Begegnung mit Bauernhofhunden--wie verhalten?!

Diskutiere Begegnung mit Bauernhofhunden--wie verhalten?! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen Wollte mal Eure Meinungen und Erfahrungen wissen. Meine Borders und ich sind ja ziemliche Wandervögel und gehen gerne...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
Hallo zusammen

Wollte mal Eure Meinungen und Erfahrungen wissen.



Meine Borders und ich sind ja ziemliche Wandervögel und gehen gerne auf lange Touren, wenn immer möglich natürlich auch in den Bergen. Leider hat’s da halt auch immer viele Bauernhöfe oder Alphütten und natürlich muss da wirklich auf jedem Hof oder jeder Hütte noch ein Hund wohnen. Oder sogar mehrere.... :roll: Und leider sind diese Tiere oft total unterbeschäftigt und haben es sich zum „Hobby“ gemacht, Wanderer zu ärgern. Naja, da gibt’s die harmlosere Sorte, die stehen auf dem Hof,
bellen, kommen auf 5 meter heran, bellen immer noch, bleiben aber auf Distanz. Die sind ja auch nicht das Problem...
Da habe ich meine Hunde dann auch an der Leine, die machen da keinen Mucks, ich gehe durch und alles ist gut!


Aber vielleicht kennt Ihr dieses Szenario: man geht auf dem Wanderweg, vor sich einen Hof. Schon steht ein Hund an der Pforte. Hat den starren Blick ausgepackt, fixiert meine Hunde schon auf 200m Entfernung und kommt geduckt langsam näher (hier könnte man jetzt die Musik aus dem Film "der weisse Hai" einblenden... :lol:).

Ich kenne mich in Hundesprache ja ganz gut aus und da ist mir schon klar, wir haben hier einen territorialen Hund, der mich und meine 4 Beiner aus seinem Revier vertreiben möchte. Gut, würde ich gerne machen, leider geht nun mal der Wanderweg dort durch.... :eusa_think:
Und ich weiss, dass genau dieser Hund, der nun so fixiert, in den nächsten paar Sekunden in einem Blitzstart-Kurzsprint auf meine beiden zubrettert und ich wohl bald ein ernstes Problem habe... :065:
(ist erfahungswert, wir sind wirklich schon mehrere Male ernsthaft attakiert worden!)


So, und nun meine Kernfrage: wie verhaltet Ihr Euch in solchen Situationen? Kennt Ihr das überhaupt auch bei Euch oder ist das einfach ein Problem aus den Schweizer Bergen?!

Davon ausgehen, dass irgendwo ein Bauer steht und seinen Hund dann zu sich ruft, das kann man sowieso vergessen...

Würde mich sehr über Feedback und Tipps und Tricks freuen. Bald ist ja wieder Frühling, da sind wieder Touren geplant. Das ist ja so herrlich, wenn nur eben diese Bauernhofhunde nicht wären.. :roll:
 
02.02.2011
#1
A

Anzeige

Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
W

Wackeldackel

Registriert seit
30.03.2009
Beiträge
39
Reaktionen
0
Also, zunächst mal eine bescheidene Frage: Was ist bei Euch in der Schweiz los? Vergiftete Futterköder usw?
Also meiner Meinung nach geht man solchen Sachen am besten aus dem Weg. Wie Du schreibst ist das bei Euch aber schlecht möglich, oder?
Ich, und ich wiederhole, das gilt für mich und jeder sollte überlegen, ob das für sich und seinen Hund auch okay ist, also nur eine persönliche Meinungsäußerung und kein Leitfaden:
Wenn uns ein anderer Köter doof kommt, d.h. nicht nur mal schnüffeln, sondern richtig agressiv, dann schreie ich ihn zunächst zusammen, hilft das nicht, würde ich mich mit Pfefferspray o.ä. bewaffnen. Auf jeden Fall würde ich mir zu Abwehr eine Peitsche oder ein Stück Kabel mitnehmen. Damit verletzt man kein Tier, aber das pfeffert gut und hat eine nachhaltige Wirkung!
 
Serayla

Serayla

Registriert seit
02.09.2010
Beiträge
335
Reaktionen
0
Besteht nicht die Möglichkeit dass ihr vor den Höfen kurz den Weg verlasst, einen größeren Bogen um den Hund macht und nach dem Hof wieder auf den Weg zurück kehrt?

Also ich kenn das wir wohnen hier auf dem Land und da hat auch jeder einen Hof/Wachhund. Wir machen da immer nen Bogen rum auch wenn sie nur bellen weil einige dieser Hofhunde eben doch zum Bewachen gehalten werden und ich denen lieber nicht in die Quere komme.

Ansonsten wenn keine Möglichkeit besteht dem ganzen aus dem weg zu gehen würde ich meinen Hund anleinen, ihn auf der "Gegner" abgewandten Seite führen und keinen Blickkontakt zum Hofhund aufbauen. Auch im möglichst großen Abstand vorbei. Sollte der Hund dann trotzdem auf mich zurennen würde ich meinen Hund ableinen und die das klären lassen bzw auch auf meine eigenen Haut achten nicht dass ich noch angefallen werde. Laut schreiben / auf den Boden stampfen und aufplustern könnte evtl helfen
 
DyingDream

DyingDream

Registriert seit
01.04.2007
Beiträge
12.892
Reaktionen
2
...

[FONT=&quot]Ich kenne das hier auch so ähnlich. ><

In den meisten Fällen kann ich das aber noch gut im Griff bekommen, indem ich selbst den anderen Hund sehr bestimmt wegschicke. Dabei kann ich dann auch gerne mal lauter werden.
Weiß ich von bestimmten Ecken meide ich diese teilweise auch oder sehe zu, dass ich in nem Bogen (Hunde auf der anderen Seite von mir abgeschirmt) vorbei komme.

Meistens bin ich ja alleine unterwegs - aber als ich mal das Glück hatte noch zwei Hunde-Angsthasen-Menschen dabei zu haben, konnte ich diese vor mit einem Hund vor schicken und eigentlich sollten sie auch den anderen Hund noch mitnehmen, während ich mich dem Boxer entgegen stellte.
Geil war es dann als die Besitzerin dann von weitem auftauchte und mir erklärte, dass ihr Hund Hündinnen ja überhaupt nicht ab kann. *argh*
Nun sind meine auch nicht auf den Mund gefallen...
Na ja - am Ende hing der Boxer auf meinem Terrier drauf und ich zog den Boxer im Nacken runter bis die Besitzerin dann endlich mal kam. ><

Als Pepsi noch klein war und ich keine Ahnung von nichts hatte kam es leider ein paar Mal vor, dass die Hofhunde auf uns zusteuerten - natürlich auch quer über Straßen rüber, dann auf meine kleine rauf sind, bis ich überhaupt reagiert habe. -.- Aber das waren zum Glück in erster Linie Hunde die sich schnell wieder verzogen.


Was ich sonst noch machen würde, wäre direkt an der Haustür zu klingeln (Hunde bleiben dabei natürlich zu Hause) und die Besitzer direkt darauf ansprechen, dass ihr Hund vom Grundstück geht und dort eine Gefahr darstellt. Sind sie überhaupt nicht einsichtig würde ich vermutlich sogar eine Anzeige machen, bzw. diese Gefahrenquelle melden.


Wobei - wenn ich mir insgesamt 'meine' Gegend anschaue, ist das besser geworden. Die 'bissigen' Hunde von früher leben inzwischen schon alle nicht mehr und 'neue' Hunde wurden bei einigen Höfen gar nicht wieder angeschafft oder streunerten zumindest nicht mehr so stark umher.
... aber gut... Ist vielleicht auch nur Zufall. ><
~§~
[/FONT]
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
Registriert seit
21.01.2011
Beiträge
30.953
Reaktionen
3
Davon kann ich leider ein Lied singen, bei uns gibts relativ viele Bauernhöfe.... Also Präventivmaßnahme ist, dass ich mich in den Gegenden, in denen ich mich auskenne, einem Bauernhof nicht auf 1km nähere!!!
Im Urlaub konnte ich allerdings einmal nicht ausweichen, kannte den Weg nicht und der Hof war direkt am Wald, sprich: ich krieche nicht durchs Unterholz!
Kamen dann auch prompt zwei Hunde rausgeschossen, auf meinen zu (er war an der Leine, zur Sicherheit), mein Freund mit ihm Rückwärts, ich ein Satz nach vorne, hab mich groß gemacht, arme zur Seite raus, Beine breit und gebrüllt: Hau ab! Der eine sofort in Panik weg, der andere schaut mich kurz an, sieht dass sein Kumpel die Biege gemacht hat und dreht auch um.... Sind dann schnell den Weg weiter und nix wie weg.....
Ich hasse die "wir tun nix"-Hund :?
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
Hallöchen,

Vielen Dank für Eure Feedbacks! :039:

@Wackeldackel: die spinnen, die Schweizer, gelle?! Weiss schon, denke es auch immer wieder. Ich glaube, wir haben einfach, gerade um die grossen Städte rum, zu wenig Platz und zu viele Hunde! Jogger, Biker, „Hündeler“ kommen sich in die Quere, da sind Diskrepanzen vorprogrammiert. Gerade um Basel herum haben wir so einige Ecken, da gehen wirklich, gerade über Mittag oder am Wochenende wirklich ALLE mit den Hunden.... Und die wenigsten Hunde hören.. :roll: Und dass da halt dann mal Gift rumliegt, naja, ich möchte das nicht entschuldigen, aber wenn dann halt die Biker oder Jogger regelmässig von Hunden „attakiert“ werden, verstehe ich deren Groll auf Hunde (und die Besitzer) schon auch bis zu einem gewissen Grad. Was natürlich die vergiftete Futterstücke oder Rasierklingen in der Wurst nicht gutheissen soll!

Zu den Bauernhofhunden: ja, ich mache das schon auch, dass ich meine Hunde abschirme und die anderen vertreibe. Manchmal ist das aber einfach verdammt schwierig, ich hab 2 Hunde an der Leine, 2 stürzen auf eben die zu, ich steh irgendwo in der Mitte und muss dieses Rudel koordinieren. Und die fremden Hunde kreisen ja dann auch um mich und meine Hunde rum. :eusa_pray:

Grundsätzlich: im Umkreis von etwa 20 Quadratkilometern um Muttenz kenne ich wirklich fast jeden Hof und weiss, wo, wie was... Und wann immer ich kann, weiche ich den Höfen aus! Kenne da auch die meisten Wege und habe einiges an Touren, wo ich auf keine Höfe treffe.
Gerade aber in fremder Umgebung, da finde ich es dann halt schade, eine Wanderung zu planen, und genau wegen EINEM Hof, den man nicht umgehen kann, kann man die Wanderung nicht machen?! Das kanns ja nicht sein... Aber 100% genau auf dem Hof wohnt so ein Sch.... Kö... ! :eusa_wall:
Und ausweichen, naja, meist sind rundum Weiden, die sind eingezäunt, Elektrozaun, geht halt auch nur ganz selten... Wenns geht, mache ich das, klar. :090:

Ich hab immer eine lange Leine (Pferdestrick) dabei, den ich dann, wenn sich ein unbeaufsichtigter Hund nähert wie ein Lasso um mich schwinge... Das pfeift und zischt, meist erschrecken die Hunde dann und wenn ich es tiefer halte (quasi um dem Bauch schwinge) und ein Hund kommt zu nahe, hat er halt auch mal das Seilende am Kopf---shit happens, spätestens dann weicht er. Manchmal hilft auch Frontalangriff, auf den Hund zu, energisch auf den Boden stampfen und ihm zum Teufel jagen, dabei das Seil von oben nach unten vor mich auf den Boden knallen... :027:

Ist aber immer schwierig, wenn ich alleine unterwegs bin. Zu zweit, kann einer die Hunde nehmen, ich geh ans Abschirmen. Aber wenn ich alleine bin, muss ich meine Hunde laufen lassen, denn Leinen halten und Seil schwingen, das gibt „Seilsalat“ :120:
Also lasse ich dann meine Hunde frei, kommt der Hund von vorne, sind meine beiden im „Hinten“, kommt der andere seitlich, sind meine ebenfalls von mir geschützt auf der Gegenseite. Meist lasse ich meine dann seitlich durchhuschen, schirme dann mit „Lasso“ von hinten ab... Aber eben, geht halt nicht immer...

Pfefferspray habe ich mir ernsthaft auch schon überlegt. Aber wenn ich dann grad Gegenwind habe...

Mit den Bauern reden: vergiss es. Die sind so was von ignorant. „der Hund muss den Hof verteidigen, das macht der schon gut....“


Und Anzeige erstatten bringt allenfalls etwas, wenn Blut fliesst. Aber da reicht einmal leider auch nicht... Und dann, dann geben die halt den „bösen“ Hund ab (Tierheim oder so....) kaufen dann einen neuen und der ist 1 Jahr später genau so...
 
Nanette

Nanette

Registriert seit
13.04.2009
Beiträge
113
Reaktionen
0
Hi,
bei uns sind auch viele Bauernhöfe ,also ich bin immer vorraus schauend .
Wenn einer kommt will stänkern,schrei ich ihn an .
Wie so ähnlich --mach das du verschwindest etc ,aber sehr laut und bestimmend.
Den die kennen ja nicht , das sie mal zusammen gefaltet werden.
Meistens klappt das ,wenn mehrere angerannt kommen .
Die haben eh nur große Klappe , und hauen nach großem Gebelle wieder ab .
Und die wo wirklich scharf sind --sind im Zwinger .
lg Nanette
 
suno

suno

Registriert seit
16.10.2008
Beiträge
5.033
Reaktionen
2
Huhu,

ich muss jetzt mal was los werden.
Der Verlauf der Diskussion/einige Antworten erschrecken mich sehr!

Eigentlich sind wir doch alle auch noch recht jung und lieben Tiere...merkt ihr nicht wie schrecklich spießig und reglementiert hier argumentiert wird?
Soweit gehend, daß man hier "Giftköder" zwar nicht gutheißt -aber als Antwort auf "Groll" versteht und sich keiner darüber aufregt? HALLO??

Städter/Dörfler biked/jogged/wanderd in der Wildnis umher...trifft auf einsamen Bauernhof und der wird vom Haushund bewacht...!
Ja - und weiter?Was für ein herrliches Leben für diesen Hund und welch großartige Aufgabe...und wer genau gehört in die Umgebung?

...Ist da nicht vielleicht zuviel Städter in einem -der nach "Verkehrsregeln" wandern will.

Sollen die Bauern ihre Wachhunde wegsperren -oder gar so wie früher schön an die Kette legen??? Riesige Zäune bauen?? Damit der Städter in Ruhe wandern kann??
Wenn es um den erhalt wilder Tiere geht rufen alle HIER -klar aber wen man hier schon wegen eines Hofhundes heult - was sagt ihr wenn euch ein Braunbär oder ein Wolf begegnet ????

Sollen wir auch Wildschweine und Co wider einsperren- die wesentlicher gefährlicher sind...wenn man in Ruhe laufen will -ohne Abenteuer- na dann geht man in den Stadtpark an der Leine.

Ansonsten hat man eben weniger Angst und immer ein ordentliches Stück Fleischwurst im Rucksack...sieht man einen Hof holt man die raus und besticht oder betet.

Ich wandere /laufe etc auch sehr viel - und bin der Meinung Vorsicht beim Aussuchen der Wege...wenn man keine Überraschungen mag- dann eben ab in den Stadtpark....Giftköder "nachvollziehen" ... ,ne also so was?
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
Registriert seit
21.01.2011
Beiträge
30.953
Reaktionen
3
Hatte das bis eben gar nicht gelesen, dass Giftköder anscheinend verständlich sind, wenn man sich in einen Jogger hineinversetzt.... Es müssen ja nicht einmal unbedingt die Jogger sein, die das auslegen und selbst wenn: Das ist kein Grund, das Tier zu töten. Ich bin ja schon verwundert, wenn mir bei uns des öfteren ein Jogger mit gezücktem Pfefferspray oder Schlagstock entgegen kommt.
Also sorry, aber dafür hab ich gar kein Verständnis, egal ob der Jogger Angst hat oder nicht. Ich hab bei sowas lediglich Angst um meinen Hund, das habe ich aber auch bei jedem anderen freilaufenden Hund, der mit gefletschten Zähnen auf meinen zu rennt und ich will eben nicht, dass er auf meinen losgeht, deshalb verteidige ich meinen Hund IN GENAU DEM MOMENT!! Aber nicht nach dem Motto: ich vergifte einfach alle Hunde im Voraus, dann kann ich in Zukunft in Ruhe laufen.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
@ suno:

Ich bin ein Tierfreund und Wanderfreund. Ich betreibe in meiner Freizeit eine EHRENAMTLICHE und gemeinnützige Pflegestation für verletzte Wildvögel! :117: Und ich weiss, gerade auch durch diesen "Job" einiges über Tiere und Natur. Dazu bin ich immer wieder mal auch mit einem Tierfilmer unterwegs und weiss, was Natur ist. Ich treffe regelmässig auf Wildschweine, Füchse und andere Tiere. Darüber schreibe ich auch auf meiner Homepage. Und mit diesen Tieren habe ich absolut keine Probleme, im Gegenteil.
Ich bin auch sehr oft NICHT auf den Wanderwegen unterwegs, weil ich eben nicht immer so "zivilisiert" bin. Man muss aber auch sagen, wenn man querbeet läuft wie ich, sollte man wirklich die Hunde im Griff haben, denn das Wild wird gestört und aufgescheucht. Wenn die Tiere merken, dass man ihnen nichts tut (die Hunde beim Menschen bleiben!) dann beruhigen sie sich nämlich meist schnell und lassen sich toll beobachten und manchmal auch knipsen. ;)

Bauernhofhunde sind da was ganz anderes: Mir gings eben genau darum, einige Ideen zu sammeln um eben besser mit dem "Problem Bauernhofhund" fertig zu werden. Ich wollte Erfahrungsaustausch und nicht mehr... Wenn Du keine Probleme hast---wunderbar. Dann ist dies interessant für mich zu wissen, hilft mir bei meinem eigentlichen Problem leider nicht viel weiter.
Gehst Du denn gar nie bei Höfen durch? Oder wie muss ich Dich verstehen?

Ich hatte schon mehr als eine Situation, wo meine (und auch Hunde von Freunden) ziemlich von Bauernhofhunden "unter die Räder" gekommen sind. Und das ist kein Spass. Wenn ich auf einer 2-tägigen Tour in den Alpen bin und der Hund unterwegs von einem (Bauernhof-)Hund "gestanzt" wird und weit und breit ist kein Tierarzt, das ist dann nicht so ein Spass, ich wünsche das keinem. :100:

Leider sind die meisten Bauernhofhunde auch absolut nicht ausgelastet, weder körperlich noch geistig und genau darum suchen sie sich halt eine Beschäftigung. In dem Fall halt oft, Wanderer (mit und ohne Hund) zu "ärgern". :roll:

Und übirgens: ein BHH hat nicht die Aufgabe, Fremde von seinem Revier zu VERJAGEN (schon gar nicht wenn ein Wanderweg dort durch geht) sondern sie sollen Besucher MELDEN. Das heisst bellen, melden dass jemand da ist = JA! Aber nicht angreifen! Da treffe ich 1000x lieber eine Wildsau als einen Bauernhofhund und das meine ich nun ernst.
Wurst mitnehmen und die Hunde füttern? Finde ich persönlich nicht sinnvoll! 1. lernen sie dann, wenn sie bellend auf jemanden zurennen, dass es dann auch noch Futter gibt, das heisst, sie verlieren noch mehr Respekt und werden dann unter Umständen noch aufdringlich oder gefrustet, wenn es mal nichts gibt, 2.) habe ich ja keine Ahnung, vielleicht verträgt der Hund das Fleisch ja nicht oder hat sonst Probleme und 3.) geht es mir auch ums Prinzip, dass ich grundsätzlich keine fremden Hunde füttere!
Und als 4. Punkt, wenn ich es denn machen würde: dann habe ich 2 Hunde dabei und füttere fremde Bauernhofhunde?! Das gibt dann Stress, unter Umständen wird der BBH dann noch aggressiver, weil er dann noch das Futter auf SEINEM Territorium gegenüber meinen Hunden verteidigen will. Dann geht der Schuss hinten raus. Ne, von dieser Idee halte ich nicht viel.

Und wegen der Giftköder: natürlich finde ich das hochkarätig scheisse! Aber menschenskinder, wenn die Leute halt ihre Kötis mal erziehen würden (z.B. dass sie kommen wenn man sie ruft), und die Scheisse zusammennehmen würden, dann hätten wir HH auch nicht so viele Probleme! :twisted:
Ein Kollege von mir, hundelos aber gar nicht hundefeind, geht in so einem Gebiet regelmässig joggen. Aber pro Joggingrunde springt ihn mindestens ein Hund an, verbellt ihn oder latscht ihm vor den Füssen durch... Menschenskinder, klar ärgert man sich da!
Wenn das jetzt noch ein unbeholfener Welpe oder Junghund ist, der noch viel lernen muss, drückt man ja noch ein Auge zu. Aber wenn es erwachsene Hunde sind, und dann vielleicht noch öfter die gleichen und die Besitzer bemühen sich ja schon gar nicht, den Hund abzurufen, dann wirds doch ärgerlich. Natürlich muss man deswegen keine Köder verstreuen. Aber ich finde, als HH sollte man sich seiner Verantwortung bewusst sein und nicht einfach davon ausgehen, dass alle Menschen Hunde toll finden und sich gerne "Jack Wolfskin" Kleider verpassen oder sich blöd anbellen lassen...

Und genau das gilt auch für Bauernhofhunde. Sonst könnte ja jeder seinen Hund einfach aus dem Haus lassen, Gartenzaun weg und der Hund geht mal pöbeln.... Da hätte man wohl sehr bald eine Anzeige am Hals. Aber die Bauern, die dürfen das? Wir müssen die Hunde bei uns behalten (vorallem im Frühling wegen der Jungtiere). Ja, dann stösst mir das dann aber sehr sauer auf, wenn ich BBH xy dann 600m hinter dem Hof im Wald rumstromern sehen. Klar, erlegt der vielleicht kein Reh (dazu ist er wohl zu fett...) aber er kann ein Rehkitz finden und daran schnuppern. Es riecht nach Hund, schon nimmt die Mutter es nicht mehr an. Kein Witz, ist wirklich so!
 
suno

suno

Registriert seit
16.10.2008
Beiträge
5.033
Reaktionen
2
Huhu,

nein ich sehe das anders.
Wir reden hier doch von einsamen Bauernhöfen irgendwo im nirgendwo und nicht von der ach so zivilisierten Stadtwelt.

Also wenn man 2 Tage einsam durch die Berge wandert und plötzlich vor einem Gehöft steht, daß vom dortigen Hofhund bewacht wird....ist das doch wohl nicht das Problem des einsam lebenden Bergbauerns.....und der Jogger schlechthin wird sich kaum dorthin verirren.

Da werden doch Äpfel mit Birnen verglichen.

...und die Bauern dort Leben oft seit Generationen in diesen Gebieten ohne Probleme - Jahrzehnte bevor es gar ein Problem mit/für Wildtieren gab - die Probleme wurden von der Stadtzivilisation mit gebracht...
.
..und nun kommt noch das "Poblem" hinzu daß man in Ruhe da wandern möchte und sein Filmchen drehen will - und klar wenn man sich da gestört fühlt...kann man ein paar Rasierklingen in Ködern nachvollziehen???????
Ganz echt ich komm da einfach nicht mit.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
@ Suno:

Wo gehst Du denn mit Deiner Hündin laufen? Triffst Du nie auf Bauernhöfe? Wo wohnst Du eigentlich?

Schau, ich denke, es gibt hier 2 Paar Stiefel, da bin ich mit Dir einig.

Thema 1: Egal wo ich bin ich kann hier in der Gegend um Basel laufen, da ist alles voll mit Menschen, Reitern, Bikern, Joggern, Hündleren----und genau da liegen auch die Rasierklingen.
Und wer die da hinlegt, das weiss ich ja auch nicht. :? Aber ich nehme kaum an, dass es HH sind. Also sind es solche, welche die Hunde nicht mögen. Und ich habe klar gesagt: natürlich kann ich solche Tierquälerein nicht akzeptieren! Manchmal verstehe ich nicht, warum, wenn man nicht vehement GEGEN etwas schimpft, dass einen dann quasi unterstellt wird, dass man dies noch unterstützt... :evil:
Ich habe doch nirgends geschrieben, dass ich diese Rasierklingen super finde... Ich sagte nur, ich kann, wenn ich aus Sicht der Menschen, die Hunde halt nicht so toll finden, verstehen kann, dass sie einen gewissen Groll gegen Hunde hegen. Natürlich. Aber das heisst ja nicht, dass ich diese Dinge toll finde... Ach neee, sorry, ich habs noch nicht erwähnt, klar, Ich lege ja die Dinger aus...:roll: Mist, ertappt! Ein langes Hallllllooooooooooooooooo zurück... :p

Ich versuche halt auch mich in die anderen, Nicht-Hunde-Menschen (sowas soll es echt geben---kaum vorstellbar :D) hineinzuversetzen und aus DEREN Sicht, verstehe ich einen gewissen Groll gegen Hunde (und Hundehalter). Jeder, der schon mal in einen Haufen (nicht vom eigenen Hund, wohlverstanden :eusa_shhh:) gedappt sind, der weiss vielleicht, was ich meine.... Und jeder, der schon mal einen Hund angeleint dabei hatte, der vielleicht ein gestörtes Sozialverhalten, totale Aengste oder auch eine Verletzung hat und nicht "spielen" darf, weiss auch, was ich meine, wenn dann ein freilaufender Hund daher kommt und der HH ihn a) nicht mal abzurufen versucht oder b) es zwar vesucht allerdings ohne Erfolg. :roll: Das sind die Momente, wo ich Nicht-Hundefreunde sehr gut verstehen kann. Nochmal: ich rechtfertige keine Rasierklingen oder Gift. Aber ich versuche nur zu erklären, dass wir HH uns manche Probleme in der Gesellschaft ersparen könnten, wenn wir die Hunde besser unter Kontrolle haben...
Und aus solchen Situationen entstehen dann halt eben die Hundehasser, welche sich mit Gift behelfen... Für mich unvorstellbar sowas zu tun, aber eben, so ticken manche Menschen.

Thema 2: die Bauernhofhunde. Hier in der Gegend gibt es sehr viele Bauernhöfe. Da ist nicht Wildnis wie in Kanada, wo alle 10 km mal ein Hof kommt...

Nicht mal in den Alpen ist das so. Da hast Du mindestens alle 2 km einen Hof! Und dass die Wanderwege halt immer durch die Höfe führen müssen, klar, finde ich ja auch doof. Aber kann ich nicht ändern. Und quer über die Alpwiesen laufen, das geht halt auch nicht immer (eingezäunt, Stacheldraht oder Elektro).
Wenn ich jetzt alle 10 km auf einen Hof treffe, dann würde ich den in weiterm Bogen umgehen, natürlich, das ist ja nicht das Thema. Aber wenn ich hier auf einen Hof treffe und den im weiten Bogen umgehe--dann latsche ich direkt auf den nächsten Hof. Und wenn die Hofhunde dann noch auf den Feldern rumstrolchen hilft mir das auch nicht viel, denn die gucken auch das als ihr Revier an und verhalten sich dort nicht weniger friedlich...
Und nochmals: ich rede ja auch nicht von den Hunden, die Ihren "Job" als BHH richtig machen und Fremde und Besucher mit Bellen melden... Die sind doch völlig ok. Ich rede von den verrückten Kötis, die meine Hunde angreifen und zwar nicht nur Bluff sondern ernsthaft. Genau die Hunde gehen auch Wanderern ohne Hunde an die Waden.... Oder haben auch schon Pferde attakiert. Ja, ja, alles schon passiert. Und in solchen Situationen bin ich froh, wenn ich Tipps erhalte, wie man sich verhalten kann...
Füttern finde ich (meine Meinung) aus oben erwähnten Gründen keine gute Idee.

Hat nun also noch jemand Ideen oder Erfahrungen? :)
 
DyingDream

DyingDream

Registriert seit
01.04.2007
Beiträge
12.892
Reaktionen
2
...

Hm...
Ich kann dir nicht mehr schreiben wie schon im ersten Post - nur, dass ich bei diesem Thema deine Gedanken 1 zu 1 auch auf mich übertragen kann.


Hofhunde sind schön und gut und dürfen auch machen was sie wollen.
Aber nicht auf öffentlichen Wegen und nicht derart, dass sie zu einer Gefahr für andere Menschen und Hunde werden können.
Das geht einfach nicht, so leid es mir für die Hunde tut.

Und ja - man kann als Bauer auch seinem Hund beibringen, wo das Grundstück zuende ist. Das haben hier in meiner Gegend zumindest einige geschafft.


Nun habe ich ja aber auch Hofhunde in meiner Verwandschaft. (also Verwandte und Bekannte, die Hofhunde halten.)
2 Hunde lebten nun auf dem Land, wo aber auch ein Weg direkt entlang ging, der auch gerne mal von Radfahreren, etc. genutzt wurde.
Die Hunde waren die meiste Zeit alleine draußen.
Wenn ich da war, zeigten sich beide stets von ihrer besten Seite und schlugen lediglich an, wenn wer vorbei ging...

Nun ja... Dann kam ich irgendwann mit anderen Bekannten im Gespräch auf diese Strecke an dem Hof vorbei und habe erfahren, dass die beiden Hunde ja ständig mitten auf der Straße rumliegen würden und weder Autos noch Radfahrer, etc. ohne Probleme vorbeilassen. Einer schimpfte derart über die Hunde, dass er ihnen einen tödlichen Unfall wünschte... -.-

Ich selbst aber kannte die Hunde nicht so, wie es von fremden geschildert wurde. Wenn sie alleine waren, waren sie ohne Beobachtung und wenn ich da war, waren sie bei mir.

Nun ja - will damit nur sagen, dass manche Besitzer von Hofhunden gar nicht so genau wissen, was ihre Hunde da draußen machen und wie weit sie gehen.
Klar vielen Bauern ist das auch recht egal oder sie freuen sich sogar drüber, wenn der Hund eine gewisse Schärfe hat...
Aber mitunter lohnt sich doch ein Gespräch oder netter Brief. Vor allem an den Stellen, wo man einfach häufiger dran vorbei möchte.

--

Ich weiß nicht... Es gab schon klagen, wo ein Kind sich erschreckt hatte, weil ein Hund bellend an den Gartenzaun kam und der Halter wurde verpflichtet noch einen zweiten Zaun zu ziehen, damit der Hund nicht so weit kam.
Dann herscht hier und da und überall Leinenpflicht oder Hundeverbot.
Dann gibts in den Wohngegenden so manche Nachbarn, die sich schon wegen 5 Minuten Bellen am Tag derart beschweren, dass das Ordnungsamt zum Überprüfen kommt und die Besitzer ihre Hunde aus Angst vor der Nachbarin und ihren Drohungen nicht mehr groß in den Garten lassen.

Wir sind hier so kleinlich in den Städten und Wohngegenden - da ist es m.E. nicht zu viel verlangt, wenn auch die Menschen auf dem Land dafür sorgen, dass von ihren Hunden keine Gefahr ausgeht. Erst recht nicht, wenn es außerhalb ihres Grundstückes ist.

Und nein - nur, weil es früher bei Bauern Gang und Gebe war, heißt das nicht, dass sie auch heute noch alles so handhaben können wie vor 100 Jahren. ...auch, wenn auf dem Land die Zeit zum Glück etwas langsamer arbeitet als in der Großstadt.

Ich liebe das Landleben und würde auch nie in eine Großstadt ziehen.
Ich beneide so manchen Hofhund um die Möglichkeit sich relativ frei bewegen zu können. Aber gewisse Grenzen müssen auch diese Hunde kennen. Und je 'aggressiver' sie sind, desto klarer müssen die Grenzen gesetzt sein.


Aber das nützt alles nicht viel...

Was macht man also, wenn ein Hund drohend auf einen selbst und/oder seinen Hund zugeht?!
Für diese Frage ist es ja letztlich egal, ob es ein Hofhund ist oder ein anderer Hund.

Vielleicht kann dir dieser Thread hier noch ein paar Anregungen geben:
https://www.tierforum.de/t88767-wie-angreifenden-hund-abwehren-und-eigenen-schuetzen.html
~§~
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
Hallo DyingDream

Herzlichen Dank für den Thread. Habe ihn sehr interessiert durchgelesen.... Hmmm, wäre Pfefferspray allenfalls doch mal eine Idee.... Ich habe immer Respekt davor, wenn ich da in der Pampa unterwegs bin, dass der plötzlich mal, wenn ich blöd drankomme, von selbst losgeht... :? Und ich weiss auch gar nicht, wie das in der CH geregelt ist, ich glaube, den kriegt man hier "nicht einfach so". Muss mich mal erkunden...

Ansonsten, danke für Deine Worte! Kann ich 10000% so unterschreiben! :clap:

Und sonst? Noch weitere Tipps und gute Ideen? :D
 
Serayla

Serayla

Registriert seit
02.09.2010
Beiträge
335
Reaktionen
0
Also ich weiss nicht ob das mit dem Pfefferspray so ne gute Idee ist. Wie du schon gesagt hast was ist wenn der Wind mal gegen dich weht. Was ich noch bedenklicher finde ist dass dieses Spray ja sehr reizend auf die Schleimhäute/Augen/Nase wirkt und ich denke mal das belastet deine Hunde dann auch, selbst wenn der Wind für euch günstig steht wäre es mir zu gefährlich.

Und wie du schon gesagt hast wenn du da auf einer Tagestour bist und kein Tierarzt weit und breit zu finden ist, bist du ziemlich verloren wenn deine Hunde aus Versehen von dem Spray was abbekommen.

Meiner Meinung nach ist es auch schon bissl gemein dem Hofhund Pfefferspray ins Gesicht zu sprühen, er macht ja "nur" seinen Job und hat es nicht anders gelernt. Ihn für sein Verhalten mit Schmerzen zu bestrafen finde ich nicht okay.

Was machst du denn wenn du ihn getroffen hast und er dann winselnd vor dir liegt mit Schmerzen. Kannst ja dann auch nicht einfach weitergehen als Tierfreund auch wenn er noch so aggressiv war.

Schon ne blöde Situation, ich würde aber ehr auf das Überraschungsmoment setzen, vielleicht irgendwas wie diese Klapperdose werfen. Auf jedefall nicht so "rabiate" Mittel einsetzen, ich glaube damit kann man den Hofhund, die eigenen Hunde und sich selbst viel zu sehr schädigen.

Liebe Grüße
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
serayla,

Naja, eine Klapperdose immer im Rucksack haben, da habe ich abends nen Ohrenschaden und meine Hunde auch :D Ausserdem wurde ja die Wurfkette in einem anderen Thread schon thematisiert und viele waren der Meinung, viele Hunde habe danach ein totales Trauma. Da geht die Klapperdose in die gleiche Kategorie... Und stell Dir vor, wie meine Hunde da traumatisiert sind, wenn ich den ganzen Tag mit klapperndem Rucksack mit ihnen laufe... Neeeee, bestimmt nicht. Da hat sich mein "Lasso" ganz gut bewährt... ;)

Ich habe halt den Thread gelesen, den mir DyingDream gesendet hat, aggressive Hunde wurden ja anscheinend schon mal behandelt und dort hat eine Spraydose, bei den Usern als Notfallösung ganz gut abgeschnitten. Wie gesagt: Notfalllösung!

Pfefferspray reizt die Schleimhäute. Aber gestorben ist daran noch keiner. Und das beruhigt sich dann ja wieder. Wenn ich den Hund, um meine zu verteidigen, trete, kann ich ihm ne Rippe brechen oder ihm nen Zahn ausschlagen. Da finde ich dann die Pfefferspray Variante auch besser. Ausserdem, wenn ich drauf los trete, packt der Hund mich allenfalls am Schuh---und dann?! Barfuss weiterlaufen... ;) Da spraye ich lieber.... Ich warne den Hund ja vor. Es ist ja dann seine Entscheidung, ob er näher kommen will oder nicht.
Aber wie gesagt, ich habe ja nicht gesagt, dass ich eine kaufe. Es wäre nur eine Option und anscheinend haben einige damit gute Erfahrungen gemacht...

Und wenn nun der Bauernhofhund was haben sollte, wird der Bauer sich schon um ihn kümmern. Wenn aber meiner was hat, ist das dem Bauer (zumindest im einen Fall war das so!) egal. :x Der meint dann nur, "wir waren halt auf seinem Land...."
Mag sein. Aber leider geht durch sein Land ein Wanderweg. Den habe ich nicht gebaut... Übrigens ist sein Land auch nicht ganz korrekt. Das meiste Land in der Schweiz, auch bei Höfen, ist nur gepachtet!

Und was noch dazu kommt, habe ich oben auch schon erwähnt: ich bin der Meinung, ein Bauernhofhund soll melden, wenn jemand kommt. Bellen. ok. Aber auf Eigeninitiative die "Eindringlinge" vom Hof scheuchen, das übersteigt für mich die Kompetenz eines Bauernhofhundes...
 
Serayla

Serayla

Registriert seit
02.09.2010
Beiträge
335
Reaktionen
0
Wie der Hund sich verhalten sollte darüber müssen wir gar nicht diskutieren da bin ich völlig deiner Meinung.

Ich wollte dir ja auch nur den "Denkanstoss" geben dass das Pfefferspray auch dich und deine Hunde treffen kann und ein Hund damit schon ziemlich zu kämpfen haben wird.

Und ich werf da lieber ne Klapperdose und erschreck den anderen als dass ich ihm vielleicht ernsthaft Verletzungen zufüge (wie auch immer ob Treten, Schlagen oder ihm Reizgas ins Gesicht sprühen) Im Rucksack klappert die ja nicht so laut sondern erst wenn man sie wirft und schüttelt.

Ausserdem weiss ich zwar nicht wie es in der Schweiz ist aber in Deutschland könnte ich ziemlich Ärger bekommen wenn ich einem Hofhund auf seinem Grundstück Pfefferspray ins Gesicht sprühe.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
Hey Serayla

Ok, ich verstehe Dich schon. Schau, aus genau dem Grund habe ich bisher noch keine Pfefferdose.
Weil ich eben auch einige Punkte sehe, die dagegen sprechen.

Was dafür spricht: eine Spraydose, die kann ich wirklich in der Tasche haben, aber eine Klapperdose, wo soll ich die mitschleppen? Im Rucksack? Und bis ich die dann ausgepackt habe, bis dann ist mein Hund durchlöchert vom anderen.... :?
Also das denke ich, kommt eher nicht in Frage. Zumal eben, ja auch meine Hunde durch die Dose sehr erschrecken können. Klar, auch beim Spray, aber da die Hunde ja grundsätzlich in so Situationen HINTER mir sind und nicht stänkern, denke ich, ist die Chance sehr klein, dass ich meine mit dem Spray erwische. Wenn ich aber mit Klapperdosen rumwerfe....?! Und ich muss das Ding ja dann auch wieder zusammenlesen, kann das nicht einfach auf dem Grundstück liegen lassen. Schmeiss ich das dem Hund an, der weicht dann vielleicht, aber dann kann ich ja nicht die Gunst der Minute nutzen und mich durchschleichen, neee, ich muss ja dann meine Dose wieder einsammeln, muss also quasi wieder hinter dem Hund her. Das ist eine zusätzliche Provokation, die ich gerne vermeide! Einfach den „Abfall“ auf einem Hof liegen lassen, ne, das kommt nicht in Frage.

Ne, sorry, war ne super lieb gemeinte Idee, aber Klapperdose kommt so für mich nicht in Frage. Da bleibe ich doch lieber bei meinem Seil, welches ich schwinge, das habe ich auch um den Bauch gebunden, komme schnell dran und wirklich verletzen kann ich einen Hund damit nicht! (hat ja keinen Haken dran, ist wirklich nur ein relativ dickes Seil (Pferdestrick ohne Karabiner).
 
Serayla

Serayla

Registriert seit
02.09.2010
Beiträge
335
Reaktionen
0
Ja das mit dem Dose wieder holen stimmt das hab ich gar nicht bedacht. Und gegen deine Seiltechnik ist ja nichts einzuwenden.

Ich kenn das schon es ist total nervig mit den Hofhunden, uns ist letzens auch einer quer übers Feld hinterher gerannt und wir waren wirklich weit von seinem Hof weg mindestens einen Kilometer. Hab dann geschaut dass ich möglichst schnell zum Auto komme bevor er uns erreicht hat.

Ich wüsste auch nicht wie ich reagieren würde wenn einer meine Maus anfallen würde. So aus der Theorie raus ist man natürlich gegen Gewalt aber ich glaube wenn man wirklich mal in einer solchen Situation steckt ist einem jedes Mittel recht um sich und sein Tier zu schützen. Halt immer eine Gratwanderung inwieweit man sich selbst in Gefahr bringt (egal ob durch das Spray, wenn man selbst eingreift und sich den Hofhund schnappt oder auch wenn man ihn am Ende durch sein Verhalten noch reizt)

Ich hoffe auf jedenfall dass in Zukunft alles gut geht und die Hofhunde euch nur melden und nicht vertreiben wollen. Alles Gute
 
kleiner Falke

kleiner Falke

Registriert seit
20.12.2010
Beiträge
5.644
Reaktionen
0
vielen Dank. ;)

Ich hoffe auch, dass ich die nächsten Wanderungen Ruhe habe.

Und glaub mir, es ist schon so, wenn Dein Hund wirklich attakiert wird, ich glaube, da schaltet man die Vernunft aus und will einfach nur noch seinen Hund schützen.
Ich habe das auch schon erlebt, mehr als einmal... Und ich muss sagen, wir hatten bisher wirklich immer Glück, dass nie was richtig schlimmes passiert ist (Löcher im Hundehals, abgeschlagene Eckzähne, Atemnot....). Aber dennoch, es muss ja nicht sein.
Und eben, gerade auf einer Wanderung in den Bergen, weit und breit kein Auto, kein Tierarzt. Da ist man dann schon echt am Blut schwitzen...
Immerhin habe ich auch schon Nothilfekurse gemacht und weiss ein bisschen einzuschätzen, wie schlimm eine Verletzung wirklich ist und was ich im ersten Moment machen kann... Habe auch immer eine kleine Notapotheke und Notfalltropfen dabei. Naja, man kann nie wissen... :eusa_think:
Man lernt, man lernt... Und ich wünsche allen, dass ihnen solche Begegnungen erspart bleiben. Egal ob Bauernhof oder sonstige Hunde.
Und die Leute, welche selber Hunde haben, die gerne "pöbeln" gehen, bei denen wünsche ich mir nur, dass ihre Hunde soweit erzogen sind, dass sie gut abgerufen werden können um eben diese Probleme zu verhindern... :clap:
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

Begegnung mit Bauernhofhunden--wie verhalten?!

Begegnung mit Bauernhofhunden--wie verhalten?! - Ähnliche Themen

  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ?

    Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ?: Hallo, wie mir scheint, gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob man Hundebegegnungen zulassen soll oder nicht . Manche Menschen haben angst...
  • Seltsame Begegnung

    Seltsame Begegnung: Hallo ihr lieben! Ich hatte heute mit Maxi eine Begegnung, die mich in dem Moment fast schon "geschockt" hat. Wir sind auf einem Weg am Fluss...
  • Die Begegnung mit anderen Hunden.

    Die Begegnung mit anderen Hunden.: Hallo, ich habe ein Problem:uups:. Wenn ich mit meinem Hund 8 Monate altem Hund ganz gemütlich spazieren gehe und plötzlich ein anderer Hund...
  • Begegnung mit herrenlosen Hunden

    Begegnung mit herrenlosen Hunden: Huhu, mir zittern noch ein wenig die Knie. Ich bin heute morgen mit Malou raus. Eine Runde die wir öfter gehen. Plötzlich kamen drei große...
  • Kritische Begegnung mit einer Hundetrainerin

    Kritische Begegnung mit einer Hundetrainerin: Hallo, gestern ist mir beim Spazieren gehen eine Hundetrainerin nebst zwei Schülern begegnet. Vorab muss ich sagen, dass ich die Trainerin...
  • Kritische Begegnung mit einer Hundetrainerin - Ähnliche Themen

  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ?

    Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ?: Hallo, wie mir scheint, gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob man Hundebegegnungen zulassen soll oder nicht . Manche Menschen haben angst...
  • Seltsame Begegnung

    Seltsame Begegnung: Hallo ihr lieben! Ich hatte heute mit Maxi eine Begegnung, die mich in dem Moment fast schon "geschockt" hat. Wir sind auf einem Weg am Fluss...
  • Die Begegnung mit anderen Hunden.

    Die Begegnung mit anderen Hunden.: Hallo, ich habe ein Problem:uups:. Wenn ich mit meinem Hund 8 Monate altem Hund ganz gemütlich spazieren gehe und plötzlich ein anderer Hund...
  • Begegnung mit herrenlosen Hunden

    Begegnung mit herrenlosen Hunden: Huhu, mir zittern noch ein wenig die Knie. Ich bin heute morgen mit Malou raus. Eine Runde die wir öfter gehen. Plötzlich kamen drei große...
  • Kritische Begegnung mit einer Hundetrainerin

    Kritische Begegnung mit einer Hundetrainerin: Hallo, gestern ist mir beim Spazieren gehen eine Hundetrainerin nebst zwei Schülern begegnet. Vorab muss ich sagen, dass ich die Trainerin...