Wie kann ich Leitperson von meinem Pferd werden?

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S

shutterfly1

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Hy ich bin shutterfly1!
Ich habe seit noch nicht allzu langer Zeit eine Pony-Mix Stute.
Sie ist super lieb im Umgang und beim reiten, nun wollte ich aber noch mehr von ihrem Vertrauen
gewinnen und mache regelmäßig mit ihr Bodenarbeit, (vorallem bei dem Schneewetter jetzt) aber irgendwie klappt es nicht so recht.
Hinterherlaufen tut sie mir schon aber nicht lange dann ist sie wieder bei anderen Gedanken und läuft in die entgegengesetzte Richtung, hätte da vll jemand von euch einen Tipp was ich alles für Bodenarbeit mit ihr machen könnte das sie mich als Leittier akzeptiert? Natürlich weiss ich dass das nicht von heut auf morgen geht, zumal ich sie ja auch noch nicht so lange habe.:D:D LG shutterfly1. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
 
28.12.2010
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
I

Integra

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Hi

also ich denke dein Problem ist nicht, das du nicht das Leittier bist, sondern dass dein Pony sich nicht so lange auf dich konzentriren kann.

wie alt ist dein Pony?

ich würde dir empfehlen, etwas Natural Horsemanship zu machen, so kannst du die Bindung zu deinem Pony festigen und gleichzeitig die Konzentration fördern, spiele ruhig mit dem Pferd, mach sie immer mal aufmerksam auf dich (z.B. stehenbleiben und rückwärtsgehen oder Richtungswechsel) sie soll neuguerig auf dich werden (evtl. mit Leckerlies)
ansonsten, mach einfach weiter wie bisher, wenn dein Pferd dir folgt, hat es dich bereits akzeptiert und du musst nur noch an den Konzentration arbeiten.

LG

Integra
 
S

Sunny96

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Hi,

das Problem habe ich manchmal auch. Wenn ich den Führstrick durchhängen lasse, kommt er immer freiwillig mit und ist konzentriert.
Wenn ich aber den Strick abmache läuft er mir schon hinterher, aber irgendwann beginnt er mit der Nase im Sand zu wühlen, stehen zu bleiben...

Als Belohnung bekommt er schon Leckerlies aber nicht andauernd, weil ich denke, dass Horsemanship auf Vertrauen/Respekt basieren soll und nicht auf Bestechung.

Vielleicht solltest du die Vertrauensübungen erstmal mit einer Bodenleine üben. Die Länge kannst du dann steigern, sobald eine Übung gut funktioniert. (4m,7m,....,20m).

Ich habe aber nochmal eine Frage an alle Horsemanship "Profis":

In einigen Horsemanship Videos habe ich gesehen, dass das Pferd an dem Besitzer klebt. Wenn dieser dann rennt, rennt das Pferd in den entsprechenden Gangarten hinterher.
Meiner geht mir auch hinterher, aber er trabt nur am Strick. Wie kann ich sowas mit ihm üben?


LG
 
Melle:)

Melle:)

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Das benötigt eigentlich nur viel Geduld. Wenn dein Pfed dir schonmal hinterherläuft ist das schon mal ein guter Anfang. Bevor du aber trabst solltest du erstmal üben, dass es auch ohne Strick ständig auf dich achtet und dir folgt (nur keine langeweile aufkommen lassen: richtungswechsel, stopps etc...) wenn das super klappt wird er dir sicherlich auch hinterher traben ;)
bei meiner war das nie ein problem aber da sind echt alle pferde unterschiedlich in dem lernprozess. Das pony meiner Schwester zum Beispiel läuft im schritt super hinterher doch im Trab nur manchmal... ist eben Übungssache
 
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Gast51506

Guest
Schon ein älteres Thema, trotzdem möchte ich meinen Teil hierzu beitragen.
Das Leittier zu werden, hat vor allem etwas mit Dominanz zu tun. Das heißt nicht, dass aus der Beziehung zwischen dir und deinem Pferd eine Diktatur werden soll, sondern in erster Linie etwas mit deiner Einstellung.
Pferde können Gedanken lesen, vergiss das nicht! Wenn du denkst: "Ohje, hoffentlich klappt es diesmal" oder dir auch nur in Gedanken die Frage stellst "Wird er wohl mitmachen?" dann spürt dein Pferd das sofort.
Verhalte dich in jeder Situation dominant und ruhig - das heißt, dass du mit jedem Gedanken überzeugt sein musst, dass dein Pferd dir folgt. Folgt es dir nicht, darfst du nicht den Mut sinken lassen, sondern deinem Pferd mit Hilfsmitteln wie Körpersprache, dem Strick, deiner Stimme, Hand oder mit einer "verlängerten Hand", einem Carrot Stick, zeigen, dass du aber willst, dass es dir folgt. Dein Pferd wird merken, dass du tatsächlich das Leittier bist.
Das alles benötigt viel Vertrauen und Gewöhnung - wenn ein Pferd dir folgt, dann vertraut es dir in diesem Moment sein Leben an. DU und dein Pferd seid dann EINE Herde. Diesen Aspekt musst du immer im Kopf haben.
Verbring viel Zeit mit deinem Pferd - nicht nur mit Bodenarbeit oder Reiten. Setz dich auch mal auf der Wiese dazu - du kannst dabei auch Lesen oder Musik hören - hauptsache, du bist da =) Denn in einer Pferdeherde kommt das Leittier natürlich auch nicht nur hin und wieder vorbei, um seine Herde ein wenig durch die Gegend zu kommandieren =)
Ein Leittier ist immer da - da das aber für einen Menschen ziemlich schwierig, wenn nicht unmöglich ist, müssen wir versuchen, diesen Zustand so gut es geht nachzuahmen.
Hat dein Pferd dich als Leittier anerkannt - dann wird es mit dir synchronisieren wie ein Fohlen mit seiner Mutter. Geht die Mutter vor, geht das Fohlen vor. Bleibt die Mutter stehen, hält auch das Fohlen an ;)
Das erstmal grob. Bei Fragen kann ich auch gerne noch weiter ins Detail gehen =)
LG
Alina
 
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Grand Ass

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Ich übe auch immer beim Spazieren gehen. Kommando "Steh" und stehen bleiben. Bleibt er nicht stehen und rempelt dich um bzw. geht an dir vorbei ein NEIN und Strick vor die Brust. Auch immer mal Richtungswechsel, Schlangenlinien, Rückwärtsrichten, traben. Bei meiner hats recht fix auch ohne Strick geklappt.
 
S

shutterfly1

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Also sie ist jetzt 23 jahre alt, vll ist durch ihr alter die konzentration einfach net mehr so wie am anfang oder integra? kann ich sie denn überhaupt noch ein bissl fördern was boden arbeit angeht? und sorry das ich mich erst jetzt wieder melde aber ich habe einige schicksale hinter mir wo ich net so gern drüber reden möchte (falls gefragt wird). LG shutterfly1

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo! Ja bitte erzähl mal noch ein bissl das hört sich gut an, was ist ein carrot stick? und bekomm ich den auch woanders als in reitgeschäften?
 
G

Gast51506

Guest
Hey =) Also, erstmal finde ich es schön, dass du dir an das Alter deines Pferdes Gedanken machst und dich informieren möchtest, was sie noch kann/darf und was nicht ;-)
Ich würde dir auf alle Fälle raten, dein Pferd weiterhin zu beschäftigen, soweit es seine Grenzen nicht überschreitet. Sonst wird es ja doch ganz schön langweilig im Stall/auf der Wiese ;-)
Gehirnjogging ist für Pferde immer eine tolle Sache. Wenn du mit ihr arbeitest, wirst du selbst schnell merken, was ihr schwer fällt und was leicht. Dementsprechend kannst du die Arbeit anpassen. Fordern, aber nicht überfordern heißt hier die Devise ;) Wenn ihr etwas leicht fällt, kannst du dich steigern.
Über Spaziergänge wird sie sich sicherlich auch freuen. Du kannst ihr auch eine Art Spielparcours bauen - dazu braucht es nur etwas Kreativität =) Auch ein Pferd, das körperlich eingeschränkt ist, möchte gefordert werden. Ich weiß nun nicht, wie fit deine Stute ist - da musst du sie immer genau beobachten und beurteilen, was sie noch kann und was nicht. Ansonsten befrag einfach mal einen TA, wie er das einschätzt.
Gymnastikbälle, Regenschirme, Luftballons etc. - all solche "interessanten" Dinge können ein Pferd übrigens auch neugierig machen, und Neugierde ist der Schlüssel zur Konzentration ;-)

Hm, ich weiß jetzt nicht, ob ich hier einen Link einschieben darf, um dir zu zeigen, wie ein Carrot Stick aussieht. Aber schau einfach mal nach "Carrot Stick", da wirst du etwas finden. Es handelt sich um eine Art Stock und sieht ein bisschen aus wie eine Gerte oder, zusammen mit dem "Savvy String", eine Peitsche. Das ist das von Pat Parelli entwickelte Hilfsmittel aber keineswegs.
Der Carrot Stick stellt kein Werkzeug zur Bestrafung oder zum Antrieb dar, sondern ist als eine Verlängerung deines Arms gedacht. Du brauchst dich nicht erst neben dein Pferd zu stellen, um zu wissen: Wenn ihr beide aufrecht steht, dann ist dein Pferd definitiv länger als du selbst. Das hat den kleinen Nachteil für dich, dass dein Pferd dadurch schneller ist. Sprich, wenn du es seitwärts gehen lässt, könnte das so aussehen: Während du gerade dabei bist, die Vorderhand zu korrigieren, kann dein Pferd im selben Moment mit der Hinterhand wieder ausbrechen. Dann beeilst du dich vielleicht, zur Hinterhand zu kommen und diese zu korrigieren, aber bis du da bist hat dein Pferd dir schon die Zunge herausgestreckt und die Vorderhand wieder verändert. Nun stell dir vor, neben deinem Pferd stehst nicht du sondern ein anderes Pferd, welches dein Pferd seitwärts schicken möchte: Es könnte mit seiner Körpersprache gleichzeitig die Vorderhand und die Hinterhand im Griff behalten, ohne auch nur einen Schritt zu tun.
Das kannst du mit dem Carrot Stick erreichen, da du dann ebenso lang bist wie dein Pferd und mit einer einzigen Handbewegung die Hinterhand bewegen, während du bei der Vorderhand stehen bleibst. Das kann man prima bei Aufstiegshilfen beobachten: Der Reiter steht auf dem Bock, nur das Pferd steht leider nicht seitwärts dazu, sondern nur mit dem Kopf dran. Der Reiter tippt dann mit seiner Gerte auf die Hinterhand, um sie zu sich zu bewegen.
Der Carrot Stick ist nur etwas dicker und fester als eine Gerte, sodass er nicht so "flitscht" und leicht zu handhaben ist(es tut mir Leid, mir fällt kein anderes Wort ein)
Das Pferd soll keine Angst vor dem Stick haben. Zudem gibt es an einem Stick oben eine Schlaufe, um den Savvy String, ein dünnes Seilchen, zu befestigen. Dieses soll ebenfalls helfen, dein Pferd zu dirigieren, zum Beispiel auch auf größeren Distanzen (bspw. Beim Longieren)
Übrigens gibt es Stick und Seilchen auch in verschiedenen Längen: ich persönlich finde, dass die kleinere Variante leichter zu handhaben ist ;)
Zudem werden Stick und String auch zum Streicheln (z.B. beim sogenannten "Friendly Game") oder zum Zeigen benutzt.
Beim Druck ausüben gilt immer: Von klein nach groß. Fang an, leichten Druck auszuüben, als sei es nur eine Fliege. Wenn dein Pferd nicht reagiert, verstärke den Druck, langsam aber beständig, bis es reagiert. Wenn dein Pferd wie gewünscht reagiert, Druck wegnehmen. (Zitat Pat Parelli: Wir brauchen Hände, die langsam schließen und schnell öffnen).
Du wirst sehen, irgendwann wird dein Pferd auch schon bei dem leichtesten Druck reagieren und viel sensibler sein.
Mein Pony muss ich mit dem Stick kaum noch berühren; ich kann ihm damit zeigen, was ich möchte, und er versteht ;-)
 
S

shutterfly1

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Hey! Danke für die ausführliche auskunft, dann schau ich mal wo ich sowas herbekomme und übe mal fleißig damit, natürlich nur soweit es geht ;)). Also sie ist noch topfit, sie ist ja auch bis letztes jahr noch auf turnieren gestartet, springen und dressur, da gehörte sie mir allerdings noch nicht. Aber trotzdem hat sie schon viel vetrauen in mich, das merke ich. Aber ich sage dir sie ist einfach ein Traum von Pferd (Pony):)). Unter dem sattel hat sie überhaupt keine macken, sie tut weder buckeln noch bocken unterm sattel, und wenn sie merkt irgendetwas stimmt nicht bleibt sie stehen und schaut, als wollte sie sagen geht es dir gut. Das hat sie noch nicht gemacht als ich sie bekommen habe, das ist doch schon ein vertrauensbeweis oder? Sie folgt mir auch überall mit hin sie würde sogar am liebsten mit mir nach hause mit. Und wenn ich an den stall komme, dann wiehert sie wenn sie mich sieht und ist ganz ungeduldig bis ich dann bei ihr bin. Vor 2 tagen hatte ich ein reitkurs der hieß stangenwald, da haben wir stangen auf dem reitplatz verteilt und sind in volten und zirkeln darüber geritten das war cool. da hat sie sich gefreut denn sie liebt stangenarbeit. Sie testet auch net aus was sie mim reiter machen kann und was bet, sie gibt sich einfach dem reiter hin und auch wenn sie mal keinen bock hat oder schlecht gelaunt ist, sie macht trotzdem das was ich von ihr verlange dafür darf sie danach immer welzen zur belohnung. Natürlich reite ich sie net mehr jeden tag ihres alters wegen. Und wenn ich mal gerade nix arbeite mit ihr, darf sie einfach nur pferd sein. LG
 
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