Loulou, "aggressiv" gegen andere Hündinnen?

Diskutiere Loulou, "aggressiv" gegen andere Hündinnen? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; So langsam mache ich mir Gedanken. Neuerdings haben wir eine kleine Gassigehrunde. Henry, Loulou, eine kleine Beaglemixhündin und eine ältere...
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Loscampesinos

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So langsam mache ich mir Gedanken. Neuerdings haben wir eine kleine Gassigehrunde.
Henry, Loulou, eine kleine Beaglemixhündin und eine ältere, blinde Jackrusselhündin.

Das Problem ist Loulou und die anderen beiden Hündinnen. Bei der blinden Hündin passen wir speziell auf, da gibt es auch Probleme mit Henry. Da muss man halt ziemlich drauf achten und dann funktioniert das auch.
Mir macht Loulous Verhalten allgemein mehr Sorgen. Sie verfolgt die Begalemixhündin und knurrt diese dann an. Sobald die Beaglemixhündin schneller läuft, rennt Loulou hinterher und sobald sie bei ihr angekommen
ist, knurrt sie.
Das macht sie neuerdings auch bei der Podencomixdame, mit der wir öfters mal Spazieren waren. Genau das Gleiche: Hinterherlaufen, Knurren.
(mit Rüden oder größeren Hündinnen versteht sie sich gut.)
Naja, heute hat mein Freund die kleine Beaglemixhündin gestreichelt und Loulou ist hin und wollte nach ihr schnappen.

Oke, so geht's nicht weiter. Ich weiß aber auch ehrlich nicht was ich machen soll. Ich sag dann meistens: "Nein!" oder biete ein Alternativverhalten an.
Ich weiß jetzt nicht ob es an ihrem Alter liegt ( 1 Jahr, 1 Monat) oder ob sie einfach so "dominant" ist. Letztendlich mache ich mir auch Sorgen, dass da was im Bezug auf die Unterordnung falsch läuft, aber Lou macht das ja nicht bei allen Hunden.
Oder mache ich mir zuviele Gedanken und das ist so "normal"?

Das Verhalten ist auch noch nicht lange so, höchstens 2 Monate, davor hat sie sich zB. auch super mit der Podencohündin verstanden.
Loulou ist eigentlich ein Engel, der in Hundegstalt auf die Erde kam (Um jetzt mal zu übertreiben :p). Sie ordnet sich eigentlich auch sehr gut unter, bei mir und meinem Freund... und dann knurrt und schnappt sie wenn er eine andere Hündin streichelt.

Sowohl die Podencodame als auch die Beaglemixhündin sind beide sehr zurückhaltend und schüchtern in ihrem Verhalten. Beide "wehren" sich erst dann wenn's gar nicht mehr anders geht und die jeweiligen Besitzer halten es anscheinend auch nicht für nötig früher einzugreifen. :eusa_think:

Ich weiß sowas ist immer schwierig zu beurteilen, wenn man nicht dabei ist. Aber eventuell hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
04.07.2011
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Pewee

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Naja, heute hat mein Freund die kleine Beaglemixhündin gestreichelt und Loulou ist hin und wollte nach ihr schnappen.
Sie ordnet sich eigentlich auch sehr gut unter, bei mir und meinem Freund...
Ich glaube hier liegt das Problem. Ich weiß nicht, wie sie es bei dir sieht, aber ich würde fast behaupten, dass sie deinen Freund als ihren Besitz ansieht. Vielleicht nicht ganz so extrem, aber scheinbar will sie ihr Rudel vor Fremden schützen. Das erklärt vielleicht auch ihr Verhalten gegenüber den Hunden. Sie schaut schon vorsorglich, dass euch keiner zu nah kommt. Könnte das irgendwie hinhauen? Eifersucht?

Prinzipiell glaube ich, dass es normal ist, wenn ein Hund mal nicht mit einem anderen kann. Das hatten wir hier auch schon öfter, dann passt man entweder auf, dass die Hunde nicht aneinander geraten oder man kann nicht mehr zusammen gehen. Ist manchmal so. Dass das allerdings bei so vielen passiert, finde ich in dem Sinne nicht mehr so "normal", einfach weil sie schon ein arger Miesepeter wäre, wenn ich wirklich so wenig Hunde zusagen.
Optimalerweise hat man in der Gassirunde immer einen dabei, der das Feld "überblickt" und die Meute zusammenhält. Ähnlich wie in den Welpenspielgruppen. Bei uns war das eine recht schroffe, aber souveräne Hütehündin aus dem Ausland, die uns sozusagen die Arbeit abnahm und bei der auch jeder Hund großen Respekt hatte. Die gibt halt auch so draufgängerischen Nasen wie deiner Loulou mal eine hündische Kopfnuss ;)

Puh schwierig. Mir fällt gerade nur bedingt ein Rat ein, weil ich einfach auf die Entfernung nur erahnen kann, was das Problem sein könnte :(
 
kleiner Falke

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hallo

Ich denke, so wie ich das lese, kontrolliert sie die anderen Hunde. Sie ist wohl selber eher unsicher, hat aber bemerkt, dass sie mit den beiden (unsicheren!) Hunden dieses "Spiel" machen kann.

Ich würde es auf jeden Fall unterbinden! Du bist Rudelchef und nicht sie. Sie übersteigt ihre Kompetenzen ganz massiv. Und wenn sie das macht, kann es gut sein, dass sie es dann bei anderen Dingen / in anderen Situationen auch macht. Und das wäre ja wirklich schade, da sie ja bisher so eine liebe war und nie derartiges gemacht hat. Unterbinden, ab sofort. Basta, gibts nicht! Sie hat die anderen Hunde nicht einzugrenzen, punkt!
 
Loscampesinos

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Danke schon mal für die Antworten!

Ja, ich war eben verwundert, weil sie es nicht bei allen Hunden macht. Bei Rüden oder beispielsweise den großen Bernersennenhündinnen gab's noch nie Probleme. Da integriert sie sich in die Gruppe, spielt schön und lieb und gut ist's.

Eventuell liegt es auch an ihrer Vergangenheit? Wir hatten ja Anfangs ganz starke Probleme weil sie Angst vor anderen Hunden hatte. Wir waren ja deswegen ewig im Welpen und Junghundekurs. Das waren noch Zeiten, da hat sie sich hinter mir versteckt als andere Hunde kamen. Aber mit Hilfe von der Trainerin haben wir das eigentlich richtig gut hinbekommen und mittlerweile hat sie gar keine Angst mehr und integriert sich direkt in die Gruppe... esseidenn es sind Hündinnen dabei die kleiner und (vermeintlich) schwächer sind als sie.
Eventuell liegt's am Alter, dass es so "spontan" kam? Wir haben nämlich eigentlich nix geändert, außer, dass wir nun immer mit den beiden Kleinen Gassi gehen.

Wie unterbinde ich das am Besten? Ich bin irgendwie total überfordert. Soll ich sie beim Spazieren gehen erstmal an der Leine lassen? Da macht sie das dann nämlich nicht. Das macht sie nur im Freilauf.
Oder reicht es wenn ich sie da weghole und "nein" sage? (Immer und immer wieder)

Ja, es ist leider von der Ferne aus echt schwierig zu beurteilen, aber ich wusste momentan wirklich einfach nicht mehr ob das so "ok" ist oder ob ich es besser unterbinde.
 
kleiner Falke

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also ich denke, das ist sicher ein Thema, da streiten sich die Geister. Es gibt nach wie vor Leute, die sagen "das müssen die Hunde selber ausmachen". Gemäss neuren Studien und Forschungen weiss man aber, dass auch in einem Wolfsrudel der Alphawolf und seine Wölfin sehr wohl auch Streiterein im Rudel unterbinden.
Also ich denke, gerade auch Du als "Rudelführerin" solltest auch im Intereresse daran, diese Position zu behalten, auf jeden Fall eingreifen.

Es geht ja nicht um ein kurzes Knurren, mal ein Anrempeln, ein zurechtweisen, was absolut tolerierbar ist. Es geht hier um permanentens "Mobbing" was sowohl für Deine, aber auch für die anderen Hunde purer Stress ist. So kann niemand den Spaziergang geniessen.

Ich würde sie, wie Du sagst, einfach auch abblocken. Nur an der Leine behalten finde ich nicht ganz fair, ich würde sie laufen lassen aber halt, sobald sie mobbt, eingreifen. Sie zurechtweisen, mal mit einem leichten "Nackenstoss" anschubsen, ihr auf diesem Wege zeigen, dass Du dies nicht tolerierst.
Wenn sie vor Dir Respekt hat und Dich als Rudelchefin akzeptiert, dann müsstest Du das nicht allzuoft machen, dann reicht bald ein strenger Blick, ein kurzes, energisches "Lou, NEIN!" und dann weiss die Bescheid.

Beispiel: wir waren letztens an einem Military. Da hatte einer einen Cattle Dog, einen sehr stattlichen, souveränen Rüden! Der fand natürlich die Cattle Hündin meiner Kollegin ganz bezaubernd und hat dies deutlich gezeigt. Stürmte (an der Leine) auf sie zu und flirtete mit ihr. Sie, natürlich ganz die Zicke, keifte ihn an. Mein Nupri (bester Freund von Katla), bekam das mit und ehe ich mich versah, stürzte der grummelnd in die Leine um diesen aufdringlichen Kerl zu vertreiben. Hallo? Der kam postwendend an der Leine wieder zurückgeflogen. Sowas geht gar nicht! Der kam sofort zu mir, ins Hinten, da durfte er dann zuschauen, wie Katla mit dem flirtete. Ne, hier bestimme immer noch ICH, was geht und nicht er... War dann auch ok, hat er sofort akzeptiert (aber probieren kann hund es ja mal, hehe)

Hätten wir den nun im Freilauf getroffen und meiner hätte das OK bekommen zu laufen, dann hätten die das untereinander ausmachen können. Aber auch dann hätte ich eingegriffen, wenn meiner den anderen gemobbt (also dauernd eingegrenzt) hätte.
 
Loscampesinos

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Oh mann, ich bin gerade total fertig mit der Welt.

Die letzten 2 Tage waren sooo super. Loulou hat sich klasse mit der Podenco und auch mit der Beaglehündin verstanden. Ich habe gut aufgepasst und es war nichts.
Ich war superzufrieden mit uns und ganz stolz auf Lou, dass alles so toll klappt.
Lou reicht ja schon ein "böser Blick", dass sie aufhört das was sie gerade tut zu tun, egal ob es nun das "Nerven" von anderen Hunden ist oder sonst was.

Heute waren wir wieder mit der Beaglemixhündin unterwegs, diesesmal war auch wieder die ältere JackRusselhündin dabei. (Gehören beide der selben Besitzerin)
Da gab es ja schon vorher Probleme mit Henry. Die Jackrusselhündin knurrt oft, ist sehr "futterneidisch" usw. Damit kommen weder Henry, noch Loulou, noch die Begalehündin klar. Hinzukommt noch, dass die kleine Jackrussel blind ist.
Henry und die Kleine haben sich auch schonmal richtig "angegiftet".

Heute gingen wir so, als die Besitzerin der Jackrussel ihr ein Leckerchen hingelegt hat. Die Jackrussel hat es genommen, hat aber (wohl aufgrund ihrer Blindheit) noch weitergesucht.
Das war der erste Fehler.
Als dann die Beaglehündin der selben Besitzerin dazukam, knurrte die Jackrussel und die beiden sind aufeinander los. Als Loulou das bemerkte rannte sie auch dabei.
Ich konnte Lou wegziehen und die Besitzerin bekam ihre Beiden auch auseinander.
Seit diesem Zeitpunkt wollte ich Lou an der Leine lassen, bis die anderen mich überredet hatten sie doch loszulassen, es wäre doch nicht schlimm.
Jetzt kommt der zweite Fehler. Und zwar, dass ich so blöd war und nich auf mich selbst gehört habe. Ich kenne meinen Hund am besten und ich dachte mir von Anfang an, dass Lou nicht entspannt ist. Und dann bin ich so blöd und höre auf andere Leute. Ich könnte mich gerade... :( Naja.
Jedenfalls ging dann ein paar Minuten alles gut, bis die Jackrussel Loulou aus irgendwelchen Gründen wieder angeknurrt hat und auf sie los ist.
Ja und da hat Lou dann schön mitgemacht und ich war nicht früh genug da um sie auseinander zuziehen. Dann stürzte sich auch noch die Beaglehündin mit drauf und zu zweit kebbelten sie an der Kleinen rum.
Als ich die zwei dann auseinander hatte (das ganze war eine Sache von Sekunden, kam mir aber ewig lang vor), dachten wir eigentlich das alles wieder ok wäre, bis wir gesehen haben, dass die Jackrussel eine kleine Wunde am Kopf hat. Nicht groß, aber eben da.

Naja, die Besitzerin fährt jetzt zum TA, ich erstatte ihr die Kosten. Ich weiß nichtmal ob es Lou war, aber ich bin trotzdem total fertig mit der Welt.

Ich ärgere mich total über die Unmengen an Fehlern die wir da gemacht haben.

Ich weiß nicht ob es richtig war, dass eine blinde, alte Hündin zu einer Gruppe junghunden mitgenommen wird. Vorallem wenn sie bei jeder Gelegenheit knurrt und sobald ihr was nicht passt auf andere Hunde losgeht.
Dann weiß ich, dass dieser Leckerchenwurf von ihrer Besitzerin total falsch war. Einem Hund, der so futterneidisch ist, Leckerchen zu werfen. Ich meine, die Jackrussel ging selbst auf die Beaglehündin los und die sieht sie ja jeden Tag. Und die Beaglehündin hat sich nicht lumpen lassen und auch schön mitgemacht.
Was absolut falsch war, war dass ich nicht auf mich selbst gehört habe und Lou an der Leine gelassen habe. Ich bin manchmal aber auch so blöd, ich bin gerade so sauer auf mich. :(

Was soll ich denn jetzt machen?
Ich hab hier zuhause den liebten und bravsten Hund sitzen. Ein Hund, dem ein böser Blick reicht. Ich glaub das schlimmste was sie bis jetzt erlebt hat mit mir war ein lautes "nein" und mehr braucht sie auch gar nich.
Wieso "beißt" sie denn dann? :( (falls sie es überhaupt war)

Fallen euch noch Fehler auf? Was hätten wir noch anders machen sollen? Oder was hätte ich anders machen können?

Es tut mir leid, ich bin gerade echt total down und mir geht's nich gut. Ich hoffe es ist verständlich was ich da geschrieben habe.
 
kleiner Falke

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Hallöchen

Zuerst mal KOPF HOCH! Meiner Meinung nach war hier Loulou auf keinen Fall wirklich schwer beteilgt und ich würde mir betreffend IHREM Verhalten keine Kopfschmerzen machen.
Klar, hätte sie nicht mitmischen müssen, klar hätte sie sich raushaltem können.

Aber das eigentlich Probleme sehe ich hier (und nimm mir das bitte nicht übel, falls das eine gute Freundin von Dir ist) in der Besitzerin der anderen beiden Hündinnen!

1.) stimmt da sowieso etwas nicht, wenn 2 Hunde, die im gleichen Haushalt leben, sich so ankeifen. Hunde (gerade auch gleichgeschlechtliche) im gleichen Haushalt, die haben eine Hierarchie. Klingt jetzt total altmodisch und so, versteht mich nicht falsch, ich meine damit, dass eine der beiden der "Chef" ist, als höher in der Rangordnung. Hunde, die sich ab und an mal treffen oder in der gleichen Gruppe laufen, die brauchen keine Rangordnung aber Hunde im gleichen Haushalt schon. Das ist auch nicht so zu verstehen, dass der eine alles und der andere nichts darf. Neeee, das sind ganz kleine, subtile Zeichen.
Hier ist das aber wohl nicht der Fall, unter den beiden Hunden herrscht extreme Spannung. Und ich bin 100% sicher, dass genau diese Spannung Deine super sensible Lou spürt. Diese Spannungen machen sie unsicher, sie muss das abbauen.
Denn auch Henry ist angespannt, auch er legt sich mit denen an... Das kanns nicht sein.

Ist für die Hunde so doch Stress!

Ich würde mir der Besitzerin der anderen beiden reden. Entweder gehst Du nicht mehr mit ihr laufen und versuchst, andere Spielkollegen für Lou zu finden (und kannst dann gleich mal schauen, wie sie sich dort verhält) oder aber, Du bittest die Freundin, ihre alte, blinde Hündin an der Leine zu behalten! Dann hat sie die unter Kontrolle und die Jungen können rumrennen. Denn ich sehe, nachdem ich diese Situation lese, das Problem nicht mehr in Lou sondern in der blinden Hündin, die mit ihrem Verhalten einfach Spannung aufbaut.

Klar, du solltest auf jeden Fall weiterhin drauf schauen, dass du mit dem Training weitermachst und Lou das Verhalten, andere Hunde zu mobben, auf jeden Fall unterbindest. Aber in DIESEM FALL, in dieser Konstellation sehe ich das Problem die blinde Hündin, die da (vermutlich auch zurecht, da sie blind ist) rumkeift.

Schau, die Natur ist manchmal hart. Ein blinder Wolf hätte kaum Überlebenschancen in der Natur. Der wäre allerhöchstens eine Behinderung für das ganze Rudel. Also würde er wohl verstossen werden... genau dieses Verhalten zeigen die Hunde hier wohl auch... Nichts unnatürliches.

Aber im Zusammenleben mit Menschen können sie das nicht ausleben. Also heisst es, die blinde Hündin in den Griff zu bekommen und auch ihr die Sicherheit zu geben, dass sie an der Leine ist.

Hoffe, ich habe Dir etwas geholfen und Du siehst die Zusammenhänge nun besser... Lou ist schon ok. ;)
 
Schnitzi

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Ich bin leider keine große Hilfe und schon gar kein Experte in Hundesachen, aber ich finde Deine Reflektion sehr gut und auch, dass Du gelernt hast, auf Dein Gefühl zu hören. Besser jetzt so als mit folgenschwereren Konsequenzen!
Ich drück Dich wenn du magst und halte die daumen für eine gute Lösung!

LieGrü Schnitzi
 
Loscampesinos

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Vielen Dank, kleiner Falke, für deine Beiträge. Du hast mir wirklich geholfen.

Die Hündin war nun beim TA und die Wunde musste sogar getackert werden. :( Aber ansonsten ist alles ok. Wir haben jetzt abgesprochen, dass, wenn wir zusammen gehen die Jackrusselhündin nicht mitgeht.
Außerdem hat die Besitzerin vorgeschlagen, dass wir uns die TA - Kosten teilen, weil ihre Hündin mit den Stenkereien angefangen hat. Das möchte ich aber nicht. Zwar ist Lou (puh, wie kann man das ausdrücken, ohne, dass es falsch verstanden wird. Ich sage mal: ) nicht "ohne Grund" auf die Kleine zu, aber die Wunde hat sie verursacht und somit übernehmen wir die auch.

Probleme zwischen den beiden Hunden meiner Bekannten gibt es schon immer. Das fängt an bei so Kleinigkeiten, die mir gerade jetzt erst bewusst werden.
Man darf die Beaglehündin nicht richtig streicheln, wenn die andere dabei ist. Wenn die Beaglehündin ihr Frauchen "abknutscht", fängt die Jackrussel an zu knurren.
Es heißt dann immer: "Ja, das ist der Terrier." oder: "Ja, das war schon immer so!"
Ich glaube da sind einfach Grundsätze in der Erziehung falsch gelaufen.

Naja, nichtsdestotrotz, war das heute wirklich einfach keine schöne Situation. Zwar kann man sich Lous Verhalten erklären, aber eine Wunde zu verursachen... das finde ich schon "hart".
Lou ist jetzt aber auch total alle und hat seit dem Vorfall nur geschlafen.

Danke auch dir Schnitzi. Mir geht's jetzt schon wieder etwas besser. Das ist nur einfach so ein Schock. Wie "schnell" sowas gehen kann. Zum Glück ging es jetzt gut aus.
Naja, in so einer Situation ist Lou eben kein "kleiner Engel" (Wie ich sie immer gern nenne ;)) sondern ein Hund.
 
Loscampesinos

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Wollte euch mal weiter berichten. Bisher hatte alles super funktioniert. Sobald Loulous Verhalten Richtung "Mobbing" ging, griff ich ein.
Und so kam es zu einigen schönen Spaziergängen, mal mit der Podencohündin, mal mit der Beaglehündin. Es hatte super funktoniert.

Gestern dann ist mein Freund mit spazieren gegangen anstatt mir. Sie trafen auf die Podencohündin und es war noch alles ok. Als dann die Beaglehündin dazu kam, ging's dann wieder los. Die Podencohündin knurrte etwas, was bei Loulou dazu geführt haben muss, mitzumachen. Während die Podencohündin nur knurrte, stürtze sich Loulou knurrenderweise auf die kleine Beaglehündin.
Es ist nix passiert, aber es war wieder so schlimm, dass mein Freund eingreifen musste.

Er kam dann zurück und ich war mal wieder total mies drauf und naja. Heute haben wir uns dann wieder mit der Begalehündin getroffen und Lou war eigentlich ganz ok, aber sie forderte die Kleine die ganze Zeit zum Spielen auf, obwohl diese nicht wollte.
Die Beaglehündin versteckte sich dann und Lou gab's immer noch nicht auf und tänzelte bellender Weise um sie rum und brachte Spielsachen und zwickte ihr ins Bein.

Ganz ehrlich: Ich wusste heute nicht mehr ob das normal oder schon zuviel war. Ich war mit einer Situation überfordert, die ich die ganze letzte Zeit gemeistert habe.

Ich kann meine Loulou nicht mehr richtig verstehen. Neuerdings haben wir auch totale Probleme beim Abrufen. WIr hatten das so super geübt und ich hatte gewisse Tricks, die Lou dazu brachten wirklich immer zu hören, aber das ist ihr mittlerweile fast egal.

Sie ist jetzt 1 Jahr und ein Monat alt und ich hab das Gefühl, dass sie gerade total ihre Grenzen testet.
Ich bin jetzt auf der Suche nach einer guten Hundeschule. Ich hab hier schon 3 Stück hinter mir, die ich alle abbrach, weil mir die Erziehungsmethoden zu sehr Richtung "Gewalt, Machtgehabe" usw. gingen und weil die Trainer irgendwie nich so richtig was drauf hatten. :eusa_think:

Im Haushalt ist Loulou aber absolut super. Ich hab hier extra alle "Rudelführer-Threads" durchgelesen, Lou weicht zur Seite, wenn ich mich setzen möchte, sie frisst erst dann ihr Futter, wenn ich es ihr erlaube, sie wartet bis ich durch die Türen gehe um mir zu folgen, sie gehorcht... aber sobald wir rausgehen ist das alles wie weggeblasen und sie hört kaum noch oder "mobbt" andere Hunde. :(
Ich versteh sie einfach nicht.

Naja, am Freitag wird sie dann kastriert und muss sowieso erstmal an der Schlepp bleiben. :?
 
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