Bindung

Diskutiere Bindung im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Nachdem ich hier in einigen Threads gelesen habe, dass gesagt wird, dass eine schlechte Bindung zwischen Hund und Besitzer besteht, weil z.B. der...
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Barcelos

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Nachdem ich hier in einigen Threads gelesen habe, dass gesagt wird, dass eine schlechte Bindung zwischen Hund und Besitzer besteht, weil z.B. der Hund nicht aus dem Spiel abrufbar ist, frage ich mich: Wie definiert
Ihr Bindung?
Fuer mich ist Bindung eine Art unsichtbares Band bestehend aus Liebe, Vertrauen und gerne die Naehe des andere haben.
Hier habe ich oft das Gefuehl als wuerde unter Bindung Abhaengigkeit, Kadavergehorsam und totales kletten verstanden werden.
Wenn ein Hund was anderes gerade interessanter als den Besitzer findet, dann ist es natuerlich auch fuer mich nachvollziehbar, dass der Besitzer in dem Moment fuer den Hund uninteressant ist, aber deshalb von einer schlechten Bindung zu sprechen find ich persoenlich dann doch merkwuerdig/uebertrieben.

Deshalb interessiert es mich wirklich:

Wie definiert Ihr Bindung.

Freue mich ueber verschiedene Meinungen, aber bitte alles auf eine ruhige Art und Weise. Danke
 
24.02.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Flumina

Flumina

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Huhu


Ich hab zwar (noch)keinen Hund aber für mich ist bindung auch das der Hund in jeder Zeit abrufbar ist. Klar ist es auch das Band von dem du redest aber der Besitzer sollte für den Hund immer das Spannendste sein ganz egal wie Toll der Hund auf der anderen Seite der Wiese ist
 
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Lindie

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Ja, was bedeutet Bindung. Schwere Frage, Bindung mache ich nicht unbedingt daran aus ob der Hund aus dem Spiel abrufbar ist. Das ist für mich Erziehung.

Meine Hündin ist zu 99,9 % abrufbar, immer und jederzeit. Und sie kommt auch auf den ersten Ruf hin. Aber wenn es z.b. darum geht das sie mit jemand anderen mitgehen soll, dann findest sie das total klasse und dreht sich nicht einmal um und schaut wo ich bin. Ich habe sie jetzt ca. 1,5 Jahre und sie ist aus dem Tierheim.

Mein Rüde dagegen ist komplett anders. Wenn wir spaziergen gehen, dann geht er immmer den Weg den er will. Auch wenn es heisst das er da alleine lang gehen muß. Ein absoluter Dickkopf. Da hilft alles rufen und schreien nicht, selbst Leckerchen können ihn nicht überzeugen. Schlecht erzogen. Aber wenn es darum geht das er mit jemand anderen mitgehen soll, dann ist Schluss mit Lustig. Und wenn er mal bei meinen Eltern auf mich wartet, dann sitzt er die ganze Zeit vor der Eingangstür und wartet das ich wieder komme. Meine Hündin würde das wohl nie tun. Im Gegenteil, die vermisst mich null.
 
Kasary

Kasary

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Nachdem ich hier in einigen Threads gelesen habe, dass gesagt wird, dass eine schlechte Bindung zwischen Hund und Besitzer besteht, weil z.B. der Hund nicht aus dem Spiel abrufbar ist, frage ich mich: Wie definiert Ihr Bindung?
Huhu,

also für mich hat Abrufen aus dem Spiel rein garnichts mit Bindung zu tun.
Das zählt bei mir nur unter Gehorsam und muss in vielen Arbeitsschritten von klein auf konsequent und dem Alter entsprechend erlernt werden. ;)

Bindung definiere ich dagegen vorallem über Vertrauen.
Der Hund weiß wo sein Platz ist, kennt sein "Rudel" (also uns Menschen) und fühlt sich dort wohl. Welchen Platz in der Rangliste er hat würde ich nicht unbedingt mit Bindung gleich setzen, immerhin hat auch der "Leitwolf" eine Bindung zum untersten Mitglied und das unterste Mitglied eine Bindung zum "Mittelmann".

Das Befolgen von Kommandos hat also in meinen Augen erstmal nichts mit Bindung zu tun, denn streng genommen ist es nichts anderes als Konditionierung und Akzeptanz von bestimmten Regeln.

Bsp. Ein pubertierender Teenie hat mit Sicherheit auch eine Bindung zu seinen Eltern, wird aber trotzdem das ein oder andere Mal absichtlich und provozierend die Regeln missachten oder seinen eigenen Kopf durchsetzen.
Das Beispiel hinkt ein wenig, das gebe ich zu, aber im Kern spiegelt es das wieder, was ich unter Bindung verstehe.

Mein Fazit: Ein Hund der nicht auf seinen Besitzer hört, hat nicht zwangsläufig eine fehlende Bindung (siehe Gründe zu Anfang), aber wo die Bindung fehlt, da wird der Hund normalerweise auch nicht hören. ;)

Liebe Grüße
 
Flumina

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Huhu

Das stimmt auch wieder Lindie. Es ist denke ich nicht einfach zu sagen Bindung ist schwehr zu erklären/beschreiben:) Du hast es aber auf den Punkt gebracht
 
L

Lindie

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Ja, bei meinem Rüden habe ich nicht so einen Wert auf Erziehung gelegt, da er an sich total unproblematisch ist. Er spielt nicht, von daher viel das abrufen aus dem Spiel aus. Er ist eher ein Einzelgänger und interessiert sich nicht für andere Hunde. Er rennt nicht weg, sondern läuft in der Regel immer hinter mir her. Ich war einmal im Krankenhaus, eine Woche. In der Zeit hat er nichts gefressen. Also ich denke Bindung ist schwer zu beschreiben.
 
*Mischling*

*Mischling*

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Wenn man Bindung am abrufen festmachen würde, hätte ja kein Junghund eine Bindung zu seinem Besitzer, denn die kommen zu 99% nicht gleich her, wenn sie gerade toben ;)

Ich glaube, was in den anderen Threads gemeint war, hat auch mit der Gesamtbeziehung zwischen Hund und Hundehalter zu tun, denn meist ist es ja nicht nur ein Problem, sondern die Ursache für das Problem liegt irgendwo tiefer. Es gibt bestimmt Situationen, in denen man merkt, mein Hund ist nicht nur nicht erzogen, sondern er hat überhaupt keine Bindung zu mir.

Mein Max war beim Spazieren gehen total selbstständig, hat immer einen würdevollen Abstand gehalten, geschnuppert und sich mit sich beschäftigt, ich bin "nur mitgelaufen". Habe ich aber umgedreht oder bin abgebogen, kam er mit und ihm wäre nie eingefallen, mit jemand anderem von mir wegzugehen. Dass er aber herkam, wenn irgendwo ein Hund war, war nicht, weil er mich soooo geliebt hat, sondern weil ich ihn erzogen habe ;)
 
Dogma

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Bindung definiert sich für mich auch ein ganzes Stück durch (gegenseitiges) Vertrauen und weniger durch Erziehung.

Als kleines Beispiel dafür erzähle ich mal von meinem Shorty (Doggenrüde), der von all meinen bisherigen Hunden die größte Bindung zu mir aufgebaut hat: Als ich Shorty damals bekam, kannte er noch nicht allzu viel von der Welt. Er hatte vor so ziemlich allem Angst, was neu für ihn war (und das konnten wirklich kleine Unterschiede zu bekannten Sachen sein). Er kannte unsere weißen Bodenfliesen nicht, er hatte Angst und wollte erst nicht drauf laufen, kurz danach zogen wir um und hatten wieder weiße Bodenfliesen, aber halt andere. Monsieur hatte wieder Angst und wollte diese Fliesen nicht betreten. Laminat? Angst. Treppen? Sowieso totale Panik...

Ein Jahr später konnte ich mit diesem Hund über offene Gittertreppen(!) gehen, über schwankende Holzstege, während unter uns das Meer rauschte. Mein damaliger Lebensgefährte führte ihn mal durch eine riesige Menschenmenge, ich war etwas versetzt hinter ihm. Shorty zog wie ein Wahnsinniger (klar... Angst). Zwischenzeitlich schloss ich zu ihnen auf und legte einfach mal meine Hand auf die Schulter des Hundes, während ich im Gespräch mit Freunden war (bei Doggen kann man sowas ja mal eben nebenbei machen), dann steckte ich wieder die Hände in meine Tasche. Ich selbst hatte mir dabei nicht einmal was gedacht, hatte es total unbewusst gemacht, doch irgendwann meinte mein Lebensgefährte zu mir, ich sollte doch wieder meine Hand auflegen. Erst da wurde mir bewusst, dass, sobald Shorty meine Nähe spürte, die Ruhe selbst wurde undvöllig entspannt neben mir her ging, die Nase vor lauter Coolness himmelwärts. (Sichtlich in seinem Männerstolz gekränkt, drückte mir mein Freund nur noch wortlos die Leine in die Hand. *gg*)

Auch Shorty hörte nicht unbedingt immer aufs erste Wort ( ist eh doggentypisch). Besonders im Spiel mit anderen Hunden galt für ihn eher die Devise: Solange ich ihn rufe, bin ich ja noch da. Irgendwie hatte er aber immer ein Auge für mich, denn sobald ich mich entfernte, also einfach losging, kam er wie von der Tarantel gestochen hinterher gerannt.

Auch ich finde, dass Kommandos nicht zwangsläufig mit Bindung zu tun haben, zumal Kommandos eine Menschenerfindung sind, die im Tierreich so nicht vorkommt. Dort wird vielmehr auf den/die anderen geachtet. Beim gemeinsamen Jagen rennt auch der Anführer plötzlich los und die anderen stürmen hinterher/nebenher, völlig wort- bzw. lautlos. Ein gut auf Kommandos trainierter Hund führt es auch aus, wenn ihm Fremde dieses Kommando geben. Aber freiwillig folgen würde er ihnen nicht unbedingt.
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

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Ich mache es daran fest das ich in den Augen meines Hundes Gott bin.

Nichts und Niemand ist so interessant für ihn als ich.

Z.B.

Er läßt mich nicht aus den Augen ohne mich zu kontrollieren
Sucht er Schutz dann tut er das bei mir
Er verläßt sich ganz auf mich, in allen Situationen

Daraus resulltiert das er eben auch Kommandos unverzüglich und zügigst befolgt weil er eben MIR gefallen will.

Meine erste Hündin war so und D.J. jetzt auch.
Weder Cindy noch D.J. jetzt, haben/hatten Kadavergehorsam sondern durchaus ihren eigenen Kopf.

D.J. hinterfragt so manches Mal ein Kommando (führt es aus, aber ich sehe förmich ein Fragezeichen über seien Kopf wieso, weshalb, warum gerade jetzt und hier) aber wehe ich wende mich ab und verschwinde ohne was zu sagen aus seinem Blickfeld. Da sind plötzlich alle anderen Hunde völlig Wurst und er perzt hinter mir her.

Das tut er wohl nur weil er mich selbst bei der Interaktion mit anderen Hunden nicht aus den Augen läßt, obwohl er für mich als Menschen manchmal scheint, als nehme er mich überhaupt nicht mehr wahr.

Zwischen Amy und mir stimmt die Bindung nicht so ganz.

Sie vertraut mir eben noch nicht in allen Dingen, meint öfter sich oder ein Familienmitglied verteidigen zu müssen und geht von daher nach vorn.

Sie kann noch immer nicht an meiner Seite gelassen an anderen Hunden vorbeigehen, solange die sich in unmittelbarer Nähe (gleiche Strassenseite) befinden.

Sie befolgt Kommandos, aber noch nicht so zuverlässig (ok, sie ist auch gerade mal 8 Monate), löst diese selbstständig auf, bekommt Angst und wird sehr unruhig bei einer einer Bleibübung wo gerade Mal 4-5 Meter zwischenliegen.

Es wird aber stetig besser. So sucht sie inzwischen Schutz wenn sie von fremden Hunden im Freilauf bedrängt wird.
Sie wird ruhiger in für sie stressigen Situationen indem sie sich auf das konditionierte Entspannungssignal einlassen kann.
Fremde Menschen haben draussen ihren Schrecken verloren wenn sie angeleint neben mir herläuft.
Solange ein anderer Hund auf der anderen Strassenseite bleibt gelingt ihr mittlerweile auch da ruhig an meiner Seite zu gehen, bleibt ansprechbar.

Ach, es gibt da noch so vieles, würde hier jedoch den Rahmen sprengen.
 
vani*

vani*

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Ich bin da eigentlich im Großen & Ganzen Kasay's Meinung, dass Bindung vorallem was mit Vertrauen zutun hat.
Mein Eurasier z.B. ist von Natur aus ein sehr selbstständiger & sicherer Hund, sodass er er nicht immer zu 100% abrufbar ist (noch nicht! :))
Aber sobald er Angst hat, oder sich erschreckt, kommt er zu mir, weil er weiß dass ich ihm Schutz vermittel und das ist für mich z.B. auch ein Zeichen von Bindung. Er vertraut mir und weiß dass er sich auf mich verlassen kann.
Das hat nix mit Abrufbarkeit oder Gehorsam zutun.
 
Ä

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Ich unterschreibe bei Kasary.
 
Kasary

Kasary

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Ich mache es daran fest das ich in den Augen meines Hundes Gott bin.

Nichts und Niemand ist so interessant für ihn als ich.
Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, mal kann unter bestimmten Umständen garnicht interessanter als alles andere sein, sehe ich das ein bisschen anders. Erziehung ist wichtig und gut und natürlich erwarte ich auch, das mein Hund mir gehorcht, aber es ist und bleibt ein Lebewesen, keine Maschine. Fehler passieren und es gibt auch mal Situationen in denen ich mich nicht perfekt verhalte... Wie kann ich dann erwarten, dass mein Hund mir bedingungslos und ohne es in Frage zu stellen immer und an jedem Ort an den Fersen hängt? Von daher finde ich die Symbolisierung von "Gott" etwas fragwürdig. ;)
 
Lilly-Walker

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Ich erwarte einfach das mein Hund mir bedinungslos folgt, egal in welcher heiklen Situation. Und wem folgt man bedinungslos wenn nicht seinem Gott?

Ich hätte an dieser Stelle aber auch König oder Kaiser oder meinetwegen auch Herrscher/Führer schreiben können, käme dem gleich.

Ich stelle folgen jedoch nicht mit Kadavergehorsam gleich. Ich schrieb doch das sie den auf keine Fall hatten/haben.

Ich denke mal das meine Hunde spüren ob ich ihnen genauso vertrauen kann wie sie mir.

Sollten sie sich einmal anders verhalten dann hat das zu 100% einen triftigen Grund dem ich dann nachgehe. In diesen Fällen überlege ich was ICH anders machen kann oder schaue WARUM der Hund in dieser oder jenen Situation nicht folgen will.

Ich hatte einmal eine Begebenheit mit meiner Schäferhündin.

Wir gingen einen Weg den wir täglich gingen. Nie zögerte sie ob es hell oder dunkel war.

Einmal aber zögerte sie, ging auf mein drängen zwar wieder einige Schritte mit und zögerte erneut.

Ich kehrte um weil ich wußte das sie nicht umsonst zörgern würde.

Gut das ich das getan habe, wie ich später erfuhr.
An diesem Abend wurden von zwielichtigen Typen dort Drogen in den Büschen links und rechts verteilt. Diese Typen sind bekannt und auch nicht zimperlich mit Leuten und auch Hunden, so ist es besser ihnen nicht in die Quere zu kommen.

Meine Hündin wäre mir, hätte ich darauf gedrängt, dennoch mit mir dort hergegangen aber ich verlies mich auf sie.

Vertrauen, da gebe ich dir und den anderen völlig Recht ist das A und O. Gehört für mich aber auch zum gottsein.

Ich denke das ist reine Definitionssache. Für mich heißt es eben Gott sein, für den anderen halt schlicht Vertrauen.
 
DyingDream

DyingDream

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...

Fuer mich ist Bindung eine Art unsichtbares Band bestehend aus Liebe, Vertrauen und gerne die Naehe des andere haben.
Bindung definiere ich dagegen vorallem über Vertrauen.
Der Hund weiß wo sein Platz ist, kennt sein "Rudel" (also uns Menschen) und fühlt sich dort wohl. Welchen Platz in der Rangliste er hat würde ich nicht unbedingt mit Bindung gleich setzen, immerhin hat auch der "Leitwolf" eine Bindung zum untersten Mitglied und das unterste Mitglied eine Bindung zum "Mittelmann".
Genau so definiere ich auch die 'Bindung' zwischen Hund und Mensch.
~§~
 
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Lindie

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Ich denke es kommt auch immer auf den Hund an. Meine kleine JR ist unheimlich lernbedürftig. Wenn ich ihr etwas neues bei bringe, dann hat sie es nach 3 Minuten drauf. Wenn ich sie rufe kommst sie wirklich sofort. Mein Rüde ist vom charakter ganz anders. Gerade beim Spaziergang. Schaue ich er ist weg. Ist er mal locker den anderen Weg gegagen. Der weiß das wir ihm dann eh hinterher laufen. Und wenn nicht, dann auch egal, dann läuft er halt alleine nach hause.
 
Barcelos

Barcelos

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Komisch, dass hier die Meisten ja das Ganze so sehen wie ich (wenn auch wesentlich besser ausgedrückt), aber in vielen Threads genau das Gegenteil gesagt wird. Wo sind die Leute mit der anderen Meinung hin?

Kasary hat es - für mich - genau auf den Punkt gebracht.
 
Schattenseele

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Genau so definiere ich auch die 'Bindung' zwischen Hund und Mensch.
~§~

Ich auch. Vor allem Vertrauen, gegenseitigen Respekt, gegenseitige Liebe (klingt das kitschig?) sind in meinen Augen wichtig für eine gute Bindung.
Abrufen, Kommandos haben in meinen Augen eher was mit Erziehung zu tun.
Dennoch glaube ich das man den Hund mit einer guten und festen Bindung besser erziehen kann und der Hund dann besser "zu einem herauf schaut".

Lg
 
ida22

ida22

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Hallo,

eine interessante Frage ... :eusa_think:

Für mich bedeutet Bindung auch in erster Linie Vertrauen, Respekt, Liebe; genau wie Kasary es ausdrückt: Der Hund (und der Mensch) kennt den jeweiligen Platz im Rudel, fühlt sich dort wohl, aufgehoben, sicher und bestätigt.

Sicher gibt es Hunde, die sich eher an ihren Menschen binden und andere wieder, die sich damit schwerer tun. Andererseits gibt es auch Menschen, an die sich Hunde eher und schnell binden; andere tun alles für den Hund und trotzdem können sie keine richtige Bindung (Vertrauensverhältnis) zu ihrem/einem Hund aufbauen.

Erziehung hat sicher nicht unbedingt was mit Bindung zu tun - wobei eine gute Bindung zwischen Hund und Mensch die Erziehung sicher sehr viel einfacher und leichter macht. Stimmt die Chemie zwischen Hund und Mensch, klappt vieles wie von alleine.

Naja, wie kann man eine gute Bindung zum Hund aufbauen :eusa_think:? Ich denke, indem man sich auf den Hund einläßt, versucht ihn zu verstehen und zu "lesen"; sozusagen ein Leben miteinander, als Familienmitglied.

Dazu gehört für mich auch, daß man viel mit seinem Hund unternimmt. Dadurch lernt man sich kennen, weiß wie der andere reagiert und kann ihn einschätzen. Es entsteht Vertrauen, Achtung und Zuneigung.

Auch Blick- und Körperkontakt finde ich sehr wichtig. Jeden Blick- und Körperkontakt, den meine Hunde freiwillig zu mir aufnehmen, belohne und bestätige ich eigentlich.

*ach* Bindung zum Hund ist doch eigentlich das, was das Leben mit Hund so schön macht. Wenn man mit Liebe und Verständnis an die Sache rangeht, braucht Bindung keine speziellen Übungen, kein wirkliches dran "Arbeiten" - sie entsteht ganz automatisch als Nebenprodukt beim täglichen Umgang mit dem Hund.

LG Ida
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

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Das erlernen von Kommandos ist Arbeit die man gemeinsam mit dem Hund macht und das fördert halt ganz beiläufig die Bindung. Vorausgesetzt es passiert ohne Gewalt sondern mit Ruhe und Geduld.

Alles was man gemeinsam mit dem Hund tut ist bindungsfördernd, das wird sicher jeder HT bestätigen.

Dazu gehören sicher noch eine ganze Reihe anderer Dinge als das einüben von Kommandos.

Gehe ich also gemeinsam mit meinem Hund auf die Jagd (Suchspiele etc.) fördert das u.A. die Bindung.

Kuschel ich gemütlich mit dem Hund, kraule ihm zärtlich durch den Pelz ist das auch bindungsfördernd.

Ich glaube man kann die Bindung nicht auf ein einzelnes Wort reduzieren, oder in ein Wort fassen. Dazu gehört soviel mehr.
 
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Lindie

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Wobei das aber auch immer vom Hund abhängig ist. Wenn ich meine kleine Anschaue, mit ihr habe ich das alles gemacht. Auch aus dem Spielabrufbar, läuf ohne leine, hört immer beim ersten Befehl, rennt dann zu mir. 100 % erzogen. Aber wenn es darum geht das jemand anders sich um sie kümmert oder so, dann hat sie da auch kein Problem mit. Ich denke sie hat schon sehr viel schlimmes mitgemacht und sicher auch die eine oder andere Bezugsperson verloren.
 
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