Grundaggressivitaet?

Diskutiere Grundaggressivitaet? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo. Also, wir haben vor ein paar Wochen einen Welpen aus einer schlechten Haltung aufgenommen, dessen Mutter wegen eben dieser Gegebenheiten...
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FräuleinSchändlich

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Hallo.

Also, wir haben vor ein paar Wochen einen Welpen aus einer schlechten Haltung aufgenommen, dessen Mutter wegen eben dieser Gegebenheiten bereits verstorben war. Somit haben wir ihn also mit 6 Wochen bekommen - viel zu frueh, aber es gab keine Alternative. Standen auch in fester Zusammenarbeit mit dem Tierschutz.

Nun, jedenfalls ist es nun so (ist jetzt 11 Wochen alt) dass dieser Hund wirklich _aggressiv_ ist. Also, wir hatten schon viele Hunde und solche Probleme sind mir gaenzlich unbekannt, vor allem in diesem Alter.
Klar zwicken sie mal im Spiel und da kann's auch schonmal bluten. Aber dieser Hund beißt zu, beißt sich fest und laesst auch auf Gedeih und Verderb nicht mehr los, egal wie man "AUAU" ruft oder "NEIN!" sagt. Und zwar immer in Situationen, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Sprich, wir sind draußen und es wird langsam Zeit reinzugehen und der Herr moechte nicht - dann wird gebissen. Sollte wohl anmerken, dass ich im ersten Stock eines Hauses wohne und ihn daher noch tragen musst. Passt ihm in den meisten Faellen auch, ausgenommen eben er will nicht - dann geht die Beißerei los.
Außerdem hab ich in meiner Wohnung noch vier Katzen. Denen gegenueber wird er "nur" dann aggressiv, wenn sie ihn wegfauchen o.ä., also dann grummelt er zurueck. Beißen tut er da bisher nur im Spiel, was ich allerdings auch schon unterbinde, allein schon wegen der komplett unterschiedlichen Groeßen- und Staerkenverhaeltnisse. Habe allerdings auch hier die Befuerchtung, dass das noch schlimmer wird und spaetestens dann wird es wirklich gefaehrlich.

Wir sind selbstverstaendlich schon in einer Hundeschule, seit der 7. Woche. Werde aufgrund der Gegebenheiten auch definitiv baldmoeglichst noch Einzelunterricht fuer ihn "buchen", um das in den Griff zu bekommen. Moechte aber dennoch mal von euch hoeren, ob eventuell jemand Erfahrung mit sowas hat und/oder Loesungsvorschlaege. Mehrere Menschen bringen vielleicht auch mehrere Ideen. Und bevor der noch Kleine ein Koloss wird und nicht mehr zu baendigen ist, muss definitiv was passieren. :/

Ich danke Euch schonmal fuer alle Antworten!
 
15.04.2011
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
CaroBerlin

CaroBerlin

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klar kann solch verhalten von der schlechten haltung kommen.aber grundagrresiv also angeboren denk ich nicht(außer es war inzucht oder wie auch immer,da kann es scho mal sein das die hunde einen kleinen knax haben,korriegiert mich wenn ich falsch lieg :))
ich denk das der kleine einfach in seinem leben so viel mitgemacht hat und sich soo krass durchsetzten musste das er erstmal merken mus das menschen im nix tun.und das ihr schon bei einem hunde trainer seit ist super.
ich habe meine hündin auch von einem eher unseriösen mann allerdings war sie scho 2 und ich bin wohl der 5te besitzer..(plus das sie bei den vorbesitzern mindesten 2 mal welpen hat vo den ich weiß..) als ich sie bekomm hat sie bei jeder kelinigkeit wenns ums anfassen bauchkraulen etc ging geschnappt...ich durfte werder augen noch zähne noch sonst was kontrolieren.ich hab dann halt immer weiter versucht mit spielchen,viel zeit und leckerchen ihr zu zeigen das ich ihr nix tu und jetzt nach 2 jahrn darf ich alles bei ihr :)selbst auf den rücken legen zum bauchkraul und so wird jetzt freiwillig und gern gemacht _:)
ich denk euer kleiner brauch einfach nur ein gutes training,viel zeit und liebe :)viel glück euch :)
 
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FräuleinSchändlich

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Also Inzucht war es denke ich nicht, den Vater konnte man sehen, war ein Dogo Argentino. Die Mutter war urspruenglich eine Art Belgischer Schaeferhund-Labrador-Mix, so genau weiß man das nicht. Auf jeden Fall hatte sie schon jede Menge Wuerfe und war furchtbar ausgelaugt, was vermutlich auch der Grund war, warum sie am Ende gestorben ist. Jedenfalls ist der Tierschutz ein bisschen zu spaet eingesprungen und daher nun dieses "Ende". Jedenfalls halte ich es fuer unwahrscheinlich, dass Vater und Mutter verwandt waren, ob der doch erheblichen optischen Unterschiede.

Jedenfalls hat der Kleine vor mir auch nichts kennengelernt. Aufgewachsen ist er in einem Keller, Pferdeboxenaehnlich aufgebaut, nur komplett offen, also Gitterstaebe zum durchsehen. Mehrere verschiedene Hunde nebeneinander und die Mutter mit den Welpen eben in dieser einen Box. Im Prinzip hat er da aber nicht viel mitgemacht in dem Sinne, sie waren halt untereinander und haben gespielt und getobt, nur wenig Menschenkontakt und auch sonst keine Umwelteinfluesse.

Ich denke, dass er definitiv sehr dominant ist - was man auch schon in der Hundeschule feststellen konnte, er hat sogar die "Großen" (Berner Sennhund von ca. der fuenffachen Groeße) schon unterbuttert und stand dann zaehnefletschend ueber ihm. Auch sonst ist von Angst oder dergleichen keine Spur, von daher denke ich nicht dass es mit Liebe etc. getan ist - nichtsdestotrotz bekommt er die natuerlich auch reichlich ;)
 
CaroBerlin

CaroBerlin

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ich denke aber doch das das mit der schlechten haltung zu tun hat...der hat einfach nicht genug sozial verhalten kennen gelernt weil zu kurze zeit mit mutter(die ja laut geschichte auch noch doll geschwächt war und sich wohl weniger um die erzihung als mehr ums überleben gekümmert hat).und ich denke des wegen ist er halt ziemlich dominant.also bestes mittel guter hundetrainer und unterordnung üben und gaaaaanz viel zeit mit anderen hunden,auch größeren die den kleinen mal in gewissen grentzen reinweisen...


und ich sagte ja auch nicht das es mit liebe getan ist ; ) Guter hundetrainer viel gedult und liebe :) das war meine aussage
 
deutzia

deutzia

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Hallo,

Grundaggro denke ich nicht. Hundi hat die Beißhemmung einfach noch nicht gelernt! Ein Bekannter hat immer dann, wenn sein Hund ihn beißen wollte, ohne Kommentar die Hand oder Arm so weit ins Hundemäulchen geschoben, daß es dem Hund letztlich selber weh tat. Der hat dann irgendwann gemerkt, wenn er beißen wollte, tut ihm das selber weh!
Ich weiß jetzt nicht ob dies pädagogisch wertvoll ist und ob ich jetzt zerissen werde, aber in letzter Instanz hat es ja was gebracht. Ich mußte sowas zum Glück nie selber ausprobieren, weil unsere Zicke sensibler ist. Ein lautes Aua und anschließender Spielabbruch haben gereicht! Aber ich bin trotzdem der Meinung wenn man schon erkennt, daß es ein dominanter Hund ist, kommt man nur mit dem Kuschelkurs und viel Liebe auch nicht wirklich weiter! In der Tierwelt wird auch nicht nur gekuschelt!

LG
 
M

Mooona

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Ich denke auch nicht das er jetzt "grundaggresiv" ist...
Bestimmt kennt er seine beißhemmung noch nicht und auch
hat er kein Respekt vor anderen Lebewesen (Mensch,Tier...) gelernt.
So wie du beschreibst einfach total isoliert, wundert es mich eig. nicht...

Das mit dem Aua etc. würde ich lassen kann auch sein das er das falsch versteht bzw.
als Angriff sieht (Er kannte solche Situationen nicht)
falls er sich fest beißt würde ich mit der anderen Hand in den Mund und wie oben waagerecht rein schieben nicht zu sehr reindrücken,
und falls dir das nicht angenehm ist nimm einen Kochlöffel aus Holz...

Auch wenn Ihr schon vorher sieht das er schnappen will nicht zu ihm gehen und ignorieren, gerade wenn Ihr rein läuft und er nicht möchte
einfach reinlaufen und ihn "mit ziehen" und bei jedem mal wenn er zu schnappen möchte nimmst du dir einen Dummy und streckst es Ihm zu...
 
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