longieren

Diskutiere longieren im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; hallo :) könnt ihr mir erklären wie man firstlongriert. ich hab das noch nie selber gemacht.:) machen das die pferde von selber oder muss man...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
N

NaKe

Registriert seit
16.02.2011
Beiträge
13
Reaktionen
0
hallo :)
könnt ihr mir erklären wie man
longriert. ich hab das noch nie selber gemacht.:)
machen das die pferde von selber oder muss man denen das beibringen?
 
17.02.2011
#1
A

Anzeige

Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
Hallo NaKe,

das muss man denen schon beibringen sehr behutsam und vorallem richtig.
Auch Menschen sollten sowas lernen. Wenn man falsch longiert kann das erhebliche Schäden für das Pferd bedeuten

Such dir am Besten jemanden der dir das richtig zeigen kann.

lg
Anni
 
N

NaKe

Registriert seit
16.02.2011
Beiträge
13
Reaktionen
0
hm eigt. wollte ich ein paar sätze zum allgemeinen hören.
komsich dass man sofort hier nur hört mach das hol dir da hilfe, hab ich jetzt schon in mehreren beiträgen gelesen. wirklich hilfreich finde ich das nicht.
dann hätte ich meien frage anders gestellt.;)
 
Serayla

Serayla

Registriert seit
02.09.2010
Beiträge
335
Reaktionen
0
Naja das liegt daran dass viele vorbeugen wollen. Wenn sie jetzt genau erklären wie es gemacht wird, kommen manche vielleicht auf die Idee, es alleine ohne fremde Hilfe auszuprobieren und das kann sowohl für Mensch und Pferd gefährlich sein. Ausserdem kann ein Trainer der das Tier sieht (Verhalten, Reaktionen) einen Situation viel besser einschätzen. Nicht nur bei deinem Thema jetzt.

Aber wenn du sagst du willst das nur als Information haben dann wird dir bestimmt noch jemand genau erklären aus was zu achten ist.

Ich habe nicht so viel Erfahrung mit Longieren vor allem nicht damit wie man es einem Pferd beibringt. Hab das nur an Schulpferden gemacht und die wussten vorher schon genau was jetzt passiert.

Lg
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
hm eigt. wollte ich ein paar sätze zum allgemeinen hören.
Also die 2. Frage hatte ich ja schon beantwortet

Zur anderen:

Wie du die Longe verschnallst...ja da gehen die Meinungen auseinander.
Auf jedenfall sollte man die Longe nicht nur ins Gebiss schnallen, denn dann zieht sich das Gebiss durchs Pferdemaul.
Man kann das Gebiss und den Nasenriemen verbinden.
Manche machen die Longe übers Genick(soll sehr gefährlich sein)
Oder mit Longierbrille( dabei finde ich ist zuviel spiel im Maul)
Man kann auch mit Kappzaum oder Halfter longieren.

Wenn ein Pferd longieren kennt dann treibst du es raus und lässt es im Kreis laufen. Du arbeitest mit der Stimme und zur Unterstütung mit der Peitsche.

Ich finde ein Pferd sollte nur locker ausgebunden sein oder am besten ohne Ausbinder locker laufen.

Wenn man richtig longiert dann kann man das Pferd so gymnastizieren und Muskeln aufbauen.

Ich denke aber man sollte sich das wirklich richtig zeigen lassen sonst tust du deinem Pferd keinen gefallen.

Was für ein Pferd möchtest du denn longieren? Wie alt ist es?

lg
 
N

NaKe

Registriert seit
16.02.2011
Beiträge
13
Reaktionen
0
irish-tinker ist 15 jahre alt und kann das eigt, ist aber seid einem jahr nicht mehr geritten worden.
ich bekomm auch unterricht und mir wird das gezeigt, will nur nicht dann so doof darstehen und schon ein bisshen wissen.
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
Also wenn der seit 1 jahr steht, dann solle man ganz langsam anfangen.

Viel Spaß!

lg
Anni
 
S

Sandfloh

Registriert seit
10.01.2010
Beiträge
219
Reaktionen
0
irish-tinker ist 15 jahre alt und kann das eigt, ist aber seid einem jahr nicht mehr geritten worden.
ich bekomm auch unterricht und mir wird das gezeigt, will nur nicht dann so doof darstehen und schon ein bisshen wissen.
Wieso Doof da stehen?
Wenn da einer nörgelt weil Du noch nie longiert hast, dann ist er wohl als Wunderkind auf die Welt gekommen.
Wir haben alle irgendwann in der Bahn gestanden und uns zeigen lassen wie man das Pferd wegschickt, dieses Dreieck bildet und schön von hinten treibt, dabei immer brav den eigenen Absatz in den Boden bohrt.

Du kannst aber mal mit dem Wissen punkten das man nicht im Schritt longiert, weil dann Taktfehler oder der sogenannte Paß entstehen können.
Warum?
Weil Du an der einfachen Longe nicht das außere Hinterbein antreiben kannst.

Also durch selbständiges Probieren können viele Fehler entstehen.
 
N

NaKe

Registriert seit
16.02.2011
Beiträge
13
Reaktionen
0
Hallo
so ich war jetzt gestern am stall, wo das pferd nächste woche hin kommt, und die trainerin hat da gesagt, dass wir das ganz langsam zusammen machen, sie zeigt mir dass und dann alles ganz langsam... bin mal gespannt wann ich dann irgendwann drauf darf :)
 
I

Integra

Registriert seit
17.09.2008
Beiträge
589
Reaktionen
0
Hi

Du kannst aber mal mit dem Wissen punkten das man nicht im Schritt longiert, weil dann Taktfehler oder der sogenannte Paß entstehen können.
Warum?
Weil Du an der einfachen Longe nicht das außere Hinterbein antreiben kannst.
also das habe ich ja noch nie gehört...

komisch, wieso macht mein Pferd das nicht? und den longiere ich zur Zeit nur im Schritt.

LG

Integra
 
M

Machtnix

Registriert seit
11.05.2008
Beiträge
1.121
Reaktionen
7
Das Ganze beginnt bei dem Einhängen der Longe. Normalerweise wird die Longe in den inneren Gebissring eingehakt. Das Pferd sollte daher ein Reithalfter tragen, damit verhindert wird, dass das Gebiss bei Problemen durchs Maul gezogen wird.
Ich persönlich lehne es ab, die Longe durch den inneren Gebissring zu führen und am äußeren Gebissring zu befestigen, da man so außen die Hilfe gibt (der Kopf des Pferdes wird gekantet) und das Gebiss sich im Maul zusammendrückt, der äußere Gebissring drückt dann bei Zug schmerzhaft außen gegen die Zähne und trotzdem bekommt das Pferd außen die Hilfe - das arme Pferd.
Es gibt noch mehrere andere Korrekturverschnallungen auf die ich jetzt nicht eingehen möchte, es sei denn, du hast Probleme und schreibst diese deteilliert.

Der Longenführer steht in der Mitte und bleibt da. Es wird nicht rumgelaufen. Am Einfachsten bekommt man das hin, wenn man einen Absatz einfach stehen lässt und sich um den eigenen Fuss dreht.

Der Longenführer hält die Longe artig und gleichmäßig aufgewickelt in der vorderen Hand, in der hinteren Hand wird die Peitsche gehalten.
Die Peitsche zeigt erstmal tief auf das hintere Sprunggelenk (das ist die sog. 0 Position).
Der Longenführer hält seine hintere Schulter vorn - offene Position zum Pferd. Will man das Pferd bremsen, nimmt man die vordere Schulter vor -geschlossene Position zum Pferd.
Das Pferd muss einen dabei allerdings sehen und wahrnehmen, daher sollte der Longenführer darauf achten, immer die Konzentration des Pferdes bei sich zu haben. Der Longenführer gibt dafür leichte Paraden, damit das Pferd gleichmäßig gebogen und konzentriert seinen Zirkel läuft.

Will man jetzt etwas ändern, ändert man die Position der Peitsche und gibt das entsprechende Stimmkommando. Die Peitsche an der Schulter, treibt das Pferd nach außen. Die Peitsche am Sprunggelenk oder höher treibt das Pferd, die Peitsche vom Sprunggelenk abwärts (mit entsprechenden Paraden) erhöht die Schritt-/Tritt-/Sprunggröße ohne das Tempo großartig zu erhöhen, die Peitsche an der Schenkellage (zusammen mit der entsprechenden Parade) gibt Biegung.
Gutes Longieren ist genauso wie Reiten, wobei die Gewichtshilfe duch die Stimmhilfe ersetzt wird, ansonsten ist alles gleich.

Zum Ausbinden:
Man muss nicht ausbinden, kann aber. Alle zuvor genannten Dinge kann man sowohl ausgebunden als auch unausgebunden machen.
Wenn du ausbindest, wird vermutlich eine Standardausbindeweise verwendet, daher gehen ich auf spezielle Dinge hier nicht ein - es würde einfach zu lang.

Standardmäßig binden die meisten Leute mit Dreieckszügeln in Wienerzügelverschnallung oder mit Ausbindern aus.
Man kann den inneren Ausbinder (oder Dreieckszügel, ich sag jetzt nur mal Ausbinder, da ich schreibfaul bin) kürzer schnallen um dem Pferd mehr Stellung zu geben. Ich persönlich halte nichts davon, da Zug am Zügel das gleichweitige Hinterbein blockiert und das Pferd ja auch beim Reiten am äußeren Zügel geritten wird. Daher sind Paraden durch den Longenführer und gute Peitschenführung bei mir sehr wichtig.
Der Dreieckszügel wird unter dem Bauch befestigt, die langen Teile werden dann von innen nach außen durch den Trensenring gezogen und am Bauch des Pferdes befestigt. Wie hoch die Befestigung an den Seiten des Pferdes sein sollte, liegt am Körperbau des Pferdes. Pferde mit sehr schwerem Hals, sollten nicht zu tief ausgebunden werden.
Die Nase des Pferdes sollte leicht vor der Senkrechten sein, man muss jedoch beachten, dass Pferde während des Ausbindens im Stand immer den Kopf tief nehmen und beim Longieren selber dann die Überraschung kommt.
Ein Pferd, das aus dem Go ist oder das Ausbinden nicht so kennt, lieber etwas länger ausbinden.
Ein Ausbinder sollte (außer bei Vollblütern und Trabern) immer starr sein, da das Pferd sonst lernt, dass es dem Druck nicht weichen muss, sondern alles lang ziehen kann (beim ersten Ausbinden daher die Ausbinder sehr lang schnallen und auf genügend Vorwärts achten, sonst wirds böse - wird das Pferd zum ersten Mal ausgebunden bitte Hilfe in Anspruch nehmen).
Ich verschnalle die Ausbinder also gleichlang und gebe dem Pferd druch Paraden und Peitschenkommandos die richtige Stellung und Biegung.

Man kann das leicht erkennen, denn von unten kann man gut sehen, ob die HH zur VH spurt oder ob die HH nach außen oder innen abdriftet.
Hier ist dann Handlungsbedarf.

Die Peitsche wird nicht geknallt oder sonstwie rumgeschungen. Sie wird halbmondförmig von hinten nach vorn eingesetzt, so dass man zwar Treffer am Pferd landen kann (üben) aber dem Pferd keine Schmerzen bereitet. Ein Pferd darf vor der Peitsche keine Angst haben, sondern soll diese als Hilfe ganz normal annehmen.

Vielleicht hat dir das ja ein wenig geholfen.
 
H

HüLotte

Registriert seit
11.03.2009
Beiträge
112
Reaktionen
0
NaKe, ein paar Sätze zum Allgemeinen ist nicht so einfach, denn jeder hält es anders mit dem Longieren.
Ich zum Beispiel würde nie die Longe in den Trensenring schnallen und auch kein Pferd ausbinden. Schon gar nicht mit festen Ausbindern.
Deshalb habe ich Dir den Longenkurs empfohlen. Schau Dich einfach mal auf der Website um und informiere Dich, das kostet nichts.

Wir arbeiten immer am Kappzaum beim Longieren. Vom Ausbinden oder einhaken der Longe in der Trense halte ich aus folgenden Gründen nichts: Wenn das Pferd sich erschreckt, ist die normale Reaktion, daß es den Kopf hochreisst. Rennt es dann auch noch los, rutscht in der Ecke weg und fällt hin, können feste Ausbinder einen großen Schaden im Maul anrichten, das Pferd lernt so sicher nicht, Vertrauen zum Gebiss zu fassen.

Gerade wenn Du noch nicht so viel Erfahrung hast mit dem Longieren und nicht weisst, ob der Tinker das kennt, würde ich immer in einen Longierzirkel gehen oder die Bahn so abteilen, daß Dein Pferd nicht die Möglichkeit hat, an der offenen Zirkelseite nach außen zu ziehen.
Außerdem wirst Du mit Sicherheit auch noch nicht so fein am Gebiss einwirken können, da Du ja erst mal mit Dir selber, der Position zum Pferd und der Leine und Peitsche beschäftigt bist. Lässt Du zum Beispiel die Longe aus Versehen zu lang und das Pferd tritt hinein, dann ist die Wirkung im Maul auch sehr unschön, um es vorsichtig zu formulieren.

Eventuell würde ich es auch erst mal nur mit Halfter probieren. In einem abgeteilten Zirkel kann er Dir nicht weglaufen und Du kannst erst mal das sortieren der Longe und die Stellung zum Pferd üben, wann er wirklich losläuft ( Position eher "hinter" dem Pferd ) und wann er sich vielleicht umdreht ( passiert oft, wenn Du vor das Pferd kommst ).

Du siehst, es gibt keine Pauschalaussage, Machtnix hat Dir ihre Vorstellung vom Longieren geschrieben, ich meine.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

Registriert seit
24.03.2009
Beiträge
2.880
Reaktionen
6
Wie du die Longe verschnallst...ja da gehen die Meinungen auseinander.
Auf jedenfall sollte man die Longe nicht nur ins Gebiss schnallen, denn dann zieht sich das Gebiss durchs Pferdemaul.
Man kann das Gebiss und den Nasenriemen verbinden.
Manche machen die Longe übers Genick(soll sehr gefährlich sein)
Oder mit Longierbrille( dabei finde ich ist zuviel spiel im Maul)
Man kann auch mit Kappzaum oder Halfter longieren.
Das finde ich mal einen sehr netten Ansatz, denn hier gehts ja schon los... Probleme und Gefahr. Und ich finde gerade deswegen solltest du dir wirklich einen Longierkurs antun. Das tut nicht weh, kostet nicht viel, gibt dir gute Hilfestellung und du tust deinem Pferd kein Leid.

Longe übers Genick kann unter Umständen sehr fies für dein Pferd sein... lass das Pferd mal erschrecken und zerr dann an der Longe ob absichtlich oder unanbsichtlich... du reißt so brutal das Genick deines Pferdes herum und übst zudem schmerzhaften Druck auf den Oberkiefer aus. Supi.
Oder die Longierbrille... Zieh da mal kräftig dran. Ein unvorstellbarer Druck lastet auf dem Unterkiefer des Pferdes. Schmerzhaft !!!
Oder der Kappzaum... in der Hand eines Unbeholfenen eine schmerzhafte Waffe gegen den Freund Pferd. Allein das leichte Mitschwingen der Longe beim Laufen ist vielen Pferden so unangenehm, dass sie mit Kappzaum extrem den Kopf nach innen abstellen um dem Gefühl zu entgehen.
Mir persönlich gefällt die Variante mit der Hannoverschen Trense sehr gut. Aber auch da ist eben Vorsicht geboten.

Ich finde es gut, dass hier kaum einer detailierte Tips gibt, denn es will hier keiner, dass irgendwer ob du oder sonstwer ein Lust und Laune Projekt Longieren startet. Das hilft weder dem Pferd noch dir.
 
I

Integra

Registriert seit
17.09.2008
Beiträge
589
Reaktionen
0
Hi

also wenn du dein Pferd einfach an der Longe etwas bewegen willst ist denke ich zum üben, das Halfter am besten, damit kannst du dem Pferd nicht soo sehr weh tun, wie mit Trense oder Kapzaum.

die Frage ist was möchtest du mit dem Longieren erreichen?
im allgemeinen wollen wir unser Pferd auf dem Cirkel gymnastizieren, es soll sein Gleichgewicht finden.

Ich bevorzuge den Kapzaum, weil man das Pferd so vernünftig stellen kann, es soll sich mit dem Kopf zu uns herein neigen sodass die äußere Oberlinie gedehnt wird
(kann man auch im selbstversuch schön merken, dreht man den Kopf einfach nur zur seite, passiert gar nichts nun neigen wir unseren Kopf, der ja schon seitlich gestellt ist, etwas zur seite und man wird merken das es im Hals-Nackenbereich etwas zieht und genau das möchte wir beim Pferd erreichen).
demnach ist die Trense schonmal raus, um ein Pferd auf dem Cirkel zu gymnastizieren, das Halfter fällt eben so weg, verscnallen wir die Longe an der Seite haben wir die gleiche wirkung wie bei der Trense (nur nicht so schmerzhaft) verschnallen wir die Longe unten, erreichen wir das Gegenteil von dem was wir haben möchten.

Somit bleibt nur noch der Kapzaum, da man die longe auf der Nase verschnallen kann, aber auch hier Achtung!! das Pferd muss sich erst an den Kapzaum gewöhnen und sollte zunächst nur damit geführt werden, falst es sich erschreckt.(mit einem schlecht verschnalltem Kapzaum oder gar einem mit festem Nasenriemen können wir unserem Pferd das Nasenbein brechen und das wollen wir nun wirklich nicht!

Ich nutze einen Kapzaum dessen Nasenrimen flexibel ist da eine Fahradkette eingearbeitet ist und der Nasenrimen sich so der Pferdenase anpasst, dann sollte das Pferd damit zunächst im stehen gestellt werden und dann erstmal das Untertreten(also zum Schwerpunkt treten) lernen, bevor es raus auf den Cirkel geht.

aber wie schon gesagt als unerfahrener Longenführer versuche es erstmal mit dem Halfter, damit kannst du am wenigsten kaputt machen.

LG

Integra
 
M

Machtnix

Registriert seit
11.05.2008
Beiträge
1.121
Reaktionen
7
Einen Kappzaum verwende ich nicht standardmäßig. Man muss damit schon umgehen können, daher habe ich ihn nicht beschrieben.
Genauso bin ich nicht auf verschiedene Verschnallweisen der Longe -die sicher häufig eine hervorragende Hilfe sind- oder andere Ausbindemöglichkeiten -z.B. Gogue oder Chambon- eingegangen. Das würde ein Buch füllen.

Ein Kappzaum muss erstmal von vernünftiger Qualität sein (es gibt leider viele ungeeignete Modelle) und ähnlich einem Sattel, eben genau passen. Das Anpassen eines Kappzaums ist eben nicht so einfach, wie das Anpassen einer Trense.
Es gibt natürlich immer Ausbildungs- oder Korrekturpferde, bei denen ein Kappzaum -gerade am Anfang- notwendig ist und die richtige Lösung für das Pferd darstellt. Allerdings gehe ich auch hier irgendwann zum Longieren mit Gebiss über.

Da ich das Longieren meist dazu verwende, die Rittigkeit eines Pferdes zu erhöhen, verwende ich eben gern die Trense, da ich auch mit Trense reite. Druck auf dem Nasenrücken oder Kopf erhält das Pferd eben beim Reiten nicht.
Daher habe ich auch die Peitschenführung lange und möglichst gründlich beschrieben. Die Peitsche ist das wichtigste Instrument beim Longieren.

Starre Ausbinder nehme ich deshalb, damit das Pferd lernt sich vom Zügel abzustoßen. Es darf durch die Ausbinder weder Angst vor dem Gebiss bekommen, noch lernen dagegenzugehen und versuchen den Ausbinder (später den Reiter) langzuziehen.

Standardmäßig benötigt man zum Longieren:
Trense mit Reithalfter, Longe, Longierpeitsche, Ausbinder (z.B. Wienerzügel), Sattel -mögl. ohne Steigbügel-, Satteldecke oder Sattelschoner, Longiergurt, Handschuhe, festes Schuhwerk.

Häufig wird nur mit Longiergurt longiert. Dieser bietet keine optimale Gewichtsverteilung auf dem Pferderücken, da er nach vorn drückt. Gerade Pferde, die sehr viel longiert werden, können dadurch eine falsche Muskulatur aufbauen (ähnlich einem Fahrpferd) wobei man später Probleme beim Sattelanpassen bekommen kann.
Das Pferd sollte einen Sattel tragen (Jungpferde mit Steigbügeln), die Steigbügel werden entfernt, damit sie nicht stören. Auf das Anlonbieren von Jungpferden gehe ich mal nicht weiter ein, genauso nicht auf Rekonvaliszenzpferde, die eine besondere Behandlung bedürfen.
Ein Sattel liegt jedoch ohne Gewicht nie gut und ruhig auf dem Pferd. Man verschnallt daher den Longiergurt über den Sattel. Der Longiergurt bietet zudem sehr viel mehr Verschnallmöglichkeiten als der Sattel allein. Hat man keinen teuren Longiergurt, kann man die Verschnallmöglichkeiten am Sattel mitnutzen und hat so eine gute Longierqualität.
Zur Schonung des Sattelleders wird zwischen Sattel und Gurt eine Satteldecke, ein Handtuch oder ein Sattelschoner gelegt (es kommt sonst leicht Sand dazwischen, was den Sattel verkratzen kann).
So hat man nicht nur eine optimale Druckverteilung auf dem Pferderücken (die beste Druckverteilung ist immernoch ein passender Sattel), sondern auch einen zusätzlichen Trainingseffekt für das Pferd.

Ich muss dazusagen, dass ich nach Herrn Wilfried Gehrmann longiere.
Ich hatte das Glück von ihm und seinem Vertreter ausgebildet worden zu sein.
_________________________________________________________________

Ich möchte hier Niemanden niedermachen oder andere Longierweisen schlecht reden. Ich möchte nur logisch erklären warum ich so und nicht anders longiere und diese Art für logisch, funktionell und leicht erlernbar halte.
 
H

HüLotte

Registriert seit
11.03.2009
Beiträge
112
Reaktionen
0
Das ist genau der Punkt, Machtnix: DU bist ausgebildet worden...

Viele ander leider nicht und da ist es eher ein unkontrolliertes Pferd schleudern als vernünftiges gymnastizierendes Longieren.

Übrigens ist in dem Link ganz hervorragend beschrieben, wie der Kappzaum zu sitzen hat ;)

Und eine Trense richtig zu verschnallen ist auch nicht einfach - wie oft sehe ich bei neuen Reitschülern, daß die Trense falsch verschnallt ist, das Gebiss die verkehrte Größe hat etc.
Wenn man es vernünftig erklärt bekommt, ist beides einfach.
Es gibt gut gepolsterte Kappzaummodelle.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

Registriert seit
24.03.2009
Beiträge
2.880
Reaktionen
6
Naja, Folterinstrument muss ein Kappzaum nun nicht gerade sein. Eine Serreta sollte man natürlich nicht gerade verwenden.
Auch hier setze ich mal wieder einen Link ein, denn hier ist es sehr schön erklärt, wie der Kappzaum sitzen muss etc.

http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/05/18/der-kappzaum-teil-1-was-sie-uber-dieses-werkzeug-wissen-sollten/
Nichts ist dafür erfunden ein Pferd zu foltern, aber es wird davon ausgegangen, dass man sein Handwerk versteht, um die Gerätschaften zu nutzen. Das tut aber leider der Normalverbraucher im Regelfall nicht.
Keiner von uns ist Superman, aber man kann doch wenigstens versuchen etwas optimal zu tun.
Was nützt es denn sein Pferd im Kreis herumlaufen zu lassen mit nem Faden dazwischen und nem Schlagstock in der Hand ? Dann kann man auch einfach in die Halle gehen, Halfter ab und das Pferd laufen lassen.
Longieren tut man um zu arbeiten, nicht um mit der Zentrifugalkraft zu experimentieren.
 
M

Machtnix

Registriert seit
11.05.2008
Beiträge
1.121
Reaktionen
7
Das ist genau der Punkt, Machtnix: DU bist ausgebildet worden...

Viele ander leider nicht und da ist es eher ein unkontrolliertes Pferd schleudern als vernünftiges gymnastizierendes Longieren.

Übrigens ist in dem Link ganz hervorragend beschrieben, wie der Kappzaum zu sitzen hat ;)

Und eine Trense richtig zu verschnallen ist auch nicht einfach - wie oft sehe ich bei neuen Reitschülern, daß die Trense falsch verschnallt ist, das Gebiss die verkehrte Größe hat etc.
Wenn man es vernünftig erklärt bekommt, ist beides einfach.
Es gibt gut gepolsterte Kappzaummodelle.
Jep, ich habe mich ausbilden lassen, auch wenn einige Leute nicht verstanden haben, wie man über 1 Jahr lang Longierunterricht mit verschiedensten Pferden nehmen kann. Jetzt gebe ich mein Wissen weiter.
Es ist einfach leichter und kostengünstiger, wenn man mit Trense longieren lernt.
Wenn man bedenkt, wie oft man longiert und wie oft man reitet, so tritt das Longieren stark in den Hintergrund - was im Normalfall auch richtig ist.
Da für mich das Longieren immernoch eine Verbesserung der Reiteigenschaften zur Folge haben muss, longiere ich eben ein normales Reitpferd auch mit Trense.
Das eine Trense gut sitzen muss ist klar. Die Trense wird jedoch für das Pferd nicht nur für das Longieren angepasst, sondern auch fürs Reiten. Wer mit einem falsch verschnallten oder ungeeigneten Gebiss longiert, reitet meist auch so.
Ich sehe auch sehr viele Leute, die mit unpassenden Gebissen reiten oder longieren, da noch immer die Regel der 2-3 Maulfalten in den Köpfen rumschwirrt und leider nur wenige Leute wirklich mal das Maul des Pferdes öffenen. Leider sind nicht alle Pferde DIN genormt. Nicht umsonst gibt es in verschiedenen Foren so viele Gebissthreads.
Nichts des desto trotz bleibt jedoch das Ausbinden am Kappzaum schon für Fortgeschrittene. Mit einem Kappzaum kann man auch unausgebunden sich selber die Arbeit zu leicht einfach machen und dem Pferd damit das Genick stark verkanten. Ein wirklich guter Kappzaum gehört für meine Meinung nicht in Hände, die noch in der Ausprobierphase sind.

@HüLotte
Ich liebe übrigens gute Diskussionen, jeder hat seine Meinung und niemand motzt den Anderen deshalb an. Vielleicht kannst du mich ja von Standardmäßigen Longieren mit Kappzaum überzeugen. (soll nicht fett geschrieben sein, ich kriegs einfach nicht ausgeschaltet)Hab mal 'entfettet' lg Lilly ^_~
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

longieren

longieren - Ähnliche Themen

  • Tips fürs Longieren

    Tips fürs Longieren: Hi, ich versuche derzeit mein Pflegepony zu longieren. Ich weiß nicht ob er zuvor schon mal longiert worden ist. Grundsätzlich stellt das ja kein...
  • Longieren - wie macht ihr das und was haltet ihr für Richtig

    Longieren - wie macht ihr das und was haltet ihr für Richtig: Hallo, durch den ein oder anderen Thread kam mir die Idee einfach mal mit euch zu diskutieren wie longiert ihr und was ist eurer Ansicht nach...
  • Longieren mit jungen Pferden

    Longieren mit jungen Pferden: hallo, wir haben jetzt seit 2 Monaten zwei 4-jährige Kaltblüter super ausgebildet eigentlich gäbe es da nicht das longieren. durch eine der beiden...
  • Pferd stellt sich beim longieren quer

    Pferd stellt sich beim longieren quer: Hey, meine Reitbeteiligung (kleinpferd) stellt sich beim longieren immer mit dem Kopf zu mir und mit der Hinterhand zum Zaun und wenn ich versuche...
  • Longieren

    Longieren: Hallo Leute, Ich wollte mal fragen wie ich meiner stute Das longieren bei bringe. Ich habs Schon mal probiert Aber irgendwie wollte sie nicht...
  • Longieren - Ähnliche Themen

  • Tips fürs Longieren

    Tips fürs Longieren: Hi, ich versuche derzeit mein Pflegepony zu longieren. Ich weiß nicht ob er zuvor schon mal longiert worden ist. Grundsätzlich stellt das ja kein...
  • Longieren - wie macht ihr das und was haltet ihr für Richtig

    Longieren - wie macht ihr das und was haltet ihr für Richtig: Hallo, durch den ein oder anderen Thread kam mir die Idee einfach mal mit euch zu diskutieren wie longiert ihr und was ist eurer Ansicht nach...
  • Longieren mit jungen Pferden

    Longieren mit jungen Pferden: hallo, wir haben jetzt seit 2 Monaten zwei 4-jährige Kaltblüter super ausgebildet eigentlich gäbe es da nicht das longieren. durch eine der beiden...
  • Pferd stellt sich beim longieren quer

    Pferd stellt sich beim longieren quer: Hey, meine Reitbeteiligung (kleinpferd) stellt sich beim longieren immer mit dem Kopf zu mir und mit der Hinterhand zum Zaun und wenn ich versuche...
  • Longieren

    Longieren: Hallo Leute, Ich wollte mal fragen wie ich meiner stute Das longieren bei bringe. Ich habs Schon mal probiert Aber irgendwie wollte sie nicht...