Hund übernimmt Chefrolle

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Saphi09

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Hallo zusammen,

es handelt sich hierbei nicht um meinen Hund, sondern um einen aus dem Tierheim, mit dem ich aber gerne arbeiten möchte, weil er sonst kaum Chance auf Vermittlung hat.

Es ist ein kleiner Bichon Frisémix, Rüde. Beim Spaziergang zerrt er die ganze Zeit wie ein doller
um wieder zum TH zurück zu kommen und stößt dabei Laute aus, die wie ein protestierendes Ächzen klingen (doof zu beschreiben). Ansprechbar ist er während seinem Protestgehabe auch nicht und durch leichte Rucke an der Leine ebenfalls nicht zu beeindrucken. Grundgehorsam vermisst er anscheinend gar nicht, aber ich weiß auch nicht wie ich ihm etwas beibringen soll wenn er die ganze zeit in die Richtung zieht aus der wir hergekommen sind?
Das nächste Problem das er anscheinend hat ist, dass er die Chefrolle übernehmen will und die dann auch mit seinen Zähnen verteidigt. Wie reagiert man darauf? Ich hatte bisher das Glück keinen dominanten Hund zu besitzen oder damit zu arbeiten, deswegen bin ich absoluter Anfänger in dem Gebiet. Um ehrlich zu sein spiele ich auch mit dem Gedanken ihn mir zu holen.. aber jetzt möchte ich erstmal eure Antworten hören :)
Danke im vorraus für eure Mühen!
 
04.03.2011
#1
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Dogma

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Für mich klingt das nicht nach Dominanz, sondern nach fast panikartiger Unsicherheit. Für Tierheimmitarbeiter ist es aber fast nicht machbar, für einen einzelnen Hund so viel Zeit aufzuwenden, dass ihm die nötige Sicherheit vermittelt werden kann, denn es braucht Zeit, bis der Hund genug Vertrauen dafür aufbauen kann.

Wenn das Tierheim mit privaten Pflegestellen zusammenarbeitet, dann wäre der Kleine ein absoluter Kandidat für eine solche. Es ist einfacher, im familiären Umfeld dauerhaft und konsequent mit dem Hund zu arbeiten, anstatt nur mal zwischendurch für ein paar Momente, während er für den Rest des Tages wieder im Zwinger auf sich gestellt ist.
 
Saphi09

Saphi09

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Wenn man ausschließen kann dass es keine Dominanz ist, wie geht man dann mit derartiger Unsicherheit um? Wenn er beißt/zwickt oder die Zähne zeigt, wie reagiert man da richtig?
Was mich zudem auch noch interessieren würde wäre, ob sich das ändern kann wenn ein Hund keine Männer mag. Das ist bei diesem Hund so und war bei meiner Hündin Fiene auch so. Sobald ein Mann zu nahe kam ging das gebelle los, hat derjenige sie dann nicht in Ruhe gelassen, oder gar noch anfassen wollen knurrte sie. Bei dem TH-Rüden ist es das gleiche, kann man daran auch arbeiten? Unsere Hündin hatte das nämlich nie abgelegt..
 
fructy

fructy

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Ich habe auch einen Hund, der nicht wie erst gedacht aus Dominaz sondern aus Unsicherheit auf blöd macht. ICh arbeite gerne mit ihm und ma n sieht erfolge. Ob es ausreicht vom Th aus mit ihm zu arbeiten bezweifel ich auch. Ein Unsicherer Hund, braucht feste Strukturen und regeln! Ich fütter grad fast ausschließlich aus der Hand, gehe zu selben Uhrzeiten gassi und bin konsequent. Im ersten moment wirkt diese Konsequenz vielleicht lieblos aber ich verspreche dir, mein Hund bekommt ganz viel Liebe!! Ein Hund braucht regeln um Sicherheit aufzubauen, dann wird er sich auch an dir orientieren.

Grüße
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Wann beisst und zwickt er denn? Und wie oft bist du zurzeit bei ihm oder hast es vor?
 
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Saphi09

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Ich werde ihn die kommende Woche auf jeden Fall besuchen gehen :) Wie oft ich dann dort sein kann weiß ich nicht genau, kommt auf die Fahrbereitschaft meiner Eltern an. Im Steckbrief von dem Kerlchen steht dass er die Chefrolle mit seinen Zähnen verteidigen würde, ich nehme an dass er das immer dann tut wenn man ihn schimpft oder anpackt (Angst?). Wie genau gehst du denn mit deinem Hund um und was übt ihr? Hättest du Ideen wie man mit so einem Hund umgehen sollte? Ich frage auch deshalb, weil ich Interesse an ihm habe, trotz dass er schwierig ist..
 
Dogma

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Wenn du bereit bist, dem Hund zu zeigen (und auch zu beweisen), dass du das Zeug zum Chef hast und er dir vertrauen kann, dann lies dir mal den Thread "Wie werde ich Rudelchef" durch. Dort stehen schonmal diverse Verhaltensweisen dazu. Besonders wichtig ist dabei immer, wirklich Ruhe und Souveränität auszustrahlen und auch extrem auf die eigene Körpersprache zu achten. Ein "Aus" z.B. darf nicht nur gesagt werden, du musst es auch meinen und durch deinen Körper zum Ausdruck bringen. So lässt du keinen Zweifel an dir als Leader. Ebenso wichtig ist Konsequenz. Wenn du etwas von dem Hund möchtest und ihm einmal ein KOmmando gegeben hast, dann musst du auch dazu stehen - und wenn es ewig dauert, bis der Hund dieses Kommando ausgeführt hat, die Geduld musst du aufbringen.

Und erwarte von dem Hund nicht gleich Wunder. Verlange nicht direkt, dass er sich dir unterordnet. Hat er sich von dir und deinem Können überzeugt, folgt er dir freiwillig. So einen Führungsplatz kann man nicht erzwingen, man muss ihn sich verdienen.
 
fructy

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Wenn er fletscht wenn man ihn anpacken will ist das bei ihm vielleicht angst, viele th hunde haben keine gute vergangenheit. Im ersten schritt würde ich ihn nicht mit der leine von seinem gewohnten umfeld wegreissen( der einzige ort wo er sich vielleicht grad sicher fühlt) Setz dich doch vielleicht einfach mal mit einem haufen leckerlie und wenn er spielzeug gern hat auf den boden und warte, sprich ihm gut zu und versuch ihn mit leckerlie zu locken leg sie erst etwas von dir weg, lass ihn schnuppern, streichel ihn noch nicht, leg das leckerlie direkt vor dich, dann auf deinen schoß und irgendwann mal aus der hand, bedräng ihn nicht durch streicheln.. dann kannst du es mal im stehen probieren. So würde ich vielleicht den Anfang gestalten um etwas vertrauen zu schaffen. Aber das sollte sich über tage steigern( darum fragte ich wie oft du da bist)
Konsequenz bei mir und Paule: Er muss grundsätzlich vor dem fressen platz vorm napf machen und darf erst fressen wenn ich das sage. Und er hat dafür zehn minuten zeit, meint er in der zeit nicht zu fressen kommt es weg,pech gehabt, anfangs meinte er sich den ganzen vormittag zu bedienen, der rudelführer bestimmt wann gefressen wird und er frisst auch immer zuerst, dh erst frühstücke ich in ruhe und dann er.
Weiter hat er keine aufmerksamkeit zu fordern, wenn er ankommt, kopfauflegen, mir schne augen machen, mit Spielzeug kommen, ignoriere ich das (naja meistens;-), nobody is perfect) wenn er sich dann ruhig ablegt und die situation vorbei ist, sag ich an das jetzt gekuschelt oder gespielt wird.
Mein PAule darf aufs Sofa aber wenn man das nicht möchte muss man ihn auch konsequent runterschmeissen, einmal drauf gelassen weil er grad so süß guckt, fängt man wieder bei null an....

GRüße unßd erzähl mal wie es mit euch weiter geht, ps was ist es denn für ne Rasse/ Mischung
 
Dogma

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... der rudelführer bestimmt wann gefressen wird und er frisst auch immer zuerst... Weiter hat er keine aufmerksamkeit zu fordern, wenn er ankommt, kopfauflegen, mir schne augen machen, mit Spielzeug kommen, ignoriere ich das (naja meistens;-), nobody is perfect) wenn er sich dann ruhig ablegt und die situation vorbei ist, sag ich an das jetzt gekuschelt oder gespielt wird.
Mein PAule darf aufs Sofa aber wenn man das nicht möchte muss man ihn auch konsequent runterschmeissen, einmal drauf gelassen weil er grad so süß guckt, fängt man wieder bei null an....
Darf ich dir mal kurz in diesen Punkten widersprechen?

Beobachtungen von Hunden und Wölfen haben gezeigt, dass der Alpha durchaus auch mal die Rangniederen zuerst fressen lässt, wenn er selbst gerade keinen Hunger hat. Dadurch verliert er nicht gleich seinen Status. Er hat aber das Wahlrecht, ob er fressen möchte oder nicht und die anderen warten diese Entscheidung ab.

Auch dürfen rangniedere Hunde/Wölfe ranghöhere zum Spielen auffordern. Es liegt dann halt nur dann an deren Lust und Laune, ob sie der Spielaufforderung nachkommen oder sie abweisen. Den Hund erst zu ignorieren und dann deinerseits im nächsten Moment, sobald er resigniert hat, zum Spiel zu animieren, macht einen launischen bis inkonsequenten Eindruck auf den Hund, was eher kontraproduktiv für die Rolle eines Leaders ist. Wenn ein Hund den Menschen zum Spielen auffordert, dann entscheidet der Mensch, ob er darauf einegehen möchte oder nicht, aber dann sollte er in dieser Situation auch konsequent sein und bei seiner Entscheidung bleiben.

Ebenso kann man einen Hund auch mal auf die Couch lassen und ihm in einer anderen Situation diesen Platz verweigern (weil z.B. Besuch kommt oder weil man sich selbst lang machen möchte). Wichtig auch hier ist nur, dass die getroffene Entscheidung in dieser Situation durchgesetzt wird. Das heißt aber nicht, dass diese Entscheidung für immer und ewig gilt.

Wichtig ist also, dass der Mensch die Entscheidung in einer bestimmten Situation trifft und dieser Entschluss dann auch für die gesamte Situation gilt. In einer anderen Situation kann diese Entscheidung aber auch wieder ganz anders ausfallen. Das ist nun mal das Privileg des Leaders: Er entscheidet, was, wann und wo passiert. Aber er bleibt dann auch in dem Moment bei der Entscheidung und ändert diese nicht direkt wieder.
 
fructy

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Bei mir hat es geholfen und bei vielen anderen Hunden auch! Aber vielleicht zählt primär auch erstmal das man sich überhaupt mit dem Hund beschäftigt und arbeitet.

bei dem Sofa meinte ich, wenn man ihn nie auf dem Sofa haben will, darf man keine ausnahme machen, sonst steigt er anschließend völlig selbstverständlich wieder aufs Soa
 
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