Magendrehung???

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Keksiboy

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Hey!
Ich habe gerade das Buch "Mein Hund Marley gelesen". In diesem Buch geht es um einen Hund, ein Labrador, und der stirbt am Ende an einer Magendrehung.
Ich habe in einer Zeitschrift auch
etwas darüber gelsen. Und was ich gelesen habe hat sich schrecklich angehört!
Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen um die Senkrechtachse, ich weiss aber nicht, wie oft, nur einmal oder zwei Mal? Und stimmt es, dass Magendrehungen nur bei größeren Rassen vorkommen? Und bei Rassen mit tiefem Brustkorb?
Ich würde gerne mal wissen, ob ihr schon mal einen Hund hattet, bei dem sich der Magen gedreht hat. Die Überlebenschancen sind sehr gering bis null, oder?
Und dann zum Schluss: Kann man irgendwie verhindern, das ein Hund eine Magendrehung bekommt?
Danke schon mal im Vorraus für Antworten!
lg:D
 
13.06.2011
#1
A

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Guest

Hast du schon mal im Ratgeber nachgelesen? Velleicht hilft dir das ja weiter?
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
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Hey Keksiboy,

Die Magendrehung beim Hund entsteht, weil der Magen nur von zwei Bändern gehalten wird (beim Menschen sind es wesentlich mehr). Ist der Magen also voll und der Hund dreht sich ungeschickt oder bewegt sich unvorteilhaft (z.B. Treppen abwärts laufen), kommt das Gewicht im Magen ins Schwingen und der Magen dreht sich ein Mal um seine eigene Achse. Ein- und Ausgänge des Magens werden dabei verschlossen/zugedreht und die Durchblutung verschlechtert sich. Besonders große Rassen und Rassen mit tiefem Brustkorb (z.B. deutsche Dogge) sind sehr anfällig dafür, das stimmt, weil sie mehr Platz im Brustkorb haben, sodass der Magen schwingen kann bzw. sich der ganze Körper durch die Größe anders bewegt das Schwingen des Magens damit erst auslöst/ermöglicht.

Eine Bekannte hat zwei Doggen, von denen eine im Welpenalter operiert wurde. Sie hat den Magen annähen lassen, um einer Magendrehung vorzubeugen (was Vor- und Nachteile hat und nicht zu empfehlen ist, wenn der Hund nicht sowieso operiert werden müsste, da es ein großer Eingriff ist). Aber auch ein kleiner Hund kann theoretisch eine Magendrehung bekommen, es ist soweit ich weiß nur seltener.

Ansonsten soll sich der Hund nach dem Fressen nicht übermäßig bewegen und man sagt, wenn er sich über seinen Rücken dreht, soll man ihn in die gleiche Richtung wieder zurück drehen. Ob das was bringt, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, aber logisch erscheint es rein physikalisch schon. Die Futterportionen sollen kleiner gehalten werden, also lieber ein Mal am Tag mehr füttern. Treppen abwärts laufen lassen soll man den Hund dann auch nicht. Alles ca. eine Stunde lang nach dem Fressen. Du kannst aber auch hier noch einmal nachlesen: https://www.tierforum.de/t27204-magendrehung-wie-beuge-ich-vor.html

Wie gut die Chancen dabei stehen kommt darauf an, wie schnell du und dein TA reagieren. Ich kenne keinen Hund, der daran gestorben ist, ich kenne aber auch keinen, der es je hatte. Das soll nicht heißen, dass die Gefahr nicht besteht, aber manche machen deshalb auch wieder zu viel Panik (zwei Stunden nach dem Fressen keine Bewegung, dreht sich der Hund im Schlaf auf den Rücken, egal wann, wird er sofort zurückgedreht etc.). Wenn der Hund eine Magendrehung hat, wird er würgen und sich übergeben, der Bauchraum wird verhärtet und vor allem druckempfindlich sein. Ist dem so, ist sowieso ein schneller TA-Besuch unausweichlich.

Ich hoffe, ich habe alles beantwortet ;)
LG
 
K

Keksiboy

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Hey!
Ja, *Mischling* dass ist perfekt! Ich interessiere mich sehr für Krankheiten und besonders über die Magendrehung habe ich jetzt einiges von dir erfahren. Aber wie kann man den Magen festnähen? An der Magenwand? Und wenn dass reisst, ist das dann nicht auch ziemlich gefährlich?
Aber danke für diese tollen Tipps!
lg:D
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
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Genau das ist einer der Nachteile ;) Du darfst den Magen dennoch nicht überfüllen, denn ist zu viel drin und er fängt zu stark an zu "schwingen" kann die Naht reißen, vor allem wenn die Verwachsung noch neu ist. Und das ist dann sehr gefährlich, ja.

Gern geschehen ;)
 
S

schäfi06

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Hallo,
meine Schäferhund-Hovimixhündin hatte eine Magendrehung.Es passierte nachts um 0.30 Uhr,30 Minuten nach dem fressen.
Sie sprang plötzlich von der Chouch und fing an zu würgen als wolle sie brechen,brachte aber nichs raus.da mir die symtome bekant waren dachte ich gleich an eine Magendrehung.mit einem Taxi fuhr ich sofort mit den Hund in die Tierklinik.Als wir ankamen war schon der ganze Bauch stark aufgebläht.
Cindy wurde gerontg und anschließend sofort operiert.ich hatte damals riesige Angst um meinen Hund.Sie hatte die OP gut überstanden und kam nach 5 Tagen wieder nach hause.
 
blackmagic82

blackmagic82

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*Thema rauskram

Für mich ist das Thema Magendrehung immer aktuell und im Kopf ... eigentlich täglich verfolgt mich die Angst davor :roll:

Nun werdet ihr euch fragen warum täglich?
Ganz einfach, meine Beiden müssen sich ihr Futter zu 90% erarbeiten. Da werden mal Futtersuchspiele gemacht, oder das Futter geworfen, der Hund muss es fangen usw.

Gerade in diesen Situationen ist meine Angst so nah wie nie ... Sie fressen ja mehr oder minder gerade und toben dann bsp beim Spaziergang weiter.

Wie seht ihr diese Gefahr, oder mache ich mich, wie so häufig umsonst verrückt?

LG
 
suno

suno

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Hallo,
laut meinem TA ist der tatsächliche Grund - also warum genau es zu einer Magendrehung kommt, wissenschaftlich noch nicht 100% bewiesen.
Tatsächlich kommt es , anders als erwartet, sehr häufig während Ruhephasen dazu - sprich der Hund hat gefressen , legt sich ab macht eine ungeschickte Bewegung ...der Magen kommt i-wie in Schwung und dreht sich um seine "Aufhängung".
Ich persönlich füttere daher niemals große Mengen und obwohl ich es besser weiß, auch nicht direkt vor der Arbeit mit dem Hund... - ob das aber wirklich vorbeugt ist fraglich.

Aber ich kann deine Angst durchaus verstehen...und ich glaube nicht , daß du durch deine Verhalten eine Magendrehung direkt provozierst - ich meine du wirst deine Hunde ja nicht mit 500 gramm Futter im Bauch arbeiten lassen.
Wichtig ist nur, daß du genau weißt welche Anzeichen eine Magendrehung (und noch ein paar andere Krankheiten) vermuten lassen und immer eine Telefonnummer zur Hand hast um schnellst Möglich Hilfe zu holen bzw. zu einer geöffneten TA Praxis zu kommen.

In meinem erste Hilfe Kursen als vet. Ersthelfer habe ich gelehrt bekommen, wie man selbst bei einer Magendrehung eingreifen kann und damit die erste halbe / Stunde überbrückt - aber ich hoffe ich werde dies niemals zum Einsatz bringen müssen.Allerdings beruhigt es zumindest theoretisch etwas machen zu können.
Vielleicht belegst du auch mal so einen Kurs - da lernst du so einiges und auch dein erste Hilfe Kit zusammen zu stellen - Wissen und ein paar richtige Hilsmittel geben durchaus ein etwas sichereres Gefühl.

Liebe Grüße Suno
 
blackmagic82

blackmagic82

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Die Anzeichen kenne ich ja ...

Nun ja ich habe in meinem Futterbeutel ca 4 Handvoll Platinum ... wir gehen spazieren, üben etwas usw ... leer wird der Beutel nie, aber *seufz die Angst ist da ...

Wo kann man denn so Kurse machen?
 
speedy123

speedy123

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Von meinem Ex-Freund die Oma hat/hatte 2https://www.tierforum.de/petdb.php?do=main&search=Polski+Owczarek+Podhalanski Polski Owaczarek Podhalanski, eine von denen hatte auch eine Magendrehung, sie ist gleich in eine Klinik gefahren, die haben Irena da behalten: Not-OP. Am nächsten Tag wollte die Oma Irena abholen und hat kurz vorher einen anruf bekommen, das Irena verstorben ist. (Sie war 9 Jahre alt). Da ich zu dem mich zu dem Zeitpunkt gerade von meinem Freund getrennt habe, hab ich auch nicht erfahren können, ob es nun von der Narkose kommt, oder von der Magendrehung. :(
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Hey,

laut meinem Buch über diverse Hundekrankheiten muss der magen dazu mind. halb gefüllt sein. deshalb sind große portionen ja so gefährlich. wenn man 2-3x/TAG füttert, oder eben über längere zeit verteilt sollte sich die gefahr minimieren.

der alte Kuvasz-schäfer-mix meines Onkels hatte sogar 3x ne Magendrehung, und hat es 3x überlebt. letzten endes ist er dann mit 15 ruhig eingeschlafen.
 
Yvi179

Yvi179

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Wie die erste Hilfe masnahme aussieht lernt man bei großen Ersten Hilfe Hund, ob es wirklich macht ist ne andere Frage. Soweit ich weiss hat man ca 30 min um zum Ta zu kommen damit er den Magen erstmal entgast.
Wird mit einer großen Hohlnadel gemacht, aber wirklich groß.
Das und wie lernt man dann auch bei erste Hilfe Hund, nur Theoretisch versteht sich. Man kann es also auch im Internet nach lesen.
Ich persönlich könnte es wohl nur schwer meinem Hund eine Nadel in den Magen zu picksen.
Soweit ich gehört habe geschehen auch viele Magendrehungen morgen wenn der Magen leer ist.

Lg yvi
 
Tayet

Tayet

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@ Yvi da stimme ich dir nicht zu. Wir haben überwiegend Spätabends/Nachts die Hunde mit Magendrehung bekommen. Morgens eher seltener, sogar seltener als Mittags.
Ich würde nicht einfach so reinpicksen (es geht auch mit kleinere Kanüle die steril sein muss) da man als Laie im Panik einfach anders beurteilt als Arzt, so kann man schnell was verwechseln und wo anders hin picksen. Ich würde mich sofort bei den Anzeichen auf den Weg zum TA machen, jemanden bieten dass er da anruft,damit die schon mal vorbereiten.
 
Yvi179

Yvi179

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Das ist ja nur dass was ich mal gehört habe. Und ich sagte ja das man es lernen kann aber ob man es dann macht.
Bei der Rettungshundestaffel lernt man sowas, mehr oder weniger grob, da man ja gerne mal weit ab von der Zivilisation ist, aber wie gesag ich würds wohl auch nicht machen.
Gut die TÄ hier mögen es nicht wenn sie zum Notdienst gerufen werden, die Tk ist ca 45 min weg. 30 min wäre ich dann schon unterwegs zum nächsten TA.
Mal abgesehen das die TÄ hier auf den stand von 10 Jahren sind^^.

Lg
 
DyingDream

DyingDream

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Das Problem hab ich hier auch, Yvi179!
Wenn der Notfall nicht grade zu Sprechstundenzeiten fällt (wo ich auch mindestens 15-20 Minuten mit dem Auto brauch), habe ich das Pech 40 Minuten oder länger unterwegs zu sein. Als das Pepsi war, sind wir ja sogar 1,5 Stunden am Sonntag unterwegs gewesen.
Und nein danke... Die Tierärzte hier in der näheren Umgebung kennen sich vielleicht mit der Entbindung bei Kühen aus, aber wenn was ernstes oder unbekannteres bei Hund oder Kleintier ist, machen die es meist noch schlimmer. >< (Zumindest sind das meine Erfahrungen und was ich von anderen hier hören musste...)
Da ist dann halt immer die Frage -wohin-... *seufz*

Direkt zur Magendrehung kann ich auch gar nicht so viel sagen...
Die Dogge einer Bekannten ist auf diese tragische Weise verstorben... *seufz*

Ich bin froh, dass das Risiko bei kleinen, leichten Hunden da etwas geringer ist..
~§~
 
Zapzarap

Zapzarap

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Oh je, ihr habt es im Notfall aber wirklich nicht einfach....ich bin mehr als froh in nächster Nähe 3 sehr gute Kliniken zu haben + zig Tierärzte.
 
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