Kaufvertrag/Schutzvertrag

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xSteffix

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Hallo zusammen,
ich hab mal ein paar rechtliche Fragen zum Pferdekauf. Es soll ein Schutzvertrag erstellt werden, dass das Pferd welches ich kaufen will, in dem Stall bleibt
und das die noch jetztigen Besitzer ihn auch reiten dürfen! In wie fern ist das rechtens? Theoretisch können die doch über mein Eigentum nicht bestimmen, oder? Wenn ich irgendwann mal den Stall wechseln will, können die das Pferd doch nicht einbehalten, oder? Und wenn ich mal sage, heute werde ich ihn reiten, dann können die doch nichts machen, oder?

Wenn es einen Kaufvertrag gibt, ist ein Schutzvertrag dann doch ungültig. Es ginge nur ein Schutzvertrag mit Schutzgebühr, oder?

LG Steffi
 
19.03.2011
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
*Daisy*

*Daisy*

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Hallo,

ich glaube wenn alles vertraglich festgehalten ist, dann dürfen die das. Also solltest du dir gut überlegen ob du das willst.

Ja ein Schutzvertrag mit Schutzgebühr und die Schutzgebühr kann, glaube ich, beliebig hoch sein. Also wäre der Kaufvertrag dann ja eigl. überflüssig.

lg
Anni
 
MiniPiccolina

MiniPiccolina

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Hallo,

also ich bin mir eigentlich ziemlich sicher das sie das machen
duerfen, man kann ein Kauf und ein Schutzvertrag erstellen und
auch neben dem kaufpreis noch eine Schutzgebuehr erheben, was
man aber eigentlich nicht macht wenn man einen Schutzvertrag hat.
Also wenn Du das Pferd mit diesem Schutzvertrag kaufst, musst
du an dem Stall bleiben ..

Lg
 
D

dr.jensen

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Hallo Steffi,
vor kurzem gab es im Fernsehen einen Bericht zu einer ähnlichen Situation. Eine Partei hat sich nicht an den geschlossenen Vertrag gehalten und ist erstmal ein paar Jahre damit durchgekommen. Aber am Ende ist es so, dass beide Parteien sich an einen geschlossenen Vertrag halten müssen. Wenn was drinsteht, was Du nicht willst, unterschreib es nicht oder lass es herausnehmen. Alles andere kann irgendwann richtig Geld und Nerven kosten.
Was Du schilderst hört sich irgendwie so an: Du sorgst dafür, dass das Pferd gepflegt und untergebracht wird und in der Nähe bleibt. Die anderen haben die Rechte es zu reiten. Ist das nicht einfach eine gratis Unterbringung und gratis Reitgelegenheit?

Beste Grüße
Dr.J
 
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Schattenseele

Schattenseele

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Dr.Jensen, das musste ich auch eben denken.
Ich würde auch sagen das du dir das unter diesen Umständen nochmal überlegen solltest.
Wenn sie ihn aber im Stall lassen wollen und ihn auch weiter reiten wollen, wieso geben sie ihn denn dann ab ?

Lg
 
xSteffix

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Situation ist folgende.

Ich habe seit 8 Jahren (seit er ein Jährling ist) ein Pflegepferd. Ich hab ihn eingeritten, Urlaub mit ihm gemacht und bin die einzige die ihn täglich versorgt. Er war schon immer wie mein eigenes Pferd. Die Besi kam vielleicht 2-3 mal im Jahr auf die Idee auch mal reiten zu wollen.
Dann hatte ich mein schweren Unfall und war fast 1 Jahr ausser gefecht gesetzt. Die Besi hat eine andere Pflegerin für ihn gesucht, sie ihn total "versaut" hat. Das Pferd ist gebrochen und nur noch bedingt reitbar. (Beispiel: Mit Rollkur überschlagen an der Longe) Nach langem Kämpfen und einem Todesfall in der Familie hab ich ihn wieder bekommen und die Pflegerin musste gehen. (s.auch mein Blog "Mein Jahr 2010")

Ich will nicht nochmal sehen, wie dieses Pferd zugrunde gerichtet wird. Wie ein Pferd so misshandelt wird. Jetzt habe ich dank der einsicht, dass dieses Pferd gebrochen ist, die erlaubnis ihn zu kaufen. Aber die möchten ihn halt im Stall zu Hause (Ein 4 Pferde Stall) behalten und ihn auch ab und zu mal reiten. Was sicher nur auf ein paar mal im Jahr hinausläuft.

Trotzdem weiß man vorher nicht was alles passiert und falls es zu einem Streit o.Ä. kommt, möchte ich doch die Möglichkeit haben, mit meinem Pferd zu gehen. Der Kauf ist besiegelt. Handschlag und Pass hab ich schon. Nun fehlt eben nur noch das Geld und der Vertrag. Den wollen die mit einem Anwalt aufsetzen.
 
Schattenseele

Schattenseele

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Oh okay, also hast du ihn quasi schon gekauft..
Hmm es kann ja auch alles gutgehen die nächsten Jahre.
Es muss nicht zwingend zum Streit kommen.
Das ihr den Vertrag bei einem Anwalt aufsetzen wollt finde ich gut.
Vielleicht hat er ja auch ein paar Tipps zu dem Thema !?
Ich wünsch dir alles Gute !

Lg
 
Serayla

Serayla

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Also ich verstehe so gesehen beide Parteien. Wobei ich an deiner Stelle vielleicht den Vorschlag machen würde eine Art "Besuchsrecht" auszuarbeiten, sodass das Pferd bei dir stehen kann. Immerhin bist du ja dann der Besitzer und diejenige die sich ständig um das Tier kümmert. Ich finde es muss dann auch schon hervorgehen dass es jetzt dein Pferd ist und du entscheiden kannst was am Besten für das Tier ist. An einen Stall gebunden zu sein finde ich nicht gut zumal man nie weiss wie sich auch die Gegebenheiten dort ändern oder auch für das Pferd (vielleicht versteht er sich in ein paar Jahren mit einem anderen nicht, bekommt eine Allergie, der Stall verfällt oder was auch immer) Wenn du sagst die ehemaligen Besitzer reiten ihn nur 3 mal im Jahr dann können sie doch auch zu dir kommen anstatt dass du die restlichen 362 Tage zu ihnen kommen musst ;)

Alles Gute
 
MiniPiccolina

MiniPiccolina

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Ich wuerd den Vertrag dann auch aufjedenfall nochmal
vom Anwalt pruefen lassen und ggf was aendern..

Lg
 
L

Lindie

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ALso wenn Vertrag, dann bei einem Notar und nicht bei einem Anwalt. Und ich würde mich nie auf so einen Vertrag einlassen, denn der ist bindend. Da kannst du ihn nie wonanders hinbringen. Und wenn sei plötzlich auf die Idee kommt ihn jeden tAg zu reiten hast du Pech gehabt. Aso wenn sie ihn eh nicht geritten haben, dann soltle es doch egal sein wo er steht.
 
Schattenseele

Schattenseele

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Gibt es denn schon was neues ?

Lg
 
Veri85

Veri85

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Ich sehe es leider erst jetzt.
Wir hatten ein ähnlichen Problem... Wir wollten ein Pferd per Schutzvertrag verkaufen...
Da ich in meiner Familie nen Anwalte habe, hab ich ihn natürlich gefragt und ihm den Entwurf vorgelegt.
FAZIT:
Schutzverträge mit solchen Auflagen über Nutzung, Haltung, Standort des Pferdes, usw. sind sittenwidrig und nichtig! So ein Vertag hat vor Gericht (wenns hart auf hart kommt) keine Chance und wird von dem Anwalt in der Luft zerissen!
Die einzig sinnvolle Lösung ist ein Nutzungsvertrag. Man bleibt Eigentümer und das Pferd wird von jemand anderes gegen Gebühr "genutzt" Nur dann kann man sagen wo das Pferd stehen soll, was es darf und was nicht usw...

Ich war auch erschrocken aber im Grunde ist es so als wenn ich ein Auto verkaufe und zu dem neuen Besitzer sage er darf den Kofferraum nicht aufmachen! Das geht nicht und ist nicht gültig!

Viele Grüße
Verena
 
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