Welpenspielstunde feat. Welpentraining

Diskutiere Welpenspielstunde feat. Welpentraining im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; firstIch war am letzten Wochenende ja auf einem Seminar, was ein Polizist gehalten hatte. Nun kam dort auch das Thema von Welpen auf...
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DyingDream

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Ich war am letzten Wochenende ja auf einem Seminar, was ein Polizist gehalten hatte.

Nun kam dort auch das Thema von Welpen auf.
Welpenspielstunden, Welpengruppen, Welpentraining, etc.

Es wurde von allgemeinen Welpengruppen /-spielstunden dort abgeraten. Zur Begründung stand, dass der dominante Welpe dort nur lernen würde noch dominater zu werden, indem er eher ängstliche Welpen unterbuttert, wodurch diese wiederum noch ängstlicher werden. Zudem würden Kontakte auf Spaziergängen ausreichen für ein normales Sozialverhalten.
Ersteres empfinde ich auch irgenwie logisch... Zweiteres kann ich überhaupt nicht teilen.

Aber macht man wirklich so viel verkehrt, wenn man in diverse Welpengruppen geht? Kann man seinen Welpen damit wirklich nen größeren Schaden zufügen als dass es eine Hilfe für das spätere Leben ist?

Wie ist es dann, wenn jegliche 'Mobbing' sofort unterbunden wird?

Zudem war der Ausbilder natürlich sehr 'Pro' auf das Welpentraining eingestellt. Sprich mit 8 Wochen wird schon Sitz, Platz, Steh, etc. angefangen zu üben.
Klar - auch nicht zu lange. ...aber 45-60 Minuten dauern solche 'Stunden' ja auch. Und wenn der Welpe da die ganze Zeit schon mit Pausen 'lernen' muss.. Wäre das nicht schon zu viel in dem Alter?

--
Ich weiß - wir haben hier den Thread zum Thema 'Welpenspielstunde'.
Wie auch viele andere dort schrieben, gehöre ich selbst eher zu denen, die mit einem so jungen Tier eher in Richtung 'Spielstunde' gehen, statt 'Training'. Wobei natürlich auch beides richtig ist...

Aber wie seht ihr das?
Wie viel Spiel mit anderen Welpen benötigt ein bis zu 16 Wochen alter Hund in euren Augen und wie viel Training in so einer Stunde?
~§~
 
12.04.2011
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Pewee

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Bei mir ist es umgekehrt, ich finde zweiteres "logischer" als ersteres. Ein dominanter Welpe wird nicht direkt dominanter, wenn die Gruppenleiterin die Sachlage erkennt und rechtzeitig eingreift. Ist doch gut, dann lernt er schon direkt Grenzen. Da seh ich die Gefahr eher, wenn entsprechende Hundehalter nicht in die Gruppe gehen und auf eigene Faust rumdoktorn (was ja leider Gottes, oft schief geht). Welpen mit Tendenz zum Schisser lernen dann, dass sie jemanden haben (im besten Falle den Besitzer), dem sie vertrauen können und werden vielleicht weniger zum Angstbeißer.

Dafür glaube ich aber auch, dass ein Welpe genug Sozialkontakte auf den normalen Spaziergängen haben kann. Das schließt für mich aber dennoch keine Welpengruppe aus. Mit Jerry durfte ich damals aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen und bei Hanna habe ich es leider verpasst. Dennoch würde ich sagen, dass sie genug Sozialkontakte hatten (wenn bei Jerry auch sehr spät, aber das war leider nicht zu ändern). Klar, man darf dann nicht demonstrativ in die ruhigsten Ecken gehen, prinzipiell geht das aber.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich Welpenspielstunden für überbewertet halte, sie sind super für Welpe und Menschen, aber ich denke nicht, dass er es unbedingt braucht. Umso besser für Hunde wie Jerry, der so etwas ja gar nicht erleben durfte - leider. Es ist aber eine schöne Erfahrung und auch ein erfahrener Hundehalter sollte sich dafür nicht zu schade sein.

Von diesem strammen Welpentraining halte ich dafür gar nichts. Nachdem meine Hunde ihren 3.-4. Lebensmonat erreichten war ich mit halbwegs festem sitz, hier und Verständnis ihres Namens völlig zufrieden. Der Hund hat soooo viel Zeit in seinem Leben, das muss er nicht in Rekordzeit lernen. Ich finde, er trainiert damit den Hunden auch schon eine feste Kondition an, sodass sie irgendwann immer mehr verlangen. Das mag bei einem Hund im Polizeidienst von Vorteil sein, für einen normalen Haushund brauche ich das nicht.

Bei mir ist Training und spielen völlig ausgeglichen. Ich habe im Welpenalter vielleicht 5-10 Minuten am Stück trainiert, wenn sie gut drauf waren, danach gab es mindestens 10-15 Minuten Spielpause. Das mache ich ja auch heute noch so, auch wenn sich die Zeiten natürlich etwas ausgedehnt haben. Draußen hab ich fast gar nicht trainiert, da war es mir viel wichtiger, dass sie alles kennenlernen, was man kennenlernen kann. Sitz kann man nachholen, Sozialverhalten nur sehr schwierig.
 
Fini

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Hallo,
ich finds immer wieder spannend wie unterschiedlich die verschiedenen Leute, die Seminare geben solche Themen angehen. :)
Ich muss gestehen, als ich gelesen habe Polizistin, habe ich mir fast gedacht wie ihre Meinung dazu steht. Ich bin eigentlich niemand der schnell Vorurteile hat, aber genau so habe ich es bisher oft mit bekommen, wenn es um bestimmte Themenbereiche geht. Speziell die Welpengruppen/Welpenspielstunden sind ja derzeit wieder heiss diskutiert. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass viele extrem Hundesportler die Welpenstunde verabscheuen. Eine Kollegin, kommt auch aus den Hundesportbereich, hat nun ihren Welpenleiter und viele weitere Ausbildungen in diesem Bereich abgeschlossen, gibt nun gute Welpenstunden. Trotzdem hat sie es bei den Leuten im Hundesportverein schwer, wird nur belächelt. Die meisten haben ein Problem mit der Welpenstunde, weil sie "Angst" vor Bevormundung haben (was ja in guten Gruppen gar nicht der Fall ist).

Zur Begründung stand, dass der dominante Welpe dort nur lernen würde noch dominater zu werden, indem er eher ängstliche Welpen unterbuttert, wodurch diese wiederum noch ängstlicher werden.
Da muss ich sagen kommt es ganz auf die Welpengruppe an. Ich habe schon viele haarsträubende Geschichten in dieser Richtung gehört. Aufgabe einer guten Welpengruppe ist es aber, genau solche Dinge nicht zuzulassen. - Sollte es sein... zumindest.
Eingreifen heisst es da, und das lernen sie (zumindest hier) in der Ausbildung und in den vorgeschriebenen Weiterbildungen. In einer guten Gruppe gibts dann meist auch mehrere kleine Plätze zum separieren der Welpen, zumindest bei uns gab es die kleinen (jungen), die mittleren und die älteren (bis max. 16. Wo). Und ein eher zartbesaiteter Welpe der aber schon älter ist, kann man auch in die Gruppe der jüngeren nehmen, wo es weniger ruppig zugeht (nur mal ein Bsp.).
Sicher, wenn man die Stunde einfach mal laufen lässt, dann wird das so kommen. Der ängstliche wird nieder gemacht, der Rüpel baut sich weiter auf. Beide lernen etwas, was sie eigentlich nicht lernen sollten, das wäre dann wirklich ein ganz blöder Fall (den es so aber schon oft gegeben hat).

Aber kommen wir mal zur Kritik an Welpenstunden meinerseits :D :
Aber macht man wirklich so viel verkehrt, wenn man in diverse Welpengruppen geht? Kann man seinen Welpen damit wirklich nen größeren Schaden zufügen als dass es eine Hilfe für das spätere Leben ist?
Man kann etwas falsch machen, vor allem in der falschen Welpenstunde. Das ist traurig und gibts leider immer wieder, vor allem wenn es keine Kontrollen gibt und keine gute Ausbildung der Leiter, zu wenig Hintergrund wissen.

Bevor man in eine schlechte Gruppe geht, lieber gar keine besuchen und zusehen, dass man gute Kontakte anders findet.
Es hat schon Hunde gegeben, die genau durch solches unterbuttern später nicht unbedingt zu Hundefreunden geworden sind. Das ist schon etwas her und vielleicht ist es heute beim grossteil der Welpenstunden anders, wer weiss. ..
Gerade in dieser Phase kann man eben wirklich einiges falsch machen, das ist so. Ich stehe ja demnächst auch wieder vor diesem "Problem". Ich glaube nämlich mittlerweile, dass es nur wenige gute Welpenstunden gibt. Ich sehe sehr viele positive Seiten einer Welpenstunde, aber bei falscher Führung auch viele negative Seiten.

Wenn ich an das lernen über positive Emotionen (Dr. Gansloßer) denke und dann daran wie viel Spass Kira damals vor allem beim Spielen mit anderen Welpen hatte (sie hat sich da immer mehr gesteigert), dann weiss ich heute warum sie so dermassen auf andere Hunde abfährt. Ob das nun gut ist? Ich denke, das ist ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, wenn ich ganz ehrlich bin. Und heute glaube ich, die Welpenstunde war TOP (Kira ist zu einem freundlichen, offenen, selbstbewussten Hunde herangewachsen), ABER ich hätte sie früher aus der Welpenstunde raus nehmen müssen. Kira war für sich eh schon der offene extrovertierte Typ, so dass das dann zuviel war. Ich denke man sollte das individuell an den Welpen und sein Wesen anpassen und nicht alle in einen Topf werfen und die gleiche Laufbahn durchmachen lassen. Ein sehr zurückhaltender Welpe braucht vielleicht mehr, andere vielleicht weniger. Wir sind insgesamt 7 oder 8 Mal gegangen. Ich denke heute, 4 Mal hätten absolut ausgereicht.

Ich weiss nicht ob ich es erzählt hatte. Ich war auf einem Seminar über "erwachsene Hunde in der Welpenstunde". Das war sehr spannend und öffnet einem auch ein Stück weit die Augen.
Kurz erklärt: Der erwachsene Hund wird hier zum Helfer des Leiters und greift bei solchen Dingen früher, korrekter, angepasster und für die Welpen verständlicher ein, als der Mensch. Natürlich ist der Hund nicht nur zum eingreifen gedacht, sondern vor allem dazu da, brenzliche Situationen von vornherein zu entschärfen (splitten, ablenken usw.). Und das können gut sozialisierte erwachsene Hunde nunmal besser als wir. (Auch wenn das Konzept bei einigen noch auf wenig Gegenliebe stösst, man muss ja aufpassen nicht gesteinigt zu werden :p, ich finde es durchaus sinnvoll und würde für meinen Welpen so eine Stunde wählen, wenn ALLES andere auch passt!). Ganz entscheidend für diese Form der Welpenstunde ist natürlich der Hund selbst, der zum Helfer wird. Es ist eben nicht damit getan einfach mal den lustigen, netten Trainerhund in die Welpenstunde zu setzen, dass wäre falsch. Der Hund muss sich dafür auch eignen, muss bestens sozialisiert sein, sauber korrigieren, verträglich sein und auch ein bisschen ein "Erzieher-Charakter" haben. Ein gutmütiger Hund, der sich alles gefallen lässt gehört da genau so wenig hin, wie ein Hund der überfordert ist oder nicht gefestigt im Wesen ist. Zudem muss der Hund absolut unter der Kontrolle des Trainers stehen. Ein weiteres Argument ist natürlich auch, dass die Welpen durch den erwachsenen Hund viel eher die Regeln des Umgangs lernen und die feine Körpersprache einschätzen und deuten lernen.

So, nun wird so eine Welpenstunde mit erwachsenen Hund in meiner Umgebung leider nicht angeboten. Aber dafür habe ich schon einen anderen Plan *zu Kleiner Falke schiel* :D

Zum Thema Spiel und Training. Ich finde Fuss und Platz usw. zu viel in einer Welpenstunde. Den Rückruf würde ich auf jedenfall schon einbauen. Alles andere kann man auch nach und nach einführen. Wenn der Hund es anbietet, dann greife ich das gleich auf und baue es ein. Aber in einer Welpenstunde streng Fuss laufen, wäre nicht mein Ding.

So, jetzt hab ich zu viel geschrieben und wahrscheinlich doch nicht das gesagt, was ich eigentlich damit sagen wollte...

LG
 
blackmagic82

blackmagic82

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Also bis zur 14. Woche finde ich eine Spielstunde besser als training und Drill ...

Logisch, man kann angebotene Sachen des Welpen wie Sitz positiv hintlergen und kann langsam mit der Leinenführigkeit beginnen, aber mehr keinesfalls ... meine Meinung

Zum Thema dominante und ängstliche Welpen ... hier gebe ich ihm recht, allerdings kann man dieses Problem auch in einer Welpenspielstunde unterbinden. Erstens finde ich sollte man nicht 5 oder 6 Welpen in den Freilauf zum toben lassen ... immer zweier Grüppchen, hier kann man dann schon die dominanteren zusammen wählen ... ist nur einer dominant wie es bsp bei Face war ... kommt dieser einfach mal mit den Althunden in den Freilauf ... da bekommt er seinen Rüffel ;) natürlich sollten hier die althunde berechenbar und verträglich sein. Denn das Problem eines dominanten Welpen baut sich ja weiter aus, wenn er als Alt bzw Junghund überall den Dicken raushängen lässt ... irgendwann kommt er an den Falschen und bekommt einen kräftigen Rüffel.

Generell sollte man mit Junghunden auch viel kürzere Trainingseinheiten haben, wie der Trainer ja schon sagte :) Wichtig ist es für mich auch und gerade im Welpen und Junghundalter ( wobei dies im Althundtraining nicht weniger wichtig ist ) das Training immer mit etwas positivem zu beenden. Weder HF oder Hund sollten frustriert sein. Für den Junghund kann auch das spielen mit Artgenossen ne wahnsinnige Belohnung sein, bsp wir arbeiten 10 Minuten, dann dürft ihr 10 Minuten toben....

Ich hoffe ich hab nun nix vergessen
 
Kasary

Kasary

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Also ich finde diese Ansicht haarsträubend und oute mich als absoluter Spielstunden-Fan.
Ein kompetenter Trainer, der Mobbing unterbindet und sehr genau darauf achtet, dass kein Hund überfordert wird ist für mich aber Grundbedingung und eigentlich selbstverständlich. Das es schwarze Schafe gibt und falsches Verhalten in so einer Gruppe auch gestützt werden kann, ist unbestritten, aber da geht man ja von einer schlechten Basis aus.

Auch in den (Menschen)schulen gibt es inkompetente Pädagogen, die nicht nur nicht richtig lehren, sondern den Kindern gänzlich falsche Vorstellungen vom Leben und dem menschlichen Miteinander geben. Deswegen kommt auch niemand her und unterrichtet sein Kind Zuhause, mit der Begründung, es würde sonst einen Schaden nehmen. Ausserdem sind pflicht- und verantwortungsbewusste Hundetrainer garnicht so selten.
Ich war bei uns hier in 3! verschiedenen Hundeschulen und bei allen hatte ich das Gefühl, das sie wirklich wissen, auf was es ankommt. Und dann wiederum ist eine Welpenspielstunde eine der besten Erfahrungen, die man seinem Hund bieten kann.

Ich denke nämlich nicht, das der Sozialkontakt auf dem Gassiweg ausreicht.
Wir haben hier z.B das Glück und treffen im Feld sehr oft auf eine Gruppe von Junghunden, allesamt verträglich und lieb. Das ist aber nicht überall so und der Kontakt zu einem erwachsenen Hund ist immer anders, wie zu gleichaltrigen Welpen oder Junghunden. Abgesehen davon lässt auch lange nicht jeder seinen Hund freilaufen, sodass Kontakt zu stande käme und ehrlich gesagt hätte ich bei Fremden wesentlich mehr Skrupel vor Mobbing, als in der Hundeschule.
Wieviele selbsternannte Experten hier herumlaufen und von Hunden und deren Sprache absolut Null Ahnung haben, erlebe ich immer, immer, immer wieder.
Würde ich mich genausowenig mit der Hundekommunikation ausseinandersetzen, dann wäre der ein oder andere Kontakt sicherlich schon ganz anders ausgegangen. Wenn einem Hundetrainer schon prinzipiell nicht die Kompetenz der Unterscheidung zwischen Spiel- und Dominanzgestik zugesprochen werden kann, wie soll das dann bitte ein Otto-Normal-Hundebesitzer können??

Ich würde es jedenfalls immer wieder mit meinem Hund machen und kann es nur jedem empfehlen, der sich einen Welpen holt.
Mein Diego ist, mal abgesehen von seinem Rassegemüt, einer der verträglichsten Hunde die ich kenne. Er liebt jeden Vierbeiner, egal ob groß, klein, dick oder stehohrig und spricht seine Sprache perfekt. Ich bin überzeugt, das liegt vorallem an den vielen unterschiedlichen Hundekontakten die ich ihm von klein auf ermöglicht habe.

Liebe Grüße
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hallo zusammen

Ich äussere hier gerne auch noch kurz meine Meinung und Erfahrungen:

ich selber habe mit meinen beiden Hunden KEINE Welpenspielstunden gemacht. Nicht weil ich das grundsätzlich nicht gut finde, nein, im Gegenteil, ich wäre gerne gegangen, hatte aber zu der Zeit in der Gegend niemanden, der dies, meinen Erwartungen entsprechend, angeboten hätte.

Für mich ist eine gute Welpenspielstunde nicht einfach mal 10 Welpen (von 8-16 Wochen) einfach "zusammenwerfen" und dann mal "machen lassen", sondern dies sollte wirklich gut kontrolliert (gerne von einem, wie Fini bereits erwähnte, gut sozialisierten, souveränen erwachsenen Hund) und beaufsichtigt werden.
Ich finde es wichtig, dass gerade ein Welpe lernt, nicht immer alle Hunde sind toll und alle wollen spielen----nein, er sollte auch lernen, dass es Hunde gibt, die er lieber in Ruhe lässt, Hunde, die nicht spielen.
Dann habe ich nämlich nachher auch nicht so einen verrückten Hibbelhund, der zu allen begeistert hin will, weil ja in seinem bisherigen Leben immer alle nur spielen wollten. Dieser Welpe hat dann unter Umständen einen riesen Frust, wenn mal ein Hund kommt, der NICHT spielen will.
Habe genau die Situation hier mit einer Hündin, die Kylja derart auf dem Kicker hat (also die andere Hündin Kylja, Kylja verhält sich, wenn sie bei mir ist ruhig, währenddem die andere an der Leine tobt wie irr) weil Kylja mit ihr, als sie sich vor Jahren das erste Mal freilaufend begegneten NICHT spielen wollte. Diese Hündin nimmt es Kylja heute noch übel und wird schier rasend wird, wenn Kylja kommt. Und das wirklich nur, weil Kylja ihr einfach mit einem Nackenstoss sagte: "geh weg, lass mich, ich mag nicht spielen".

Mit einem "Problemhund", mit dem ich einige Monate intensiv gearbeitet hatte, war auch eine schlecht gemachte Welpenspielstunde "schuld" für die Probleme. Diese Hündin war immer sehr ängstlich, wurde in der Spielstunde laufend gemobbt (haben andere User ja auch schon erwähnt, das kommt oft vor), hat dann bei der Bezugsperson auch Schutz gesucht. Und da geschah (meines Erachtens) das Problem und wurde der Fehler gemacht. Es hiess immer nur: "schubs den Hund von Deinen Beinen weg zu den anderen, der soll selber schauen, die müssen das untereinander ausmachen!" (das kann ich sowas von nicht mehr hören!).
So, was hat die Hündin gelernt? Auf mein Frauchen ist kein Verlass, die hilft mir nicht, ich muss meine Probleme selber lösen----gut, machen wir"
Von da an ging diese Hündin auf JEDEN Hund los. Zähnefletschend (so habe ich sie kennenlernt, als sie an Kylja hing) :roll:.
Wie gesagt, ich habe mit der Besitzerin zusammen mit dem Hund einige Monate trainiert, inzwischen ist sie zumindest mit Rüden wieder einigermassen verträglich, benimmt sich an der Leine ruhig, sitzt entspannt HINTER der Besitzerin und lässt sich gut abrufen.
Mögen wird sie Hündinnen nie mehr---das ist aber auch ok. Sie ist unter Kontrolle. Und kommt mal ne Hündin trotzdem an sie ran----pech. Daher sollten halt auch die anderen ihre Hunde unter Kontrolle haben.

Ich will damit nur sagen, wieviel man falsch machen kann, wenn man eine Welpenspielstunde besucht, die nicht gut geführt wird.

Die Hunde sollen kontrolliert sein, sie sollen beaufsichtigt werden, Mobbing, Unterbuttern und anderes soll nicht toleriert werden.
Ein erwachsener Hund in der Gruppe dabei (können auch unterschiedliche sein) finde ich gut, solange dieser Hund ebenfalls gut beaufsichtigt ist, auf seinen Besitzer hört und dieser wiederum auch die Situation jeweils einschätzen kann.
viele Welpen (meine Meinung) lernen zu wenig Respekt. Vor Menschen, aber auch vor anderen Hunden. Und dies kann in einer guten Welpenspielstunde ganz behutsam trainiert werden. Gerade auch mit einem erwachsenen Hund dabei.
Dazu immer wieder kleine Sequenzen, wo die Hunde auch mal spielerisch abgerufen werden, mal ne Beute apportieren dürfen, ein bisschen Sitz, ein bisschen Platz. Ja, da kann man nie früh genug anfangen "finde ich". Aber spielerisch und bitte in Massen! Sicher nicht 60 Minuten am Stück!

Noch was zum Nachdenken: Ist doch spannend --> Welpen rennen beim Spielen und Toben ständig in die Beine der Menschen. Alle lachen, alle finden das süss und auch soooo tollpatschig.
2 Jahre später ist der süsse Bernhardiner 50 kg schwer, dann lacht keiner mehr.... Und spannend ist: schon als Welpe ist der den Bäumen ausgewichen...
Interessant, oder? Von wegen Respekt und so...

@ Fini: zurück schiel.... :p das wird schon....
 
Pewee

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Noch was zum Nachdenken: Ist doch spannend --> Welpen rennen beim Spielen und Toben ständig in die Beine der Menschen. Alle lachen, alle finden das süss und auch soooo tollpatschig.
2 Jahre später ist der süsse Bernhardiner 50 kg schwer, dann lacht keiner mehr.... Und spannend ist: schon als Welpe ist der den Bäumen ausgewichen...
Interessant, oder? Von wegen Respekt und so...
Gut, dass das mal angesprochen wird. Letzten Winter ist meine Mutter mal zum Spazieren gehen mit den Hunden mitgekommen. Sie hat 2 künstliche Kniegelenke und entsprechend schon wenig Balancefähigkeit. 2 Hunde der Größe 70cm Widerrist toben in unserer Nähe wie die Bekloppten (unwichtig zu sagen, dass die zwei Frauchen der Hunde in aller Ruhe miteinander schnattern mussten, während sich die Hunde auf uns zu bewegten :roll:) Ruuuummms. Beide Hunde gegen meine Mutter, weil sie natürlich nicht schnell genug weg kam. Zack beide gegen ihre Knie. Wie "glücklich" ich dadrüber war, muss ich wohl nicht erklären...
 
kleiner Falke

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Pewee, genau das meine ich! Da fehlt es doch einfach an Respekt. Und damit tue ich mir schwer...
Das Selbe wir wenn fremde (!) Hunde daher kommen und Dir einfach die Leckerli aus der Tasche holen. Ja, ja, alles schon erlebt. Also holen, neeeee, sie haben es probiert. Da gabs dann aber von mir einen Klapps auf die Nase und ein böses Knurren meinereits. Die Besitzer haben die Welt nicht mehr verstanden... :roll:

Natürlich kann es auch mal als Missgeschick passieren. Aber viele Hunde, so habe ich zumindest den Eindruck, die rempeln die Menschen ganz gerne mal an, einfach zum Testen, weil sie ja nie zurechtgewiesen wurden.

Heute hat Nupri allerdings den Vogel auch abgeschossen. Rannte volle Kanne in Kylja rein. (habe es auch in meinen Thread "2 verrückte Border Collies" geschrieben).
Der war aber total auf mich und die Leckerli konzentiert, da startete er durch und rammte Kylja voll. KRACH hats gemacht, ich dachte, die hat den Kiefer gebrochen.
Der ist einfach ne Rampensau. Ja. Aber der hat danach aber was gehört, oh mann..... Habe den selten so angeschrien. :eusa_shhh:

Aber ich denke das war jetzt nicht wirklich respektlos sondern einfach Nupri-like, total im "Hyper-Modus". In dem Modus, nimmt er es auch mit einem Baum auf. Naja, einmal wars ein Verkehrsschild auf dem Feldweg. Das Schild hat 30 Sekunden später noch gewackelt und ich dachte, Nupris Niere und Leber haben den Platz getauscht... :? Aber gut, dem war das wurscht.... :roll:
 
Pewee

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Das kenne ich auch zur Genüge. Machst gerade etwas mit deinen EIGNEN Hunden, kommt da von hinten eine Nase, die gerne mal in den Dummy schauen möchte *narf* Anstubsen und anspringen ist auch regelmäßig dabei und ich gehe bei den meisten davon aus, dass sie es aus Aufmerksamkeitsgier machen. Kein Wunder, dass die es machen. Wenn ich sehe, wie freundlich die anderen drauf reagieren, würde ich das als Hund wahrscheinlich auch machen :roll: Ich bin dann halt meist der Spielverderber, weil ich meine teuer bezahlten Leckerchen gerne an meine eigenen Hunde verfütter. ;)

Hanna ist aber auch so eine Rampensau. Die ist so auf Dummy oder Spielzeug fixiert, dass sie nicht selten, Gegenstände und/oder Jerry umgeworfen hat, nachdem sie schon 3 Bäume, Zäune und Erdklumpen "überwältigte" :roll: Aber ist ja dennoch ein Unterschied zum wirklich respektlosen Verhalten. Wobei ich den besagten Hunden, die meine Mutter fast umgeworfen haben, keinen Respekt vor ihr absprechen möchte. Wahrscheilich waren sie zu sehr ins Spiel vertieft, aber es ist einfach Fahrlässigkeit der Halter. Genauso wie es fahrlässig ist, wenn sie das in der Welpenspielstunde zulassen, weil es ja so putzig ist.
Manche Leute realisieren gar nicht, wie unfassbar schnell man Hunden nervige Macken anerziehen kann. Was anfangs noch süß ist, ist spätestens nach ein paar Monaten nervtötend und der Hund ist dann Schuld *seufz*
 
kleiner Falke

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kann ich 100% unterschreiben!

Bei Hannah ist es halt so, sie ist doch eher klein... (schon, oder?) Da hat Jerry noch "Überlebenschancen".
Bei Kylja und Nupri ist es halt voll fies. Kylja ist erstens kleiner und zweitens auch noch leichter... :?

Ich hab ja persönlich nichts dagegen, wenn Nupri die "Gegenstände" rammt und sich dann mal selbst weh tut (manche lernen nur so----er lernt NICHT MAL so...:roll:) Aber dass er dann Kylja als Objekt des Umrennens wählen muss, finde ich voll nicht nett von ihm... :?
 
Schattenseele

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Ich äußere hier einfach mal meine Erfahrung.
Also ich war ja auch in der Welpengruppe.
Und wir hatten das so gemacht, das es ein Treffen am Samstag gab, wo vorranging gespielt wurde.
Die Gruppen waren so gelegt das die Hunde gleich groß und gleich alt waren. Es liefen aber 2 Gruppen bei 4 Trainerinnen parallel. Also 2 Trainerinnen für 1 Gruppe (6-8 Welpen).
So wurde dann auch mal zusammen gespielt. Die großen lernten mit kleineren umzugehen und andersrum.
Ebenso lernten die Welpen mit anderen Hunden zu spielen. Also kurznasigen z.B.
Während des Spieltages wurde schonmal das Abrufen geübt und auch das kurze verbleiben bei Frauchen/Herrchen bis zur Freigabe des erneuten Spiels. Auch wurde gelernt, auf verschiedenen Böden zu laufen (Rasen, Asphalt, Holz, Schotter, Laminat, PVC usw..)
Donnerstags waren dann Treffen (erst mit Welpen ab 12 Wochen) wo verschiedene Dinge geboten wurden. Also Ausflüge (Reiterhof, Bahnhof, Zoo, Stadt, Flughafen, Läden, Baumarkt, Baustellen, Wälder, Altenheim, Kindergarten..) um die kleinen darauf vorzubereiten. Zwischendurch wurde dann auch das "sitz" geübt und ein wenig die Leinenführigkeit.
Und das "guck mal", also die Aufmerksamkeitsübung.
So wurde das bei uns gehandhabt.
Ich persönlich fand das toll so und würde wohl auch wieder zu diesem Kurs gehen.
Mir gefiel das weder das Spielen, noch schonmal ein wenig Ausbildung zu kurz kamen und man nach dem Kurs gut in die Junghundegruppe wechseln konnte.

Ich persönlich finde Spielen für Welpen sehr, sehr wichtig. Und zu viel Drill finde ich nicht gut. Mann kann anfangen ein wenig zu arbeiten, doch sollte man nicht vergessen das es immer noch Babys sind.

Lg
 
Pewee

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Stimmt Hanna ist schon ein Würmchen. Dummerweise ist Jerry aber der weinerliche von beiden... Mehr muss ich dazu nicht sagen :roll: Dafür ist sie total kamikaze, die freut sich noch, wenn Jerry mal auf sie plumpst :mrgreen: Verdrehte Welt in meinem Haushalt.
Dementsprechend lernt sie auch nicht, obwohl sie mit ihrem Dickschädel auch schon volle Lotte gegen unseren Steintisch gerannt ist *kopfschüttel*

Nupri und Hanna wären eine äußerst explosive Mischung *lach*
 
kleiner Falke

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Oh ja, pewee, ich glaube, Nupri und Hanna hätten viel Spass. Und dann könnte Nupri bei der Gelegenheit Hanna auch gleich noch erzählen, dass er mal einen Vollsprint-Crash in eine Bank (nicht Geldbank sondern eine zum Draufsitzen... :D) überlebt hat. Wobei ich mich im Nachhinein frage, wieviele Hirnzellen dies überlebt haben.... Ich glaube, nicht viele und so langsam erklärt das einiges... :mrgreen:
 
Dondon96

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Also ich denke, dass so eine Welpenspielstunde schon gut ist.
Also die Welpen sollten spielen und aber auch gleichzeitig die Welt erkunden, wie eben verschiedene Untergründe oder geräusche kennen lernen. Ich bin auch der Meinung, dass es Vllt. Auch von Vorteil ist, wenn man zwar anfangs nach der größe trennt, aber auch mal Hjnde verschiedenen alters zusammen Spielen lsässt.
Und logischer Weise sollte man es unterbinden, wenn ein Welpe immer "gemobbt" wird.
LG
 
DyingDream

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...

Ich denke zum Teil ist es auch vom Hundebesitzer abhängig, was er selbst braucht.

Für mich kann ich sagen, dass ich kein Welpentraining brauche. Das Wissen, wie ich einem Welpen den Grundgehorsam beibringe, habe ich.
So würde es mir nun einfach in erster Linie darauf ankommen, dass ich für meinen Welpen Kontakte zu anderen Hunden (unter Aufsicht) bekomme, weil ich hier in der Umgebung leider sehr selten auf Spaziergängen andere Hunde treffe, wo sich Kontakte knüpfen lassen.

Auf der anderen Seite war ich damals bei Pepsi sehr froh, dass in der Welpengruppe auch schon einige Grundkommandos erklärt wurden. Vieles konnte ich damals für den ersten Hund zwar aus Büchern rauslesen - aber die richtige Umsetzung ist in dem Fall schon wieder schwieriger, wie ich finde.

--
Was mir von dem Ausbilder (weshalb der Thread entstanden ist) etwas aufgestossen ist, war einfach die Planung:
Hund 1 kommt auf einen Tisch und lernt dort Sitz, Platz, Steh mit Hilfe von Futter/Beute und Leine. Alle anderen Welpen müssten derweil am Rand des Zaunes angebunden sein, bis sie dran kommen. Spiele unter den Welpen empfand er unnötig, bzw. risikoreich.

Aber *puh* - So ein Training für einen 'normalen' Familienhund - damit komme ich irgendwie nicht klar.
Vor allem, welcher Hundebesitzer würde so etwas mitmachen? o_O
~§~
 
F

Floydi

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Hallo zusammen,

also ich kann dazu nur sagen ich war mit meinem Rüden in der Welpenspielstunde und Training kam dann etwas später..... er ist jetzt ein super sozialer Hund, war aber als Welpe auch schon nicht schüchtern oder dergleichen...
Er ist wirklich verrückt nach anderen Hunden und will immer spielen, spielen,spielen....

Mit meiner Hündin war ich in keiner Welpenspielstunde, ich hab das eher auf Hundewiesen gemacht... der Unterschied meine Hündin war als Welpe sehr schüchtern, was sich jetzt im Alter so zeigt das Sie Ängstlich is und das in "Agression" aüssert (ich weiss das Sie nur Ängstlich ist und nach paar Minuten im Freilauf mit anderen Hunden spielt Sie dann auch), aber auf andere wirkt das sehr erschreckend wenn meine "Bestie" das Bellen und Knurren anfängt....

Fazit: ich bereue es sehr mit meiner Hündin nicht auch in eine Welpenspielstunde gegangen zu sein...
Die Trainer in der Spielstunde haben immer darauf geachtet das ein sehr dominanter Welpe nicht die schüchternen mobbte, wenn einer mal zu frech wurde, wurde er ganz dezent am Nackenfell gepackt...

Ich persönlich fande die Spielstunden immer schöner (für den Hund) als das Training, wobei das Training natürlich auch spass machte, ich ging danach noch kurze Zeit mit meinem Rüden in die Junghundegruppe, dann bin ich ausgestiegen weil ich in der Gruppe die Trainer einfach nicht gut fand. (Waren andere als im Welpengarten)
 
Tompina

Tompina

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Hallo,

also da ich meine beiden eignen Hunde jeweils mit nem halben, bzw. knappem Jahr bekommen habe, war ich mit den beiden nie in einer Welpenstunde...

Allerdings hatten wir im Tierheim öfters Welpen, mal einzeln, mal ganze Würfe und iwie war es immer mein "Aufgabengebiet" die Kleinen zu bespaßen und etwas mit ihnen zu machen...;)

Also ich habe das immer so gehandt habt, dass wenn es mehrere Welpen waren, bin ich nicht irgendwo hin gefahren, wo es andere Welpen gab zum Spielen, sondern habe mich auf Alltagssozialisation konzentriert, also alle Welpen in die Küche, Musik an, Waschmaschine an, mit dem Staubsauger durch die Gegend, alle Welpen in einen Korb und ab durch den Baumarkt etc. (das mag sich jetzt seltsam anhören, aber im TH gibt es nun mal außer Boxen und Auslauf nicht viel, sodass man den normalen "Alltag" irgendwie simulieren muss...:)).

Gespielt haben die dann miteinander, bzw. z.B. mit meinem Tom, den ich jetzt als perfekten erwachsenen Hund für sowas bezeichnen würde...er lässt sich viel, aber nicht alles gefallen und ist trotz seiner sonst sehr stürmischen Art, sehr vorsichtig und liebevoll mit kleinen Hundekinder, außerdem hat er die innerartliche Kommunikation perfekt drauf, d.h. oft genügte ein Blick und die Kleinen wussten was Sache war.

Je nach "Restbesatz" des THs habe ich auch noch andere erwachsene Hunde dazu geholt, da ich der Meinung bin, wildes Toben mit Altersgenossen ist das eine, aber die Regeln der Kommunikation lernen sich am besten in gemischten Gruppen, also ruhig auch mit mehreren erwachsenen Hunden und Welpen (alles natürlich nur unter Aufsicht und immer im Blickwinkel sofort einschreiten zu können!).

Waren mal Einzelwelpen da, so bin ich ab und an auf den Hundeplatz gefahren um dort einfach mal die Kleinen mit Gleichaltrigen toben zu lassen, alles andere lief wie oben beschrieben.

Erziehungstechnisch ist es natürlich schwierig neben dem TH-Alltag noch wirklich was zu machen, aber wir (ich und meine Kollegen) haben immer versucht auch mal "Sitz" (z.B. beim Füttern) einzubauen, bzw. wenn die Kleinen draußen waren mit Namen und "Komm" gezielt den Abruf zu üben.

Und was soll ich sagen? Die Leute die die Kleinen dann bekamen (manchmal mit 10 Wochen, manchmal auch erst mit 4 Monaten), waren immer allesamt sehr zufrieden, weil sie einen gut sozialisierten (wir haben die Kleinen auch mit Katzen und Kaninchen bekannt gemacht!) und sogar schon ein bisschen erzogenen Hund bekommen haben, OBWOHL es NUR ein TH-Hund war...:roll:

Also ich würde es, sollte ich jemals einen Welpen haben ebenso machen...erwachsene Hunde wären dann eh schon da und je nach Charakter und Wohnumfeld würde ich mir eine Welpengruppe zum Spielen suchen...

Gut, wenn man nun Ersthundebesitzer ist und keine Erfahrung hat, ist es vielleicht nicht schlecht unter Anleitung die ersten Schritte zu machen...da kann ich nur sagen Augen auf bei der Hundeplatzwahl und vorallem sich NIE einreden lassen, dass die Kleinen das selber regeln! Pina hat das wohl so erlebt bei ihren Vorbesitzern und war dementsprechend panisch, seit sie weiß, dass sie sich nur hinter mich zu setzen braucht und ich halte ihr alles vom Leib, ist sie wesentlich ruhiger!
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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@ Tompina: super Text! Kann ich 100% unterschreiben! Finde es klasse, wie und was Du gemacht hast! Respect! :clap:
 
Tompina

Tompina

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@kleiner Falke: ich hab nur meinen Job gemacht, also im Prinzip nichts Besonderes...:)
(und das wie ist halt in meinen Augen so am Besten (vorallem im Bezug auf die TH-Situation), aber da kann man sich auch streiten...:roll:)
 
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