Hündin sterilisieren / kastrieren oder keins von Beiden?

Diskutiere Hündin sterilisieren / kastrieren oder keins von Beiden? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! So nachdem ja unsre alte kleine Maus von uns gegangen ist haben wir uns für einen neuen Hund entschieden :) (Deutscher Schäferhund...
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Karin-Senta

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Hallo!

So nachdem ja unsre alte kleine Maus von uns gegangen ist haben wir uns für einen neuen Hund entschieden :) (Deutscher Schäferhund, weiblich und 2,5 Jahre)

Unser ''Problem'': sie ist nicht kastriert oder sterilisiert.

Nachdem ich mich jetz ein bisschen kundig gemacht habe und mit mehreren anderen Haltern über das Thema gesprochen habe stehen wir jetzt vor der Entscheidung ob wir sie sterilisieren / kastrieren lassen oder nicht.

Meine Punkte dafür wären:
Wir haben 1. definitiv keine Zeit Welpen groß zu ziehen bzw den Platz. (Wenn es pasiert lässt sich immer noch was einrichten. Aber so muss es nicht sein) Abgesehen davon hätte ich Angst, das die neuen Halter, wenn
sie überfordert mit einem großen Hund sind, die Kleinen dann ins TH abschieben. (Leider kann ich das ja nicht nachprüfen)
2. Meine Hündin im dem Dorf immer mit zwei unkastrierten Rüden spielt, weil alle anderen Angst vor ihr haben. Und ich kann sie während der Läufigkeit ja nicht mit den anderen Hunden spielen lassen kann. (Kann mir nicht vorstellen das ich schnell genug da sein werde falls einer doch auf die Idee kommt sie zu bespringen)
3. Einfach auch um das Krebsrisiko zu verhindern

Die anderen Punkte sind:

1. Da sie ja wahrscheinlich schon die dritte Läufigkeit jetz hat (laut Vorbesitzerin war sie bei ihr einmal Läufig und davor müsste sie ja rein vom Alter her noch einmal läufig gewesen sein), habe ich gelesen das das Risiko von Mamakrebs genauso hoch ist wie bei unkastrierten Hündinnen.
2. Ist es ein Ammenmärchen, das man sagt eine Hündin sollte vor der Kastration unbedingt Welpen bekommen? Ich habe beides gehört. Aber im TH werden die Tiere ja auch gleich kastriert und da hatten wir mit unserer alten Maus auch keine Probleme.

Meine Fragen wären jetzt:

Muss die Hündin vorher Welpen haben?
Stimmt es das das Risiko von Krebs genauso hoch wie bei unkastrierten Hündinnen ist?
Wenn Kastration bzw Sterilisation: Welches von Beiden? (Kastration ist ja, wenn man alles herausholt; Sterilisation wenn man irgendwas durchschneidet glaub ich)
Wie wirksam sind sg ''Fernhaltesprays'' oder wie wirken diese Spritzen und ist das sinnvoll?
Wie macht ihr das mit einer unkastrierten/-sterilisierten Hündin? Lasst ihr eure Hündin dann die ganzen drei Wochen an der Leine?
Was sind Nebenwirkungen (hab von Harninkontinenz gelesen)

(Noch eine dumme Frage: Habe gehört das einige Hunde einen Hängebauch bekommen, bzw die Haut nach einer Kastration nicht mehr straff ist und diese dann herunterhängt. Gibt es sowas???)

So. Das sind eine Menge Fragen. Ich werde auch nochmal mit dem TA sprechen, aber ich möchte auch so viele verschiedene Meinungen zu dem Thema haben, damit ich mir auch ein Bild machen kann.
Vielen Dank für viele Antworten im Vorraus :)

LG
 
24.01.2011
#1
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Emmalein

Emmalein

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Als erstes frage ich mich, wieso man sich dann eine Hündin zulegt, wo der zweite Gedanke ist, ob man sie kastrieren soll?

Der erste Punkt Du möchtest keine Welpen aufziehen, liegt doch ganz allein bei dir und deiner Verantwortung gegenüber deiner Hündin.
Wo wir schon bei Nummer zwei wären, denn zu der Zeit meide ich einfach mal die Hundewiesen oder die Geged in der ich nen Freund von ihr treffe.

Der dritte Punkt ist leider auch immer und immer wieder ein Thema, aber ganz ehrlich, wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit wirklich?

Ich hab eine schöne Seite , da kannst Du das gerne durchlesen vor allem über vor und Nachteile
http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit/kastration/kastration.html

Die meisten machen sich nämlich nur einen Kopf wegen dem Krebsrisiko, das eine Hündin dann eher inkontinent wird, die Gefahr ist deutlich höher.

Das eine Hündin Welpen haben sollte ist auch wirklich Quatsch und anscheinend noch sehr verankert.

Lies Dir meinen Link durch, schau was vor allem die Risiken bedeutet ein gesundes Tier aufzuschneiden.

Ich bin der Meinung, so lange Deine Hündin keine Probleme hat mit ihrer Läufigkeit, nicht von einer Scheinschwangerschaft in die Nächste läuft, ist es Deine Verantwortung als Mensch, das Tier Tier sein zu lassen und nicht unnötig an ihr rumschneiden zu lassen.

Aber wie schon gesagt, ist eben nur meine Meinung ;)
 
Kasary

Kasary

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Huhu Karin-Senta,

also zuerst mal den Unterschied zwischen Kastra und Steri:
Bei der Kastration werden die gesamten Ovarien herausgeholt, d.h Eierstöcke und meist auch die Gebärmutter. Dadurch werden die Hunde nichtmehr läufig und können auch logischerweise nichtmehr schwanger werden. Eine Frühkastration mindert die Gefahr von Mamatumoren, also Gebärmutter(hals)- oder Eierstockkrebs, genauso wie von Gesäugetumoren. Einen kleinen Schutz hast du immernoch, aber lange nichtmehr so ideal wie bei einer Frühkastra.

Bei der Sterilisation werden nur die Eileiter durchgetrennt.
Dadurch kann die Hündin nach wie vor läufig werden, aber eben nichtmehr aufnehmen. Vor Krebs oder Gebärmuttervereiterung (was leider auch bei unkastrierten Hündinnen manchmal im Alter vorkommen kann) hast du ebenfalls keinen Schutz.
Aus diesem Grund sind Sterilisationen auch sehr verpöhnt, ich glaube sogar streng genommen verboten.

Die Frage bleibt also Kastra oder nicht Kastra?!

Du musst bedenken, dass eine Kastra bei einer Hündin aber ein recht großer Eingriff ist, welcher natürlich mit einem höheren Risiko verbunden ist. Routine-OP hin oder her.
Da Hündinnen nur 2x jährlich läufig werden und selbst dann ja nur ein paar Tage lang wirklich Aufnahmebereit, ist die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft recht gering. Rüden sind allerdings das ganze Jahr zeugungsfähig (anders wie der Wolf) sodass 1 Gelegenheit ausreichen kann und du hast einen Stall voll Welpen.

Diese muss eine Hündin vor der Kastration übrigens nicht gehabt haben.
Das ist ein Ammenmärchen. Sie sollten lediglich ausgewachsen und ausgereift sein, ehe man kastriert. Inkontinenz kann vorkommen, ist aber nicht unbedingt wahnsinnig oft. Bei uns waren 80% der Hündinnen immer kastriert und keine Einzige hat auch nur getropfelt.

In wieweit die Kastra für dich in Frage kommt, ist also deine persönliche Entscheidung.
Ich denke es gibt viele Gründe dafür und durchaus auch Gründe dagegen, von daher kann dir niemand die Entscheidung abnehmen. Leichtfertig sollte man nicht mit einem solchen Eingriff engehen, denn eigentlich ist eine medizinische Notwendigkeit die Grundlage, auf der nach Tierschutzrecht operiert werden darf. Rechtlich gesehen allerdings, ist das eine echte Grauzone, denn diese Notwendigkeit ist nirgends definiert und kann somit auch mit verschiedenen Argumenten gerechtfertigt werden.

Liebe Grüße
 
Karin-Senta

Karin-Senta

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Hallo,
Danke erstmal für die Antwort.
Warum wir uns eine Hündi geholt haben? Uns war es egal ob Rüde oder Hündin, sie hat einfach nur die Augen von unserer alten Hündin gehabt und da sie erst eine kurze Zeit im TH war, hatte das TH gar keine Gelegenheit sie zu kastrieren. Deshalb müssen wir nun die Entscheidung treffen. Wir hätten genauso gut einen kastrierten Hund nehmen können. Im Endeffekt war das aber nicht ausschlaggebend. Weil wenn es sein muss dann kann man das immer noch machen lassen. Bei einem Rüden hätten wir es uns wahrscheinlich auch überlegt. Wir hatten vorher schon eine Hündin und die wurde im TH damals schon kastriert. Ich möchte hier nur Rat haben, in wie weit es notwenidg ist bzw wie hoch die Gefahr ist das sie, wenn sie mal besprungen wird gleich Welpen bekommt.
Ich habe einfach nur Bedenken, wenn es doch passiert und ich die Wohnung mit kleinen Rabauken voll habe, das ich alles schaffe mit dem Aufziehen usw. Klar ist es keine Frage das man sie dann groß zieht uns sich drum kümmert. Aber wenn es nicht sein muss, muss es halt nicht sein. Ich hab sie mir ja nicht zur Zucht geholt...

Mhh ist es nicht so das Hündinnen (hoffe das ist das richtige Wort) erst während der Standhitze aufnahmefähig sind? Dh nach der Woche wo sie blutet? Weil du meintest das Rüde das ganze Jahr über zeugungsfähig sind: Heist das es genügt dann ein Sprung uns egal ob meine Hündin läufig ist oder nicht, kann sie dann Welpen bekommen? Muss sie dazu aber nicht läufig sein?(bin gerade durcheinander)

Auf jeden Fall danke für die Information. Ich werde mit meinem Freund nochmal darüber reden und dann entscheiden.
 
Tracy

Tracy

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Das mit den vorher welpen bekommen ist ein ammenmärchen.

Man sollte sie nicht vir der ersten läufigkeit kastrieren da sie sonst noch etwas welpig bleiben könnten.
Habe meine hündin damals vor der 1. läufigkeit kastriert sie war weder welpig oder es gab sonst irgentwelche probleme.

Ich würde eine Hündin immer wieder kastrieren weil mir das risiko selbst auch zu hoch ist.
Aber sowas muss jeder für sich entscheiden. Zu jung ist sie jedenfalls nicht mehr =)
 
Karin-Senta

Karin-Senta

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Nachtrag: Der Link war hilfreich. Das mit der Inkonitnenz wäre bei ihr nocht so schlimm, ob sie nun mir den Fußboden mit BLut vollschmiert oder Urin ist egal. Bei unsere alten Maus musst ich auch jeden Tag wischen, aber sie war auch +15 (wahrscheinlich)
Wichtig ist mir wirklich das ich verschiedene Meinung zu dem Thema höre. Wie gesagt ich habe auch viel dazu schon gelesen mit verschiedenen Ansichten... Es fehlt halt irgendwo sie Überzeugung für oder gegen eine Kastration....
 
nudl

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wenn du denkst, du kannst nicht richtig auf sie aufpassen, solltest du sie tatsächlich kastrieren lassen.
Es gibt schon genug uups-hunde, die dann schlussendlich oft im TH landen.

Generell bin ich sowieso ein befürworter von kastrationen bei hündinen, da die wahrscheinlichkeit von gebärmuttervereiterungen sehr hoch ist.

übrigens ist so eine hündinen kastra mittlerweile auch kein riesen eingriff mehr, aber sie birgt natürlich risiken, die eine op unter vollnarkose nunmal mit sich bringt.

Die größte gefahr ist hierbei allerdings die Narkose, und die ist bei Rüde und hündin nunmal unumgänglich.
 
Kasary

Kasary

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Mhh ist es nicht so das Hündinnen (hoffe das ist das richtige Wort) erst während der Standhitze aufnahmefähig sind? Dh nach der Woche wo sie blutet? Weil du meintest das Rüde das ganze Jahr über zeugungsfähig sind: Heist das es genügt dann ein Sprung uns egal ob meine Hündin läufig ist oder nicht, kann sie dann Welpen bekommen? Muss sie dazu aber nicht läufig sein?(bin gerade durcheinander)
Nein, da wirfst du gerade etwas durcheinander.
Hündinnen werden nur 2x im Jahr heiß. Während der Hitze sind sie aber nicht durchweg aufnahmebereit, sondern erst nach einigen Tagen. Sie legen dann den Schwanz beiseite, sobald sie am Hintern berührt werden.

Rüden dagegen sind immer zeugungsfähig, d.h sie können 365 Tage im Jahr Nachwuchs produzieren.
Ist die Hündin aufnahmebereit, dann kann jeder x-beliebige unkastriere Rüde sie besteigen. Es bedarf hier also keiner extra Phase, wie das beim Wolf der Fall ist. Bei den hundischen Vorfahren ist nämlich auch der Wolfsrüde nur 1x im Jahr in der Lage Nachwuchs zu erzeugen.

Als Besitzer musst du also bei einer unkastrierten Hündin 2x (in seltenen Fällen 3x) jährlich für ein paar Tage aufpassen, dass kein unkastrierter Rüde dran kommt. Beim Rüde musst du immer aufpassen, denn er kann sich zu jeder Zeit fortpflanzen, sofern er auf eine heiße Hündin trifft.

Verwirrung weg? ;)
 
JokersLeonie

JokersLeonie

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Ich habe meine Rottihündin auch ausräumen lassen, allerdings war der Hauptgrund, dass ich einen unkastrierten Rüden zu hause habe und ihn nicht weg tun möchte wenn die Hündin läufig ist. Hab aber auch lange überlegt und mit meinem Tierarzt geredet, der meinte dass eine relativ frühe Kastration am sinnvollsten sei und im Nachhinein denke ich auch, dass es das beste war. Sie wurde einmal läufig und mein Rüde hat total am Rad gedreht, wenn ich spazieren gegangen bin sind alle Nachbarshunde gefolgt und dieses Theater wollte ich einfach nicht mehr, auch weils weder für meine Hündin noch für den Rüden eine schöne Zeit war und da ich sowieso nicht vorhatte sie mal decken zu lassen fiel die Entscheidung nicht schwer. Sie hat die Op gut überstanden, am Mittag konnte ich sie schon abholen und nach zwei Tagen war sie wieder top fit.
Ich denke es ist jedem seine eigene Entscheidung, aber wenn, wie bei Bekannten von mir, die Hündin ständig scheinschwanger wird und man aufgrunddessen immer zum Tierarzt muss, denke ich dass eine Kastration das kleiner Übel ist.
Op ist und bleibt Op und die Risiken kann man natürlich nicht schön reden.
 
Kasary

Kasary

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Bei uns in der Hundeschule gibt es extra Seminarabende, an denen TÄ über das Für und Wider von Kastrationen bei Rüden und Hündinnen referieren. Ich finde das richtig gut, denn ich bin weder absolut gegen, noch absolut für den Eingriff.
Man muss es immer vom Tier abhängig machen, denke ich. Die Risiken sind klar, aber manchmal ist es doch eben das kleinere Übel und es erspart Stress.

Eine Kastration ist sicher kein Allheilmittel, aber je nach Situation ratsam.

Gerade wenn der eigene Hund viel Kontakte zu anderen Geschlecht hat, dann ist es eine Überlegung wert. Für mich sind aber z.B auch kastrierte Rüden noch richtige "Männer". Gibt da ja auch die Fraktion (vornehmlich Männer) die aus Eitelkeit einer Kastra nicht zustimmen.

Liebe Grüße
 
deutzia

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Hallo,

ich war auch gerade lange am Überlegen, was ich denn nun mit meiner Hündin mache, kastrieren, sterilisieren oder was weiß ich. Habe jetzt eine neue Tierärztin und konnte dort alle meine Fragen loswerden. Sie sagte mir, daß auch kastrierte Hündinnen Krebs bekommen können. Und so eine Kastration wäre eben auch ein großer Eingriff, den man nicht unbedingt machen sollte, wenn es nicht absolut notwendig ist. Und große Hunde würden fast immer dadurch inkontinent werden!
Sie sagte mir auch, daß, wenn die Läufigkeit zu viel Streß für den Besitzer bringen würde, es noch andere Mittel und Wege gebe, das zu lindern (natürlich können sie dann trotzudem trächtig werden). Und da ich selber noch nicht weiß, wie das bei meiner Hündin wird, habe ich mich für die anderen "Mittel und Wege" noch nicht interessiert und werde erst mal abwarten!
 
Kasary

Kasary

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Ja es gibt z.B auch die Möglichkeit eines Suprelorin-Chips um die Geschlechtsreife zu verhindern. Allerdings ist diese Methode bislang bevorzugt bei Rüden verwendet worden und eine Anwendung bei Hündinnen ist noch eher selten.

Das mit der Inkontinenz ist irgendwie von Fall zu Fall verschieden.
Angeblich werden super viele Hündinnen nach der Kastra inkontinent, aber ich persönlich kenne nicht eine Einzige und wir haben einige kastrierte Hündinnen (große wie kleine) im Bekanntenkreis. Es kann natürlich passieren, aber "fast alle" kann ich mir nicht vorstellen. Es sei denn, hier bei uns sind die Hunde irgendwie anders...

Liebe Grüße
 
nudl

nudl

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ich kenne auch fast nur kastrierte hündinen. keine einzige ist inkontinen. Könnte aber natürlich auch zufall sein.


Naja, wenn man die gebärmutter vollständig entfernt, kann der hund zwangsläufig nicht an gebärmutterkrebs erkranken, oder?;)
 
Emmalein

Emmalein

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Die Wahrscheinlichkeit das sie aber ab einem gewissen Alter inkontinent werden ist deutlich erhöht, ihr sollten den Link ersteinmal lesen bevor ihr Dinge in den Raum werft.

Es ist immer noch ein Eingriff, und laut Tierschutzgesetzt darf man keine unnörtigen Eingriffe am gesunden Hund durchführen......wenn mans genau nimmt, könnt man jeden TA dafür anpissen .

Und Krebs zu bekommen liegt nicht daran ob sie nun kastriert ist oder nicht, es liegt an der Veranlagung.
Wenn sie kein Gebärmutterkrebs oder Gesäugekrebs bekommt, dann hat sie vielleicht irgendwann Tumore in der Leber oder Niere.

Und einfach zu sagen, damit kein Krebs ausbricht, wäre das gleiche sich alles entfernen zu lassen, weil man ja eventuell an Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs oder weis der Kuckuck was bekommen kann.

So eine Kastration ist keine Prophylaxe und ich find es ehrlich gesagt fahrlässig das man mit dem Thema so lapidar umgeht.

Die Hündin ist gesund, und es ist allein die pure Faulheit der Besitzer, nicht auf seine Hündin in der Zeit in der sie in der Standhitze ist, aufzupassen.
 
nudl

nudl

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Es ist immer noch ein Eingriff, und laut Tierschutzgesetzt darf man keine unnörtigen Eingriffe am gesunden Hund durchführen......wenn mans genau nimmt, könnt man jeden TA dafür anpissen .
Das thema hatten wir schon des öfteren und eine Kastration ist laut TSG sehr wohl erlaubt.
Ansonsten hätten wohl sehr viele TÄ, THs und TSVs mächtig probleme.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hallo Karin-Senta

Du möchtest möglichst viele Meinungen, also schreibe ich hier auch noch meinen Senf dazu :lol:
Möchte aber klar vorab sagen, das ist MEINE Meinung und ich weiss, dass hier im Forum nicht alle die gleiche Meinungen haben.... :p

Ich lebe mit 2 Hunden zusammen, 1 Rüde und 1 Hündin. Dass wir noch keine Welpen im Haus haben, liegt daran, dass der Rüde kastriert wurde.
Warum? Warum er und nicht die Hündin?

1.) Mein Rüde ist kein einfacher Hund und neigt zu einer gewissen Arroganz und Dominanz. Deshalb war für mich schnell klar, bei ihm gibt es bald schnippi schnappi. Und ich habe es bisher nicht einmal bereut.
2.) die OP beim Rüden ist viel einfacher als bei der Hündin. Habe den direkten Vergleich: Hündin einer Freundin wurde kastriert, hatte danach eine 10 cm Narbe, war tagelang noch ko, musste 2 Wochen an der Leine bleiben, ist heute (3 Jahre später) dick und fett, hat krauses, stumpfes Haar (Border Collie, ehemals Glatthaar) und tröpfelt auch immer mal wieder.
Allerdings musste sie kastriert werden, weil sie regelmässig Scheinträchtig war und sogar blutende Zitzen hatte.
Mein Rüde lief 2 Tage an der Leine, dann liess ich ihn wieder sausen, er hat eine Narbe, die man nicht mal mehr sieht, ist wohl etwa 2 cm lang.
3.) ich es nicht verstehen kann, wenn HH unkastrierte Rüden haben, die nicht zur Zucht zugelassen sind. Wie schon erwähnt, ein Rüde kann 365 Tage im Jahr (oder noch mehr, der kann auch mehrmals täglich, hehe) :uups: und für einen unkastrierten Rüden ist doch jede Begegnung mit Artgenossen immer nur interessant weil genau 2 Dinge in Frage kommen: der Artgenosse ist ein potenzieller Konkurrent (unkast. Rüde) oder ein potentieller Sexualpartner.
Sorry, habe ich so erlebt, ich hatte 16 Jahre einen unkastr. Rüden. Ich muss dies nicht mehr haben. Wenn ich meinen Kastraten anschauen kann, wie locker der durchs Leben geht.... Klar, viele meinen dann, bei Aufreitversuchen und "Flirt", ha, süüüüüüss, die spielen jetzt aber niedlich. Für den Rüden ist das kein Spiel, der will aufsteigen und hat einen riesen Frust, wenn das nicht geht. Ob die Hündin läufig ist oder nicht, spielt bei unkastrierten Rüden vielmals nicht mal so ne Rolle. Die nehmen auch andere Hündinnen und oft auch früh kastrierte Hündinnen. Ist auch so eine Erfahrung von mir: viele Hündinnen, die vor der 1. Läufigkeit kastriert wurden, scheinen danach ihr Leben lang sehr interessant, fast wie läufig, zu riechen. Schon aufgefallen?!
Ich kenne auch 2 Rüden, die besteigen sich non stop selbst. Und wenn ich in meinen Umfeld schaue, wieviele gefrustete, unkastrierte Rüden rumlaufen, da kann ich echt nur den Kopf schütteln. :eusa_doh:Natürlich sind nicht alle unkastrierten Rüden so, ganz klar!!! Nicht, dass ich nun von allen Nicht-kastrierten-Rüdenbesitzern (und Besitzerinnen) gemeinsam aus dem Forum katapultiert werde... :p

Warum habe ich nicht meine Hündin kastrieren lassen?

1.) weil sie während der Läufigkeit absolut gleich ist wie sonst (charakterlich)
2.) weil sie top erzogen ist und auch keinen Rüden ran lässt
3.) weil ich weiss, dass ich jeden Rüden, der nicht unter Kontrolle ist und uns hinterher hängt aber garantiert in die Flucht schlagen werde
4.) weil ich meiner gesunden Hündin einen solchen Eingriff nicht zumuten willl
5.) weil die Chance auf Krebs auch bei kastrierten Hündinnen besteht, vielleicht dann nicht Gebärmutter aber sonst wo
6.) weil die Chance auf Inkontinenz recht hoch ist (vorallem bei grossen Rassen) und ich lieber einen Hund habe, der alle 9 Monate mal 3 Wochen lang tröpfelt
7.) weil ich einen Border Collie habe und viele langhaarige Hunde nach der Kastration sein schlechtes Fell bekommen. Nicht nur äusserlich, sie bekommen auch Mühe mit der Unterwolle und mit dem Fellwechsel.

Dass eine Hündin vor der Kastration Junge haben musste, das habe ich noch nie gehört. Menschenskinder, stellt Euch das mal vor. Die Tierheime erschlagen jeden einzeln, der sowas sagt und / oder fabriziert. :eusa_doh:Die haben ja so schon die Hütte voll.

Sprays helfen nicht! Habe das einmal bei meiner Hündin probiert. Haha, habe selten einen Rüden so grinsen sehen wie diesen, als er den Spray gerochen hat und dann meiner Hündin am Hintern hing. Neeee, verlass Dich da nur nicht drauf!

So, dies war meine Ansicht und meine Erfahrungen. Schlussendlich spricht einiges dagegen, sicher auch einiges dafür. Gerade wenn sie sehr oft unter anderen Hunden ist und 2 unkastrierte (warum nur?! :roll: Sind das Deckrüden? ) Rüden ihre besten Freunde sind, wäre es vielleicht schon sinnvoll, sonst hat sie gar keinen Sozialkontakt mehr. Hmmm, schwierige Entscheidung.... :D
 
dakota2005

dakota2005

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Hallo,

es bleibt dir überlassen für was du dich entscheidest!
Ich hab eine kastrierte und eine unkastrierte hündin!
Kastrieren hab ich sie lassen weil sie ständig läufig oder scheinschwanger war und auch unsauber während der Läufigkeit! Sie hat den Eingriff super überstanden!

Bei mir kommt es auf den Hund an ich würde sie an deiner Stelle beobachten und wenn es nötig sein sollte kastrieren!

Aber im großen und Ganzen bin ich der Meinung lieber Kastrieren bevor ein Unfall passiert!
 
Winchester

Winchester

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Unsere Nachbarshündin war nach der Kastration auch nicht mehr die Alte.
Sie hat ihr Fell nicht mehr gepflegt und es wurde sehr strubbelig, schuppig und stumpf. Sie hat auch angefangen etwas zu riechen. Sie musste aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden. Sie hat danach auch sehr zugenommen.

Zum Rüden muss ich allerdings sagen, dass ich die Worte von kleiner Falke nicht pauschalisieren würde... ich habe einen unkastrierten Schäferhundrüden und vorher hatten wir einen unkastrierten Cairn Terrier Rüden. Letzterer ist 16 Jahre alt geworden, der SChäferhund ist nun drei.
Keiner der Hunde zeigte irgendein aggressives Verhalten gegenüber Rüden oder ein 'geiles' Verhalten gegenüber Hündinnen. Mein Schäferhund hatte bei den Vorbesitzern einmal mit der im Haus lebenden Hündin "Unfallwelpen" gezeugt - die aber alle vermittelt wurden. Trotzdem hat der Hund kein auffälliges Revierverhalten, bestieg die Hündin ständig oder sonst irgendwas. Im Gegenteil, er ist total freundlich und aufgeweckt jedem Hund, jedes Alters und jeder Rasse gegenüber.

Das war mit dem Cairn Terrier genauso!! Und auch er war immer von Hündinnen umgeben.

Ich denke es liegt einfach viel am Charakter des Rüden. Wenn er auffällig rüdenhaftes Verhalten, Aggressionen, Auffälligkeiten oder sonst irgendwas zeigt, würde ich auch etwas machen. Doch so sehe ich absolut keinen Grund ihm seine Männlichkeit zu nehmen
 
silbermond

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ich hatte vor einiger zeit noch 3 hunde, 2 rüden und 1 hündin. luca ist kastriert, gina war nicht kastriert. wir wollten das auch dabei belassen, doch während der läufigkeit waren die zustände für beide hunde nicht zumutbar. so haben wir gina nach der 3. läufigkeit kastrieren lassen. sie hat sich danach weder optisch noch charakterlich verändert.
 
Kasary

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Eine optische Veränderung hab ich bei den Hündinnen meiner Eltern schon feststellen können. 2 von 4 wurden krankheitsbedingt kastriert und haben binnen weniger Monate ein gänzlich anderes Fell bekommen. Sie sind etwa 1-2kg schwerer wie vorher und extrem gelockt, wobei sie vorher kurzes, glattes Fell hatten. Inkontinent sind beide nicht. Auch die Schäferhündin meiner Großeltern war kastriert und wurde erst mit 16 Jahren langsam inkontinent, wobei das auch unkastriert hätte passieren können, einfach aus Altersgründen.

Das Gerücht, das eine Kastra verboten sei, hält sich tapfer.
Ich zitier mich mal selber:

Leichtfertig sollte man nicht mit einem solchen Eingriff engehen, denn eigentlich ist eine medizinische Notwendigkeit die Grundlage, auf der nach Tierschutzgesetz operiert werden darf. Rechtlich gesehen allerdings, ist das eine echte Grauzone, denn diese Notwendigkeit ist nirgends definiert und kann somit auch mit verschiedenen Argumenten gerechtfertigt werden.

Liebe Grüße
 
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