Ein jährigen Hund tranieren und Angst nehmen

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Lubaya

Lubaya

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Hallo an alle,
ich habe ein paar fragen und hoffe auf ein paar tipps von euch.

Also ich arbeite nun seit einer Woche in der Tierhilfe Marsa Alam in Ägypten und einer der Hunde, Simba wird mein Hund werden.

Simba ist etwas über ein Jahr alt. Seine Mama
wurde damals von der Tierhilfe hochschwanger aufgenommen.

Die Tierhilfe hat natürlich durch die viele Arbeit, wenig zeit für das Tranieren von den Hunden und ich möchte nun mit Simba ein wenig Arbeiten. Wie mach ich das am besten, soll ich wie bei einem Welpen rangehen? Oder muss ich was besonderes beachten.

Meine Hündin damals war viel jünger und hat alles direkt verstanden. Jacky halt. :D

So ist Simba ein toller Hund und beim Spazierengehen auch sehr ruhig und nicht am ziehen. Er hat nur das Problem, dass er total Angst vor Autos und Ägyptern hat.
Er versucht dann mit allen mitteln weg zukommen und steigt.
Wie bekomm ich das am besten raus?

Weil wenn ich irgendwann evtl. wieder nach Deutschland gehe, muss er mit Autos klar kommen, den dort sind doch einige mehr Autos wie hier.

Bin für jeden kleinen Tipp dankbar.
 
26.07.2011
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
*Mischling*

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Moderator
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Er hat Angst vor Ägyptern? Du meinst vor Menschen im Allgemeinen oder?

An sich fängst du an wie bei einem Welpen, du sozialisierst ihn langsam und vorsichtig, begibst dich nach und nach in fremde Situationen, um ihm alles mal zeigen zu können, und baust sein Vertrauen zu dir auf. Wenn er vor etwas Angst hat, nimm dir Zeit und zeig es ihm, zwing ihn aber zu nichts. Dann kannst du täglich immer wieder die "entschärfte" Gefahrensituation mit ihm suchen, sodass er sich allmählich daran gewöhnt.

Bei einem Auto würde ich mit dem stehenden Fahrzeug mit ausgeschaltetem Motor anfangen und ihn (wenn es eine passende Stelle dafür gibt, also eingezäunt), einfach ohne Leine mal in die Nähe lassen. Mach die Türen auf und setzt dich an/in das Auto. Dann lässt du ihm so viel Zeit wie er braucht, um sich selbst daran und darin umzuschauen. Vielleicht würde es ihm auch helfen, selbst in einem Auto mitzufahren. Wenn das klappt kannst du dich in sicherer Entfernung Strassen nähern, am Anfang besser weniger stark befahrenen, und einfach mal parallel dazu laufen. Dann hat er Zeit sich das in Ruhe anzuschauen. Die Entfernung wird dadurch bestimmt, dass der Hund das Objekt/Auto zwar sehen und hören kann, es ihn aber nicht beunruhigt.

Zum Thema Mensch findest du hier im Forum bestimmt einiges mit der SuFu ;). Generell gilt auch hier, Abstand zu wahren, dem Hund Freiraum zu lassen, geduldig und ruhig zu bleiben und ihn zu nichts zu zwingen. Weise auch die Leute an, nicht auf ihn zuzugehen, sondern ihn herkommen zu lassen, sich nicht über ihn zu beugen, freundlich, ruhig und leise mit ihm zu sprechen usw.. Begib dich gezielt in die Nähe von Leuten, beginne aber mit Einzelpersonen und steigere dich erst dann zu kleineren Grüppchen, wenn er absolut sicher mit einzelnen ist. Du kannst den Personen auch Leckerli geben, mit denen sie den Hund allerdings nicht locken sondern lediglich bestätigen sollen, wenn er herkommt. Zeigen können sie ihm dieses aber durchaus ;). Kommen dir beim Laufen auf einmal viele Menschen entgegen, versuch auszuweichen, damit er keine richtige Panikattacke bekommt (falls es wirklich so schlimm ist).

Wichtig ist auch, ihn sofort zu loben, wenn er sich ruhig verhält oder sogar der Situation nähert. Nicht mit überschwänglichem Hüpfen und Jubeln, sondern mit einem ruhigen "fein, gut gemacht", sonst machst du ihn vielleicht selbst wieder nervös. Da kommt es aber auch auf den Typ Hund an.

Allgemein wollte ich noch gesagt haben: Wenn der Hund steigt und sich rückwärts in die Leine stellt, geh mit ihm zurück. Sprich ruhig mit ihm und geh so weit mit ihm zurück, bis er stehen bleibt und sich die Sache aus der Ferne anschaut. Dann weißt du für das nächste Mal auch, welchen Abstand du vorerst einhalten musst, um ihn nicht zu verunsichern.

LG
 
M

Mietze2812

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Also wegen der Autos, würde ich mit dem Hund in die Nähe einer viel befahrenen Straße gehen und mich mit dem Hund dort eine ganze Weile hinsetzen. Dann wagt man sich mit dem Hund noch ein Stück näher dran und bleibt auch eine ganze Zeitlang einfach sitzen und beguckt sich die Gegend oder liest etwas, damit der Hund die Gelassenheit mitbekommt. Dann wieder ein Stück näher und so weiter und zuletzt an der Straße natürlich auch ewig lange einfach zusammen mit dem Hund hinsetzen. In Bezug auf andere Menschen würde ich Leuten Bescheid sagen, die ich kenne, dass sie mir auf einem ausgewählten Weg immer in Abständen entgegenkommen, ohne mich jedoch anzusprechen und ohne dabei den Hund anzusehen. Den Hund muss man dabei auf der anderen Seite führen. Das heißt zwischen der fremden Person und dem Hund steht der Besitzer sozusagen als Beschützer. Nach einer Weile kann man mal versuchen, dass einem die Person, die einem entgegenkommt, die Hand zum Grusse entgegenstreckt und ein paar Worte wechselt. Dann kommt einem der nächste entgegen, der gibt einem wieder die Hand etc.
 
Lubaya

Lubaya

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Hallo und danke für eure Antworten.
Nein ich meine nicht Menschen im Allgemeinen sondern Ägyptern.
Wir sind hier ja in Ägypten, vor Europäern hat er keine Angst, also als er mich zb. kennengelernt hat, ist er direkt auf freudig auf mich zu.
Ägypter sind ja um einiges dunkler wie Europäer.
Da liegt auch gleich das nächste Problem. Die meisten Ägypter finden das Hunde unrein sind und fassen diese nicht an. Bzw die meisten haben sogar Angst vor Hunden. So das ich nicht die möglichkeit habe einen Ägypter in seine nähe zu bekommen.

Er hat eigentlich nie schlechte erfahrungen mit Ägyptern oder Autos gemacht. Das Problem bei den Autos ist halt immer, dass die Ägypter immer und überall Hupen.

Ich lobe Ihn schon immer, wenn er einigermaßen sicher an einem Auto vorbei geht. Es gibt zeiten da steigt er, ein anderes mal wird der Schwanz totale eingezogen und ein anderes mal ist der Schwanz oben.
Selbst wenn wir weit in der Wüste sind, wo eigentlich keine Autos fahren, reagiert er, wenn er weiter weg ein Auto hört.

Wir selber haben kein Auto, aber wenn bei uns vor Haus ein Auto steht, geh ich immer mit Ihm nah ran und lobe Ihn wenn er ruhig ist.
 
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