Kranker Golden Retriever - Tierärzte ratlos!

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Hund2000

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Hallo liebes Forum,

wir haben einen weiblichen, 6 Jahre alten Golden Retriever. Dieser war immer sehr aktiv, beweglich und aufmerksam. Das Spazieren und Essen gehörte zu seinen absoluten Lieblingstätigkeiten :)

Vor 2 Monaten begannen dann die ersten Probleme, die ich jetzt einfach mal chronologisch aufliste:

1. Schwierigkeiten beim Aufstehen. Hinken mit dem linken Vorderbein, das aber nach ein paar Schritten aufhörte
2. Erster Besuch beim Tierarzt: Eindringliche Untersuchung des besagten Beins samt Gelenk, aber keine Diagnose
3. Unser Hund war plötzlich ganz schwach (gesamter Körper) und wirkte total steif und schwerfällig. Außerdem Schmerzen, das sich in Hecheln nach nur geringster Belastung äußerte
4. Zweiter Besuch beim Tierarzt: Erneut keine Diagnose, aber Verabreichung von entzündungshemmenden Medikamenten
5. Unser Hund war inzwischen nicht mehr wieder zu erkennen. Er stellte das Essen ein, war nun teilweise nicht mehr in der Lage auf seinen 4 Beinen zu stehen. Wankte auf den Hinterläufen
6. Dritter Tierarztbesuch, wieder keine Diagnose
und erneut Medikamente erhalten, auch um Appetit anzuregen
7. Hund hatte nachts einen kurzen Krampfanfall. Am nächsten Tag haben wir dann eine Tierklinik aufgesucht. Dort bekamen wir nach einer oberflächlichen Untersuchung erst mal nur einen neuen Termin und ebenfalls Medikamente, dieses Mal um den Appetit anzuregen
8. Zweiter Besuch in der Tierklinik: Dieses Mal Röntgen und CT unter Vollnarkose. Dabei wurden NUR die Vorderläufe bis zum ersten Halswirbel "beleuchtet", aber auch ohne Befund (für mehr als wahnsinnige 500€, wobei immer noch ärgerlich ist, dass man den Hund nicht einmal komplett untersucht hat, also von Kopf bis Fuß)
9. Inzwischen zeigten sich weitere Symptome: Nachdem wir unserem Hund Kleinigkeiten zum Essen "aufzwangen" und ihm die verabreichten Tabletten gaben, begann sie zu würgen und übergab sich (farbloser Schleim). Die anderen Symptome blieben dabei allesamt gleich: Schwäche, Schwierigkeiten sich aufrecht zu erhalten und Antriebslosigkeit und viel Schlaf, alles unter schwerer Atmung
10. Tierarzt verabreichte weiterhin appetit- sowie verdauungsanregende Medikamente sowie Infusionen, die helfen sollten, ihren Kreislauf etwas anzuregen
11. Ergebnisse der Blutwerte ergaben auch keine besonderen Auffälligkeiten, sodass immer noch nicht gezielt behandelt werden konnte. Also beschloss man nun es mit Antibiotika zu probieren
12. Immer noch keine Erfolge. Symptome von Tag zu Tag unterschiedlich ausgeprägt. An einem sehr schlechten Tag beschlossen wir dann, noch eine andere Tierklinik zu besuchen, wo dann der Brustbereich geröntgt wurde als Reaktion auf die schwerfällige Atmung und das ständige Würgen. Dabei wurde dann immerhin ein erste Ergebnis erzielt. Auf dem Röntgenbild war die Speiseröhre zu erkennen, was eigentlich nicht sein darf und das Würgen erklärt. Essen gelangt nicht mehr richtig durch die Speiseröhre, sodass ein Reiz entsteht, das Essen wieder auszustoßen
13. Medikamente zur Behandlung der Probleme mit der Speiseröhre wurden verabreicht und einen Tag später noch neurologische Untersuchungen durchgeführt, die evtl. Hinweise auf die anderen Symptome bringen sollten, aber nicht brachten
14. Jetzt sind wir beim heutigen Tag und Zustand angelangt. Die Medikamente für die Speiseröhre haben auch nicht wirklich angeschlagen. Das Würgen besteht nach wie vor. Außerdem ist unser Hund nach wie vor sehr schwach. Reagiert nur nach mehreren Aufforderungen, isst nur sehr unregelmäßig (Trinken ganz normal), Bewegung und Belastung bereitet Schwierigkeiten (Hecheln vor Anstrengung) und ein weiteres Symptom ist noch hinzugekommen. Seit wenigen Tagen zucken ihre Ohren ständig völlig unkontrolliert (sowohl im Wach- als auch im Schlafzustand). Die generell schwere Atmung besteht auch nach wie vor


Ich hoffe, dass ich hier alles aufgelistet und nichts vergessen habe und natürlich, dass uns irgendjemand helfen kann, indem er vielleicht von ähnlichen Erfahrungen mit den eigenen Hunden berichten kann. Denn nicht nur die Tierärzte, sondern vor allem wir sind inzwischen auch ratlos. Unser Hund ist einfach nicht mehr wieder zu erkennen und bereitet uns große Sorgen. Ich freue mich also über jede Antwort...
 
09.03.2012
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Guest

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Para

Para

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Hallo erst einmal und willkommen im Forum,

wurden denn auch Blutuntersuchungen durchgeführt.
Für mich klingen die Sympthome ähnlich die von der Hündin einer Bekannten.
Das Blut wurde getestet und die Diagnose "Anaplasmose" gestellt.
Anaplasmose ist wie die Borreliose eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird.
Hatte euer Hund auch Fieber?
 
H

Hund2000

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Danke erst mal für die erste schnelle Antwort!

In diese Richtung wurde bereits untersucht, aber auch nichts festgestellt. Fieber hatte unser Hund auch keines.
 
*Mischling*

*Mischling*

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Hallo,

Ist die Erkrankung der Speißeröhre ein Megaösophagus oder eine Verengung? Hier steht ein bisschen was zur Speißeröhrenerweiterung und ein Röntgenbild ist auch zu sehen (ganz unten auf der Seite ist auch ein link zu weiteren Röntgenbildern), vielleicht hilft dir das ja erst einmal ein bisschen weiter: http://www.tintenblau.de/dermatomyositis/megaesophagus.htm. Dort werden auch Tipps zum Füttern usw. gegeben, die dem Hund das Schlucken leichter machen sollen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber leider nicht viel dazu sagen.
Dort wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass man nach dem Auslöser der Erkrankung suchen soll, also einer anderen, zu Grunde liegenden Erkrankung.

Was mir als erstes in den Sinn kam war eine Herzerkrankung, Borreliose, HD/ED oder eine Erkrankung der Wirbelsäule. Die Speißeröhrenerkrankung alleine kann ja kaum die Ursache für alles andere sein, sie ist wohl eher ein Symptom.
Habt ihr schon einmal über ein Herzecho nachgedacht? Wurde die Lunge genau untersucht? Wurde das Herz einmal richtig sorgfältig abgehört, damit man einen Galopprhytmus o.ä. ausschließen kann?

Wurde nur ein Standardblutbild gemacht oder hat man auch mal nach Mangelerscheinungen, den Leukos oder Antikörper gegen Borrelien gesucht? Hatte dein Hund in den Wochen vor dem Auftreten der Symptome eine Zecke? Wurden die Schilddrüsenwerte mit untersucht? Treten viele, nicht zueinander passende Symptome auf einmal auf untersucht man diese meist, da eine Schilddrüsenunterfunktion keinem genauen Krankheitsbild folgt und zu Schlappheit usw.. führen kann. Wie wahrscheinlich es ist, dass das erst in diesem Alter auftritt, weiß ich aber auch nicht.

Desweiteren würde ich eine Aufnahme der gesamten Wirbelsäule machen und diese von einem Fachmann auch mal genau abtasten lassen, ob eventuell ein Nerv eingeklemmt oder ein Muskel gezerrt ist.

Woher kommt dein Hund denn? Vom Züchter? Dann würde ich dort mal genauer nachfragen und den Stammbaum so gut es geht zurückverfolgen, ob vielleicht eine Erbkrankheit vorliegt.

Liebe Grüße, gute Besserung für deinen Wuff und viel Glück!
 
H

Hund2000

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Vielen Dank auch für diese Antwort!

Die Seite mit den Röntgenbildern hilft mir auf jeden Fall schon mal ein bisschen weiter. Herz und Wirbelsäule wurden schon untersucht, da scheint aber alles in Ordnung zu sein. Eine durch Zecken übertragene Krankheit hat man inzwischen auch schon ausgeschlossen. Blutwerte gaben diesbezüglich keine Hinweise und "Zeckenzeit" ist ja momentan auch nicht. Unser Hund hatte auch schon lange keine Zecke mehr (soweit wir es mitbekommen haben).

Ergebnisse des gesamten Blutbilds stehen noch aus, besonders bezüglich der Schilddrüse. Dauert laut Tierklinik aber eine Weile bis die Ergebnisse da sind. Deshalb habe ich mich mal an dieses Forum gewendet und hoffe auf weitere hilfreiche Antworten.
 
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