Katzen und Kinder!

Diskutiere Katzen und Kinder! im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Oh mann, oh mann... Es ist immer schlimm, wenn man mitkriegt wie Leute ihre Tiere halten oder sieht unter welchen Umständen sie sich welche...
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Loscampesinos

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Oh mann, oh mann...

Es ist immer schlimm, wenn man mitkriegt wie Leute ihre Tiere halten oder sieht unter welchen Umständen sie sich welche anschaffen.
Genauso "getroffen" war ich, als ich heute einen Anruf meiner Oma erhielt. Sie möchte für meine beiden kleinen Cousins eine Katze anschaffen. Das Tier soll zum schmusen sein, nicht kratzen und nicht auf die Möbel, am besten gar nicht in die Wohnung.
Der jüngere Cousin möchte zwar lieber Kaninchen, aber sie hat gehört, dass Kaninchen doch mehr Arbeit sind als gedacht und nun soll eine Katze her.
Da ich
ja im Tierheim arbeite, soll ich eine Liebe aussuchen und sie würden das Tierchen dann abholen kommen.

Aaaah, Ich bin fast vom Hocker gefallen... sowas aber auch! Erstmal habe ich sie schnell und eher flüchtig über Katzenhaltung aufgeklärt und erwähnt, dass Tiere NICHT zum spielen sind und die Katze sicher auch nicht immer Lust hat zu schmusen, wenn meine Cousins das haben. Eigentlich selbstverständlich, aber sie ließ sich nicht davon abbringen.
Sie wolle ja eigentlich gar keine Tiere, aber meine Cousins und da suchen sie nun was "pflegeleichtes".

Ich meine, ich bin absolut dafür, dass Kinder mit Tieren aufwachsen. Ich bin ja auch so groß geworden, allerdings wurde mir direkt beigebracht wie man sich verhält und, dass Tiere eben nicht "zum spielen" sind.
Ich versteh auch nicht so recht, warum man beim Thema "pflegeleichtes Tier" auf eine Katze kommt?
Ich denke unter anderen Umständen hätte ich da gerne geholfen, aber da nur nach der bequemsten Möglichkeit gesucht wird, dass die Kinder mal ein bissel schmusen und antatschen können, werde ich da sicher gar nichts tun.

Und ganz am Ende hat sie mich noch gefragt ob Katzen beißen... :roll:

Jetzt hab ich richtig Bammel, dass da nachher ein armes Kätzchen sitzt, das nicht ins Haus darf und ständig festgehalten, hochgehoben usw. wird.
Also, nachdem ich nun versucht habe ihnen das ganze auszureden und das nichts genutzt hat, möchte ich jetzt "aufklären" und nett und freundlich eine artgerechte Haltung darlegen.
Ganz besonders wichtig sind mir dabei die Kinder, wie kann ich ihnen (und auch allgemein) beibringen, dass Tiere nichts zum spielen sind und wie kann ich das im Bezug auf eine Katze am besten erklären?

Achherje... und sowas in der eigenen Familie. :roll:
 
12.04.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Nephilim

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Eine Moeglichkeit wäre sicherlich deine Oma und die Kleinen beim Nächsten Besuch immer zu Tätscheln, komische Babysprachgeräusche vor ihnen zu machen, ihnen (sanft) am Arm ziehen, etc.
Die (kleinen?) Cousins hochheben, rumtragen etc.
Nichts dazu sagen, einfach weiter machen, und am Ende mal fragen, obs ihnen gefallen hat.
Natuerlich wirds das nicht, also dann sagen, dass das einer Katze auch nicht gefallen würde.
Grade bei Alten und Kleinen finde ich "learning by doing" immer sehr passend ;) und auch sehr verdeutlichend.
 
Bella88

Bella88

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Schade, dass ich die Kinder meines Freundes (12 + 9) nicht einfach rum tragen kann :mrgreen: Aber vielleicht sollte ich den Rest mal so ausprobieren :mrgreen: (Mit Reden und Erklären, bin ich bei denen ja bekanntlicher Weise nie weiter gekommen)
 
Loscampesinos

Loscampesinos

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Meine Cousins sind auch 6 und 9 Jahre alt. Rein theoretisch könnte ich sie schon noch rumtragen. ;D
Sie sind ja auch in einem Alter, in dem man ihnen den Umgang mit Tieren gut erklären kann, aber wenn da die Erwachsenen nicht mitziehen... Das sind in diesem Fall meine Oma, die für die kleinen Schätze gerne ein Schmusetier, aber keine Arbeit will und die Eltern, denen das ganze komplett egal ist.
Und dann bin da noch ich, die ja schon ne Katze hat und bestimmt super eklären kann wie man so'n tolles Kuschelkätzchen kriegt.

Und "das beste" ist ja, dass sie eigentlich lieber Kaninchen wollen, aber die sind ja noch mehr Arbeit als ne Katze...
 
Loscampesinos

Loscampesinos

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Oh, selbes Thema!

Ich werd mal schauen, danke schön!! :)
 
Nephilim

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Bei euren beiden Problemen ist nur leider der Unterschied, dass bei dem einen die Betreuungsperson mitzieht, und bei dem anderen nicht.
Außerdem Loscampesinos bist du nicht immer Anwesend. Da wirst du nicht viel mit langsamwirkenden Methoden weit kommen.

Du koenntest es natuerlich auch versuchen, indem du deiner Oma mal 1-2 Buecher vorbei bringst. Wenn sie die denn lesen würde, was ich aber bei der Einstellung für unwarscheinlich halte :/
 
lucian

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Das ist wirklich schwierig


Ich würd auch mal versuchen, noch mal in Ruhe mit deiner Oma und auch mit den Kindern zu reden (wissen sie schon davon oder solls ne Überraschung sein?)

Eben in Ruhe erklären dass Tiere keine Spielzeuge sind, dass Katzen ebenso umsorgt werden müssen, wie Kaninchen und jedes andere Tier auch und das man nunmal keine liebe, sich am besten nicht bewegende Katze aus dem Tierheim oder sonst woher bekommt.

Wie die Katze ist, wird ja erst wirklich klar, wenn sie sich beim Menschen eingelebt hat.

Vor allem würd ich ihr erklären, dass jede Katze, wenn sie zu sehr bedrängt wird und das Weite nicht suchen kann, irgendwann kratzen oder beißen wird.

Und mal ganz ehrlich.

Ne Freigängerkatze, die am besten nie ins Haus soll, dazu ständig hochgenommen und angetatscht wird, wie lange wird die wohl freiwillig da bleiben?
 
Loscampesinos

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Ja, das ganze wurde mit den Kindern besprochen. Nachdem die nämlich bei uns waren, fanden sie die Hunde so toll.
Da aber Hunde ein absolutes "No-Go" sind (Leben im Haus, machen sich draußen dreckig usw.), soll halt ein anderes Tier her.
Der Jüngere wollte gerne Kaninchen. Da seinen Eltern das aber komplett egal ist und meine Oma (sie wohnt im selben Haus wie meine Cousins u. deren Eltern) den beiden umbedingt den Wunsch nach einem Tier erfüllen will, soll was "pflegeleichteres" her.
Kein Hund, kein Kaninchen (muss man ja auch alles sauber halten und nacher hoppeln die noch im Haus und machen alles "dreckig"), also eine Katze.
Mein erster Gedanke war: Was ist an einer Katze so viel pflegeleichter als an anderen Tieren? Und dann kam ja die Beschreibung: Ein Freigängerchen soll es werden, das wohlmöglich nicht ins Haus kommen sollte.
Da der kleine ja lieber ein Kaninchen möchte und der Ältere direkt eine große Katze, solls eine aus dem Tierheim werden.

Aaah... das macht mich wirklich verrückt. Meine Großeltern mögen Tiere nicht wirklich, wollen den Kindern aber den Wunsch erfüllen. Die Kinder können sich nicht alleine drum kümmern, wissen nicht mal so genau was sie da überhaupt kriegen/ kriegen wollen und den Eltern ist es egal.
Wichtig ist, dass das Tier keinen Dreck oder Arbeit macht, wohlmöglich draußen bleibt und für die Kinder zum knuddeln da ist.
Alles in allem: Ganz und gar unmöglich!

Hach, ich meine mir tut es unheimlich leid für die Kinder. Ich weiß wie toll das ist, wenn man als Kind mit Tieren aufwächst. Allerdings hatte ich auch Eltern im Rücken, die das genauso sahen, Verantwortung übernahmen und mich nicht alles machen ließen auf was ich so Lust hatte. Dadurch hatte ich schnell begriffen wie man mit Tieren umzugehen hat. Meine Cousins lernen ja nur von ihren Eltern, dass es komplett egal ist, was sie mit den Tieren machen und von meinen Großeltern, dass sie was "zum spielen" kriegen.
Und ich, und da hat Nephilim wirklich recht, bin nur "Besucher". Dadurch, dass ich da aber eine Katze "besorgen" soll, die alle gewünschten Eigenschaften erfüllt, bin ich eben doch involviert.

Allein deswegen muss ich ja mit meiner Oma drüber sprechen. Ich werde nämlich weder eine Katze "besorgen", noch sonst was tun, aber zumindest möchte ich ihr ins Gewissen reden und (für den Fall der Fälle) erklären was ein Leben mit Katze wirklich bedeutet.
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Hey,

ich hätte da einen tip: rede vernünftig mit deinen cousins- erkläre ihnen warum es mit einem tier noch nicht geht.

Und schenke ihnen stofftiere...

klingt zwar hart, aber vielleicht können sich deine cousins ja mit deinen tieren beschäftigen? und da mal den richtigen umgang lernen. und bis sie älter sind (in einem alter wo sie sich gegen doofe erziehungsberechtigte durchsetzen können) können sie stofftierchen haben.


ODER (ist zwar fies und dem tier gegenüber auch nicht 100% fair): such ein kratzbürstiges, bissiges, kratzendes und fauchendes biest raus. so vergällst du deiner oma definitiv die lust auf tiere im haus. nur leider den kindern vorerst auch...
 
Audrey

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Allein deswegen muss ich ja mit meiner Oma drüber sprechen. Ich werde nämlich weder eine Katze "besorgen", noch sonst was tun, aber zumindest möchte ich ihr ins Gewissen reden und (für den Fall der Fälle) erklären was ein Leben mit Katze wirklich bedeutet.
Den Gedanken hatte ich auch gerade - und noch ein bißchen weiter, aber dazu gleich: willst Du denn generell der Oma und den Kiddies die Katzen am liebsten ausreden, weil Du Dir sicher bist, daß das zum Schiefgehen verurteilt ist, oder meinst Du Du könntest auf eine vernünftige Haltung hinwirken?

Mein Gefühl geht da grad eher zum "Ausreden" - die Kinder können Dich ja mal besuchen, vielleicht auch mal im Tierheim? Dann hätten sie auch Bezug zu den Tieren, ohne daß die Tiere drunter leiden müßten? Also zurück zum Gedankengang: wenn Du es ausreden willst, dann würd ich ein bißchen in der "Schatzkiste" - also im Forum und in den den eigenen Erinnerungen - kramen: wie anstrengend so eine Katze sein kann, was für eine Verantwortung man da hat. Was sie alles kaputt machen können (selbst die liebsten Schmuser), was für ein Geschrei so eine Schmusekatze, die nicht reindarf, veranstalten kann - Ärger mit den Nachbarn etc. pp. ... ich glaub Du weißt was ich meine...
 
Loscampesinos

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Oke, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die schlechte Nachricht ist, dass die Katze nun auf jeden Fall einziehen wird und das mein kleiner Cousin beleidigt ist, weil er kein Kaninchen kriegt. :roll:

Jetzt kommen wir zu der guten Nachricht:
Meine Großeltern waren nun auf eigene Faust im Tierheim und haben sich dort informiert. Anscheinend haben die Worte der TH-Helferin mehr bewirken können als meine, denn nun darf das Kätzchen auch rein usw. (Lediglich ins Schlafzimmer soll sie nicht...*hust* :mrgreen:)
Außerdem wurde ihnen geraten mal alle Katzen zu besuchen und zu schauen welche am besten zu ihnen passt. Weiterhin sollen sie warten bis die Katze auf sie reagiert und nicht umgekehrt, also nicht einfach anfassen usw.
Jetzt gehen sie demnächst nochmal mit meinen Cousins hin und ich habe das Gefühl, dass ihnen so langsam bewusst wird wie man richtig mit Tieren/ Katzen umgeht.
Danke liebe TH-Helferin! (Ich glaube ich war bei der Sache auch ein wenig zu emotional! ;))

Ich hab ihnen jetzt mal hier ein paar Beiträge aus dem Forum präsentiert und vorgelesen, damit sie sich auch mal über die Ausmaße einer "pflegeleichten" Katze bewusst werden.

Ja, heute machen sie sich auf Sachen für die Katze zu kaufen, da habe ich sie auch ein bisschen beraten und ich glaube bald zieht das Miezi ein.
Ich hoffe das geht alles gut! :? Aber immerhin machen sie jetzt immer mehr Schritte in die richtige Richtung!
 
Bella88

Bella88

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Das freut mich, dass euch eine Außenstehende weiter geholfen hat, die Situation zu meistern und sie aufzuklären (über das selber, was sie von dir schon wissen :mrgreen:)) Hoffen wir einfach mal, dass ihre Worte etwas gebracht hat und sie sich haben belehren lassen. Sollten sie dann mit der Katze irgendwelche Probleme haben, dann bist du doch sicher eine der ersten, die es mitbekommt und dann eingreifen kann oder? Versuch etwas relaxt daran zu gehen und warte erstmal ab. Vielleicht wird ja alles gut? ;) Und wenn nicht.... Wie gesagt, du sitzt an der Quelle und kannst dann ja direkt mit ihnen sprechen und das Problem versuchen zu lösen.
 
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