Ein paar Monate auf die Weide stellen?

Diskutiere Ein paar Monate auf die Weide stellen? im Pferde Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo Ihr Lieben, ich hab mal wieder eine Frage. Ich hab einige Probleme mit meinem Nagano und er firstund ich sind einfach überfordert. Nun...
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*Daisy*

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Hallo Ihr Lieben,

ich hab mal wieder eine Frage.

Ich hab einige Probleme mit meinem Nagano und er
und ich sind einfach überfordert.

Nun hat mir Jemand geraten ihn den Sommer nochmal auf die Weide zu stellen und im Herbst neu anzufangen.

Was meint ihr dazu kann das helfen? Ich bin völlig ratlos und denke schon über abgeben nach. Ich könnte ich heulen...ich fühl mich wie ein Versager:(

lg
Anni
 
12.04.2011
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Daisy,

klar kann so eine Pause helfen.
Allerdings nur, wenn euer Problem wirklich die Überforderung oder Frust von zuviel/zu schnell von Nagano ist.
Du könntest dich in der Zwischenzeit auch auf Kursen weiterbilden, falls es bei dir auch merkliche Defizite gibt. Und du könntest dich dann im Herbst vllt nach einem RL/Bereiter umschauen, der euch hilft.

Wie alt ist Nagano? Wie weit seid ihr bzw er und du getrennt reiterlich? Wie wurde er eingeritten? Wie wird er im Moment gefordert?
Vermutlich hast du das alles schon irgendwo gepostet, aber mir fehlt die Zeit das zusammen zu suchen ;) ich hoffe du fasst es nochmal hier zusammen.

LG Lilly
 
I

Integra

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Hi

also mit meinem Altivo hatte ich auch öffter mal die Zeit, wo wir beide nicht weiter kamen und er und ich einfach überfordert waren, also hat er Ferien bekommen und wir haben nicht gearbeitet sondern nur putzen und spatzieren gehen gemacht.

dann haben wir es wieder versucht und es hat deutlich besser geklappt, seit dem bekommt er regelmäßig seine Ferien und darf einfach nur Lieblingspferd sein ohne irgentwelche Vorderungen.

vieleicht hilft dir das ja etwas weiter, verzweifel nicht.
ein Pferd ist ähnlich wie ein Buch, ist es zu schwer für dich dann lies es zu einem späteren Zeitpunkt, nur das man ein Pferd nicht ins Bücherregal stellt:D

LG

Integra
 
*Daisy*

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Hallo,

das macht ja nix man kann sich ja nicht alles merken;)
Also Nagano ist 5,5 Jahre alt und wurde letztes Jahr im Februar angeritten. Vorher durfte er erstmal seine Jugend genießen und dann haben wir mit Bodenarbeit angefangen.
Als er denn aus dem Beritt(etw. über 3 Monate) kam wollte ich ihn unter Anleitung weiterreiten. Das hat auch sehr gut geklappt und ich war begeistert von ihm. Er konnte alle Gangarten sehr flüssig und hat sich super ausbalanciert, Bahnfiguren und Rückwärtsrichten. Machte immer gut mit und war offen für neues.
Dann konnte er wegen einer Krankheit nicht geritten werden und als wir denn wieder anfangen wollten fing das Kopfschlagen an (Thema dazu gibt es hier) Zähne alle ok etc.Damit kam denn auch das erste Buckel, stolpern und ich bekam Angst auf ihn aufzusteigen
Also ging reiten erstmal nicht. Ich hab denn Bodenarbeit gemacht und an der Longe gearbeitet oder mal Spatzieren gegangen.
Mittlerweile spakt er immer ab wenn eine übung nicht gleich klappt. Er wird ungeduldig und zickig. Immer öfter macht er ein auf bockig und macht einfach nix mehr. Er ist lustlos und achtet gar nicht auf mich und meine Kommandos. Unsere Situation ist völlig verfahren.
Beim Spatzieren gehen ist er aufeinmal völlig ängstlich und sieht überall ein böses Monster, ich kann ihm kaum halten und somit fällt das auch weg.

Ich hab sehr viel Geld in seine Ausbildung und Ausrüstung gesteckt und habe das Geld extra gespart. Aber nun sind die Reserven aufgebraucht und kann ich nicht eben mal wieder in Beritt geben zumal das ja auch das eigl. Problem nicht löst. Ich dachte wenn ich ihn den Sommer stehen lasse kann ich genug ansparen um im Herbst neu anzufangen.

Ich hab manchmal das Gefühl das wir einfach nicht zueinander passen....ich weiß nicht warum auf einmal alles so gekippt ist.

lg
Anni
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Daisy,

also ich vermute, dass bei euch verschiedene Dinge zusammen kommen.
Nagano ist jetzt in dem Alter wo er richtig erwachsen wird/ist, das heißt unter Umständen bei einem dominanten Wallach, dass er dich ganz klar testet.
Dann ist er vllt nochmal gewachsen? Vllt tut er sich selber deshalb gerade schwer mir sich bzw hat Schmerzen? Habt ihr ihn als das anfing nochmal durchchecken lassen? TA? Ostheopath? Weil bei deiner Schilderung höre ich eigentlich mehr Unmut heraus als Überforderung, wobei das eine das andere bedingen kann...
Setzt du dich vllt selber zu sehr unter Druck?
Mit 5,5 Jahren ist er ja wirklich noch jung... was meiner da für Flausen hatte. Aber die Frage ist halt, ob er testet oder nicht kann weil er physisch oder psychisch blockiert ist...
Wie ist er denn sonst im Umgang? Verändert?

Und du? Hattest du Probleme? Sitzt zu evtl anders aufgrund von irgendwelchen Verspannungen oder Verletzungen?

Wie wird er denn gehalten? Box? Offenstall? Koppelgang? Kumpels? etc... Kann er sich auch ohne dich richtig austoben/leben? Gabs ein Stallwechsel?

LG Lilly
 
*Daisy*

*Daisy*

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Hallo,

@Integra: lese ich jetzt erst:roll: Ja das mit dem Buch ist ein gutes Beispiel...so kommt es mir vor.

@Lilly: als es Anfing haben wir ihn nochmal durchschecken lassen und er ist gesund (bis auf seine Blutgeringungsstörung) Die Zähne haben wir checken lassen und da sind die Hengstzähne aber die hatte er auch bevor das alles anfing.Trotzdem kommen die jetzt raus, sicher ist sicher.
Ja er könnte schon etwas gewachsen sein aber es geht ja nur seit letzten Herbst so....

Also so im Umgang ist er lieb wie immer.Er komm auch oft kuscheln. Er steht im Offenstall mit 2 Kumpels (einer davon in seinem Alter und die spielen auch) und auch so ein bisschen Spielzeug auf der Weide.
Ja es gab Stallwechsel: Im Februar kam er in Beritt, dort musste er in der Box stehen, dann kam er zurück und dann 2 Monate später sind wir zur jetzigen Wiese umgezogen und kurz danach fing das an. Kann ihn das so sehr zugesetzt haben? Ich mein schon war das nicht aber ich hatte nicht das Gefühl das es ihn stört.

Ich glaube ich bin völlig überfordert, ich hab jetzt niemanden mehr der mir helfen kann und ich steh vor diesem Problem allein. Nach 2 Op´s am Arm bin ich schon eingeschrängt zuerst hatte ich kein Gefühl und jetzt tut es auf noch Zug/Druck weh. Die letzte op ist zwar 1,5 Jahre her aber es dauert sehr lange bis sich das regeniriert. und deswegen bin ich auch sehr vorsichtig bei der Arbeit mit ihm.

Also Nagano ist schin dominant und ich vermute mal das er mich testen will. Bis jetzt hat er es zwar nicht geschafft das ich aufgeben aber er ist kurz davor. Aber ich hab eben auch das Gefühl das er überfordert ist.

Ich weiß eben einfach nicht was ich machen soll....bin völlig ratlos und von Pferdeleuten bekomm ich nur Tips wie: "der brauch eine starke Hand", "wenn er bockt gibt´s eine auf den Po", "Der macht das Kopfschlagen mit Absicht Sperrriemen und Ausbinder!" Die sagen ich bin wie zu lasch mit ihm...er spielt eben gerne noch und hebt denn auch sachen auf oder hält die longe fest. Die meinen der soll erwachsen werden und ich soll das unterbinden und wenn er sich beim putzen dreht schimpfen und ihn kürzer anbinden....

lg
Anni
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

also kommen verschiedene Baustellen zusammen. Ok, das macht es nicht leichter aber erklärt vielleicht sein Verhalten etwas. Eine Ruhepause wäre sicher schön für ihn und dich. Sind sie den ganzen Tag draußen? Das wäre ja optimal.

Von den Sprüchen, ihn 'hart' anzupacken lass dich mal nicht kirre machen, Konsequent ja - hart nein. ;)

Du solltest dir überlegen, was du ihm im Umgang erlaubst und was nicht. Zb Sachen aufheben, dass kannst du gezielt mit ihm machen, aber eben nicht beim führen oder putzen etc.
Dann rumzappeln beim putzen: er soll schon stehen bleiben, klar. Aber wenn meiner wäre zb kurz angebunden früher total abgedreht. Ich hab ihn unangebunden geputzt, den Strick in der Hand und immer wieder ein 'steh' & zupfen am Strick wenn er weglaufen wollte.

Das so ein junges Pferd guckig ist, ist fast normal. Solang du ihn schnell wieder 'runter' bzw seine Aufmerksamkeit bekommst finde ich persönlich das nicht schlimm. Lass ihn schauen, ruf ihn ab bzw zu dir, wenn das klappt ist es ok. Er darf dich da nur nicht ignorieren/vergessen vor lauter schauen.

Zu deinem Arm: hast du schon mal getestet ob du mit dem stärker/schwächer bist als mit dem anderen? Vllt kann dir das ein Physiotherapeut sagen bzw dir da helfen. Durch sowas kann man schon arg ungleichmäßige Hilfen geben und dass kann ein Pferd ordentlich verwirren - vorallem wenn man es selber nicht merkt.

Die, ausbildungsbedingten, Stallwechsel haben sicher auch ihre Spuren hinterlassen, meiner hat sich nach dem letzten Stallwechsel auch sehr schwer getan, kannte ich gar nicht von ihm.
Da braucht er vielleicht auch einfach noch Zeit um sich 'einzufinden'. Ihm wirklich mal Ferien gönnen könnte wirklich hilfreich sein. Versuch es mal mit 3 Monaten. Also bis ca Mitte/Ende Juli. Dann hast du noch gutes Wetter genug um wieder anzufangen (falls ihr keine Halle habt, im Herbst/Winter ist es immer schwieriger finde ich).
Wie genau wird er denn nun gehalten? Immer auf der Wiese? Im Sommer & im Winter?

LG Lilly
 
*Daisy*

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Hallo,

Danke für deine Tips.

Also mein Therapeut hat gesagt das ich automatisch und unbewusst eine schonhaltung einnehme um Schmerzen zu vermeiden...das wirkt sich natürlich sehr auf Zügelhaltung oder z.B auch Hausarbeiten etc aus. Vielleicht hat ihn das ja einfach verwirrt.

Ich denke denn gebe ich ihm mal 3 Monate Urlaub. Er ist den ganzen Tag draußen. Momentan noch auf dem Paddock aber bald beginnt die Weidezeit dann ist er den ganzen Tag auf der Wiese.

Also beim putzen schaut er sich eben um oder kaut auf dem Strick rum, das unterbinde ich, weil er die immer kaputt beist.
Wenn ich z.B longiert habe durfte er das auch nicht.

Ja guckig ist ja auch in Ordung aber er interessiert sich denn gar nicht mehr für mich, hört nichtmehr, ingnoriert mich einfach. Das macht er auch wenn etwas nicht klappt, er ingnoriert mich und wird zickig.

Wenn ich ihm Urlaub gebe soll ich denn Bodenarbeit trotzdem machen oder ihn ganz in Ruhe lassen und nur mal putzen?

lg
Anni
 
I

Integra

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Hi

also ich würds fürs erste beim putzen belassen, evtl. nochmal frei laufen lassen, solltest du danach weiterhin Probleme haben, kann ich dir nur anbieten, mir das mal an zu schauen.

habe inzwischen einige Erfahrung mit Jungpferden und deren Ausbildung und kann inzwischen auch recht gut zwischen bockig und überfordert unterscheiden.

desweiteren wäre vieleicht sinnvoll etwas zu finden, womit man ihn zur Ruhe bringen kann bei der Arbeit, sei es einfach mit der Übung aufhören und ihn im Stehen erstmal wieder zu lösen, vieleicht eine Runde gehen und es dann nochmal versuchen,
wichtig ist halt auch nicht zu lange an einer Übung fest zu halten,
denn selbst Leistungsschüler können sich maximal 10 - 15 min am Stück Konzentrieren.

mit 5 Jahren ist er ja nun auch in den pflegeljahren und wird erst recht versuchen dich zu testen, wenn du jetzt natürlich auch noch eine Verletzung hast und nicht so kannst wie du möchtest, dann wird er das merken und sich höchst warscheinlich zu nutze machen.

aber wie schon gesagt, verzweifle nicht, das wird schon wieder.

LG

Integra
 
*Daisy*

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Hallo,

ja denn werde ich ihn erstmal nur putzen und dann kann auch ich mal Pause machen, hat ja so auch keinen Sinn.

Du würdest dir das anschauen, wenn es in 3 Monaten nicht besser ist? Das wäre ja super. Aber wo wohnst du denn?

Ja wenn etwas nicht klappt dann machen wir etwas anderes und probieren es nochmal aber er wird auch sehr schnell ungeduldig und zickig....

Naja mal sehen was die 3 Monate bringen, in der Zeit werde ich auch an meinem Arm arbeiten...ich werde jetzt gleichgewichtsübungen und so mit einem Therapeuten machen.

lg
Anni
 
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Ein paar Monate auf die Weide stellen?

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