Feldiagnose und Fehlbehandlung

Diskutiere Feldiagnose und Fehlbehandlung im Pferde Gesundheit Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, meine Stute kommt in Kürze von der achtwöchigen Reha-Maßnahme wieder. Im Mai war sie erstmals lahm. In der Klinik wurde sie dann wegen...
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shakira

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Hallo,

meine Stute kommt in Kürze von der achtwöchigen Reha-Maßnahme wieder.

Im Mai war sie erstmals lahm. In der Klinik wurde sie dann wegen einer Sehnenzerrung behandelt.(festgestellt durch Ultraschall) Als nach einem Monat noch keine Besserung war, bin ich wieder in die Klinik. Wieder Behandlungen...

Als dann nach zwei weiteren
Monaten die Lahmheit immer noch festzustellen war, wurde meine Stute nach Verwunderung des Arztes dass die Lahmheit immer noch da sei !!mit einer kostenaufwendigen Eigenbluttherapie behandelt. Als dann immer noch keine Besserung eintrat bin ich in eine andere Klinik. Dort wurde erstmal geröntgt, was in der vorherigen Klinik nicht gemacht wurde. Und tatsächlich stellten diese eine Fissur im Röhrbein fest.

Somit wurde meine Stute über Monate falsch behandelt. Außerdem hat sich das Ganze über ein halbes Jahr in die Länge gezogen, da ich "nur" von einer Sehnenzerrung ausgegangen bin und das Pferd auch nicht kontinuierlich nur in der Box stand(zwischendurch wurde ja immer wieder versucht zu belasten was laut TA geschehen sollte)
Sie hätte bei richtiger Diagnose Anfang des Winters schon wieder gesund sein können...

Nun meine Frage: Hat jemand schonmal ähnliches erlebt? Kann man da irgendetwas machen?(rechtlich gesehen)

Danke im Voraus
 
03.01.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
H

HüLotte

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Puha, das wird schwierig.
Hast Du die Klinik denn schon mit der anderen Diagnose konfrontiert? Was sagen die dazu?
Es ist wahrscheinlich schwierig nachzuweisen, daß die Fissur ursprünglich die Ursache für die Lahmheit war, oder? Eine Sehnenzerrung hatte sie ja anscheinend auf jeden Fall.
Keine Ahnung, ob Du da rechtlich Möglichkeiten hast, ich würde erst mal versuchen, auf Kulanz einen Teil der Behandlungskosten zurückerstattet zu bekommen. Aber ob das funktioniert?

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich mal einen Anwalt fragen, der sich damit auskennt, ob das Aussicht auf Erfolg hat, die Klinik zu verklagen...
 
R

Rabenfeder

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Meines Wissens nach gibt es rechtliche Möglichkeiten, die aber sehr gering ausfallen, da du in der Nachweispflicht bist, dass dein erster TA einen gravierenden Fehler gemacht hat. Das würde zum Beispiel beinhalten das der TA trotz "gegebener Hinweise" nicht geröntgt hat. Dazu brauchst du Gutachten, viel Zeit und Geld.

Letztenendes würde ich HüLotte Recht geben, dass du am ehesten auf eine Kulanz der Klinik hoffen musst.
 
S

shakira

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Erstmal danke für die Antworten. Dann werde ich mich mal mit denen unterhalten und schauen wie sie reagieren!

LG
 
charency

charency

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Ich tippe auch, dass, sollte sowas vor Gericht kommen, es nicht nachweisbar ist, dass die Stute tatsächlich die ganze Zeit schon diese Fissur hatte. Natürlich sehr ärgerlich und fürs Pferd schlimm, ich drücke die Daumen, dass sie nun richtig behandelt wird und schnell gesund wird!
 
Sliding Rose

Sliding Rose

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Hallo!

ich habe ein ähnliches Problem.

Habe im Sommer bei meiner Kleinen an beiden vorderen Beinen Chips diagnostiziert bekommen. Bin darauf hin mit ihr in die Klinik und sie wurde Operiert. Insgesammt war sie eine Woche in der Klinik, wo ich sie auch jeden Tag besucht habe. Sie wurde von Tag zu Tag verstörter und teilweise richtig Böse. Ich kämpfe noch heute mit ihr, dass sie sich wieder richtig anfassen lässt.
ich habe sie am Montag in die Klinik gebracht, am Dienstag war vereinbart, dass operiert wird. Ich am Dienstag NM hin, und siehe da, noch nichts geschehen. TA meinte er war bei einem Notfall - ja klar kann ja wirklich passieren - aber Mittwochs das selbe Spiel. Dann wurde vereinbart, dass Mittwoch Abend operiert wird. Ich angerufen um 8 weil ich wissen wollte ob es ihr eh gut geht - noch nicht operiert - um 9 das selbe. Um 22:45 kam dann der anruf, dass alles gut verlaufen ist.

Zu dem Punkt war ich schon richtig angepisst und eigentlich hätte ich da schon mit den Ohren schlackern müssen aber leider bin ich viel zu gut gläubig.... :(

Nach 2 Monaten ohne großartige Bewegung bin cih wieder zum TA - nicht der aus der Klinik sondern der, der die Chips gefunden hat - und siehe da, einer der 4 Chips ist nicht vollständig entfernt und zu dem hat sie an beiden Beinen eine Narbenverhärtung und eine Verkapselung :(

Bin immer noch dabei, dass ich das ganze mit Schmieren und alternativen Behandlungen wegbringe weil ich ihr keine OP mehr zumuten will und der Rückstand ist gottseidank so, dass er im Moment nicht stört, aber das kann sich ja leider wieder ändern.

Ich habe eine private Rechtschutzversicherung, wo mit kostenlos ein Anwalt gestellt wird, den ich jetzt eingeschaltet habe und schon einige Gespräche mit ihm hatte, jedoch stehen meine Chancen aus seiner Sicht sehr schlecht! :(

Aber ich kann dir auch nur Raten, vielleicht hast du ja auch so eine Versicherung oder Ähnliches, mal mit einem Anwalt zu reden und dir Rat zu holen was denn in dem Falle überhaupt machbar ist!

Wünsch dir alles Gute!
 
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