Einen Zwinger und kein Freilauf? Richtig?

Diskutiere Einen Zwinger und kein Freilauf? Richtig? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Ich bin gerade etwas geschockt und hallo erstmal :) Ich möchte mir bald ein Hund anschaffen und bin fasziniert von Huskys. Ich weiss das der Hund...
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ValerieS.

ValerieS.

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Ich bin gerade etwas geschockt und hallo erstmal :)

Ich möchte mir bald ein Hund anschaffen und bin fasziniert von Huskys. Ich weiss das der Hund nichts für mich ist und ich werde mir auch keinen zulegen. Ich weiss er brauch viel Bewegung und so weiter und mich hat einfach mal die Haltung interessiert.
Dann habe ich eine Homepage
gefunden:
http://www.huskyzauber.de/addon/huskyrat.php

Man beachte den Punkt:
Ein Siberian sollte zu seinem Schutz immer angeleint werden. Wenn du zu den Leuten gehörst, die es für Tierquälerei halten, einen Hund niemals frei laufen zu lassen - Kaufe dir keinen Husky!

  • Ich glaube, daß es besser ist, einen Hund in einem sauberen Zwinger zu halten, als ihn frei herumlaufen zu lassen. Ja, ein Zwinger- bzw. angeleinter Hund verpaßt eine Menge im Leben:
  • die Chance von einem Auto überfahren zu werden
  • das Vergnügen schmutzig und voll Zecken und Würmern zu sein
  • die Gelegenheit von anderen Hunden attackiert zu werden
  • das Vergnügen krank an Durchfall und Grippe zu werden
  • die Freude von halbwüchsigen Kindern geärgert zu werden
  • den Nervenkitzel im Gelände erschossen zu werden
  • nicht zuletzt den Komfort, nicht zu wissen wo er hingehört

Also ich bin da etwas entsetzt darüber, das is doch kein Hundeleben wenn er nicht frei laufen darf?! Sehe ich das falsch?? Falls ich es richtig sehe, fnide ich es eine Frechheit Leute davon überzeugen zu wollen das die Huskys niemals frei rumlaufen dürfen und in einen Zwinger gehören...
Lg vivi
 
09.12.2011
#1
A

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Guest

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akani

akani

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Huskys kann man leider in der Regel wirklich nicht ableinen, da sie einen starken Jagdtrieb haben.
Damit muss man umgehen können, vereinzelt kann man Huskys mit gutem Training auch ableinen.
Aber den Hund deshalb im Zwinger zu halten, finde ich nicht gerechtfertigt.
Wenn man sich für Zwingerhaltung beim Husky entscheidet, dann lebt er dort im Rudel mit anderen wetterfesten Hunden und lebt draußen, weil das natürlicher ist als ein Leben drinnen.
Aber eigentlich können sich Huskys auch an das Leben bei uns im Haus gewöhnen, gerade wenn sie mit den Temperaturen hier aufwachsen.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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Hallöchen

Nun, die Huskyhalter (und auch die Huskies selber ;)) sind ein eigenes Völkchen. Meine Kollegin hat selbst auch inzwischen 3 Huskies. Anfangs war da nur der erste. Der rote Balu. Mit dem hat sie damals sogar Agility gemacht, so habe ich sie auch kennengelernt, da ich mit meiner Kylja im gleichen Anfängerkurs war.
Nun, wir verstanden uns super, haben uns auch immer wieder getroffen auf laaaaange Spaziergänge. Ihr Balu allerdings immer an der Leine, da er eben totalen Jagdtrieb hat. War aber ok, wir liefen ja auch 5 / 6 Stunden. Damals war sie auch noch der gleichen Meinung wie ich, dass ein Hund sehr wohl unterscheiden kann, ob er ziehen, oder anständig an der Leine laufen kann. Meine Vorzeigearbeit mit Kylja war Beweis genug. Hund am Halsband: läuft am lockeren Seil. Kaum am Geschirr, zieht die wie ein Ochse! :eusa_shhh:

Nun, mit Agi hat sie dann aufgehört, hat dann noch einen zweiten geholt, einen weissen, einen Halbbruder von Balu. Dann hatte sie auch plötzlich viel mehr Kontakt zu den Züchtern (entschuldigung, Vermehrern!) und plötzlich musste auch ein Zwinger her im Haus, sie ging nicht mehr so viel mit den Hunden laufen, dafür liefen sie nun am Wagen. War auch ok, Kylja kannte alles vom Inlinen und Radfahren und hat sogar geholfen, die Huskies einzufahren, da sie die Kommandos schon kannte. So waren wir öfter mit Wagen und Bike unterwegs, war auch gut. Dann begann sie Rennen zu starten. Immer fanatischer.
Inzwischen ist ihr Rüde so alt wie Kylja und muss immer noch voll Rennen laufen. Obwohl er (erwiesenerweise Probleme mit dem Rücken hat, seit Jahren schon). Und da er nun langsam alt wird, musste noch ein dritter her. Ist aber irgend ein Schlittenhundemix. Halt was hochbeiniges, schlankes, schnelles. Auf jeden Fall nichts aus einer auch nur halbwegs seriösen Zucht! :evil:

Hatte sie mit ihrem Balu damals noch viel geübt, auch Gehorsam (Fusslaufen, Sitz, Platz, Warten, so das Grundlegende halt) macht sie inzwischen gar nichts mehr. "Huskies müssen sowas nicht können, macht ihnen auch keinen Spass")

Spazieren geht sie inzwischen auch kaum mehr, naja, wie auch, 3 Hunde à mindestens 30 kg, die hält halt einfach keiner, wenn sie nicht anständig an der Leine laufen können. Und wehe, die sehen ein Eichhörnchen... :roll:

Nun müsste sie ja das Hundehalter-Brevet machen. Zumindest mit dem neuen. Da schaut sie nun, dass sie was "Husky-konformes" machen kann. Also am Wagen und so, da muss er also nicht Fuss laufen und nur ganz wenig Übungen machen...

Ich persönlich finde es einfach schade, dass dies so gehandhabt wird. Meiner Meinung nach ist ein Husky ein Hund, wie ein anderer auch. Und wenn man von Anfang an mit dem arbeitet, dass er sich sein Futter verdienen muss, ist der auch bereit, zu gehorchen. Der ist ja weiss Gott nicht blöder als andere Hunde! Und ein Husky kann auf jeden Fall mehr, als Schlitten ziehen. Klar, ist der sicher nicht so arbeitswütig wie ein Border und hinterfragt auch, warum er was machen soll. Aber wenn er es für sein Futter machen soll, hat er ja einen guten Grund.

Ich hatte mal einen Husky erlebt, der einem IV-Rentner gehörte. Ein unkastrierter Rüde, weiss. Wolfi hiess er (der Hund! ;)). Der lief in Basel Stadt rum, alles ohne Leine, gehorchte aufs Wort und lebte mit dem Mann in einer 2-Zimmer Wohnung. Ich glaube nicht, dass der Hund unglücklich war. ;)
 
ValerieS.

ValerieS.

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Die erklärung von dem Verfasser der Seite hört sich für mich einfach wie einer an der den Hund nicht frei laufen lässt wegen den ganzen "Krankheiten" Man kann sein kind doch auch nicht ständig auf dem Arm haben nur weil man Angst hat das es ne Zecke bekommt oder vor ein Auto rennt. Wir haben hier in Freiburg eben auch ein Mann der teilweise obdachlos aussieht :D denke aber er ist auch einer mit einer 1 zimmer wohnung irgendwo und hat 2 huskys mit denen er jeden morgen am Bahnhof ist und die sind total brav und gechillt, das ist doch das gleiche wie immer dieses "Jagdhunde" sind schlechte und böse hunde. Wer sagt denn sowas.. ein jagdhund hat vielleicht einen stärkeren Jagdinstinkt lässt sich aber trotzallem zu einem super Familienhund umerziehen. Oder Dobermann = Kampfhund, hängt auch alels von Erziehung ab und denke ich so ist es auch beim husky oder?
 
akani

akani

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Jein.
Trieb ist natürlich nicht zu verachten. Hunde haben genetische Anlagen, das ist einfach so.
Der Husky reagiert typischerweise sehr sensibel auf Bewegungsreize und lässt sich von denen auslösen.
Natürlich gibt es immer Hunde, die irgendwie ganz von alleine funktionieren. Wir haben in der Hundeschule beispielweise auch einen Border Collie, der nur durch Spaziergänge ausgelastet ist.
Aber die Regel ist das trotzdem nicht und es gibt durchaus einen Grund, warum die meisten Huskys nie von der Leine kommen.
Das ist nicht unbedingt Faulheit der Besitzer, die Hunde zu erziehen, sondern manchmal lassen sich Hunde nicht von ihren natürlichen Trieben abbringen.
Genau so gibt es auch den Pit Bull, der sich durch irgendwas auslösen lässt und plötzlich zubeißt, obwohl er keine Vorgeschichte hat.
Genetische Veranlagung ist eben da. Man kann vieles in den Griff bekommen, aber nicht alles.
Ich denke, beim Husky läuft vermutlich die Angst, irgendwann alleine am Waldrand zu stehen, immer mit.
Genau so kenne ich z.B. auch nur einen Beagle, der von der Leine darf. Die haben die gleiche Problematik.
 
NeeChee_miau

NeeChee_miau

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Geht mal auf der Internetseite, die ValerieS. gepostet hat und dann auf Info--> Was kostet ein Husky
Das klingt so als wuerde der Schreiber die Haltung von Huskys mit darauf folgender isolation von der Außenwelt/Menschen als voellig normal ansehen und diese als zwanghafte Konsequenz ansehen. Klingt sehr negativ belastet und nicht grade wie von einem gluecklichen, zufriedenen Huskyhalter geschrieben :silence:
 
S

SusanneC

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Hallo!

Huskys sind da schon echt ziemlich extrem, vom Jagdtrieb her. Und sie wollen auch nicht einfach nur Schrittempo gehen, sie brauchen das Rennen. Also eher nicht Gassi gehen, sondern aufs Mountainbike und zwei Stunden radeln, damit der Hund rennen kann.

Wenn sie einen Garten zur Verfügung haben verbringen viele Huskies freiwillig die meiste Zeit draußen, im Winter kommen sie zwar auch mal in die Wohnung, aber nach einer halben Stunde ist es ihnen dann doch wieder zu warm und sie wollen lieber raus. Der garten muss aber wirklich gut gesichert werden, über einen normalen Gartenzaun geht ein Husky drüber, sobald er eine Katze oder ein Eichhörnchen sieht, also 2 Meter Zaun sind schon sinnvoll - das geht aber nicht überall, will auch nicht jeder haben, daher behelfen sich viele mit einem Zwinger, statt den ganzen garten abzusichern - sicher eher nicht so schön.
 
akani

akani

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NeeChee, das ist ja das, was Falki so berichten konnte.
Das ist schon eher eine eigenartige Sparte teilweise. Natürlich macht man sich keine Freunde, wenn man es übertreibt.
Würde ich meinen Hund in den Garten sperren und die ganze Zeit kläffen lassen, würden meine Nachbarn mich sicher auch nicht mehr ganz so gerne haben.
Und wenn ich dann überlege, wie ein heulender Husky so klingt. Das kann Nachbarn schon ganz schön nerven.
Und wenn man dann so fanatisch wird, versteht einen natürlich von den vorherigen Freunden kaum einer.
Die Seite dort klingt in meinen Augen so, als hätte es jemand ziemlich übertrieben...
 
NeeChee_miau

NeeChee_miau

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Ja, uebertrieben aber voellig von seinem Hobby ueberzeugt...
und trotzdem nicht gluecklich ;)
 
akani

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Man weiß bei manchen Leuten nicht die Beweggründe.
Wenn es darum geht, etwas zu kompensieren, kann es einen durchaus glücklich machen, wenn man sich dann an dem Hobby reibt. Manche Leute brauchen so was.
 
S

SusanneC

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Nachtrag:

Ja, das mit den Kosten kommt schon hin. Es gibt hier im Dorf jedes Jahr ein Schlittenhunderennen wo Leute aus ganz süddeutschland kommen mitsamt Hunden... mit Wohnmobil weil diese Rennen meistens übers ganze Wochenende gehen, Hundeanhänger für 6 Hunde, und natürlich hochprofessionellem Rennwagen mit rädern (daheim haben sie noch einen Schlitten für Schnee), Geschirren und überhaupt. Leute die mit nur zwei Huskys und Billigwagen auftauchen werden da eher belächelt.

Und wenn man nun jedes Wochenende über den Winter auf allen möglichen Rennen verbringt, inklusive Adventswochenenden, muss da die ganze Familie dahinter stehen, oder es gibt irgendwann eine Scheidung. Überlegt mal, Wohnmobil, Hundeanhänger, Rennwagen - ja, das gibts nicht umsonst, die fahren da alle mit dem Gegenwert einer netten 3-Zimmer-Eigentumswohnung auf. wer mit seinem Husky eben nicht nur radeln will, sondern es richtig machen will mit Rudelhaltung und Schlittenhundsport, der wird locker einiges an Geld los.
 
silbermond

silbermond

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mein vater ist ja schon seit jahren großes husky-fan. da es ihm jedoch bisher leider nicht möglich war selbst welche zu halten, hat er einen schapendoes, ist aber speziell im winter gerne mit freunden und deren schlitten unterwegs. er war auch schon in finnland mit dem schlitten unterwegs.

inzwischen kennt er also sehr viele huskybesitzer. die meisten haben an die 20 hunde.

diese hunde kann man keinesfalls von der leine lassen, sie würden sofort abhauen und tagelang weg bleiben (sofern sie überhaupt irgendwann mal nach hause kommen).

im selben ort wie mein vater lebt allerdings auch ein huskybesitzer. er hat nur einen und dieser läuft problemlos frei.

ich denke also man kann es nicht verallgemeinern, glaube aber dass es doch meist der fall ist dass man den hund nicht ableinen kann.

wobei ich sagen muss, ich kann meinen dicken auch nur ableinen wenn niemand zugegen ist, also auf feldern wo ich weit genug sehe etc. und ich finde nicht dass er sehr darunter leidet. auslasten kann man hund ja trotz allem. ;)
 
Lexxie

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Genau so gibt es auch den Pit Bull, der sich durch irgendwas auslösen lässt und plötzlich zubeißt, obwohl er keine Vorgeschichte hat.
Genetische Veranlagung ist eben da. Man kann vieles in den Griff bekommen, aber nicht alles.
I
Kleine Anmerkung:)
Liest sich einwenig komisch als wenn es eine Genetische Veranlagung beim Pitti ist das er zubeissen könnte.Ich denke nicht das es so gemeint war denn der Pit beisst auch nichtmehr als andere.
 
*Mischling*

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Für mich liest sich das erst einmal so, als dürfe kein Hund/Tier frei herumlaufen. Die "Gefahren", von denen dort berichtet wird, bestehen ja nicht nur für Huskys. Allerdings sollte der Verfasser sich mal Gedanken darüber machen, dass die meisten der Gefahren nur durch unvorsichtige Hundehalter entstehen, also durch ihn selbst. Das klingt für mich nach jemandem, der zwar gerne Hunde um sich hat, aber beim Spaziergang schlechte Erfahrungen gemacht hat und vielleicht auch ein bisschen zu faul für Auslastung und Erziehung ist (das muss ja nicht stimmen, ist nur eine Vermutung).

Ich möchte aber kurz mal anmerken, dass ich zwar um den extremen Jagdtrieb von Huskys weiß und daher auch finde, dass nicht jeder so einen Hund braucht, nur weil er so hübsche Augen hat (ich meine niemanden im Forum), aber ich kenne auch Halter, die mit ihrem Husky sehr gut zurecht kommen. Eine davon wurde wachgerüttelt, als ihr Hund ein Huhn riss. Plötzlich konnte sie sich mit ihm beschäftigen, üben und ihn erziehen und siehe da - der Hund läuft frei, ist abrufbar und jagt auch nicht (im Wald würde ich es dennoch nicht unbedingt ausreizen). Es gibt auch noch andere Halter, die ihre Hunde durchaus frei laufen lassen können, allerdings haben diese ihre Tiere alle im Welpenalter zu sich genommen und von da an sehr konsequent erzogen. Einen Husky mit Vorgeschichte bekommt man wohl nicht so leicht "freilauftauglich".

Allerdings kenne ich auch die andere Seite - eine Husky/Polarhunde-Auffangstation, zu der ich über viele Ecken "Kontakt" hatte und was mich in den Genuss der Baupläne für eine dieser Stationen brachte. Die Zwinger, die dort geplant waren, machten schon mal nicht den Eindruck, als würden die Hunde je Freilauf bekommen. Immer für 5-10 Hunde waren ein Unterschlupf und ein Stück Wiese eingeplant, in der Mitte gab es einen großen Freilauf für alle. Rudelhaltung muss für einen Polarhund einfach sein, aber Auslauf? Das wird überbewertet. Schließlich bestätigte sich meine Befürchtung: Bei einer Diskussion (das zu erklären führt zu weit) wurde dann als Argument angeführt: Machen sie sich keine Sorgen, diese Hunde brauchen keinen Auslauf und verlassen daher auch nicht das Grundstück" :eusa_eh:. Ähm... ok?! Das also zur Einstellung vermeintlicher "Rassekenner". Daher überrascht mich die Einstellung dieser Internetseite nicht einmal so sehr wie sie es vielleicht noch vor ein paar Monaten getan hätte...

Fazit: Egal ob Husky oder nicht, reine Zwingerhaltung kommt für keinen Hund in Frage. Wenn man mit dem Risiko für (Infektions-)Krankheiten und Unfälle, das ein normales Tier eben trotz Impfung und Achtsamkeit hat, nicht klar kommt sollte man sich keinen Hund anschaffen. Und: Mein Hund hatte nie Flöhe oder Würmer! Nicht jeder Hund verlaust bei sozialem Kontakt :shock:.

LG
 
Zapzarap

Zapzarap

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Hier in Duisburg haben wir im Moment eine Huskyschwämme, ich kenn mittlerweile rund 15 Huskys vom sehen.
Zusätzlich haben wir zwei "Grosshaltungen" mit, keine Ahnung wie vielen Hunden, deren Besis fahren aber auch Rennen.

Die Renn-Huskies sieht man nie Gassi gehen um Kontakte zu haben oder nur mal zu schnuffeln, aber man sieht sie oft beim Training am Fahrrad, oder vor kleineren Quads.
Ich denke jede Rasse hat "ihr" spezielles Völkchen, seien es die Retrieverleute (die ich übrigens seeeehr merkwürdig finde :mrgreen:), die Bordermenschen, Falki ist ja der lebende Beweis, die sind auch seeeeeeeeehr merkwürdig, die Windhundleute, die Chihuahuamenschen mit Glitzertasche oder auch die Schäferhundmenschen, überall tummeln sich die seltsamsten Grüppchen und finden einander.
Klar gibt es immer welche, die nicht 100% ins Schema passen...ich bin sogar für die mir bekannten DSHler komisch :mrgreen:, es soll tatsächlich Chihuahuamenschen geben, die ihre Chis wie einen Hund behandeln und nicht wie ein lebendes Accessoire. Windhundleute die mehr als die Rennbahn kennen, Retrievermenschen ohne Wachsmantel und Borderleute die.....hm, nein Borderleute sind eigentlich immer komisch :mrgreen:

Ich kann mir ein schöneres Hundeleben als das von dem im Anfangspost betreffenden Huskymenschen als anstrebsam bezeichnetes vorstellen, aber ich glaube nicht das es eine Ausnahme ist, schon gar nicht bei den "Hardcore-Haltern"
 
S

SusanneC

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Ein Husky braucht schon extrem viel Erziehung und einen für diese Rasse ausgesprochenen geringen Jagdtrieb, um frei laufen zu können. Sonst sind die wirklich weg. Nicht wie bei anderen Rassen, wo der Hund dann eben 500 meter hinter dem Reh her rennt, abgehängt wird und dann von alleine heim will - Huskys rennen weiter, und noch dazu haben sie die Chance das Reh wirklich zu reißen, durch ihr extrem großes Durchhaltevermögen hetzen die Rehe ernsthaft zu Tode, bis das Reh zusammen bricht.

Nur weil einige wenige Huskys oder Husky-Mixe im eigenen Bekanntenkreis einen weniger krassen jagdtrieb haben und extrem gut erzogen sind kann man da aber auch nicht auf die komplette Rasse schließen.

Und auf der anderen Seite muss man sich wieder fragen, in wie weit ein einzeln gehaltener Husky mit wenig Kontakt zu anderen Huskys, der nur gelegentlich mal richtig rennen kann, artgerecht gehalten wird. Die Rasse ist eben wirklich absolut zum rennen gezüchtet, ohne möglichkeit, jeden Tag eine Stunde wirklich zu rennen ist das jetzt auch nicht 100% ok.
 
kleiner Falke

kleiner Falke

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, die Bordermenschen, Falki ist ja der lebende Beweis, die sind auch seeeeeeeeehr merkwürdig, ....... und Borderleute die.....hm, nein Borderleute sind eigentlich immer komisch :mrgreen:
"eeeehem. Huuuuuuust" Müssen wir uns da mal über etwas unterhalten... ;) :mrgreen:

Also ich muss ehrlich sagen, für "Borderleute" bin ich auch ausser Schema. Die Borderleute, die ich kenne, die werfen den ganzen Tag nur Bälle und "lasten" den Hund so aus, dazu sind sie mindestens 3x in der Woche im Agility Training und haben genau deswegen auch einen Border! :evil:

Ne, aber ist schlussendlich schon so. Ich sehe ja an meiner Kollegin, von der ich oben schrieb. Anfangs total begeistert, der erste Husky durfte auch noch Sitz und Platz lernen, durfte sich sogar Agility mal austesten---inzwischen ist sie auch voll in dieser "Husky-Szene" wo die Hunde halt wirklich nur noch vom Zwinger in die Autoboxe, vor den Schlitten und wieder zurück in die Autobox in den Zwinger bugsiert werden. Ich finds schade. Und ich habe mir lange überlegt, mir einen Husky zu holen, einen Welpen, den von Anfang an auf den Dummy zu konditionieren und meiner Kollegin so beweisen, dass auch ein Husky lernen kann, zu gehorchen und frei zu laufen wie ein Border auch. ;)

Aber ja, die Idee wurde dann zum Glück verworfen, da ihr Argument dann war "ja, wenn Du so einen armen Hund dann halt alleine halten willst, was ja schon an Tierquälerei grenzt (unter uns: ihren ersten Hund hatte sie auch einige Jahre alleine zuerst!) , dann kann das schon gehen. Aber wenn Du mehrere hast, dann geht das nicht mehr.... " :roll:
Nun denn. Ist nicht mein Problem. Soll sie weiter in dieser Truppe mitmachen... Schade ist nur, dass dadurch unser Kontakt so gut wie gestorben ist, da sie ja nun mit den Hunden nicht mehr laufen geht... :?
 
Tompina

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Hallo,

in meiner früheren Nachbarschaft hatte ich einen Mann, der der absolute Husky-Freak war. :D
Es fing bei ihm an mit einem Mix aus dem Tierschutz mit dem er dann allerhand Probleme bekam (Jagdtrieb, Auslastung etc.), sich dann aber hinsetzte und einen Plan entwarf wie er es schaffen könnte auch so einem Hund gerecht zu werden.

Er hat inzwischen ein großen, komplett eingezäuntes Grundstück und der Eingangsbereich des Hauses, bzw. ein ganzes Zimmer im Erdgeschoss ist Hundebereich, d.h. gefliest zum besseren Putzen (Matschpfoten lassen grüßen! ;)) und mit zwei Hundeklappen versehen, sodass die Hunde (es sind inzwischen 8 (zwei Mixe und sechs reinrassige) rein und raus können wie sie wollen. Zwei der acht leben praktisch draußen und kommen nur zum Schmusen und Fressen nach drinnen, die anderen (vorallen die beiden Mixe) sind auch gerne mal ganz mit drinnen, also auf dem Sofa oder im Bett...;)
Die Möglichkeit, also ganz mit ins Haus, besteht eigentlich auch immer, wenn Herrchen zuhause ist und er legt da auch großen Wert drauf.

Er fährt freizeitmäßig mit den Hunden, geht aber auch immer in Zweier/Dreier-Gruppen Joggen oder Radfahren. Die Hunde sind alle super erzogen und die Mixe, sowie eine ältere reinrassige Hündin kann er auch ableinen, die haben auch gerne mit meinen Hunden gespielt und waren sehr verträglich und ruhig im Umgang mt Artgenossen. Ich hab ihn auch öfters mal mit Freundin und zwei bis drei Hunden in der Stadt getroffen, da hat er auch immer abgewechselt, sodass alle mal in den Genuss kamen was anderes zu sehen.

Gut, dieser Mann lebt für seine Hunde und er ist meiner Meinung nach wirklich vorbildlich, da sich die Hunde echt aussuchen können, ob sie lieber draußen im Garten (da gibts natürlich auch Hütten) oder eben im Haus sein wollen. Er versucht die Tiere nach ihren individuellen Bedürfnissen auszulasten (er hat auch zwei ältere dabei, d.h. die müssen einfach langsamer machen) und nimmt auch prinzipiell nur Hunde aus dem Tierschutz, da eben gerade die Huskys in Tierheimen eine Randgruppe darstellen, die nur schwer zu vermitteln ist, weil man eben ihren Bedürfnissen nur gerecht wird, wenn man sie nicht als Otto-Normal-Familienhund ansieht.

Er hat für sich festgestellt, dass Huskys lieber zu mehreren sind, dass ihr Jagdtrieb durchaus stark ist, aber je nach Individuum auch ganz gut händelbar und dass es Hunde sind, die sich doch nicht immer und dauerhaft in einer kleinen, beheizten Wohnung wohl fühlen, sondern gerne viel draußen sind, wenn unsereiner schon das Bibbern bekommt. Sein einer Rüde lässt sich sogar im Garten einschneien und liebt es wenn er sich im Schnee "Höhlen" bauen kann...:roll: Es sind einfach noch wirklich ursprüngliche Hunde, die zum Gebrauch gezüchtet sind und sich eben aufgrund ihrer hohenSpezialisierung nur bedingt für eine "normale" Hundehaltung eignen.

So, jetzt hab ich viel geredet und nichts gesagt...oder so. Ich wollte nur mal berichten, dass es auch durchaus Menschen gibt, die Huskys mit Herz und Verstand halten und die es schaffen auf diese wundervollen Tiere so einzugehen, dass sie auch im "warmen" Deutschland glücklich werden. Ich denke es ist immer eine Frage der Bereitschaft und auch der finanziellen Möglichkeiten, so eine spezielle Hunderasse zu halten!
 
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