Abstützen auf dem Gebiss...

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Askan

Askan

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[h=6]Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein "Problem" mit einer meiner Stuten, und zwar ist sie teilweise sehr vorhandlastig, sie legt sich richtig aufs gebiss ab. Allerdings nicht immer. Auf dem Reitplatz (der groß ist) und im Gelände macht sie es nicht. Wenn ich allerdings in die Halle mit ihr gehe (ziemlich klein, ca. 12*22 m) dann macht sie das, auch nur im Trab.
Schritt, Tölt, Pass und Galopp macht sie es nicht! Sie scheint sich dann nicht richtig ausbalancieren zu können... An der Longe besteht das Problem nicht.

Sie war vorher Reitschulpony und ich hab den Verdacht, dass es daher kommt, bzw. von dem Kind, die sie als RB hatte, die irgendwann keine Reitstunden mehr genommen hat, Korrektur geritten wurde sie auch nicht... generell wurde wenig geritten, weil sie reitkinder runtergebuckelt hat.... Also "Reitschulpony", das später als Zuchtstute fungieren sollte, allerdings nicht aufnimmt.... Was genau diese RB mit ihr gemacht hat, weiß keiner...
Ich weiß, dass das bei den Vorbesis noch nicht so war. Bei beiden nicht! Ausrüstung und Gesundheit sind abgeklärt, ihr fehlt nur bissl Muskulatur.

Ich hatte gedacht, ich fang mit Bodenarbeit an, gymnastizieren, Stangenarbeit, longieren.

Habt ihr noch Ideen, was ich da machen könnte?

Lieben Gruß!
[/h]
 
16.12.2011
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
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Alexandraaaaa

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Longieren, springen und geschicklichkeitsübung wie Stangenlabyrinth (auch unterm Sattel)

LG
 
Kaninchenherz

Kaninchenherz

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Aktiviere mehr die Hinterhand.:)

lg
 
Trullas

Trullas

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Hi,

Wie stark legt sich denn die Stute auf das Gebiss? Schmeißt sie sich regelrecht drauf oder liegt sie generell im Trab auf der Hand?

Wenn Fall 2 zutrifft: Versuch in der Trabphase dein Pferd zu lockern, in dem Du sie stellst ( wichtig: Im Genick und nicht im Hals, da dies die Verspannung nur noch verschlimmert) und wenn sie vorne nachgibt, tust Du es ihr gleich. Nicht die Zügel wegschmeißen, sondern angemessen die Hand Richtung Pferdemaul. Und immer, wenn sie sich wieder auf die Hand lehnen will, gibst Du kurz nach, sodass sie eben nicht deine Hand als Stütze hat und stellst sie wieder durch.
Auch musst Du an der Hinterhandaktivität arbeiten. Achte am besten darauf, dass euer Tempo fleißig genug ist und Du das Hinterbein mit der Gerte mobilisieren kannst ( Inneres Hinterbein anticken, wenn es grade abfußt)
Da solche Übungen erst mal sehr anstrengend für dein Pferd sind, solltest Du die Trabeinheiten erst mal nur langsam steigern und einige Schrittpausen am langen Zügel mit einfließen lassen.

Wäre schön, wenn Du bescheid sagen könntest, ob Dir der Tipp genutzt hat.
 
Askan

Askan

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Huhu Trullas!

Eher Fall 2, und deinen Tipp beherzige ich schon :) Sie läuft vom Grundtempo schon sehr fleißig, gestern hat sie sich auch im Gelände kurzzeitig aufs Gebiss abgestützt, das hat sie sonst nicht gemacht. Auch auf dem Reitplatz macht sie es nicht, ich denke eher, dass sie ein Problem mit der kleinen Halle hat. Das sie nicht ausbalanciert genug ist. Ich habe sie seit August diesen Jahres, ich weiß, dass sie Reitschulpferd war, ca. 4 Monate (hat dort die Kinder runter geworfen mit Absicht angeblich........) und dann den Rest der Zeit, die sie dort war, ca. 12 Monate, nicht korrektur geritten worden ist.... ein mädchen hat sie da dann einmal die woche ohne unterricht geritten und wenn man mich fragt, auch verritten...:evil: davor war sie jahrelang Freizeitpferd, meist Geländeritte, sie hat nie richtig gelernt, "gestellt" zu werden... das übe ich vom Boden aus mit ihr, beim Reiten klappt es, wenn einer am Boden mitläuft...

Zur Entspannung vorm reiten lass ich sie abkauen und ich habe noch eine Dehnübung von meiner THP bekommen (ihren kopf leicht nach rechts schieben und dann abkauen lassen und den Rücken aufwölben lassen, indem man mit zwei Stäbchen die Kruppe runterstreicht richtung Schweif).

Zusätzlich longiere ich sie alle 2 Tage, am Anfang hat sie sich auch beim longieren aufs gebiss gelegt, inzwischen geht das. nur wenn sie mal stolpert oder anders aus dem Tritt kommt, geht sie kurzzeitig ein paar schritte auf dem gebiss.

Beim Reiten lass ich sie zur Zeit über eine Cavaletti laufen, das steiger ich aber noch, nächste Woche kommt eine zweite dazu usw. wir haben teilweise phasen dabei, da läuft sie korrekt! ich will halt nicht, dass sie sich von der muskulatur her in die falsche richtung entwickelt... sie ist schon leicht überbaut und ihr fehlen auch noch muskeln am rücken, daher sieht sie sehr nach senkrücken aus, den sie aber nicht wirklich hat...
 
Trullas

Trullas

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Verittene Pferde wieder "grade zu biegen" ist schon nicht ganz einfach. Wenn ich daran denke wie mein Dicker 5 Jährig zu mir kam und so festgezogen wurde, dass er nicht mal mehr in der Lage war seinen Kopf Richtung Bauch zu biegen schaudert es mich immer noch.... Aber Cavaletti-Arbeit hört sich schon mal sehr gut an, damit kannst Du den Rücken gut stärken.

Aber mit dem Stellen habe ich nicht ganz verstanden... Versuchst Du im Moment auf Stellung zu verzichten unter dem Sattel? Es wäre sehr wichtig, dass Du beim Reiten dein Pferd biegst und stellst. Immerhin sind das neben Longieren und Stangenarbeit ebenfalls Trainingseinheiten, die die Rückenmuskulatur stärken, wenn Du darauf verzichtest, machst Du dir da eher die Arbeit an der Longe wieder kaputt.

Wenn allerdings das Problem besteht, dass Du von oben einfach keine Chance hast vorne durchzukommen, wie wäre es denn, wenn Du deine Stute erst mal 2 Wochen nur longierst? Wenn ich das richtig verstanden habe, fällt es ihr dann leichter loszulassen?
Das kann man ja Prima mit der Stangenarbeit kombinieren und wenn Du das Gefühl hast, sie ist an der Longe richtig gut drauf und legt sich dort beinahe überhaupt nicht mehr aufs Gebiss, kannst Du sie nach einer kürzeren Longeneinheit danach noch mal reiten, um auch von Oben die Stellung und Biegung zu vertiefen.
 
Askan

Askan

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Nein ich verzichte nicht auf stellung. Vom Boden aus hilft meine Trainerin da nach, ganz vorsichtig, so das sie weiß, was ich von ihr möchte. :)
Und ich selbst mache ja auch viel Bodenarbeit mit ihr, dass sie einfach lockerer wird und so nach und nach sich stellen lässt.
Also momentan sieht mein Trainingsplan so aus: Alle 2 Tage wird longiert, wie oben beschrieben, und ich mache einheiten von bodenarbeit nach dem longieren. Also warmlongieren, bodenarbeit, wieder trockenlongieren... leg mir dann wenn sie warm ist, cavalettis hin, momentan nur eine, zum drangewöhnen, pony ist da eigen... an der hand dann auch leicht stellen und andere übungen um sie einfach locker zu bekommen. ich lass sie auch um mich rum laufen, sodass sie die hinterbeine kreuzen muss, so wölbt sie den rücken auf. und mit hilfe einer möhre ein paar dehnübungen richtung bauch mit dem kopf und hals. aber nur im warmen zustand!!

Zwischendurch reite ich dann. zur zeit in der halle, weil unser platz schwimmt. ich reite lange schritt warm, um die 20 min., dann fang ich langsam mit dem traben an. erst am langen zügel, dann wieder etwas aufnehmen, versuchen zu stellen, wieder langen zügel, usw. langsam scheint sie zu bemerken, was ich möchte. an den anderen tagen geh ich mit ihr ins gelände, meist unsere galoppstrecke, dass sie sich mal schön lang machen kann...

Heute z. B. war das aufs gebiss legen nach den ersten paar runden weg :clap: ich hatte sie am langen zügel antraben lassen (aufs gebiss gelegt) und dann langsam nach und nach die zügel angenommen (es wurde besser) und dann wieder zügel gegeben (es war weg) :mrgreen:

Zum Ende dann allerdings kams wieder aber davor hatten wir gut 10 min. keine probleme. im galopp in der halle macht sie das nicht, im gegenteil, das stellen im galopp klapp.... :eusa_eh: nur im schritt und im trab hat sie probleme mit dem stellen. tölt ist ersmal außen vor. reite sie also 3 gängig. pass bietet sie an, lässt sich aber wegreiten. tölt kommt meist im gelände auf harten böden.
 
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