Welpe ( 5 Monate) sehr ängstlich

Diskutiere Welpe ( 5 Monate) sehr ängstlich im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Guten Abend, ich habe ein kleines Problem mit meinem 5 Monate jungen Welpen. Wir haben ihn aus der Tiernothilfe vor 4 Tagen geholt. Zu seiner...
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sandra88

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Guten Abend,

ich habe ein kleines Problem mit meinem 5 Monate jungen Welpen.
Wir haben ihn aus der Tiernothilfe vor 4 Tagen geholt. Zu seiner Vorgeschichte wissen wir nur, dass er in Italien in einer Zuchtstation war und dann hier her gebracht wurde. Seinem Verhalten
nach hatte er noch nie Kontakt zu Menschen, er ist sehr misstrauich Menschen gegenüber und wenn wir ihn streicheln wollen weicht er meist ein bischen zurück und wirkt wie versteinert. Nach dem Gassi gehen sucht er sich immer gleich die nächste dunkle Ecke und bleibt dort.
Das Gassi gehen selbst ist eigentlich gar kein Problem, er läuft super mit und auch mit anderen Hunden gibt es keine Probleme.
Wenn wir ihn von der Leine lassen läuft er uns immer hinterher und weicht nicht von unserer Seite... und zu Hause dann so eine starke Veränderung ???
Auch leckerlies nimmt er nur ganz selten an...
Wir sind verzweifelt, weil wir nicht wissen was ihm dort vielleicht angetan wurde und wie wir ihn langsam daran gewöhnen können, dass wir ihm nichts böses wollen.

Vielen Dank im Voraus!
 
06.01.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Dogma

Dogma

Foren-Engel
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Gebt dem Hund Gelegenheit, auf euch zuzukommen und bedrängt ihn nicht. Ganz wichtig ist, dass ihr jetzt möglichst schnell so ziemlich alles verschlingt, was mit "Calming Signals" der Hunde zu tun hat, denn wenn er Menschen und deren Körpersprache nicht kennt, wird er vieles als Bedrohung empfinden, was von euch nur nett gemeint ist.

Nehmen wir nur mal als Beispiel das menschliche Lächeln. Super freundlich zeigen wir dabei unsere Zähne. Doch für einen Hund bedeutet dies das komplette Gegenteil. Auch wenn ihr euch z.B. über den Hund beugt, um ihn zu streicheln, ist das für ihn Bedrohung und eine Art der Dominierung. Zudem weiß euer Hund, dass die Wohnung euer Revier ist und er hat noch keine Ahnung, wie er sich dort verhalten soll, was er darf und was nicht.

Setzt euch einfach mal eine ganze Zeit zu dem Hund auf den Boden, schaut ihn bitte nicht direkt an (Bedrohung), sondern schaut bewusst weg, wenn er in eure Richtung blickt. Dreht ihm eher leicht den Rücken zu und gähnt vor euch hin (klingt jetzt seltsam, ist aber eine Art Entwarnung in der Hundesprache). Schmeißt ihm ruhig immer mal wieder Futterbrocken oder Leckerchen hin, aber seht ihn auch dann nicht an. Reicht ihm mit langem Arm die Hand zum Schnüffeln hin (auch dabei wegdrehen, wegsehen und gähnen). Lässt er sich streicheln, dann streichelt seine Seite oder die Brust, zu Beginn bitte nicht von oben über Kopf und Nacken/Hals.

Zudem könnt ihr ihn, wenn er das zulässt, auch komplett aus der Hand füttern. Das stärkt ganz enorm die Bindung zu euch. Das Wichtigste aber ist nun wirklich, die (Körper)Sprache der Hunde zu lernen und anzuwenden, weil er eure einfach noch nicht versteht und seine Zeit braucht.

Edit: Und bitte nie direkt auf den Hund zugehen, womöglich noch hektisch und mit großen Gesten, sondern immer schön langsam und im Bogen nähern. Dann wird das schon mit der Zeit.
 
Kasary

Kasary

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Ich stimme Dogma da voll und ganz zu, möchte aber nochmal auf das Buch verweisen, was sie meint. Ich bin mir nicht sicher, ob das so durchgekommen ist... ;)
Es gibt ein Buch von Turid Ruugas, welches "Calming Signals" heißt. Dort lernt man unglaublich viel über Beschwichtigungssignale von Hunden und das solltet ihr dringend lesen. Mir hat es unglaublich viel gebracht und ich verstehe unsere Hunde seitdem wesentlich besser.

Liebe Grüße
 
S

sandra88

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Hallo, vielen Dank für die Tipps,
das mit dem Rücken zum Hund setzen und dann Leckerlies geben/streicheln klappt super!!!
Das Buch haben wir auch schon angefangen, echt klasse!
Nur noch eine Frage da er ja sehr ängstlich ist, ist es manchmal sehr schwierig ihn aus seinem Körpchen zu bekommen wenn wir gassi gehen wollen und wir wollen nicht immer an ihm herumzerren, manchmal klappt es super wahrscheinlich wenn er dringend muss aber sonst ist es immer sehr schwer...

Er geht auch meistens von alleine ins Körbchen aber oft sucht er noch die dunklen Ecken in der Wohnung und sitzt dort einfach nur herum sollen wir ihn dann einfach links liegen lassen oder lieber ins Körbchen bringen???

Vielen Dank nochmal war echt sehr hilfreich :D
 
Dogma

Dogma

Foren-Engel
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Vielleicht könnt ihr euren Hund ja zusätzlich noch mit unwiderstehlichen Leckerchen zum Gassigang bewegen. Ansonsten wird es sowieso mit der Zeit besser, sobald er genug Vertrauen zu euch hat.

Wenn euer Schatz sich in eine dunkle Ecke zurückzieht, dann lasst ihn ruhig dort, aber beachtet ihn dann auch nicht sonderlich. Jede Form der zusätzlichen Beachtung bedeutet Bestätigung für sein Verhalten, also kein falsches Mitleid an der Stelle, dass es ihm vielleicht gerade nicht gut geht. Es ist halt eine ganz natürliche Verhaltensweise, dass ein Hund bei Ängstlichkeit Schutz sucht und das wäre in der Natur auch im besten Fall eine dunkle Höhle, die zu möglichst vielen Seiten Schutz bietet. Deshalb verkrümeln sich im Haus/in der Wohnung viele Hunde auch in Sofaecken und unter Tische, wenn sie ängstlich sind. Dass euer Kleiner zwischendurch auch mal in seinem Körbchen liegt, ist eigentlich schon ein ganz großer Schritt in Richtung angstfreies Leben.
 
Bennylein

Bennylein

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warum quickt mein hund???

:uups:mein hund quikt immer
 
*Collie*

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Was für ein Quiken? In welcher Situation kommt das vor? Du musst das schon ein wenig genauer Beschreiben...
 
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