Die "böse" Ecke

Diskutiere Die "böse" Ecke im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; firstHey Leute;) Meine RB ist eine ganz liebe ruhige 18jährige Holsteinerstute. Bloß eine kleine Macke hat sie... Auf dem Platz (hinten rechts)...
Mascha

Mascha

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Hey Leute;)
Meine RB ist eine ganz liebe ruhige 18jährige Holsteinerstute.
Bloß eine kleine Macke hat sie...
Auf dem Platz (hinten rechts) ist eine Ecke, die sie ÜBERHAUPT nicht mag.
Wenn ich sie Warmreite und im Schritt ( linke Hand) zur Ecke reite, dann geht sie sehr schön seitwärts
:D(ungewollt). Ich setzte mich dann immer durch, und komme damit klar, doch ich verstehe nicht, warum sie diese Ecke sooo schlimm findet :D
Sie hatte auch noch nie ein schlimmes Erlebnis mit der Ecke (sagt die Besitzerin)
:eek:
Kennt ihr das Problem oder habt ihr vllt. eine Ahnung, warum sie das macht?! ;)

 
11.12.2011
#1
A

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Guest

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Askan

Askan

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Das haben viele. meine mit eingeschlossen. ich hab sie in die ecke mal ein paar stunden gespeert. hab mir mit litzen die ecke abgesteckt, pony da hin gestellt und einen eimer futter dazu. hab ich ein paar tage nacheinander gemacht. seit dem ist ruhe. Kann aber auch sein, dass in der ecke immer angaloppiert wird und sie so versucht, dem zu entgehen. eins unserer schulponys hat diesen trick drauf. hast du mal probiert immer bei der ecke auf dem zirkel zu reiten? immer wieder... bis sie merkt, die ecke ist okay. mehr fällt mir dazu auch grad nicht ein...
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Das Problem mit solchen Ecken ist, das einige Reiter meinen "oh ok dann reiten wir da besser nicht tiefer rein oder besser gar nicht mehr so oft da lang". Das ist aber leider genau der falsche Weg. Ein Pferd darf gerne mal gucken und sich erschrecken, insofern es sich auch wieder zur Ruhe bringen lässt.
Wichtig ist eben das man da lang reitet, ganz bewusst, das Pferd beschäftigen, aufmerksam machen und so lange immer wieder da lang, bis alles ok ist. Und wenn das 100 mal sein sollte. Bloß nicht die Ecke meiden, genau das führt dazu, das Pferde solche Ecken immer wieder scheuen. Der Reiter zeigt ihnen "oh Gott, da ist es wirklich ganz schön schrecklich..." und das brennt sich im Pferdeköpfchen ein und wird zur Flause.
Vielleicht war da ja mal irgendwas in der Ecke, ein unangenehmes Geräusch oder ein Tier oder ein Mensch sind da gruselig langlaufen. Einmal nachgegeben, hat man immer wieder Probleme damit. Da hilft nur "Schocktherapie", so wie dus ja bereits machst. Einfach da lang reiten. Stell den Kopf nicht zusätzlich noch zur Ecke hin, sondern von der Ecke weg, reite so normal wie es geht dort entlang.

Edit: Mir fällt grad auf, dass das etwas missverständlich ist: Ich meine nciht, dass du da 100 Volten in der Ecke drehen sollst. Das ist höchstens ermüdend. Aber hin und wieder mal um diesen Bereich eine Volte reiten oder dort Übergänge reiten. Seitengänge einleiten. Einfach ein bisschen Ablenkung schaffen. Die Ecke nicht auch noch als was ganz besonderes hervorheben. Ganz normal weiterreiten.
 
Mascha

Mascha

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Danke für die Antworten :)
Ja ich reite erst warm und so lange an der Ecke vorbei, bis sie es versteht, dass es nichts schlimmes ist
Beim Trab auch und beim Galopp ist es meistens nicht mehr schlimm.;)
Im Galopp achte ich halt auch darauf, dass wir nicht nur auf dem oberen Zirkel galoppieren, sondern den Unteren "bevorzugen":D
 
Bec

Bec

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Hm...also wenn ich ein Pferd reite, dass in einer Ecke etwas spinnt, dann lenke ich es sozusagen ab, indem ich absichtlich erstmal nicht mehr dadran vorbei reite, sondern erstmal in der anderen Hälfte des Platzes bleibe.
Da dann viele Bahnfiguren und beschäftigen, dann mal durch die ganze Bahn wechseln und gleich wieder durch die halbe Bahn geritten oder sowas...halt immer etwas weiter an die Ecke rantasten und nach einigen Runden ging das Pferd ganz normal an der Ecke vorbei...
das bringt aber denke ich nur etwas, wenn das Pferd keine generelle Angst vor der Ecke hat oder sich da irgendwie unwohl fühlt, weil genau da schon öfter etwas "schreckliches" passiert ist :)
Lg
 
Viviana.

Viviana.

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Das kenne ich auch. Unser da Vinci hat das Problem mit einer Gaststube, die seit eh und je (schon bevor er kam) da ist. Er kennt sie jetzt auch schon einige Jahre, weil er schon in dem Stall stand, bevor wir ihn gekauft haben. Und diese Gaststube hat an der ganzen kurzen Seite Fenster zur Halle und da sitzen ab und zu Aliens drin ;)

Bei meiner RB ist das immer ganz lustig. Wir reiten 20 Minuten an einem Gegenstand vorbei und nach 21 Minuten erschreckt er sich, auch vor Sachen die schon seit Wochen da liegen. Und dann wechselt man die Hand und von der anderen Seite sieht das alles noch gefährlicher aus, dann muss man sich nochmal erschrecken. Gut, der Kleine ist erst 7, aber ich denke das wird bei ihm bleiben.
Das Schlimmste für ihn ist aber die Hecke am Reitplatz. Da hat er immer Angst! Also mache ich den inneren Schenkel dran, "drücke" ihn also zur Hecke, gebe eine Parade und lenke ihn ab.

Trau dich in die Ecke zu reiten und zeige ihr, dass du auch keine Angst hast. Sprich durchatmen und ganz entschlossen hinreiten. Wenn sie erschrickt, eine Volte und nochmal vorbei und dann hälst du da irgendwann mal an und lässt sie in die Ecke gucken und alles abschnuppern was sie findet ;)

Oder du näherst dich langsam an, du reitest einen kleinen Zirkel und machst denn dann langsam immer größer. Vor der Ecke fängst du immer an, sie dem Schenkel weichen zu lassen und so kannst du dich stück für Stück der Ecke nähern.

Viel Glück :)
 
Mascha

Mascha

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danke :D
Ja, im nachhinein ist das doch schon ein bisschen lustig, wovor sich die Pferde so erschrecken :D
Mit den Volten mache ich das auch immer ;)
Danke für die weiteren Tips:)
 
P

Pferdeflüsterin92

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Der Thread passt ja genau zu meinem Menno :D
Letztes Jahr hatten wir das Problem schon mit der linken hinteren Ecke von unserem Reitplatz. Plötzlich hat es angefangen, dass er vor der Ecke scheute, den Kopf hochriss, seitwärts lief etc. Ich dachte erst okay, er hat sich da vielleicht mal erschrocken oder da laufen Katzen rum, er darf ja auch mal schauen.
Als es beim nächsten Mal aber genauso war, dachte ich, dass kann eigentlich nicht sein, weil er mit seinen Kumpels in seiner Freizeit auch auf dem Platz und der angrenzenden Koppel steht. Dann hab ich angefangen mit Volten und Zirkeln direkt an der Ecke. Wir sind bestimmt 30 min nur da hinten rumgeritten - nichts hat gefruchtet. Jedes Mal ging der Kopf hoch, er hat den Rücken weggedrückt und nur geklotzt. Alle Paraden wurden von mir ignoriert. Ab da an wusste ich dann: Das kann nur Verarsche sein. Als es die nächsten paar Mal immer noch nicht besser war, riss mir der Geduldsfaden und er bekam dann mal ein paar auf die Maske. Es hat geholfen, ab dann gings.
Vor ein paar Wochen fing es wieder an. Wieder versucht sanft mit Volten,Beschäftigung etc. aber die Konzentration meines Pferdes war die ganze Zeit - auch wenn ich fast 1 h auf dem Platz gearbeitet hatte - auf die Ecke gerichtet. Da das ja nicht sein kann, gab es jetzt härte Maßnahmen. Ich habe ihn die ganze kurze Seite an der Ecke rückwärts gehen lassen (aus der Ecke raus, in die Ecke rein; das im Wechsel). Das hab ich dann ungefähr 15 min gemacht. Und auf einmal gings. Seitdem ist Ruhe mit der Ecke^^
Aber ich denke es kommt auch immer auf die Situation & das Pferd drauf an. Man muss unterscheiden ob das Pferd wirklich einfach nur Angst hat oder ob es echt nur Mache ist. Wenn man merkt, sein Pferd hat Angst, dann würde ich auf keinen Fall zu so harten Maßnahmen greifen. Aber da mein Menno ja eh so einer ist, der wenn er keine Lust hat auf Ablenkung versucht, so wie "Schau mal, da ist ein Vogel, hast ihn auch gesehn" dann muss man eben auch mal sagen es reicht. :)
 
Bagarah

Bagarah

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Bei uns geht keines der Schulpferde durch die hinteren Ecken von der Reithalle. :| Ich reite viele der Ponys Korrektur, und es ist wirklich ständig die gleiche Malässe :mrgreen: Ich kann nur die anderen Beiträge unterstreichen, am Besten einfach an den Ecken vorbeireiten, als wäre nichts. Wenn es trotzdem nicht klappt (Immer 50-50 Chance :mrgreen:) Dann reite ich im Schritt in die Ecke rein. Ganz bewusst steuern wir dann drauf zu, wobei der Schritt des Pferdes immer unsicherer wird (dann unbeirrt weiter treiben). Wenn wir dann in der Ecke angekommen sind, bleiben wir erstmal stehen, Zügel ein wenig vorgeben, dann ein wenig länger werden lassen, damit das Pferd schnüffeln/ sich umschauen kann. Meist reicht das schon, wenn man dem Pferd erstmal gezeigt hat, dass sich in der Ecke nichts befindet, was sie auffressen könnte. ;)
 
Flumina

Flumina

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Hmm man könnte doch auch versuchen die Ecken mit Bodenarbeit "schmackhaft" zu machen. Also am Boden langführen, Leckerchen verteilen (wenn man sich net reiten traut wegen scheuen oä) oder auch wenn das Pferd besser darauf anspricht
 
R

Radja66

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Askans Idee ist wirklich gut. Würde ich such so machen, obwohl ich mich dabei fragen würde, ob das die Angst bie einigen Pferden nicht noch vergrö?ert...
 
M

Moosi13

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du kannst, immer wenn du gerade gut gearbeitet hast dein pferd zum ausruhen und entspannen in die ecke stellen. da lobst du es selbstverständlich, wie immer nach dem arbeiten. So verbindet es die ecke mit etwas positivem und wird sie bald darauf ok finden ;D
 
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