Kritik zum Thema Tierheim?

Diskutiere Kritik zum Thema Tierheim? im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; Darf man hier Kritik firstgegenüber Tierheimen äußern? Wenn ja würde ich das gleich sehr gerne machen.
maspie

maspie

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Darf man hier Kritik
gegenüber Tierheimen äußern?

Wenn ja würde ich das gleich sehr gerne machen.
 
13.03.2011
#1
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Dogma

Dogma

Foren-Engel
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Die Namensnennung des Tierheims ist grundsätzlich nicht gestattet, da wir natürlich die Vorwürfe nicht nachprüfen können und sich auch das Tierheim durch Unkenntnis des Threads nicht rechtfertigen kann. Somit würde es unter Diffamierung und Rufschädigung fallen.

Wenn du von über ein "Tierheim deiner Gegend" berichten möchtest, kannst du ja mal schildern, was dir so widerfahren ist... aber bitte keine Namen.
 
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Animalfriend

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Hi, ich mag Tierheime eig nicht, da sich die Ehrenamtlichen unmöglich mit so vielen Tieren ausreichend beschäftigen können. Jedoch ist es gut dass die Tiere dort überhaupt aufgenommen werden, da sie sonst auf der Straße lande würde, was auf kurz oder lang wahrscheinlich ihren Tod bedeutet...
 
Fleckihund

Fleckihund

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Hi, ich mag Tierheime eig nicht, da sich die Ehrenamtlichen unmöglich mit so vielen Tieren ausreichend beschäftigen können. Jedoch ist es gut dass die Tiere dort überhaupt aufgenommen werden, da sie sonst auf der Straße lande würde, was auf kurz oder lang wahrscheinlich ihren Tod bedeutet...
Wie kann man keine THs mögen? Ich mag sie, schon alleine weil sie Tiere wenigstens aufnehmen. Guck dir mal ein paar THs an. Der eine hat, nehmen wir mal an, ca. 25-30 Hunde. Ich kann sie deswegen schon verstehen, dass sie eben nicht alle beschäftigen können. Deshalb sind THs auch dafür da, um den Tieren ein Zuhause zu geben. Natürlich gibt es auch einige nicht so tolle oder strenge THs.

Aber dadurch müssen keine Tiere auf der Straße solange rumrennen, bis der nächste Auto kommt...
 
Hexogen10

Hexogen10

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Auch wenn es schon ein Jahr her ist, möchte ich gerne dazu etwas sagen.

Hi, ich mag Tierheime eig nicht, da sich die Ehrenamtlichen unmöglich mit so vielen Tieren ausreichend beschäftigen können. Jedoch ist es gut dass die Tiere dort überhaupt aufgenommen werden, da sie sonst auf der Straße lande würde, was auf kurz oder lang wahrscheinlich ihren Tod bedeutet...
Die Ehrenamtlichen investieren ihre FREIZEIT in diese Tiere, sie bekommen kein Geld und jeder macht so viel, wie er selbst kann. Man kann nicht von jemandem erwarten, dass er Hundetrainer ist und den ganzen Tag sich nur mit den Tierheimhunden beschäftigt. Viele der Ehrenamtlichen kommen nach der Arbeit vorbei, neben der Versorgung ihrer eigenen Tiere kümmern sich sich um die Tierheimtiere und das finde ich echt klasse!
Ich bin selbst seit mehr als sechs Jahren im Tierheim tätig, ehrenamtlich und mit vollem Engagement. Für "meine" Hunde fahre ich 55km, bekomme kein Spritgeld erstattet noch irgendwelche anderen Kosten, wenn zum Beispiel meine Hose zerfetzt wurde. Ich mache das für die Hunde, weil sie es brauchen. Die Freude der Hunde und die kleinen Fortschritte, die sie machen, sind für mich schon Lohn genug. Ich erziehe sie nach bestem Wissen, habe schon viele Hunde vermittlungsfähig gemacht und bekomme positives Feedback von allen Seiten. Und das egal ob es um aggressive, ängstliche (handscheu oder Angst vor Gegenständen wie Leine, Mülltonne, Fahrrad) oder noch unerzogene Hunde geht.
Ich arbeite bis zu 30 Std/Woche in meiner Praxisstelle (neben dem Studium, das 38Std/Woche einfordert), fahre ein bis zwei Mal in der Woche zum Tierheim (was dann pro Woche 6 bzw 12 Std/Woche sind) und habe noch ein weiteres Ehrenamt, dass mich im Schnitt (gerade von März bis Oktober) 20 Stunden in der Woche einfordert. Zusätzlich gebe ich noch Nachhilfe, habe meine Hobbies und trotzdem bleibt mir genug Zeit für die Hunde und deren Erziehung.

Deswegen verstehe ich die Aussage nicht, dass du Tierheime nicht magst, weil sich die Ehrenamtlichen nicht genügend um die Tiere kümmern können...
Es gibt Tierheime, da muss jeder Pfleger sich täglich 20min mit jedem der Hunde/Katzen beschäftigen, damit er nicht nur aus zweiter Hand die Infos über das Tier hat. Die Pfleger investieren oftmals noch ihre Pausen, um mit den Tieren zu arbeiten, damit alles andere wie Hygiene nicht darunter leidet. In anderen Tierheimen kommt jeder Hund 2-5 Mal am Tag durch Ehrenamtliche raus. Was ist daran verwerflich?

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe unter den Tierheimen, die es den Ehrenamtlichen schwer machen, vernünftig mit den Tieren zu arbeiten. Wenn man zum Beispiel nur 30min mit einem Hund hat und schon alleine 15min braucht um ein Stück grün in dem Industriegebiet auf zu suchen. Das ist für die Hunde trist und da eine Leine auch maximal 2m lang sein darf, ist spielen auf einem Gehweg auch nicht möglich usw. Leckerli geben und Grundkommandos erarbeiten, ist untersagt. (Ich kenne einige Tierheime, nicht nur aus meiner Umgebung, sondern auch welche zum Beispiel aus anderen Städten/Bundesländern)
 
bounty89

bounty89

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Mir gefällt das Thema (liegt aber an unserem Tierheim und nicht an Tierheimen generell). Was macht man denn, wenn man das Gefühl hat, dass das Tierheim sich nicht gut um die Tiere kümmert, sondern es den Tieren teilweise sogar echt schlecht dort geht??
Kleines Beispiel: Bei uns ist ein schwerkranker aber sehr junger und eigentlich echt fröhlicher lieber Hund. Er wird nicht eingeschläfert, weil es ihm ja noch so "gut" geht, und er soll erst eingeschläfert werden, wenn sich sein Zustand verschlechtert. Bis dahin wird aber keine schöne Pflegestelle oder sogar ein Zuhause für ihn gesucht, stattdessen bleibt er in seinem kalten Zwinger im TH und darf nichtmals von den Hundeausführern ausgeführt werden... Das "wäre sonst zuviel Stress für ihn". Aber der hat's sowieso nicht so mit anderen Hunden, das heißt, jedes mal wenn Hunde vorbeikommen ist das auch Stress für ihn...
Naja, und dann gibts da halt noch so Geschichten, wie dass alle Katzen, egal ob krank oder gesund einfach zusammen gehalten werden.
Und was genau kann man da tun? Es gäbe total viele Menschen, die helfen würden, aber die verweigern jegliche Hilfe...
 
Flohtaxi

Flohtaxi

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Ich finde es gut, dass hier auch solche Themen angesprochen werden. Sicher gibt es viele Dinge in einigen TH die verbesserungswürdig sind. Aber grundsätzlich ziehe ich den Hut vor allen engagierten Helfern, ohne die eine Hilfe überhaupt nicht möglich ist. Sicher träumen viele ehrenamtliche Helfer von einer modernen Zwingeranlage u. optimaler finanzieller Ausstattung. Wenn man aber die Realität in einigen Gemeinden sieht, kann man nur Tränen in die Augen kriegen. Da stehen die Idealisten dann mit selbstgebackenem Kuchen in der Fußgängerzone und versuchen die Futterkosten für den nächsten Monat zusammenzukriegen. Wenn dann die Dame in Konfektionsgröße 54 mit ihrem Schleppbauchdackel vorbeigeht und aufmunternd meint: Schön das mal was für die Tiere gemacht wird, ihr Portomonai aber geschlossen bleibt,- dann könnte ich in ihren Hintern beissen und behaupten es war mein Hund.

Klar, ich habe mich auch schon über Tierheimleiter geärgert. Damals hatte man alles versucht, mir unseren Schäferhund Duncan auszureden. Er ist bissig, unberechenbar und gefährlich, nehmen sie doch lieber einen anderen Hund. Der arme Kerl saß bereits 7 Monate ohne Kontakt in seinem Zwinger. Nur weil wir penetrant hartnäckig waren, ließ man uns mit dem Hund spazieren gehen und wunderte sich, dass der Hund sich ganz anders benahm. Mit Abstand kann ich heute das Verhalten sogar verstehen. Was wäre, wenn etwas passiert?

Auch unser jetziges Sorgenkind hätte ohne das TH keine Chance gehabt. Aber soll ich denen einen Vorwurf machen, dass sie die Probleme bei dem Hund nicht entdeckt haben? Nein, ich kann mich nur bei den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz bedanken!
 
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ratshadow

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Hallo,
ich grabe das Thema mal aus der Versenkung. Leider bin ich hier bisher meist nur als stiller Mitleser unterwegs gewesen und nun habe ich ein Anliegen, was genau dieses Thema hier betrifft...

Es ist so, dass ich eine Katze aus meinem lokalen Katzenschutzverein habe. Mein Verlobter hat nachdem ich meine bekam, ebenfalls eine aus seinem lokalen TH geholt. Und genau das ist das Problem. Die Katzen verstehen sich mehr oder minder irgendwie. Das ist also soweit erstmal nicht der Punkt. Es geht darum, dass mein Partner eigentlich ein absolute Anfänger in Sachen Katzenhaltung ist. Er ging nach einiger Überlegung damals ins TH und wollte sich erstmal umschauen, was für Katzen dort waren und so. Er sprach mit einem Mitarbeiter und betonte, dass er eine reine Wohnungskatze suche und Anfänger sei. Man zeigte ihm die Räumlichkeiten und sofort sprang eine Katze auf ihn zu und ließ sich streicheln. Soweit alles toll. Er unterhielt sich mit dem Pfleger weiterhin, bekam aber bezüglich der Vorgeschichte der Katze sehr wenig Anworten. Es hieß nur, sie habe bereits einmal einen Wurf gehabt und sei zu dem Zeitpunkt vor einem Jahr abgegeben worden. Es wurde nichts darüber gesagt, wie die Katze sich anderen Katzen gegenüber verhält, man hatte sie wohl als Einzelkatze rausgegeben. Es wurde auch kaum Zeit gegeben, damit sich mein Freund die Katze näher ansehen konnte, ihr Verhalten beobachten konnte oder ähnliches. Er hat das Tier absolut blauäugig mitgenommen. Dabei denkt man doch, man bekommt im TH genau das Tier, das zu einem passt? Wie soll das gehen, wenn keine aktuellen Infos über das Tier vorhanden sind und der Interessent nicht einmal danach gefragt wird, ob er eine Grundausstattung besitze?
Nun hatte mein Freund also das Tier in seiner relativ kleinen Wohnung, die dieser Katze aus meiner Sicht auf jeden Fall ungenügend ist (was nicht am Platz selbst liegt, sondern generell daran, dass es eine Wohnung ist). Ich vermute, dass das TH diese eigentliche Freigängerin als Wohnungskatze vermittelt hat, was so nicht sein darf. Aufgrund ihrer Nervosität ist sie aggressiv und in vielen Situationen unkontrollierbar. Sie beißt Menschen ins Gesicht und was ich als furchtbar empfinde: Sie hat enorme Panik vor Menschen, wenn sie mit einem Handtuch angefasst wird (was bisher schon notwendig war, um sie überhaupt sicher greifen zu können). Auch vor meiner sehr ausgeglichenen und sozialen Katze hat sie sehr große Angst.
Diese Katze ist deffinitiv verhaltensgestört und einfach psychisch ziemlich fertig. Wir wissen aber nicht was wir tun können. Das TH hat auch nie wieder nachgefragt, wie es dem Tier geht. Es wurde am Tag der Besichtigung (also als mein Freund im TH war um sich die Katzen anzusehen) direkt das Tier samt Transportbox mitgegeben. Es wurde vereinbart eine Nachkontrolle zu machen und dann die Box wieder abzuholen. Es geschah nichts, die Katze lebt nun seit anderthalb Jahren bei uns und ist noch immer so wild wie zuvor (obwohl sie wirklich sehr viel Aufmerksamkeit und fürsorgliche Pflege bekommt). Auf Nachfragen reagiert das TH nicht. Wir wollen jetzt mal gemeinsam hingehen und mit denen vor Ort sprechen.

Wir machen uns echt Sorgen, da bei uns ein Kind geplant ist, doch mit dieser Katze wird das nicht leicht. Wir möchten sie jedoch aufgrund ihrer Problematik auch nicht wieder abgeben, denn wir sind uns bewusst, dass wir die Verantwortung tragen und sie gehört schließlich zur Familie. Was uns auch sehr sorgt ist, dass da womöglich bei der Unkenntnis des THs noch weitere Menschen zu Schaden gekommen sind durch fehlvermittelte Tiere. Ich meine, ich habe bereits mit wilden Katzen gearbeitet und sie an den Menschen gewöhnt. Die waren alle nicht so extrem drauf wie diese eine hier. Sie muss sehr schlimmes erlebt haben vorher. Das wurde uns aber unserer Ansicht nach seitens des THs verschwiegen. Meine bisherigen Erziehungs-/ Gewöhnungsversuche wurden von dieser Katze generell nicht angenommen. Meine Katze weiß, wenn sie was falsch macht. Da reicht ein Wort um ihr zu zeigen, dass das Verhalten nicht erwünscht ist. Die Problemkatze aber muss man regelrecht einschüchtern, damit sie ihr falsches Verhalten (Stichwort: Tapete!) für den Moment ablegt. Ihre Scheu konnten wir trotz liebevollem Umgang über längeren Zeitraum nicht ablegen, was ich bisher wirklich bei noch keiner Katze gesehen habe.

Ich finde es anlässlich dieser Geschichte so schlimm, dass das TH keine Helfer sucht! Es gibt kaum ehrenamtliche Helfer und überhaupt bekommen die Katzen (was wir bisher so gesehen haben) nur Futter und Wasser und Beschäftigung findet nicht statt. Wir möchten uns anbieten, dort regelmäßig zumindest bei den Katzen zu helfen. Aber ist diese Erfahrung nun so einseitig? Ich kenne vom Hörensagen ein anderes TH in dem die Katzen in dunklen Buchten in einer Scheune sitzen und nie rausdürfen. Das TH in meiner Nähe habe ich nur einmal besucht, weil es um Kleintiere ging. Also die Haltung der Hunde, an denen ich vorbei ging, war grottig. Man hielt kranke mit gesunden Tieren gemischt. Es sah aus wie auf irgendeinem von Schrott überhäuften Hinterhof.. Das sind meine Erfahrungen und ich vertraue THs kein Stück mehr. Was man aus Rattenkreisen so hört (bin auch Rattenhalter), sind die THs völlig überfordert mit der artgerechten Haltung. Da sitzen Tiere einzeln mit der Begründung, sie wären unverträglich. Es wird falsch gefüttert... Eben musste ich aus einem anderen Kleintierforum die Geschichte eines bestürzten Besitzers lesen, der dem TH, das seine Tiere in Pension nahm, einen genauen Futterplan gab. Dieser wurde nicht einghalten. Auf den Kommentar, die Tiere bekämen zu Hause kein TroFu gab es die Antwort, dass dies im TH nunmal so üblich sei und es dennoch gefüttert würde...

Was sind denn das für Berichte? Ich verstehe, dass THs auch ihre Grenzen haben. Aber dann müssen sie eben ihre Kapazitäten verringern. Es kann doch nicht sein, dass auf einen Pfleger 30 Katzen kommen und dabei keine Zeit für den vernünftigen Umgang bleibt? Viele potentielle Katzenbesitzer wählten wie ich eine Katze aus einem speziellen Verein, der die Tiere auch dank Helfer nicht nur mit Futter versorgt, sondern auch menschliche Zuwendung gibt. In anderen THs im Umkreis seien die Tiere alle so schreckhaft und nicht sozialisiert, man wolle sich daher nur eine Katze aus dem Verein nehmen, die bereits an Menschen gewöhnt sei. Und das kann ich total verstehen.
Aus einem Hundeforum kam der Bericht eines erfahrenen Dobie-Halters, der sich im TH explizit einen Dobie ausgesucht hat, doch seine Sachkenntnis wurde nicht anerkannt, der Hund sei zu aggressiv und überhaupt... Das kann ja nicht sein, dass ein TH sich nicht mit den Tieren befasst. Ich sehe überall die Fernsehberichte, wie toll doch die Vermittlung klappt. Wir suuuper der Traumhund oder die Traumkatze sich in das neue Leben einfüge. Von Problemen wird nie gesprochen und von unseriösem Verhalten seitens THs ebenfalls nicht.

Ich musste mir jetzt leider echt mal Luft machen, weil uns die Sache mit unseren Katzen sehr belastet und beschäftigt und wir - wie ich sehen muss - kein Einzelfall sind. Es muss wie mir scheint etwas an der Gesamtsituation getan werden, das sind nicht mehr nur schwarze Schafe, das ist flächendeckend.
Traurige Grüße, ratshadow
 
Casimir

Casimir

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Eine ganz simple Frage: Wo sollen die Tiere hin, die das Tierheim nicht aufnimmt? Im See ertränkt werden? Bei den Kleinanzeigen verschachert werden?
Es ist immer leicht, auf dem Tierheim rumzuhacken, weil die den Tieren kein Luxusheim bieten können. Aber die Arbeit der Pfleger ist wirklich ein Knochenjob. Ich hab ein paar mal ausgeholfen und kann nur den Hut vor diesen Menschen ziehen, von denen das viele einfach so in ihrer Freizeit ohne Bezahlung machen!

Würde der Mensch sich mal anständig vor dem Kauf eines Tieres erkundigen und auch die negativen Seiten und Erlebnisse durchstehen, würde es in vielen Tierheimen besser aussehen.
Stellen wir uns mal eben diese Welt ohne Tierheime vor. Denkst du wirklich, dass die ganzen Vereine und Tierschutzorgas die ganze Flut der Tiere alleine stemmen und sich dann noch Zeit für jeden einzelnen Schützling nehmen könnten?
 
R

ratshadow

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Ich denke, dass es mehr Tierheime geben müsste, und dafür kleinere. Oder wahlweise mehr Pfleger, die eingestellt werden müssen. Ich habe selbst lange in besagtem Katzenschutzverein ehrenamtlich gearbeitet, bitte erzähl mir nicht, was das bedeutet. Dennoch ändert es nichts am Problem, dass die Interessenten falsch oder gar nicht beraten werden und die Tiere für das TH quasi aus den Augen, aus dem Sinn sind. Diese Katze in unserem Fall hätte niemals so vermittelt werden dürfen, denn es ist wirlich grob fahrlässig. Sie hat mir in einem ihrer Angriffe beinahe ein Auge ausgekratzt. Dabei kann ich leider nicht mehr allzu sachlich bleiben, auch wenn ich mich bemühe.
Es muss eben auch Werbung gemacht werden für die THs. Es gibt Menschen, die stellen sich mit Infomaterial in die Fußgängerzone. Und du kannst mir glauben, dass ich demnächst stetig und ständig bei dem TH anklopfen werde und helfen werde, mein Partner ebenso. Wir sind Menschen die nicht nur meckern, sondern auch handeln.
Es müssen eben andere Tierhalter dafür mobilisiert werden. Es muss weiterhin stärker aufgeklärt werden. Auf Frageplattformen liest man manchmal Fragen wie "Möchte Tier XY züchten, was brauch ich dazu?". Spricht man die Leute drauf an, wohin dann die Würfe gehen sollen, heißt es, man habe Interessenten. Komisch oder? Genau solche Tiere gibt es nicht im TH. Und da wird dann eben weiter gezüchtet oder im Zooladen gekauft, und auch darüber brauche ich sicher keine weiteren Worte mehr verlieren. Mir geht es darum, dass was getan werden muss.
Nur, ich bin auch noch anderweitig sozial für eine sehr wichtige Sache tätig und wenn man zu zweit einen Verein führt, bedeutet das jede Menge Arbeit. Wir machen sie gern, aber das heißt auch, dass wir neben unseren eigenen Tieren und der normalen Arbeit nicht allzu viel Zeit haben. Es gibt sicherlich viele andere Menschen, die sich ebenso anderswo sozial engagieren. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, wie man so schön sagt. Ich finde es ja super, dass das Internet in Sachen Aufklärung schon sehr viel geleistet hat, was Vermehrung, Haltung etc anbelangt. Aber das reicht eben nicht.

Ich möchte an sich auch nicht sagen, dass ich die Superlösung habe. Wie auch. Ich möchte nur wissen, wie viele solcher schief gelaufenen Vermittlungen es noch gibt in deutschen THs. Und was es dagegen für positive Erfahrungen gibt, von denen man profitieren könnte, damit eben sowas wie bei uns nicht nochmal passiert. Klar könnte man aus der Ferne sagen, wir sind selbst schuld. Aber das ist nicht so einfach. Wir bemühen uns den Tieren gerecht zu werden und diese Katze ist die einzige, der wir nicht Herr werden können. Ist doch auch klar, dass solche Erfahrungen mehr als prägen, oder nicht? Wie kann man alles rosig sehen, wenn man solche Konsequenzen zu fürchten hat? Das TH damals war in der Verantwortung meinen Freund auf Herz und Nieren zu prüfen und zu entscheiden ob er überhaupt ein Tier bekommt. Doch schon das ist nicht geschehen, wie ich oben schon schrieb. Und das kann es doch nicht sein, oder?
 
Candy1983

Candy1983

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Also ich muss sagen, dass ich mit "unserem" Tierheim sehr zufrieden bin. Wir haben uns unseren Zweithund ausgesucht und sind auch sehr gut beraten wurden. Nach ein paar Wochen hat auch jemand angerufen, um sich zu bedanken und zu erfragen, wie es denn laeuft.

Ich kann bei der Thematik Casimir nur zustimmen. Die Tierheime sind randvoll. Wir haben hier bei uns sogenannte "Kill shelter" und ums noch schlimmer zu machen, auch "High kill shelter". Die Tiere koennen gar nicht so schnell vermittelt werden, wie neue reinkommen. Ich finde das so schrecklich, aber was waere die perfekte Loesung?
 
Jean

Jean

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Ich versuch jetzt einfach mal meine Meinung/Erfahrung hier nieder zu Schreiben.

Erst mal müsst ja mehr Geld für die Pfleger oder bzw allgemein für den Tierschutz her.
Ich habe es selber mitbekommen es gibt nicht viele die sich umsonst irgendwo den ganzen Tag hinsetzten/stellen und Arbeiten.
[ Natürlich gibt es auch andere Menschen ]


Ich kann nur aus Persönlicher Erfahrung sagen.
Ein TH wo ich Geholfen hat , hat dringend Hunde Ausführer & Leute für die Katzen gesucht.
So es haben sich ganze 12 Leute gemeldet.
Wo von gerade mal 4 Aufgetaucht sind weil die anderen das nicht ohne Geld machen wollten.
Es sind 2 Stunden am Tag gewesen.

Dann suchten sie auch mal Helfer für alles.
Also Abwaschen,Misten,Fütter,Putzen.

Es hat sich eine 55 Jährige Frau gemeldet die das jetzt macht.

Viele Stellen sich das alles so einfach vor ein bisschen da Schmusen dort mal Streicheln.
Aber das als Pfleger noch Arbeit dahinter steckt , sehen die Wenigsten.
Und noch weniger sehen das die Leute da unbezahlt von Morgens bis Abends stehen.
 
Casimir

Casimir

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Aber woher soll denn das Geld kommen? Wenn ich mir überlege, dass eine alte Frau nach dem Tod ihres Mannes ganze 280€ Rente bekommt, wie soll es da den Tieren gut gehen, wenn selbst die Menschen, die jahrelang gearbeitet haben, nichts zu Essen auf dem Tisch haben? Und das in Deutschland!
Natürlich würde auch sie noch irgendwelche Hilfen bekommen, hat bestimmt auch was angespart. Aber mal ehrlich: geht eine alte Frau ohne Angehörigen nach dem Tod ihres Ehemannes erstmal wochenlang zu Behörden und kämpft um ihr gutes Recht?

Dann ist es leider auch so, dass sich viele Menschen für bestimmte Arbeiten viel zu fein sind. Lieber hocken sie zu Hause und beziehen Hartz 4 statt sich für einen kleinen Stundenlohn im Tierheim abzurackern. Traurig, aber wahr. Es gibt so viele kleine Jobs, die alle verteilt werden könnten bzw. müssten, wenn man etwas am System ändern würde.

Aber ich geb dir Recht, es ist schwer in ein Tierheim zu kommen und dort richtig als Helfer akzeptiert zu werden. Es ist ein eingeschworener Kreis, in dem man sich erstmal beweißen muss, zeigen muss, dass man nicht morgen wieder abhaut weil es zu aufwändig ist.
Ich hab einmal einen Wellensittich aus einem Tierheim aufgenommen. Mir wurde versichert, dass er männlich wäre, was ich denen schon nicht geglaubt habe. Er hatte die typisch braune, dicke und rissige Wachshaut eines Weibchens in Brutstimmung. Und was war? Der kleine Kerl war über und über mit Milben, das waren die Krusten von Milben. Er rupfte sich sogar schon die Federn am Bauch raus, so schlimm war der Befall. Und ja, das Tier war angeblich tierärztlich untersucht. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Tierheim gar keine kranken Tiere rausrücken darf, wurde auch nicht gefragt, in welche Haltung der Kleine kommt.
Die Frau war total gehetzt, weil es an anderen Stellen schon wieder brannte und sie eigentlich weg musste, ihre Arbeit tun. Vollkommen nachvollziehbar bei einer Handvoll Leute, die dort arbeiten.

Im Gegensatz dazu hat meine Mutter einen älteren Samojeden aus einem Tierschutzverein aufgenommen. Er wurde als Familientauglich und ruhig und lieb betitelt, der perfekte Anfängerhund. Bis sich dann herausstellte, dass er lieb und ruhig war, weil er übelste Probleme mit der Hüfte hatte und einfach kaum mehr laufen konnte. Später kam noch ein Tumor im Kopf hinzu, der Hund bekam mitten in der Nacht Anfälle und wir mussten ihn erlösen lassen.
Es gibt immer schwarze Schafe, überall. Wie du schon sagtest: man muss eben nur mit anpacken und helfen. Da wird zwar die Grundsituation nicht von heut auf morgen ändern, aber es tut sich immerhin ein bisschen was.
 
Maische

Maische

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Huhu,

ich bin eigentlich mit unserem Tierheim auch sehr zufrieden. Sie haben genügend Platz und werden umsorgt. Die Pfleger die da fest arbeiten sind eigentlich auch ganz nett nur leider, wenn sie in Stress sind auch mal nicht so freundlich, aber dass kann ich nun auch verstehen.

Was ich aber an unserem Tierheim nicht verstehe dass man sich als "Kuschelmensch" anmelden muss und dafür auch noch zahlen soll. Also das heißt, wenn ich einen Hund ausführen will muss ich da erst Mitglied für über 25€ oder so sein, damit ich da überhaupt helfen DARF. Und dann darf man meistens auch nicht einfach mit dem Hund gehen, sondern jeder Kuschelmensch hat seinen "eigenen" Hund, den er ausführt bzw. seine eigene Katze zum Streicheln und so. Das kapier ich nicht, aber nun gut.

Sonst finde ich das Tierheim gut wie gesagt.

Ein anderes in Hamburg ist auch sehr schön. Groß und sauber etc. Mehr kann ich zu dem nicht sagen.

Zumal finde ich unsere Tierheime in Deutschland viel schöner, als in anderen Ländern. :)

Lieben Gruß
 
bounty89

bounty89

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So, dann will ich mal erzählen wie das bei uns so läuft (klingt so ähnlich wie bei ratshadow).
Das erste mal, dass wir mit dem Tierheim in Kontakt kamen, war als wir unsere Katy (Katze) geholt haben. Wir wollten eigentlich nur mal schauen, hatten die Ansprüche, dass es ein junges Tier, das für Wohnungshaltung geeignet ist, sein soll. Ansonsten hatte zumindestens ich zu dem Zeitpunkt noch nicht viel Ahnung und Erfahrung mit Katzen. Wir durften in einen Raum, in dem mind. 5 Katzen waren, zwei waren anscheinend jünger (waren aber auch schon ein 3/4 Jahr alt). Die eine (Katy) war super scheu und ließ sich überhaut nicht anfassen. Die Mitarbeiterin meinte aber zu uns, das läge nur daran, dass am Tag zuvor eine Katze aus dem Zimmer abgeholt wurde und sie deshalb so durch den Wind wäre. Sonst wäre sie überhaupt nicht so! Naja, da ich sie hübscher fand, als den Kater (ja, so oberflächlich war ich damals), nahmen wir sie sofort mit (nachgefragt wurde bei uns nicht großartig). Jetzt ist sie mittlerweile ca. 1,5 Jahre bei uns und lässt sich immernoch nicht richtig anfassen, ist scheu wie nochmal was etc. Meine Vermutung ist ja, dass diese angebliche Wohnungskatze früher mal eine wilde Katze war, die eingefangen wurde...
Wir kamen dann auf die Idee, dass wir dort als Hundeausführer helfen könnten. Mein Freund rief beim Tierheim an und wurde super patzig abgewiesen mit den Worten " Haben wir schon genug". Da sollte man doch meinen, dass Hilfe gern gesehen ist und vorallem der Mitgliedbeitrag, den man zahlen muss (20 € im Jahr, aber immerhin) wenn man das machen will. Pustekuchen.
Ich wollte das aber unbedingt machen, also meldete ich mich trotzdem an, und siehe da, so viele Leute machen das garnicht!Seit mittlerweile einem Jahr führen wir jetzt dort regelmäßig (2 x die Woche) Hunde aus. Bei dem Besuch in einem anderen Tierheim (unvergleichbar mit unserem) mussten wir aber feststellen, dass auch hier die Vorgehensweise mehr als fragwürdig ist. Jeder der ausführt, darf sich einfach selbst den Hund aussuchen, den er nehmen will! Es werden keinerlei Infos zu dem Tier gegeben und nur in den seltensten Fällen wird etwas gesagt, wenn sich jemand einen wirklich unpassenden Hund aussucht (z.B. kleines Mädchen großen Schäfi oder so).
Durch die Hundeausführergruppe bekamen wir immer mehr Einblick in das Tierheim. Und ich muss sagen, die Zustände sind mehr als katastrophal. Die Hunde leben einzeln in relativ kleinen, schmutzigen Zwingern. Kontakt zwischen den Hunden ist absolut untersagt (vorallem eben beim Ausführen). In der Woche sind keine Ausführzeiten, da werden die Hunde ca. 10 min am Tag auf eine Wiese gelassen, auf der kein Gras mehr richtig wächst, weil sie so vollgekackt ist. Dort dürfen sie dann alleine ein bißchen rumrennen, bevor es wieder zurück in den Zwinger geht.
Bis vor kurzem hat das Tierheim sämtliche Hilfe total verweigert. Als ich mal gefragt habe, ob ich Katzen schmusen kann, wurde mir gesagt, dass das nicht erlaubt wäre, da es zu gefährlich wäre und ich ja nicht versichert sei...
Und so war es unmöglich irgendwelche Blicke hinter die Kulisse zu werfen. Bis eine der Tierheimmitarbeiterinnen mit einem der sehr engagierten Hundeausführer zusammengekommen ist. Seitdem wird es langsam besser bzw. das ganze Chaos kommt zum Vorschein. Wir durften (!!) mittlerweile schon mehrere Putzaktionen machen, wo die Zwinger der Hunde und die Außenanlage grob gereinigt wurden. Gerade beim Innenzwinger reinigen hatte ich echt so Momente, wo ich mir dachte, dass kann doch nicht wahr sein! Zwischen den Zwingern war ein Raum, vollgestellt mit Futterspenden. In diesem Raum hingen bis auf Hüfthöhe runter so dicht Spinnenweben, dass man grade noch so den hinteren Teil des Raums sehen konnte. Als ich auf eine der vordersten Futtertüten geschaut habe, war diese bis 2010 haltbar (gewesen)... Wielange das Zeug ganz hinten schon abgelaufen war, will man dann garnicht mehr wissen. Überall in den Innenzwingern vermoderten die Wände, fielen Fliesen von der Wand, es war dunkel und stank!
So viel zu den Hunden. Da ich mich angeboten hatte, Pflegestelle für Kitten zu werden, durfte ich nach und nach auch immer mehr im Tierheim zu den Katzen und mit diesen Schmusen. Und dort sind die Zustände nicht viel besser. Manche Tiere sitzen in Boxen die vielleicht maximal 2 qm haben. Die meißten sind als Einzeltiere deklariert. Alles ist schmutzig, die Kratzbäume zerfallen mehr als das sie stehen. In jeder Ecke sind noch mehr Katzen untergebracht.
Tja und am Wochenende ist 1 Mitarbeiter für ca. 130+ Katzen zuständig...

Ja, so ist die Situation bei uns. Ich könnte wahrscheinlich noch stundenlang weitererzählen, aber irgendwann liest das wahrscheinlich auch keiner mehr durch.

Ich frage mich auch, wie so etwas sein kann. Was man tun kann. usw.
Würde ein Tier in solchen Zuständen leben, aber nicht im Tierheim, hätte das Vet.amt es da schon längst rausgeholt. Wie kann man dann zulassen, dass die Tiere so im Tierheim leben?
Die Mitarbeiter sind alle vollkommen fertig. Zu viel Arbeit, und keiner der sie erledigt. Ehrenamtliche gibt es nicht, wird es auch nicht geben, sonst wären sie ja vielleicht ihren Job los. Deswegen ist Hilfe auch so verpönt...
Ich versuche langsam so hinter die ganze Politik zu kommen, die dort abgeht, und versuche zu verstehen, warum sich dort nichts ändert/ändern kann. Aber das ist alles ziemlich kompliziert, hat was mit irgendwelchen Vorständen zu tun, die ihre Macht missbrauchen ohne Ahnung zu haben.
Geld ist knapp, natürlich. Aber es wird sich auch keine Mühe gegeben, welches zu organisieren. Wie man einfach zum Beispiel Patenschaften für Tiere oder Zwinger verkaufen könnte. Aber das wäre ja zu viel Arbeit...
Ich verstehe langsam, warum schon einige der älteren Hundeausführer resigniert haben...:(

Off-Topic
bin am überlegen, ob man das Thema nicht vielleicht irgendwie nicht öffentlich machen kann? sowohl ratshadow als auch ich haben jetzt ja doch sehr kritische Sachen über unsere Tierheime erzählt, die vielleicht nicht einfach so lesbar sein sollten...
 
Morastbiene

Morastbiene

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Off-Topic
bin am überlegen, ob man das Thema nicht vielleicht irgendwie nicht öffentlich machen kann? sowohl ratshadow als auch ich haben jetzt ja doch sehr kritische Sachen über unsere Tierheime erzählt, die vielleicht nicht einfach so lesbar sein sollten...
Eben weil das technisch nicht möglich ist, können wir nur immer und immer wieder darauf aufmerksam machen, sich vorher genau zu überlegen, was man im Internet von sich gibt.
Solange keine Namen genannt werden (ich habe jetzt keine Zeit, die Beiträge zu lesen, notfalls bitte PN an einen Mod), sollte das aber nicht das Problem sein.
 
bounty89

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Eben weil das technisch nicht möglich ist, können wir nur immer und immer wieder darauf aufmerksam machen, sich vorher genau zu überlegen, was man im Internet von sich gibt.
Solange keine Namen genannt werden (ich habe jetzt keine Zeit, die Beiträge zu lesen, notfalls bitte PN an einen Mod), sollte das aber nicht das Problem sein.
Ist nicht der eine Bereich nicht öffentlich? Ich hab jetzt keine Namen genannt, aber wenn man sich ein bißchen Mühe gibt, kann man bei mir relativ leicht rausfinden, welches Tierheim ich meine... Naja, hatte mir eh schonmal überlegt, dass hier zu posten, und zu schauen, ob jemand ne Idee hat, was man noch machen könnte...


Notiz von Morastbiene: Oben editiert. PN folgt.
 
Jean

Jean

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Aber woher soll denn das Geld kommen? Wenn ich mir überlege, dass eine alte Frau nach dem Tod ihres Mannes ganze 280€ Rente bekommt, wie soll es da den Tieren gut gehen, wenn selbst die Menschen, die jahrelang gearbeitet haben, nichts zu Essen auf dem Tisch haben? Und das in Deutschland!
Natürlich würde auch sie noch irgendwelche Hilfen bekommen, hat bestimmt auch was angespart. Aber mal ehrlich: geht eine alte Frau ohne Angehörigen nach dem Tod ihres Ehemannes erstmal wochenlang zu Behörden und kämpft um ihr gutes Recht?

Dann ist es leider auch so, dass sich viele Menschen für bestimmte Arbeiten viel zu fein sind. Lieber hocken sie zu Hause und beziehen Hartz 4 statt sich für einen kleinen Stundenlohn im Tierheim abzurackern. Traurig, aber wahr. Es gibt so viele kleine Jobs, die alle verteilt werden könnten bzw. müssten, wenn man etwas am System ändern würde.

Aber ich geb dir Recht, es ist schwer in ein Tierheim zu kommen und dort richtig als Helfer akzeptiert zu werden. Es ist ein eingeschworener Kreis, in dem man sich erstmal beweißen muss, zeigen muss, dass man nicht morgen wieder abhaut weil es zu aufwändig ist.
Ich hab einmal einen Wellensittich aus einem Tierheim aufgenommen. Mir wurde versichert, dass er männlich wäre, was ich denen schon nicht geglaubt habe. Er hatte die typisch braune, dicke und rissige Wachshaut eines Weibchens in Brutstimmung. Und was war? Der kleine Kerl war über und über mit Milben, das waren die Krusten von Milben. Er rupfte sich sogar schon die Federn am Bauch raus, so schlimm war der Befall. Und ja, das Tier war angeblich tierärztlich untersucht. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Tierheim gar keine kranken Tiere rausrücken darf, wurde auch nicht gefragt, in welche Haltung der Kleine kommt.
Die Frau war total gehetzt, weil es an anderen Stellen schon wieder brannte und sie eigentlich weg musste, ihre Arbeit tun. Vollkommen nachvollziehbar bei einer Handvoll Leute, die dort arbeiten.

Im Gegensatz dazu hat meine Mutter einen älteren Samojeden aus einem Tierschutzverein aufgenommen. Er wurde als Familientauglich und ruhig und lieb betitelt, der perfekte Anfängerhund. Bis sich dann herausstellte, dass er lieb und ruhig war, weil er übelste Probleme mit der Hüfte hatte und einfach kaum mehr laufen konnte. Später kam noch ein Tumor im Kopf hinzu, der Hund bekam mitten in der Nacht Anfälle und wir mussten ihn erlösen lassen.
Es gibt immer schwarze Schafe, überall. Wie du schon sagtest: man muss eben nur mit anpacken und helfen. Da wird zwar die Grundsituation nicht von heut auf morgen ändern, aber es tut sich immerhin ein bisschen was.
Genau das es ist
Es ist eben kein Geld da.
Es wird für andere Sachen ausgegeben.
Die vielleicht nicht Wichtig sind.
Es gibt in Deutschland viele Sachen die Wichtiger währen.

Klar viel kann man selber nicht machen.
Aber ich denke es entlasste die Festen Pfleger auch schon
Wenn man 1-2 mal die Woche für 2-3 Stunden da hin geht.



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@Bounty
Ich will dein Tierheim nicht in Schutz nehmen.
Aber Geld beschaffen hört sich so Einfach an.
Einfach was verkaufen gut ist.

Klar aber wie gesagt , viele können oder wollen nicht viel Geld ausgeben.
Warum sich beim Tierheim jetzt z.B einen Käfig für 40 Euro kaufen.
Wenn ich bei Ebay einen für 5 Euro oder Geschenkt bekommen.

Außerdem sitzt das Geld bei vielen ja auch nicht so Locker.

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Adraste

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Dort wo ich noch vor ein paar Jahren gewohnt habe, stellte sich mir die gleiche Frage wie Maische. Ich wollte gerne helfen und in meiner Freizeit Hunde ausführen oder andere Arbeiten erledigen, aber um das zu machen, sollte ich erstmal Geld zahlen? Um umsonst da zu arbeiten bin ich durchaus bereit und dann spende ich vielleicht auch gerne mal etwas, aber erst zu zahlen, um dann eventuell(!) dort arbeiten zu dürfen geht mir dann doch etwas zu weit. Abgesehen davon, dass ich mir das geldmäßig auch nicht leisten konnte. Sehr dringend sind Helfer dann wohl nicht benötigt und ich hatte auch den Eindruck, als wäre Hilfe gar nicht wirklich erwünscht. Wenn manche Tierheime ein wenig offener und freundlicher zu neuen Helfern und Interessenten wären und man nicht gleich bei der ersten Anfrage den Eindruck bekommt, als wäre man vollkommen unerwünscht, dann würden die entsprechenden Tierheime vielleicht auch eher Hilfe bekommen.

Naja, hier wo ich jetzt wohne, ist das glücklicherweise anders geregelt, leider ist das Tierheim ein wenig weit entfernt, als dass ich da ständig hin und her fahren könnte. Aber wir haben unseren ersten Hund aus diesem Tierheim geholt und waren sehr zufrieden. Wobei das ganze auch sehr schnell ging, uns wurde die Leine in die Hand gedrückt, wir sind 20 min gegeangen und dann gehörte er uns. Im Nachhinein hatten wir noch viele Fragen, die uns das Tierheim jederzeit freundlich telefonisch beantwortet hatte. Leider hat das tierheim bei unserem nächsten Hund nicht gut genug darauf geachtet, ob der Hund wirklich was für uns ist. Sie haben angerufen, dass sie einen passenden Hund hätten, meine Eltern sind hin und haben ihn gleich mitgenommen, ohne mal mit ihm spazieren zu gehen und sich auf die Beschreibung des Tierheims verlassen. Naja, nach einer Woche haben sie ihn wieder zurückgegeben, weil es einfach nicht gepasst hat. Ich fand das sehr schade (ich hätte den Hund gerne behalten) aber kann es wirklich verstehen, da der Hund einfach viel zu wild war und sie dem einfach nicht gerecht werden konnten. Der nächste Hund wurde uns aus einem privaten Notfall vermittelt, das war dann der richtige für uns.

Trotzdem würde ich immer wieder einen Hund (und auch andere Tiere) aus dem Tierheim nehmen, allerdings würde ich selbst mehr darauf achten, mir das Tier ein wenig länger anzuschauen und mich nicht blindlings auf die Aussagen des Tierheims verlassen. Hunde reagieren ja auch immer anders, selbst wenn sie im Tierheim ruhig sind, können sie sich zuhause ganz anders benehmen, da würde ich auch nicht immer die Schuld alleine beim Tierheim suchen.

Auf jeden Fall finde ich es wichtig, dass es Tierheime gibt und bewundere auch den Einsatz vieler Helfer und Pfleger, die eine wirklich anstrengende Arbeit teilweise in ihrer Freizeit erledigen und sich wirklich bemühen, dass die Tiere in ein schönes Zuhause kommen. Klar ist nicht immer alles perfekt, aber ich hatte eigentlich von allen Tierheimen, die ich hier in der Gegend besucht habe, einen insgesamt guten Eindruck.
 
blackdobermann

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Das Tierheim hier, wo ich auch immer Gassiegehe und so, gilt auch als sehr unfreundlich, als wollen die gar keine Hunde vermitteln. So sehen das jedenfalls die Besucher des TH. Selbst meine Mitarbeiter, die wegen abholen der Spenden immer mal anrufen, mögen das Tierheim auch nicht. Im gegensatz zu dem anderen, welches noch von uns MHD-Ware gespendet bekommt.

Letzten endes ist es mir egal, welcher Ruf es hat. Wie die MA dort sind. Ich kenne die meisten ja, und haben schon mit denen in meiner EQJ Zeit zusammengearbeitet. Die Hunde werden dann letztenendes weniger vermittelt....dass ist viel schlimmer. Und was mich noch Ärgert, dass nur noch 2 Stunden lang gassie gegangen werden darf... da es nicht der nächste weg ist, "lohnt" es sich für mich kaum. 2 Stunden heißen für mich 2 Hunde.
 
Thema:

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