Kitten einer scheuen wildlebenden Katze (WICHTIG)

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AnKaH

AnKaH

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Hallo zusammen!
Ich brauche dringend Rat:
Bei uns im Hof einer Firma (viele Versteckmöglichkeiten) hat eine wildlebende scheue Katze ein einziges Baby geworfen.
Ich habe das kleine vor 2 Wochen entdeckt, seitdem füttere ich die Mutter. Zu dem Zeitpunkt waren die Augen geöffnet und ganz blau. Unter Mamas Aufsicht hat das kleine die Umgebung erkundet.
Am Sonntag habe ich den kleinen zu packen bekommen und festgestellt, dass es ein Kater ist, deutlich mehr
als eine Handvoll (schätz ca. 700g) gut genährt und gesund. Die blaue Augenfarbe hat abgenommen, es ist jetzt mehr ein Blauschimmer und die gelben Augen kündigen sich an.
Die Mama lässt ihn nun häufiger allein und säugt nur noch ab und zu. Die Mutti ist sehr scheu, man kommt nicht mehr als 5-8Meter an sie heran. Der kleine ist auch alles andere als zutraulich.
Aufgrunddessen nehme ich an, dass das Katerchen ca. 6-7Wochen alt ist. Nachdem ich verschiedene Meinungen von TAs und Tierheimen eingeholt habe ist dass Ergebnis:
Man sollte ihn jetzt in die Wohnung nehmen (was wir vor haben, da unser Kätzin gerne einen Spielkameraden hätte und die Umgebung durch benachbarte Jagdhunde nicht grad katzensicher ist), denn sonst adaptiert er das scheue Verhalten seiner wilden Mutter und es wäre besser, wenn er von unserer Katze sozialisiert wird und lernt.
Ist das so richtig?
Die Mama wollen wir auch fangen (mit Lebendfalle) um sie kastrieren zu lassen, aber erst, wenn das kleine von ihr weg ist.
Wie stelle ich das an? Ich nur eine ungefähre Ahnung unter welchen Paletten er sich versteckt und ich will ihn nur nehmen, wenn die Mama nicht da ist. Kann ich ihn irgendwie da raus locken? mit "komm miez miez" geht da leider nichts.
Danke für Hilfe!
Anne
 
05.07.2011
#1
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Noel

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Hi,

ganz ehrlich? Ich würde ihn auf keinen Fall von der Mama trennen. Entweder beide fangen zusammen fangen und erst noch eine Weile zusammen lassen oder erst in ein paar Wochen fangen.
Auch wenn der Kater am Anfang sehr scheu ist, er wird schnell lernen, dass die Menschen ihm nichts böses wollen.
 
N

nati*20410

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Hallo
Der kleine sollte aufjedenfall in eine Wohnung und an Menschen gewöhnt werden. Schön das ihr ihn aufnehmen wollt. Eigentlich auch klar das er dann einmal zum durchchecken zum Tierarzt sollte Wurmkur Impfen etc. Doch man gibt Kitten ja normal erst mit 12 Wochen ab. Solange sollten sie bei der Mutter bleiben. Viele Verhaltensgestörte Katzen wurden zu früh von der Mutter getrennt. Nunja es mag aber auch Katzen geben auf denen das keine Auswirkung hatte.Keine Ahnung. Doch was ist mit der Mutter? Wollt ihr sie nach dem Kastrieren wieder aussetzten? Zumal sie ja sehr scheu ist braucht es viel Zeit und Geduld sie an Menschen zu gewöhnen. Aber trotzdem kann sie ja nicht weiter draußen rumstreunern.
 
AnKaH

AnKaH

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Die Mama wollen wir wieder in ihre gewohnte Umgebung lassen und zwar versuchen, sie etwas an uns zu gewöhnen, aber draußen lassen. Ich glaube auch, dass wir sie sowieso nur zusammen fangen können, da der kleine sich so gut versteckt wenn Mama nicht da ist... Danke für eure Antworten!
 
F

FräuleinSchändlich

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Wenn du die Mutter ja ohnehin fuetterst, koenntest dus ja auch mit einer Lebenfalle vom Tierarzt/Tierheim versuchen und beide fangen? Dann vielleicht erstmal beide mit nach Hause nehmen und zusammen sozialisieren, ich denke, dass auch bei einer scheuen Katze durchaus die Moeglichkeit besteht, dass sie mal "auftaut". So waere auch weiterhin die Sozialisierung und die Bindung zueinander gegeben. Wenns die Umstaende erlauben, kannst du ja im Anschluss auch Beide behalten? Da deine Katze ja ohnehin gerne Spielgefaehrten haette, waere das ja vielleicht eine Idee..

Wenn das nicht moeglich ist, wuerde ich die Beiden trotzdem erstmal noch beieinander lassen, mindestens bis zur 12ten Woche. Vielleicht kannst du sie auch bis dahin wenigstens beide bei dir aufnehmen und separieren? Ich weiß ja auch nicht, wies mit dem Gesundheitszustand aussieht, vielleicht waere eine Quarantaene erstmal ganz angebracht.. Danach vielleicht mit der Mutter ins Tierheim, wenns keine Alternative gibt. :eusa_think:
 
AnKaH

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Vorübergehend wäre es evtl. machbar sie bei uns aufzunehmen. Wir haben eine sehr große Wohnung, allerdings wird die Vermieterin auf Dauer gegen 3 Katzen sein. Beide sehen gesund aus und die Mutter scheint keine Würmer zu haben. Unsere Katze ist geimpft. Ich stelle es mir allerdings sehr schwierig vor die ausgewachsene Katze zu sozialisieren... Tierheim will ich eigentlich nicht, da unser Hof zum Teil überdacht ist und Schutz bietet, dachte ich, dass sie weiter da bleiben kann...?
 
*Collie*

*Collie*

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Ein 6-7 Wochen altes Katerchen von der Mutter zu trennen ist mehr als nur verantwortungslos, ich kann mir fast gar nicht Vorstellen, dass da auch nur ein Tierarzt, geschweige denn ein Tierschutzverein dazu rät. Wenn ihr die Mutterkatze immer anfüttert, dann werden die kleinen auch schnell merken, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht und zunehmend zutraulicher werden. Wahrscheinlich werden die kleinen sich früher oder später auch in die Wohnung trauen (bei uns ist das eigentlich immer der Fall, ich kenne viele freilebende Katzen). Dieser "Zwang" den Kater in die Wohnung zu sperren, sollte in jedem Fall unterlassen werden!

Dass ihr die Katze kastrieren lassen wollt, finde ich super. Allerdings solltet ihr damit noch einige Wochen warten. Wartet so lang ab, bis die Kitten selbstständig fressen und auch nicht mehr gesäugt werden. Die Kitten könnt ihr dann draußen weiter anfüttern, die Katze solltet ihr nach der Kastration ersteinmal nicht raus lassen (kann man zwar machen, finde ich aber recht risikoreich). Am besten sperrt ihr sie für 1-3 Tage im Keller ein (ohne den Zwang von Menschenkontakt), das bedeutet aber widerum mehr Stress für die Katze. Da muss man abwägen.

Edit:
Die Mutterkatze werdet ihr wohl nicht mehr stark an Menschen gewöhnen können, so ist zumindest meine Erfahrung. Im Feld gibt es hier zum Beispiel eine Futterstelle für "Wild"Katzen, die Katzen sind dann alle kastriert, bzw. zweimal im Jahr gibt es eine Kastrationsaktion. Die Muttekatze wird euch sofort wieder weglaufen, wenn ihr sie rauslasst und einsperren bei einem eingefleischten Freigänger hat nichts mehr mit Tierschutz zu tuen.
 
F

FräuleinSchändlich

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Naja, wenns da relativ sicher ist, sie Unterschlupf hat, gefuettert wird und jemand auf ihren Gesundheitszustand achtet, sollte es vermutlich auch machbar sein, die Mutter wieder rauszusetzen. Vielleicht im Winter noch ein warmes Koerbchen hinstellen oder so. Wie lange streunt die denn da schon rum? Kommt ja vielleicht auch ein bisschen darauf an, ob man sie gut sozialisieren koennte oder nicht. Genauso wie auf's Alter, aber das kann man ja sicher nur schaetzen lassen. Das kann man ja dann bei der Kastration machen, die ihr ja demnaechst vorhabt.

Aber jetzt mal nur eine Theorie, die hier andere beantworten muessen: Wenn man die Beiden jetzt erstmal draußen laesst und beide erst faengt, wenn das Kitten alt genug ist, koennte es dann in der Zwischenzeit nicht passieren, dass die Mutter wieder schwanger wird? Soweit ich weiß ist das bei Katzen ja sofort nach dem Wurf wieder moeglich. Das waere eben mein Hauptbedenken dabei, die beiden so lange noch draußen zu lassen. :eusa_eh:

Und mal ganz nebenbei, ich find's sehr loeblich, dass du dir solche Gedanken machst :clap:
 
AnKaH

AnKaH

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Ich stimme dir da auf jeden Fall zu,Collie, ich möchte es auch ungern so früh trennen, aber ob du es glaubst oder nicht, ich habe gestern 7 TAs angerufen wovon mir 1 gesagt hat nicht vor der 10. Woche trennen. Von 4 Tierheimen in der Umgebung waren 2 der gleichen Ansicht. Alle anderen sagen, jetzt reinholen, mit dem Argument, dass er sonst nicht mehr als Wohnungskatze gehalten werden kann. Bei den Tierärzten denke ich, dass da vielleicht eine gewisse Profitgier Grund für einen solchen Rat ist. Wir wollen ja allen beiden nur Gutes. Deswegen freue ich mich über zahlreiche Ratschläge in diesem Forum! Nochmal Danke
 
*Collie*

*Collie*

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Wenn die Katze sowieso kastriert werden soll, dann ist es, soweit ich weiß, egal ob sie schwanger ist oder nicht. Nur die nächste Generation würde dann nicht mehr das Licht der Welt erblicken.
 
AnKaH

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Also, die Katzenmama schätze ich noch recht jung ein, 2 oder 3 Jahre. Hier herumstreuen tut sie schon ne ganze Weile, mehrere Monate. Ich habe mir sagen lassen bei meinem Informationsmarathon, dass eine Katze 4 Wochen nach Geburt wieder aufnahmefähig ist und der dazugehörende Kater streunt hier auch noch immer rum. Den Gedanken hatte ich auch schon, dass sie im schlimmsten Fall wieder trägt und wenns zu spät ist müssen wir sie ja austragen lassen. Danke für dein Lob, aber wenn man Respekt und Zuneigung für Tiere empfindet sollte man versuchen, das bestmögliche für sie zu erreichen
 
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Noel

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Ein 6-7 Wochen altes Katerchen von der Mutter zu trennen ist mehr als nur verantwortungslos, ich kann mir fast gar nicht Vorstellen, dass da auch nur ein Tierarzt, geschweige denn ein Tierschutzverein dazu rät.
Leider ist auch beim Tierärzten und auch bei den Tierschutzvereinen noch nicht angekommen, dass Katzen bis zu 12 Wochen bei ihren Mamas bleiben sollen.

Holt beide zu euch. Wenn die Mama große Angst hat und total scheu ist, dann lasst sie so gut es geht in Ruhe.
Den Kleinen könnt ihr ja derzeit schon an euch gewöhnen. Die Katze nach der Aufzucht von dem Kleinen wieder raussetzen ist kein Problem, sie wird wohl ihr ganzes Leben so verbracht haben und kennt das. Sie scheint ja zu wissen wie sich auf sich aufpasst.
Und wenn ihr euch weiterhin mit um sie kümmert ist es ja sogar nicht besser. Dann hat sie ja quasi ein Zuhause, eben nur draußen.
Die Mama kann jetzt schon kastriert werden aber auch nur wenn sie nicht länger als 3 Wochen trächtig ist.

Ich hatte letztes Jahr eine ganz scheue Katze hier. Die hat Menschen zwar gekannt, war aber total ängstlich. Sie hat die ganzen Wochen wo sie ihre Kitten aufgezogen hat, fast nur unter dem Sofa verbracht. Die Kitten waren etwas ängstlicher, haben es ja von Mama vorgelebt bekommen.
Bekannte haben sich dann entschieden, der Katze trotz ihrer Ängstlichkeit ein Zuhause zugeben.
Als sie dann herkamen um die Katze abzuholen und das Zimmer betretten haben, kam die Katze unterm Sofa hervor und ist sofort zu denen hin. Heute ist diese Katze eine kleine Diva und schmuse Katze.
Manchmal müssen eben nur die richtigen Menschen kommen.
 
N

nati*20410

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Die Mutter meines Freundes beherbergt auch 2 Streunerkater. Der eine wurde mal ausgesetzt er ist sehr zutraulich und möchte auch gestreichelt werden. Er schläft bei denen im Schuppen. Er wird täglich gefüttert. Der andere kommt nur ab und zu zum fressen und mag garnicht angefasst werden. Nur im Winter ist er meist ganz da und schläft in einer Katzenhütte auf der Terrasse. Der lebt schon Jahre lang so und den kann man auch nicht in eine Wohnung sperren. Wenn ihr sie Füttert dann kann sie wohl auch bei euch draußen weiter leben.
 
hadschihalef

hadschihalef

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Unsere beiden Streuner sind wild in der Wiese gegenüber geboren.
Zuerst haben wir sie draußen angefüttert, dann habe ich ihnen oft die Haustür aufgelassen und sie kamen freiwillig in den Flur, um das Hundefutter zu klauen.

Regelmäßig zu uns ins Haus (zu dem Zeitpunkt allerdings noch recht scheu und schreckhaft) kamen sie erst mit 5-6 Monaten...wir haben sie gewähren lassen.
Sie haben selbst bestimmt, in welchem Maß sie sich uns nähern wollten, wir haben uns zurück gehalten.
Jetzt befinden sie sich im 3. Lebensjahr und sind anhänglich, als wäre es nie anders gewesen.
 
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