Berufe mit Tieren

Diskutiere Berufe mit Tieren im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Hallo zusammen:D Ich mache gerade mein Abitur und bin nächstes Frühjahr/Sommer fertig und daher auf Berufssuche. Eigentlich möchte ich Lehramt...
Tinkalein

Tinkalein

Beiträge
62
Punkte Reaktionen
0
Hallo zusammen:D

Ich mache gerade mein Abitur und bin nächstes Frühjahr/Sommer fertig und daher auf Berufssuche. Eigentlich möchte ich Lehramt studieren, aber so richtig ausfüllen würde mich das glaube ich nicht, denn am glücklichsten bin ich, wenn ich mit Tieren zusammen bin (habe selbst welche).

Ist die Liebe zu Tieren Grund geung einen Beruf aufzugreifen der mit Tieren zu tun hat?
Welche Berufe gibt es, außer Tierarzt (denn Medizin liegt mir nicht)?

Arbeitet jemand von euch selbst mit Tieren und kann davon berichten (positives/negatives) ?


Danke schonmal für eure Hilfe ;)
 
  • #1
A

Anzeige

Guest
Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
S

SusanneC

Beiträge
15.432
Punkte Reaktionen
0
Hallo!

Es gibt leider nicht sonderlich viele Berufe mit Tieren, und nachdem Tierarzt und Tierarzthellferin schon mal Ausscheiden:

Tierpflegerin/Pferdepflegerin: Schlecht bezahlt, oft Knochenhart (50 Kilo schwere Hafersäcke, ausmisten, putzen, Einstreuen, Heubballen rumwerfen), hauptaufgabe ist wirklich putzen, putzen und nochmal putzen, Ausmisten... naja, also nicht so wirklich schön. Gibt es in Tierheimen, Zoos, Hundepensionen, Tierversuchslaboren. Noch dazu Schichtarbeit, und eigentlich verdienst Du gleich mal deutlich weniger, weil sich die Bewerber trotzdem drum reißen damit sie mit Tieren arbeiten können. Körperlich belastbar solltest Du auf jeden fall sein. Oft wird vor der Ausbildung ein einjähriges unbezahltes Praktikum verlangt.

Zooladenfachverkäufer. Muss man eben oft tierschutzwiedriges Zubehör verkaufen, zu kleine Käfige, und Tiere an Leute, die das besser sein lassen sollten. Wenn Du gar zu oft der Familie mit dem 5jährigen Kind sagst, dass ein hamster im Schuhschachtelgroßen Käfig vielleicht nicht so das geeignete Haustier für ein Kind ist, das um 19 Uhr ins Bett gehlört, bist Du die Stelle oft recht schnell wieder los.

Solche BErufe wie Tiertrainer, hundetrainer etc. sind nicht anerkannt und erfordern eigentlich dass man sich selbständig macht.

Wie wäre es mit einem Studium der Biologie? Bei verhaltensbiologie gibt es viele, die direkt viel mit tieren zu tun haben, aber ist dann eben eher labortierhaltung, da gibt es aber auch nette Bereiche (meerschweinchen uni Münster zum beispiel)
 
Momole

Momole

Beiträge
25.085
Punkte Reaktionen
0
denkbar wäre auch journalistin im bereich der tierberichterstattung. es gibt ja nun zahlreiche TV-Tier-Formate. oder auch genügend zeitschriften in dem Bereich
 
ST0FFEL

ST0FFEL

Beiträge
3.164
Punkte Reaktionen
0
Verhaltensbiologie fände ich auch ne super Idee, vor allem, da du Abitur machst. Ich "kenne" zwei, die Verhaltensbiologie studiert haben und jetzt mit Tieren in richtig schöner Art und Weise zusammenarbeiten. Beide sind aus der Pferdeecke.
Für einen kleinen Eindruck hier mal die HPs:
http://www.mein-tier-online.de/andrathiel/
http://www.pferdsein.de/
Und noch eine Verhaltensbiologiestudentin, auch aus der Pferdeecke:
http://www.spassmitpferd.at.tf/

Und hier noch eine Seite von jemandem, den ich nicht "kenne" aus der Hundeecke:
http://canissapiens-hundetraining.blogspot.com/p/uber-mich.html

Mit einem Studium in der Richtung kann man also recht viel machen. Mit Tieren. Körperlich dürfte es auch nicht so extrem sein und die Verdienstmöglichkeiten wahrscheinlich etwas besser als beim Tierpfleger. ;)
 
Adraste

Adraste

Beiträge
13.000
Punkte Reaktionen
1
Für Verhaltensbiologie muss man erstmal Biologie studieren (mit allem, was dazugehört) und sich dann im Verlauf des Studiums darauf spezialisieren. Dazu sollte man auch schauen, in welche Richtung die Verhaltensbiologie an der jeweiligen Uni geht. Verhaltensbio kann auch heißen, dass man im Labor steht und Insekten zerkleinert, um die Gene zu untersuchen. Mit Haustieren hat es selten etwas zu tun und die Tätigkeiten, die auf den von Stoffel verlinkten Homepages aufgeführt sind, kann man auch ohne Biologiestudium ausüben.
So toll das Studium auch sein kann, die Berufsaussichten sind unterirdisch. Als Biologe ist es allgemein schon schwer, überhaupt etwas zu finden, aber mit Verhaltensbiologie muss man sich wirklich schon was einfallen lassen. Ich kenne keinen Verhaltensbiologie-Studenten, der eine Arbeit in dem Bereich gefunden hat. Ohne Promotion (zusätzlich zu den mind. 5 jahren Studium nochmal mindestens 3-4 Jahre), bekommt man auch an den Unis keinen der wenigen, begehrten Jobs (die allerdings immer befristet sind, d.h. in allerspätestens 5 Jahren fängt die Suche von vorne an, Bezahlung ist auch eher mäßig im Vergleich zur Arbeit). Man kann natürlich viel Glück haben und alles klappt wie gewünscht, aber die Realität sieht leider anders aus.
Ich möchte nicht direkt davon abraten, auch wenn es sich jetzt sehr negativ anhört, aber du solltest dir genau überlegen, ob es das ist, was du möchtest.
 
Tinkalein

Tinkalein

Beiträge
62
Punkte Reaktionen
0
Danke erstmal für eure antworten bis hierher....so viele berufe mit tieren scheint es ja wirklich nicht zu geben. also medizin ist halt so überhaupt nicht meins...wenn ich dann biologie studiere und irgendwann ein auge sizieren muss oder so, da kipp ich um...
wie sieht es aus mit tierpsychologie? gibts das? gehört das zu verhaltensbiologie?
 
S

SusanneC

Beiträge
15.432
Punkte Reaktionen
0
Das ist kein anerkannter BEruf, da kann sich jeder ein Schild an die Tür hängen. Außerdem wäre da Erfahrung mit möglichst vielen Tierarten schon empfehlenswert, und das langjährig. Und Du müsstest Dich selstständig machen und erst mal Kunden finden, ich fürchte, davon kann man nicht leben.
 
Momole

Momole

Beiträge
25.085
Punkte Reaktionen
0
wie wäre es mit tierheilkunde ?
 
Winniegirl

Winniegirl

Beiträge
1.101
Punkte Reaktionen
0
Ich möchte hier nur kurz einwerfen, dass bei einem Biologiestudium definitv das Sezieren von Tieren Bestandteil ist. Genauso wie bei einer Ausbildung zum Tierpfleger. Von den ganzen tiermedizinischen Bereichen mal abgesehen.

Wenn du also jetzt schon weißt, dass du das definitiv nicht kannst, dann kannst du dir diese beiden Bereiche schon mal abschminken ;)
 
Momole

Momole

Beiträge
25.085
Punkte Reaktionen
0
mit tierheilkunde meinte ich jetzt eher sowas wie heilpraktiker, der also auf homöoptahischer ebene arbeitet ;)
 
Winniegirl

Winniegirl

Beiträge
1.101
Punkte Reaktionen
0
mit tierheilkunde meinte ich jetzt eher sowas wie heilpraktiker, der also auf homöoptahischer ebene arbeitet ;)

Naja, aber selbst da muss man doch mit Sicherheit anatomische Kenntnisse vorweisen können (was ja auch sinnvoll ist)... und die kriegt man numal am besten, wenn man eben "selbst mal reinschaut" ;)
 
Adraste

Adraste

Beiträge
13.000
Punkte Reaktionen
1
Tierheilpraktiker kann sich auch jeder nennen, das ist kein anerkannter Beruf. Es bestehen die gleichen Probleme wie bei Tierpsychologie.

Du kannst auch Agrarwissenschaften studieren, und dabei Richtung Tierzucht gehen, vorausgesetzt, du interessierst dich für Landwirtschaft. Das Studium ist aber ähnlich dem Biologiestudium, nur wirtschaftlicher ausgelegt. Dafür kannst du um das Sezieren eventuell herumkommen. Die Berufsaussichten leider ebenfalls nicht so toll, wenn man keinen eigenen Hof bewirtschaften möchte.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass du mit dem Lehramtsstudium keine schlechte Wahl getroffen hast;) Tierpsychologie oder Tierheilkunde kannst du ja nebenbei trotzdem machen. Dann siehst du ja, ob es zum Leben reichen könnte und dich ggf. damit selbständig machen.
 
Nienor

Nienor

Beiträge
38.005
Punkte Reaktionen
339
Ich möchte hier nur kurz einwerfen, dass bei einem Biologiestudium definitv das Sezieren von Tieren Bestandteil ist.

Kann ich nicht bestaetigen, kommt sicherlich auch auf die Universitaet an. Es war bei uns nicht obligatorisch, kam nur in den Uebungen vor, bei denen man nicht anwesend sein musste und das Sezieren der Sepia habe ich auch verweigert .. und ich erwarte nicht, dass ich im restlichen Verlauf irgendetwas sezieren muss.
An deutschen Unis scheint da aber anders zu sein, da duerfen zum Teil Erstsemestler gleich mal Nager sezieren und das obligatorisch .. jede Uni siebt halt anders aus *huestel* da ist mir die Chemie doch lieber ..

Nach dem Lehramtstudium koenntest du eine Weiterbildung in tiergestuetzter Paedagogik machen und Tiere zu Lernzwecken einsetzen, faellt mir gerade ein.
 
Winniegirl

Winniegirl

Beiträge
1.101
Punkte Reaktionen
0
Kann ich nicht bestaetigen, kommt sicherlich auch auf die Universitaet an. Es war bei uns nicht obligatorisch, kam nur in den Uebungen vor, bei denen man nicht anwesend sein musste und das Sezieren der Sepia habe ich auch verweigert .. und ich erwarte nicht, dass ich im restlichen Verlauf irgendetwas sezieren muss.
An deutschen Unis scheint da aber anders zu sein, da duerfen zum Teil Erstsemestler gleich mal Nager sezieren und das obligatorisch .. jede Uni siebt halt anders aus *huestel* da ist mir die Chemie doch lieber ..

Nach dem Lehramtstudium koenntest du eine Weiterbildung in tiergestuetzter Paedagogik machen und Tiere zu Lernzwecken einsetzen, faellt mir gerade ein.

Also, ich weiß es von einer Freundin, die Biologie studiert hat. Da nennt sich das ganze dann relativ harmlos "zoologische Anfängerübung" (die bei ihr übrigens eine Pflichtveranstaltung war... ohne gab's keinen Schein)... ist aber nix anderes als Sezieren.
Selbst ich musste die Übung absolvieren (dauerte ein ganzes Semester), und das, obwohl ich "nur" Anthropologie studiert habe. :?
 
ST0FFEL

ST0FFEL

Beiträge
3.164
Punkte Reaktionen
0
Nach dem Lehramtstudium koenntest du eine Weiterbildung in tiergestuetzter Paedagogik machen und Tiere zu Lernzwecken einsetzen, faellt mir gerade ein.

Da würde ich aber eher kein Lehramt studieren. Eher Ergo- oder Physiotherapeut werden und dann da tiergestützte Therapien anbieten.

Meine Freundin hat Biologie mit Schwerpunkt Ökologie in Österreich studiert und musste auch nix sizieren.
Mein ehemaliger Klassenkamerad hat auch Biologie studiert und arbeitet jetzt bei der Stadt. Er kümmert sich unter anderem darum, ob die Haltungsbedingungen von Schildkröten und Co eingehalten werden und auch um einige Schutzgebiete. Ob er sizieren musste, weiß ich aber nicht. Hab ich nie gefragt.
 
Winniegirl

Winniegirl

Beiträge
1.101
Punkte Reaktionen
0
Off-Topic
Es heißt übrigens "sezieren" ;) *klugscheißmodusaus*
 
Adraste

Adraste

Beiträge
13.000
Punkte Reaktionen
1
In Deutschland gehört das Sezieren zum Bio-Studium dazu. Wobei das kein Aussieb-Kurs war, sondern letztendlich wider Erwarten sogar fast allen Spass gemacht hat. Ich habe sogar die Erweiterungsmodule dazu belegt-nicht, weil ich das Sezieren an sich so toll fand, sondern weil mich die Thematik dahinter interessiert hat. Selbst wenn die Sezierkurse kein Bestandteil des Grundstudiums mehr sein sollten, spätestens wenn dein Studium Richtung Tiere oder medizinische Forschung (Zoologie, Neurobiologie, Tierphysiologie etc.) geht, kommst du um das Arbeiten mit (Labor-)tieren nicht herum. Dagegen ist das reine Sezieren noch recht harmlos.

In Verhaltensbiologie werden Experimente mit lebenden Tieren gemacht, das ist auch so eine Gewissensfrage, wobei es bei den Experimenten wie gesagt auf die Schwerpunkte der Uni ankommt. Ich saß zwar auch mal im Zoo und habe Tiere beobachtet, aber das war nur ein Versuch zwischen vielen, die im Labor stattfanden.

Während des Biologie-Lehramtsstudiums bieten viele Unis Zoopädagogik als Zusatzqualifikation an. Allerdings hast du da wieder das Bio-Studium:?
 
Thema:

Berufe mit Tieren

Berufe mit Tieren - Ähnliche Themen

Katzen im Beruf: Hallo :) Mein Name ist Katrin ich bin 25 Jahre alt und komme aus der nähe Stuttgart. Ich bin Erzieherin und studiere neben bei soziale arbeit...
Katze beim TA durch unterlassener Nothilfe verstorben: Hallo liebe Foren-Community, Erstmal wünsche ich Euch Allen ein Frohes Neues Jahr! Ich hoffe Ihr seid gut reingekommen! Meines ist schrecklich...
Zwerggarnelen: Grundlagen der Haltung: Wer sich mit der Haltung von Zwerggarnelen beschäftigt, muss vieles beachten. Die wichtigsten Informationen sind hier zusammengefasst. Ausführlich...
Kastration bei Katzen: Kastrierte Katzen leben länger. Gleichzeitig helfen verantwortungsvolle Katzenhalter mit der Kastration ihrer Tiere dabei, das Katzenelend zu...
Wenn alles anders kommt... Latente Leukose: Ich erstelle diesen Thread in erster Linie, um zu sensibilisieren, zumal es in Foren praktisch keine aktuellen Threads zu diesem Thema gibt. Das...
Oben