Einlaufzeit 4-6Wochen - geht doch auch ohne :?

Diskutiere Einlaufzeit 4-6Wochen - geht doch auch ohne :? im Fische Forum Forum im Bereich Aquaristik Forum; Hallo. Das soll jetz nicht das OK für alle Anfänger sein, ohne Einlaufzeit Fische einzusetzen. Also, ich muss gestehen :silence: ich hab mein...
xsofiixx

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Hallo.
Das soll jetz nicht das OK für alle Anfänger sein, ohne Einlaufzeit Fische einzusetzen.

Also, ich muss gestehen :silence: ich hab mein erstes 125 Liter AQ 2 Wochen lang einlaufen lassen, dann kamen die ersten
paar Fischis. Ich hatte keine Probleme.
Das 20liter AQ hab ich auch nicht einlaufen lassen.
Und das 54 L AQ hab ich am Mittwoch bekommen, hab dan am Freitag Mulm vom 20Liter rein getan und mal ne Gurke für paar Stunden, Samstag 2 Blasenschnecken rein. Montag 3 Guppies und 2 ZBB.
Ich hab auch jetz keine Probleme, die Fische zeigen auch überhaupt keine Verhaltensauffäligkeiten.

Meine Freundin hat ihr AQ überhaupt nicht einlaufen lassen und hat am gleichen Tag noch Fische eingesetzt. Auch die hatten keine Probleme.

Wieso ist/soll es also sooooo unglaublich wichtig sein, das man mind. 4 Wochen einlaufen lässt ?

LG °bittenichtschlagen°
 
20.02.2011
#1
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Schau mal hier: Einlaufzeit 4-6Wochen - geht doch auch ohne :? . Dort wird jeder fündig!
S

SusanneC

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Das Problem ist, dass es in den ersten 2-4 Wochen mit hoher sicherheit einen Nitritpeak gibt. Und oft schießt das Nitrit dabei so hoch, dass einem alle Fische mit dem bauch nach oben schwimmen. Auch wenn man alten Mulm rein gemacht hat ist man da nicht auf der sicheren Seite.

Je mehr Fische drin sind, desto schlimmer ist die Problematik dabei noch, solange Du nicht mehr als jetzt hast kannst Du nochmal mit einem blauen Auge davon kommen - aber lustig ist es dann trotzdem nicht, zweimal am Tag 80% des Wassers zu wechseln.

Gar keinen Nitritpeak gibt es normalerweise nur dann, wenn man einen gebrauchten Filter mit einhängen kann, und nur sehr sehr wenig Fische drin hat.

Also auf der sicheren Seite bist Du erst, wenn die Fische in 6 Wochen alle noch wohlauf sind und keiner an der Oberfläche nach Luft geschnappt hat. Bis dahin kann noch alles passieren von wegen "geht doch auch so" - im moment ist das ja nur ein Glaskasten mit Leitungswasser, noch kein Aquarium als funktionierendes Ökosystem.

Müssen eigentlich alle Leute sowas nachmachen, nur weil irgendwer es ihnen so vormacht?
 
xsofiixx

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Ok. Kann ich verstehen, trotzedem glaub ich nicht das ich da jetz probleme haben werde.

LG
 
seven

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Off-Topic
Sorry, ich kenne mich mit Fischen nicht aus, aber bei so einer Frage stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Die lässt sich nämlich auf alle möglichen Tierarten übertragen:
- Warum soll ich meine Farbmäuse oder Ratten umständlich vergesellschaften? Wenn ich sie so zusammenschmeiße, kann das doch auch klappen?
- Warum soll ich meinen Katzen Nassfutter füttern? Sie können doch auch mit TroFu alt werden?
- Warum soll ich nicht ein Meerschweinchen und ein Kaninchen zusammen halten? Kann doch auch gut klappen und die Tiere sind glücklich?
- Warum kann ich nicht ´ne Großgruppe Mongolischer Rennmäuse halten? Kann doch auch gutgehen?
Summa summarum: Warum soll ich auf die Erfahrungswerte langjähriger Tierhalter hören, die nicht umsonst wertvolle Tipps geben? Warum soll ich meinen gesunden Menschenverstand ausblenden und einfach mal rumexperimentieren?
Natürlich sollte man nicht blind jeden Ratschlag annehmen - aber es gibt ja nicht umsonst viele Foren, Bücher etc., und da liest man sich mal quer, denkt selber nochmal nach und kommt zu dem Schluss: Wenn mir ungezählte Tierhalter zu Tipp A raten, meine Freundin Tipp B erfolgreich durchgezogen hat - wo ist dann wohl die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Tipp Erfolg hat?
*seufz*
Und sorry fürs OT, aber das musste jetzt mal raus...
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Müssen eigentlich alle Leute sowas nachmachen, nur weil irgendwer es ihnen so vormacht?

ich hoffe nicht- um der fische willen.

tatsache ist, mit etwas fingerspitzengefühl und erfahrung kann man wirklich die einlaufphase überspringen.
das empfehle ich aber nur jemandem mit viel zeit, gesundem rücken und erfahrung im verhalten der gepflegten fische.

becken ohne filter hab ich schon seit gut und gern 3 jahren nimmer einlaufen lassen- hier sprechen wir aber je nach besatz von einem wasserwechsel bis zu 5x/woche.
Off-Topic
bei meinem kampffisch wechsle ich ca 1-2x/woche, im damaligen becken mit den jungfischen war es teilweise auch mehrmals täglich


einem ANFÄNGER würde ich aber IMMER empfehlen das becken einlaufen zu lassen, und das aus einigen gründen:

.) sie erkennen teilweise warnzeichen im verhalten nicht
.) sie haben selten zeit und lust 1-2x/tag wasser zu wechseln
.) die pflanzen sind noch "frisch" und verarbeiten nicht genug schadstoffe
.) anfänger besetzen viel zu oft zu schnell und zu viel auf ein mal
.) es werden fische eingesetzt die schnell draufgehen oder sehr viele schadstoffe produzieren


wie gesagt, seit ich aquarien habe hab ich 4 einlaufen lassen, und 7 nicht. zweitere kamen aber erst nach einigen jahren.


ach ja, bevor jemand schreit:

alle becken ohne filter stehen seit mindestens 4 monaten, das älteste seit 3 jahren. und kein einziger fisch ist darin jemals krank geworden oder gestorben.


aber solche aktionen gehören in die hände von menschen mit genug erfahrung.
 
B

BenjaminB

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Hey,

es ist alle eine Frage der Vorsorge.
Man KANN Aquarien auch ohne Einlaufen besetzen, aber einem totalen Anfänger würde ich es nicht unbedingt zutrauen. Dazu gehört, dass man die Fische beobachtet und alle auftreten Konzentrationsspitzen von Ammonium/Ammoniak und Nitrit durch häufige, großzügige Wasserwechsel von vorneherein verhindert.

Eine lange Einlaufphase hingegen sorgt dafür, dass die an der Nitrifikation beteiligten Bakterien bereits eine gewisse Populations erreicht haben, wenn die Fische eingesetzt werden. Evtl. weitere Konzentrationsspitzen müssen aber deshalb weder ausbleiben noch geringer ausfallen. Die Gefahr hierbei ist, dass oftmals fälschlicherweise vermittelt wird, dass nach einer Einlaufphase nichts mehr passieren kann und man das Aquarium damit "Fischsicher" gemacht hat.


Edit: @ Seven:Wenn eine normale Frage gestellt wird, die darauf abzielt die Hintergründe einer Empfehlung zu verstehen, warum regst du dich dann so auf? Du schreibst selbst, dass du keine Ahnung von Fischen hast, warum wartest du nicht einfach erstmal ein paar Antworten ab? Es ist gängige Praxis vieler erfahrener Aquarianer Becken direkt zu besetzen und kein Hexenwerk. Für's OT musst du dich mit deinen Kollegen auseinandersetzen oder dich direkt selbst verwarnen ;-)
MfG
 
.Liane

.Liane

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Hallo,

Müssen eigentlich alle Leute sowas nachmachen, nur weil irgendwer es ihnen so vormacht?
Was glaubst du, wie es zu der 4-6 Wochen Regel gekommen ist? Auch nicht anders.
Ich fahre jetzt seit mehr als 5 Jahren mein erstes Aquarium ein. Es geht mit ziemlicher Sicherheit mit Animpfen und Wasserwechseln gut, wenn man ein Auqarium sofort besetzt, bei entsprechendem Besatz und Beobachten und Wasserwechseln auch komplett ohne animpfen.
Der Peak kommt in den meisten Aquarien früher. Oft ist er nach 2 - 3 Wochen durch. Die Verdopplung der Zeitspanne kommt von denen, die auf ganz Nummer sicher gehen wollen. Ich warte ja darauf, dass man das Aquarium ein halbes Jahr stehen lassen soll, weil dann nichts mehr passiert.

Auch ein eingefahrenes Aquarium ein keine Sicherheit gegen Nitrit, sofern das Becken nicht belastet wurde, kann es bei Fischbesatz immer wieder zum Peak kommen.
Aktuell fahre ich ein Becken mal wieder "ordnungsgemäß" ein und bin schon beim zweiten Peak :roll:

@Ivy:
Sicherer ist es schon, aber man sollte vielleicht doch mal erwähnen, dass es gehen kann.
Kannst du mir vielleicht deine Erfahrungen zu filterfreien Becken niederschreiben? Ich bin an meinem grandios gescheitert, es hat jetzt nen HMF...

@seven
es geht schon, sofern du weißt, wie deine Fische sich verhalten und wie du Probleme umgehst. Frag mal die langjährigen Praxisaquarianer, die schauen dich nur doof an, wenn du mit Becken einfahren kommst^^

Grüße
 
Hamsterbäckchen

Hamsterbäckchen

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Ich gestehe auch, das als ich vor 2 jahren mein aller erstes AQ bekommen habe, ich schon nach einer Woche 4 Fische eingesetzt habe. Es war ein 54l AQ. Und alle haben es überlebt^^
Nach Verhaltensauffälligkeiten habe ich nicht geschaut!
 
seven

seven

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rt.

@seven
es geht schon, sofern du weißt, wie deine Fische sich verhalten und wie du Probleme umgehst. Frag mal die langjährigen Praxisaquarianer, die schauen dich nur doof an, wenn du mit Becken einfahren kommst^^

Grüße
Ja, aber genau das ist ja das hüpfende Komma ;)
Mit entsprechender Erfahrung mag das gehen (zumindest möglicherweise bei Fischen, bei anderen Tierarten sollte man z. B. nicht einfach die Tiere zusammensetzen, sondern sich schon an gewisse Vergesellschaftungsregeln halten.... Aber auch bei Fischen ist ja, wie ich hier herauslese, dann doch einiges zu beachten, was erfahrene Fischhalter eben wissen.....)
Aber jetzt kommt ein Fisch-Neuling, liest hier: "Bei mir hat´s einfach so ganz prima geklappt" - dann denkt der doch: "Ok, warum dann den Aufwand, wenn´s auch so klappt" - und der hat dann hinterher den Salat.
Das war der Grund für meinen Einwand ;)

LG, seven
 
B

BenjaminB

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Hey,

man wird nie ausschließen können, dass jemand einen Beitrag selektiv liest und nur das mitnimmt, was er gerade sehen will. Aber das ist dann nicht die Schuld des Schreibenden, sondern des Lesenden.
Wer die Hintergründe, die hier erläutert wurden, einfach ignoriert ist selbst Schuld.
Wenn du solche Nachfragen unterbindest, stoppst du den Informationsdrang und förderst die weitere Verbreitung des gesamten Aquaristikinformationsschrotts.

MfG
 
S

SusanneC

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Es müssen ja auch nicht unbedingt 6 Wochen sein, aber 2-3 Wochen kann man ja nun wirklich abwarten, und eben auch nicht sofort den halben Aquaristikfachhändler leer kaufen, sondern mit 5 kleineren oder 10 sehr kleinen Fischen anfangen.

Eben gerade weil man Anfänger ist.

Und man sollte sich eben auch erkundigen, welche Fische wirklich zusammen passen, und das idealerweise aus mehreren Quellen, nicht nur bei einem verkäufer nachfragen,d er schließlich auch vor allem was verkaufen will.

Und wenn man bedenkt, was für Aufwand ungeübte Aquarianer die noch kein vertrauen in sich haben aus Wasserwechseln machen ist es eben ggf. auch zu viel verlangt, während eines Nitrit-peaks zwei mal täglich so viel Wasser zu wechseln.

Wenn man sich nichts zutraut steht man sonst echt mit Thermometer und Eimer da, um möglichst Wasser mit der passenden temperatur nachzufüllen, damit die armen Fischies nicht frieren müssen. Zwei mal am tag mit 35 Litern will ich das nicht veranstalten.
 
B

BenjaminB

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Hey,

vll sollte man die Metadiskussion auslösen und in einen extra Thread packen. Die reine Frage nach der Einlaufzeit scheint ja beantwortet.

[VERSTECK]
Zwei mal am tag mit 35 Litern will ich das nicht veranstalten.
Du hast natürlich recht, viele Anfänger optimieren ihr Vorgehen bei jedem Wasserwechsel ein bischen weiter, bis die für sie optimale Vorgehensweise gefunden ist. Wenn man sich auf eine Variante einlässt, die eben viele Wasserwechsel erfordert muss man sich halt vorher schonmal damit beschäftigen.
Ich habe gerade in 3 Wochen ca. 2000-2500l in Portionen zu 200-300l durch ein Aqua gejagt. 35l mach ich während die Kaffemaschine läuft :004:[/VERSTECK]

MfG
 
Maische

Maische

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Darf ich auch mal? :D

Ja ich werde bestimmt gleich wieder angeschnauzt und ihr wisst sicher auch das ich mich auch nicht drangehalten habe blah blah aber jetzt will ich mal sagen was mein Onkel mir gesagt hat und er hat nun wirklich schon lange Fische.
Er sagt auch wenn man sich an die Regeln des Einlaufens gehalten hat und 4 Wochen Fische drinnen hat kann das wasser immer noch Umkippen und Fische sterben.Es kann immer passieren. Also findet er es auch unnütz es Einlaufen zu lassen.Aber man muss auf das Wasser und die Fische achten.Das die Fische nichts aufälliges zeigen und das wasser keine andere Farbe bekommt.
 
Maische

Maische

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Öhm wenn niemand meinen Eintrag liest dan wisst ihr das ich die schon draußen habe.Ach egal ihr meckert ja immer nur auf das eine Thema rum. SKALARE.Obwohl es hier um was anderes geht.
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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naja, verstehe uns... jemand der bewusst fehler macht, den nimmt man einfach nur noch bedingt ernst. und da dein onkel ja wirklich bewusst die fische nicht optimal hält...

so jemand würde für mich persönlich auch als Info-quelle ausfallen. nicht bös gemeint, ist aber so.

naja, es gibt hunderte möglichkeiten wie man sich den ständigen WW so leicht wie möglich machen kann (ein bekannter z.b hat dauerhaft 10 eimer wasser stehen, die dann schön raumtemperatur haben und nur noch reingekippt werden müssen- dazu muss man halt zig eimer haben), aber der aufwand.... die meisten einsteiger schmeißen dann alles hin.

Off-Topic
naja, ich weiß schon warum ich nur kleine becken ohne filter und ohne einlaufphase betreibe- die wasserwechsel wären mir auf dauer viel zu mühsam
 
Cerridwen

Cerridwen

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Sorry, ich hatte deinen anderen Eintrag tatsächlich noch nicht gelesen. Wir wollen doch nicht auf dir rumhacken, nur ist das Argument "Mein/e XY hält schon seit Z Jahren Fische" kein Garant dafür, dass XY dabei keine Fehler macht. Viele Ansichten haben sich verändert, neues Wissen ist dazu gekommen. Da nutzen dann auch Z Jahre Erfahrung nichts, wenn man aus Erfahrung immer wieder denselben Fehler macht. Nichts persönliches gegen dich, okay?
 
S

SusanneC

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Meine Eltern haben sich 1985 auch ein Aquarium angeschafft - 100cm lang, mit Teichgoldfischen, Skalaren, Neons, einem Feuerschwanz, Antennenwelsen, Sumatrabarben - zusammengefasst: eine katastrophale Fischsuppe. Das ganze hatten sie gebraucht bekommen, nachdem eine wohlmeinende Bekannte meinem großen Bruder die Goldfische geschenkt hat, die der aus ihrem teich gefischt hatte. Mitsamt einem großteil vom Besatz.

ich habe sogar das Buch von Damals gefunden, aber was Bücher eben so sind - man kann da drin nicht 200 Fischarten und ihre Eigenheiten aufführen, sondern das ist eben nur sehr kurz angerissen, Internet gab es damals noch keines, und der örtliche Zoohandel war nun auch nicht die ideale Quelle für informationen.

Es war eben ne Katastrophe, total verdreckt durch die vielen Ausscheidungen der Goldfische, keiner der Fische hat sich wirklich wohl gefühlt, weil nichts zusammen gepasst hat, entsprechend kurz haben die gelebt, und entsprechend schlecht hat eben alles funktioniert, Anfang der 90er wurde das ganze dann aufgegeben, erst keine fische mehr nachgekauft, und ich fürchte, den Restbestand haben meine Eltern dann in den gartenteich gekippt mitsamt Skalaren und Welsen. Auch keine gelungene Aktion.

Aber ungefähr auf die Art und Weise dürfte eben so ein Onkel auch vor 25 Jahren mit der Aquaristik angefangen haben, wenn er da nicht wirklich jemand fähigen als ratgeber hatte, oder sich eben den Aquaristik-Atlas für 200 Mark gekauft hat statt den schmalen GU-Ratgeber.

Deswegen darf man da die Weisheiten durchaus hinterfragen, wenn Dein Onkel sich eben seitdem nicht mehr großartig neu informiert hat. Ohne Internet war da die lage eben echt ein wenig dünn.
 
.Liane

.Liane

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Deswegen darf man da die Weisheiten durchaus hinterfragen, wenn Dein Onkel sich eben seitdem nicht mehr großartig neu informiert hat. Ohne Internet war da die lage eben echt ein wenig dünn.
Hallo,

ich wage aber zu behaupten, dass die Lage mit Internet auch nicht besser ist. Es gibt zwar die Möglichkeit, viele Fehler zu vermeiden, aber auch das Verbot, welche zu machen.
Jemand darf gar keine eigenen Erfahrungen mehr sammeln, weil es die Fischis töten könnte.
Dafür steht dann auf anderen Seiten so viel... Schwachsinn, dass es die Fische tatsächlich umbringen könnte, aber das hat sich als Hauptmeinung durchgesetzt und ist richtig und gut.
Von Fischen jenseits des Durchschnitts wird eh immer abgeraten, frei nach dem Motto meiner Mutter. "So lange du noch nicht alleine auf der Autobahn gefahren bist, darfst du nicht alleine Autobahn fahren."
Ich bin durch das Internet dermaßen stehen geblieben, hab ich an Werten festgesetzt und mich nichts mehr getraut, das war rückblickend nicht schön. Mein Erkenntnisgewinn aus dieser Zeit war, dass die Torfkanone funktioniert und Mückenlarven ganz gerne gefressen werden. Dürftig für mehrere Jahre.
Ich danke meinem Verein und meinem Händler, die mich aus dieser Starre rausgeschleift haben. Erst wenn man verinnerlicht hat, dass Aquaristik aus mehr besteht als aus Forenweisheiten und Wasserwerten, dann ist man im interessanten Teil angekommen.

Das Problem der Foren ist, dass sie sich am DAU orientieren wollen. Lieber Sicherheit und dafür Verlust von Wissen als die Möglichkeit, dass irgendwer mal irgendwann was falsch machen könnte.
*seufz*
Ja, ich hab auch schon überholte Regeln rausgehämmert, aber nur, wenn ich merke, dass mit meinem Gegenüber sonst nix anzufangen ist. Andernfalls ist mir Interesse und Verständnis wichtiger. Und vielleicht die Fähigkeit zu staunen und zu lernen. Dann geht auch der Hyperproblemfisch im zweiten Auqarium.

Grüße
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Liane,

ich glaube an dem punkt wie du kommen die meisten nach einigen Jahren an. aber es ist immer ein unterschied ob sich jemand, der wenigstens eine nitritvergiftung erkennt am überspringen der einlaufphase versucht, oder ein blutiger anfänger der weder weiß was er da im becken hat noch wie es sein sollte...

genauso gibt es gewisse arten, von denen ich anfängern einfach abraten würde. seien es Diskusfische aufgrund ihrer empfindlichkeit, Neons als problematische wildfänge (erstens sollte man die natur nicht noch mehr ausbeuten und zweitens bringen WF in 99% der fälle irgendwas unnettes mit), Betta rutilans aufgrund ihres verhaltens und aussehens (man sieht sie kaum),...

ich sehe es so:

je mehr schwierigkeiten und probleme man sich am anfang aufhalst, umso weniger freude bereitet einem die aquaristik... denn wen freut es schon wenn er meint die einlaufphase überpringen zu müssen und ihm gehen dann alle fische ein.
 
Thema:

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