Wie lange Pferd reiten.

Diskutiere Wie lange Pferd reiten. im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Ich habe eine dumme Frage. Und zwar würde firstich gerne wissen wie lange man ein Pferd reiten kann. Und wie lange es dann erholung braucht. ich...
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Lindie

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Ich habe eine dumme Frage. Und zwar würde
ich gerne wissen wie lange man ein Pferd reiten kann. Und wie lange es dann erholung braucht. ich meine z.B. auf einem Reiterhof.
 
29.03.2011
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

das kann man so nicht sagen, dass kommt auf den Trainings- und Gesundheitszustand des Pferdes an.
Wenn das Pferd zb gesund ist und gewohnt ist am Tag 4h zu gehen, dann ist das kein Problem.
Ist es aber nur 1h gewohnt und wird plötzlich zu 4h anstrendender Arbeit herangezogen, kann das schon Probleme machen.
Genauso sieht es aus, wenn ein Pferd gewohnt ist, täglich 4h zu gehen und plötzlich 'darf' es nur noch 1h...

Um deine Frage konkret zu beantworten, müsstest du die Rahmenbedinung (Gesundheit, Haltung, normale tgl Belastung, schwere der Arbeit etc) schildern.

LG Lilly
 
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Lindie

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War nur so eine allgemeine Frage. Wir haben hier einen Reiterhof direkt an der Autobahn. Und da finde ich es zum einen zeimlich laut. Und zum anderen sehe ich die Pferde da den ganzen tag rum laufen. Da wollte ich nur malfragen ob es möglich ist, dass sie den ganzen Tag als Reitpferd benutz werden.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Also an Geräusche gewöhnen sich Pferde recht schnell, ob es gesundheitschädlich ist kann ich dir nicht sagen, dazu müsste man die Dezibelstärke wissen und wieviel Stunden das am Tag so geht. Und die Grenzwerte für Pferde. Allerdings sind mir die unbekannt.

Ob es geht, dass Pferde den 'ganzen Tag' laufen ... nun ja, du stehst ja sicher nicht mehrere Stunden am Stück da und siehst ein und das selbe Pferd laufen, oder? ;) Ich vermute, dass sie durchaus Pausen haben und wenn ein Pferd für sagen wir 4-6 Unterrichtsstunden eingesetzt wird, dann ist das okay, wenn sonst auch alles stimmt.
Für Pferde ist mehr Bewegung - unter guten Bedingungen - besser wie zu wenig Bewegung unter denselben Bedingungen.

Es kommt immer auf den allgemeinen Zustand und die schwere der Arbeit an.

LG Lilly
 
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Lindie

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Ehrlich, ich würde da kein Pferd hinstellen. Direkt an der Autobahn und am Bahnübergang. Das ist ziemlich laut. Der Boden in den "Freiläufen" ist total matschig und der Boden ganz aufgeweicht. Die Reithalle istim letzen Winter zusammen gebrochen. Naja, die Pferde sehe ich den ganzen Tag da rennen.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Im Winter sehen Paddocks oft schlimmer aus als sie sind, das würde ich nicht überbewerten. In meinem ersten Stall stand auch ein paar mal der Tierschutz auf der Matte, nach dem ersten Besuch aber eher zum Käffchen ^^ Wir waren damals die ersten "Offis" in einem recht kleinen Kaff und da haben einige gleich Panik geschoben, weil die 'armen Pferde' ja keine 'warmen Boxen' hatte und auch so 'dreckig' aussahen (wurden täglich geputzt, haben sich nur gern gesuhlt ^^)

Ob die Lage schlecht ist, dazu kann ich aus der Entfernung wenig sagen.

Und sorry, aber du siehts vielleicht immer wieder Pferde dort laufen, aber sicher stehst du nicht 4-8 Std am Stück dort und sieht dieselben Pferde ohne Pause laufen ;)
Außerdem ist Reitbetrieb eher ab Mittags/Abends, schließlich arbeiten die Reiter/Reitschüler ja auch mal oder gehen zur Schule.

LG Lilly
 
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Machtnix

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Du schreibst irgendwie aus der Ferne.
Wie viele Pferde stehen an dem Stall?
Wie viel läuft jedes einzelne Pferd?
Wie hoch ist die Belastung beim Laufen?
Wie ist der Futterzustand, der Muskulaturzustand, schwitzen die Pferde unangebracht viel, wie ist der Zustand der Hufe?
Wie sieht das Auge der Pferde aus?

Viele Pferde in Reitbetrieben werden gesund sehr viel älter als Pferde in Privathand, die nur 1 Std. am Tag geritten werden.
Laufen liegt in der Natur des Pferdes, genauso wie Hitze, Regen, Matsch und Kälte. Es ist nur häufig fraglich was man daraus macht.
Ein schlammbedecktes Pferd ist nicht unbedingt in schlechtem Pflegezustand und ein jederzeit blinkend geputztes Pferd kann regelmäßig unter Pilz leiden.

Um wirklich beurteilen zu können ob es den Pferden in diesem Verleihbetrieb wirklich gut geht, muss man etwas mehr wissen. Wenn du immer Pferde laufen siehst, heißt das nicht, dass es immer die gleichen Pferde sind.

Mein Hengst wird z.B. nach 30 Min. durchweg Galopparbeit erstmal warm. Da haben anderen Pferde schon längst Schnappatmung.
 
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Lindie

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Na, das weiß ich ja alles nicht. Also das ist kein Reiterhof, sondern ein ehemaliger BAuernhof. Der Bauer hatte die Felder rund um den Zoo und als der Zoo ausgebaut hat, hat man ihm die Felder weggenmmen und seitdem stehen auf seinem Bauernhof die Pferde. Umgeben von Autobahn, Bahnübergang und Zoo. Reiten darf man da eigentlich nicht. Also laufen die Pferde immer nur auf dem Hof. Und ja es sind immer die selben, es sind insgesamt vielleicht 4 Stück.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Weißt du Lindie, ich habe den Eindruck, dass du kaum was über den Hof weißt. Wie ich schon mehrmals betont habe, wirst du ja wohl kaum stundenlang da stehen und sehen dass die Pferde "im Hof rumlaufen".
Und was soll das denn konkret heißen? Werden sie geritten oder ist das ihr Paddock?
Ist das nun ein Reitstall oder ein Pferdverleih?

Wenn du die Fragen von Machtnix nicht beantworten kannst, zumindest die, welche die Haltung und den Zustand der Pferd betreffen und die man bei einem Besuch vor Ort eigentlich leicht ausmachen kann, kannst du auch nicht darüber urteilen.
Im Vorbeigehen/fahren kann man eben nicht mal schnell sehen wie es den Pferden geht.

Und wenn du hier einen kollektiven, entrüsteten Aufschrei erwartet hast bei den dürftigen Fakten, dann muss ich dich enttäuschen - sowas wäre unterstes Niveau, haltlos und voreilig.

Augen auf bei fragwürdiger Tierhaltung ist eine gute Sache, aber es ist nicht ok, wenn man kaum etwas weiß sondern nur so 'drüber geschaut' hat.

Besorg dir doch mal wirkliche Fakten, vielleicht sogar mit Fotos (die kannst du gern auch per Mail an mich schicken, wenn du die nicht veröffentlichen willst).
Anhaltspunkte hat dir Machtnix ja ausreichnd gegeben.

Gruß Lilly
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Mal so ne Frage: Was mache ich denn wenn ich jemanden kenne, der sein Pferd überlastet, kann ich das dem Tierschutz melden und was wird dann unternommen ?
Auf dem Hof auf dem mein Pferd eingestallt ist, ist ein Mann, der ein Pferd besitzt. Als ich noch regelmäßig da war, konnte ich mir sein Vorgehen zu Gemüte führen und auch meine Schwester, die jetzt nun häufig da ist berichtet mir nichts besseres. Dieses Pferd reitet er eher selten dafür aber umso länger auf hohem Niveau, ich denke es sind S-Lektionen (zumindestens reitet er sein Pferd durchweg in Versammlung), auch wenn der Reiter meiner Meinung nach nicht sitzen kann.
Nun das geht damit los, dass sein Pferd erstmal ordentlich Hafer kriegt. Dann wird es fertig gemacht und nach 2 Stunden oder länger kommt er dann wieder vom Reiten, das Pferd klatschnass.
Das Pferd macht meiner Meinung nach eher einen müden, matten Eindruck, kann aber auch damit zusammenhängen, dass es schon ein älteres Kaliber ist.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

puh solang das Pferd 'gesund' ist wirst du da nicht viel machen können. Er verletzt das Pferd ja nicht offensichtlich oder (zb mit Sporen)?
Leider kann man gegen solche Reiter nicht viel machen, als an ihre Vernunft appellieren.
Pferde 'verheizen' ist halt nicht strafbar, leider. Beziehungsweise es ist schwer zu beweisen, dass jemand gegen das Tierschutzgesetz verstößt indem er zu viel/falsch reitet solang das Pferd nicht gravierend, sichtbare Beeinträchtigungen/Verletzungen hat.


LG Lilly
 
DyingDream

DyingDream

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...

Ich war mal bei einem FN-Reitstall, wo mir die Pferde immer irgendwie leid taten.

In den Wintermonaten und außerhalb der Ferien war nichts los. Manche standen dann den ganzen Tag in der Box (im Sommer ging es aber noch jeden Abend und einen vollen Tag auf die Weide).
Klar, die regulären Reitschüler kamen noch. Hieß so viel, dass manches Pferd dann noch mal 1-2 Stunden an den einen Tag ging, dann erst wieder nach 4 Tagen, usw.

Im Sommer und in der Ferienzeit dagegen war hochbetrieb und die Pferde gingen bis auf den einen Ruhetag jeden Tag bis zu 6 Stunden (aber zumindest mit ner Pause). In dieser Zeit gab es dann auch das bunte Programm vom Anfänger der auf dem Rücken rumplumbste bis zum Möchtegern-Fortgeschrittenen, der versuchte zu springen oder eben Ausritte.

Na ja...
Dadurch waren die Pferde im Winter dann natürlich alle überdreht und es sind regelmäßig die Reiter runtergeflogen, weil die Pferde nur am rennen und buckeln waren. Im Sommer hingegen liesen sich viele Pferde nach der 2ten Stunde schon kaum noch vorantreiben und wirkten schlapp.


*poing* ...ich hatte mich damals (mit meinen 11-12 Jahren) mal darüber 'beschwert' und wäre fast vom Hof geflogen deswegen. :/


Bis auf ein paar kleiner Verbesserungen ist das leider noch immer so. :(
~§~
 
Chiari

Chiari

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der trend geht zum Glück wieder in richtung offenstall und co. :)
reine Boxenhaltung gibts immer weniger... da bin ich auch sehr froh drüber...
nur im winter, wenn alles gefrorern ist, nicht genug schnee liegt, dann müssen leider auch bei uns im stall die Pferde drinnen bleiben

ansonsten sehe ich es wie die anderen.. ein gesundes Pferd kann durch aus ein paar stunden am tag laufen...
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Hi,

puh solang das Pferd 'gesund' ist wirst du da nicht viel machen können. Er verletzt das Pferd ja nicht offensichtlich oder (zb mit Sporen)?
Leider kann man gegen solche Reiter nicht viel machen, als an ihre Vernunft appellieren.
Pferde 'verheizen' ist halt nicht strafbar, leider. Beziehungsweise es ist schwer zu beweisen, dass jemand gegen das Tierschutzgesetz verstößt indem er zu viel/falsch reitet solang das Pferd nicht gravierend, sichtbare Beeinträchtigungen/Verletzungen hat.


LG Lilly
Hm... nein er tut nichts der gleichen, er geht sehr liebevoll mit seinem Pferd um. Nur eben dieses maßlose Füttern vor dem Reiten und die Überlastung beim Reiten. Was mich persönlich eigentlich sehr wundert, da er eben auf so hohem Niveau reitet. Da müsste man doch eigentlich erwarten, dass er auch die Gesundheit des Pferdes im Blick hat.
 
Lilly_79

Lilly_79

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Das kommt ganz darauf an, was für eine Lebenserwartung sein Pferd für ihn hat... wenn er zur Sparte "mit 15 sind sie alt und mit 19 tot und das ist normal" gehört, dann ist das kein Wunder.
Kannst du/ihr nicht versuchen ihm zu erklären wie man sein Pferd noch besser machen könnte? Zb ne netter RB die das Pferd bewegt wenn er es nicht tut, so dass das Pferd ausreichend konditioniert wird? Und vielleicht dass er besser nachdem reiten füttern sollte, oder macht er mit vollem Magen Sport?
An sich ist nicht dagegen einzuwenden, dass das Pferd an 'arbeitsintensiven' Tagen mehr Hafer bekommt als sonst. Wichtig ist in erster Linie das ausreichend Heu zur Verfügung steht.

LG Lilly
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Ich glaube, dass Pferd ist bereits locker über die 15 hinaus. Um den Dreh 20 würde ich es schätzen.
Der ist leider recht uneinsichtig. Er hat es nicht mal eingesehen, den Paddock im Offenstall abzuäppeln um den Pferden einen schöneren Standplatz zu bieten... es ist ein erwachsener Mann... da kann ich mich schlecht aufbauen und ihm was erzählen, der wird mich auch in dem Fall abwimmeln wie er es tat als ich ihn bat doch bitte den Paddock abzuäppeln.
Gegen die Menge des Hafers habe ich auch nichts, aber dass er das so kurz vor der Arbeit füttert finde ich schlimm. So ein Unsinn kann im schlimmsten Fall ne Kolik auslösen.
 
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Machtnix

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@ SoylentGreen
Trotz, dass ich hier im Forum schon öfter 'Hardliner' genannt wurde -was für mich kein Schimpfwort ist, ich weiß, dass ich straight bin- kann ich aus deinem Thread kein grobes Fehlverhalten des Pferdebesitzers herauslesen.
Vielleicht sind deine Infos aber nur zu dünn, denn über die sonstige Haltung und Bewegung, das Alter, die bisherige Geschichte und den Ausbildungsstand des Pferdes machst du keine genauen Angaben.
Daher kann ich jetzt natürlich meilenweit daneben lieben aber für mich liest sich dein Thread folgendermaßen:

Dieses Pferd reitet er eher selten dafür aber umso länger auf hohem Niveau, ich denke es sind S-Lektionen (zumindestens reitet er sein Pferd durchweg in Versammlung),
Was ist selten. Weißt du genau, dass er nicht manchmal zu Zeiten kommt, in denen ihr nicht da seit - ich bin z.B. auch oft allein am Stall.
Versammlung ist nicht gleich Versammlung. Der Versammlungsgrad bei einer S Dressur und einer L Dressur ist nicht vergleichbar. Selbst wenn ein Pferd S-Lektionen geht, heißt das nicht, dass es auch komplett auf dem Level geritten wird. Viele Pferde beherrschen aufgrund von ihrem Talent und ihren Neigungen höhere Lektionen ohne die Klasse jemals erreichen zu können.

auch wenn der Reiter meiner Meinung nach nicht sitzen kann.
Ein nicht ganz so elasischer Sitz oder Sitzfehler sind kein Grund für den Tierschutz. Der Mann ist offensichtlich kein Profi. Vielleicht hat er ja nur Rücken-, Hüft-, oder Knieprobleme oder einen Job bei dem er lange eine schlechte Sitzhaltung einnimmt.
Da sollte man mal nicht so streng sein, denn offensichtlich leidet das Pferd nicht darunter. Anzeichen dafür wären offene Stellen an Sporenstellen, Scheuerstellen am Bauch (Schenkel), Rückenprobleme beim Putzen und bei Berührung, offensichtliche Ausgleichsmuskulatur in der Rücken-, Schulter- und seitlichen Bauchmuskulatur, ungleichgewicht in der Hüftbewegung, Verwerfen... Es müssen aber schon mehrere Dinge zusammenkommen um offensichtlich von einem Sitzfehler herzurühren.

Nun das geht damit los, dass sein Pferd erstmal ordentlich Hafer kriegt.
Die Meinungen über Hafer und Fütterung gehen stark auseinander. Selbst die Gelehrten streiten sich darüber und davon lebten mehrere Industrieen. Die Fütterungsindustrie und die Hersteller verschiedenster Futterautomaten, Kisten, Systeme wären pleite.
Das Pferd verträgt diese Art der Fütterung offensichtlich gut, da du nicht von Koliken oder angelaufenen Beinen schreibst.
Evtl. macht der Reiter auch Intervalltraining. Von vielen Trainern und sogar von der Landesreit- und Fahrschule Langenfeld wird das für einige Pferde gelehrt. Hier bekommt das Pferd Erhaltungsfutter und wird im Rahmen eines Trainingsplans unterschiedlich auf- und abschwellend belastet. Je nach Arbeitsleistung findet dann -bei einigen Pferden, je nachdem wie das Pferd verstoffwechselt- eine Zufütterung mit energiereichem Futter (z.B. Hafer) statt.

Dann wird es fertig gemacht und nach 2 Stunden oder länger kommt er dann wieder vom Reiten,...
Ich kann nicht glauben, dass das Pferd über 2 Stunden in Versammlung geht. Die Reitzeit ist eher ein Indiz für eine lange Lösungsphase mit viel Schritt und gutes Reiten. Lieber lange und langsam aufbauend reiten als 30 Min. knallen lassen.

Kein Problem, wer arbeitet schwitzt auch. So lange das Pferd nicht mehr mit Schnappatmung in der Box verstaut wird, ist dagegen absolut nichts einzuwenden.

Das Pferd macht meiner Meinung nach eher einen müden, matten Eindruck, kann aber auch damit zusammenhängen, dass es schon ein älteres Kaliber ist.
Müde, schlapp und zufrieden oder müde und aufgegeben (geknechtet, also totes Auge). Wird ein Pferd weit über seine Kraft geritten, gibt es recht eindeutige Anzeichen. Diese sind z.B. stolpern (übermüdung der Sehnen), plötzliches lehnen zu einer Seite (fallenlassen der Schulter, wenn das sonst nicht der Fall ist), Übertriebene Atmung mit anhaltend hoher Frequenz (selbst in Ruhe atmet das Pferd noch überlang extrem), ansonsten unbekanntes schiefsetzen des Reiters (das Pferd versucht einen Rückenmuskel zu entspannen und kann den Rücken nicht mehr gleichmäßgi aufwölben, kein gleichmäßiger Schwung mehr im Rücken), unerwartete flache Gänge (bei starker Ermüdung hört man auf dem Asphalt die HH oder gar die VH schleifen), Muskelkater und Mattigkeit am Folgetag, plötzlich angelaufene Beine am Folgetag,...
Meine Pferde schwitzen ab und zu auch stark. Nach dem Reiten kann ich sie z.B. an warmen Tagen manchmal abziehen. Das ist kein Problem, denn Schwitzen ist kein Thema.
Nach extremen Trainingseinheiten, wenn man ein Pferd bis an seine Grenzen reitet, muss man allerdings nach dem Reiten helfend eingreifen. Das geht so weit, dass z.B. Rennpferde nach dem Rennen Vit. B12 gespritzt bekommen um Muskelverspannungen, Verhärtungen und Muskelkater vorzubeugen (sonst würden die das nächste Mal nicht mehr laufen.
Da das Pferd wohl schon ein 'älteres Semester' ist, scheint es die Art der Belastung und Fütterung hervorragend zu vertragen. Es scheint ihm gut zu tun, sich mal auszupowern und die Fütterung scheint es gut zu vertragen. Von körperlichen Problemen - wie eben oft bei Leistungspferden (wenn es denn wirklich S laufen sollte, war es zu Mindest mal eines) hast du nicht geschrieben.

Ich finds superlieb, dass ihr euch nicht nur um eure Lieblinge, sondern auch um andere Pferde sorgt. In diesem Fall sind eure Bedenken aber möglicherweise unbegründet und ihr könnt euch einfach freuen, dass der Mann ansonsten so liebevoll mit dem Pferd umgeht.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Danke für deine Antwort Machtnix. Das beruhigt mich schonmal.

@ SoylentGreen
Vielleicht sind deine Infos aber nur zu dünn, denn über die sonstige Haltung und Bewegung, das Alter, die bisherige Geschichte und den Ausbildungsstand des Pferdes machst du keine genauen Angaben.
Das Pferd wurde Zeitweise im Offenstall gehalten. Inzwischen steht es in der Box (ich vermute mal weil es rangnieder war und nicht recht zum Fressen kam). Ob es nun aber tagsüber auf die Weide kommt oder anderweitig Auslauf hat, kann ich nicht sagen, dazu bin ich inzwischen wirklich zu selten da. Ich kann aber mit Bestimmheit sagen, dass das Pferd momentan 3 geregelte Heumahlzeiten hat. Ich würde das Pferd um die 20 schätzen, ich bin auch der Meinung mal nach dem Alter gefragt zu haben und etwas in den 20ern vernommen zu haben. Über die bisherige Geschichte weiß ich gar nichts. Ich kenne das Pferd erst seit es in dem Stall steht (seit 2 Jahren). Mir fiel das Pferd da schon als eher "bedröppelt" auf. Stumpfes Fell, irgendwie keine rechte Ausstrahlung, rangnieder und eigentlich nur auf der Flucht vor den anderen, recht schreckhaft vor dem Menschen.
Genauen Ausbildungsstand kenne ich wie gesagt auch nicht. Wie gesagt läuft das Pferd durchweg in Versammlung, kann Piaffen. Ich schätze es wie gesagt auf hohes Niveau. Ob das nun bereits S ist oder nicht kann ich nicht mit Sicherheit sagen, das ist weit über meinem eigenen Ausbildungsstand, sodass ich mich nicht fähig fühle dies zu beurteilen.


Was ist selten. Weißt du genau, dass er nicht manchmal zu Zeiten kommt, in denen ihr nicht da seit - ich bin z.B. auch oft allein am Stall.
Das kann ich mit Sicherheit so behaupten. Ich war im Sommer fast den gesamten Tag im Stall, da ich mein Pferd morgens, mittags und abends behandeln musste, da es sich eine Hornhautverletzung zugeführt hatte und er mir in seiner doofen Box so Leid tat, dass ich viel mit ihm getüdelt habe. Wäre er da gewesen, hätte ich ihn gesehen. Er kam vielleicht 3 Tage in der Woche.

Ein nicht ganz so elasischer Sitz oder Sitzfehler sind kein Grund für den Tierschutz. Der Mann ist offensichtlich kein Profi. Vielleicht hat er ja nur Rücken-, Hüft-, oder Knieprobleme oder einen Job bei dem er lange eine schlechte Sitzhaltung einnimmt.
Da sollte man mal nicht so streng sein, denn offensichtlich leidet das Pferd nicht darunter. Anzeichen dafür wären offene Stellen an Sporenstellen, Scheuerstellen am Bauch (Schenkel), Rückenprobleme beim Putzen und bei Berührung, offensichtliche Ausgleichsmuskulatur in der Rücken-, Schulter- und seitlichen Bauchmuskulatur, ungleichgewicht in der Hüftbewegung, Verwerfen... Es müssen aber schon mehrere Dinge zusammenkommen um offensichtlich von einem Sitzfehler herzurühren.
Ich schreibe net davon, dass er die Hacken hochzieht oder etwas krumm dasitzt, sondern davon, dass er dem Pferd rhytmisch in den Rücken fällt. Wenn man mit ihm in der Halle reitet hört mans taktvoll "klatschen".



Das Pferd verträgt diese Art der Fütterung offensichtlich gut, da du nicht von Koliken oder angelaufenen Beinen schreibst.
Evtl. macht der Reiter auch Intervalltraining. Von vielen Trainern und sogar von der Landesreit- und Fahrschule Langenfeld wird das für einige Pferde gelehrt. Hier bekommt das Pferd Erhaltungsfutter und wird im Rahmen eines Trainingsplans unterschiedlich auf- und abschwellend belastet. Je nach Arbeitsleistung findet dann -bei einigen Pferden, je nachdem wie das Pferd verstoffwechselt- eine Zufütterung mit energiereichem Futter (z.B. Hafer) statt.
Das beruhigt mich.




Ich kann nicht glauben, dass das Pferd über 2 Stunden in Versammlung geht. Die Reitzeit ist eher ein Indiz für eine lange Lösungsphase mit viel Schritt und gutes Reiten. Lieber lange und langsam aufbauend reiten als 30 Min. knallen lassen.
Kein Problem, wer arbeitet schwitzt auch. So lange das Pferd nicht mehr mit Schnappatmung in der Box verstaut wird, ist dagegen absolut nichts einzuwenden.
Die Atmung ist erfreulicherweise normal.
Viel Schritt ? Nein, viel Trab. Ich weiß, dass er 15 Minuten warm reitet und dann in die Vollen geht. Was er dann nach einer Stunde tut, kann ich nicht sagen. Dann bin ich schon aus der Halle, ich reite mein Pferd normalerweise nicht länger als eine Stunde in der Halle.

Müde, schlapp und zufrieden oder müde und aufgegeben (geknechtet, also totes Auge). Wird ein Pferd weit über seine Kraft geritten, gibt es recht eindeutige Anzeichen. Diese sind z.B. stolpern (übermüdung der Sehnen), plötzliches lehnen zu einer Seite (fallenlassen der Schulter, wenn das sonst nicht der Fall ist), Übertriebene Atmung mit anhaltend hoher Frequenz (selbst in Ruhe atmet das Pferd noch überlang extrem), ansonsten unbekanntes schiefsetzen des Reiters (das Pferd versucht einen Rückenmuskel zu entspannen und kann den Rücken nicht mehr gleichmäßgi aufwölben, kein gleichmäßiger Schwung mehr im Rücken), unerwartete flache Gänge (bei starker Ermüdung hört man auf dem Asphalt die HH oder gar die VH schleifen), Muskelkater und Mattigkeit am Folgetag, plötzlich angelaufene Beine am Folgetag,...
Ich bin der Meinung das Pferd sieht "aufgegeben" aus, sonst würde ich mir ja keine Sorgen machen.

Ich möchte hier nun aber auch keine "Lästerarien" von mir geben. Auf mich wirkt das Pferd überlastet, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, sei dahingestellt. So gesehen, habe ich ja eh keine Möglichkeit dagegen vorzugehen, wenn es so sein sollte.
 
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Wie lange Pferd reiten.

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