tumorverhalten

Diskutiere tumorverhalten im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; hallo, ich habe mich heute mal mit meiner chefin unterhalten wegen tumoren bei ratten... sie meinte, firstdass nahezu 80 - 90 % aller tiere...
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mickey3899

mickey3899

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hallo, ich habe mich heute mal mit meiner chefin unterhalten wegen tumoren bei ratten... sie meinte,
dass nahezu 80 - 90 % aller tiere bereits welche vor ihrem zweiten geburtstag bekommen... ich mache mir natürlich daher auch ein wenig sorgen um meine beiden süßen...

kann man dem vorbeugen? bzw ist es denn genetisch schon vorbestimmt??? und haben wirklich so viele ratten dieses problem???
 
08.02.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Anja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Nienor

Nienor

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Huhu,

wirklich vorbeugen kann man nicht. Ausser die Tiere gesund zu ernaehren, nicht zu eiweiss- und fettreich, und woechentlich die Tiere abzutasten, um Knubbel schnell zu entdecken, damit man sie operieren kann, bevor sie streuen.
Aber die genetische Veranlagung ist immer da ..
80-90 % finde ich persoenlich etwas viel, aber ueber 50 % sind es nach meinem Gefuehl sicher. Aber ich habe dazu keine Statistik betrieben, um es genau sagen zu koennen ;)
 
mickey3899

mickey3899

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wow, danke für die schnelle antwort...
also kann ich nicht davon ausgehen, dass geschwister diese krankheit mit einer höheren wahrscheinlichkeit bekommen, als zwei, die einfach "zusammengewürfelt" worden sind??? wie teuer sind eigentlich diese op´s ich habe wie gesagt heute schon meine chefin danach fragen wollen, habe jedoch keine antwort bekommen...
bei der vorbeugung, kann man da sagen, was auf keinen fall gefüttert werden sollte und was auf jedenfall und vllt. auch häufig???

mich hat es doch sehr erschrocken, dass es so oft vorkommt... ich hatte mich zuvor nicht so ausgiebig damit beschäftigt, da ich davon ausgegangen bin, dass die rate im vergleich zu anderen tieren minimal höher ist, jedoch nicht so auffällig... und ich will dem natürlich versuchen weitmöglich entgegen zu wirken - wie jeder halter wahrscheinlich
 
freake

freake

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Huhu,

so eine OP kostet natürlich je nach TA und je nach Größe des Eingriffes unterschiedlich viel. Für meine billigste OP (Abszess) habe ich, um das mal als Beispiel zu verwenden, etwa 60€ gezahlt, für die teuerste etwas über 100€. Allerdings kann einen das auch noch teuerer kommen, zumal das jetzt die reinen OP-Kosten sind, für die Nachsorge mit allem Drum und Dran kannst du nicht selten nochmal das selbe berechnen (je nach Verlauf natürlich, wenn alles glatt läuft, bleibt es etwa bei dem Preis, da die meisten TÄ für das Fäden ziehen nicht extra berechnen, aber du hast eben häufig komplikationen).

Naja, du musst eben sehr genau darauf achten, deine Tiere gesund und ausgewogen zu ernähren. Ein vernünftiges, artgerechtes Grundfutter und ein abwechslungsreiches und großzügiges Frischfutter sind die wichtigste Voraussetzung für die Gesunderhaltung deiner Tiere. Im optimalfall sollten deine Tiere an FriFu alles bekommen, was Ratten fressen dürfen, und zwar regelmäßig.

Auf keinen Fall solltest du zu viel tierisches Eiweiß füttern, da es im Verdacht steht, bei Überfluss krebsfördernd zu wirken. Nur bitte auch nicht ganz darauf verzichten, auch das macht die Tiere krank. ;)
Wenn du möchtest, kannst du etwa einmal die Woche ein paar Tropfen Leinöl oder Olivenöl über das Frischfutter geben. Vor allem ersteres genießt den Ruf, Tumoren entgegenzuwirken.

Aber das wichtigste ist immer eine artgerechte und stressfreie Haltung kombiniert mit einer ausgewogenen und sinnvollen Fütterung. Das ist der beste Schutz vor allen Krankheiten. ;)
Und natürlich darf der regelmäßige Gesundheitscheck nicht fehlen, denn ein früh erkannter Tumor ist auch ein kleinerer und leichter zu überstehender Eingriff, und die Wahrscheinlichkeit, dass er schon gestreut hat, ist geringer, je früher du handelst.

Liebe Grüße,
freake
 
Cerridwen

Cerridwen

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Hi,

Die erhöhte Tumorneigung der Ratten ist damit zu erklären, dass alle unsere Hausratten aus Laborstämmen hervorgegangen sind, die für Forschungszwecke auf Tumorneigung hin gezüchtet wurden.

Ich persönlich konnte feststellen, dass die Weibchen eher zu Tumoren neigen, während die Männchen eher an Hinterhandlähmung und Atemwegsinfekten leiden und eingehen, im Alter scheinen sie auf Medis nicht mehr so anzusprechen wie in jungen Jahren.
 
freake

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Huhu,

Die erhöhte Tumorneigung der Ratten ist damit zu erklären, dass alle unsere Hausratten aus Laborstämmen hervorgegangen sind, die für Forschungszwecke auf Tumorneigung hin gezüchtet wurden.
Das stimmt so nicht. ;) Schau mal hier, dann brauch ich nicht zu erklären :D http://www.tierwiki.com/ratten/mythen-der-rattenhaltung/?PHPSESSID=hubih428mkjnjpsb21nivm0fl1#Laborratten+und+Farbratten

Lieben Gruß,
freake
 
Nienor

Nienor

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also kann ich nicht davon ausgehen, dass geschwister diese krankheit mit einer höheren wahrscheinlichkeit bekommen, als zwei, die einfach "zusammengewürfelt" worden sind???
Naja, die Wahrscheinlichkeit, dass, wenn einer einen Tumor hat, der andere die gleiche Art Tumor bekommt, ist unter Geschwistern hoeher als bei nicht verwandten Tieren, denn die genetische Komponente ist da. So wie es auch beim Menschen ein erhoehtes Risiko gibt, wenn Verwandte an einer bestimmten Krebsart leiden.
 
mickey3899

mickey3899

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ich wollte ja fast sagen, dass ich mit meinen beiden männern da ja beruhigter sein kann - bis ich weitergelesen habe... ist das mit dieser hinterhandlähmung denn auch so oft? kann man dagegen was machen???
 
freake

freake

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Huhu,

naja, sooo häufig ist HHL auch nicht. Bei ausgewogener Fütterung und einem gesunden Gewicht tritt sie eigentlich nur selten auf. Der Grund, dass Böcke eher zu HHL neigen ist hauptsächlich, weil Böcke auch eher zu Übergewicht neigen. ;) D.h. achte - wie auch für alles andere - darauf, dass deine Tiere möglichst abwechslungs- und vitaminreich ernährt werden und ein gesundes Gewicht haben, damit wirkst du den meisten Erkrankungen entgegen.
Und eine HHL ist auch nicht gleich ein Weltuntergang. Mein Cicero hat eine HHL im Anfangsstadium, aber durch die richtige Pflege und Medikation würdest du es ihm erst ansehen, wenn er vom Toben schon erschöpft ist und anfängt, zu eiern. Aber wirklich beeinträchtigt ist er noch nicht, und er ist schon über zwei Jahre alt, daran lässt sich absehen, dass die HHL vermutlich zum Zeitpunkt seines Ablebens immernoch nicht so schlimm sein wird, dass ich ihn desshalb werde gehen lassen müssen. Natürlich muss man der HHL trotzdem so gut man kann entgegenwirken, aber das ist nichts, wovor du große Angst haben musst. Wenn deine Ratten ein artgerechtes, gesundes Leben führen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sie so früh so schilmm an der HHL erkranken, dass du sie daran verlieren wirst.

Liebe Grüße,
freake
 
mickey3899

mickey3899

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das beruhigt mich unegmein ;) vielen dank
 
Cerridwen

Cerridwen

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Danke Freake für den Link, wieder etwas schlauer. Die Page ist klasse, werd ich mir merken. :D
 
Cerridwen

Cerridwen

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Öhm... Asche auf mein Haupt. :angel:
 
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