Stiefel mit kräftigem Profil - bitte nicht.

Eine Leihkappe ist OK, wenn diese passt und man sich nicht ekelt - ich bin da ein wenig penibel, da man ja unter der Kappe schon mal schwitzt.
 
H

HüLotte

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Ja, das mit der Kappe ist auch nicht mein Ding - außerdem weiß man nicht, wie die Kappen behandelt werden oder wie oft damit schon gestürzt wurde... Eine Kappe, die nicht sichtbare innere Beschädigungen hat, ist auch nicht zu empfehlen.

Auch ich komme ursprünglich aus dem "Englisch"-Lager - wobei der Begriff eigentlich falsch ist, denn es handelt sich um die klassisch Deutsche Reitweise, die wir hierzulande erlernen. Generell ist die Basis die Gleiche für den Reiter.
Das Wichtigste ist das Erlernen eines lockeren, ausbalancierten, zügelunabhängigen Sitzes. Und das ist am besten in Longenstunden zu erlernen.

Woran Du eine gute Reitschule erkennst:
- ein freundlicher Umgangston, Erklärungen zu speziellen Anweisungen ( WARUM soll man die Hände so und so halten z.B. )
- gut ausgebildete Pferde die immer wieder Korrektur geritten werden.
- freundliche Behandlung der Pferde, kein Verprügeln oder "der blöde Gaul"-Sprüche
- Pferde sollten gepflegt sein und passendes Sattelzeug haben sowie nicht nur in der Box stehen sondern auch Weidegang und Sozialkontakt zu anderen Pferden haben.

Das Ziel ist in allen Reitweisen das Gleiche: ein zufriedenes, willig mitarbeitendes Pferd, das auf feine Hilfen reagiert und physisch und psychisch in die Lage versetzt wurde, den Wünschen des Reiters nachkommen zu können. Optimal ist es, wenn Du jemanden Lektionen reiten siehst, aber nicht erkennst, daß der Reiter irgendetwas auf dem Pferd macht, schon gar keine grobe oder kraftgesteuerte Einwirkung. Leider sieht man das heute sehr selten und das ist auch nur erreichbar, wenn man unermüdlich an sich selbst arbeitet.

Klingt kompliziert, ist es auch und es wird sicher nicht leicht sein, eine Reitschule zu finden, die das bieten kann.
Unglücklicherweise müssen auch Reitschulen wirtschaftlich arbeiten, daher sollte Dir klar sein, auf wessen Rücken das im wahrsten Sinne des Wortes ausgetragen wird.

Daher mein Tipp: schau Dir viele Reitschulen an, nimm evtl. Probestunden und entscheide nach Bauchgefühl. Viele Leute, die komplett nichts mit Pferden zu tun haben finden es schrecklich, wenn sie in einen Reitstall kommen und die stolzen schönen Tiere in kleine Käfige eingesperrt sehen - und sie haben Recht.
 
S

Saba

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Ich denke so werde ich es machen. Ich habe ja inzwischen sechs verschiedene Reitställe in der Nähe entdeckt und da kann man schon ganz gut vergleichen. Ich habe eure Tipps im Hinterkopf und werde dann dort bleiben wo ich mich wohlfühle.

Und das mit den Sprüchen kann wirklich nervig sein. Der RL hatte so etwas gesagt wie "Pferde sind einfach nur dumm - denen muss man sagen wo es langgeht" und von diesem Moment an mochte ich ihn gar nicht mehr leiden.
 
H

HüLotte

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Und das mit den Sprüchen kann wirklich nervig sein. Der RL hatte so etwas gesagt wie "Pferde sind einfach nur dumm - denen muss man sagen wo es langgeht" und von diesem Moment an mochte ich ihn gar nicht mehr leiden.
Siehst Du, das meinte ich - Dein Bauch und ein gesunder Menschenverstand werden Dir schon sagen, ob etwas richtig ist oder nicht. Und lass Dich nicht davon täuschen, daß so viele andere Menschen Dinge für normal halten, die Du niemals tun würdest! Leider gehen die meisten Menschen den Weg des geringsten Widerstandes...
 
NikitaCleo

NikitaCleo

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:D Hallo, ich fange auch erst an.Bin 39 und hab mir eine kleine Traber Stute gekauft.So können wir gemeinsam zusammenwachsen und eben viel lernen.Wir üben täglich Hufe geben und das übliche ABC.Ich muß sagen das wir ganz prima zurecht kommen.Hab auch natürlich tolle Unterstützung von den Zuchthof.Die Frau ist Vorstandsvorsitzende im Reitclub. Den ersten Termin mit den Hufschmied haben wir auch schon hinter uns.:clap: und es hat alles super geklappt.Viele sagen ja auch keine Ahnung von Pferden und dann gleich ein Fohlen kaufen aber ich seh das anders.Ich möchte ja das Pferd rein nur für die Freizeit .
Gruß NikitaCleo
 
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