Kind= Ok/Tierbaby= Fehler

Diskutiere Kind= Ok/Tierbaby= Fehler im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Hejj! Mir ist etwas aufgefallen, was ich euch gerne mitteilen würde, bzw. worüber ich gerne verschiedene Meinungen hören würde. Viele hier sind...
Semiramis

Semiramis

Registriert seit
24.11.2008
Beiträge
2.184
Reaktionen
0
Hejj!
Mir ist etwas aufgefallen, was ich euch gerne mitteilen würde, bzw. worüber ich gerne verschiedene Meinungen hören würde.
Viele hier sind der Meinung ( zu Recht ) das es sinnlos/schlecht ist, wenn jeder seine eigenen Tiere vermehrt, denn schliesslich sitzen ja genug Tiere im Tierheim oder in Notstationen und wünschen sich ein neues, schönes Heim.
Aber warum setzt jeder Mensch dann eigentlich eigene Kinder in die Welt? Es gibt sehr viele elternlose Kinder auf der ganzen Welt, die sich sehnlichst Eltern wünschen, aber ihr Leben in einem Heim verbringen müssen.
Warum ist der Mensch so egoistisch und sagt: Ich brauche etwas das aus MIR entstanden ist, das MEINE Gene trägt?
Was einfach MEINS ist?
Tiere mit Menschen zu vergleichen ist zwar etwas gewagt, aber mich würde eure Meinung trotzdem interessieren.


Natürlich ist es schwerer ein Kind zu adoptieren, als ein Tier aus dem Heim zu holen. Aber sollte man nicht alles dafür tun, Menschen und Tieren zu helfen?


Gruß





 
07.01.2011
#1
A

Anzeige

Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
S

SusanneC

Registriert seit
07.09.2009
Beiträge
15.432
Reaktionen
0
Hallo!

Du hast da ziemlich romantische Vorstellungen von Adoptionen... die Wahrheit sieht so aus:

In deutschland kommen auf ein Kind das zur Adoption freigegeben wird etwa 50 Bewerberpaare, deswegen ist es sehr schwer ein Kind in Deutschland adoptieren zu können. Pflegekinder bekommt man erheblich leichter, aber die wurden eben oft aus gutem grund ihren Eltern weggenommen (Gewalt, Alkohol, Drogen) und haben davon oft Schäden, die sie ihr leben lang behalten, etwa bei Alkohol in der Schwangerschaft. Außerdem ist da immer die GEfahr, dass die Mutter ihr leben wieder in den Griff bekommt und man das Kind wieder dahin zurück geben muss - Du kannst Dir sicher vorstellen, wie es einem das Herz zerreißt, ein Kind das man lange jahre groß gezogen hat einer Frau geben muss, die gerade erst wieder trocken geworden ist, Rückfall nie ausgeschlossen...

Auslandsadoptionen haben so einiges mit "Kind kaufen" zu tun. Die Behörden der jeweiligen länder lassen sich die "vermittlung" sehr gut bezahlen mit etlichen tausend Euro, oft muss man dafür Wochenlang in das LAnd reisen und mit Dolmetschern von Behörde zu Behörde rennen, um dann ein Kind zu bekommen, das einen nicht mal versteht, das total verstört ist und oft aus einem Waisenhaus kommt, das mehr als grausig ist - oft werden die kinder da nur verwahrt, ein erwachsener soll da 50 kinder versorgen, sie werden teilweise den ganzen Tag in den betten gelassen.

Aber wer hat schon 20.000 Euro für so eine Auslandsadoption, stahlharte nerven um die ganzen behörden durch zu stehen, die bis zur Letzten Sekunde nein sagen können, und dann ein kind, das total traumatisiert ist?

Wenn das ganze Auslandsadoptionsverfahren ein wenig unkomplizierter wäre, oder wenn es darum ginge wirklich ein schönes zuhause zu finden und nicht nur geld in die Staatskasse zu bekommen, oder wenn für das geld wenigstens betreuerinnen in den Waisenhäusern eingestellt werden würden - ok, aber so ist das doch eher ein Viehmarkt um die Ware Kind, auf dem rücken der Kinder und mit den gefühlen der verzweifelten menschen.

So einfach ist das alles einfach nicht.
 
Saela

Saela

Registriert seit
18.01.2010
Beiträge
356
Reaktionen
0
Außerdem ist es bei Tieren (ich weiß nicht, ob das bei allen so ist) doch so, dass sie den Wunsch nach eigenem Nachwuchs nicht haben. Ich kann einer Frau nicht verbieten ein Kind zu zeugen, nur weil sie auch eins adoptierne könnte, weil sie einen WUNSCH nach einem Kind hat. Meine Hündin verspürt diesen Wunsch nach einem eigenen Welpen nicht, also kann ich ja auch einen Hund aus dem Tierheim nehmen.
 
akani

akani

Registriert seit
27.07.2009
Beiträge
10.358
Reaktionen
0
Ich denke auch, dass es ein großes Problem ist, dass Kinder einfach etwas sind, das einen das Leben lang begleitet, eventuell im Alter pflegt und die Familie weiterleben lässt.
Es mag egoistisch sein, ja, aber zu vergleichen ist es einfach nicht.
Ein Tier hat man vielleicht 15 Jahre und kümmert sich die ganze Zeit darum. Das Tier ist auch nicht verantwortlich dafür, die Familie "fortzusetzen".
Die meisten möchten einfach gerne Nachkommen haben und nicht "aussterben".
 
Summer_xD

Summer_xD

Registriert seit
03.03.2009
Beiträge
3.343
Reaktionen
0
ich find außerdem auch, dass es, auch wenn ich selbst noch keine kinder habe und noch nie schwanger war, sicherlich auch etwas ganz besonderes ist, ein kind 9 monate in sich zu tragen und selbst zur welt zu bringen. da baut man doch eine ganz andere mutter-kind bindung auf, als wenn man eins adoptiert.
das soll nicht heißen, dass ich gegen adoptionen bin, wenn ich von mir selbst aus gehe, würde ich aber auch viel lieber erst eigene kinder zeugen, bevor eine adoption für mich in frage kommen würde.
 
frettchentina

frettchentina

Registriert seit
07.01.2006
Beiträge
2.468
Reaktionen
0
Ich glaube, das Hauptproblem hat Susanne sehr gut beschrieben. Adoptieren ist wirklich nicht so leicht, man geht nicht in ein Kinderheim, schaut sich die Kids an und sagt "das ist süß, das will ich haben". Bekannte von uns mußten Jahre warten, dann waren sie für die Bremer Behörden plötzlich zu alt für eine Adoption und mußten nach Niedersachsen, um ihr Ansinnen weiterzuverfolgen und irgendwann bekamen sie dann Zwillinge angeboten! Da hieß es, sie sollten innerhalb von 24 Sunden zu- oder absagen... Es gab halt auch noch etliche andere Bewerber für die Kinder... Nun haben sie die beiden und sind glücklich damit.
Aber zu solchen Odysseen hat halt auch nicht jeder die Nerven, zumal auch nicht jeder einfach so ein Kind adoptieren kann. Man muß bestimmte Kriterien erfüllen, sei es der Familienstand, das Alter, der Gesundheitszustand, das Einkommen oder was auch immer. Ein eigenes Kind ist da, für Paare, die eigene Kinder bekommen KÖNNEN, nicht nur "eigen Fleisch & Blut", sondern auch die einfachere Lösung.

Zumal man ja in der Regel auch nicht, wie beim Tiere vermehren, viele Kinder gleichzeitig bekommt und auch dann keine neuen Familien für sich suchen muß. Also man bringt ja seine Kinder nicht zur Welt, um sie adoptieren zu lassen, sondern behält sie bei sich. Insofern sehe ich das auch noch als etwas ganz anderes.

LG Tina
 
Naliea

Naliea

Registriert seit
08.03.2009
Beiträge
3.727
Reaktionen
0
Zumal wie ich finde, kann ein Mensch selbst entscheiden ob es ein Kind möchte oder nicht. Für ein Tier wird entschieden und ich finde hierdrin liegt der unterschied.
Wir entscheiden ob das Tier nun Kinder haben soll oder nicht, es wird nicht gefragt oder sonstiges.
Ein Mensch allerdings kann für sich selbst Entscheiden.

Und ich finde den Satz von Frettchentina schon sehr gut, wir behalten unsere Kinder ja und geben sie nicht weg.
Viele geben ihre Tierbabys ja einfach ins Tierheim und da diese bald überfüllt sind sollte man zu erst dort gucken. Wir Menschen entschließen uns ja im meisten Fall für ein Kind weil wir unsere Familie aufbauen/erweitern wollen. Wir wollen es ja garnicht abgeben sondern bis zu unserem Tod an unserer Seite Wissen.

lg
 
Tiger_09

Tiger_09

Registriert seit
22.11.2009
Beiträge
1.159
Reaktionen
0
Interessantes Thema...

Ich habe mich auch schon öfter gefragt wo der Unterschied liegt zwischen Mensch und Tier. Im Endeffekt vermehren sich beide Arten aus dem selben evolutionären Grund.

Wir spielen irgendwo schon Gott, wenn wir unsere Tiere noch vor der geschlechtsreife kastrieren lassen und ihnen damit die Chance auf Nachwuchs nehmen (unbestritten, dass das nötig ist). Eigentlich gebe ich dir Recht, eigentlich müssten wir bei uns anfangen.

Ansonsten hat frettchentina das gut beschrieben und kann mich dem so anschließen.



Liebe Grüße
Jenny
 
Escaflown

Escaflown

Registriert seit
16.12.2008
Beiträge
8.030
Reaktionen
0
Wie bereits erwähnt sind Adoptionen sehr schwierig (ausser man heist Madonna).

Ich denke aber auch das man es nicht Pauschalisieren kann weil soweit ich weis auf eine Deutsche Familie meine ich 2,5 Kinder kommen. Tiere können mal ebenso auf einen schlag 6 und mehr Junge bekommen pro Wurf.

Ich zb wollte nie ein Kind haben. Meine war ein Unfall und ich gedenke mich sobald ich kann Sterilisieren zu lassen. Eines reicht mir. :)
 
Valkyrja

Valkyrja

Registriert seit
26.08.2010
Beiträge
710
Reaktionen
0
Finde deinen Gedankengang wirklich interessant, habe da auch schon drüber nachgedacht, aber aus den genannten Gründen kann man das leider nicht vergleichen.
Für mich kommt noch hinzu, dass ein Kind irgendwann auch erwachsen ist und sein Leben selbst in die Hand nehmen kann (natürlich gibt es Ausnahmen, die immer auf Hilfe angewiesen sind), während die Tiere immer auf den Menschen angewiesen sind. Damit meine ich, dass ein Kind nicht den Rest seines Lebens im Kinderheim verbringt, auch wenn es unschönerweise seine Persönlichkeit manchmal in eine negativere Richtung lenkt, als wenn es behütet in einer Familie aufwächst.
 
Jucomi

Jucomi

Registriert seit
11.04.2009
Beiträge
1.255
Reaktionen
0
Der Hauptgrund wurde eigentlich schon genannt: Es gibt mehr Eltern, die Kinder haben wollen, als es Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden. Hab ich erst Donnerstag in der Uni gehabt, in Deutschland kommen auf jedes Kind 1000 Bewerber. Stell dir mal vor, alle anderen, die auf "normalem Weg" Eltern werden, kämen auch noch dazu. Da wären wir ganz schnell bei 100000 Eltern pro Kind. Ich denke mal, da könnte man mit nem Kinderwunsch ganz schnell einpacken, die Wahrscheinlichkeit, da eins zu kriegen, ist relativ gering.
Des Weiteren kriegt ja nicht jeder einfach so ein Kind. Man darf nicht älter als 40 sein (da es ja genau Auswahl an Eltern gibt, hat man mit über 35 kaum noch ne Chance), man muss verheiratet sein und man muss über ein bestimmtes Einkommen und gesicherte Arbeitsplätze verfügen (und da man immer noch genug Auswahl bei den Eltern hat, nimmt man erstmal die mit dem höchsten Verdienst und Kinder haben wäre bald ein Privileg der Oberschicht). Chronische und psychische Krankheiten dürfen natürlich auch nicht vorhanden sein. Was meinst du, wieviele da noch übrig bleiben, die dann letztendlich ein Kind haben dürften?
Auslandsadoptionen sind ebenfalls schwierig, das sieht nur bei Promis so einfach aus. Auch hier muss man bestimmte Anforderungen erfüllen, was Einkommen und Alter angeht. Außerdem gibt es viele Leute, die einem Kind mit Verhaltenstörungen nicht gewachsen wären. Bei eigenen Kind kann man versuchen, sowas zu verhindern und wenns doch passiert, wächst man da rein. Bei einer Adoption hat man von heute auf morgen plötzlich ein traumatisiertes Kind, wenn man Pech hat. Und was für mich das wichtigste Argument ist: Es ist umstritten, ob es für diese Kinder überhaupt gut ist, aus ihrer Kultur, ihrem Land und ihrem Klima geholt zu werden und quasi in einer ganz anderen Welt zu landen.

Und zweitens kommt natürlich das hinzu, was Escaflown gesagt hat. Nur, dass nicht 2,5 Kinder auf eine deutsche Familie kommen, sondern 1,3... da immer 2 Menschen ein Kind produzieren, müsste jeder Mensch 2 Kinder haben, damit die Bevölkerung gleich bleibt. Da jeder Mensch aber im Schnitt 1,3 Kinder hat, stirbt unsere Bevölkerung eh allmählich aus, wenn wir nicht bald mehr Kinder kriegen.
Hamster oder Hunde z.B. sitzen aber zu Hauf in Tierheimen, weil es einfach mehr davon gibt, als Menschen halten können, da sie eben gleich immer 5 oder 6 Kinder kriegen und dadurch die Bevölkerung nicht gleich bleibt, sondern jedes Mal rasant ansteigt. Das ist bei Menschen halt nicht der Fall.
Würde mein Hamster ein Baby zur Welt bringen, wär das meiner Meinung nach alles kein Problem, das würde ich behalten und gut wärs. Wo aber soll die Welt mit noch 6 weiteren Hamstern hin? Und wenn ich das darf, dürfen das alle anderen auch und schon sind wir bei 6000 neuen Hamstern.
 
Escaflown

Escaflown

Registriert seit
16.12.2008
Beiträge
8.030
Reaktionen
0
Ohh ist es mitlerweile auf 1,3Kinder gesunken?? o_O
Ok ist auch schon Paar Jahre her das ich in der Schule war und wir des Thema Befölkerungsdichte etc. durchgekaut hatten. :uups:
Ich entschuldige mich für die Fehlinfo meinerseits.

Eben des meinte ich ja Tiere vermehren sich schneller als Menschen da sie mehr werfen.
 
S

SusanneC

Registriert seit
07.09.2009
Beiträge
15.432
Reaktionen
0
Auch bei Auslandsadoptionen müssen die Eltern gesund sein, was oft probleme gibt - in Deutschlad haben Diabetiker wenige Einschänkungen, wenn aber rumänische Behörden was von Diabetiker als Adoptionseltern lesen, lehnen die oft gleich ab...

Wenn Adoptionen nur ein wenig einfacher wären, denkst Du echt es würden sich so viele Paare die Tortur einer künstlichen befruchtung antun,monatelanges hormone Schlucken und spritzen, kleine operative eingriffe, Monate hoffen und Bangen für oft nur 20% Hoffnung?
 
ShadowWolf

ShadowWolf

Registriert seit
06.09.2006
Beiträge
2.134
Reaktionen
0
Meistens liegt es gar nicht an der Mutter die ein Kind zur Welt setzt. Ich bin der festen Überzeugung das manch einer regelrecht dazu gewzungen wird die Schwangerschaft nicht abzubrechen ! (In diversen zeitungen liest man fast täglich das ein Baby von der Mutter getötet oder ausgesetzt wurden ist) Man muss ja erstmal zu einem Frauenarzt gehen wegen Beratung, etc... Aber von allen Seiten wird dir nur eingeredet, wie schön doch ein Kind ist, bla blubb. Leider wird vergessen das die Schwangere das Kind groß ziehen muss. Wenn es dann da ist, wirds verhätschelt bis zu einem gewissen Alter. Kinder sind aber mit enormen Kosten und Zeit verbunden. Es gibt genug Mütter die von ihrem Freund verlassen werden.

Warum ich auf diese Theorie komme ? Mir ist das bereits passiert. Nein ich war nicht schwanger aber das Thema reichte bereits. Von der Familie meines Freundes wurde ich beschimpft wie ich es wagen könnte es abzutreiben, es sogar dann später abzugeben. :roll:

Von meiner Ergo Therapeutin habe ich gesagt bekommen, das Geld doch überhaupt keine Rolle spielt, ein Kind zu bekommen. Es wird doch alles vom Vater Staat bezahlt (Ja schon aber dennoch reicht es nicht...)

Man sollte wirklich überlegen ob man wirklich bereit für ein Kind ist. Zeit, Geld... Es gibt genug (sorry für den Ausdruck) Assifamilien die nur wegen dem Geld Kinder haben und sich einen Dreck drum kümmern wie ihr eigenes Kind rumläuft und wie es in der Schule ist. Außerdem muss man sehen was man für eine Zukunft bieten kann. Arbeitslose gibt es leider zu viele.

Ich möchte nie Mutter werden und ich lass mir in den Punkt auch nicht reinreden. Zu der Familienfeier meines Freundes gehe ich eh nicht mehr hin. Warum soll ich mich denn provozieren lassen ? Es ist mein Leben und nicht der Anderen. Ich sitz mit dem Kind alleine da, wenn es dann soweit ist. Und ich trage bis zu seinem 18. Lebensjahr (und drüber hinaus) die Verantwortung.
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

Registriert seit
14.08.2008
Beiträge
3.967
Reaktionen
0
Eigentlich ist es recht simpel.

Ein Mensch vermehrt sich weil er den Wunsch nach einem Kind verspürt. Das ist in etwa vergleichbar mit den Instinkten eines Tieres. Es geht letztlich darum seine eigenen Gene weiter zu geben.

Aber anders als Tiere, ist der Mensch sich bewußt das er sich sein ganzes Leben lang um seine Kinder kümmern muß/soll/will. Eltern sein streift man ja nichtmal mit der Volljährigkeit seines Kinders ab;)

Ein Tier hingegen lebt lediglich seine Triebe aus und kümmert sich instinktiv um seinen Nachwuchs bis er eben soweit ist das er allein durchkommen kann. Danach kümmert sich das Tier wieder nur um sich selbst und der Kreislauf, Trieb+Brutpflege, schließt sich.

Ich habe meine Ansicht jetzt nur vereinfacht wiedergegeben. Ich denke man könnte ellenlang darüber philosophieren. Dazu fehlt mir jetzt jedoch jegliche Ambition (Grippe und Fieber zollen ihren Tribut:086:)
 
.Liane

.Liane

Registriert seit
26.07.2010
Beiträge
1.303
Reaktionen
0
Hi,

gleich vorweg, ich will niemanden angreifen und ich formuliere extra überspitzt... Ich möchte einfach mal ... die anderen Gedanken aufwerfen.
Ich habe wenigstens grob eine Ahnung, wie sch... ön kompliziert so eine Adoption ist. Der richtige Weg ist es sicher nicht, alle dahin zu verweisen.
Meine Überlegung ist eher, ob der Mensch denn unbedingt Kinder bekommen sollte.

Überlegt bitte mal mit mir gemeinsam...
Die aktuelle Weltbevölkerung dürfte um die 7 Milliarden liegen. Wer will bei diesen Werten noch Bevölkerungswachstum? Ich bin froh, wenn gerade in den industrialisierten Ländern weniger Kinder zur Welt kommen, die Bevölkerung schrumpft. Dass in den Entwicklungskindern noch so ein Wachstum herrscht, wäre nur durch bessere Aufklärung und Versorgung oder eben keine Versorgung mehr zu leisten. Und letztere Möglichkeit wäre grausam.

Ich schleife jetzt mal die Zucht / Vermehrungs-Diskussion an den Haaren heran.
Wer von den Menschen wird denn vor der Zeugung auf Gesundheit untersucht, mit Stammbaumbetrachtung, ob es überhaupt passt?
Nach der Logik müsste man allen, die das nicht machen wollen oder bezahlen können das Kinder kriegen verbieten. Dann wären Kinder wirklich ein Privileg der Reichen. Schön, nicht nur Designer-Babys sondern auch die einzigen.
Folge: Schwangerschaftsthemen und Babyfotos müssten hier genau so verboten werden wie Tierkinder.
Die Begründungen, dass es ja nur ein Unfall war, wären zumindest lesenswert :mrgreen:

Zur Abtreibung sage ich nichts, ich hab keine großen Infos, kann mich also nicht äußern.

Thema Kinderwunsch...
Woher wissen wir, dass die Tiere keinen Kinderwunsch haben? Hatten die Eunuchen einen, oder haben sie die entsprechenden Gefühle dank ... äh... nja, wäre wohl einer Frühkastration ähnlich ... *verwirrt guck* nie erlebt?
Haben Frauen ohne die entsprechenden Hormone einen Kinderwunsch?
Menschen bekommen vielleicht nicht so viele Kinder wie Ratten oder so, aber sie leben auch wesentlich länger und haben einen höheren Nahrungsverbrauch. Ich bin sicher, würden Menschen von einer anderen Spezies gepflegt, wären wir alle kastriert, damit wir uns nicht so schnell vermehren. Sicher auch mit der Argumentation, dass Menschen keinen Kinderwunsch haben, weil man uns nicht mit den gleichen Maßstäben betrachten sollte, wie diese Spezies.
Tiere werden hier doch sonst so sehr vermenschlicht. Woher wissen wir denn, dass die Tiere keinen Kinderwunsch haben? Irgend eine Löwin in Afrika hatte ein Gnukind "adoptiert" weil sie keine Jungen haben konnte - das das tödlich für das Kalb war, ist eine andere Sache.

Soviel von mir.
Grüße
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

Registriert seit
14.08.2008
Beiträge
3.967
Reaktionen
0
Jetzt muß ich mich doch nochmal dazu äußern;)

Ob ein Tier den Wunsch nach Nachwuchs hat wird uns sicherlich auf ewig ein Geheimnis bleiben, da sie es uns einfach nicht sagen können. Der Mensch kann das jedoch.

Der Mensch folgt zwar auch seinen Trieben, aber eben nicht immer mit dem Hintergrund der Fortpflanzung. Das tut das Tier allerdings.

Ich würde mir niemals anmassen einem Tier abzusprechen das es für seine Brut Zuneigung und Liebe empfindet. Und das ein Tier sehr fürsorglich ist, ist auch unbestritten.

Dennoch bin ich der Meinung das sie "lediglich", ganz evolutionsmäßig handeln ohne darüber nachzudenken.

Der Mensch plant (im günstigen Fall) im Vorraus wann und ob ein Kind in sein Leben passt, ob er es ausreichend versorgen kann und damit meine jetzt nicht nur finanziell. Das geht weit über dem wie ein Tier agiert.

Das Tier kümmert, versorgt seinen Nachwuchs. Ist der soweit das er allein durch kommt geht das Elterntier seiner Wege und das Jungtier muß zusehen wie es zurecht kommt. Selbst wenn sie zusammen bleiben sollten, was es durchaus gibt, kann es entweder mithalten oder bleibt auf der Strecke.

Beim Mensch ist das in der Regel nicht so. Theoretisch wäre ein Mensch viel früher als mit der Volljährigkeit allein überlebensfähig, aber ich kenne persönlich Niemanden (auch wenn es nicht selten sowas gibt) der sein Kind mit 10,11,12 Jahren rausschmeißt so unter dem Motto: Du kannst gehen und arbeiten also versorg dich ab jetzt selbst.

Ich habe drei erwachsene Kinder, teils selbst schon mit Kindern aber meine Fürsorge als Mutter hat noch immer die gleiche Gültigkeit wie zu der Zeit als sie noch auf mich angewiesen waren.

Mich würde es wundern wenn eine Hündin sich nach Jahren noch sorgen würde ob es ihren Kindern auch gut geht.

Im Moment frage ich mich gerade worum es hier tatsächlich noch geht.
Geht es darum ob man für oder gegen die Vermehrung bei Tieren ist, oder geht es darum die Frage zu klären ob Tiere, wie die Menschen, bewußt Kinder bekommen?
Oder geht es nur darum das man die Vermehrung von Tieren als auch von Menschen nur legitim sind wenn man die finanziellen Mittel dazu hat?

Oh, noch ein wirrer Gedanke:
So oft lesen wir doch gerade hier in den Foren das Manche ihre Tiere Junge bekommen lassen weil sie ja einmal der Natur entsprechend Eltern sein sollen. Gehen wir jetzt davon aus das es einem Tier tatsächlich nur um den Wunsch ginge, dann könnte man doch lieber, statt z.B. die Hündin werfen zu lassen, ihr lieber einen oder mehrere Welpen einer anderen Hündin geben. So könnte man theoretisch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Tatsache ist jedoch: Eine Hündin der man einen oder mehrere fremde Welpen (auch Saugwelpen) vor die Nase setzt, reagiert nicht selten alles andere als erfreut. Diese Hündin mag meinetwegen einfach keine Welpen und dennoch wäre sie eine super fürsorgliche Mutter, würde sie eigene Welpe bekäme. Was, wenn nicht lediglich der Trieb zur Brutpflege und Weitergabe der eigenen Gene, würde das erklären?

Ich persönlich würde auch kein fremdes Kind aufziehen wollen, aber ich käme niemals auf die Idee einem fremden Kind was anzutun, nur weil es in meinem Dunstkreis gebracht wurde.

Oh, mir gehen noch so viele Dinge durch den Kopf, aber jetzt kann ich leider nicht mehr und verkrümel mich in mein Bett.
 
Karamellogramm

Karamellogramm

Registriert seit
26.04.2009
Beiträge
2.854
Reaktionen
0
Natürlich plant der Mensch, wägt ab, ob es sinnvoll für ihn wäre, ein Kind zu bekommen. (Wobei das, wenn man ehrlich ist, auch nur den Idealfall darstellt.) Aber ich kann Liane nur zustimmen. In welchen Maßstäben denkt man da? Schaut man sich das Wachstum der Weltbevölkerung in den letzten hundert Jahren an, wird einem ganz anders. (Ich muss immer an 'Soylent Green' denken. :mrgreen:) Da stellt sich mir die Frage, welchen Sinn es macht, weitere Kinder in die Welt zu setzen. (Ich schreibe das ohne persönliche Wertung, fände ich Nachwuchs doch selber schön. ;)) Und auch, warum es einem in Sachen Adoption so schwer gemacht wird. Dafür kann der einzelne nichts; würde der Mensch bei sich aber genauso global denken wie bei bspw. Katzen ("Wenn es bei euch im TH keine Katzen gibt, nimm doch eine aus Spanien"), wäre das Handeln ein anderes. Es geht mir noch nicht einmal darum zu werten, welcher Weg der "bessere" wäre oder gar einen anderen zu finden.

Aber solche Vergleiche zwischen Mensch und Tier sind sehr interessant und ich verstehe auch nie, was daran gefährlich oder nicht angebracht sein soll - Angst vor Erkenntnissen?
 
S

SusanneC

Registriert seit
07.09.2009
Beiträge
15.432
Reaktionen
0
Nur mal ne Dumme Frage, aber wie stellt ihr euch dann die gerechte Verteilung der Weltbevölkerung vor? soll man indischen Eltern ihre Kinder wegnehmen, damit es in Deutschland genügend Kinder gibt?

Denn hier in Deutschland gibt es deutlich zu wenig kinder, unsere Bevölkerung wird sich bald halbiert haben, und wenn wir hier alt sind haben wir ein ernstes problem - weil wir dann niemand mehr haben, der in der Industrie und Altenpflege arbeitet, weil eben viel zu wenige Menschen da sind.

Wahrscheinlich werden wir dann arbeiten müssen bis wir ins Grab fallen, weil das die einzige Chance ist, Wirtschaft und Versorgung aufrecht zu erhalten, weil wir unsere Bevölkerung halbiert haben.
 
Jucomi

Jucomi

Registriert seit
11.04.2009
Beiträge
1.255
Reaktionen
0
Also zusammengefasst würd ich sagen: Ein Mensch darf selber Kinder kriegen, weil er sich der Verantwortung bewusst ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) und sie nur in die Welt setzt, wenn er weiß, er kann sie so lange versorgen, bis sie sich völlig alleine versorgen können. Und dann tut er das auch.
Unseren Tieren verbieten wir das, weil sie sich dieser Verantwortung nicht bewusst sind, sich nicht ewig um ihre Jungen kümmern und diese sich auch niemals selbstversorgen können.
Bei Wildtieren ist das anders, die versorgen sich selbst irgendwann. Aber die lassen wir ja auch Kinder kriegen wie sie möchten.
Dazu kommt dann eben die Tatsache, dass es die meisten Tierarten in Deutschland öfter gibt, als man versorgen kann und Kinder definitiv zu wenig.
Und da muss ich Susanne recht geben: Klar, die Weltbevölkerung steigt insgesamt, aber es kann nicht die Lösung sein, dass wir hier in Deutschland den Fehler machen, keine Kinder in die Welt zu setzen und zu auszusterben, um die Fehler, die andere Völker machen in dem sie zu viele Kinder kriegen, auszugleichen.
Fehler mit anderen Fehlern gut zu machen hat noch nie funktioniert. Zu mal das wirtschaftlich gesehen eine absolute Katastrophe wäre, wenn die Wirtschaftsnationen alle aussterben würden und nur noch Länder übrig bleiben würden, die wirtschaftliche Unterstützung brauchen. (Und erzählt mir nicht, die würden dann halt nach Deutschland ziehen und hier Wirtschaft machen ;) Das wäre ein Entwicklungsschritt, der viel zu groß wäre, Kulturschocks nach sich ziehen würden und wenn man mal an islamistische Länder denkt, hat es zum Teil einen Grund, warum sie keine Wirtschaftsnationen sind: Kultur, Glaube und Traditionen sind damit nicht vereinbar.)
 
Thema:

Kind= Ok/Tierbaby= Fehler

Kind= Ok/Tierbaby= Fehler - Ähnliche Themen

  • Bereit für ein Kind?

    Bereit für ein Kind?: Huhu :) Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll....Also eigentlich war für meinen Freund und mich von vorn herein klar, dass wir keine Kinder...
  • Kind wird bei Aufregung immer schlecht

    Kind wird bei Aufregung immer schlecht: Hallo zusammen, Es geht um unseren großen Sohn (fast 9 Jahre) Seit einiger Zeit wird ihm wenn er sich auf was besonders freut oder wenn etwas...
  • Mein Kind hat teilweise falsche Freunde - was tun

    Mein Kind hat teilweise falsche Freunde - was tun: und dabei ist er erst 5. Einerseits soll man ja froh sein wenn sich Kinder eigene Freunde suchen, andererseits sie ärgern ihn, sie stacheln ihn...
  • Mein Kind - ein richtiger Katzenschreck, wie habt ihr es gemacht?

    Mein Kind - ein richtiger Katzenschreck, wie habt ihr es gemacht?: Hallo an alle Mamis, unsere Tochter wird 2,5 Jahre und ist ganz vernarrt in Katzen. Gerade die Kitten, der zugel. trächtigen Bauernkatze haben es...
  • Eure Gründe für und gegen Kinder:

    Eure Gründe für und gegen Kinder:: Ich schreibe Momentan an einem Referat zur kinderlosen und kinderreichen Ehe, und wollte mal nach euren Gründen fuer oder gegen Kinder fragen. Ich...
  • Eure Gründe für und gegen Kinder: - Ähnliche Themen

  • Bereit für ein Kind?

    Bereit für ein Kind?: Huhu :) Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll....Also eigentlich war für meinen Freund und mich von vorn herein klar, dass wir keine Kinder...
  • Kind wird bei Aufregung immer schlecht

    Kind wird bei Aufregung immer schlecht: Hallo zusammen, Es geht um unseren großen Sohn (fast 9 Jahre) Seit einiger Zeit wird ihm wenn er sich auf was besonders freut oder wenn etwas...
  • Mein Kind hat teilweise falsche Freunde - was tun

    Mein Kind hat teilweise falsche Freunde - was tun: und dabei ist er erst 5. Einerseits soll man ja froh sein wenn sich Kinder eigene Freunde suchen, andererseits sie ärgern ihn, sie stacheln ihn...
  • Mein Kind - ein richtiger Katzenschreck, wie habt ihr es gemacht?

    Mein Kind - ein richtiger Katzenschreck, wie habt ihr es gemacht?: Hallo an alle Mamis, unsere Tochter wird 2,5 Jahre und ist ganz vernarrt in Katzen. Gerade die Kitten, der zugel. trächtigen Bauernkatze haben es...
  • Eure Gründe für und gegen Kinder:

    Eure Gründe für und gegen Kinder:: Ich schreibe Momentan an einem Referat zur kinderlosen und kinderreichen Ehe, und wollte mal nach euren Gründen fuer oder gegen Kinder fragen. Ich...