10 Jähriges Kind- Mutter alkoholiker

Diskutiere 10 Jähriges Kind- Mutter alkoholiker im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Ja, genauso würde ich es auch machen! Es geht nicht um Anschuldigungen oder so! Wenn du das wünschst, sagen sie deiner Mutter auch nicht, dass du...
Ika

Ika

Registriert seit
24.03.2009
Beiträge
2.051
Reaktionen
0
Ja, genauso würde ich es auch machen! Es geht nicht um Anschuldigungen oder so! Wenn du das wünschst, sagen sie deiner Mutter auch nicht, dass du
das warst, sondern gehen bei ihr einfach mal vorbei! Aber deinem Bruder tust du damit einen Gefallen und deiner Mutter auch! Er braucht in seinem Alter eine wirkliche Familie und die kann sie im Moment nicht sein und sie bräuchte die Kraft, ihre Krankheit zu überwinden, aber ein Kind kostet auch Zeit, Kraft und Nerven! Wenn sie Hilfe bekommt, wird das vielleicht eher was und wenn nicht, ist ihm auf jeden Fall geholfen! Du bist eine gute Schwester!
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
0
Das ist wirklich nicht einfach. Ich kann die Situation teilweise nachvollziehen, weil meine Mutter auch getrunken hat (bzw noch heute trinkt).
Das ist emotional eine sehr schwere Belastung für ein Kind und Kinder aus Familien mit Suchtproblemen leiden in ihrem späteren Leben sehr häufig unter verschiedenen Problemen (Co-Abhängigkeit, eigener Alkoholkonsum, soziale Anpassungsschwierigkeiten).

Um aus der Situation auszusteigen (sowohl für den Abhängigen, als auch für Familienmitglieder die mit hineingezogen werden) ist es aber nie zu spät.

Wende dich zuerst einmal an eine Organisation die Hilfe für Alkoholiker und deren Angehörige bietet (Z.B. die Guttempler, örtliche soziale Dienste, Suchtberatungen etc.)
Dort kann man dir weiterhelfen, wie du mit der Situation umgehen sollst und an welche Einrichtungen du dich wenden musst, bezüglich der Situation deines Bruders. Mit der Hilfe einer solchen Organisation im Rücken kann man viel sicherer sein, zur richtigen Zeit die richtigen Fäden zu ziehen um deinen Bruder dort rauszuholen.

Ich finde es übrigens toll, dass du dich so um deinen Bruder kümmerst :)
 
Jucomi

Jucomi

Registriert seit
11.04.2009
Beiträge
1.255
Reaktionen
0
Bittebitte tu etwas für ihn, er ist noch zu jung, um selber etwas zu unternehmen. Du kannst getrost beim Jugendamt anrufen, die sagen deiner Mutter nicht, dass du angerufen hast, wenn du sagst, dass du das nicht willst. Und es passiert auch nicht gleich ganz viel, die gucken sich das erstmal in Ruhe an und entscheiden dann, ob und wie man helfen kann. Erzähl denen einfach, dass du dir Sorgen um deinen Bruder machst, weil deine Mutter trinkt und er sich seltsam verhält.

Ich kann dieses ganze Weggucken, nach dem Motto "Es ist ja nichts schlimmes passiert, das wird schon wieder" oder "Das ist familienintern, das muss man schon innerhalb regeln" einfach nicht mehr ab. Ich geh davon aus, dass Menschen nur ein Leben haben und wenn dort was wesentliches schief läuft, ist das kaum wieder gutzumachen.
 
njuriell

njuriell

Registriert seit
22.03.2010
Beiträge
1.065
Reaktionen
0
Daran, was Kompassqualle gesagt hat, habe ich noch gar nicht gedacht. Vllt ist es wirklich günstiger, erstmal über eine Organisation ranzugehen und dich von dort mit unterstützen zu lassen, bevor du zum JA gehst.
 
Jucomi

Jucomi

Registriert seit
11.04.2009
Beiträge
1.255
Reaktionen
0
Das kann aber rechtliche Schwierigkeiten geben. Diese Organisationen dürfen bei weitem nicht so viel, wie ein Jugendamt. Die können vielleicht mit der Mutter reden oder auch mit dem Sohn, aber auch nur, wenn die Mutter zustimmt (was ich für eher unwahrscheinlich halte). Kinder irgendwo anders unterbringen, sei es auch nur vorrübergehend beim Vater, kommt schon mal gar nicht in Frage.
Ich halte da nicht so viel von, das Jugendamt hat einfach mehr Möglichkeiten.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
0
Ich meinte ja auch nicht, dass man auf andere Ämter verzichten soll, natürlich hat eine reine Beratungsstelle wenig reelle Handlungsmöglichkeiten.

Aber der Umgang mit Alkoholikern und auch mit den daraus entstehenden Problemen erfordert ein gewisses Rangehen an die Situation (Wie gehe ich mit den Betroffenen um? An welche Ämter kann ich mich wenden? Was für Möglichkeiten gibt es den Bruder dort rauszuholen? etc) und dabei hilft das Gespräch mit einer Beratungsstelle unter Umständen sehr viel. Deswegen wäre das für mich der erste Schritt.

Erzähle der Organisation, was du uns hier erzählt hast, sie sind sicher kompetenter dich zu beraten, als wir hier ;)

Das Jugendamt allein macht wahrscheinlich auch nicht viel, die gehen vorbei und wenn dein Bruder nicht offensichtlich vernachlässigt oder misshandelt wird und Mutter und Sohn einstimmig aussagen, dass alles okay sei, wird sich das JA wieder zurückziehen.
 
njuriell

njuriell

Registriert seit
22.03.2010
Beiträge
1.065
Reaktionen
0
Ich denke, diese Orgas gehen vllt auch mit aufs Amt und haben einfach noch mehr Ahnung und können unterstützen und beraten. Es geht ja nich darum, die Aufgaben des JA zu übernehmen
 
suno

suno

Registriert seit
16.10.2008
Beiträge
5.033
Reaktionen
2
Hallo,

bin selbst ein "gebranntes" Kind -und kann dazu nur soviel sagen:

Das wird jetzt hart -ist aber meine feste Überzeugung!!!

KEIN MITLEID mit dem ALKOHOLIKERN (heb dir das auf wenn sie trocken ist). Sorry -aber der/die haben auch keinerlei Mitleid mit den Menschen in ihrer Umgebung.Jegliches "Verständnis" und "Vertuschen" führt zu weiteren Alkexzessen.
HELFEN kann man nur indem derjenige - ALLES verliert was ihm lieb ist und dann eventuell selbst auf den Trichter kommt das diese Sucht ALLES und JEDEN kaputt macht - letztendlich ihn/sie selbst.

Was dein kleiner Bruder will (bei Trinker Mama) bleiben -ist ehrlich gesagt wurscht -und gleichzeitig nach voll zieh bar:

Klar ich wollte damals da auch nicht weg - denn die offensichtlichen Unannehmlichkeiten (kein regelmäßiges Essen, keine Person die einem kontinuierlich etwas vorgibt, keine Kleidungs- und Aufräum - gedöns...) sind ganz schnell um zu kehren:

Man genießt nämlich absolute Freiheit "die Alte" ist eh besoffen und blickt nix....selbst wenn mal Geld im Haus ist blickt sie nicht mehr wenn mal was fehlt...man kann kommen und gehen wann man will.
Ab und zu gibts Zoff aber eben vollkommen Konsequenz-los...- aber wenn sie drauf ist - kriegt man das auch in den Griff.

Welcher Jugendliche würde denn bitte offen zugeben oder gar merken, daß er gerne in geordneten liebevollen Verhältnissen leben würde - wie anstrengend und spießig......

....und wie verdammt lebensnotwendig. Wenn ihr nicht wollt daß der Junge vollkommen untergeht - selbst Alki wird oder spätestens mit 12 Jahren den ersten Bruch macht...

HOLT IHN DA RAUS!

Mit oder ohne Amt und zwar konsequent und ohne Gedöns -keine Diskussion und dann heißt es viel Liebe, Verständnis, geregelten Alltag und MITLEID denn ausser dem Bub und dir ...hat hier niemand Mitleid verdient.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
0
HELFEN kann man nur indem derjenige - ALLES verliert was ihm lieb ist und dann eventuell selbst auf den Trichter kommt das diese Sucht ALLES und JEDEN kaputt macht - letztendlich ihn/sie selbst.
Das ist leider nur allzu wahr. Alkoholiker interessieren sich in erster Linie für die Substanz ihrer Wahl, dann kommt eine ganze Zeit lang gar nichts und dann vielleicht die Menschen die ihnen nahe stehen.
So traurig es ist, man sagt Alkoholiker müssen den Boden berühren, sie müssen erst alles verlieren und die Einsamkeit muss drückender werden, als die Sucht, bevor sie sich in zu einer Beratungsstelle begeben.

Wann der 'Boden' erreicht ist, definiert jeder Alkoholiker anders, für den einen ist es bereits der Verlust der Arbeitsstelle oder des Partners, dem anderen geht erst ein Licht auf, wenn er unter der Brücke sitzt. Ein Patentrezept wie man einen Alkoholiker umkrempeln kann gibt es leider nicht (letztendlich hat in unserem Land jeder das Recht sich "tot zu saufen").
Leider ist es oft der einzige Weg sich von einem Alkoholiker komplett abzuwenden, zum einen um den Alkoholiker unter Druck zu setzten und zum anderen auch ein Stück weit aus Selbstschutz (jeder leidet mit, wenn er mit ansieht wie Angehörige langsam an ihrer Sucht zerbrechen).

Das dein Bruder da nicht rausmöchte, kann natürlich an vielen Dingen liegen: z.B. Angst vor einer neuen Situation oder Schuldgefühle wenn er die Mutter alleine lässt (sowas nennt man Co-Abhängigkeit, ich kenne es nur zu gut, da ich selbst darunter leide). Nur denke ich, dass ein 10jähriger nicht immer wirklich wissen kann, was gut für ihn ist und er deswegen auf jeden Fall da raus sollte, egal wie er sich selbst momentan zu dem Thema äußert.
 
Jucomi

Jucomi

Registriert seit
11.04.2009
Beiträge
1.255
Reaktionen
0
Eben, das mein ich doch auch... dass es für ihn und deine Mutter am besten wäre, ihn so schnell wie möglich da weg zu holen. Und deshalb würde ich keinen Umweg über irgendwelche Vereine gehen, die ihn da gar nicht rausholen dürfen, sondern gleich zum Jugendamt. Beratungsgespräche führen sie dort auch. Und wenn es einen Vater in der Nähe gibt, der das Kind vorrübergehend aufnimmt und sogar vielleicht das halbe Sorgerecht hat, geht das auch schneller, als wenn er jetzt ins Heim müsste.
Aber egal, wo du anrufst, machs so schnell wie möglich. Dem Leben deines Bruders zu Liebe.
 
Thema:

10 Jähriges Kind- Mutter alkoholiker

10 Jähriges Kind- Mutter alkoholiker - Ähnliche Themen

  • Suche Tagesausflugziel (Zoo) für 6-jähriges Mädchen, Nähe 47 Krefeld

    Suche Tagesausflugziel (Zoo) für 6-jähriges Mädchen, Nähe 47 Krefeld: Hallo Vieleicht habt ihr die eine oder andere Idee bzw erfahrung, ich suche für mein 6 Jähriges Patenkind und mich ein besonderen Tagesausflug...
  • Geburtstagsgeschenk für 5- und 3-jähriger Junge

    Geburtstagsgeschenk für 5- und 3-jähriger Junge: Hallo zusammen!;) So... dann habe ich heute auch mal eine Frage.. und zwar passe ich seit ca. einem jahr auf zwei jungs auf. der eine hatte nun...
  • 10-jähriges Mädchen wegen Hamster gemobbt

    10-jähriges Mädchen wegen Hamster gemobbt: Ein zehn jährigem Mädchen hat ihren Hamster mit in die Schule gebracht! Weil die Kinder mitbringen sollten was ihnen am Herzen liegt. Doch: Das...
  • KIndergarten-Projekt 3 & 4 Jährige Thema Tiere

    KIndergarten-Projekt 3 & 4 Jährige Thema Tiere: Hallöchen zusammen. Folgende Woche mache ich ein Wochenprojekt mit unseren kleinsten Mäuschen. :clap: Ich habe das Buch "Klein Mannchen hat...
  • Buch für 14 Jährigen?

    Buch für 14 Jährigen?: Huhuu. ;) Da ich absolut planlos bin, was das Geschenk für meinen Bruder angeht, habe ich mir gedacht, vielleicht ein Buch zu verschenken. Es...
  • Buch für 14 Jährigen? - Ähnliche Themen

  • Suche Tagesausflugziel (Zoo) für 6-jähriges Mädchen, Nähe 47 Krefeld

    Suche Tagesausflugziel (Zoo) für 6-jähriges Mädchen, Nähe 47 Krefeld: Hallo Vieleicht habt ihr die eine oder andere Idee bzw erfahrung, ich suche für mein 6 Jähriges Patenkind und mich ein besonderen Tagesausflug...
  • Geburtstagsgeschenk für 5- und 3-jähriger Junge

    Geburtstagsgeschenk für 5- und 3-jähriger Junge: Hallo zusammen!;) So... dann habe ich heute auch mal eine Frage.. und zwar passe ich seit ca. einem jahr auf zwei jungs auf. der eine hatte nun...
  • 10-jähriges Mädchen wegen Hamster gemobbt

    10-jähriges Mädchen wegen Hamster gemobbt: Ein zehn jährigem Mädchen hat ihren Hamster mit in die Schule gebracht! Weil die Kinder mitbringen sollten was ihnen am Herzen liegt. Doch: Das...
  • KIndergarten-Projekt 3 & 4 Jährige Thema Tiere

    KIndergarten-Projekt 3 & 4 Jährige Thema Tiere: Hallöchen zusammen. Folgende Woche mache ich ein Wochenprojekt mit unseren kleinsten Mäuschen. :clap: Ich habe das Buch "Klein Mannchen hat...
  • Buch für 14 Jährigen?

    Buch für 14 Jährigen?: Huhuu. ;) Da ich absolut planlos bin, was das Geschenk für meinen Bruder angeht, habe ich mir gedacht, vielleicht ein Buch zu verschenken. Es...