Nachwuchs mitten in der VG

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catgut

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Hallo Leute,

ich hab, nachdem mein letztes Kastra-Böckchen im Dezember friedlich eingeschlafen ist, von einer Züchterin nacheinander eine Satin-Maus (sie war die letzte im Wurf) zusammen mit einem vermeintlichen Albino-Mädchen übernommen und ca. einen Monat danach noch mal zwei Satin-Mädels, damit die Gruppe größer wird. Jetzt ist das Problem, dass der Albino ein
Böckchen ist (das hat man erst sehr sehr spät gesehen) und Berta (die erste Satin) nun offensichtlich trächtig ist.

Berta war immer recht dominant. Die beiden anderen Mädels allerdings beißen Berta zurück und jagen sie teils durch den ganzen Käfig. Ich habe dann die VG von vorne begonnen (im kleineren Käfig sind sie lammfromm), bis ich die Trächtigkeit erkannt habe (das war gestern abend). Jetzt habe ich sie in den großen Käfig zurückgesetzt und Nistmaterial und ein Häuschen dazu getan, aber nun beißen die Mädels Berta wieder gnadenlos aus dem Haus und stressen sie ständig. Sie muss auch allein schlafen. Der Bock (mit dem Berta gut sozialisiert wäre) ist gerade alleine und wartet auf die Kastra.

Ich kann die werdende Mutter doch nicht komplett isolieren oder wäre das hier besser? Normalerweise hätte ich die nochmalig VG länger durchgezogen, damit es dauerhaft klappt, aber ich wollte Berta nicht zumuten, die Babys in dem kleinen Käfig zu bekommen.

Was tun?
 
07.03.2012
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra geworfen? Sie ist Veterinärin und seit vielen Jahren begeistere Mäusehalterin, erklärt in diesem Ratgeber, was die flinken Nager brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Nienor

Nienor

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Huhu,

ich wuerde die beiden neuen Maeuse rausnehmen. Lang wird sie ja nicht allein bleiben, ist zwar bloed, die Jungtiere allein aufziehen zu muessen, aber lieber das als tote Jungtiere.
Maeuse neigen zum Infantizid, insbesondere bei nicht "befreundeten" Maeusen.
Zudem ist es viel zu viel Stress fuer die Mutter durch die Beissereien.
Dass sie mit dem Bock gut klar kam, ist klar ;) Vor allem, wenn sie laenger zusammen sassen, das hat die Natur so vorgesehen.

Warte, bis der Bock seine Zeit abgesessen hat bzw. eher, bis die Jungtiere alt genug fuer eine VG sind und probier es dann mit allen drei Parteien nochmals.

Hatten die anderen Damen auch Kontakt zum Bock ?

Was ist das eigentlich fuer eine "Zuechterin", die das Geschlecht nicht erkennt ? Gerade "Zuechter" sollten geuebt genug sein, dass noch vor 4 Wochen erkennen zu koennen
 
catgut

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Hallo Nienor,

erst mal danke für Deine Antwort. Ich hatte auch schon den Gedanken, gerade mit dem Hintergrund, dass Mäuse bei Stress Infantizid begehen. Ich weiß nur nicht (aus Unerfahrenheit), was besser ist, Pest oder Cholera :-( Du gibst mir damit immerhin einen "Schubs" in eine Richtung.

Das kam in der Eile wohl falsch herüber. Den Albino habe ich zwar zeitgleich mit Berta übernommen, aber nicht von dieser Züchterin, sondern aus einer Privatabgabe. Das waren ursprünglich zwei Mäuschen, aber Karamell war von Anfang an etwas schwächer und hat die Behandlung gegen die roten Milben nicht überlebt. Ob´s das war, ich weiß es nicht, aber sie war von Anfang an die ruhigere und ist dann eines Morgens tot neben dem Sandbad gelegen, ohne jede äußere Verletzung. Und dann blieb eben Albino mit Berta, zu denen ich dann noch zwei Satins geholt habe, damit nicht zwei Mäuschen alleine bleiben müssen.

Und ja, die anderen Damen hatten auch Kontakt zum Böckchen. Ich hab das einfach zu spät erkannt. Ich war mir ab der zweiten Woche an zwar etwas unsicher, aber es waren nie wirklich Klöten zu sehen (zwei andere Böcke, die ich hatte, hatten VIEL ausgeprägtere Hoden), nur der Abstand zwischen Harnröhre und After erschien mir etwas lang. Aber eben nie eindeutig. Nun ja, und dann war ich so mit den zankenden Mädels beschäftigt, dass ich den Albino gar nicht sooo genau untersucht habe und gestern, nach der Kleinersetzung, da hab ich´s dann gesehen. Die Birnenform von Berta und zwar immer noch sehr kleine, aber nun etwas deutlichere Hoden bei Albino. Ich hab sie dann SOFORT getrennt. Mal sehen, ob was nachkommt :-(

Jetzt gerade liegen alle drei Mädels in einer Ecke, aber da ist so viel Nistmaterial um sie herum, dass ich nicht sehen kann, wie nah sie beieinander liegen. Das Häuschen ist zumindest unbewohnt (ich seh das grad positiv, das heißt, dass sie sich nicht separieren).
Ich beobachte mal noch bis heute Abend, ob doch noch Ruhe einkehrt, nichtsdestotrotz bin ich für weitere Tipps und Erfahrungsberichte offen und dankbar!

Warum klappt die Harmonie im kleineren Käfig so gut und im normalen so schlecht? Manchmal denke ich, ich werde meine Mäuschen nie verstehen!
 
Nienor

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Warum klappt die Harmonie im kleineren Käfig so gut und im normalen so schlecht? Manchmal denke ich, ich werde meine Mäuschen nie verstehen!
Wenn Maeuseweibchen die Moeglichkeit haben, separieren sie sich von "unbeliebten" Nachbarn vor der Geburt, sie verringern den Kontakt zu anderen Maeusen. Ist auch ein Schutzmechanismus vor Infantizid.

aber es waren nie wirklich Klöten zu sehen
Ich weiss ja nicht, ob man das so gut auf Farbmaeuse uebertragen kann (Domestikation bewirkt auch Veraenderungen in der Fortpflanzung), aber viele wilden Hausmausboecke haben auch erst vor wenigen Wochen (wieder) angefangen, die Hoden "auszulagern", es scheint auch ein wenig an der Jahreszeit zu liegen, die spueren das, auch wenn es sie weniger beeinflusst als andere Arten.

Auf Hoden sollte man sich bei der Geschlechtertrennung NIE verlassen, weil sie die ja auch einziehen koennen. Der Abstand und die Vaginaloeffnung sind da die sichere Variante.

Ich wuerde mich also auf drei Wuerfe mit entsprechender Anzahl zu kastrierender Jungboecke einstellen .. Danach solltest du aber so viel Erfahrung beim Bestimmen haben, dass dir nie wieder ein Bock als Weibchen untergemogelt wird ;)
 
catgut

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Nachwuchs ist da! Berta hat es sich doch im Häuschen gemütlich gemacht, vor einer halben Stunde habe ich das leise Piepsen gehört und die Mama kam rank und schlank wieder raus.

Andere Frage: wie regelmäßig muss ich die Kleinen piepsen hören, um mir keine Sorgen machen zu müssen? Seit 20 Minuten ist Stille und klar, als unerfahrener Halter beunruhigt mich das natürlich. Ich hab den Mäusen gleich noch mal einen kräftigen Protein-Nachschlag in den Napf gegeben, damit sie auf ja keine dummen Gedanken kommen ;-)
 
Nienor

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Huhu,

je weniger sie fiepen, desto besser, denn dann kuemmert sich Mami auch richtig ;)

Sind die anderen nun friedlich zu ihr ?
 
catgut

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Bis jetzt sind sie erstaunlich ruhig und sanft. Ab und an kriecht mal eine Maus aus dem Haus (Silver und Grey wohnen also erstaunlicherweise auch drin, wie haben die nur alle Platz?) und holt sich ein wenig Futter, schlüpft dann aber gleich wieder ins Häuschen (normalerweise sind die sehr aktiv und wuseln auch tagsüber immer wieder umher, graben den ganzen Käfig 10 Mal um und erklettern alles, was verfügbar ist).

Bis jetzt (auf Holz klopf) ist alles ruhig. Ich hoffe inständig, dass das so bleibt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Edit: Kleine Anmerkung: Grey versucht schon wieder, Berta wiederholt aufzureiten. So ein Zickenweib! Grey ist aber so dermaßen sicher ein Weiberl, daran kann es nicht liegen. Immer diese Dominanzputen.... ich hoffe, das schadet den Kleinen nicht, indem sie die Mama so stresst...
 
catgut

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Hmmm, Grey ist gestern zur Terrorzicke geworden und hat Berta mindestens 10 Mal durch den Käfig gejagt. :-( Ich wollte sie zur Kur mal ein paar Stunden in Einzelhaft stecken, da sie wirklich SEHR dominant gegenüber den anderen auftritt, aber sie entwischt mir immer.

Was mir dabei nicht gefällt: ich seh die Mama sehr oft außerhalb des Häuschens, gerade entdecke ich sie alleine schlafend in der Ecke des Käfigs. Ich hoffe, von den Kleinen ist noch etwas übrig :-((
 
Nienor

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Huhu,

"ein paar Stunden Einzelhaft" loesen das Problem nicht. Wenn sie solche Probleme macht, sollte die Integration einen Schritt zurueck gehen - da wir hier aber Nachwuchs haben, den man nicht umsetzen sollte, muesste sie entweder allein (besser nicht) oder mit der anderen ohne Nachwuchs separat gesetzt werden.

Gibt es noch Anzeichen, dass Nachwuchs am Leben ist ? Irgendwelches Fiepen, wenn Mami fehlt oder gerade reinkommt ? Kannst du irgendwie von Aussen reinschauen, wenn Mami nicht in der Naehe ist ? Wenn die Welpen verschwunden sind, solltest du die Damen wieder kleiner setzen, damit die Jagereien aufhoeren.
 
catgut

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Hmm, das Problem ist, dass man das Dach nicht anheben kann. D.h. ich habe, außer das Haus komplett hochzuheben, keine Möglichkeit der Kontrolle. Ich meine schon, dass ich gestern abend noch ein Fiepen gehört hätte, aber oft ist das so leise, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mir das nur einbilde. Ich habe schon versucht, die Streu vorsichtig vom "Fenster" zu entfernen, um vielleicht hineinspicken zu können, aber das ist so dunkel, da seh ich absolut nichts. :-(

Bei der Idee mit der Einzelhaft habe ich mich ans Mäuseasyl angelehnt: http://das-maeuseasyl.de/doku.php/verhalten/trick17. Eigentlich war ich ja mit den Zwergen in der Rückschrittphase der VG, bis ich die Trächtigkeit entdeckt habe. Das heißt für mich klipp und klar, dass sobald die Kleinen flügge sind/oder nachgewiesenermaßen nicht mehr da :)-(), werden sie wieder kleiner gesetzt.

Danke Dir für die Tipps, Nienor, ich berichte weiter, was geschieht und wie sie sich entwickeln....
 
catgut

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Sooo, viel passiert in der letzten Zeit:
zum einen hat sich ein Problem fast von selbst gelöst, als ich Grey (das Terrormäuschen) eines schönen Morgens mit absoluter Schiefhalshaltung gesehen habe. Also, ab zum TA und AB, Cortison und Vitamin B-Komplex verabreicht. Inzwischen ist sie wieder gesund, allerdings wurde mir geraten, die Dame von den Babys zu trennen, falls es doch was Ansteckendes sein sollte (wir wussten ja nicht mal, ob es eine harmlose Entzündung ist). Also, Madame wurde separiert und lebt nun mit einem netten Kastraten einer Kommilitonin zusammen, beide warten nur darauf, dass der Mäusenachwuchs bereit zur VG ist.

Die gute Nachricht:
Gestern abend kamen die Kleinen zum ersten Mal aus dem Häuschen. Ich konnte bis dato 5 Mäuschen zählen, drei dunkle und zwei helle wunderhübsche Satin-Mäuschen. Und so klein! Echt süß. Und sie dackeln der Mama noch gut hinterher und verlangen Milch aus dem Gesäuge (wie lange stillen Mäuse eigentlich?). Nur, dass es der Mama oft einfach zu viel wird und sie sich dann verzieht. Aber den Kleinen geht es gut, sie gedeihen und werden von Tag zu Tag neugieriger. Die Muttermaus macht einen etwas zerzausten Eindruck, aber sie muss auch grad viel leisten. Und sie verfolgt aufmerksam jede noch so kleine Bewegung vor dem Käfig ;-)

Nächste Woche Freitag sind dann die 28 Tage um, dann geht´s ans Bestimmen der Geschlechter.
 
catgut

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Sodala, heute haben wir mal die Kleinen sortiert und getrennt. Von wegen 6 Knilche... 11 Jungmäuse haben wir gezählt, 7 Mädels und 4 Jungs. Wie hatten die nur alle Platz?
Also, alle haben die Situation gut überstanden, nun kann die VG beginnen...
 
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