Bindung zwischen Mensch und Hund

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Saphi09

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Hallo ihr lieben!
Ich bin auf der Suche nach Vorschlägen, aber vorher möchte ich euch meine momentane Lage schildern. Ich will an meinem Hund Max arbeiten, denn es gibt noch soo viel was wir beide lernen müssten.

Dinge, die bei uns noch nicht klappen:
-an anderen Hunden vorbei gehen ohne dass er sich einen Ast abfreut und zieht
-das Gassi gehen
-durch die Stadt schlendern
-ihn absitzen lassen und die Gewissheit haben dass er dort immernoch sitzt wenn man wieder kommt
-das lästige Anspringen
-schmusen und kuscheln, das geht nur wenn er müde- und kurz vor dem einschlafen ist
-Tricks beibringen

Aber meiner Meinung nach ist unsere Bindung sehr schlecht, das merke ich vor allem beim Gassi gehen. Er geht eigentlich mit sich selbst spazieren, indem er oftmals einen weiten Abstand zu mir hat und hier und dort markiert und schnüffelt. Während der Zeit bin ich erstmal weitgehenst egal :| Das Abrufen klappt, nur manchmal muss er bevor er angelaufen kommt noch mal das Bein heben :roll: Ich hab ihn in dieser Situation 1x gerufen und wenn er nicht kam wortlos umgedreht und bin in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Manchmal interessiert es ihn und er kommt dann doch fix angerannt, aber ansonsten ist das ein echtes Geduldsspiel zwischen Hund und Halter. Ich liebe Martin Rütter Sendungen und würde manche Kniffe davon auch gerne bei ihm anwenden, allerdings bin ich der Ansicht dass sich erst unsere Bindung verbessern muss bevor ein Training wirklich Sinn macht. Zum aus-der-Hand-füttern: Max frisst als Hauptnahrung Futter aus der Dose. Natürlich ist er auch für Trockenzeug zu begeistern, aber nicht für lange. Habt ihr Ideen?
Liebe Grüße
 
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Kaddüü

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Guck mal ein bisschen durchs Forum, da sind schon viele Threads mit guten Tricks und vielen Hilfe



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Kasary

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Hallo Saphie,

erstmal noch fröhliche Weihnachten, so am letzten Feiertag! ;)

Deine Ansprüche die du an den Hund bzw an seine Erziehung stellst, sind schon ziemlich hoch. Beim ersten lesen dachte ich erstmal: Da will einer einen perfekt erzogenen Hund, denn wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Kleinigkeiten, die sich mal eben beheben lassen. ;)
Möglich ist das auf jeden Fall, allerdings wirst du da eine Menge Geduld und Arbeit an den Tag legen müssen, damit deine Vorstellungen von einem gehorsamen Vierbeiner erfüllt werden.

Es ist daher auf jeden Fall eine gute Idee mit einem anständigen Bindungsaufbau zu beginnen, allerdings muss ich erstmal fragen, wieso du glaubst, dass eure Bindung nicht gegeben ist. Anhand des Verhaltens deines Hundes lässt sich das nicht ablesen. Ein Hund kann eine bombige Bindung zu Herrchen oder Frauchen haben und trotzdem kein Stück hören, wenn er weiß, mit dem Zweibeiner kann man es machen. ;)
Das ist ja erstmal eine Sache der Konsequenz und Erziehung und wenn der Hund es nie gelernt hat, dann kann man natürlich auch nicht erwarten das er es ausführt. Und gerade sowas wie abrufen (aus einer interessanten Situation) ist streng genommen die Königsklasse der Erziehung.

Aber erzähl doch erstmal... Wie alt ist der Hund? was für eine Rasse ist er? Kastriert? Wie lastet ihr de Hund aus, bzw. wie spielt oder spaziert ihr mit ihm?

Das soll jetzt natürlich kein Verhör werden, nur gibt es natürlich auch kein Patentrezept für eine perfekte Erziehung und die oben genannten Dinge spielen für men Verständnis auch immer eine grundlegende Rolle. :)

Liebe Grüße
Sabrina
 
Saphi09

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Danke, dir auch frohe Weihnachten :)

Das mit der Bindung denke ich mir immer wieder, z.B. sind Max und ich in einer großen Wandertruppe mit 7 anderen Hunden mitgelaufen und als wir dann Pause gemacht hatten kamen die Hunde zu ihren Besitzern gelaufen (ohne vorher abgerufen zu werden). Eine Freundin und ich haben auch schon mal einen Test gemacht, bei dem jede in eine andere Richtung gelaufen ist und Max gerufen hat und er ist lieber hinter ihr hergegangen als zu mir zu kommen, obwohl Hund und Freundin sich seit vllt 10 Minuten kannten :S

Max ist jetzt 1 Jahr und 7 Monate alt, verhält sich in vielen Situationen aber noch wie ein Welpe (z.B. das Anknabbern und Zwicken in Hände und Kleidung). Er ist ein Berner Sennenhund und nicht kastriert. In meiner Signatur ist auch ein Foto von ihm :)

Zur Auslastung: Normalerweiße gehe ich am Tag für 1,5 Stunden mit ihm spazieren und Abends meine Eltern nochmal 25 Minuten. Da ich im Moment krank bin darf ich nicht vor die Tür und deswegen wird er viel weniger ausgelastet als sonst =/ Ich treffe mich auch öfter mit einer Freundin und deren Labrador, dann schläft er Abends ganz brav. Kopfarbeit machen wir keine mit ihm.
Spielen tu ich unterwegs manchmal mit ihm (Stöckchen werfen) aber das funktioniert nie so richtig, weil er das Spielzeug nicht mehr hergibt. Beim Versuch ihm das Spielzeug wegzunehmen verschluckt er es meistens oder versucht wegzurennen und auf eine Hetzjagd durch kniehohen Schnee hab ich keine Lust :(
 
Kasary

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Eh ja... in die Signatur hab ich natürlich nicht geschaut. :eusa_doh:

Also Max ist ja trotzdem noch ein junger Hund. Das er Hummeln im Hintern hat wundert mich daher garnicht. Aber auch das was du sonst so erzählst, dass klingt für mich jetzt ehrlich gesagt nicht nach einem Bindungsproblem, sondern max. nach nicht vorhandener Erziehung. Habt ihr ihn denn von klein auf? Und habt ihr da entsprechende Beishemmung, usw mit ihm gelernt?

Gerade die beschriebene Situation mit deiner Freundin ist eigentlich ein typisches Zeichen dafür, dass er dann doch seine Spaziergänge alleine gestaltet. Ich würde noch immer nicht sagen, dass er nicht weiß wo er hingehört, aber dich kennt er, du riechst und bewegst dich bekannt, deine Stimme ist vertraut, dein Handeln vermutlich absehbar, also kein bisschen interessant. Deine unbekannte Freundin hat dagegen alles was sich das Hundeherz wünscht... neuer, unbekannter Geruch, (vielleicht sogar auch nach anderem Hund?), usw. Und er weiß ja scheinbar auch, dass du auf ihn wartest. Wieso sollte er also Anstalten machen zu dir zu kommen, gibts da was Besonderes? ;)

Ich versteh schon weshalb du glaubst da besteht ein Bindungsproblem, aber für mich klingt das eher so, als wärst du für deinen Hund 100% berechenbar. Und dann ist es absolut nicht verwunderlich, dass er alles andere interessanter findet.

Hast du denn schonmal versucht dich interessant zu machen?
Sprich, springst du auchmal quietschend durch die Gegend? Findest du vielleicht auchmal vor deinem Hund ein gigantisch tolles Leckerchen? (Was du natürlich vorher da plaziert haben musst! ;)) usw.

Du musst für deinen Hund so spannend werden, dass es auch immer einen Grund gibt, zu dir zu kommen.

Aber das ist natürlich kein Garant für ein befolgtes Kommando. Die Grunderziehung muss dem Hund bekannt sein! Er muss schon lernen, dass du der Chef bist und das dein Wort Gesetz ist. Das wiederum ist aber harte Arbeit!

Wenn dein Hund z.B ständig zu weit entfernt ist, nicht auf dich hört und du keine Kontrolle über ihn hast, dann kann es keinen Freilauf geben. Das Prinzip ist einfach! Versuchs mit der Schleppleine, dann hat er zumindest einen größeren Radius.
Geht spazieren und gestalte den Gang auch für deinen Hund. Viele Besis glauben das es mit dem sinnlosen nebeneinander her laufen getan ist. Streng genommen ist das aber absolut langweilig für den Hund, denn spätestens nach ein paar Tagen kennt er die Strecke in und auswendig und wenn du ihm kein Programm bietest, dann sucht er es sich eben selber. Die Folge davon kennst du ja! ;)

Ich rate dir aber dennoch mit dem Gehorsam im ganz kleinen Rahmen anzufangen.
Zunächst einmal sollte der Hund schon wissen, an welcher Stelle im Rudel er steht. Irgendwer hatte hier einen tollen Thread gepinnt, indem es genau um diese Problematik geht. "Wie werde ich Rudelchef"

Wenn du das beherzigst, dann hast du schonmal eine gute Grundlage. Darauf baust du auf. Übe zunächst in der Wohnung mit deinem Hund. Springe, tobe und jauchze, bis dein Hund auf dich zugelaufen kommt! Erst dann gibst du dass Komando und belohnst ihn mit dem Leckerchen. Ich benutze die Hundepfeife und hab gute Erfahrungen damit gemacht.

Wenn das soweit klappt geht in den Garten, übe dort auf gleiche Weise.
Damit dein Hund ein Komando auch ausführen kann, muss er es erstmal verstanden haben. Und selbst dann kann er es noch lange nicht immer ausführen. Sowas brauch Zeit, Geduld und Konsequenz und muss langsam aufgebaut werden. Man spricht von ca. 5000 korrekten Wiederholungen, bis ein Hund ein Komando wirklich richtig konditioniert hat. Und vorallem kann dein Hund im Garten und freien, ablenkungsarmen Feld zu dir kommen, wenn du ihn rufst, aber bei einem anderen Hund oder Mensch völlig vergessen haben, was du von ihm willst. Rufe ihn also nur dann, wenn du dir sicher bist, dass er es auch ausführen kann. Das Prinzip gilt generell für alle Kommandos und alles, was du von deinem Hund erwartest.

Und jetzt nochmal kurz ein paar Sätze zum Thema Auslastung:
Körperliche Auslastung ist wichtig und gut, besser und wesentlich effektiver ist aber die Kombination mit Kopfarbeit. Versuch mal ein Handtuch der länge nach einzurollen und zwischendrin mit Leckerchen zu bestücken. Anschließend muss der Hund auf manierliche Art versuchen an die Innereien zu kommen. Nach 2-3 Minuten Übung wird ein untrainierter Hund mit Sicherheit zu gähnen beginnen. Ein deutlcihes Zeichen, dass die Hirnkapazität an ihren Grenzen angelang ist. Mehr bedarf es für den Anfang garnicht. Solche kurzen Übungseinheiten können einen Hund mehr auslasten als ein 2 Std Spaziergang. ;) Ich finde es daher wichtig ein Tier auch in diesem Bereich zu fördern.

Für den Spaziergang könntest du dann z.B mit dem Futterbeutel üben. Du kannst deinem Hund apportieren beibringen und gestaltest gleichzeitig auch das Gassi ein wenig interessanter.

Wäre das nicht vielleicht eine Möglichkeit?

Liebe Grüße
 
M

Marik

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Ja genau Konsequenz ist das A und O in der Erziehung.

Gerade in der Zeit kannst du auch prima Versteckspiele mit deinem Hund machen.
Du legst paar Leckerlies in den Schnee und "Ihr" könnt sie dann gemeinsam suchen. So hast dein Hund auch ein Erfolgserlebniss, wenn er bei dir ist, da er ja merkt, dassbei dir ganz tolle Sachen passieren und außerdem fördert das noch zusätzlich die BAindung, da ihr ja gem eindsam das Leckerli sucht, indem du ihm Tipps gibst, fals er es mal nicht gleich findet.
Natürlich gibt es noch viele andere Ideen
Außerdem kannst du Unterwegs auch prima "Unterordnung" üben, also Sitz, Platz usw. Natpürlich darfst du ihn dabei nicht überfordern, also 5-10 Minuten reichen vollkommen.
Das wichige ist halt viel Abwechslung und keine Über, aber auch keine Unterforderungen.
Und wie Kasary schon gesagt hat, neue Übungen erst langsam aufbauen. Also sollttest du es so reizarm (keine Ablenkungen) wie möglich gestalten und den Schwierigkeitsgrad nur langsam steigern, auch bei neuen Tricks, z.B. Pfötchen geben, Rolle, Bring - Spiel usw.
Desweiteren musst du auch darauf achten auf was dein Hund abfährt, also wie du ihn motivierst. Wenn du einem Hund beibringen willst Sachen zu apportieren und der das total langweilig findet, musst du dir überlegen, wie du ihn besser motivierst oder vielleicht sogar ein anders Spiel wählen.

Viel Spaß beim Spielen und Erziehen und viel Geduld wünsch ich dir;)
Gruß Rouven
 
DyingDream

DyingDream

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...

Hast du mal daran gedacht deinen Hund eine Weile sein Futter nur noch aus der Hand und für Arbeit zu geben? Mit Nassfutter natürlich schwieriger aber du schreibst ja, dass er auch Trockenfutter fressen würde.
Arbeit ist hier für den Hund und dich übrigens positiv zu sehen. Es geht dabei ja um gemeinsame Beschäftigungen die positiv (Futter) belohnt werden können. Also für das Erlernen von den Grundkommandos oder Tricks oder einfach Such- und Wurfspiele... So eine Tagesportion für den Hund wird man da schnell mit los. Hund wird dabei zusätzlich geistig ausgelastet und ist wesentlich motivierter zu lernen. Zudem stärkt die Handfütterung natürlich auch eure gemeinsame Bindung. ;)
~§~
 
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