Hilfe, mein Kater ist eine Großbaustelle - geht es zu Ende?

Diskutiere Hilfe, mein Kater ist eine Großbaustelle - geht es zu Ende? im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe gerade ein echt großes Problem mit meinem Kater und langsam fürchte ich, ich kann nicht mehr viel für ihn tun. Wie...
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Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade ein echt großes Problem mit meinem Kater und langsam fürchte ich, ich kann nicht mehr viel für ihn tun.

Wie ich schon einmal schrieb, hat er Wasser auf der Lunge und im Bauchraum und eine vergrößerte Leber, verursacht durch ein altersschwaches Herz (er ist 16 Jahre alt). Zur Behandlung waren wir bei der TÄ meiner Mutter (bot sich beim ersten Mal an, da Notfall) und er wird von mir täglich entwässter. Mehr wird momentan nicht gemacht und ich glaube, er hat wieder Wasser im Bauchraum, die Antwort auf meine Nachfrage war "dann eben doppelte Dosis" oO?!

Morgen gehe ich mit ihm daher zu der TÄ, bei der ich auch mit meinem Hund bin, um über alternative
Behandlungen zu sprechen. Ich glaube auch, die andere TÄ hat ihn aufgegeben. Allerdings hört das Problem damit nicht auf:

  • Er hat an drei Wirbeln eine Verknöcherung, zwei im Brustbereich (kleiner) und eine am Übergang von Becken zu Schwanz (größer). Schmerzhaft scheint sie nicht zu sein, aber er nimmt eine Schonhaltung ein.
  • Er hatte stark abgenommen, frisst aber seit 1,5 Monaten wieder normal, nimmt aber nicht zu. Jetzt habe ich Angst, dass er Diabetes oder eine SDU haben könnte.
  • Die Nierenwerte wurden bei einem Schnelltest als gut befunden, aber ich möchte noch einmal ein großes Blutbild mit allem drum und dran, jedem nur möglichen Check machen, um wirklich Klarheit zu haben.
  • Sein Fell hat natürlich an Glanz verloren, aber besonders die größere Talgdrüse am Schwanz arbeitet stark, sein Fell ist dort stets verklebt. Kann das an seinem Allgemeinbefinden liegen oder muss ich mir hier wegen noch einer Erkrankung Gedanken machen?

Sein Allgemeinbefinden scheint gut, im Kopf ist er topfit, er setzt regelmäßig Kot und Urin ab, er trinkt vermehrt (durch die Entwässerung), aber er kann auch noch raus in den Garten, steigt Treppen usw., auch wenn er fast blind ist. Ich habe das Gefühl, er hat noch Freude am Leben. Trotzdem habe ich einfach Angst, dass es zu Ende geht. Vor knapp zwei Jahren hatte er bereits einen Schlaganfall, von dem er aber wieder vollständig genesen ist.

Könnt ihr mit einen Rat geben? Kennt sich vielleicht jemand mit seinen Erkrankungen aus und kann mir da ein paar Tips geben? Was meint ihr, soll ich ihn wirklich Entwässern, mit Herzmedis behandeln (falls die TÄ das zusätzlich vorschlägt) und dann möglicherweise noch auf Insulin einstellen und mit Entzündungshemmern gegen die Verknöcherung vorgehen? Das ist einfach so viel auf einmal, an Krankheiten und Medis, aber ich habe das Gefühl, "erst eines dann die anderen" hilft ihm nicht, sondern man muss so viel wie möglich verbessern, damit auch sein Allgemeinbefinden wieder besser wird. Vielleicht erholt er sich was das Herz angeht auch besser, wenn die restlichen Baustellen gleich in Angriff genommen werden?

Ich bin langsam echt ratlos und habe schon richtig Angst vor dem Termin morgen :(
Entschuldigt den Text, ich hoffe, es macht sich jemand die Mühe...
LG
 
10.07.2011
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eifelbiene

eifelbiene

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Hallo Mischling,

ein Patient sollte immer ganzheitlich betrachtet werden und nicht nur jede einzelne Baustelle für sich. Leider ziehen viele Erkrankungen, Folgebeschwerden nach sich.

Momentan ist natürlich die Entwässerung für ihn lebenswichtig, jedoch sollte so schnell wie möglich die Ursache (also die Herzerkrankung) angegangen werden. Ist das Herz vernünftig "eingestellt", wird auch die Entwässerung nicht mehr nötig sein. Deine Bedenken, den Kater mit allen möglichen Medikamenten vollzustopfen, kann ich gut nachempfinden.

Ich habe mich mit meinem Kater, der ebenfalls einige Baustellen hatte, an eine Tierheilpraktikerin gewandt. Für ihn hat ein Mittel gereicht, um viele seiner Probleme in den Griff zu bekommen.
 
*Mischling*

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Danke für deine Antwort,

Momentan ist natürlich die Entwässerung für ihn lebenswichtig, jedoch sollte so schnell wie möglich die Ursache (also die Herzerkrankung) angegangen werden. Ist das Herz vernünftig "eingestellt", wird auch die Entwässerung nicht mehr nötig sein.
Das ist es ja, die andere TÄ meinte, eine Entwässerung würde das Herz ausreichend entlasten, da es "nur" eine Altersschwäche, keine richtige Erkrankung ist. Beim Menschen wäre es Zeit für einen Schrittmacher, nur das geht ja nicht und wäre glaube ich für die Katze auch nicht wünschenswert. Darum hole ich mir heute die zweite Meinung, da ich finde, man kann es wenigstens mal mit ACE-Hemmern oder sogar Low-Heparin-Spritzen versuchen, auch wenn diese eigentlich eher bei Herzmuskelerkrankungen oder Geschwüren angewendet werden. Meine Entscheidung ist auch gefallen: Erstmal wird Blut abgenommen und komplett gecheckt, aber alles, was man behandeln kann, wird JETZT behandelt, und nicht später, wenn er sich vielleicht erholt hat.

Aber wie steht ihr denn zu Vitaminspritzen? Eigentlich sollte er unterstützend das Nutri-Plus Gel (Vitamin- und Aufbaupaste) zu sich nehmen, doch das frisst er auf Biegen und Brechen nicht, weder im Futter noch mit "Gewalt". Und Stress will ich ihm ja auch keinen machen. Da aber nun auch das Fell schlechter ist, dachte ich, vielleicht nach einer Vitaminspritze zu fragen, sodass er vll heute beim TA und dann von mir vll in einer Woche nochmal eine bekommt, eben zur Unterstützung.

Und mit dem Zahnstein hadern wir auch -.-' Aber dazu bedarf es einer Narkose und ich glaube, das sollte man wirklich erstmal hinten anstellen.

LG

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

So, wir waren beim TA....

Viel zu sagen gibt es leider nicht, es ist schlimmer als wir dachten. Sein Herzmuskel vergrößert sich nach Innen, dadurch entsteht ein "Galopprhytmus", d.h. sein Herz schlägt über 200 Mal in der Minute. Er bekommt jetzt ACE-Hemmer und einen Frequenzsenker, das Entwässern haben wir aufgeteilt auf zwei Mal am Tag, eine Vitamin B-Spritze hat er jetzt zur Unterstützung auch bekommen. Die Blutergebnisse bekomme ich am Mittwoch, Diabetes hat man aber schon ausschließen können. Es ist wohl eher die Schilddrüse, was aber in dem Sinne posititv wäre, dass eine SDU die Herzfrequenz erhöht, d.h. wenn die behandelt wird verbessert sich auch der Herzschlag. Für seine Wirbel habe ich auch einen Entzündungshemmer mitbekommen, allerdings warten wir mit der Gabe noch bis die Ergebnisse vorliegen. Aber er hat nochmal 500g abgenommen und wieder Wasser eingelagert, weil er eben nicht gleich richtig behandelt wurde :( Die Nierenwerte haben sich auch etwas verschlechtert, wegen des ständigen Entwässerns... noch an der Grenze, aber eben bedrohlich... Ich möcht nur noch heulen. Ich hab dieses Jahr schon einen tierischen Freund verloren :022:

Ich bin gerade so fertig, ich weiß gar nicht, was ich machen soll.... Die Tabletten nimmt er nicht, allerdings hatte er heut abend nach dem TA auch keinen Hunger mehr, ich hoffe mal, morgen früh ist er hungrig genug, dass er sie mitfrisst.... Wir haben wohl Glück, wenn wir mit ihm überhaupt über den Sommer kommen :(

LG
 
Wedi

Wedi

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Das klingt alles nicht so gut. Und bei 16 Jahre die er wenn ich mich recht erinner ist, denk ich muss man auch einfach mit Alterserkrankungen rechnen. Ich wünsche euch zweien Glück und vielleicht berappelt er sich ja nochmal.
 
*Mischling*

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Danke Wedi,

es hat sich sehr gebessert die letzten Tage. Das Nierenfutter, welches er jetzt bekommt, frisst er überraschend gerne, im fällt die Tablette darin nicht einmal auf :D. Er ist auch wieder viel fitter, benimmt sich normal und putzt sich vor allem auch wieder.... Auch die Sekretdrüse am Schwanz hat sich vollständig normalisiert. Gestern waren wir bei der Nachkontrolle und es sieht gar nicht mehr so schlimm aus:

Das Fell hat sich sehr gebessert so wie seine allgemeine Erscheinung, die Herzfrequenz ist gesunken, was mich besonders freut, und wir konnten ihn endlich (wenigstens teilweise gegen Bandwürmer) entwurmen. Leider sind aber auch seine Nierenwerte etwas schlechter, Harnstoff ist normal aber der Crea-Wert liegt bei 2,8, also zwar nicht katastrohpal, aber doch erhöht.... Er bekommt jetzt über 10 Tage noch ien pfalnzliches Mittel, welches die Nieren etwas durchspült, in der Hoffnung, dass es sich wieder etwas bessert. Allerdings meinte die TÄ, wenn er ausschließlich das Nierenfutter frisst kann er mit dem Wert durchaus leben, wenn alles gut läuft. Er darf nur nicht weiter steigen. Allerdings bekommt er das Nierenfutter ja auch erst eine Woche lang, also geben wir der Sache noch eine Chance ;). Und er hat sein Gewicht gehalten und nicht weiter abgenommen, ich bin ganz happy :D.

Also alles in allem scheinen wir einen stabilen Zustand zu erreichen, sodass er, wenn er keinem Stress und keiner Hitze ausgesetzt wird, vielleicht noch ein paar Monate oder sogar zwei oder drei Jahre zu leben hat. Und wenn er die 20 erreicht wäre das ja auch ein mehr als stolzes Alter :D.

PS: Wenigstens sind die Nierenwerte unserer 18-jährigen Katze völlig top, ein weiterer Grund sich zu freuen :mrgreen:.

LG
 
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