e.c.-krankes Kaninchen hat Probleme beim Laufen

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Waldmensch

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Ich habe zwei Kaninchendamen, Nisha und Kohana. Die zwei leben das ganze Jahr über draußen in einem großen Freigehege und zwei aneinandergebauten Ställen, die durch ein (verschließbares) Loch mit dem Freigehege verbunden sind, sodass die zwei sich frei zwischen Stall und Gehege bewegen können, wenn ich ihnen das Loch öffne.
Nisha fand ich am Donnerstag mit schiefem Kopf vor und fuhr sofort zum Tierarzt, der ihr e.c. diagnostizierte. Es geht ihr relativ gut, sie ist sehr lebendig (zappelt auf dem Arm ohne Ende, rennt durch den Stall und läuft auch nirgendwo gegen), frisst normal und putzt sich. Die letzten Tage habe ich immer nur Kohana ins Freigehege gelassen und Nisha im Stall eingesperrt, und zwar aus folgendem Grund: Besagtes Loch, dass vom Stall ins Gehege führt, befindet sich in einiger Höhe, sodass die zwei springen müssen, wenn sie rein oder raus wollen. Ich hatte Angst, dass Nisha
sich bei dem Sprung verletzen könnte, da sie noch etwas unsicher auf den Beinen ist und sich ziemlich unbeholfen fortbewegt. Nachdem ich meinen Tierarzt darauf angesprochen habe, ob sie auch schon ins Freigehege darf, empfahl der mir, eine Rampe zu bauen, damit sie darüber in den Stall und ins Gehege kann.
Vorhin habe ich also eine Rampe gebaut (schön lang und nicht allzu steil, mit Draht versehen, damit sie auch halt darauf findet, da das Holz etwas rutschig ist) und die vor das Loch gestellt. Kohana lief da auch sofort drauf rum und kam ohne Probleme rein und raus. Nisha jedoch, die ich ins Freigehege gesetzt hatte, hatte dutlich mehr Probleme. Sie wollte in den Stall, was ich daran merkte, dass sie vor dem Loch bzw. neben der Rampe Männchen machte. Allerdings kippte sie dabei immer leicht zur Seite, sodass sie sich wieder hinsetzen musste. Irgendwann wurde Kohana von irgendetwas erschreckt, sie rannte dreimal im Kreis durch's Gehege (und dabei auch über Nisha drüber o.ô) und sprang dann in den Stall, wo sie anfing, mit den Hinterläufen auf dem Boden zu klopfen. Derart arlamiert rannte auch Nisha Richtung Rampe und rannte um diese herum. Dabei lief sie immer nur von der Seite auf die Rampe zu und traute sich nicht, darauf zu springen. Auf die Idee, die Rampe von vorne zu benutzen, wo sie den Boden berührte, kam sie nicht.
Irgendwann stieg ich zu ihr ins Gehege, nahm sie und setzte sie auf die Rampe. Sie hoppelte auch sofort in den Stall und vekroch sich dort. Als ich später etwas Stroh in den Stall füllen wollte, versuchte sie vor mir zu fliehen (sie ist ziemlich scheu :/) und lief Richtung Loch und auf die Rampe. In ihrer Panik rannte sie die Rampe allerdings nicht hinunter, sondern sprang seitlich weg, wobei sie stolperte und erstmal hinfiel, sich dann aber wieder aufrappelte und weiterfloh. Mir tat es schon wieder leid, sie erschreckt zu haben, sodass ich mich neben das Freigehege setzte, um zu beobachten, ob sie wieder reinkam. Sie schaffte das wieder nicht, obwohl sie immer wieder zum Stall lief und sich davor setzte. Selbst nachdem Kohana einige Male vor ihrer Nase rein und raus lief, konnte sie die Rampe nicht benutzen.

Habt ihr vielleicht Erfahrung mit e.c.-kranken Kaninchen und könnt mir sagen, ob sie es wieder lernt, richtig sicher zu laufen? Wie soll ich weiter mit ihr vorgehen oder wird sie von alleine lernen müssen, die Rampe zu benutzen? Kann ich ihr irgendwie dabei helfen? Ich hab ihr jetzt Futter und Wasser ins Gehege gestellt, damit sie da draußen nicht verhungert oder so, aber ich mache mir trotzdem Sorgen :/
 
05.02.2011
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
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Leelo

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Hallo,

wenn E.C. früh und richtig (meistens Panacur, gehirngängiges AB, Vitamin B sowie ggf. Kortison) behandelt wird, ist die Krankheit gut in den Griff zu kriegen. Auch die Koordinationsschwierigkeiten (Probleme beim Laufen etc.) die aus der Entzündung des Gehirns resultieren, gehen wieder weg. Eine leichte Kopfschiefhaltung kann allerdings zurückbleiben. Das stört das Kaninchen aber nicht weiter. Laufen lernen im eigentlichen Sinn muss sie dafür auch nicht, da sie das nicht verlernt hat. Es sind zurzeit nur die dafür erforderlichen Hirnteile beeinträchtigt. Geht die Entzündung weg und funktionniert das Gehirn wieder richtig, läuft sie auch wieder normal. Leeloo hatte vor Kurzem auch E.C., wobei die Syptome weniger ausgeprägt waren als bei Deinem Kaninchen. Bei ihr ist gar nichts zurückgeblieben.

Betreffend das Gehege musst Du darauf achten, dass die Verletzungsgefahr so gering wie möglich ist, Dein Kaninchen also nirgends hängenbleiben, dagegenlaufen oder runterfallen kann.

Viele Grüße und gute Besserung für Dein Kaninchen
 
W

Waldmensch

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Danke für die Antwort :D
Sie bekommt Panacur und alle zwei Tage beim Tierarzt zwei Spritzen (Langzeit-Antibiotikum und ein entzündungshemmendes Schmerzmittel, glaube ich... Weiß ich aber nicht so genau.). Dass die Kopfschiefhaltung nicht weggehen wird, hat mir die Tierärztin auch schon gesagt, aber solange sie irgendwann wieder richtig laufen kann, ist mir das auch egal :)

Runterfallen kann sie eigentlich nur von der Rampe und dem Häuschen (wobei sie da vermutlich gar nicht raufkommt), ansonsten ist in dem Gehege auch gar nichts drin.
 
bennybunny

bennybunny

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Hallo,
eine Erkrankung an E.cuniculi kann sehr langwierig sein und demzufolge auch dessen Behandlung.

Ich würde auch im Stall alles sichern, vielleicht kannst du auch anstatt der Rampe eine Art Tunnel bauen.

Wenn die Kleine mit der Rampe überfordet ist, würde ich sie im Stall lassen.

Ich würde auch nicht alle 2 Tage für eine Spritze zum TA fahren, das ist viel zu viel Stres für ein an E.C. erkranktes Tier.
Welche Medis werden denn genau gespritzt, welches AB genau? Das andere wird Kortison sein. Auch das kann man zuhause selber geben. Bewährt hat sich da Prednisolon. Man kann aber auch ein Langzeitkortison spritzen.

Ich schreib mal kurz die gängige Behandlung zu E.Cuniculi auf:

Panacur (Fenbendazol) :
von der 10%igen Lösung gibt man mindestens 4 Wochen lang, besser sind sogar 6 Wochen, 0,2ml je kg einmal täglich.

hochdosiertes Vitamin B zur Regenerierung der Nerven, ich habe damals eine orange Flüssigkeit zur oralen Gabe mitbekommen. Man kann es aber auch spritzen. Vitamin B bitte mindesten 14 Tage geben.

ein hirngängiges Antibiotikum, in der Regel Baytril oder Chloramphenicol, aber auch Tetracycline haben sich bewährt. Das AB bitte mindestens 10-14 Tage geben, es verhindert Sekundärinfektionen. Die Dosierung ist vom AB abhängig.

Kortison bei Bedarf, es geht leider auch sehr auf's Immunsystem, ich würde es nur bei Ausfallerscheinungen geben.

Insgesamt hört sich das bei deinem Tier noch sehr positiv an und es kann eine ganze Weile dauern bis die Koordinationsstörungen verschwinden.
Auch ist eine Erstverschlimmerung nach einer kurzen Behandlungsdauer möglich.

Wurde denn das Blut untersucht und auch mal die Ohren nachgesehen?

Hier ist auch noch ein sehr lesenswerter Link:

http://www.kaninchenforum.com/site/images/stories/hein dvg encephalitozoonose (kompr.).pdf

Ich drück die Daumen.

LG
Brigitte



Kortison bei Bedarf, ich würde es nur
 
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Leelo

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Hallo,

würde die Rampe wie bennybunny schon geschrieben hat auch in jedem Fall ersetzen oder entfernen, da ein unkoordinierter Absturz auch aus einer geringen Höhe schwere Verletzungen nach sich ziehen kann. Zwar ist es nicht schön, dass dann ggf. Stall angesagt ist, ist aber in diesem Fall das kleinere Übel.

Viele Grüße
 
W

Waldmensch

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Gut, ich werd morgen mal sehen, was ich mit der Rampe mache. Am Montag müssen wir auch wieder zum Tierarzt, dann frage ich den auch nochmal.

Wir sind schon mit dem Panacur-Geben leicht überfordert, da Nisha noch lebendig genug ist, um zu treten und zu zappeln wie eine Irre, wenn man sie hochimmt - die beiden sind keine "Kuschelkaninchen" und leben relativ "wild", sie sind es nicht gewohnt, getragen oder auch nur angefasst zu werden, weshalb das etwas problematisch ist. Der Tierarzt hat meinem Vater gestern gezeigt, wie man sie richtig festhält und heute hat das so auch einigermaßen funktioniert, aber mehr Medikamente möchte ich echt nicht alleine geben. Und wenn der Tierarzt meint, ihr das zumuten zu können, dass wir da für die Spritze hinfahren, dann verlass ich mich mal drauf, dass es auch okay so ist. Außerdem hat sie das erst seit drei Tagen, demnächst müssen wir da eh nicht mehr so häufig hin.
Was er ihr genau spritzt, weiß ich auch gar nicht. Ich weiß nur, dass es ein Langzeitantibiotikum und noch irgendetwas ist - einmal meinte er, glaube ich, "entzündungshemmendes Schmerzmittel" oder sowas, aber genau weiß ich das wirklich nicht.
In ihre Ohren hat er auch gesehen, aber da war alles in Ordnung.
 
bennybunny

bennybunny

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Hallo,
leider bedeutet ein TA-Besuch enorm viel Stress für ein Kaninchen.
Und es ist nunmal bewiesen, dass Stress kontraindiziert bei einer E.Cuniculi-Erkrankung ist. Frag deinen TA einfach nochmal um Rat.

Um Medis einzugeben kannst du das dem Tier auch in Brei oder dem Lieblingsfutter mischen. Das mußt du ausprobieren und es muß auch gewährleistet sein, dass das Tier die erforderliche Dosis einnimmt.

Ich klemme meine Kaninchen zur Medigabe immer zwischen die Beine, das Hochnehmen mag kein Kaninchen. Und danach gibt es immer ein Leckerlie.

LG
Brigitte
 
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Waldmensch

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Am Montag muss ich auf jeden Fall nochmal hin, wir werden dann ja sehen.

Mit dem Panacur geht es ja jetzt einigermaßen. Wie lange muss man das denn normalerweise geben?

Ich setze sie normalerweise auch immer auf einer Ablage und halte sie fest, während ihnen meine Mutter mit einer Spritze das Zeug in den Mund tut. Mit Kohana klappt das auch prima (da sie seit über einem Monat zweimal täglich Antibiotikum wegen eines vereiterten Kiefers bekommt, ist sie das aber auch schon gewöhnt), mitterweile reicht es, wenn ich mit einer Hand ihren Kopf festhalte und mit dem Arm ihren Körper umschließe, während ich ihr mit der anderen Hand das Zeug einflöße... Sie bekommt ja jetzt vorbeugend auch Panacur. Nisha ist allerdings generell wilder und scheuer, weshalb das bei ihr besser funktioniert, wenn man sie hochhält, sodass sie sich nicht so gut wehren kann.
 
Thema:

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