Wie entstehen Probleme?

Diskutiere Wie entstehen Probleme? im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich wollte euch mal etwas fragen, über das ich mir in letzter Zeit so meine Gedanken mache. Mein Hund ist ja noch heranwachsend...
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*Mischling*

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Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch mal etwas fragen, über das ich mir in letzter Zeit so meine Gedanken mache. Mein Hund ist ja noch heranwachsend und klar, man versucht, alles richtig zu machen, wird das aber natürlich niemals schaffen. Trotzdem will ich ja, dass seine Entwicklung so gut wie möglich verläuft.

Wenn ich aber hier so lese oder von anderen Geschichten höre, wie manche Hunde sich verhalten, obwohl keine auf
Anhieb erkennbaren oder gravierenden Fehler in der Entwicklung gemacht wurden, gibt mir das zu denken. Mir geht es um solche Dinge wie das plötzliche Schnappen (ja, den Fall gibts hier aber das soll betreffenden User nicht angreifen), Knurren wenn man ans Futter geht usw. Wie entsteht so etwas? Damit kommt ein Welpe ja nicht auf die Welt.

Meine These ist ja, dass ein Großteil des Verhaltens angeboren bzw. in den ersten Lebenswochen von der Mutter erlernt ist. Aber wieso stellen sich dann solche Verhaltensweisen überhaupt ein? Alleine auf die Pubertät kann man es nicht schieben, bei manchen fängt so etwas ja auch viel später an. Ich kenne z.B. viele Hunde, denen man nicht zu nahe kommen darf, wenn sie fressen, egal ob aus ihrem Napf oder einen Knochen. Aber das kommt ja nicht plötzlich? Der Hund muss als Welpe ja gewohnt sein, dass ich vielleicht mal an ihn herangehe, wenn er frisst. Oder gehe ich da nur von mir aus? Klar, meist beginnt es als Kleinigkeit und man bemerkt es kaum, aber wie kann knurren beim Fressen als Kleinigkeit beginnen?

Wäre nett, wenn mir vielleicht jemand seine Meinung dazu sagen könnte, denn langsam gibt mir das echt zu denken, was denn dann aus meinem vielleicht mal wird?!

LG
 
25.05.2011
#1
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Kasary

Kasary

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Huhu Mischling,

ich lese gerade das Buch "das andere Ende der Leine" und da schreibt die Autorin relativ zu Anfang, dass Hunde und Menschen sehr viele Gemeinsamkeiten, aber eben auch Unterschiede haben. Der Hund spricht seine Sprache, eben die Sprache eines Caniden und wir Menschen die Sprache des "Primaten".
Jetz sind wir Menschen so priveligiert, dass wir eine Sprache unseres besten Freundes durch lesen, beobachten, trainieren, usw. relativ gut nachahmen und erlernen können. Wir können versuchen auf "hundisch" mit unserem Vierbeiner zu kommunizieren und das gegenseitige Verständnis füreinander zu verbessern.
Aber ganz egal wie sehr wir uns auch bemühen, wir werden niemals fehlerfrei miteinander sprechen können. Wir sind eben doch nicht die gleiche Art...
Und aus diesen Missverständnissen können dann ernsthafte Probleme werden. Diese Erklärung finde ich zumindest sehr einleuchtend.

Liebe Grüße
 
*Mischling*

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Das ist ein guter Ansatzpunkt :eusa_think: Das Problem ist also nicht, dass es plötzlich Probleme gibt, sondern man die Anzeichen einfach nicht rechtzeitig erkennen kann. Aber was tue ich dagegen? Ich beobachte meinen Hund schon sehr aufmerksam und ich glaube auch, wir verstehen die Sprache des anderen ganz gut, nur was ist, wenn ich etwas übersehe? Etwas, bei dem es zu spät ist, wenn es offensichtlich ist?
 
Pewee

Pewee

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Ich denke, so eine perfekte Kommunikation wird es nicht geben. Wir können teilweise nicht mal unsere "eigene Art" fehlerfrei deuten ;) In dem Buch, was Kasary gerade erwähnt hat, wird u.a. auch geschrieben, dass ein Hund schon das kleinste Zucken einer Augenbraue wahrnehmen kann und damit auch deutet. Das ist auch oft der Grund, wieso manche Leute denken, dass die Probleme plötzlich kommen. Wir kriegen unsere eigene Mimik gar nicht mit. Früher, als es nur Jerry und mich gab, lief ein Hund an uns vorbei vor dem ich größere Angst hatte. Jerry schaut mich immer an, wenn ein anderer Hund kommt und hatte entsprechend vor diesem Hund auch Angst. Er hat es einfach aus meinem Gesicht abgelesen, sei es das leichte Zucken meiner Augenbrauen oder ein besonders starrer Blick meinerseits, den ich gar nicht mitbekommen habe (die Autorin gab auch den Tip, mal in den Spiegel zu gucken und verschiedene kleine Gestiken auszuprobieren. Ihr werdet überrascht sein, wieviel sich am Gesicht ändert durch so kleine Gesten, die nimmt der Hund ALLE wahr). Mal ehrlich, wie oft beobachten wir unseren Hund so stark, dass wir jedes Detail mitbekommen? Vor 1-2 Jahren ist mir bei Jerry das erste Mal aufgefallen, dass sich seine Nase in kleinen zuckartigen Bewegungen äußert, weil er ständig und überall gerne die Gerüche aufnimmt. Sowas fällt mir auf, wenn ich genau darauf achte, einfach weil wir Menschen auf das Gesamtbild achten. Ein Hund achtet am meisten auf Mimik und Gestik und ihm entgeht nichts ;)

Manche Dinge schiebe ich auch einfach auf den individuellen Charakter. Nicht jeder Hund muss es gut finden, wenn man ihn streichelt oder zu ihm kommt, wenn er gerade frisst. Klar, ist schnappen ein absolutes No-go und dann ist viel zu lange, viel zu viel schief gelaufen. Aber ich gehe grundsätzlich nicht zu meinen Hunden, wenn sie fressen. Ich warte am Tisch und halte "Wache", dass Jerry nicht das noch zusätzlich frisst, was Hanna übrig lässt. Mehr mache ich in dem Moment gar nicht. Wenn ein Hund erst im 5. Lebensjahr mal äußert, dass er das nicht gut findet, kann es auch einfach dadran liegen, dass er es nie gut fand, aber der Halter an diesen einem Tag einfach zu oft am Napf vorbei ist und das den Hund schon auf die Palme gebracht hat. Was meinste, was ich aufdrehen würde, wenn man mir einfach meinen Teller mit leckerem Essen wegnimmt ;) Finde das durchaus erstmal "normal" wenn der Hund dort seinen Unmut äußert, er sollte zumindest eine Alternative bekommen. Dieses demonstrative Äußern des "Ich bin hier der Chef" muss doch nicht ständig sein. Meine Hunde akzeptieren mich auch, obwohl ich ihnen nie den Napf wegnehme :)

Aber ich denke dennoch nicht, dass Probleme plötzlich kommen (möchte damit aber auch niemandem zu Nahe treten, die hündische Kommunikation ist eben auch echt schwierig). Alle Macken, die meine Hunde jemals hatten, waren entweder absehbar oder lagen "in ihrer Natur" und ich war doof und habe nich rechtzeitig umgelenkt.

Vor welchem "etwas" hast du denn Bauchgrummeln? Wenn du deinen Hund wirklich gut beobachtest (was ich bei dir durchaus annehme) wird der Hund sicherlich keine schlimmeren Macken bekommen. Wenn da doch etwas ist, was dir gar nicht passt und du keine Ahnung hast, würde ich die Situationen analysieren in denen er das macht. Dann würde ich überlegen, wie ich mein Verhalten ändern kann, damit er aufhört.
 
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Labbimama

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Mach Dich nicht zu sehr verrückt, zu spät ist es so gut wie nie. ;-)
Vielleicht versuchst Du es mal mit einer guten Hundeschule, da kann man besonders als Mensch sehr viel lernen.
Ich hab mit Eddy auch zwei Junghundekurse gemacht und es hat mir und ihm wirklich geholfen. Beim ersten Hund ist es wirklich anzuraten.
Wie es zum knurren beim Fressen kommen kann weiß ich leider auch nicht, Eddy kann ich alles aus der Schnauze ziehen. :)
Bei Hunden mit nicht nachvollziehbarer Vergangenheit erkläre ich es mir so, dass sie doch schon mal um ihr Futter kämpfen mussten und deshalb, solange ihre Postition im Rudel nicht geklärt ist, mit drohen reagieren.
Wie man einen Welpen dazu bringen kann - keine Ahnung... vielleicht ist er wirklich mal beim Fressen gestört worden z.B. durch streichlen (ach wie fein das Baby frisst ;-)) und er hat darauf hin geknurrt und wurde durch das Streicheln bestätigt, könnte sein - ist aber nur ne Theorie.
LG
 
Kasary

Kasary

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Ich glaube auf diese Frage lässt sich keine wirklich eindeutige Antwort finden. Immerhin sind "Probleme" eigentlich immerzu relativ!
Für den Menschen ist es z.B ein "Problem" wenn der Hund jagd. Für den Hund ist das normal- es gehört zu seinem ursprünglichen Verhaltensrepertoir und rührt letztlich in normalem Überlebensinstinkt. Über das Jagen würde er sich in freier Natur ernähren- er jagd also nicht aus willkür oder weil er sich den Kaninchenpelz gerne an den Baum hängen möchte.

Zum Problem wird dieses Verhalten also nur dadurch, dass unsere Haushunde eigentlich nicht jagen müssen. Sie werden Zuhause alle gefüttert und jagen in den meisten Fällen, weil es Spaß oder Befriedigung verschafft. Das sowas natürlich in unserer tierschutzversierten Gesellschaft nicht gern gesehen wird und natürlich auch Konsequenzen für das hier lebende Wild hat, ist logisch.

Trotzdem kann man streng genommen eigentlich nicht von einem Problem sprechen. Hunde verhalten sich ihrer Art entsprechend. Hunde manipulieren nicht und sind nicht hinterhältig, sie tun auch sicherlich nichts um den Besitzer zu ärgern oder bloß zu stellen. Aber sie lassen ihrem Instink meist freien Lauf und das wiederum stellt für uns Zweibeiner ein Problem dar.

Ähnlich sieht es mit beissenden oder keifenden Hunden aus. Kein Hund beisst oder attackiert grundlos und aus heiterem Himmel, wenn er nie gelernt hat, dass er dieses Verhalten anwenden kann. Ein Wolf z.B ist ein extrem friedliches Tier, der einer Rauferei im Normalfall aus dem Weg gehen wird. Wenn es nicht sein muss, d.h sein Rudel oder eine Beute in Gefahr ist, dann greift er nicht an. Überträgt der Hund dieses Verhalten z.B auf Haus und Hof und beschützt das Anwesen vor "Einbrechern", dann stellt das für uns ein Problem dar.
Letztlich tut der Hund aber auch nur das, was ihm seine Natur vorgibt.
Das wir Menschen nun eine andere Natur haben und es für uns eben normal ist, das fremde Menschen einfach so in unser Grundstück laufen und uns umarmen weiß der Hund nicht, bzw. es dauert, bis er es erlernt hat. Manche Hunde lernen es auch nie und wir erklären hier wieder ein "Problem".

Das eigentliche Problem ist dann also, dass hier zwei grundlegend verschiedene Arten, mit grundlegend verschiedenen Kommunikationsformen auf engstem Raum zusammen leben. Und jeder ist nunmal wie er ist. Selbst wenn wir uns noch so viel Mühe geben, unseren Hund zu verstehen, wir bleiben Mensch. Wir haben eben doch nur 2 Beine und unser Verhalten ist von Natur aus ein anderes, wie das des Hundes...
 
Braunini

Braunini

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Ich kann Kasary nur vollkommen zustimmen, toll geschrieben.
Wenn man seinen Hund versteht und ihn und seine Gesten "lesen" kann, denk ich , dass man keinerlei große Probleme bekommt. Man sieht ja dann, in welchen Situationen sich der Hund unwohl fühlt und kann dann gezielt gegenlenken und daran arbeiten.
 
*Mischling*

*Mischling*

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Danke für die vielen Antworten!
Erstmal danke an Kasary, besser hätte man es wohl nicht ausdrücken können :clap:

Vor welchem "etwas" hast du denn Bauchgrummeln? Wenn du deinen Hund wirklich gut beobachtest (was ich bei dir durchaus annehme) wird der Hund sicherlich keine schlimmeren Macken bekommen. Wenn da doch etwas ist, was dir gar nicht passt und du keine Ahnung hast, würde ich die Situationen analysieren in denen er das macht. Dann würde ich überlegen, wie ich mein Verhalten ändern kann, damit er aufhört.
Über das "etwas" bin ich mir noch nicht so im Klaren, wenn ich ehrlich bin. Im Moment zeigt er nichts, was mir Sorgen machen müsste... Ok, er ist ein bisschen grob beim Spielen, ist aber kein Thema. Alles andere klappt eigentlich. Er ist gut abrufbar, Sitz macht er schon sehr gut und er lernt auch an sich schnell. Nur ist sein WTP gleich null, dafür sein eigener Wille sehr hoch (kommt wohl vom Hirtenhund oO). Ich denke schon, dass das Probleme geben KANN, gerade in Anbetracht dessen, dass ich meinem Hund nicht in de Kopf schauen kann und er mir nicht.
Ich nehme ihm den Napf übrigens auch nicht weg :mrgreen: Aber meinen Hund stört es nicht, wenn ich an ihm vorbeilaufe, während er frisst. Allerdings meine ich auch nicht, den "Dicken" zu markieren. Ehrlich gesagt glaube ich nicht einmal, für meinen Hund der Chef zu sein, da ich glaube, dass er sehr wohl weiß, dass ich nicht zu seiner Spezies gehöre. Wir leben miteinander, nicht untereinander, ob er mich jetzt dadurch für seine Mama, Geschwister, Freund oder Rudelführer hält ist reine Spekulation, ich kann ihn schlecht fragen ;) Ich bin aber auch immer sehr gut ohne irgendwelche imposanten Gesten oder Demonstrationen klar gekommen. Ich respektiere meinen Hund und dafür respektiert er mich (hoffe ich zumindest ;))

Mach Dich nicht zu sehr verrückt, zu spät ist es so gut wie nie. ;-)
Vielleicht versuchst Du es mal mit einer guten Hundeschule, da kann man besonders als Mensch sehr viel lernen.
Danke für die netten Worte :D
Das mit der Hundeschule ist so ein Thema :? Die im Ort hat sich für mich erledigt (Die Dame für die Junghunde ist mal sowas von hohl, ich habs noch nich gesehen :roll:), die im Nachbarort, in der ich Mitglied bin, werde ich demnächst beim Veterinäramt melden und ich hab auch gesagt, gibts keine neuen Ausbilder, die sich angemessen verhalten, komme ich nicht. Zu den Rettungshunden in der Nähe werde ich aber mal gehen, ich suche ja auch mehr nach einem "weiterführenden" Sport für ihn :D Er ist ja auch nicht meiner erster Hund, ich bin schon mit welchen aufgewachsen, zu Hause und bei Oma (und Katze :D), und hab da schon ein bisschen was gelernt. Mein erster eigener Hund ist ja leider verstorben. Daher habe ich eine sehr genaue Vorstellung davon, was mein Hund können muss oder nicht und wie ich ihn erziehen werde oder nicht. Da brauch ich keinen Trainer, der mir das fünfte Mal sagt "du da ist bald ne Prüfung und zwei Tage später die nächste", der Stress muss nicht sein oder einen der mir erklärt, man lobt den Hund nicht, wenn er etwas macht, dass er eigentlich schon können muss. Ich liege auch schon wegen Kleinigkeiten in die Richtung schnell mit Trainern im Klinsch, also ist das wohl zum Teil auch meine Schuld. (Ich meine Dinge wie "ruck doch mal richtig an der Leine, der muss spüren, wer der Chef ist" :roll:)

Aber dennoch ist man ja immer wieder unsicher. Jeder Hund ist ein Individuum und reagiert/agiert anders. Und wenn ich dann solche Dinge hier lese (klar, im Ratschläge zum Beheben geben bin ich groß -.-) habe ich Angst, die gleiche Situation eines Tages vor mir zu sehen und nicht einmal zu wissen wieso. Ich hoffe, ihr versteht das^^

LG
 
deutzia

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@Pewee (Vorab: Da ich null Ahnung habe, wie man ein Zitat einfügt, mache ich es mal so)

"Wenn ein Hund erst im 5. Lebensjahr mal äußert, dass er das nicht gut findet, kann es auch einfach dadran liegen, dass er es nie gut fand, aber der Halter an diesen einem Tag einfach zu oft am Napf vorbei ist und das den Hund schon auf die Palme gebracht hat. Was meinste, was ich aufdrehen würde, wenn man mir einfach meinen Teller mit leckerem Essen wegnimmt ;) Finde das durchaus erstmal "normal" wenn der Hund dort seinen Unmut äußert, er sollte zumindest eine Alternative bekommen. Dieses demonstrative Äußern des "Ich bin hier der Chef" muss doch nicht ständig sein. Meine Hunde akzeptieren mich auch, obwohl ich ihnen nie den Napf wegnehme"

Diese Äußerung erachte ich als sehr gefährlich! Es geht hierbei doch nicht darum den "Chef raushängen zu lassen" . Schon in einem normalem Rudel ist es so: Kommt ein ranghöheres Tier, muß aus dem Weg gegangen werden. Will dieses an den Napf, muß das rangniedrige Tier zurück treten! Das heißt also klar, ich als "Rudelführer" muß jeder Zeit den Napf wegnehmen können! Es ist schon klar, daß man seinen Hund in Ruhe fressen lassen sollte. Aber wenn die Umstände so sind, daß "daß ich einmal zu oft am Napf vorbei bin" hat der Hund nicht "seinen Unmut" zu äußern! Damit fängt das Dilema nämlich an. Erst ist es eine kleine Unmutäußerung, später eine größere, die sich bis zum Wegbeißen steigern kann!
Ich habe von Anfang an immer mal den Napf mal kurz weggenommen oder den Knochen. Damit lernen die Tiere erstens Unterordnung und zweitens, daß keine Gefahr droht, sie kriegens ja (meistens) wieder. Und wenn mein Hund unterwegs was Freßbares findet, kann ich mir sicher sein, daß er "seinen Unmut nicht äußert", wenn ich es ihm aus der Schnauze nehme!

Trotzdem habe ich bei meinen Kindern, als sie noch klein waren, immer darauf geachtet, daß sie den Hund in Ruhe lassen beim Fressen oder Knabbern!

LG
 
*Mischling*

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Also ich lasse meinen Hund immer in Ruhe beim Fressen :eusa_think: Ich streichel ihn vielleicht mal, wenn er einen Knochen neben mir auf dem Sofa frisst, aber das stört ihn auch nicht. Wirklich "üben" würde ich es nur dann, wenn er mich anknurrt, weil ich ihm beim Fressen zu nahe komme. Aber wie ich schon schrieb: Ich glaube nicht einmal, dass ich für meinen Hund ein Rudel bin. Allerdings glaube ich ähnlich wie Pewee, dass das Verteidigen des Futters nicht das Problem darstellt, sondern dessen Äußerung. Wenn mein Hund mir da nicht vertraut, liegt etwas anderes im Argen, als dass ich ihm als Welpe nicht oft genug den Napf weggenommen habe. Klar, wer füttert ist der König, aber nur weil man nicht seine "Macht" demonstriert, indem man den Napf wegnimmt, knurrt mein Hund doch nicht automatisch, wenn ich mich diesem nähere.... Oder sehe ich das falsch?! Wenn er mir vertraut, sollte das doch kein Problem sein, Übung hin oder her.....
 
deutzia

deutzia

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Ist ja richtig! Solange es keine Probleme gibt und du deinen Hund beim Knochen knabbern streichelst und keine "Unmutsäußerungen" kommen, ist doch alles okay! Aber wenn er anfängt zu knurren ist eben nicht mehr alles okay! Und dann empfinde ich es halt als gefährlich das als "Unmutsäußerung" abzutun!

Und Freßnapf kurz wegnehmen und wieder hinstellen soll "Machtdemonstration" sein, Handfütterung allerdings wird hier zur Bindung und Aufmerksamskeitstraining an Herrchen oder Frauchen empfohlen! Demzufolge sind auch alle Unterordnungsübungen als Machtdemonstration zu sehen! Selbst wenn ich meinen Hund rufe und erwarte daß er kommt übe ich in gewisser Art "Macht" aus! Aber das alles tut dem Hund ja nicht weh und schadet seiner Psyche nicht sondern nutzt dem friedlichen Zusammenleben, also finde ich das okay.

Wie gesagt ich finde die Sache mit der "Unmutsäußerung" nur sehr gefährlich für Leute, die noch keine Hundeerfahrung haben und so das "Wegknurren am Freßnapf" als normal ansehen könnten!
 
L

Labbimama

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"Das mit der Hundeschule ist so ein Thema :? Die im Ort hat sich für mich erledigt (Die Dame für die Junghunde ist mal sowas von hohl, ich habs noch nich gesehen :roll:), die im Nachbarort, in der ich Mitglied bin, werde ich demnächst beim Veterinäramt melden und ich hab auch gesagt, gibts keine neuen Ausbilder, die sich angemessen verhalten, komme ich nicht. "

Kann ich gut nachvollziehen, ich bin mit Eddy jede Woche 40km zur Hundeschule gefahren, weil diese die einzige war mit der ich leben konnte. Ich wollte Eddy ohne Zwang erziehen und es hat, so kann ich jetzt nach fast 7 Jahren sagen, auch funktioniert. Ohne Leine rucken, anschreien, zu Boden drücken oder solche Dinge. Einfach nur durch viel, viel Geduld und positive Bestärkung. Ich würde mir wünschen, dass kein Hund im Rahmen der "Erziehung" Schmerzen erdulden muss! Und der Hundehalter, der seinem Hund sowas antut ist die Liebe des Hundes nicht wert!
Nun aber Schluss, sonst schreib ich mich in Rage!
Schön das es Menschen gibt, die genau so denken! :)
LG
 
deutzia

deutzia

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Ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht vorstellen, daß ein Hund einem noch "Spaß" macht, wenn er vor Angst bei jeder Anweisung den Schwanz einkneift! Ich nenne meine immer spaßhaft "Wackelarsch", weil sie mit soviel Freude beim "Üben" ist! Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß man sich auf seinen Hund letztlich verlassen kann, wenn er nur aus Angst "funktioniert"
 
Hotte2000

Hotte2000

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Hallo.

die Kommunikation mit Hunden gestaltet sich relativ einfach.
Probleme finden sich immer am Ende der Leine.
Das natürlichste Bedürfnis eines Hundes, ist sich zu unterwerfen.
Das ergibt sich aus seinem instinktiven Rudelverhalten.
Bedeutet, er führt oder wird geführt.
Lebt der Hund in menschlicher Gemeinschaft, ist der Mensch der Rudelführer.
Dieser Position wird der Mensch durch konsequentes Erziehen des Hundes gerecht.
Ich kann nicht wirklich verstehen, das dieser einfache Grundsatz von vielen Haltern nicht verstanden wird.
Fazit : Der Hund darf alles machen, was sein Halter toleriert.
Das Hauptproblem liegt in der Tatsache, das viele Halter die Bedürfnisse und die sozialen Verhaltensstrukturen eines Hundes gar nicht kennen.
Hunde sind sehr intelligente Tiere ; sie lernen gerne und beständig.
Es liegt aber immer an der fachlichen Kompetenz des Halters, wenn diese wunderbaren Tiere, Verhaltensstörungen zeigen.
Deshalb gibt es Tierheime und unsinnige Anfragen in Tierforen.

Liebe Grüße Hotte
 
deutzia

deutzia

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"Unsinnige Anfragen" zeigen wenigstens noch Interesse! Somit sind Fragen in den meisten Fällen nicht unsinnig!
 
Hotte2000

Hotte2000

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Hallo deutzia,

unsinnige Anfragen dokumentieren fachliche Inkompetenz.
Die man vorher abklärt.
Bevor man sich ein Tier anschafft.
Erst Fachwissen aneignen, dann Zugriff.
Sollte Usern in einem Tierforum, geläufig sein.

Liebe Grüße Hotte
 
Braunini

Braunini

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Ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht vorstellen, daß ein Hund einem noch "Spaß" macht, wenn er vor Angst bei jeder Anweisung den Schwanz einkneift! Ich nenne meine immer spaßhaft "Wackelarsch", weil sie mit soviel Freude beim "Üben" ist! Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß man sich auf seinen Hund letztlich verlassen kann, wenn er nur aus Angst "funktioniert"

Das seh ich anders. Mein Hund hat mir von Anfang an Spaß gemacht, obwohl sie total Angstaggressiv war und bei jeder Situation den Schwanz einkniff. Und jetzt 2 Jahre später sehe ich das Resultat an meiner Seite, einen Hund der selbstbewusst mit mir an seiner Seite durchs Leben dackelt.
Mir hat es Spaß gemacht mit ihr zu arbeiten und jede kleinste Verbesserung zu sehen. Mittlerweile ar.beite ich nur noch über Blickkontakt und kleinsten Gesten mit ihr
 
Hotte2000

Hotte2000

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Nochmal :

Hunde sind intelligente Tiere.
Sie beissen, hängen in der Leine oder erledigen ihr Geschäft in der Wohnung, weil der Halter keine Ahnung hat.
Die Dummheit oder das fehlende Interesse der Halter führt dazu, das unsere Tierheime voll mit Hunden ist.
Egal, welche Tiere man sich anschafft.
Am Anfang sollte immer das fachlich, kompetente Interesse stehen.
Welches Tier möchte ich halten, welche Bedürfnisse hat es ?
Die häufigen Anfragen in Foren zeigen doch nur, das viele Halter sich erst Tiere anschaffen und dann bemerken, das es Haltungsgrundsätze gibt.

MfG Hotte
 
deutzia

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Okay, okay!

Ist schon klar, daß man sich im Vorfeld, b e v o r man sich ein Tier anschafft, mit der Haltung usw ausgiebig beschäftigt! Mansche Probleme "überollen" einem aber trotz theoeretischer Vorbereitung! Und selbst wenn man den Fehler gemacht hat, sich nicht vorzubereiten, ist es doch immer noch besser hier "dumme" Fragen zu stellen um das Beste draus zu machen als es einfach so laufen zu lassen!

Ich für mein Teil weiß theoretisch z.B. alles über die Läufigkeit von Hündinnen, habe bis jetzt aber nur Rüden gehabt und bin diesbezüglich total verunsichert in der Praxis! Folglich klingen meine Fragen, die vieleicht auch als Nachversicherung meinerseits gedacht sind um alles richtig zu machen für den, der Ahnung hat, einfach nur dämlich!

@Braunini
Hier war von "Schwanz einkneifen" bei Erziehung mit Gewalt gemeint! Und ich hoffe doch nicht, daß du deinen Hund mit Schmerzen und Gewalt erzogen hast!
 
Braunini

Braunini

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@Braunini
Hier war von "Schwanz einkneifen" bei Erziehung mit Gewalt gemeint! Und ich hoffe doch nicht, daß du deinen Hund mit Schmerzen und Gewalt erzogen hast!
Sorry, dann habe ich Dich falsch verstanden. Nein, naturlich hab ich meinen hund nicht mit Gewalt und Schmerzen erzogen.
 
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