Tierarztbericht

Diskutiere Tierarztbericht im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Ich hoffe ich firstdarf das posten, fand das sehr interessant. Gesehen heute bei: www.bild.de...
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11.04.2011
#1
A

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Flumina

Flumina

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Huhu

ist ja echt traurig sowas.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Ich muss gestehen ich halte die Quote der Fehldiagnosen (und daraus resultierende falsche Behandlungen) in Tierarztpraxen auch für relativ hoch.
So habe ich z.B. das Gefühl (wenn ich im Forum lese und mir Berichte von Verwandten anhöre) dass viele Tierärzte Erbrechen beim Hund sehr schnell als "Magen-Darm-Infekt" diagnostizieren und Antibiotika verschreiben.

Eine Tierärztin in meiner Nähe diagnostizierte bei dem Hund einer Freundin auch mal "Magen-Darm" nachdem der Hund vorher verschluckte Holzstücke erbrochen hatte, sie machte die Diagnose daran fest, dass der Hund Fieber hätte. Das Thermometer zeigte 39° an, was für Hunde durchaus noch am oberen Rand der Normaltemperatur liegt, zudem müsste man Fieber anhand der Ruhetemperatur diagnostizieren, wenn der Hund total aufgedreht ist und total zappelig vor Panik auf dem Tierarzttisch mag die Temperatur auch mal vor Stress und Anspannung ein Grad ansteigen. Deswegen sind 39° in der Situation auch nicht als behandlungsbedüftiges Fieber zu werten.
...naja, das Ende vom Lied, sie verschrieb dem Hund Antibiotika. Ob sich vielleicht noch weitere Fremdkörper im Magen befinden, die für das Erbrechen verantwortlich sind, wurde nicht weiter untersucht.

Und auch hier im Forum lese ich sehr oft, das Hunde die mit Erbrechen vorgestellt werden, häufig mit Antibiotika behandelt werden.
Nur, kann Erbrechen so, so viele verschiedene Ursachen haben und die meisten davon erfordern wahrscheinlich gar keine medikamentöse Behandlung.

Ich will nicht sagen, dass es nicht auch viele kompetente, ehrliche Tierärzte gibt, aber als Laie kann man das ja leider nicht immer auf den ersten Blick erkennen und hofft, dass der TA das Beste für sein geliebtes Tier tut...um so schlimmer, wenn hier dann falsch behandelt wird (und zwar wissentlich oder aus Achtlosigkeit, ungewollte Fehler kann jeder machen, auch ein Tierarzt).
 
Pewee

Pewee

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Kann da Kompassqualle nur recht geben. IMMER wenn meine Hunde erbrochen haben, sagte mein früherer TA, es sei ein Infekt. Prompt gab es Antibiotkum, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Ich frage mich immer woran es liegt. Hat die Tiermedizin nicht mehr zu bieten? Ist es die "schnellste" Methode, die über die Risiken hinwegschauen lässt? Ist der TA überfordert?

Tatsache ist, und das gilt für jeden Arzt: Man muss sich auch selbst informieren. Man muss das Internet durchforsten, vielleicht auch in Bücher schauen, ob es noch andere Krankheiten sein können. Damit unterstellt man dem Arzt ja auch nichts böses. Aber es kann immer mal sein, dass er Krankheit x nicht bedacht hatte und nach Erinnerung besonders drauf achtet. Das mache ich selbst bei meinem Hausarzt, obwohl ich seit über 10 Jahren hingehe und ihm absolut vertraue, aber er ist auch nur ein Mensch.
Man neigt oft dazu, solche Dinge dem Fachmann zu überlassen. Klar, dafür wird er bezahlt und er hat es studiert. Das ist aber leider immer sehr gewagt und auch wenn es viele tolle Ärzte gibt, so gibt es auch genug Schmuh.
 
Nienor

Nienor

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Ich frage mich immer woran es liegt. Hat die Tiermedizin nicht mehr zu bieten? Ist es die "schnellste" Methode, die über die Risiken hinwegschauen lässt? Ist der TA überfordert?
Wurde ihm das so im Studium eingeblaeut ? Eine ganze Portion Unwissenheit wuerde ich da wie bei den Impfungen schon vermuten, oder besser falsches Wissen, denn die Pharmaindustrie hat genauso ihrer Finger im Spiel wie die Futtermittelindustrie .. dass die jungen Mediziner dann alles glauben, was ihnen erzaehlt wird, kann ich durchaus glauben.

Hat er gelernt, dass man irgendwie behandeln muss, damit der Tierbesitzer zufrieden ist ? Ein Arzt, der gar nichts macht, passt den meisten ja auch nicht .. Und mit einem Mittelchen sind die meisten beruhigt .. Und man nimmt auch noch etwas Geld nebenbei ein :silence:

Aber es gibt sie, die guten Aerzte, dich nicht alles sofort glauben, sich informieren und auch mal nichts geben, wenn sie denken, der Hund ist gesund oder braucht nur ein paar Tage Schonung oder Schonkost.
 
Yvi179

Yvi179

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Also wäre es nicht so traurig und enttäuschend könnte man drüber lachen, allerdings ist das iIch verschreibe mal Antibiotiker dutschlandweit verbreitet! Hund hat durchfall und erbricht ist immer eine magen darm Infekt!
Als Snoopy damals so krank worde, hatte die Tä ein "leichtes" Bronichalgeräusch festgestellt! Er hatte damals schon Gleichgewichtsstörungen! Er bekam Antibiotiker! Zwei Wochen zuvor als er geimpft worde, sagte sie das sein Herz wohl nicht mehr so 100% ist!
Als ich dann mit Snoopy beim anderen Ta waren weil das taumeln zum Abend hin schlimmer worde, sagte der Doc mir das er weder es an den Bronchen, noch am Herz hat, sondern massiv Wasser in der Lunge! Vielleicht hatte er es auch schon zwei Wochen zuvor und sie haben es einfach nicht bemerkt, vielleicht hat ihm die Impfung damals auch den Rest gegeben!
Auf alle fälle bin ich jetzt schlauer! Wenn mein Hund nochmal was haben sollte, worauf ich mir keinen reim zu machen kann, bin ich in der Tk! Wenn ich Auto hab, denke ich eh nur noch Tk, da sie günstiger ist als mein jetztiger Ta!


Lg Yvi
 
Pewee

Pewee

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Naja, ich will dem Mann nicht mehr ankreiden, als "fair" ist. Meines Erachtens war er aber "überdurchschnittlich" aufs Geld aus und darauf, dem Hund kurzfristig schnell Besserung zu verschaffen. Deswegen gibt es statt einem Allergietest lieber ein halbes Jahr Antibiotikum - ich denke, das sagt einiges aus. Es ging ihm mehr um Symptomlinderung, was er sicherlich nicht böse meinte, aber eben nicht sein darf. Ich kann bis heute nicht wirklich einschätzen, ob es Unwissen ist, oder Absicht. Er hat mir auch immer vorenthalten, dass es noch einige Mittelchen gibt, die man gegen Milben probieren könnte. Er wollte Jerry lieber Cortison spritzen, obwohl er wusste, dass es Jerry aufschwemmt und nur kurzfristig hilft. In manchen Jahren brauchte Jerry bis zu 3 Spritzen. Erst als ich ihn drauf ansprach, rückte er mit der Sprache raus, aber "dass es eben nicht bei jedem Hund klappt". Resignation vor Jerrys Milben, oder Absicht? Ich will es lieber nicht wissen.
Informiert hat er sich meines Erachtens schon, ist nur die Frage, ob Amerika da das beste Beispiel ist ;)

Mittlerweile bin ich bei einem wirklich guten TA, der sich ständig weiterbildet und mir sogar in Sachen Impfung sehr entgegen kommt, da er die selbe Meinung hat. Operationen nur wenn nötig... Der Mann ist ein Goldstück, hat aber auch 5 Jahre gedauert, bis ich wieder einen so guten TA gefunden habe.
 
jamie<3

jamie<3

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Achja,solche Tierärzte kenn ich auch.Echt traurig,sowas :(

Wir waren damals mal mit unserem Rotti beim Tierarzt,weil er gehumpelt hat.Der TA meinte,dass es nur geprellt ist und nach 1-2 Wochen wieder weg geht.
Rotti hat also nur eine Salbe bekommen.Nunja,nach 2 Wochen humpelte Rotti immer noch,wir also wieder zum TA,der dann meinte,dass der Rotti vllt. umgeknickt ist,und
die Prellung deshalb noch da ist.
Wieder 2 Wochen später sind wir dann in die Tierklinik gefahren,die uns dann erzählten,dass unser Rotti Krebs hat.Und dass es nun zu spät ist,um noch was machen
zu können.
Heißt also,wenn der TA keine falsche Diagnose gestellt hätte,würde unser Rotti vllt noch leben :(
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Hat er gelernt, dass man irgendwie behandeln muss, damit der Tierbesitzer zufrieden ist ? Ein Arzt, der gar nichts macht, passt den meisten ja auch nicht .. Und mit einem Mittelchen sind die meisten beruhigt
Ganz ehrlich, ich glaube wirklich, dass das ein nicht unerheblicher Faktor ist. Wenn ich mich z.B. daran erinnere wie meine Oma früher mit ihren Katzen war...sie hat sich auch immer sehr große Sorgen gemacht und ist sicherlich öfter zum Tierarzt gefahren als nötig. Wenn der Tierarzt die Katzen nicht behandelte (sprich Medikamente verabreichte), war sie auch nicht überzeugt, dass es ihrer Katze jetzt bald wieder besser geht und ich nehme an, meine Oma hätte wahrscheinlich spätestens nach dem dritten mal den Tierarzt gewechselt.

Und ich denke, sowas erleben Tierärzte mit vielen Kunden, wenn sie dem Besitzer sagen "Es ist nicht so schlimm", oder "So ein Infekt geht auch nach ein paar Tagen von allein vorrüber" dann gibt es bestimmt nicht wenige Kunden, die sich auf den Schlips getreten fühlen und vielleicht denken der TA interessiert sich nicht für ihr Tier, oder würde gar nicht sehen, wie sehr es "leidet" (das "Leid" des Tieres überbewertet man als Besitzer aber auch schnell mal, das kennen wir doch alle, dass wir Panik haben wo gar keine angebracht wäre, wenn es um unsere Süßen geht).

Hund hat durchfall und erbricht ist immer eine magen darm Infekt!
Wobei ein Magen-Darm-Infekt ja nicht nur durch eine Bakterieninfektion ausgelöst werden kann, sondern auch durch einen Virus. Virusinfektionen sind aber nicht mit Antibiotika zu behandeln, sondern würden antivirale Mittel erfordern.

Schaut man mal bei Wikipedia unter Gastroenteritis (der medizinischen Bezeichnung für Brechdurchfall) geht es da natürlich eigentlich um die Behandlung von Menschen, aber dort steht:
Eine antibiotische Behandlung ist auch bei Nachweis von Bakterien als verursachendem Erreger nur in Ausnahmefällen mit septischem Verlauf in Erwägung zu ziehen
und auch interessant:
Die früher empfohlene initiale Nahrungspause führt statistisch zu Verlängerung der Durchfalldauer, was sich dadurch erklären lässt, dass zum einen der Darm sich die Bausteine zum Wiederaufbau direkt aus dem Nahrungsangebot holt, andererseits ein stillgelegtes Organ (Nahrungskarenz) keinen Anreiz hat, seine Funktion wieder aufzunehmen.
...nun, ist es aber doch genau dass, was Tierärzte häufig raten, wenn ein Hund mit Durchfall in die Praxis kommt, das Tier bekommt Antibiotika und man selber den Rat das Tier am aktuellen Tag nicht mehr zu füttern.
Unterscheiden sich Hunde so stark in der Behandlung von Menschen? Oder haben die TA's wirklich keine Ahnung? Laufen ihnen die Kunden weg, wenn sie sagen: "Stellen sie ausreichend elektrolythaltiges Wasser zur Verfügung und warten sie ansonsten einfach ab." ?

Vom Rest der Palette an standardisiert auftretenden Fehlinformationen die man von Tierärzten häufig über Impfungen und Ernährung bekommt, mal ganz zu schweigen.

Tatsache ist, und das gilt für jeden Arzt: Man muss sich auch selbst informieren.
Hier kann ich nur voll und ganz zustimmen, wem die Gesundheit seines Tieres (und auch die eigene) wichtig ist, sollte sich auf jeden Fall auch selbst engagieren und sich so gut wie möglich über die bestehende Problematik informieren.
 
*Mischling*

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Mir wurde da auch erst letzte Woche eine Geschichte zugetragen: Der Hund hat eine Wespe im Garten verschluckt und diese hatte in den Gaumen gestochen. Also die Besitzerin sofort los, Hund ins Auto und ab. Als sie fünf Minuten später beim TA ankam, hatte ihr Hund die Kopfstützenüberzüge, die im Kofferraum waren, gefressen (vermutlich wegen des Brennes im Rachen). Beim TA natürlich prompt übergeben, Besitzerin zählt nach, alle Stoffüberzüge sind raus. Sie also: behandeln wir den Stich! Die TA: Moment mal, vll ist da noch was drin, als erstes gibts ein Brechmittel. Also spritzte sie einem sowieso schon brechenden Hund ein Brechmittel, der dann eine halbe Stunde lang Magensaft an seinem Stich vorbeiwürgte :? Die Besitzerin hat sich fürchterlich aufgeregt, war aber wohl in dem Moment so in Panik, dass sie nicht richtig nachdachte.... Das hätte aber auch der TA machen sollen. Zumindest hätte man auf andere Weise nachschauen können, ob noch was im Magen ist!

Gleicher TA behandelte den Hund eines bekannten vier Monate mit einer Jucksalbe erfolglos gegen Demodexmilben, bis der Hund fast kahl war und der Bekannte mich wegen Spritzen anrief, die mein Max damals dagegen bekommen hatte. Kaum gabs die Spritzen, wars weg. Diese TA will den Hund aber auch während der Behandlung im Schwitzkasten haben, spricht nicht mit ihm, wirkt unsicher. Ich war nur einmal wegen eines Notfalls dort, als mein Max sich das Ohr aufgeschnitten hatte und genäht werden musste. Er sollte ebenfalls in den Schwitzkasten, ich drufte nicht bei ihm bleiben, bis die Narkose wirkte, ich durfte nicht dort warten und wurde angerufen, da hatte man ihm schon ein Aufwachmittel gespritzt.... Klar, alles rein, die Nieren schaffen das schon. Außerdem war ich zum Fäden ziehen bei meiner TA, die mir sagte, das kann man bei einem so ruhig Hund (waren nur drei Stiche) auch mit lokaler Betäubung machen, das erspart dem Hund einiges!!

Dafür fahre ich sehr gerne meine Stunde zu meinem TA! Da wird nichts unnötig verschrieben, auf drei Jahre geimpft, ich kann jeder Zeit dort anrufen und werde freundlich behandelt, sie erklärt mir alles, sagt mir die Namen der Medikamente etc., mein Hund findet die TA klasse, weil sie ihm alles zeigt und erklärt und sich super Zeit nimmt, sie untersucht gründlich und hat Jahre lang in einer TK gearbeitet, weshalb ich mir keine Sorgen mache, sollte mein Hund je operiert werden müssen. Außerdem hat sie ein Röntgengerät etc. alles da. Ich war noch nie so glücklich mit meiner TA, bis ich das alles hier im Forum gelesen habe oder nach und nach von Bekannten Geschichten über die TA in meinem Ort hörte.... Ich hab sie auch noch nie so sehr gelobt, vll sollt ich ihr das mal sagen ;)

Aber genau wegen solcher Dinge kann ich mich hier nur anschließen: Selber informieren und vom TA alles haarklein nachfragen und erklären lassen, was und warum er tun will!
 
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