"Interessanter sein als Artgenossen!"

Diskutiere "Interessanter sein als Artgenossen!" im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Wie die Überschrift schon sagt, geht es um den Satz "Du musst interessanter sein, als seine Artgenossen!". Immer wieder lese ich hier im Forum...
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Kasary

Kasary

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Wie die Überschrift schon sagt, geht es um den Satz "Du musst interessanter sein, als seine Artgenossen!".

Immer wieder lese ich hier im Forum diesen Ratschlag und ich kann darüber ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln. Jetzt mal Hand aufs Herz, funktioniert das bei euch?

Ich persönlich bin der Meinung, dass es Traumtänzerei ist und das man in gewissen
Situationen einfach nicht interessanter sein kann, wie ein Artgenosse. Vielleicht passen ab und an die Zufälle und ich streite auch nicht ab, das man auf 100m Entferung zum Artgenossen auchnoch die Möglichkeit hat, den eigenen Vierbeiner abzulenken, aber wenn dieser bereits losprescht oder sogar spielt, dann kann der Besitzer zappeln, quieken und mit dem Lieblingsspielzeug wedeln und es wird den Hund nicht interessieren.

Warum denn auch? Unsere Hunde kennen uns und unsere Geräusche.
Ein Welpe findet das interessant und auch ein Jung- oder Althund mag darauf anspringen, wenn die Ablenkung gering ist, aber ihm mit der "Interessanter-machen-Methode" von Artgenossen abzulenken, ist in meinen Augen unmöglich.

Sowas muss man konditionieren und in vielen kleinen Schritten erlernen, dann kommt der Hund, auch wenn er das Spiel mit dem Artgenossen vielleicht interessanter fände, aber einfach so und nur weil Frauchen da herumhüpft, ich kanns mir nicht vorstellen...

Wie auch immer, mich interessiert eure ehrliche Meinung.
Klappt diese Methode bei euch wirklich oder ist das einfach nur einen Satz, den man gerne weiterreicht, ohne dabei selbst erfolgreich zu sein?

Liebe Grüße
 
25.02.2011
#1
A

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Guest

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xsofiixx

xsofiixx

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Also, ich versuchs nicht mal, ich freu mich jedesmal wien lämmchen, wenn mein hund mit "fremden" hunden spielt, wenn wir dann weiter gehen kommt sie auch ohne problem.
Das das funktioniert, wenn besitzer plötzlich am rad dreht und weg läuft, sollte ein hund eig. schon kommen, aber wer dreht so arg auf?
 
maspie

maspie

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Also bei mir funktioniert es, spätestens wenn ich ein bisschen laufe und ihn rufe kommt er. Und das zu 98%...Das kann natürlich daran liegen das Ciccio generell für die wenigsten Artgenossen etwas übrig hat.

Ich finde es ist vom Hund abhängig, für mich ist es einfach wichtig das mein Hund sich auf solchen Situationen problemlos abrufen lässt da er gerne mal anfängt zu mobben...
 
Kasary

Kasary

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Ich finde es ist vom Hund abhängig, für mich ist es einfach wichtig das mein Hund sich auf solchen Situationen problemlos abrufen lässt da er gerne mal anfängt zu mobben...
Nur nochmal, das wir uns richtig verstehen:

Ich finde es auch wichtig, das ein Hund sich auch aus dem Spiel oder von anderen Artgenossen abrufen lässt und ich habe auch selbst die Erfahrung gemacht, dass ich meinen Hund, wenn er ein paar Minuten gespielt hat, recht einfach wieder auf mich lenken kann, indem ich zappel, quieke und Co.
Allerdings ist das dann nicht mein toller Eigenverdienst, sondern der Hund kommt, weil er die erste Neugier besiegt hat und weiß, dass ich ansonsten ohne ihn weiter gehe. Ich bin also nicht wirklich interessanter, er akzeptiert bloß meine Regel...

Liebe Grüße
 
ida22

ida22

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Ich weiß ja nicht ... :eusa_think:

Ich denke, als Hundehalter interessanter zu sein als ein geliebter Hundekumpel, ein Mauseloch oder ein Haufen Pferdeäpfel - das ist schon echt schwer, wenn nicht unmöglich. ;)

Klar rufe ich meine Hunde auch ab, wenn sie am Spielen sind, nach Mäusen buddeln u. ä. - und in 99 % kommen sie auch. Aber ich denke, sie kommen, weil sie das Kommando kennen, weil sie um die Konsequenz bei Nichtbefolgung wissen und weil sie wissen, dass es jetzt weitergeht ...

Manche Sachen muss man eben im Leben machen und akzeptieren, auch wenn man lieber was anderes, interessanteres tun würde - da geht es den Hunden wie dem Mensch.

Lg Ida
 
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Isabel2490

Isabel2490

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Ich finde es unmöglich interessanter zu sein als ein Artgenosse. Wir sind halt einfach keine Hunde ... Wieso sollte der Hund dann lieber mit uns spielen, als mit anderen Hunden? Dazu müssten wir wohl erst mal lernen auf vier Beinen so schnell rennen zu können und uns einen Schwanz etc wachsen lassen :lol:
Ich persönlich will auch gar nicht interessanter sein als ein andrer Hund. Natürlich sollte man seinen Hund aus dem Spiel abrufen können und er sollte auch nicht regelmäßig abhauen um mit anderen zu spielen. Aber das wars auch ;)
 
Chari

Chari

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Ich finde auch, es ist schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, spannender zu sein als andere Hunde.
Wenn Joy mit anderen Hunden tobt, rufe ich sie nur sehr selten und auch nur, wenn sie mich gerade anschaut, da sie sonst noch nicht kommen würde.
Es ist aber bestimmt möglich, die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken, wenn der Hund noch einige Meter entfernt ist. (Bei uns müssen es noch sehr, sehr viele Meter ein.)
Ich denke, nur die wenigsten Hunde lassen sich im vollem Spiel abrufen. Ich bin schon zufrieden, wenn Joy mir folgt, wenn ich dann weitergehe.
 
Schattenseele

Schattenseele

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Ich denke auch das es fast unmöglich ist, interssanter zu sein.
Vielleicht wenn man ein großes Stück Fleisch in der Hand hat und ich glaube dann wär auch nicht der Halter interessanter sondern lediglich das Stück Fleisch.
Abrufen aus dem Spiel sollte dennoch machbar sein. Aber ich glaube das hat mit Training zu tun und nicht mit "interessanter" sein..


Lg
 
Kasary

Kasary

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Danke euch. Ich bin froh, das ich nicht alleine mit dieser Meinung bin, aber da es so oft (auch hier im Forum) von verschiedenen Hundehaltern genannt wird, wollte ich es jetzt mal genau wissen.

Mein Gefühl ist einfach, dass viele den Satz gern sagen, sich aber garnicht im Klaren darüber sind, welche Ursachen jetzt wirklich Einfluss auf eine Situation haben.
Abrufen aus dem Spiel ist wichtig und nötig, das schrieb ich ja bereits. Aber sowas braucht Zeit, muss erlernt werden und fordert vorallem, das der Hund den Halter im Auge hat. Ein Junghund, der gerade mit wehenden Ohren auf einen Artgenossen zurennt, der ist mit seiner Aufmerksamkeit aber definitiv nicht bei dem Besitzer und folglich auch nicht Ansprechbar. Ob man nun einen afrikanischen Buschtanz aufführt oder nicht.

Und ich glaube, dass man das Wort "interessant sein" dann viel zu früh pauschalisiert.
Bin ich wirklich interesanter, nur weil mein Hund sich nach 2 Min. Spiel abrufen lässt oder hat er da nur die erste Neugier befriedigt und kann sich wieder auf mich konzentrieren und somit meine Kommandos wahrnehmen? Für mich ist das ein riesen Unterschied...

Bzw. Bin ich wirklich interessanter, wenn mein Hund freudestrahlend vom Misthaufen herunter springt oder kommt er, weil er seinen Willen "einen Pferdeapfel schnell herunter zu würgen" schon durchgesetzt hat?

Ihr seht, mir geht es jetzt nicht um den Sachverhalt ansich, sondern wirklich nur um die Bedeutung der Aussage INTERESSANTER SEIN...

Liebe Grüße
 
Schattenseele

Schattenseele

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Ne die Aufmerksamkeit ist dann echt weg.
Man muss dann schneller reagieren und dem Hund vorher eine Aufgabe geben.
Sitz, Platz, Keks suchen usw.
Und dann mit dem Kommando "lauf" zu den anderen Hunden gehen lassen.
So hat man die Aufmerksamkeit vorher nochmal bekommen und hat dem Hund dann sozusagen die Erlaubnis gegeben zu andern Hunden zu rennen..

Lg
 
hasenhoernchen

hasenhoernchen

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hmmm ich weis nicht.also fame hat ja auch angst vor anderen hunden.
aber selbst bei meiner mum,wo er mit anderen hunden rumtobt und spielt...fame lässt sich eig immer zu 100 % abrufen,von egal was.... :eusa_think: ob ich jetzt intressanter bin oder er das andere nur nicht sooo spannend findet..weis nicht.
aber fame ist ja eh anders :mrgreen:
 
Loscampesinos

Loscampesinos

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Hach, nun ja, dann kann ich es ja auch zugeben: Der Pferdeapfel ist interessanter als ich. :/
Momentan sind es eher Schafsknödel, danke an die lieben Schäfchen, die 90% unserer Felder hier "gedüngt" haben. :mrgreen:

Loulou sieht den köstlich duftenden Schafsknödel und ihr läuft förmlich der Sabber im Mund zusammen. Ich weiß, dass sie unheimlich gerne hin würde, mal hier schnuppern mal da.
Das sind dann Momente in denen ich denke: Nee Linda, du bist interessanter als der Knödel! (Solche Gedanken muss man auch erst mal haben :roll:)
Bin ich aber nicht, ich kann meinen Hund vllt kurze Zeit ablenken, aber mehr auch nicht.

Stellt euch doch mal vor, ihr geht in einen Park mit Achterbahnen und Eisständen und Zuckerwatte... und neben euch tappst eure Mama. :D
Eure Mama hat euch extra belegte Brote mitgenommen.
Würdet ihr lieber Achterbahn fahren und Zuckerwatte schlecken oder mit eurer Mama umherlaufen und ihre belgten Brote essen?
Wenn eure Mama euch drum bitten würde, würdet ihr wohl mit ihr gehen, aber interessanter wäre sie deswegen noch lange nicht.
(Ähm ja, nur ein Beispiel... der Vergleich hinkt ein wenig, aber ich denke man kann verstehen worauf ich hinaus möchte. :D)

Das selbe gilt natürlich für die Artgenossen.

So und nachdem ich jetzt voll Lust auf Zuckerwatte gekriegt habe, beende ich diesen doch recht essenslastigen Beitrag und geh mir was Süßes holen. :uups:
 
DyingDream

DyingDream

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...

Bei uns funktioniert es eigentlich recht gut.
Wobei ich in einigen Situationen auch wirklich eine 'Aktion' zeigen muss, um auch interessanter zu sein.

Im Grunde genommen ist das -zumindest für mich und bei mir- einfach ein Ding der Erziehung.

Wenn ich dem Hund bescheid gebe, dass er kommen soll oder seine Aufmerksamkeit auf mich lenken soll, dann wird es auch gemacht.
Ob da nun ein fremder Hund kommt und mein Hund am hinrennen ist, Hunde miteinander spielen, was zu futtern irgendwo rumliegt oder ein Hase vor der Hundenase losrennt.
Für mich ist der Rückruf einfach unheimlich wichtig, so dass ich dieses in allen möglichen Situationen auch übe.

Aber ja - letztlich ist es bei uns auch Tagesform-abhängig. Mitunter klappt es halt nicht, wie es sollte. Aber wie heißt es so schön?
"Nobody is perfect"
~§~
 
Kasary

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Im Grunde genommen ist das -zumindest für mich und bei mir- einfach ein Ding der Erziehung.

Wenn ich dem Hund bescheid gebe, dass er kommen soll oder seine Aufmerksamkeit auf mich lenken soll, dann wird es auch gemacht.
Na siehste, dann ist hier "interessant machen" auch nicht das richtige Wort.
Deine Hunde befolgen ein Kommando, nicht mehr und nicht weniger.
Aber tolle und spannender wie die Artgenossen bist du vermutlich trotzdem nicht. ;)
 
*Daisy*

*Daisy*

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Hallo,

bei mir klappt das auch! Bei Daisy können auch Rehe vor die Nase laufen, ich ruf sie und sie kommt zurück, das war ein ganzes Stückchen arbeit, denn als wir sie bekamen ist sie jedem Tier hinterher.

Auch wenn wir in der Gruppe sind kommen meine Hunde zu mir. Dafür gibt es ein Leckerlie und wir spielen zusammen.

Also mit üben klappt das auch. Zumal meine Hunde nicht einfach zu anderen hunden rennen dürfen. Ich vermeide die Situation also schon vorher.

lg
Anni
 
Schattenseele

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Das mach ich auch.
Maxi darf auch erst nach einer Aufforderung zu anderen Hunden.
Das klappt auch meist ganz gut. Es sei denn, die anderen Hunde laufen frei und rennen auf Maxi zu.
Dann bekomme ich seine Aufmerksamkeit fast nie...

Lg
 
Barcelos

Barcelos

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Ach Kasary, Du sprichst mir aus der Seele(wie einige andere hier natürlich auch). Dies wäre, wenn Du mir nicht zuvor gekommen wärst, wohl mein Nachfolgethread von "Bindung" geworden.:mrgreen:
 
Tayet

Tayet

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Also der Bruder von Peach ist so ein Streber. Frauchen für ihn ist eindeutig interessanter als Artgenossen. Hatten vor kurzem Welpentreff: alle wild rennen, zerren, spielen. Er bleibt bei Frauchen..kurz ins Spiel rein, wieder weg von anderen ab zu Frauchen.
War schon bisschen komisch, alle andere rannten wie bekloppt, wir haben die gar nicht gerufen etc. Nur einer war abseits. Und irgendwie war es auch traurig..er hat nicht am gemeinsamen Spiel teilgenommen, weil sonst ist die Frauchen ja alleine. Muss es sein? Findet ihr das schön?

Morgen ist auch wieder Geschwistertreff, mal schauen wie er sich entwickelt hat.
Wenn ich weg gehe, kommt Peach auch angerannt, aber ich erlaube ihr auch einfach abzuschalten und zu toben.
 
Schattenseele

Schattenseele

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Nein. Schön finde ich das nicht.
Ein Hund muss zum spielen laufen finde ich.
Dennoch wäre es mein Traum das Maxi in jeder (!!) Situation abrufbar wäre.
Ich würde ihn nicht immer aus dem Spiel reißen wollen, er muss auch Hund sein dürfen.
Aber ganz ignorieren sollte er mich als Frauchen dann halt auch nicht.
Eine gesunde Mischung wäre super.

Berichte doch dann morgen bitte mal wie er sich gemacht hat. Das würde mich doch interessieren.

Lg
 
Isabel2490

Isabel2490

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Ich finde das auch nicht schön, wenn Hunde sich nicht am Spiel beteiligen. Murphy war als Welpe auch so. Ist lieber bei mir geblieben als mit den anderen Kleinen zu spielen. Das wollte ich nie haben :D Deswegen wurde auch immer schön gegen dieses Verhalten angearbeitet und mittlerweile spielt er mit fast jedem Hund gerne :)
 
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