FAQ´s zur Terraristik

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Isisnofret

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Hallo liebe User,

immer wieder tauchen Grundlagenfragen auf, Irrtümer müssen korrigiert und Haltungen optimiert werden. Als Hilfestellung haben wir hier einige FAQ´s zusammengestellt, welche den Sinn und den Hintergrund der Terraristik erklären. Jeder kann aus dem Thema zitieren und es verlinken (forumsintern).
Habt ihr noch weitere Fragen, Antworten und Vorschläge könnt ihr sie gern in diesem Thema posten: Erstellung FAQ´s zur Terraristik


Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Terraristik überhaupt?

Die Terraristik befasst sich mit der Planung, Einrichtung und dem Betrieb eines Terrariums, sowie der Pflege von darin gehaltenen Pflanzen- und Tierarten. Terrarien sollen mit passender Einrichtung und Technik einen Teil des natürlichen Lebensraumes der beherbergten Tiere nachstellen.
Terrarien bieten die Möglichkeit Tiere zu beobachten und zu studieren, in Natur kaum zu sehen sind oder in verschiedensten Habitaten leben.

Wie steige ich in die Terraristik ein?

An erster Stelle steht das Sammeln von Hintergrundinformationen über die Grundlagen der Terrarienhaltung allgemein. Hat man sich darüber Wissen angelesen, sucht man sich passende Literatur zu seinem Wunschtier. Danach knüpft man möglichst Kontakte zu erfahrenen Haltern um die Wunschtiere kennenzulernen. Währenddessen kann man mit dem Terrariumbau beginnen. Nach einer Einlaufphase des fertigen Terrariums kann schließlich das Wunschtier vom seriösen Züchter einziehen.

Warum ist Informationen sammeln / Literatur lesen so wichtig?

Indem wir Tiere halten, übernehmen wir auch gleichzeitig die Verantwortung für deren Leben und Wohlbefinden. Die Tiere dürfen nicht in menschlicher Obhut leiden und sie können sich unserem Einfluss nicht einfach entziehen, wenn es ihnen nicht gut geht. Daher müssen wir dafür Sorge tragen, dass ihre natürlichen Bedürfnisse bestmöglich von uns erfüllt werden. Dazu sind aber Kenntnisse zu deren Lebensweise notwendig, um den Ansprüchen gerecht zu werden.
Informiert man sich gleich vor dem Kauf richtig, dann können viele Komplikationen und Fehler vermieden werden.

Woher bekomme ich die richtigen Hintergrundinformationen?

Die richtige Informationen zu finden, ist meist das schwerste, da oft kuriose Meinungen im Internet umhergeistern.
Wichtig ist daher, sich nicht auf eine einzigen Informationsquelle zu verlassen, sondern möglichst mehrere verschiedene Bücher lesen und gleichzeitig mit Züchtern reden, um Informationen auszutauschen.Verantwortungsvolle Züchter können somit wertvolle Tipps geben und vllt ist es sogar möglich, den Züchter zu besuchen und die Haltung direkt vor Ort erklären zu lassen,wodurch sich viele Fragen schon erledigen.Meist ist es auch möglich direkt von dem Züchter dann die ersehnten Tiere zu bekommen.Dies birgt den Vorteil,dass man genau weiß, wo die
Tiere herkommen und wie alt sie sind.
Falls man jedoch auch dann noch Fragen zur Haltung oder Probleme hat und auch der Züchter nicht helfen kann, kann man natürlich gerne hier im Forum nach Hilfe fragen.
Also ist festzuhalten, dass es nicht genügt, ein Buch zu lesen, sondern man muss so viele Quellen wie möglich hinzuziehen.

Warum reicht es nicht sich nur im Internet und in Foren zu belesen?

Das Internet bietet eine Fülle an verschiedenen Information, jeder kann in dem Medium seine Texte und Meinungen auf Homepages etc. veröffentlichen. Das birgt ein hohes Risiko an die falschen Infos zu gelangen. Besonders Einsteigern fällt es schwer diese von richtigen Informationen zu unterscheiden und sie halten demnach ihre Tiere falsch ohne es zu wollen.
Foren sind zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch sehr wertvoll, können das Grundlagenwissen aus Fachliteratur aber nicht ersetzen. Außerdem kann man von den Usern nicht verlangen, dass sie das gesamte fehlende Grundwissen vermitteln, dazu ist es einfach zu umfangreich. Auf Grundlagenwissen aufbauende Fragen werden jedoch sehr gern beantwortet.

Warum ist ständiges Weiterbilden wichtig?

Ständiges Weiterbilden bringt eine Menge Vorteile mit sich. Man kann sich bezüglich der Haltung auf dem neusten Stand halten und somit gleichzeitig Tipps zur Verbesserung der Haltung erhalten. Es werden nämlich von Jahr zu Jahr neue Erkenntnisse zu den Lebensweise unserer Pfleglinge gewonnen. Diese müssen wir nutzen um ihr Leben so artgerecht wie nur möglich zu gestalten. Demzufolge reicht es nicht, wenn man sich auf seinem Wissensstand ausruht.
Auch kommen natürlich neue Produkte auf den Markt, welche evtl. die Tierhaltung verbessern und somit auch das Wohlbefinden des Schützlings, was jedem sein Ziel sein sollte.

Warum sollte man die Tiere nicht in der Zoohandlung kaufen?

Tiere aus dem Zoohandel sind zumeist Wildfänge oder Farmzuchten aus den ursprünglichen Heimatländern. Wildfänge werden einfach der Natur entnommen, für Farmzuchten werden trächtige Weibchen eingefangen und bis zur Eiablage behalten. Die daraus schlüpfenden Jungtiere werden dann ebenfalls verschifft. Daraus ergeben sich viele Probleme. Zum einen wird der natürliche Bestand drastisch reduziert, das Gleichgewicht des Ökosystems fällt auseinander. Zum anderen birgt es ein enorm hohes Stresspotenzial für alle beteiligten Tiere. Die Transportwege sind lang und die Tiere werden kaum richtig versorgt. Sie kommen unterernährt, dehydriert und mit Parasiten und Krankheiten befallen bei uns an. Ein nicht geringer Teil stirbt bei dieser Tortur, oft auch in der späteren Haltung.
Außerdem lässt die fachliche Kompetenz der Zoohändler meist sehr zu wünschen übrig. Es werden keine oder falsche Informationen zur Haltung weitergegeben, auf die sich der Käufer natürlich stützt. Der Leidtragende ist dann wieder das Tier.
Deshalb sollte man sich seine Wunschtiere nur beim seriösen Züchter holen.

Warum sollte man keine Mitleidskäufe in Zoohandlungen tätigen?

"Guck mal der arme Barti da! Dem fehlt der Schwanz, er ist ganz dunkel und guckt so traurig. Du, ich glaub ich nehm den mit. Der tut mir einfach zu sehr leid."
Im Normalfall kein schlechter Grundgedanke, aber solche Mitleidskäufe sind schlicht und ergreifend KONTRAPRODUKTIV. Auf ein gekauftes Tier folgen viele weitere, die ein ähnliches Schicksal erleiden müssen, in dem sie zu mehreren, in zu kleinen, dreckigen, dunklen Terrarien gehalten werden, die keine optimalen Haltungsparameter aufweisen.
Wer also solche Tiere kauft, unterstützt damit den Handel mit weiteren Tieren, die unter schlechten Bedingungen gehalten werden.
Der Zoohändler registriert jeden Kauf. So entsteht eine Nachfrage. Den Händler interessiert nur, DASS du das Tier gekauft hast und nicht aus welchem Grund.
Sollten dir tierqüälerische Verhältnisse in so einem Geschäft auffalen, so sprich bitte am besten sofort das Personal an oder nehme Kontakt mit dem zuständigen Veterinäramtamt auf und mache dort Druck. Je mehr Leute sich dort beschweren, desto eher wird auch gehandelt.

Wie erkenne ich einen seriösen Züchter?

Der seriöse Züchter gibt seine Tiere nur an verantwortungsbewusste Personen ab und erfragt deren Wissensstand und Terrarienhaltung. Er gibt nur artreine, gesunde und futterfeste Nachzuchten ab und stellt gern einen Herkunftsnachweis aus. Die Besichtung der Elterntiere und Terrarienanlagen sind möglich und er nimmt sich Zeit für Fragen und eine kompetente Beratung auch nach dem Kauf hinaus. Um die Kompetenz des Züchters zu prüfen, bieten sich Fragen zu dessen Haltung an (zu diesem Zeitpunkt sollte man demzufolge auch selbst Grundwissen haben).

Warum sind Reptilien (etc.) nicht zum kuscheln geeignet?

Reptilien sind keine Schmusetiere. Sie schätzen keine Berührungen oder Streicheleinheiten, da sie von Natur aus keine emotional gebundenen bzw. bindenden Zeitgenossen sind. Die meisten Reptilien sind Einzelgänger, die keine Beziehungen zu Artgenossen aufbauen. Viele Halter interpretieren das Verhalten ihrer Pfleglinge vollkommen falsch. Echsen beispielsweise schließen die Augen nicht als Zeichen von Wohlbefinden, sondern aus Unbehagen und Angst.
Jedes Handling bedeutet Stress für so ein Tier. Daher gilt die Fausformel: "So oft wie nötig, so wenig wie möglich".

Kann ich meine Terrarientiere frei im Zimmer laufen lassen?

Reptilien haben besondere Ansprüche an ihre Umgebung. Daher bauen wir für sie auch Terrarien mit den geeigneten Haltungsparametern. Darunter fallen beispeilsweise Temperatur, Luftfeuchte und habitatsgetreue Einrichtung. All diese Parameter kann ich in einem normalen Wohnraum nicht gewährleisten.
Im Wohnzimmer lauern viele Gefahren, wie beispielsweise Hausstaub, Kälte und Zugluft die unser Terrarientier krank machen können.
Reptilien brauchen auch keinen "Auslauf" wie manche Halter glauben. Ganz im Gegenteil, sie sind die Meister im Energie sparen und bewegen sich meistens nur aus lebenswichtigen Gründen wie der Futterbeschaffung. In einem ausreichend großen Terrarium kann man die Tiere bis an ihr Lebensende pflegen ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass das Tier nicht genug Bewegungsfreiheit hat.

Warum brauchen viele Arten eine Winterruhe?

Die Winterruhe ist bei einigen Arten Vorraussetzung für eine erfolgreiche Verpaarung. Selbst wenn man nicht züchten möchte, ist es wichtig eine Winterruhe durchzuführen, da diese Grundlage für eine hohe Lebenserwartung ist.
Reptilien haben die Tendenz zu einer Fettleber, da in der warmen Zeit viel Nahrung aufgenommen wird um lebenswichtige Fettvorräte anzusammeln. Während der Winterruhe baut das Tier einen Teil dieser Einlagerrungen wieder ab. Ohne die Winterruhe wird die Leber auf kurz oder lang völlig verfetten und es kann zu Organversagen kommen.
Zum Ende des Sommers oder Anfang des Herbstes sollte man Kotproben von seinen Tieren untersuchen lassen um parasitäre Erkrankungen während der Winterruhe auschließen oder frühzeit behandeln zu können.

Kann ich mehrere Arten vergesellschaften?

Nein, man vergesellschaftet nie artfremde Tiere. Verschiedene Arten haben auch verschiedene klimatische und habituelle Ansprüche, die man niemals in einem Terrarium verwirklichen kann. Arten von verschiedenen Kontinenten würden sich zudem auch niemals in freier Natur begegnen. Eine oder beide Seiten leiden immer unter solchen Kompromissen. Selbst wenn die Tiere aus demselben Habitat kommen sollten, man muss bedenken, dass die Terrarienhaltung einfach nur einen minimalen Bruchteil des Platzes bieten kann, welcher in der Natur zur Verfügung steht. Die Tiere können sich also niemals vollkommen aus dem Weg gehen und stehen dementsprechend unter permanentem Stress, der mit Futterverweigerung, Krankheiten und Tod enden kann und wird. Außerdem gibt es durchaus artspezifische Bakterien, die dem anderen Tier Schaden zufügen können. Eine Vergesellschaftung ist also niemals zu empfehlen.
 
01.02.2012
#1
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