Problemen bei Katzen aus dem Tierheim vorbeugen?

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Gast46565

Guest
Hallo ihr Lieben. Bald ziehe ich mit meinem Freund zusammen und für mich steht fest das ich aufjedenfall wieder eine Katze möchte. ( hatte mein lebenlang Katzen um mich herrum ) Für mich steht fest das ich einem älteren Tier aus dem Tierheim die Chance
auf ein glückliches Rest-Leben geben möchte. ( die jungen Hüpfer werden ja sowieso Ruck-zuck vermittelt ) Habe mich schon im Vorraus mal auf der Internetseite des Tierheims umgesehn und mir ist direkt aufgefallen das unglaublich viele Katzen schoneinmal vermittelt wurden aber dann wegen Unsauberkeit oder aggressivem Verhalten wieder zurückgekommen sind. Das liegt ja sicherlich nicht daran das die Katze von Grundauf Böse ist also frag ich mich was man da wohl alles falsch machen kann wenn man eine bereits erwachsene Katze einfach so in eine fremde Umgebung drängt... :l Bekanntlich mögen katzen sowas ja garnicht. Oder ist das am Anfang vielleicht sogar normal? So quasi als Reviermakierung oder so? Ich möchte es der Katze so einfach wie möglich machen sich einzugewöhnen aber welche Verhaltensweisen können denn da auf mich zukommen was "normal" wäre?
 
21.06.2011
#1
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Kiwi

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Hi,
ich kann dir mal meine Erfahrungen mit meinen Tierheimkatzen erzählen. Um ehrlich zu sein, waren sie aber denkbar Problemlos. Sam hatte sich nach einer Minute eingelebt und Sookie versteckte sich den ersten ppar Tag unterm Sofa. Wo das Katzenklo steht und wozu es gut ist, haben beide sofort begriffen. Ich habe sie direkt davor aus ihren Transportboxen gelassen.
Ich denke man kann sich darauf einstellen, dass die Katze ersteinmal zurückhaltend ist und sich an die neue Umgebung gewöhnen muss. Wenn sie im TH das Klo benutzen, werden sie auch im neuen Heim nicht unsauber. Was ich jetzt beobachtet habe ist, dass besonders scheue Katzen, Katzen mit Schönheitsfehlern oder Krankheiten und vor allem grau-getigerte und schwarze Katzen nicht leicht ein neues Zuhause finden.
(Auf unserer Tierheim-Hompage kann man das verfolgen, wer da ein neues Heim bekommt.)

Das ist das was ich beobachtet hab, aber da kommen bestimmt noch andere Erfahrungsberichte. Und außerdem kennen die Pfleger im Tierheim oft ihre Katzen gut und können meist schon hervorsagen, wie sie sich im neuen Heim verhalten wird, wenn sie erfahren sind.
 
seven

seven

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Hallo Ira!

Erstmal finde ich es toll, dass Du Dich für Tierheimkatzen interessierst und Dich erkundigst!
Wir haben hier auch zwei Exemplare aus einem Tierheim, beide waren schon etwas älter, als sie hier einzogen (vor etwas mehr als einem Jahr) - der Kater war geschätzte 5 Jahre alt, die Katze ca. 5-10 Jahre. Beide waren Fundtiere, über deren Herkunft man nichts wusste, die aber wohl zusammen ausgesetzt worden waren und daher auch zusammen vermittelt werden sollten.
Joar, und die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein ;)
Der Kater (galt als besonders scheu, hat im TH nur hinter der Heizung gehockt) ist ein superlieber Schmusekater, der ist für jede Kuscheleinheit unendlich dankbar, pennt nachts bei uns im Bett und hat sich mit dem bereits vorhandenen anderen, damals 1 Jahr alten Kater supergut angefreundet.
Die Katze hingegen (grau-getigert und übergewichtig ;) ) mag absolut keine anderen Katzen, selbst den mit ihr ausgesetzten Kater nicht. Die faucht alles, was einer Katze ähnlich sieht, sofort massiv an und geht ab und an auch auf die ebenfalls bereits vorhandene Katze, damals ebenfalls 1 Jahr alt, richtig los und vertrimmt sie (inzwischen seltener, aber gefaucht wird immer noch vom Feinsten...) Zu uns Menschen ist sie sehr zutraulich und freundlich, kommt freiwillig kuscheln und begrüßt uns jeden Tag freundlich beim Heimkommen.... Absolut stubenrein sind sie beide, sie zerstören auch nix.
Im Nachhinein habe ich erfahren (ich war schon durch die Schleuse des Katzenhauses raus), dass die TH-Mitarbeiterin wohl zu den beiden gesagt hat, als wir sie abgeholt haben: "Na, dann bekommt Ihr jetzt vielleicht doch noch mal eine Chance". Das hörte sich schon so an, als wären die zwei schon mindestens einmal, wenn nicht mehrmals vermittelt gewesen und dann doch wieder im TH gelandet - eben wahrscheinlich, weil die Dinah so´ne Zicke ist... Kann aber auch sein, dass der Kommentar deswegen erfolgte, weil die beiden ja schon älter waren und wie Du schon sagtest, in der Regel erstmal die jungen Katzen weggehen...
Die zwei wohnen jetzt seit etwas über einem Jahr bei uns, und auch wenn die Dinah eine olle Zicke ist, werden sie hier auch nicht wieder ausziehen ;)

Apropos: Du schreibst was von einer Katze ;) Schöner wäre es, wenn Du zwei nehmen würdest. Entgegen der landläufigen Meinung sind Katzen Rudeltiere, und die allermeisten Katzen sind erst dann richtig glücklich, wenn sie auch einen Artgenossen um sich herum haben. Das kann z. B. Probleme wie Unsauberkeit oder Wohnungszerstörung schon drastisch mildern ;)

LG, seven
 
K

Kiwi

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Off-Topic
Entgegen der landläufigen Meinung sind Katzen Rudeltiere,
Genaugenommen bilden Katzen keine Rudel sondern matriachalische Gruppen (Frauen bzw. Weibchen haben die Herrschaft). Sie jagen allein, bilden aber dennoch Gruppen, z.b. für den Schutz der Jungtiere. Männchen und Weibchen treffen sich hingegen vor allem zur Paarung, obwohl auch Kater in den Gruppen, die die Katzen bilden vorkommen können.
Es sind also nciht direkt Rudel, wie bei Löwen z.B..
Aber die Schlussfolgerung bleibt ja die gleiche^^
 
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Gast46565

Guest
Also das ist schwierig zu sagen mit dem Rudelverhalten... Ich glaube das is bei jedem Tier anders. Ich habe schon öfter mitbekommen das Katzen Möbel demolieren usw aus meiner Sicht einfach weil sie langeweile haben und beschäftigung suchen oder aber sich einsam fühlen. Das verstehen die menschen dann fast immer falsch und suchen die fehler beim Tier anstatt bei sich selbst! Ich glaube das sowieso alle Verhaltensaufälligkeiten durch den Menschen verursacht werden. Die Katze denkt sich ja nicht " so ich pinkel da mal hin und da mal hin damit die alte was zutun hat" :D Das blöde bei den katzen aus dem tierheim ist ja das bei den meißten halt stand das sie Fundtiere sind oder sichergestellt wurden.... kaum eine wurde "normal" abgegben so das man nicht weiß was vorher war...Viele kamen zusammen an und sollen auch wieder zusammen vermittelt werden aber meine zb die jetzt bei meiner Mutter und mir lebt die ist ein absoluter Tiger *g* naja also zu uns ist sie lieb aber Fremde mag sie garnicht da wird gefaucht ohne ende und das selbe gilt für sämtliche andere Tiere. Auf die geht sie sogar los! :l ... also ich glaube ihr könnte ich keine 2. katze dazusetzen wenn ich beide lebend behalten will +.+ Es gibt da warscheinlich wie beim Menschen auch welche die eben einzelgänger sind und welche die lieber zusammen leben möchten also so denke ich mir das... das müsste man dann halt vor Ort entscheiden weil ja sowieso einige nur zusammen vermittelt werden.
 
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Kiwi

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Hey,
genau, im Tierheim wissen die schon, ob die Katze lieber allein ist oder die Nähe von Artgenossen sucht. Das ist auch der große Vorteil finde ich. Wir wollten zum Beispiel damals nur eine Katze und haben uns in Sam verliebt, der auch einzeln zum abgeben war. Dann haben wir aber auf der Homepage gelesen, dass sich die Kätzin Sookie schon stark an ihm orientiert und da haben wir und gedacht: Gut, dann kommt die eben auch mit. Und ich bereue es keine Sekunde ;)
 
Die 7 M´s

Die 7 M´s

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Ich finde es erstmal toll, dass Du Dich für ein (oder vielleicht doch 2?;)) Seelchen aus dem Tierheim interessierst!:clap:

Ich erzähl Dir dazu mal meine Geschichte mit meinem Möhrchen Nr. 1 damals. Die kam auch aus einem Tierheim. Sie wurde 3 mal!:( vermittelt und ist immer wieder zurückgekommen, weil sie den Leuten nicht gleich nach ein paar Tagen auf den Schoss gehüpft kam:roll:

Na ja, dann kam sie zu mir. Ich war also Dosie Nr. 4.

Und am Anfang war es echt ein Drama! Da gibt es nichts zu beschönigen. Die Maus sass auf den Tag genau 8 Wochen! nur in einer Kratzbaumhöhle. Sie hat geknurrt und gefaucht und niemanden an sich rangelassen. Ich musste ihr Futter und Wasser in der Höhle "servieren", (wobei sie mich jedesmal ordentlich gekratzt hat), und aufs Klo traute sie sich gar nicht. Sie kam immer nur ganz kurz raus, um ihre Geschäftchen, sowohl groß als auch klein, kurz vor dem Kratzbaum auf dem Teppich zu verrichten. Danach rannte sie in geduckter Haltung wieder zurück in ihr Versteck.

Ich habe in dieser Zeit nichts anderes gemacht, als mich in gehörigem Abstand immer wieder vor die Höhle zu hocken und ihr was zu erzählen. (Wer mich dabei beobachtet hätte, hätte mich für verrückt erklärt:mrgreen:)

Na ja, so nach und nach habe ich dann wohl ihr Vertrauen gewonnen und sie hat die ersten zaghaften Schritte aus ihrem Versteck gewagt. Das war für mich wie Geburtstag und Weihnachten zusammen!:D

Von da an wurde sie immer mutiger und entwickelte sich bald zu einer richtigen Schmusekatze, die vom Kraulen nicht genug bekam!:D

Was ich damit sagen will? Es lohnt sich auf jeden Fall, so einem Tierchen eine Chance zu geben! Die Liebe, die dann irgendwann zurückkommt, ist einfach unbezahlbar!:)
 
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