Terraristik - vom Anfänger zum Profi?

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Volpi

Volpi

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Hallo ihr Terrarianer,

seit einigen Wochen schwärme ich für Chamäleons, weiß jedoch dass blutige Anfänger die Finger davon lassen sollten.
Ich habe mich schon
ein wenig erkundigt - keine Angst, ich hole mir noch keins, da ich es auch nicht verantworten möchte, falls ich etwas falsch mache und es dem Kleinen dann schlecht geht - würde allerdings gerne wissen, wie man denn vom Anfänger zum Profi wird.
Nur Bücher lesen und Infos sammeln reicht da wahrscheinlich nicht zu 100% aus.

Wie hat denn eure Terraristik z.B. angefangen?

Habt ihr Ideen?

Freue mich!
 
26.05.2011
#1
A

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Guest

Alexandra (Tierärztin) hat einen Ratgeber über Degus geschrieben. Sie erklärt in diesem Ratgeber, was die aufgeweckten Hörnchen brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Padfoot

Padfoot

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Hallo,

Bücher lesen kann zwar helfen, aber das ist längst nicht alles.
Man braucht ein gewisses Verständnis über Terrarienklima und technisches Wissen über Beleuchtung und Terrariumbau.
Du kannst natürlich auch ein Terrarium bauen lassen von Profis und dann nur mehr ab und zu die Lampen austauschen.

Meine ersten Reptilien waren Grüne Leguane, ich hatte aber schon einiges an Vorwissen.
Gelernt habe ich von Schauinsekten-Haltung. Denn ein Insekt (zumindest die sehr empfindlichen Arten - und genau die hatte ich) verzeiht keine Fehler, das fällt einfach tot um. Im Gegensatz zu Reptilien die still und lange leiden.

Ein Chamäleon zu halten ist übrigens genau so wie diese Insekten, denn es braucht auch viel Belüftung und hohe Luftfeuchtigkeit (zumindest die mir bekannten Arten) bei gleichzeitig heller Beleuchtung und tropischen Temperaturen.

Weißt du schon warum Chamäleons viel Luftaustausch brauchen?
Warum braucht ein Chamäleon UV Licht und Tageslicht? Wofür ist das gut?
Warum Wärme? Nur damit es dem Tier nicht kalt ist?
Welches Futter füttert man und wo bekommt man es her?
Was ist Supplementierung und was verwendet man am besten?
Welch ein Wasserbecken baut man in das Terrarium, welche Einrichtung?
Warum muss man die Lampen ab und zu austauschen?

Kannst du diese Fragen alle erklären und beantworten?
Wenn nicht, stelle diese Fragen an jemanden der es kann. Ich könnte sie teilweise beantworten, aber bin kein Chamäleon Halter. Suche Leute die gewillt sind dir alle deine Fragen zu beantworten und selbst jahrelang Chamäleons halten und hinterfrage auch alles was man dir als Fakt darstellt (warum ist das so?).
Es gibt einen Haufen Fehlinformanten an die man geraten kann, also informiere dich bei verschiedensten Quellen.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig beim Einstieg in die Terraristik, man kann auch als Anfänger definitiv ein Chamäleon halten, wenn man sich um das Wohl des Tieres kümmert.

Grüße,
Rica
 
Volpi

Volpi

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Huhu,

vielen Dank erst mal für deine Antwort, sie war auf jeden Fall hilfreich.
Manche Fragen könnte ich tatsächlich beantworten, aber wohl auch nicht ausreichend.

Ich kenne jemanden, dessen Bruder ein Chamäleon hat - ist schon kontaktiert, muss nur auf eine Antwort warten.

Gerne mehr Beiträge =)
 
Patricia

Patricia

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Hallo,

ich finde den Beitrag von Padfoot ganz wunderbar, alles auf den Punkt gebracht! :mrgreen: Wichtig ist halt, nicht von Grund auf auf die erstbeste Information zu vertrauen. Man kann ebenso viele bescheidene Infos finden wie gute, die dann ebenso von Halter zu Halter weiter gegeben werden. Daher: Vertraue nie auf eine Quelle! Egal wie gut du sie kennst oder auch nicht. Das ist allgemein bezogen, ich kenne natürlich die Haltung des Bruders deines Bekannten nicht. Aber ich kenne da ein paar Fälle, da hat dann die beste Freundin die so gehalten also kanns ja nicht falsch sein und mit diesem Argument wurden sämtliche Beiträge quittiert, durch sowas verbreitet sich oftmals gefährliches Halbwissen. Daher, viele Quellen, Bücher (die ebenso nicht immer 100% stimmen müssen), bis du es wirklich verstanden hast. Bis du die guten Infos von den schrottigen trennen kannst. ;) Jaha, Terraristik ist eine Leidenschaft.

Noch etwas: Es gibt viele große Terraristikforen, in denen sich zig Halter diverser Chamäleonarten tummeln und zig Leute täglich Fragen stellen. Lese dort für dich interessante Beiträge mit - auch das hilft, insbesondere bei Dingen, die Bücher normalerweise nicht behandeln, z.B. Problemen die auftreten oder aktuellen Tips, auch das Technikangebot ändert sich regelmäßig, wird besser oder hier und da wird neuer Mist auf den Markt geworfen. Mit der Zeit wirst du feststellen, dass immer weniger Beiträge neu für dich klingen und du bei immer mehr Beiträgen selbst helfen könntest.

Im Prinzip gibt es nicht das Anfängertier, es gibt Tiere deren Bedürfnisse leichter zu erfüllen sind, die weniger empfindlich auf Fehler reagieren, doch letztendlich muss man so oder so wissen was man tut und sich vorher eingehend mit dem Thema beschäftigen. Wenn man weiß, was man tut und es auch versteht, sehe ich da eigentlich kein Problem.

Meine ersten Reptilien waren welche, die ich auch jetzt halte, die Wüstenagamen, Trapelus savignii. Ich hatte so gut wie kein Vorwissen, sondern mich auf Infos aus dem Zoohandel verlassen. Danach war ich in diversen Foren unterwegs und von diesen Tieren findet man leider sehr wenige Infos, also hab ich selbst zusammengetragen und gesucht. Und mich ein bisschen auf mein Spürnäschen verlassen. Letztendlich habe ich durch meine Fehler viel Geld in den Sand gesetzt (und einige Erfahrungen hinzu gewonnen), aber wenn ich mir meine Terrarien jetzt so ansehe, haben sich die Mühen gelohnt.

Ich finde, Verständnis von der Sache ist das Wichtigste. Einfach verstehen, warum das Tier nun das braucht oder das nicht braucht, die Erfahrungen kommen von ganz alleine. ;)

Liebe Grüße
Patricia
 
Volpi

Volpi

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Hallo Patricia,

danke für deinen Beitrag. Ich werde auf jeden Fall so lange recherchieren, bis ich das Gefühl habe, dass ich genau weiß was ich tue und warum.
Schließlich soll es dem Tier ja gut gehen - und ich bin kein leichtsinniger Mensch was Tiere angeht, zwar bin ich sehr aufgedreht und würde am liebsten sofort ein Chamäleon oder etwas in der Art halten,
aber da ist mein Verstand immer die letzte Entscheidungsinstanz.
Es gibt ja leider viel zu viel Fehlhaltung, zu der Gruppe möchte ich nicht gehören.

Und ich werde mir viele Quellen anhören, bis halt dieses "Ich fühle mich sicher, bei dem was ich tue"-Gefühl entsteht, und das wird noch dauern, zum Glück =)

Ich formuliere gerade ein wenig breiig, aber ich denke jeder weiß was ich meine ;)
 
tanja_79

tanja_79

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deine Einstellung find ich klasse :clap: sehr vorbildlich!
 
Volpi

Volpi

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Hehe, danke :angel:

Meine Einstellung und meine Wesenszüge habe ich meiner Familie zu verdanken, und natürlich eigene Entwicklung.
Das Tier ist ja immerhin auf das Herrchen / Frauchen angewiesen.

Fehler, ob nun bewusst oder unbewusst, können schnell Leid bringen.
Sicherlich lernt man aus ihnen, aber dann doch lieber bei Arten wo Fehler nicht so schnell fatal sein können.
Ein Tier ist eben kein Experiment - das scheinen manche Menschen nicht zu bedenken.

So, genug dazu. Ich schweife schon ein wenig ab ;)
 
Thema:

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