Brauche bitte Hilfe...Komme damit nicht klar

Diskutiere Brauche bitte Hilfe...Komme damit nicht klar im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Hallo Ich bin neu hier und weil ich nicht weiß, wohin mit meiner Trauer um meinen Hund, wende ich mich an euch und bitte um Hilfe. Mein Hund...
J

Jacky88

Registriert seit
05.02.2012
Beiträge
1
Reaktionen
0
Hallo

Ich bin neu hier und weil ich nicht weiß, wohin mit meiner Trauer um meinen Hund, wende ich mich an euch und bitte um Hilfe.

Mein Hund ist 15 Jahre alt geworden und vor ein paar Wochen, also kurz vor Weihnachten gestorben. Ich bin 24 Jahre alt und hatte diesen Hund länger als mein halbes Leben. Ich komme mit dem Verlust nicht zurecht und brauche bitte Tipps, wie ich ich den
Tod verarbeiten kann.

Ich habe eine miserable Arbeit, bei der ich mich am besten gar nicht krank melden darf. Ich bekam großzügigerweise einen einzigen Tag zur Trauerbewältigung und musste daher den Verlust recht schnell verdrängen. Jetzt, 7 Wochen später, habe ich das Gefühl zusammen zu brechen und niemand ist mehr da, der meine Trauer versteht.
Wegen unserem Hund wohne ich noch zu Hause, aber meine Mutter, mit der ich hier wohne, ist schon so gut wie drüber hinweg. Sie fühlt sich sogar erleichtert und ständig kommen von ihr Sprüche, was sie ja jetzt alles für Freiheiten hat. Für sie kommt auch kein neuer Hund in Frage. Meine Freundinnen sind mir nur bedingt eine Hilfe, weil noch keine von ihnen in so einer Situation war und nach nun mehr als 7 Wochen Rücken tätscheln und zuhören, ist es mir unangenehm, dass ich damit immer noch nicht klar komme und ich noch nicht wieder die "alte" bin. Deshalb verdränge ich immer noch mehr und noch mehr.

Ich hab Fotos aufgestellt und Kerzen angezündet, aber ich fühl mich einfach nur leer. Es sind sind so viele Kleinigkeiten, die an ihn erinnern und die mich immer wieder weinen lassen.

Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps und Ratschläge für mich wie ich das verarbeiten kann.

Danke schon mal.
Jacky
 
05.02.2012
#1
A

Anzeige

Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
ida22

ida22

Registriert seit
04.08.2009
Beiträge
4.212
Reaktionen
0
Hallo Jacky und willkommen im Forum! Es tut mir leid, dass es so ein trauriger Grund ist, der Dich hier herführt.

Die meisten Leute hier können nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Wir wissen alle, wie weh es tut, ein geliebtes Tier zu verlieren. Aber jeder hat eine andere Art, mit der Trauer umzugehen und jeder braucht seine eigene Zeit, um damit klar zu kommen und wieder ins normale Leben - ohne das geliebte Tier an der Seite - zu finden. Von daher ist es schwer, Dir Tipps zu geben, wie Du Deine Trauer bewältigen kannst.

Wichtig finde ich, dass Du Dir die Zeit nimmst, die Du brauchst. Und wenn Du in Deiner Familie und bei Deinen Freunden nicht trauern kannst --- eh, hier sind viele Ohren, die Dir zuhören. Und wenn Du weinen musst, dann weine. Das ist nicht schlimm und tut manchmal auch gut. Ob Du Kerzen und Fotos aufstellst oder ob Du alles wegräumst, was Dich an Deinen Liebling erinnert --- wichtig ist, dass er in Deinem Herzen bleibt und Du Dir darüber im Klaren bist, dass Ihr 15 Jahre zusammen hattet. Diese Zeit und diese Erinnerung kann Dir keiner nehmen!

Ich selbst habe auch schon einige Tiere verloren ... jedes Mal tut es aufs Neue weh und jedes hat einen Platz in meinem Herzen, egal, wie lange es her ist. Sie sind nicht mehr hier, aber sie sind nicht vergessen. Nur wer jemals die Liebe eines Hundes gespürt hat kann nachvollziehen, wie groß die Lücke ist, die er hinterlässt, wenn er über die Regenbogenbrücke geht. Aber das ist der Preis, den wir zahlen müssen --- wer liebt, kann eben auch verlieren.

Das Verhalten Deiner Mutter würde ich nicht verurteilen --- auch sie trauert sicher auf ihre eigene Art. Und eine Art kann eben auch sein, dass sie nun die neu gewonnene Freiheit "genießt". Ein Hund bedeutet nunmal auch Einschränkung und Verzicht auf vieles ... Aber die Aussage, dass sie keinen neuen Hund möchte, heißt ja auch nicht, dass das für immer so bleibt. Ich kenne viele Leute, die nach dem Tod des Hundes niemals wieder einen Hund wollten --- ein paar Monate später ist dann doch wieder einer eingezogen ... ;)

Wie gesagt, Tipps kann Dir wohl keiner geben --- dazu sind wir Menschen gerade bei solch emotionalen Dingen zu verschieden. Aber offene Ohren und Leute, die Dich verstehen, findest Du hier ganz bestimmt *Dich mal drück, wenn Du magst*

LG Ida
 
Zworgli

Zworgli

Registriert seit
22.11.2009
Beiträge
4.926
Reaktionen
0
das hast du toll geschrieben ida22!
auch mein herzliches beileid Jacky88!
ich kann deine trauer auch bedingt verstehen.. hatte leider nie das glück mit einem hund aufzuwachsen.. aber kenne das von meinen über alles geliebten hamstern..
fotos aufstellen und kerzen anzünden, das tu ich jeweils auch.. und habe alle meine lieben bei uns im garten begraben, wo ich "sie" von meinem fenster aus sehen kann.
ich hoffe du kannst deine trauer bewältigen, und glaub mir... auch wenn es im moment schwierig erscheint. irgendwann kommt der tag, an dem dir dein hund nicht mehr tränen in die augen, sondern ein lächeln ins gesicht zaubert! ;)
*fühl dich in den arm genommen, wenn du magst*
 
Willi-M

Willi-M

Registriert seit
28.07.2010
Beiträge
243
Reaktionen
0
@ida22: Auch ich schliesse mich an und möchte sagen, dass Du das toll geschrieben hast!!!

Liebe Jacky,

auch ich möchte Dir mein Mitgefühl aussprechen und Deinem Hund (leider ohne Namensangabe) alles Gute im Regenbogenland wünschen. Ich weiss genau, was Du gerade durchmachst. Man meint, man kommt damit nicht zurecht, aber so schlimm es auch ist, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, glaub mir, auch wenn es momentan nicht danach aussehen mag! Verdränge Deine Trauer nicht, nimm Dir die Zeit zum Trauern die Du brauchst und lass die Trauer raus ... weine, wenn Dir danach ist! Es muss Dir auch nicht unangenehm sein, dass Du nach 7 Wochen immere noch nicht damit klar kommst und noch immer nicht wieder die "Alte" bist. Es dauert eben solange, wie es dauert und das entscheidest nur Du allein. Und wenn Deine Freundinnen echte Freundinnen sind, dann werden sie es verstehen, auch wenn sie sowas selbst noch nicht erlebt haben.
Bei mir ist es z.B. schon ca. 21 Monate her, seit meine Benji von mir gehen musste und auch ich trauere immer noch um sie und im Inneren bin ich noch immer nicht wieder "der Alte", auch wenn es nach aussen so scheinen mag. Nur wer schon mal einen Hund verloren hat kann nachvollziehen, wie unbeschreiblich weh dies tun kann und manchmal ist es wohl eine der schlimmsten Situationen, die wir meistern müssen.
Auch Du wirst den Verlust Deines Hundes meistern, da bin ich mir sicher und genauso bin ich mir sicher, dass er für immer in Deiner Erinnerung und vor allem in Deinem Herzen weiterleben wird. Dieser Platz wird ihm für immer ganz allein gehören und irgendwann werdet ihr Euch wiedersehen, ganz bestimmt.
Tipps und Ratschläge zur Trauerbewältigung kann man nur sehr schwer geben, weil jeder Mensch anders ist und somit bei jedem die Trauer anders abläuft. Ich kann Dir nur sagen, was ich gemacht habe, um einigermassen mit der Trauer klar zu kommen. Ich habe für meine Benji eine Gedenkseite angelegt und dort ihre Geschichte, meine Gefühle und viele andere Dinge aufgeschrieben. Wenn Du magst, schau mal drauf (die Adresse bzw. den Link zu der Gedenkseite findest Du in meinem Profil), vielleicht kann Dir der ein oder andere Spruch oder das ein oder andere Gedicht ein wenig Trost geben!?
Auch hat es mir sehr geholfen, hier im Forum Zuspruch zu bekommen von Menschen, die Ähnliches erlebt haben und die mich in einer solchen Situation voll und ganz verstehen (können). Ich denke, dies kann auch Dir helfen, denn hier wirst Du verstanden. Schreib Dir alles von der Seele, was Dich bedrückt und auch, wenn Du nicht auf alles eine Antwort erhälst so kannst Du dennoch davon ausgehen, dass man Dir hier zuhört und Dich versteht.

Ich wünsche Dir die Kraft, den Verlust zu ertragen und möchte Dir sagen: Kopf hoch, es wird wieder, ganz bestimmt!

Traurige liebe Grüße

Willi

Das Schönste, was ein Lebewesen hinterlassen kann, ist ein Lächeln im
Gesicht derjenigen, die an ihm denken. Es ist schwerer eine Träne zu trösten, als tausend
zu vergießen. Der Tod kann uns von einem Lebewesen trennen, das zu uns gehörte, aber
er kann uns nicht das nehmen, was uns mit ihm verbindet.
Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.
Ist auch alles vergänglich auf dieser Erde, die Erinnerungen an ein
geliebtes Wesen sind unsterblich und geben uns Trost.
Was uns bleibt, sind Liebe, Dank und Erinnerung.
(Herkunft unbekannt)
 
V

Viola63

Registriert seit
19.09.2014
Beiträge
1
Reaktionen
0
Ich weiß nicht mehr weiter

Hallo zusammen,
ich bin auch neu hier und sehe, das dieses Thema schon einige Zeit her ist. Weiß leider nicht so recht, ob es nun angebracht ist trotzdem hier zu schreiben. Ich mache es einfach mal.

Vor 5 Wochen ist meine Mutter hier zu Hause bei mir gestorben, ich habe sie gepflegt bis zuletzt. Schon das hat mich aus der Bahn geworfen! Aber als 2 Wochen später mein überalles geliebter Barry nach 13 Jahren und 4 Monaten eingeschläfert werden musste, das hat mich restlos umgehauen! Barry war immer an meiner Seite und hat mich getröstet. Ich habe meine Mutti die letzten vier Jahre betreut, sie war aber nicht bettlägerig sondern fast bis zum Schluß noch geistig und körperlich ok. Erst sechs Wochen vor ihrem Tod lag sie fest im Pflegebett. Gestorben ist sie an Lungenkrebs. Ich erwähne das hier, weil meine Mutter und mein lieber Hund mein Lebensinhalt waren. Jetzt sind beide weg! Ich habe eigentlich meinen kompletten Lebensrhythmus verloren und bin nur am weinen!
Wegen Barry bin ich morgens aufgestanden, er hat sich so gefreut mich zu sehen! Die schönen langen Spaziergänge, sein weiches Fell, seine großen lieben Augen, alles fehlt! Gerade jetzt hätte er mir helfen können besser über die Trauer hinweg zukommen und nun weine ich um zwei ganz liebe Familienmitglieder!
Ich komme einfach nicht klar!

Traurige Grüße
Viola63
 
P

Perry

Registriert seit
13.12.2014
Beiträge
1
Reaktionen
0
Perry

Liebe Viola,

mein geliebter Hund, liebevoll Knuti genannt, ist vergangenen Montag mit 11 Jahren und 3 Monaten "euthanisiert" worden. Ich habe momentan das Gefühl, ich komme nie darüber hinweg.
Das ist der Grund, warum ich mich in diesem Forum umgesehen und angemeldet habe. Ich bin dann gleich auf deinen, sehr bewegenden, Beitrag gestoßen.
Nun ist es bereits einige Monate her, seitdem Du Deine schweren Verluste erlitten hast und ich möchte mich auf diesem Wege erkundigen, wie es Dir jetzt geht.
Ich stehe noch ganz am Anfang von so etwas wie Trauerbewältigung.
Ich habe jedoch einige Erkenntnisse, Gedanken und Gefühle, die ich gerne hier mitteilen möchte.
Für mich ist ein Hund ein Familienangehöriger, auch wenn es einige Menschen geben mag, die diese Behauptung als Anmassung und Vermenschlichung sehen.
Die Intensität der Trauer ist abhängig von der Stärke der Bindung, die zum Verstorbenen bestanden hat und nicht, ob diese Bindung zu einem Menschen oder einem Tier bestand.
Trauer ist Privatsache!
Trauer kann einem niemand wegzaubern und vielen Aussenstehenden wird sie bereits nach kurzer Zeit lästig.
Trauer ist überwältigend! Sie betrifft und überfällt einen meistens plötzlich und sie ist so erschreckend, da man während dieser Zeit nicht weiss, wann und ob sie besser wird.
So etwas wie "Trost" gibt es nicht! Es kommen aber aus ganz unerwarteten Ecken und Richtungen tröstliche Worte und liebevolle Gesten, die einen stützen und ein Stück weit über den Tag bringen.
In unserer Kultur wurde Menschen traditionell bei dem Verlust eines Angehörigen ein "Trauerjahr" zugestanden. In dieser Zeit trug zu meiner Kinderzeit der Trauernde schwarze Kleidung und wurde besonders rücksichtsvoll behandelt.
Es wurde konduliert, geschenkt, geweint und deutlich gemacht: Hier ist ein Mensch in Seelennot. Das wussten auch wir Kinder damals.
Heute habe ich das Gefühl, diese Tradition geht verloren, der schnelle Zeitgeist verschluckt sie- alle sollten am besten nur gut funktionieren, Störungen sind unerwünscht. In meiner Ausbildung habe ich jedoch gelernt: Störungen haben Vorrang, da sonst das ganze System geschwächt wird.
Ich muss auch beruflich funktionieren, obwohl ich mich krank fühle. Ich nehme mir aber mehrere Auszeiten am Tag und trauere hemmungslos, sonst platzt mir der Kopf und meine Seele wird stumpf.
Ich habe, in den vergangen, sehr diffusen, Tagen, irgendwo im Netz gelesen, Trauertränen enthielten durch Stress freigesetzte Chemikalien (Hormone?), die auf diesem Wege aus dem Körper gewaschen würden. Diese Vorstellung gefällt mir. Ich fühle mich jedenfalls nach dem Weinen immer etwas besser.
Durch meine eigene Erfahrung werde ich hoffentlich künftig anderen Trauernden nicht mit unbedachten Äußerungen kommen, dann lieber gar nichts sagen.

Viele liebe Grüße aus einem Meer an untröstlichen Tränen sendet Perry.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Brauche bitte Hilfe...Komme damit nicht klar

Brauche bitte Hilfe...Komme damit nicht klar - Ähnliche Themen

  • ich brauche Trost

    ich brauche Trost: :022:Hallo liebe Tier und Hundefreunde, ich bin neu und froh dieses Forum gefunden zu haben. Ich muß meine Trauer einfach loswerden an einer...
  • Bitte komm zurück! ):

    Bitte komm zurück! ):: Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Es ist so schrecklich :085:. Ach Hanni, es ging alles so schnell... Ich weiß noch genau, wo...
  • Bitte bitte bitte helft mir .... Ich kann nicht mehr :'(

    Bitte bitte bitte helft mir .... Ich kann nicht mehr :'(: Ich hoffe ihr könnt mir helfen :'( Erstmal zur ganzen Situation. Ich hatte eine Pflegepferd seit 2 1/2 Jahren nun. Sie war ein Isi und war...
  • immer noch im herzen mein max und meine tiffy bitte nehmt dusty auf

    immer noch im herzen mein max und meine tiffy bitte nehmt dusty auf: meine beiden katzen max der stattliche rumtreiber und meine feine dame tiffy , ich denke noch viel an euch und hoffe ihr nehmt euren freund dusty...
  • Bitte Bitte bleib sitzen, doch sie rannte los :(

    Bitte Bitte bleib sitzen, doch sie rannte los :(: In meinem arm ist gerade eine Katze gestorben. Vor meinem Augen wurde sie überfahren. Und starb in meinen Händen. Ich dachte noch bitte bleib...
  • Ähnliche Themen
  • ich brauche Trost

    ich brauche Trost: :022:Hallo liebe Tier und Hundefreunde, ich bin neu und froh dieses Forum gefunden zu haben. Ich muß meine Trauer einfach loswerden an einer...
  • Bitte komm zurück! ):

    Bitte komm zurück! ):: Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Es ist so schrecklich :085:. Ach Hanni, es ging alles so schnell... Ich weiß noch genau, wo...
  • Bitte bitte bitte helft mir .... Ich kann nicht mehr :'(

    Bitte bitte bitte helft mir .... Ich kann nicht mehr :'(: Ich hoffe ihr könnt mir helfen :'( Erstmal zur ganzen Situation. Ich hatte eine Pflegepferd seit 2 1/2 Jahren nun. Sie war ein Isi und war...
  • immer noch im herzen mein max und meine tiffy bitte nehmt dusty auf

    immer noch im herzen mein max und meine tiffy bitte nehmt dusty auf: meine beiden katzen max der stattliche rumtreiber und meine feine dame tiffy , ich denke noch viel an euch und hoffe ihr nehmt euren freund dusty...
  • Bitte Bitte bleib sitzen, doch sie rannte los :(

    Bitte Bitte bleib sitzen, doch sie rannte los :(: In meinem arm ist gerade eine Katze gestorben. Vor meinem Augen wurde sie überfahren. Und starb in meinen Händen. Ich dachte noch bitte bleib...