Richtig angaloppieren!?

Diskutiere Richtig angaloppieren!? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hey, ich habe so meine schwierigkeiten mit dem angaloppieren...und zwar ich sitze im Trab aus, nehme die Zügel auf, dann kommt das äußere Bein...
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Gold

Gold

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Hey,

ich habe so meine schwierigkeiten mit dem angaloppieren...und zwar ich sitze im Trab aus, nehme die Zügel auf, dann kommt das äußere Bein ein stück zurück (macht aber nichts)
und das innere Bein drückt mann ja gegen das Pferd. Aber bei mir macht das Pferd einfach nichts, es trabt einfach weiter manchmal bleibt es sogar stehen :? Ich bin echt am verzweifeln das war jetzt bei allen 3 Pferden die ich reite...ich hab einfach keine ahnung mehr meine Reitlehrerin sagt das es alles eine frage der übung ist.

Naja, habt ihr vielleicht irgendwelche tipps die ich mal probieren könnte ?
Und es ist bei mir wirklich nur das angaloppieren, richtig traben usw..das kriege ich ja hin.

lg.marie
 
26.04.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
katkatkitekat

katkatkitekat

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Hi,
darf ich fragen wie lange du schon reitest?
Vielleicht tust du dir noch schwer, weil du erst seit kurzem reitest?!
Wie wäre es, wenn du mal eine Longestunde nimmst und da dann probierst alleine anzugaloppieren. Da kannst du dich dann speziell auf deinen Sitz und deine Hilfen konzentrieren und musst nicht zusatzlich noch das Pferd "steuern".
Gibst du auch immer Paraden damit das Pferd aufmerksam wird vor dem angaloppieren? Drückst du fest genug mit dem inneren Bein?
Rede mal mit deiner RL und frag ob ihr euch mal geziehlt auf das angaloppieren konzentrieren könnt. Reite vielleicht mal ein Pferd, wo du weißt das es brav ist und schnell angaloppiert. Dann gewinnst du etwas Selbstvertrauen wenn es bei diesem Pferd klappt und dann wird es auch bei anderen Pferden funktionieren!

Lg Kathi
 
-Denii-

-Denii-

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Eine Longenstunde ist sicherlich eine gute Idee, dann kannst du an den Hilfen zum Angaloppieren arbeiten, ohne dich auf etwas anderes zu konzentrieren!
Werden die Pferde erst schneller wenn du die Hilfen gibst oder direkt langsamer?
Vielleicht hast du ja innerlich ein wenig Angst zu galoppieren und gibst die Hilfen nicht stark genug oder du sitzt zu steif etc. ?
So ist das schwer zu sagen, aber du solltest auf jede Fall noch mal deine RL ansprechen ;)
 
Gina95

Gina95

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Ich hab das so gelrnt das das innere Bein gegen Hält und und das äußere etwas drückt. Vllt musst du mit dem äußeren etwas drücken.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Das Äußere Bein macht überhaupt nichts. Es geht eine Handbreite zurück, das ist alles. Die richtige Arbeit leistet das innere Bein und der äußere Zügel. Theoretisch könnten du den inneren Zügel durchhängen lassen und das äußere Bein wegstrecken (Theoretisch!).
Da wir dich leider beim Reiten alle nicht sehen, ist eine Problemlösung so natürlich schwierig. Ich würde mich dem Rat an die Longe zu gehen um den Galopp nocheinmal zu üben, anschließen.
Es klingt eher so als wärst du noch Anfänger von daher denke ich, dass die üblichen Fehler wohl das Problem sind: Du machst zu viel Druck auf den Zügel und treibst zu wenig nach, vielleicht fällst du auch nach vorne und verkrampfst dich, kannst so also nicht mehr in der Bewegung mitschwingen, Folge: Pony bleibt stehen.
 
T

Tiierliiebhaberiin

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Ich schließe mich außerdem meinen Vorgängern an .
Das äußere Bein geht ca. eine Handbreite zurück und macht dann "garnichts" das innere Bein treibt . Du musst entspannt sein , probiers mal dass du am äußeren Zügel
Anlehnung hast und den inneren locker lässt , aber all das haben meine Vorgänger ja shcon gesagt ;)
 
Cerridwen

Cerridwen

Moderator
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Hi,

Ich habe meinerzeit noch gelernt, dass das Kreuz treibend hinzu wirken sowie das Gewicht nach innen muss. Ich hatte mal ein Pferd, da musste man sich nur nach innen setzen, da sprang es in Galopp. Nicht so ganz richtig, aber das Gewicht ist wichtig, und das Kreuz treibt.
 
M

Minou123

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Ich habe mir zwar die schlechte Angewohnheit angewöhnt dass ich lieber aus dem schritt angalloppiere, aber ist ja egal

Ich hatte auch mal probleme mit angalloppieren.
Ich habe das Pferd mit einer außenparade immer vorbereitet, das äußere bein zurückgelegt und ziemlich zeitgleich mit dem inneren schenkel antreiben und zügel das galloppsprung vorlassen.
ich weiß das ist immer einfach gesagt, du musst versuchen entspannt zu bleiben und drafst dich nicht verkrampfen. wenn man es kann funktuniert es eh automatisch.
aber mach nicht den fehler dich jetzt auf becken oder irgendwas zu konzentrieren, wenn das äußere bein zurückliegt, liegt dein gewicht automatisch mehr nach innen.
ich habe es mir, oder eher das pferd hat mir gezigt, wie man galloppiert, das war eine Rb, ein Kaltblut und der ist wirklich nur angalloppiert wenn man alles richtig macht und ich habe so lange probiert bis es irgendwann klappte und jetzt habe ich keine probleme mehr.
 
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Machtnix

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Alles eine Sache des Timings und des Zusammenspiels der Hilfen.
Du kannst auf jedem beliebigen Pferd drücken und treiben wie du willst, es wird nicht galoppieren, wenn der Rest nicht stimmt.
Je besser ein Pferd geritten ist, je mehr achtet es auf ein stimmiges Zusammelspiel der Hilfen.
Hier mal einige der häufigsten Fehler:
- Sitzfehler, so dass das Pferd nicht anspringt. Das Pferd interpretiert deinen Sitz für Trab und ignoriert deine Schenkelhilfe, da diese für das Pferd zu konfus ist.
- Schenkelfehler. Zu viel äußerer Schenkel (wird vom Pferd oft fehlinterpretiert) und zu lange drückender innerer Schenkel. Der innere Schenkel soll quasi einen kurzen punktuellen Impuls geben und nicht dauerhaft angepresst werden.
Der nächste häufige Schenkelfehler ist, dass der Reiter die Galopphilfe in der falschen Phase beginnt, das Pferd kann in dem Moment nicht anspringen und ignoriert die Hilfe, da in der richtigen Phase kein zusätzlicher Druck gegeben wird (häufig bei hoch ausgebildeten Pferden)
- Geschwindigkeit. Rennt das Pferd im Trab erstmal los, ist es oft für das Pferd schwer in den Galopp zu kommen. Gerade Pferde, die im schnellen Renntrab mit dem Gleichgewicht (oder dem Gleichgewicht des Reiters) kämpfen, können dann eifach nicht mehr angaloppieren.
- Kopfproblem. Wenn du schon im Kopf nicht wirklich galoppieren willst, klappt es auch nicht, da dein Körper unbewusst dieses signalisiert. Das Gleiche ist übrigens der Fall, wenn du dem Pferd gedanklich schon unterstellst nicht zu galoppieren.
- Angst, fehlendes Gleichgewicht. Pferde ohne Ausbildung trauen sich oft nicht zu galoppieren, da sie Gleichgewichtsprobleme haben. Je schneller sie rennen und je unruhiger der Reiter dann sitzt, je schlimmer ist das Problem. Falls die Reitbahn dazu noch sehr klein sein sollte, ist die Chance für Galopp verschwindend gering. In einem solchen Fall muss das Pferd unbedingt ohne Reitergewicht erstmal an der Longe viel galoppieren. Erst wenn das Pferd an der Longe ohne großartige Probleme (z.B. nach außen drücken) galoppiert und dabei locker wird, kann man ohne Probleme den Galopp auch reiten.
- Falsche Zügelhilfe. Viele Reiter treiben zwar richtig, der Zügel ist aber zu stramm, zu locker (springt und hat dadurch eine harte Wirkung im Maul) oder der innere Zügel ist zu stark angenommen (verhindert das freie nach vor Schwingen des inneren Hinterbeins). Genauso muss es häufig nur ein paar Mal passiert sein, dass das Pferd beim Angaloppieren in den Zügel gesprungen ist und es wird den Galopp vermeiden.

Wie galoppiert das Pferd bei anderen Reitern an?
Wie galoppiert das Pferd an der Longe?
Hast du schon versucht im Entlastungssitz anzugaloppieren?
Hast du schon versucht die Zügel einfach mal wegzulassen und das Pferd frei galoppieren zu lassen, bevor du dich in den Sattel setzt, im Takt treibst und die Zügel langsam wieder aufnimmst?
 
Lilly_79

Lilly_79

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Nur am Rand: der Mensch kann, rein von der Anatomie her, nicht mit dem Kreuz treiben oder das Kreuz anspannen.
Was wir anspannen können, sind diverse Muskeln im Rücken, Po, Beinen.
 
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Animalfriend

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Hi, manche Pferde reagieren auch sehr drauf, wenn du mit ihnen sprichst. Gallopp, Hopp, Los,... können da helfen.
Viel Glück
 
Cosy

Cosy

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oder schnalzen.

@ Lilly79 : nennt man aber in der Reitersprache so^^ auch wenn es anatomisch nicht möglich ist.... aber im allgemeinen heißt es ja immer : Kreuz,beine,zügel. in dieser reihenfolge^^

@TE: Wie lange reitest du denn schon? Wenn du länger reitest, spielt sich das automatisch ein. Und mach Longenstunden, ist wirklich sehr hilfreich, auch für 'profis'

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@ Machtnix Diese Antwort finde ich perfekt :]
Stimmt genau so. Das meiste liegt auch im Kopf. Man muss richtig denken: "Ja!! Galoppier, LOS!" also den Wille aufbringen. Dann kommt die Hilfe intensiv, und meist dann automatisch richtig. Wenn man aber einfach angaloppiert ohne zu "denken", kommt das ganz für das Pferd nicht so "überzeugend" rüber, denn das Pferd merkt ja auch, wenn der Reiter das unbedingt will.
Am besten übst du das an der Longe. Da musst du das Pferd ja nicht lenken, sondern konzentrier dich auf deinen Kopf und bring den Willen dazu auf, zu galoppieren. Das gleiche kommt dann später, wenn du länger reitest, wenn du springen willst. Da musst auch den Willen haben, zusammen mit dem Pferd unter deinem Hintern übers Hindernis zu kommen, sonst "verhungert" dein Pferd überm Sprung oder verweigert.
Denk an eine Hochzeit : "Ja! Ich WILL!" hat meine Reitlehrerin immer zu mir gesagt als etwas nicht geklappt hat :D
 
M

Machtnix

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Cosy, das mit der Hochzeit find ich klasse :D.
Ich sag meinen Leuten immer, sie sollen so reiten, als würden sie laufen. Die Reiterhüfte muss genauso sein wie die Pferdehüfte und die Reiterschulter wie die Pferdeschulter.
Lässt der Reiter die Schultern hängen, darf das Pferd das auch. Schaut der Reiter irgendwo in die Welt und ist auf alles Mögliche konzentriert, darf das Pferd das auch.....
Ein gut organisierter Reiter ist meiner Meinung nach, das Wohl des Pferdes.

Wenn ich als 'Läufer' galoppieren will, setze ich den inneren Fuss vor und drücke mich mit dem inneren Bein mit Kraft ab und hole mein Gleichgewicht übers innere Bein und nehme das äußere bein zur Stütze (was eben hinten steht). Also als Reiter äußeres Bein zurück (um das Pferd auch ohne Bande gerade zu halten) und dann den Impuls zum Galopp geben, wenn das innere Hinterbein des Pferdes gerade vorschwingen will (zu Beginn der Abfußphase).
Ein Reiter, der sich rein köperlich in das Pferd denken kann, hat es immer leichter - das ist keine Zauberei und man muss kein toller Profi dafür sein. Es spielt sich alles im Kopf ab.
Je mehr Empathiefähigkeit ein Mensch hat, je besser reitet er. Egal ob der Reiter, dick, dünn, schwach, stark, grobmotorisch oder ängstlich ist.
Einerseits soll man so reiten, wie man selber laufen würde, andererseits muss man reiten wie ein Kutscher - immer 2m vorausdenken, denn auch ein Pferd braucht seine Reaktionszeit.
Nicht umsonst herrscht beim Springreiten die Regel 'erst muss dein Herz über den Sprung, dann kommst du mit deinem Pferd nach'.

Wenn du galoppieren willst, dann will es und denke nicht daran, was alles schief gehen kann. Setze dich mit allen Mitteln durch und verfolge dein Ziel. Wenn du dich einmal wirklich entschieden hast, jetzt zu galoppieren, dann setzte das auch durch.
Mein erster RL sagte mal:
Bei Kindern: 'Setz dich auf dem Pferd durch, wie du es zu Hause nicht darfst'
Bei Männern: 'Setzen Sie sich auf dem Pferd durch, wie sie es zu Hause gern wollen'
Bei Frauen: 'Setzen Sie sich auf dem Pferd genauso durch, wie zu Hause':mrgreen:
 
Cosy

Cosy

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@Machtnix : stimmt genau so :D
 
Flöckchen09

Flöckchen09

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also ich liebe es zu galoppieren man fühlt sich so leicht.....
also ich mache es so erstmal zirkel reiten pferd immer schön stellen und biegen und schon im trab musst du das pferd aufmerksam auf deine Hilfen machen ansonsten wird das im galopp nix..... also beispiel von schritt in trab tritte verlänger abfangen trotzdem weiter traben und halten wenn deine pferde darauf schon nicht hören....
also jetzt zum galopp der trab vorher muss schon fleißig sein schlurft es rum und es sieht so aus als ob es gleich einschläft kannst du lange auf deinen Galopp warten ..
zirkel kopf etwas nach innen stellen äußeres bein zurück innere´s bein treib immer schön nach außen reagieren deine Pferde nicht schenkel mal richtig zusammen pressen und im galopp äußeres bein auch hinten lassen ansonsten ein leichtes antippen mit der gerte ABER nicht drauf klatschen (also richtig drau hauen; as pferd bockt sofort los!!)
ich hoffe dir irgendwie geholfen zu haben ansonsten frag einfach
 
Peppy11

Peppy11

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Ich mag auch gern den Galopp, bei mir ists so, mal klappt es prima und mal nicht so, ich denke auch, dass es mit dem Kopf zu tun hat, finde die Erklärungen ziemlich gut. Ich glaub, es hängt auch viel mit der Tagesform zusammen.
 
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Machtnix

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also ich liebe es zu galoppieren man fühlt sich so leicht.....
Ups, so habe ich das noch nie gesehen. Vielleicht weil ich meine Pferde zu 70% im Galopp reite (Schritt am Anfang und Ende ausgenommen). Galopp ist eine ganz normale Trainingsgangart in der man alles reiten kann.

also ich mache es so erstmal zirkel reiten pferd immer schön stellen und biegen und schon im trab musst du das pferd aufmerksam auf deine Hilfen machen ansonsten wird das im galopp nix..... also beispiel von schritt in trab tritte verlänger abfangen trotzdem weiter traben und halten wenn deine pferde darauf schon nicht hören....also jetzt zum galopp der trab vorher muss schon fleißig sein schlurft es rum und es sieht so aus als ob es gleich einschläft kannst du lange auf deinen Galopp warten ..
Ob gebogen oder nicht, ein Pferd sollte immer beim Reiter sein. Es muss absolut möglich sein sein Pferd nach betreten des Reitplatzes sofort anzugaloppieren. Ich mache das auch ab und zu wenn ich vor der Arbeit eine kurze Runde (ca. 30 Min) im Schritt raus gehe. Draußen geht das Pferd entspannt am hingegebenen Zügel ohne von mir belästigt zu werden. Wir gehen fleißig und haben 2 kleine Kletterstrecken. Danach gehts auf den Reitplatz. Je nach Trainingseinheit kann es sein, dass ich dann auf den Trab verzichte und das Pferd im Galopp weiterlöse.
Ich will damit sagen, dass es für das Pferd egal ist, welche Gangart ich meine. Es muss egal sein ob ich Trab oder Galopp meine, wenn ich mein Pferd auffordere eine bestimmte Gangart zu laufen, hat es das ohne Widersetzlichkeit auch zu tun.

zirkel kopf etwas nach innen stellen äußeres bein zurück innere´s bein treib immer schön nach außen reagieren deine Pferde nicht schenkel mal richtig zusammen pressen und im galopp äußeres bein auch hinten lassen ansonsten ein leichtes antippen mit der gerte ABER nicht drauf klatschen (also richtig drau hauen; as pferd bockt sofort los!!)
ich hoffe dir irgendwie geholfen zu haben ansonsten frag einfach
Warum soll das Pferd nach innen gestellt sein. Ich kann doch überall angaloppieren. Auf dem Zirkel fällt es einem Pferd doch noch schwerer. Wenn ich ein unsicheres Pferd angaloppieren soll, wähle ich lieber eine lange, gerade Linie.
Freilaufende, ungerittene Jungpferde nehmen den Kopf beispielsweise im Galopp auf einer gebogenen Linie (frei Laufenlassen im Longierzirkel) nach außen um ihr Gleichgewicht zu halten.
Ich klatsche meine Pferde auch nicht zum Angaloppieren. Unsicheren Pferden hilft es schon mal mit einer langen Gerte das innere Hinterbein zu touchieren, damit sie sich sortiert bekommen. Im Normalfall verzichte ich jedoch völlig auf eine Gerte. Gerade Pferde, die eigentlich galoppieren können touchiere oder klatsche ich nie.
Auch lasse ich Pferde, die nicht mehr jung sind und galoppieren können, nicht in den Galopp hineinlaufen. Es fällt ihnen normalerweise noch schwerer, da sie ihre Beine im langsamen Trab oder Schritt schon sortiert bekommen (bei Youngstern ergibt sich der erste Galopp meist durch Zufall von selber und man muss diesen dann nur annehmen und das Pferd in seinem Tun unterstützten - pos. Verstärkung).
Auch verzichte ich vollkommen auf Verstärkung der Hilfen (es sei denn, es ist ein Youngster) oder auf längeres Abwarten einer Reaktion meines Pferdes.

Bei einem Pferd, das normal galoppieren kann, bereite ich den Galopp immer gleich vor. Je nach Reitweise kann das ein Annehmen der Zügel und hineinschieben der Kruppe sein oder eine Parade und Gewichtshilfe sein. Ich bereite den Galopp immer gleich vor, damit das Pferd nicht überfallen wird. Das Pferd soll immer ruhig vorbereitet werden, damit es entspannt in den ersten Galoppsprung kommt und nicht losschießt oder den -zuvor so liebevoll gelösten- Rücken fest macht (wie beim Verwenden der Gerte).
Dann gebe ich die Galopphilfe und warte ab. Folgt das Pferd nach 3-5 Trabtritten meinem Wunsch nicht, wende ich sofort ab auf einen kleinen Kreis und treibe wie der Teufel. Ich sitz dem Pferd richtig im Nacken und verlange einen absolut angehobenen Rücken. Der kleine Kreis verhindert das Hochreißen des Kopfes und das Angaloppieren. Das Pferd darf nicht galoppieren, wird aber im Trab hart gearbeitet.
Dann gehe ich wieder auf die Gerade und äußere meinen Wunsch nach Galopp erneut.
Das System ist einfach - ein Pferd DARF galoppieren. Ich mache ihm jede andere Variante (z.B. traben, bocken, klemmen, stehen bleiben...) sehr unangenehm und arbeitsreicher.
Das gleiche System wende ich an, wenn das Pferd aus dem Galopp einfach ausfällt. Ich bremse es und reite sofort in den kleinen Kreis.

Dieses System ist nur für Pferde geeignet, die den Galopp aus Faulheit scheuen und zäh sind. Bei diesem System darf man zum Angaloppieren den Zügel erstmal nicht aufnehmen, sondern man gibt die Hand vor. Oft haben Pferde Angst vor einem Rück am Zügel beim Anspringen in den Galopp. Wenn das Pferd das Angaloppieren beherrscht und meinem Wunsch sofort folge leistet, arbeite ich am ersten Galoppsprung. Die Konditionierung des kleinen Kreises hilft auch hierbei, denn das Pferd geht ja entspannt in den Galopp - niemals überfallen, immer im Hinterkopf haben, dass das Pferd galoppieren darf, nicht muss. Galopp ist eine Anfrage von mir.

Ich mag auch gern den Galopp, bei mir ists so, mal klappt es prima und mal nicht so, ich denke auch, dass es mit dem Kopf zu tun hat, finde die Erklärungen ziemlich gut. Ich glaub, es hängt auch viel mit der Tagesform zusammen.
Ehrlich gesagt, ist mir die Tagesform bei den 3 GGA völlig egal. Auch in schlechter Tagesform muss ein Pferd zu Mindest alle 3 GGA laufen. Wie gut die Gangart dann ist und wie viel man im Galopp arbeitet varriiert dann natürlich.
Da ich im Galopp ganz normal löse und diese Gangart für meine Pferde nichts Besonderes ist, habe ich natürlich auch keine Probleme, im Galopp wird ganz normal die Lösungsphase und Arbeitsphase geritten.
tagesformabhängig ist nur die Arbeitsphase, das Standardprogramm (Lösen) ist tagesformunabhängig.
 
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