Skalareier

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Machtnix

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Meine beiden Skalare hatten schonmal Eier. Die ersten Stunden ging alles gut. Nachdem ich 4 Std. außer Haus war, waren die Eier jedoch weg. Die Skalare irgendwie ein wenig durch den Wind - als würden sie trauern.

Mir wurde gesagt, dass das nicht schlimm ist, Skalare müssen Brutpflege üben.

Die letzten beiden Tagen haben sich meine Beiden Skalare jetzt wieder gestritten, dann heute Morgen waren wieder Eier da.
Beide kümmern sich rührend, vor allen Dingen das kleinere Männchen. Er hat das
Weibchen die erste Zeit quasi zum Gelege getrieben. Als er wiedermal mit ihr abgelenkt war, hat sich einer der Neons über die Eier hergemacht. Er hats gemerkt und den Neon wutentbrannt verjagt. Die Neons waren danach wie Haie, die nur auf ihre Chance warten. Beide Skalare haben aufgepasst wie wild und die Neons gaben nach ca. 30 Min. auf.
Das geht jetzt schon den ganzen Tag über so, wie kümmern sich gut um die Eier.

Jetzt habe ich Angst vor der Nacht. Ich habe gelesen, dass Welse und Schnecken nachts die Eier fressen.

So, jetzt zu meiner Frage.
Ich habe ein 280L Gesellschaftsbecken.
Der Besatz ist:
2 Skalare, 13 Guppys, 11 Neons, 2 Apfelschnecken, 3 Zebrarennschnecken, (seit letzter Zählung) 6 Ohrgitterharnischwelse, 2 Antennenwelse.
8 Pflanzen, davon 3 große, 2 dichte mittelgroße, 3 kleine dichte, 3 Mooskugeln, 1 Mooskugelableger (klein), 1 Wurzel, 1 großer Stein mit Verstecken (von den Antennenwelsen besetzt), 1 halbe Kokosnuss, 1 porösen Stein mit Durchschwimmmöglichkeit (von den Ohrgitterharnischwelsen besetzt, da schön versteckt halb in einer dichten Pflanze), 2 Stein in Schildkrötenform, 1 lange Durchschwimmbrücke (blickgeschützt).
Haben die Eier überhaupt eine Chance.
Haen die Jungfische überhaupt eine Überlebenschance, ich besitze leider kein 2. Becken und bin auf Aufzucht nicht eingestellt. Daher ist ein Herausnehmen der Skalare oder der anderen Fische nicht möglich.
Wie kann ich schnell helfen, damit der ein oder andere kleine Skalar doch überlebt oder haben sie ohne 2. Becken einfach keine Chance?
 
23.02.2011
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Ulli zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Machtnix,

wenn die Eltern durchhalten, haben die Eier/Kleinen durchaus eine Chance.

Laß über Nacht das Licht an, bzw beleuchte speziell das Gelege mit zb einer Schreibtischlampe.

Es dauert wirklich in der Regel ein paar Gelege bis sie das schaffen, aber dann hast du, wenn du "Pech" hast recht regelmäßig Nachwuchs.

Wenn die Kleinen freischwimmen, dann würde ich dir raten schon mal Artemia zu ziehen, als Aufzuchtfutter.
Du kannst aber auch versuchen im Handel Aufzuchtfutter zu bekommen.

Ich drück die Daumen, dass es klappt, kleine Skalare sind soooo toll *schwärm*

Die 2, Möglichkeit wäre, dass du das Gelege aus dem Becken entfernst (zb Blatt mit Gelege abschneiden) und in einem seperaten Becken die Kleinen afuziehst. Also noch als Eier.

LG Lilly
 
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Machtnix

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Regelmäßiger Nachwuchs wäre klasse.
Ich habe gehört, dass Skalare nur dann wirklich Nachwuchspflege betreiben, wenn sie sich wirklich wohl fühlen. Daher bin ich natürlich schon ein wenig stolz, denn ich habe beide aus einem 'Geben-und-Nehmen' Becken gerettet.

Das ist ein Becken in dem Fachgeschäft meines halbwegs noch vorhandenen Vertrauens, in dem überzählige Fische von Leuten eingesetzt werden können. Man kann sich dafür dann einen anderen Fisch mitnehmen. Wenn man keinen Fisch einsetzt, kann man eines dieser Tiere für 1€ erwerben. Häufig sind diese Tiere jedoch krank.
Ich habe schon einmal einen einzelnen Neon dort gesehen, den ich sofort mitgenommen habe - der arme Kerl. Das Becken ist sehr klein, hat nur 1 Pflanze und keine Versteckmöglichkeiten. Es steht auf dem Fussboden.

Die Skalare schwammen schon quer und hatten offensichtlich extremen Stress. Aus Mitleid habe ich die beiden blassen Tiere genommen.
Nach 2 Tagen begannen sie mein Aquarium zu erkunden, nach 1 Woche schwammen sie aufrecht, nach 3 Wochen haben sie sich auch mal getrennt - davor war Synchronschwimmen angesagt.
Sie haben sich als wunderschöne Tiere erwiesen. Das Mädel ist ein Rauchrückenskalar, der Junge ist vermutlich ein Mix, er sieht aus wie ein Rauchrücken, hat aber zusätzlich noch schwarze Streifen an der hinteren, unteren Flosse.

Da ich ja kein 2. Becken habe, könnte ich die Kleinen auch übergangsweise in einem Wäscheküben aufziehen? Einen 2. Heizstab habe ich. Allerdings finde ich das irgendwie komisch, als einzige Überlebenschance allerdings denkbar.

---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Zu spät.
Eine Stunde ncht hingesehen, die Eier sind weg. Ich bin traurig! :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Machtnix,

das tut mir Leid, aber es dauert in der Regel bis die Fische das draußen haben mit den Brutpflege.
Allerdings haben wir immer gewartet, bis unsere Zuchtpaar die Kleinen alleine durchkriegen, ich persönlich denke, dass es nicht sinnvoll ist mit Tieren zu vermehren (oder gar züchten) die nicht das, neben dem fressen, natürlichste Verhalten (Brutpflege) zeigen.
Wir haben aber teilweise (je nach Beibesatz), das Becken (das kleinste hatte bei uns ~300 Liter) 'abgetrennt' mit einer Plexiglasscheibe mit vielen Löchern, glücklicherweise haben unsere Skalare immer im hintern Bereich wo der Filter war gelaicht.

Regelmäßig Nachwuchs... hm, ganz ehrlich? Was machst du denn, wenn du alle 2-3 Monate ca ~100-200 junge Skalare bekommst und da 10-20 davon durchkommen?

Kurz zur Aufzucht: Die Kleinen schlüpfen bei 26-30° nach ca 24-36 Stunden. Die Eltern kauen die Kleinen oft sozusagen aus der Eihülle und spucken sie wieder an die Laichstelle (manchmal ziehen sie sie so auch um). 4-5 Tage später schwimmen die Kleinen dann frei mit ihren Eltern. Dann kannst du auch anfangen Nauplien des Salinensalzkrebses (Artemia salina) zu füttern.

Eine interessante Seite mit Bildern dazu: http://www.aquaterranet.ch/Aquapage/bilder/Skalare/skalare.htm

Ach ja, wenn die Eier von durchstichtig-milchig zu weiß wechseln, dann sind sie verpilzt. Meist passiert das, wenn die Eier in zu 'stehendem' Wasser gelegt werden oder wenn das Wasser allgemein nicht sauber genug für Laich ist. D.h. mehr/öfter Wasserwechseln ;)

Damit beantwortet sich auch deine Frage nach dem "Wäscheküben" - leider ungeeigent wegen mangelnder Strömung.

LG Lilly

*auch wieder Skalare haben mag*
 
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Machtnix

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Du hast natürlich absolut recht. Die beiden Skalare verloren gegen Abend auch das Interesse an den Eiern. Sie bewachten das Gelege zwar, fächelten aber kein Wasser mehr und pickten auch die 2 weißen Eier nicht raus.
Es war ihnen wohl zu anstrengend geworden.

Natürlich hast du Recht, dass nur Tiere auch Nachkommen haben sollten, die physisch und psychisch OK sind. Ich hätte mich trotzdem gefreut - bin ja kein Züchter, sondern habe das Aquarium einfach zum Spaß.
Permanent Nachzucht, so wie du das beschreibst, wäre sicher für mich schwierig, ich müsste pausenlos für die Jungtiere ein neues, gutes Heim suchen.
War wohl zu blauäugig von mir. Nur freue ich mich eben über jeden Nachwuchs.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

das sollte in keiner Hinsicht ein Vorwurf sein!

Ich denke einfach, dass gelegentlicher Nachwuchs schöner ist, weil man einerseits nicht den Aufwand mit der Handaufzucht hat aber auch weil man nicht auf den Fischen 'sitzen' bleibt, nur weil man sie nicht irgendwo hin geben will.

Am besten besorgst du dir eine kleine, schwache Lampe/Strahler den du auf das Gelege richten kannst sobald das Licht aus geht, dass ist nämlich der eigentliche 'Knackpunkt'.
Einerseits brauchen die Fische die Dämmerungs/Dunkelphase, andererseits fressen sie dann ihre Eier -.- Das haben bei uns nur wenige Paar nicht gemacht, daher beleuchten wir Gelege in der Dunkelphase eben auch etwas.

Ich drück dir die Daumen, dass es mal klappt. Kleine Skalare gehören wirklich (für mich zumindest) mit zu den interessantesten Jungfischen bei dir Aufzucht.
Wobei da Maulbrüter, Schaumnestbauer und auch Diskus auch toll sind.
Aber mein Herz schlägt halt für die Skalare ^^

LG Lilly
 
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Machtnix

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Ich fänds ja auch toll, Nachzucht zu haben aber du hast ja Recht. Die Vernunft und die Natur muss siegen. Immerhin hat mein Pärchen schon länger durchgehalten als bei den ersten Eiern - vielleicht sind sie ja noch jung. Ich wusste beim Kauf ja gar nicht, dass es ein Paar ist -sie stammen aus einem Geben-und-Nehmen-Becken und haben mir nur unendlich leid getan, da sie in dem flachen Becken nur quer schwimmen konnten und ganz blass waren.
Das sie so schöne Fische sind, wusste ich damals noch gar nicht.

Ich habe schon eine passende Lampe um ihnen ein wenig zu helfen. Den Rest müssen sie eben allein schaffen- da hast du recht.

Ich fühle mich von dir übrigens absolut nicht angegriffen oder zurecht gewiesen. Im Gegenteil!
Deine Tipps sind immer fundiert begründet, gut erklärt und für mich absolut einleuchtend. Bitte antworte weiter so auf meine Anfragen.

Von meinen Antennenwelsen würde ich mich zwar niemals trennen aber von den anderen Tieren schon -so sie ein gutes Heim finden- um für evtl. Skalarnachwuchs ein fast Artenbecken umzugestalten.
Mittlerweile bin ich ein echter Skalarfan geworden, die beiden sind so klasse.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Guten Morgen!
Also bei deinem Besatz
Der Besatz ist:
2 Skalare, 13 Guppys, 11 Neons, 2 Apfelschnecken, 3 Zebrarennschnecken, (seit letzter Zählung) 6 Ohrgitterharnischwelse, 2 Antennenwelse.
denke ich, dass eine Reduzierung nicht nötig ist.
Die Guppys werden durch dir Skalare nicht überhand nehmen (finde ich positiv), den Neons (hast du P. innesi bei dem geht der rote Streifen nur von der Hinterfolsse bis zum Bauch, oder P. axrlrodi der hat 2 durchgehende Steifen, vom Kopf bis zur Hinterflosse) wird wohl nichts passieren, da die Skalare die von Klein auf kennen. Lass dich da nicht verrückt machen, der Beibesatz mit Neons ist nur dann kritisch, wenn man Skalar-Wildfänge und noch kleine Neons hat.
Die Antennis sowie die Otos (auch einer meiner Lieblingsfische) machen auch keine Probleme.

Ich denke
, dass du im schlimmsten Fall, sollten zuviele Guppys durchkommen, höchstens da welche abgeben musst. Solang deren Zahl zwischen 10-20 ausgewachsener Tiere schwankt würde ich aber nichts machen. Ansonsten, je nachdem wie du magst, abgeben was zuviel ist oder auf einen Männerhaushalt umstellen.

Bei den Pflanzen mögen Skalare die Gattung Vallesneria sehr, wir haben immer einen ordentlichen Teil damit bepflanzt und in Filternähe etwas, dass recht große Bätter austreibt die aber eher stabil sind. Darauf - und am Filterrohr - wurde dann gerne abgelaicht.

LG Lilly
 
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