"Problempferd"

Diskutiere "Problempferd" im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; Hey Leute! Ich hoffe ihr könnt mir helfen.... Meine beste Freundin ist umgezogen und kann sich nicht mehr um ihr Pferd kümmern. Benni ist 18...
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Trinka

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Hey Leute!
Ich hoffe ihr könnt mir helfen....
Meine beste Freundin ist umgezogen und kann sich nicht mehr um ihr Pferd kümmern. Benni ist 18 Jahre alt und ein Wallach. Er stand aber die letzten zwei Jahre im Grunde nur
auf der Koppel. Momentan erkennt er meine "Autorität" noch nicht an, ich bin gerade dabei sein vertrauen und sozusagen seinen Respekt zu gewinnen. Er hat aber die Marotte, dass er sich gar nicht putzen lässt sich die ganze Zeit weg bewegt und mit die fast die ganze Zeit "fressen" lässt, er mag es auch nicht wirklich gestreichelt zu werden.
Wie gesagt, ich möchte vorerst sein Vertrauen und seinen Respekt gewinnen, Bodenarbeit, Longe etc. machen....

Habt ihr irgendwelche Tips für mich? Vor allem wie ich ihm das "anfressen" abgewohne und ihn wirklich dazu bringe still zu stehen? Er ist sehr gierig - also nix mit leckerlis aber er mag auch keine Streicheleinheiten... momentan halt noch nicht...

Danke!!!!!!!!!!!!
 
07.02.2011
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
muckie^^

muckie^^

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so ein pony hatte ich auch mal.
ich würde erstmal mit leckerlies probieren sei vertrauen zu bekommen.
das musst du ihm dann auch wieder abgewöhnen.
viel erfolg... :D
 
T

Trinka

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Ich glaub Leckerlis ist nciht das beste was ich machen kann, er will ja dann immer mehr und mehr und noch viel mehr...

glg
 
Bärbel 44

Bärbel 44

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Hallo Trinka....
Wie heißt denn der Wallach...
Und wie hat denn deine Freundin mit Ihm gearbeitet...
Darfst du mit ihm machen was du willst...
Gut für Ihn ist das er viel auf der Wiese steht da kann er seine alten Knochen so bewegen wie er es kann...
Über Leckerchen wirst du ihn kriegen...gib Ihm Zeit...
Oder kannst du da sein wenn er Futter bekommt...dann kannst du vielleicht nebenbei putzen...
es gibt Pferde die sind kitzelig und mögen nicht so gerne gestreichelt werden die darf man beim putzen ruhig etwas fester schubbern ...
am besten an Stellen wo sie selbst nich so gut hinkommen...:D..
Was willst du denn mit Ihm machen..ist er noch reitbar...
Schöne Grüße Bärbel
 
T

Trinka

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Hey
Also meine Freundin hat in letzer Zeit (zwei oder drei Jahre) gar nichts mehr mit ihm gemacht. Ich hab ihn schon mal geritten, aber da war er noch anders.... noch nicht so eigensinnig...
Ja ich kann mit ihm machen was ich will und ja er ist noch reitbar.
Was ich will ist, dass Benjamin (Benni) mir vertraut und ich einfach mit ihm Arbeiten kann, ihn longieren, Bodenarbeit, in die Natur spazierengehen ohne das er durchgeht und ihn vielleicht auch wieder reiten mal sehen. Wichtig ist einfach, dass er mir Vertraut....
 
Bärbel 44

Bärbel 44

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Hi Trinka...
Na dann gib Ihm etwas Zeit...
wenn erlange nix gemacht hat...heißt das ja nicht das Ihm was fehlt...also schleim dich ein...schubber Ihn...bring Ihm einen Apfel mit...natürlich in 234 Stücke geschnitten...so das er sich freut wenn du kommst...und dann wird er sicher gerne etwas für dich tun wenn er dafür etwas bekommt...und wenn er dich gut kennt reicht Ihm schon ein Lob von Dir...
Bärbel
 
Chenoa

Chenoa

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Hey,

also du solltest erstmal viel Bodenarbeit machen und das mit Berührungen verbinden. Erstmal das er lernt dich zu respektieren, er sieht dich ja absolut nicht als Führungsperson an. Lässt er sich denn nicht anbinden? Mitm Anbinden hinderst du ihn doch eigentlich schon am fressen und dauernden weg drehen. Ich denke nicht, das er kitzelig ist - er stand zwei Jahre auf der Koppel und aufeinmal soll er auf Mensch achten? pfff

Mach Übungen wie zB. Hinterhand/Vorderhandwendungen - Führübungen, das er Dich nicht mit der Schulter überholt immer darauf achten - Rückwärtsrichten - auf Dich zu kommen. Das ist eine Grundbasis die ihr erstmal für euch schaffen solltet, wenn er da nämlich auf Dich reagiert und fängt er auch an Dir zu Vertrauen, erkennt Dich aber gleichzeitig als Führungsperson an.

Klar benötigen Pferde ihre Zeit - aber in meinem Augen ist er ja einfach nur Stur und hat kein Bock auf Dich und da würde ich ihn nicht mit Leckerlis belohnen wenn er absolut keine acht auf Dich gibt und sich absolut nicht für Dich interessiert. Bei den oben genannten Übungen kannst aufjedenfall Leckerlis mit einbringen. Nimm als Leckerlis am Besten Heucops - die anderen leckerlis bestehen aus reinem Zucker und sind für solche Übungen wo der Dicke wirklich einige bekommt absolut ungesund :D

Viel Erfolg
 
M

Machtnix

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Es gibt Pferde, die mögen kein angetatscht werden. Ich hatte auch mal so eines - eine echte Herausforderung beim Anreiten, da ich erst keine Möglichkeit hatte, das Pferd zu loben.
Heute ist er zwar noch immer kein Streichelpferd, mag aber Streicheleinheiten schon irgendwie -auch wenn ers nicht zugibt und nicht gern im Gesicht angefasst werden will.
Wichtig ist eine strenge Erziehung, die unbedingt in Pferdesprache abgehalten werden muss. Der Ranghohe beginnt und beendet die Annäherung bzw. den körperlichen Kontakt.
Abwehrreaktionen dürfen also nicht in meine Richtung gegeben werden, das Pferd darf jedoch die Ohren anlegen und z.B. gegen die Wand drohen oder in die Gitterstäbe beißen - aber immer von mir weg.
Das Pferd erhält auf Zappelei sofort einen Klaps auf die Kruppe ohne weitere Reaktion von mir.
Beim Putzen achte ich stark auf seine Reaktionen. Ich putze so lange mit einer weichen Bürste und mit den Händen, bis das Pferd sich komplett entspannt, auch wenn das Stunden dauert.
Bin ich bei einem solchen Pferd, bin ich anfangs ausschließlich auf das Pferd konzentriert und lasse mich nicht ablenken. Sobald das Pferd seine Position erkannt hat und sich nach Nähe sehnt, beginne ich damit es wie eine Nebensache zu behandeln und die Sonderbehandlung (ich bin ausschließlich für dich da) zu kürzen. Es muss dann lernen zu warten.

Ich zwinge das Pferd beim Putzen in eine hilflose Position in der es mir nicht ausweichen kann - anbinden.
Ich achte extrem auf meine Körperhaltung und verlange, dass das Pferd mir weicht. Das Pferd darf zwar Ruhen -mein einziges Zugeständnis- muss aber immer ein Ohr in meine Richtung haben und mich wahrnehmen, so dass es mir nicht aus Dösigkeit auf den Fuss latscht. Nicht ich muss aufpassen, sondern das Pferd.

Bei Pferden ist der höfliche Anstandsabstand ca. 1,50m, bei Neulingen sogar oft größer. Sobald ich mich also dem Pferd auf weniger als 2m nähere, verlange ich von ihm ein gewisses Unterordnungsverhalten. Das bedeutet stehenbleiben wenn ich näher kommen will, Berührungen aller Art und an jeder Stelle akzeptieren und mich wahrnehmen.
Selbst vom Fressen muss das Pferd ohne Drohverhalten weichen, wenn ich dran will.

Akzeptiert das Pferd mich nicht, geht der Kampf los. Ich beginne mit Berührungen am Hals und der Nüster. Danach gehen ich zum Vorderbein und greife mir ein Stück Fell. Das Pferd darf mich nicht beißen oder runtergehen, es darf aber zurückweichen. Danach streichel ich kurz den Hals (kein Klopfen). Ich berühre solche Pferde oft absichtlich an kitzligen oder unangenehmen Stellen (oft Innenseite der Hinterschenkel). Auch hier erwarte ich Stillstehen und Gehrosam (wie soll ich sonst ein Pferd je verarzten können).
Sobald das Pferd seinen Platz unter mir eingenommen hat, beginnt es, sich bei mir sicher und wohl zu fühlen. Dann beginnt die Phase, in der ich das Pferd durch meine alleinige Konzentration auf ihn von den anderen Pferden hervorheben kann. Das Pferd beginnt sich nach meiner Aufmerksamkeit zu sehnen und entspannt sichtlich, wenn ich selber entspannt und nah bei ihm bin. Das Vertrauen wächst.

Mit der Zeit bastelt man sich so ein Pferd, das für den Menschen quasi durchs Feuer geht - meine beiden Hengste kann ich mittlerweile als 95% Schreckfrei beurteilen, da sie schon öfter extreme Kriesensituationen (2m nahes Feuer mit starkem Funkenflug und ich saß ohne Zügel drauf, Fahren im Aufzug, Menschenmassen, Kirmesbesuch, Besuche in Festzelten und Kaffeestandbesuche auf großen Turnieren - Aachen, das war nach der Körung, wir brauchten echt nen Kaffee und haben das Pferd natürlich mitgenommen -....), bewiesen haben.
 
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Trinka

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Hey!
Danke für die Tips... ich lag gottseidank nicht falsch mit meinem Plan... Es gibt Fortschritte :) ... falls es euch interessiert.
Ich hab mir für ihn ein Knotenhalfter und einen langen Strick besorgt für die Bodenarbeit... ein bisschen Parelli hat bei meinem letzten Pflegepferd auch super hingehaun. Beim putzen weicht er immer noch ein bissen, vor allem wenn ich auf seiner rechten Seite putze, die linke is ok, da macht er gar nichts. Er ist mir heute auch gleich entgegengekommen als ich ihn kurz von der Koppel geholt habe (Hufschmied), leider hat er da ein bisschen herumgezickt...

Eine Frage noch... ich hab mir überlegt, mit ihm ein bisschen spazieren zu gehen, damit er das Gelände wieder kennenlernt, eh erst in ein paar Wochen, wenn er mich kennt und mir vertraut, mich als "Alphatier" betrachtet. Was haltet ihr davon? Habt ihr das auch schon mal gemacht???

glg und noch mal Danke
Trinka
 
chima1987

chima1987

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Hallo Trinka,

ich weiß ja nicht wie er im Gelände spazieren geht.
Bei meinem muss ich immer im Frühling mit Trense spazieren gehen, weil er mich sonst von ein Gras zum nächsten zieht. Klar wenn die Weidesaison grade anfängt, er ist leider sehr verfressen. Aber im Sommer oder jetzt geht es mit Halfter ohne Probleme.
 
Chenoa

Chenoa

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Das ist schön das ihr Fortschritte macht, freu Dich aber nicht zu früh man wird oft genug noch einen Schritt zurück gehen müssen. Ich mein innerhalb zwei Tage so sichtbare Schritte zu sehen ist schon, ganz gut :D

Ich habe hier zwar auch geschrieben, als Führungsperson - damit meinte ich aber gegenseitigen respekt und akzeptanz man muss auch mal einen Rückzug von einem Pferd akzeptieren und nicht immer nur sein Ding durch ziehen - erstmal muss man das Pferd verstehen, warum - wieso - weshalb er das macht. Ich finde es nur immer ziemlicher schmarn, wenn man als Mensch das Alphatier werden möchte, denn meiner Meinung können Pferde doch gut unterscheiden wer Mensch und wer Pferd ist und genau danach wird man nie als Leitperson oder Alphatier angesehen ;) . Aber das ist ein anderes Gesprächsthema...
 
P

Präriegold

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Auf keinen Fall aus der Hand füttern!!! Dann assoziert (is garantiert falsch geschrieben ;-)) er deinen Körper mit Futter und fängt vielleicht irgentwann auch noch an zu bei?en! Kein Pferd will gerne Chef sein, sie testen bei Personen nur aus, ob sie ihnen auche cht vertrauen können und ob die Person fähig ist ein Herde anzuführen (d.h. vor Raubtiren beschützen etc.). Du musst immer seine Aufmerksamkeit verlangen, wenn er dich beim Führen und so z.B. einmal nicht anguckt, kurtz am Strick rucken , denn dann sieht er dass du wirklich auf ihn aufpasst. So erhälst du sein Vertrauen am schnellsten. Achja und immer sofort eingreifen, aber nie schlagen! Deine Freundin konnte einfach nicht richtig auf ihn aufpassen...
Schönen Abend noch, Josi
 
M

Machtnix

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Die Sache mit dem aus der Hand füttern, ist ein zweischneidiges Schwert.
Es gibt Befürworter, die recht haben und Gegner, die auch recht haben.
Ich selber füttere alle meine Pferde aus der Hand. Auch die Hengste.
Alle Tiere sind unproblematisch. Futter kann ich geben und entziehen. Ein Pferd muss mich genauso jederzeit beim Fressen an sein Futter lassen, ohne widersetzlichkeit zu zeigen. Ansonsten ist Strafstehen hinten in der Box angesagt, während ich mich am Futtertrog zu schaffen mache.
Bei extrem verfressenen Pferden oder Pferde, die betteln (oder gar fordern) habe ich sogar Möhren oder Leckerchen in der Tasche. Betteln wird jedoch nicht akzeptiert. Was meins ist, ist meins.

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Pferd keinen Unterschied macht ob ich die Möhre aus der Hand füttere, sie vor dem Pferd auf den Boden lege bzw. in den Futtertrog lege oder Heu mit der Gabel reinbringe, während das Pferd in der Box ist. Alles ist eine Futterzuteilung, die von mir bestimmt wird.
Das Pferd hat sich entsprechend zu verhalten.

Pferde machen das sogar auch.
Frei in der Herde kann man das sehr schön beobachten.

Haben Pferde keine Existenznot, geben sie sogar ab, wenn sie entsprechend sozial sind und genügend da ist.

Als Erziehungszweck würde ich Leckerchen jedoch nicht einsetzen (für Lieb sein Füttern). Das mache ich nur im absoluten Notfall bei Youngsters und bei Pferden, die extrem introvertiert sind und den Menschen stark ablehnen. So schnell wie möglich, ersetze ich das Leckerchen jedoch durch Kraulen.
 
P

Präriegold

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Was für Pferde hast du eigentlich, Machtnix ? Nur so ne Interessenfrage, hat jetzt nix mit dem Thema zu tun, ich weiß ;-)
 
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