Lernen über Meideverhalten

Diskutiere Lernen über Meideverhalten im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Nun mal bitte halblang hier. Ninchen, deinen Beitrag habe auch ich so verstanden wie die anderen. Du legitimierst das Anschreien und firstdas...
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Dogma

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Nun mal bitte halblang hier.

Ninchen, deinen Beitrag habe auch ich so verstanden wie die anderen. Du legitimierst das Anschreien und
das "oder so", was auch immer das sein mag und lobst im selben Atemzug die Methoden deiner Trainerin. Dann auch noch patzig auf einen anderen Thread zu verweisen, wo wir uns bitteschön die Mühe machen sollen, deine Trainingsmethoden nachzulesen, finde ich schon ziemlich frech.

Wenn du dich undeutlich ausdrückst, müssen noch lange nicht die anderen unter einem "zurückgebliebenen Leseverständnis" leiden.
 
nudl

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hey hey hey! Jetzt hört mal wieder auf mit dem rumgezicke!
Niemand hat gesagt, dass du deinen Hund anschreist.


Ich denke immer noch, dass nur weil jemand ne sendung bei Vox hat, das nicht automatisch bedeutet, das er kompetent ist.
Würde mein Trainerin mit solchen Methoden arbeiten, hätte ich das Training auf der Stelle abgebrochen. Gott sei dank hat sie da ähnlich ansichten wie ich.
 
hasenhoernchen

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sag mal? was hast du für probleme?
und leiber verhätschele ich meinen hund und verwöhne ihn,als ihn anzuschreien
ich weis zwar nicht,was du unter verwöhnen verstehst aber naja.
ein liebevoller umgang? das er mit im bett schläft? das wir regelmäßig raus gehn und er hundefreunde treffen darf und gutes futter bekommt? ja dann verwöhne ich ihn und ich stehe dazu.
und handtasche und kostümchen gibts hier nicht und ich stehe dazu

brauchst auch nicht im offtopic über mich zu schreiben als ob ich nicht da wäre?
 
nudl

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ich hab mal den Titel angepasst. Könnte ein Mod mir bitte den Thread umbenennen?
Dann können wir hier auch allgemein über solche methoden diskutieren.
 
Dogma

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Foren-Engel
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Welchen Titel hättest du denn gerne? Dann gehe ich den mal eben ändern.
 
Lilly-Walker

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Ich habe für Amy auch eine Rütteldose. Wenn sie die Katzen packt dann ist Schluß mit Lustig, da kenn ich kein Wenn und Aber. Sie hat die drei nicht im Nacken zu packen und ich biete auch kein Alternativverhalten an.

Das Einzigste was ich ihr zur Rütteldose liefer, ist der Satz: Nein, Katzis in Ruhe lassen.
Den hat sie inzwischen damit verbunden und es kommt höchst selten vor das sie daran erinnert werden muß.

Will sie die Katzen lediglich hüten sieht das wieder ganz anders aus. Da hat eine Rütteldose nichts zu suchen und da unterbinde ich mit einem Nein und biete ein Alternativverhalten an.

Meideverhalten ist in der Tat nicht so prickelnd doch gibt es Situationen wo es nicht nur gerechtfertigt ist, sondern u.U. sogar lebensrettend. In unserem Fall, lebensrettend für die Katzen die sicherlich ohne dem längst schon totgeschüttelt worden wären.

M.R. setzt solche harten Mittel nicht leichtfertig ein, sondern wohl überlegt und er weist ganz klar darauf hin das diese Methoden nicht für jeden Hund und jeder Situation anwendbar sind. Er erläutert sogar das es einen Hund sogar nachhaltig schädigen kann.

Einem ängstlichen Hund, der seine Angst durch bellen zum Ausdruck bringt, mit einer Frisbeescheibe (vor die er Angst hat) Einhalt zu gebieten, ist folglich kontraproduktiv und der Hund lernt nur das seine Angst absolut begründet ist.

Ob die Idee den Hund am Tor mit Futter zu bestechen nun gut ist, wage ich allerdings auch zu bezweifeln. Allerdings müssen die Halter Prioritäten setzen.

Ist ihnen nur wichtig das der Hund seine Angst verliert wenn dort Leute reinkommen, dann ist Futter sicherlich ok. Soll der Hund jedoch durchaus melden wenn wer kommt ist es sicherlich kontrakproduktiv und man sollte sich was anderes überlegen.

Ich habe den Anfang leider verpasst und weiß leider nicht was für die HH denn nun am wichtigsten sein soll.

Ich selbst wäre mit dieser Methode jedoch nicht einverstanden weil ich nicht wollte das meine Hunde von fremden Menschen Futter annehmen.
 
xsofiixx

xsofiixx

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Also ich fine, man muss immer die situation auch mit einbeziehen und wie der Hund sich da verhält. Die folgen wo rütter die dose verwendet weiß ich jetz nicht.
Aber wenn der Hund zb was macht was er nicht soll, ist davon aber so "in bann gezogen" das er nicht mehr abrufbar ist, dann kann die dose helfen, ihn sozusagen wieder aufzuwecken und abrufbar zu machen.
Wenn der Hund aber hellwach hier ist, und ihm das dann angst macht, is es natürlich ncht gut.
Aber auch denk ich das ein normaler staker Hund, bei der Dose nicht gleich in panik verfällt, angstzustände bekommt und sonst was. Klar denkt der erstmal: Mein gott was war das denn, und versteht grad nichtwo das hergeflogen kommt.
Wenn er nun immer wieder was macht was er nicht soll, und bam kommt die dose, sollte der Hund so "stark" sein um eben nicht jedesmal in panik zu verfallen sondern nur mal überrascht zu sein!
Denn dann macht das ding auch sinn, nur ein Hund der dann wirklih die Rute einzieht, dem darf man das halt nicht antun!
 
nudl

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Dogma,
ich habs oben mal in "Lernen über Meideverhalten -oder- Wer guckt gerade "der Hundeprofi"?" geändert, aber einfach nur "Lernen über Meideverhalten" reicht vermutlich auch.;)

Dankeschön


ich komme mal nochmaö darauf zurück:
selbst wenn man einen hund mal anschreit oder so..in dem moment hat er vielleicht angst aber bald hat er es vergessen und kommt trotzdem wieder zum schmusen.
Da widerspreche ich.
Natürlich kommt der Hund wieder zu Schmusen, aber vergessen hat er es deshalb noch lange nicht.
hunde können sich dinge sehr lange merken und reagieren auch entsprechend.

Ich kenne eine Hündin, die mithilfe von wasser aus einer sprühflasche "erzogen" wurde.
Mittlerweile haben sie diese erziehungsmethode wieder aufgegeben. Trotzdem hat die Hündin panische angst vor der Flasche.
Sie verknüpft also völlig falsch, zb wenn Frauchen ihre Pflanzen besprüht.
Das finde ich auch sehr fatal an dieser Methode...
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

xsofixx,

diese methode beruht darauf, dass der hund angst bekommt.
Er meidet eine bestimmte Situation, wei er angst hat, dass es wieder scheppert/spritz/was auch immer.

Mit aufmerksammachen hat lernen durch meideverhalten nix zu tun.
Dazu müsste man die dose auch sicherlich nach dem Hund werfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

Merlin2009

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Rütteldosen, Disc und auch alle anderen " Erscheckmethoden " gehören zum Starkzwang .
Da sollte sich jeder drüber klar sein .
Was aber bedeutet für einen Hund Starkzwang wirklich ?
Ist er immer mit Schmerz oder Angst verbunden ?
Nein , das ist er nicht .
Das Wort Starkzwang bedeutet lediglich ,das ich meinen Wünschen entsprechenden Nachdruck verleihe .
Was also soll ich tun ,wenn meine Hund offline und weitab der Zugriffsentfernung meinen Befehl ,wohlwissend das er ausserhalb meines A- Kreises ist , ignoriert ?
Es ist nämlich nicht so das der Hund das nicht weis .er weis es ganz genau das ich ihn at moment nicht errreichen kann .
Ganz einfach ich benutze eine Fernwaffe ,diese muss nicht einmal ein unangenehmes Geräusch verursachen ,ein einfacher Erdklumpen der vor seiner Nase niedergeht reicht .
Was aber dann ? Ganz klar sofort eine alternative Lösung anbieten und bestätigen.
Hier geht es nicht um Angst ,sondern um Macht .
Und diese Macht muss ich behalten .
Jedes mal wenn ich eine derartige Fernwaffe einsetze ,die ganz unterscheidlich gestaltet sein können ,wird der einsatz mit seinem Namen und einem Beffehl verbunden .
Ich halte es nämlich für einen fatalen Fehler ,in der Hundeerziehung ,derartige Hilfsmittel so einzusetzen das der Hund sie auf keinen Fall mit mir verknüpft .
Nein ,er soll wissen : Ich erreiche dich !
Er soll wissen : Ich bin sauer !
Und er muss sofort zwingend wissen ,was er denn alternativ tun darf .
Das funktioniert mit einem ganzen Rudel Hunde offline und auch mit einem Einzelhund .
Praktisches Beispiel :
Ich wohne mitten in einer beschaulichen Ortschaft und habe 6 Riesenschanuzer .
6 uhr morgens die Türen gehen auf und alle Hunde stürmen bellend in den Garten
Gar nicht toll findet meine Nachbar der sich Sonntags gerne noch mal umdrehen würde im warmen Bett .
Nun wissen meine Hunde nicht das Sonntag ist .
Ich rufe : Still !
Leider geht das im Gebell und Gedränge unter .
Nun könnte ich ja noch ein paar mal " Still" rufen ,das wäre meiner Autorität nicht gerade zuträglich ,denn meine Hunde würden nur lernen , das überhaupt nichts passiert ,wenn sie mich geflissentlich überhören .
So aber fliegt dem Hund der ganz vorne wild bellend die Meute anführt was vor die Nase , egal was .......
Ergebnis ,alle halten ein ,stutzen und die Köppe gehen zu mir .
Dann kommt das neue kommando : "alle sitz "
und plöpp plöpp plöpp gehen die Popöchen runter und wir sitzen und halten die Klappe.
Ruhig hingehen , belohnen ,und wieder freigeben und schon ist RUHE .
Kein hund zeigt dabei Meideverhalten ,sondern lernt das er sich unerwünscht verhält .
Was er statt dessen tun soll wird ihm sofort gesagt .

Selbstverständlich ist es für mich extrem wichtig ,das niemals ein Hund bei einer solchen Aktion mit einem Gegenstand getroffen wird , oder es ihm Angst macht .
Das einzigste Ziel und Zweck dieser Aktion ist ,der verlängerte Arm des Gesetzes ,oder wie ein Kapellmeister der das Einstimmen der Instrumente mit einem Klopfen an sein Pult beendet .

Angst ist der schlechteste Berater aller Erziehungen ,das kann man am ende jeder Diktatur sehen .
L. G.
Elvira
 
Schattenseele

Schattenseele

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Sorry ich habe den Thread hier irgendwie total übersehen... :uups:

Hier nochmal meine Frage
Ist lernen durch Meideverhalten IMMER schlecht ?
Hey ihr.
Bitte schlagt mich nicht wegen der Überschrift, aber ich möchte euch das fragen.
Meine Hundetrainerin hat im Antijagdtraining über Meideverhalten trainiert.
Also sie hat z.B. einen Ball am Hund vorbei gerollt und der Besitzer sollte (wenn der Hund dem Ball hinterher ist) sich vorbeugen, laut "Nein" "brüllen" und aufstampfen. Ließ der Hund vom Ball ab, Feudentanz, hohe Stimme, Kommando sitz oder so und Keks rein.
Deshalb ist das meine Frage. Ich bin absolut gegen Meideverhalten, Rütteldosen, Stachelhalsband werfen usw wenn der Hund z.B. Springt, bellt oder sonstwas macht.
ABER ist Meideverhalten im Jagdtrieb nicht sogar von Vorteil ? Wenn er so lernt das jagen absolut was schlimmes ist ? Wenn man den Hund abbrechen kann, wenn er z.B. nem Hasen hinterher hetzt, weil dieser 2m vor dem Hund plötzlich auftaucht und der Hund nicht an der Leine ist ?
Was denkt ihr darüber ?
Ist lernen durch Meideverhalten wirklich immer schlecht ??

Lg​
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

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Man muß schon differenzieren. An und für sich bin ich auch gegen Meideverhalten.
Gerade beim Antijadtraining geht es darum den Jagdtrieb umzuleiten und nicht auszumerzen (geht sowieso nicht).
Ich selber habe jedoch keine Erfahrung mit Jagdtrieb gemacht weil noch kein Hund von mir bisher so starken Jagdtrieb hat/hatte das er nicht mehr kontrollierbar war/ist.
 
Annika-17

Annika-17

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Es gibt ja wirklich gefährliches Verhalten, bei dem der Hund, würde man nicht eingreifen, auch von selbst eine schlechte Erfahrung machen würde.
Ich denke da nur an den Straßenverkehr als Beispiel.
Wenn ich einem Hund beibringen will, dass er Straßen nicht eigenmächtig überqueren darf, darf und muss ich total streng sein und dem Hund zeigen, dass von der Straße Gefahr droht. Da ist eine Rütteldose allemal besser als dass der Hund angefahren wird!

Aber gleichzeitig übt man ja immer ein Alternativverhalten! Das ist bei Rütter nicht anders. Meistens trainiert er das Alternativverhalten, welches belohnt und also positiv verknüpft wird, schon vorher. In meinem Beispiel oben wäre das das Sitzenbleiben am Straßenrand, das man mit Lob und Leckerlibelohnung bestärkt. Dann kann der Hund sich entscheiden: Er meidet das Verhalten, das mal unangenehm war (Schepperdose) und wählt das als angenehm verknüpfte Verhalten. - Bingo!

Dann festigt sich das so gelernte gewünschte Verhalten, wird nach und nach selbstverständlich und ich glaube nicht, dass der Hund dann noch jeds Mal an den Schrecken ganz zu Anfang denkt.
 
Schattenseele

Schattenseele

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Wobei ich sagen muss das ich das "sitz am Straßenrand" nur über positives (clicker und Kekse) antrainiert habe.
Maxi macht es nun von sich aus. Schwierig ist das eben nur wenn der Bordstein abgesenkt ist und kein richtiger Übergang mehr zur Straße da ist.
Da muss ich dann auch mal strenger werden.

Lg
 
Yvi179

Yvi179

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JA aber wenn da was wirklich interesantes ist, dann wird Maxi trotzdem rüber laufen!
Allgemein ist es extrem wichtig das ein Hund lernt das die Straße nichts gutes bedeutet! Wir haben es in der Hundeschule auch gelernt, aber halt eben über SChleppleine und Geschirr, aber bis der Hund wirklich das dann wirklich kann dauert ca ein Jahr! Und man braucht zwei Mann!
Man bringt den Hund dazu das er auf die Straße rennt, er rennt dann ins Geschirr, er ist dann ziemlich verwundert! Man baut dann nachu nd nach die Schlepp ab!
Ich selber allein so für mich hab es noch nicht gemacht, außer wenn er mal an der Laufleine war und er nicht aufgepaßt hat und ich ihn zurück ziehen mußte!
Aber ein Hund kann ja ´nicht nur angefahren werdenn wenn er von der Leine ist! Bei uns worde zwei Hunde überfahren weil der eine sich losgerissen hat und beim anderen hat der Verschluß der Leine nach gegeben!
Ob es jetzt auch ein meideverhalten in dem Sinne ist kann ich nicht sagen!

Ich kannte auch mal einen HUnd der angefahren worde und es nur mit extrem viel Glück überlebt hat! Seitdem ist er nur noch über die Straße mit Herrchen sonst nicht!
Vom Meideverhalten bei der Jagd kann ich nicht viel drüber sagen, aber ich weiß das es viele schon so gemacht haben und wohl auch erfolge hatten! Meist flog dann ein Schlüssel!
Ich kann aber sicher sagen, das wenn Patch eine Spur hat, absolut nicht mehr ansprechbar ist! Neulich hatte er wieder eine Spur und eine läufige Hündin stand hinter ihm, selbst die war abgemeldet!
Das auf spur jagen finde ich extrem anstrengend! Wenn ich ihn mal von der Leine hab, muß ich ihn genau lesen und sehen das ich ihn rechtzeitig an die Leine bekomme, aber das ohne Leine ist wirklich zu einer Seltenheit geworden!
Ich will nicht das er Rehe hetzt, und ich will auch nicht das er wegrennt, von daher gibt es die Schlepp!
Ein Antijagdtraining will ich sicher noch machen, nur leider gibt es in Hamburg und umgebung kaum welche die es anbieten!

Ich mache zwar Mantrailing, aber ich kann jetzt nicht von einer Lenkung des Triebes sprechen! Er trailt zwar, jagd aber immernoch genauso gerne!


Lg yvi



Lg Yvi
 
DyingDream

DyingDream

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...

[FONT=&quot]Nee.. Ich bin auch kein Fan vom Lernen über Meideverhalten.

Ich gehe da lieber nach dem Prinzip einer (vielleicht auch übertrieben) konsequenten Erziehung, die mit positiven Verstärkern angelernt wird.

Beispiel 'Straße' würde bei mir also so aussehen, dass der Hund eben vor wirklich jeder Straßenüberquerung ins Sitz/Platz/Steh begeben muss und nur auf Kommando mit oder hinter mir rüber gehen darf.
Solange das eh nicht verinnerlicht ist bleibt der Hund eben an der Leine.
Will der Hund nun (an der Leine) auf die Straße hole ich den Hund SOFORT zurück. Im Idealfall reagierte ich schon bevor der Hund überhaupt eine Pfote vom Fußweg runtersetzen konnte.

Ja - vielleicht kann man es dennoch wieder als 'Lernen über Meideverhalten' auslegen, wenn der Hund mir nun vom Fußweg direkt in die Leine springt und sofort wieder zurück geholt wird oder wenn der Hund ein scharfes 'Nein!' zu hören bekommt und sich vielleicht auch davor erschrecken könnte. - Aber zumindest weiß der Hund, dass es von mir kam. Und er bekommt dann ja auch gleich ein Alternativverhalten, was er dankend annimmt. ;p

Bei Tacka funktionierte das nach einem Jahr zu 90% schon sehr gut. Auf 'bekannten' Wegen die häufiger gehen natürlich besser als auf Wegen wo wir vorher noch nicht waren.

Ansonsten gehört ein Hund an der Straße für mich ohnehin an die Leine oder auch sonst immer in Reichweite und 'unter Beobachtung'.
~§~
[/FONT]
 
Loscampesinos

Loscampesinos

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Oke, dann hoffe ich mal, dass ich mit meinem Thema hier hin passe, wollte keinen eigenen Thread eröffnen, wenn hier sowas schon allgemein in diese Richtung geht.

Und zwar hatte ich mein erstes Einzeltraining mit meiner kleinen Loulou (9 Monate). Eigentlich ein sehr aufgewecktes, kleines Mädchen, bei fremden Menschen/ Situationen allerdings noch relativ ängstlich.
Einmal ging es um Loulous Spielverhalten mit anderen Hunden. Ich würde mal sagen, dass sie eine laute Spielerin ist (Sie neigt allgemein dazu relativ viele Geräusche von sich zu geben :mrgreen:). Jedenfalls fand die Trainerin, von der ich eigentlich immer begeistert war, dass das so nicht geht. (Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht genau weiß in wie weit das so in Ordnung geht mit ihrem Spielverhalten. Sie tut keinem weh, aber knurrt oft oder bellt.)
Sie zog Loulou so heftig an der Schleppleine, dass die quasi eine Drehung in der Luft machte, sich verhedderte und nach hinten "geschleudert" wurde. Ihr Beinchen hing halb in der Luft... ich hatte echt Angst, dass sie sich überschlagen könnte oder mit der Leine irgendwo aufgescheuert wird.
Loulou, die bis jetzt natürlich sowas nicht gewohnt war, war erstmal verdattert, versuchte dann aber wieder knurrender Weise zu den anderen Hunden zu laufen. Wieder so ein Zug. Ahhh...
Sagen wir mal so, es war nicht mega brutal, aber auch nicht gerade freundlich. Und in diesem Moment hatte ich absolut keine Ahnung ob das in Ordnung war oder nicht. Ich sagte jedenfalls erstmal, dass ich nicht will, dass mein Hund so hin und her gezogen wird. Die Trainerin meinte dann, dass ich auch einfach mit der Leine werfen kann. :shock:
Loulou für ihren Teil blieb erstmal wie erstarrt sitzen und traute sich gar nix mehr.

Mist, eine Trainerin, die sonst eine so gewaltlose Erziehung perdigte, kam auf einmal mit starkem Ziehen oder Leine werfen.
Abgesehen davon, dass ich weder so stark an der Leine ziehen werde, dass mein Hund sich halb überschlägt, geschweige denn etwas werfen werde, bin ich irgendwie enttäuscht.
Das ist doch nicht ok, oder?

Wenn ich finde, dass Loulou ein wenig zu rasant spielt, rufe ich sie zu mir (ohja, mittlerweile klappt das *stolz is*) und leine sie an. Dann warten wir bis sie sich beruhigt hat und dann darf sie wieder mit.
Das klappt wunderbar. Aber es ist doch eigentlich die Aufgabe der Trainerin auf "so eine Idee" zu kommen? Ich bezahle nicht 30 Euro für die Einzelstunde um meinen Hund dann veränstigen zu lassen, wenn's auch anders geht.

Dieses "Ziehen" ist doch nicht ok? Oder was meint ihr?

(Ich habe jetzt mal die Geschichte komplett erzählt, eigentlich geht es mir hauptsächlich um das starke an der Leine ziehen + Leine werfen, von einer Person, der man vertraut. Das mit der Trainerin musste nur eben einfach mal raus. Bedeutet, es brauch keiner die Trainerin an sich beurteilen, sondern einfach diese Erziehungsmethode, die meiner Meinung nach nicht so ganz gewaltfrei ist. Ich hoffe man versteht was ich meine!)
 
Schattenseele

Schattenseele

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Hey du.
Puh das ist (meiner Meinung nach) schon ein starkes Stück.
Ich finde es echt heftig, wenn der Hund quasi durch die Luft geschleudert wird. Und sowas macht man meiner Meinung nach auch nicht. Nie. Und ich finde es schon merkwürdig/fragwürdig das eine Trainerin mit solchen Methoden arbeitet. Sowas habe ich hier auch noch nie erlebt.
Meine Traierin arbeitet auch sehr gern mit der Schleppleine, würde aber nie so gewaltsam daran ziehen.
Im schlimmsten Fall bekommt Lou noch Angst vorm Spielen, wenn sie das miteinander verknüpft.
Meiner Meinung nach geht das was sie getan hat gar nicht.
Hast du denn eine Möglichkeit die Trainerin zu wechseln ?

Lg
 
suno

suno

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Hallo,
ich würde meine Antwort zunächst gerne mit folgender Definition anfangen:

Quelle:http://home.wtnet.de/~mluk/html/triebdefinitionen.html
Meideverhalten

Das Meideverhalten Schlüsselreiz wie Wehrtrieb.
Triebziel: Die körperliche Unversehrtheit.
Verhaltensweisen: Flucht, Zurückweichen, Verkriechen, das Unterlassen eines begonnenen Vorhabens, Demuts- und Unterwerfungsgesten. Auch das Meideverhalten ist jederzeit aktivierbar und wird häufig bei der Unterordnungsausbildung genutzt (ZWANG).

....so und nun frage ich mich welcher liebende Hundebesitzer die oben aufgeführten Verhaltensweisen -also Reaktion auf provoziertes Meideverhalten, ernsthaft für seinen Begleiter in Erwägung zieht.

Natürlich basiert jede Erziehung mit Verknüpfungen ...wenn ich a tue wird b passieren. Will man nun einen fröhlichen, selbstsicheren, glücklichen UND gehorsamen Hund an seiner Seite haben - kann man sich auch ganz einfach zu Nutzen machen:

1. dem Tier einen Befehl verständlich machen z.B. Hier HIER sofort und ohne "Diskussion" zum Chef angerast kommen. Trainiert wird das am Anfang ohne "Reize" von Aussen und ist bis zum Äußersten Steigerungsfähig. und nun kommt das wie:
2. dem Tier IMMER einen positiven und Konsequent belohnenden Grund geben - warum das sofortige "gehorchen" 100% lohnenswert ist.


Ein so erzogener Hund, wird nicht nur extrem gehorsam sein und eine zutiefst vertraute Bindung zu seinem Herren aufbauen - er wird außerdem auffallend sozial (unagressiv) , aufgeschlossen und seht lernwillig sein.

Mir pesönlich würden Tränen kommen, wenn mein Hund auf eine bestimmte Bewegung / Geräusch von mir zusammen-zucken würde, sich unterwürfig vor Angst auf den Boden schmeißen würde oder sich, sobald ich meine Hand (mit oder ohne Rasselbüchse/Leine oder sonst was darin) erhebe, ducken würde.
Was für eine Horrorvorstellung.
 
nudl

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Danke suno, das ist exakt was ich meine.
Ich könnte es nicht ertragen, wenn meine Hunde Angst vor mir oder vor ein von mir erzeugtem geräusch hätten.
Das ist für mich keine Option, mag es auch noch so schnell und einfach funktionieren.

Zum Thema Straße:
Meine Hunde sind an Straßen angeleint und basta. Der besterzogenste Hund kann plötzlich erschrecken und auf die Straße hüpfen. Da hilft dann keine Rütteldose der Welt mehr, wenn in diesem Augenblick ein LKW vorbei fährt.
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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ich muss zugeben, ich musste auch mal eine rütteldose (oder in dem fall meinen riesen schlüsselbund) benutzen.

Cici hat, weiß der teufel wieso, angefangen unglaublich an der tür zu kläffen sobald UNTEN die tür aufging. da wir aber 4 parteien mit insgesamt 11 leuten sind könnt ihr euch vorstellen wie oft das passierte.

Und dabei hat sich die dermaßen in rage gekläfft dass man sie nicht mehr anfassen könnte- sie schnappte nach den händen! also richtig extrem, und es gab wirklich keine möglichkeit ihr verhalten umzulenken.

das problem war- sie fing SOFORT an zu bellen. und da hunde ja bekanntlich ein besseres gehör haben als wir menschen hörte sie die geräusche viel früher als ich.

ich hatte alles probiert- ansprechen, ablenken, in sitz geschickt (unglaublich wie blöd ein sitzender, bellender dackel-mix ausschauen kann- ja, sie kläffte einfach im sitzen weiter), ich hab sie in andere räume geschickt (so gut es eben in der offenen wohnung ging) sie kläffte weiter,...
mit der zeit fing dann auch poco an, nur dass sein "bellen" so schrill ist dass einem die ohren wehtun.

nachdem ich 2 mal den schlüssel geworfen und ihr danach SOFORT ein "gutes" verhalten angeboten (in dem fall erst sitz, dann platz) habe reicht ein sitz und der hund ist still. das aber nur wenn ICH in der wohnung bin (wobei da anzumerken ist dass sie nur "befehle" von meinem freund und von mir auch ausführt)

ich muss zugeben- ich wusste sonst nicht mehr weiter. in einem haus hätt ich sie bellen lassen (so nach 5min wars ja vorbei), aber nicht in einem haus mit 4 wohnparteien.

ABER: sie hat keinerlei angst vor meinem schlüssel. absolut nicht- sie bringt ihn mir auch auf aufforderung. ich nutze ihn nur als möglichkeit ihre aufmerksamkeit zu erregen nachdem sonst nix ging.

wobei Cici einfach nur kläfft weil meine eltern sie nicht richtig "führen". sie glaubt dass sie alle schützen muss, und kläfft sich dann eben absolut in rage.


dermaßen an der leine reißen ist aber nicht ok. mal abgesehen von der verletzungsgefahr lernt der hund damit nur "spielaufforderung+fremde hunde+leine=schmerz und doof"
du hast es da deutlich besser gemacht- vor allem weil deine Lou ja nicht aggressiv ist, sondern wohl nur extrem aufdreht und auch eher vor freude quietscht und kläfft.
 
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