überdrehte Begrüßung

Diskutiere überdrehte Begrüßung im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Leute, ich hab mit meiner Hündin immer noch ein kleines Problem. Wenn es klingelt schießt sie zur Haustür. Inzwischen kann man sie...
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Hundenase

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Hallo Leute,

ich hab mit meiner Hündin immer noch ein kleines Problem. Wenn es klingelt schießt sie zur Haustür. Inzwischen kann man sie problemlos ins Sitz bringen, aber man sieht ihr die Anspannung an. Also sie wedelt wie wild mim Schwanz, trippelt mit den Vorderpfoten und fiept.
Der Besuch kann problemlos reinkommen, früher oder später kann sie dann aber nicht mehr an sich
halten und schießt los. Und dann halt auch das ganze Programm. Springt hoch fiept noch mehr und dann rennt sie oft einmal durchs Haus. Kurzum: sie ist total überdreht.
Wir bekommen nicht oft Besuch (bei solchen Leuten Solls ja typischer sein mit diesen Problemen). Nur in vier Wochen werden wir hier full house haben, u.a. ihre Lieblingsmenschen, Kinder. Da dreht sie dann nochmal mehr auf.

Habt ihr irgendwelche Vorschläge wie ich das Problem in den Griff bekommen könnte?

Bestätigen, solang sie sitzt, geht fast nicht. Jedes Wort aus meinem Mund, wenn es nicht "Sitz" ist, legt in ihrem Kopf den Schalter um und sie rast los, Leckerlie werden komplett ignoriert, mim Clickern haben wir grad erst angefangen und Handkontakt legt leider auch den Schalter um.

Ach ja, wenn ich heim komm, egal ob ich Klingel oder mim Schlüssel aufmacht, ist das nicht so. Meist bleibt sie auf ein wenig Distanz stehen, wedelt wild, kommt dann her und schmiegt sich kurz an mich und fiept dabei auch ein wenig. Währenddessen zieh ich mich in Ruhe aus, quatsch mit meinen Eltern, sofern sie da sind und begrüße dann selbst den Hund.
 
08.09.2011
#1
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Guest

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kleiner Falke

kleiner Falke

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hallo

Ich würde Dir empfehlen, sie daran zu gewöhnen, dass sie auf ihre Decke geschickt wird. Die sollte irgendwo in einer ruhigen Ecke, nicht an einer zentralen Stelle liegen. Übe das zuerst mir ihr natürlich ohne Besuch. Immer wieder auf die Decke schicken, wenn sie eine Weile entspannt dort lag, sie loben und die Übung wieder auflösen (also das heisst, sie kann sich wieder frei bewegen). Das muss so fest sein und sie muss sich dort so wohl fühlen, dass Du dies dann auch mit Besuch üben kannst. Da kann Dir vielleicht jemand helfen. Jemand klingelt, Du schickst den Hund ganz ruhig (Du solltest dabei wirklich ruhig und souverän bleiben) auf die Decke. Liegen lassen, wenn sie sich entspannt, loben und wieder freigeben. Die Türe wird nicht geöffnet, es geht nur um den Klingelton.
Dies übst Du so lange, bis sie merkt: "auch wenn es an der Türe klingelt, es kommt nicht immer jemand".

Wenn dies auch gut klappt, dann kannst Du (ebenfalls mit gestelltem Besuch) weiterüben. Klingeln, Hund auf die Decke, Besucher rein. Dieser ignoriert den Hund komplett, auf keinen Fall ansprechen, kein Blickkontakt. Aufs Sofa setzten, plaudern. Dann, wenn der Hund entspannt liegt, kann er dazu kommen und darf hallo sagen. Aber nur ruhig, sobald sie sich wieder zu sehr in was reinsteigert wieder auf die Decke schicken. Wichtig ist halt auch, dass der Besuch den Hund wirklich zuerst ignoriert und dann auch wenn er kommen darf, nichts wildes macht! Kurz hallo, mal über den Kopf streicheln, gut ist. Sonst heizt die sich wieder total auf. :?

Bestimmt kannst Du dies alles auch mit dem Klickern, falls sie das schon gut genug kennt, verknüpfen, dann würde ich halt immer dann klickern, wenn sie brav und entspannt auf der Decke liegt. Und natürlich kannst Du ihr die Decke auch mit dem Klicker schmackhaft machen. Ich bin allerdings keine Klickerin, darum halte ich mich hier etwas zurück, da gibt es andere im Forum, die darüber mehr schreiben können :p

Bei Kindern ist die Sache dann nicht mehr so einfach... :p Dennoch hoffe ich, dass Du, bis zu dem Besuch in 4 Wochen schon soweit bist. Wenn Du ab sofort anfängst, dies konsequent mehrmals täglich zu üben, könnte es klappen... Viel Erfolg! ;)
 
Flumina

Flumina

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Huhu

ich würde es genau so machen wie Kleiner Falke sagt. Erst Kürzlich schaute ich Martin Rütter und der hat es genau so gemacht (der Hund hatte aber ein Pinkelproblem) aber das Training ist das selbe. Viel erfolg
 
H

Hundenase

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Danke für eure Tipps. Wir können dann gleich mit Stufe 2 anfangen, denn sie lässt sich mit einem einfachen "Husch" schon ins Körbchen schicken. Und dann brauch ich nur noch Unterstützung aller Beteiligten und das wird wieder das komplizierteste :roll:. "Du bist so gemein zu deinem Hund." "Nichts darf dein Hund." "Der will uns doch nur begrüßen."

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das einzige Problem, das vielleicht noch entstehen könnte, aber vielleicht denk ich zu weit: meine Hündin hält sich für gewöhnlich untertags im ersten Stock auf (wie wir andern meistens auch). Türe und Wohnzimmer, wo man dann mit Gästen hingeht, ist im Erdgeschoss. Ist es nicht sehr viel verlangt von ihr, dass sie noch nicht einmal sehen kann, wer rein kommt?
 
Flumina

Flumina

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ich nehm an Ihr sitzt mit den Gästen dann ja auch im Wohnzimmer oder? Dann richte Ihr im Wohnzimmer einen Platz ein. Sie soll ja auch dabei sein.
 
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Hundenase

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Sie hat schon auch nen Platz im Wohnzimmer, nur nutzt sie den nur am Abend. Soll ich sie dann, wenns klingelt auf ihren Platz schicken? Oder soll sie zum Üben schon auf ihrem Platz liegen?
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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ich würde den Platz im Wohnzimmer nehmen. Ganz "ausgestossen" soll sie sich ja auch nicht fühlen... ;) Ich denke aber, Du kannst da selber gut einschätzen, wo es ihr wohler ist...
 
DyingDream

DyingDream

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...

Bei uns läuft diese 'Therapie' so aus, dass ich JEDESMAL, wenn es an der Tür klingelt die Leine schnappe, Tacka kommentarlos dran mache und dann mit zur Tür nehmen.
Dort wird sie kommentarlos hinter mir gehalten, Post entgegen genommen oder Besuch rein gelassen.

(Meine freuen sich aber auch weniger über Besuch, sondern finden es eine Frechheit, dass die hier in unserem Revier stören wollen. *poing*)

So viel Besuch bekommen wir leider auch nicht, weshalb sich das Training auch etwas in die Länge zieht.. *seufz*

Aber die ersten Fortschritte konnten wir mit dem wenigen aber halt konsequenten Weg nach den ersten Wochen auch schon erkennen.

Inzwischen kommt es immer häufiger vor, dass Tacka von alleine auf ihren Platz geht, wenn es nur klingelt und etwas genervt ist, dass sie schon wieder an der Leine mitgeschleppt wird. ;D

Unser Problempunkt ist noch, wenn die Tür offen steht und meine ältere Hündin Radau macht. Da meint Tacka natürlich mitmachen zu müssen.
Aber meist überhört meine alte Lady das klingeln inzwischen oder es ist ihr Schnuppe.

--
Das ihr das Problem in den paar Wochen in den Griff bekommt... *puh* ...da müsst ihr dann aber wirklich mehrmals täglich dran üben.
Ansonsten ist das so ein Thema, was einfach etwas länger dauert, bis der Hund versteht, dass der Besuch nicht für ihn ist. ;)
~§~
 
deutzia

deutzia

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Hallo,
habe das gleiche Problem mit der "überdrehten Begrüßung". Unsere springt dann alle an, geht durch die Beine, tobt wuselnd, wienselnd durch die Gegend. Jetzt kamen meine Schwiegereltern für eine Woche zu Besuch und ich hatte echt panische Angst, daß der Hund sie in ihrer Freude umschmeißt. Noch dazu wo meine Schwiegereltern nicht unbedingt zu den "Tierliebhabern auf Nähe" gehören (Tiere sind schön - aber Haustiere muß nicht sein)

Aber es verlief ganz okay.

Ich habe meine Schwiegereltern im Vorfeld gebeten, wenn sie es nicht mögen, daß der Hund so überschwenglich mit ihnen ist, ihn einfach zu ignorieren, was ihnen nicht schwerfiel. Ich habe also meine Dicke bei der Begrüßung erst mal am Halsband festgehalten, was erst mal gar nicht so einfach war und habe sie dann mit einem Leckerli auf ihre Decke geschickt. Ich denke Lieblingsspielzeug, daß einige Tage unter Verschluß war, geht dann auch... Als wir dann im Wohnzimmer war, durfte sie auch mit, aber auch dort auf ihre Decke. Da hatte sie sich dann schon beruhigt und alles lief friedlich ab.

Nachts hatte ich auch Angst, wenn meine Schwiegereltern mal auf die Toilette müssen, daß das nicht gut geht. Auch da habe ich sie wieder gebeten, falls der Hund da aufsteht, sie einfach zu ignorieren, maximal "Nein ich bin müde" zu sagen. Klingt zwar blöd, aber wenn ich nachts mal muß, sage ich das immer und sie trottet wieder auf ihre Decke um mich dann, wenn ich ausgeschlafen habe freudig zu begrüßen! Hat wirklich wunderbar geklappt! Wahrscheinlich aber auch weil sie gemerkt hat "Da ist keine Action zu erwarten" Meine Schwiegereltern haben den Hund ja auch nicht permanent ignoriert. Aber durch das zeitweise Ignorieren hat der Hund sehr schnell mitbekommen, daß nicht sie entscheidet.

LG
 
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