Merkfähigkeit des Hundes bei Übungen

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DyingDream

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Ja... Es gibt da so eine Frage, die mich schon seit langem beschäftigt...

Wie merkt sich der Hund, wann ich ein Kommando gegeben habe und wann er es von sich aus macht?
Wenn ich den Hund z.B. auf den Platz schicke, soll er solange da bleiben bis ich ihn wieder 'frei gebe'. Wenn der Hund von sich aus aber auf den Platz geht, soll er natürlich auch von alleine jederzeit wieder wo anders hingehen können.
Manchmal legt oder setzt sich der Hund von alleine hin, und manchmal hatte ich das Kommando 'Sitz' oder 'Platz' gegeben.
Bei Spaziergängen läuft ein Hund auch mal von sich aus direkt neben mir - ein anderes mal hatte ich sie ins 'Fuß' gerufen gehabt.

Wie lange kann sich ein Hund merken, dass ich ein Kommando gegeben habe?

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass meine Hunde von sich aus z.B. neben mir gehen und dann irgendwann nicht mehr wissen, ob sie nun im 'Fuß' gehen oder von sich aus in der Position gelandet sind. Da muss ich sie dann 'frei geben', obwohl sie es ja schon waren.
Oder im umgekehrten Fall, wird auch mal ein Hund abgelegt oder auf den Platz geschickt - und nach ner Weile kann es auch vorkommen, dass sie von sich aus wieder aufstehen.

Bei Tacka hatte ich es während einer Prüfung, dass sie im Platz abgelegt war, dann musste sie sich kratzen wofür sie aufgestanden ist und man konnte ihr richtig ansehen wie sie überlegte, ob sie sitzen oder liegen sollte oder Frauchen suchen musste (die ja grade hinter ner Wand versteckt war).

Wie ist das bei euern Hunden?


Wie lange können sich allgemein Hunde an solche 'kurzfristigen' Sachen erinnern?
~§~
 
24.02.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Kasary

Kasary

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Ich glaube das ist Übungssache.
Ein Hund kann sich durchaus eine Weile merken, das er ein Komando bekommen hat, wenn er von klein auf darauf konditioniert wurde. Wie lange genau hängt aber glaube ich von mehreren Faktoren ab: Wie alt der Hund ist, welche Rasse er ist (gehört "Gehorsam" zu seinen angezüchteten Fähigkeiten?), wie seine Tagesform ist, ist er müde oder überdreht? Wird er durch andere Reize abgelenkt? usw.

Und ich hab persönlich die Erfahrung gemacht, das es "langwierige Kommandos" gibt und solche, die kürzer im Gedächtnis bleiben. Bei uns ist es z.B so, dass Diego bei SITZ nicht einfach aufstehen darf, ich ihn aber selten lange absitzen lasse und manchmal auch das Auflösekommando vergesse. Daraus ergibt sich, dass er irgendwann, wenn ich nichtmehr auf ihn achte, trotzdem aufsteht. Stört mich jetzt auch nicht wirklich, von daher lasse ich das durchgehen.

Fixiere ich ihn dagegen mit BLEIB, dann bedeutet das, er muss an der Stelle, an der er sich befinden und wenn möglich in der Haltung in der er sich befindet (also egal ob Sitz, Down oder Steh) bleiben und das auch direkt für einen ausgedehnteren Zeitraum.
Jetzt kann ich meine Aufmerksamkeit auch auf etwas anderes legen, z.B Leute die uns entgegen kommen oder auf ein Kothäufchen, was ich wegmachen möchte.
Witzigerweise hab ich noch nicht einmal vergessen dieses Kommando aufzulösen und wenn Diego doch mal von selbst auflöst, dann gibts einen scharfen Ton und ich bringe ihn an den Punkt zurück mit dem gleichen Zeichen nochmal.

Er kann also sehr wohl einen zeitlichen Unterschied erkennen und sich ein Kommando trotz jungen Alters für gut und gerne mehrere Minuten merken.

Liebe Grüße
 
DyingDream

DyingDream

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...

Ja...
Unterscheiden tun meine beiden das ja auch meistens...

Tacka ist nur mitunter so geistesabwesend und in Gedanken taucht sie in andere Welten ein, wenn sie etwas länger abgelegt oder abgesetzt wird.
Da dreht man sich mal um, weil da ein Geräusch ist, da muss man sich mal kratzen, da riecht es auf dem Boden.
Ich meine sie bleibt an der selben Stelle und bleibt auch in den meisten Fällen so, wie ich sie da gelassen habe.

Im Grunde genommen geht es mir auch mehr um die andere Seite...

Pepsi läuft mitunter von sich aus direkt neben mir so als würde sie Fuß gehen. Macht sie ja auch - nur eben ohne Kommando. Und wenn wir da 5-10 Minuten so gehen und ich nichts sage würde sie bis zum Ende des Spazierganges da bleiben, was sie ja gar nicht soll/muss.

Gestern hatte ich es, dass auf einmal beide Hunde neben mir im Fuß gingen und im Grunde genommen darauf warteten, dass sie wieder frei laufen durften. Aber das durften sie ja auch so schon...

Wisst ihr wie ich meine?


Ich frage mich einfach wie Hunde es unterscheiden, wann der Mensch ein Kommando gegeben hat und wann der Hund es von sich aus gemacht hat.
~§~

Nachtrag:
Off-Topic
Wie alt der Hund ist, welche Rasse er ist (gehört "Gehorsam" zu seinen angezüchteten Fähigkeiten?), wie seine Tagesform ist, ist er müde oder überdreht? Wird er durch andere Reize abgelenkt? usw.

Bleibe ich mal bei meinen beiden Beispielen:
Tacka, setzt sich nach dem kratzen hin, statt das sie wie 'vereinbart' im Platz liegen bleibt, während ich hinter ner Wand stehe.
Hund war ca. 1,5 Jahre alt, ehemaliger Straßenhund ("Gehorsams-Fähigkeit": Sie ist eher eigenständig aber lernt auch schnell und gerne.)
Tagesform: Nicht müde und nicht überdreht. Ablenkung durchschnittlich für unsere Verhältnisse.

Beispiel 2:

Pepsi läuft beim Spaziergang aus dem Freilauf von sich aus im Fuß und bleibt dort.
Hund inzwischen kanpp 13 Jahre - aber zeigt das Verhalten schon länger. Terrier-Mischling (also Rassebedingt schon sehr eigenständig. Dennoch seit Anfang an auch sehr auf mich fixiert.)
Tagesform: Unterschiedlich. Die Notdurften sind dann meisten erledigt aber nicht müde oder überdreht. Ablenkung ist bei Pepsi relativ, weil sie sich von kaum etwas 'ablenken' lässt.

Wie kann ich denn diese zwei Beispiele am besten deuten? *neugier*

~§~
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hallo DyingDream

ich weiss, was Du meinst. Aber vel helfen kann ich Dir wohl auch nicht... :?

Ich kenne dies aber von meinen beiden Hunden bis zu einem gewissen Grad auch. Vorallem das "Fuss laufen", was sie manchmal von sich aus machen und dann den Eindruck haben, sie müssten nebendran bleiben, dabei hatte ich gar nie was gesagt. Bei mir ist es allerdings eher noch so, dass sich immer beide Hunde angesprochen fühlen---wenngleich ich auch immer wieder Einzelübungen mache.
Also da rufe ich z-B. Kylja zu mir, die kommt, Nupri kommt natürlich auch. Umgekehrt sowieso, Kylja kommt eh immer (könnte ja Leckerli geben...) Dann sage ich Kylja "bei Fuss", denkst Du, Nupri würde dann noch voraus laufen? Nööö, reiht sich schön nebenan ein. :angel:

Oder ich lege Kylja ins Platz, sie soll warten. Gut, nach 10 metern rufe ich sie ab und nach 100 metern frage ich mich, wo eigentlich Nupri bleibt?! Na herrlich, der Dödel liegt noch im Wald, der hatte mit dem Platz und warten sich gemeint und ich hatte ihn noch nicht "aufgelöst" :roll:

An und für sich denke ich aber, sollten die Hunde schon unterscheiden können, ob das nun eine Ansage war oder nicht. Bei Tacka würde ich sonst vielleicht versuchen, ein wenig kürzere Einheiten zu machen. Wo sie dann wirklich konzentriert und fixiert bleibt und nicht kratzt (oder könnte das Kratzen auch eine Übersprungshandlung für etwas sein?) . Und bei Pepsi, mit der Dame hast Du ja schon so viele Jahre verlebt, ich denke, wenn sie nebenher Fuss läuft, vielleicht freut sie sich dann einfach mal über eine Ansprache und findet das gut, wenn Du sie dann wieder aufmunterst, doch frei zu laufen... ;) Kylja macht das manchmal auch, die hofft dann halt, es flieht ein Leckerli aus der Tasche oder so...
Off-Topic
elender Fress-Sack!!! :roll:
 
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