Hundemisshandlung in den USA

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Bocce

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Hallo,
ich habe jetzt hier mal ein neues Forum fuer eroeffnet, ich haette nicht gewusst in welche Kategorie es gepasst haette.

Also, ich lebe seit ungefaehr einem Jahr als AuPair (Babysitter) in den USA. Meine Gastfamilie hat sich vor 10 Monaten einen Italienischen Spinone gekauft. Mittlerweile ist die Huendin fast ausgewachsen und wiegt etwas mehr als 30 Kilogramm. In dem Teil der USA wo ich lebe ist es normal einen Kaefig fuer seinen Hund zu besitzen. Da kommt der Hund rein wenn man das Haus verlaesst oder auch nachts damit er nicht durchs Haus straunert und irgendwas kaputt macht oder irgendwo sein Geschaeft verrichtet. Am Anfang war mit unserem Hund noch alles gut, den groesstenteil hat er ausserhalb des Kaefigs verbracht, meine Gastmutter sowohl als auch mein Gastvater sind mit ihm spazieren gegangen, ich habe ihn mit zum Spielplatz genommen mit den Kindern und auch die Kinder waren hin und weg, haben ihn geknuddelt etc. Doch je groesser der Hund wurde desto mehr verlor man die Kontrolle ueber ihn.

Wie gesagt, der Hund wurde groesser, genoss nie irgendeine Erziehung in der Hundeschule, geschweige denn einen priavten Hundetrainer oder sonstiges. Die Kinder hoerten auf mit ihr zu kuscheln, sie wurde zu gross & war zu wild. Ich habe 3 Jungs im Alter von 3,5 & 10 Jahren und es geschah oefter mal das Bocce (so der Name der Huendin) den 3Jaehrigen ansprung und er hart auf den Hinterkopf fiel oder sie im Spiel den 5Jaehrigen gezwickt hat und er blaue Flecken bekam. Meine Gastmutter verlor mit der Zeit anscheinend auch die Lust, der Hund
zog wie verrueckt an der Leine wenn man mit ihm rausging und bellte auch noch wie verrueckt, mittlerweile geht sie nur noch mit ihm von 9-10 mit ihm morgens eine Stunde in den Wald. Den Rest des Tages verbringt der arme Hund in seinem Kaefig, der leider so klein ist das er weder aufrecht sitzen kann noch seinen Kopf heben kann.

Auch ich kann leider nicht mehr mit ihm rausgehen da ich meinen kleinen den ganzen Tag bei mir habe & da die Huendin wie schon gesagt nicht trainiert ist ist es unmoeglich mit ihr an der Leine und einem Kinderwagen rauszugehen. Das andere schwerwiegende Problem ist das sie einen grossen Beschuetzerinstinkt hat und panische Angst vor Maennern. Vor ein paar Monaten wurde sie auf amerikanische Weise kastriert, sprich morgens um 6 Uhr wurde sie von einem Mann der fuer eine Tierarztpraxis arbeitet abgeholt, ohne Frauchen etc in ein fremdes Auto gesteckt, in einem Raum gefuehrt, da nakotisiert, operiert und ist dann in einem Kaefig ausgewacht, um sie herum bellende fremde Hunde. Nach einer Stunde wurde sie in ein Auto verfrachtet, erbrach sich dort 3mal & wurde bei uns abgesetzt wo meine Gastmutter sie umgehend in ihren Kaefig schob mit den Worten:" Die Arme brauch jetzt erstmal Ruhe." Da verbrachte der Hund dann den Rest des Tages bis ich gegen Abend die Chance hatte sie rauszulassen. Demnach reagiert sie sehr agressiv auf Maenner und weder meine Gastmutter noch ich sind in der Lage sie dann an der Leine zu halten.

Hinzu kommt das die Familie keinen Garten besitzt, die einzige Moeglichkeit war immer ein "Dogroom" ein verwahrloster Raum mit einem Hundebett der durchtrennt ist von einem Metallbalken den mein Gastvater angeblich seit 5 Monaten beseitigen will, bisher ist noch nichts passiert. Durch eine Hundeklappe hat sie die Moeglichkeit in einen eingezaeunten, mit Holzspaenen ausgelegten Bereich zu gelangen der allerdings nach 10 Monate ohne Reinigung schrecklich aussieht und auch unglaublich stinkt. Man muss allerdings erwaehnen das der Dogroom fuer sie jetzt gestrichen wurde da sie, in den 8 Stunden die sie taeglich dort verbracht hat, zuviel gebellt hat so das die Polizei kam mit einem Verbot. Das sei ja dann ihre eigene Schuld wusste ihre Besitzer dazu zu sagen.

Ich stehe jetzt in der Pflicht den Hund immer in den Kaefig zu sperren wenn ich nicht in der Naehe bin, was so gut wie immer ist da ich die Kinder habe und aufgrund des mangelnden Gartens vorallem jetzt im Sommer auf Spielplaetze und den Strand ausweichen muessen. Jedoch selbst wenn ich zuhause bin lasse ich den Hund ungern aus dem Kaefig da das arme Tier natuerlich so gelangweilt und voller Energie ist das sie die Kinder anspringt und das ganze Moebiliar zerstoert und durch ihre Groesse gelingt es ihr natuerlich auch an Essen was auf dem Tisch steht zu gelangen. Es macht mich selber fertig wie ich den Hund behandel aber 3 Kinder und dann der riesige Hund? Ich muss leider Gottes sagen das ich die Kinder dann vorziehe, es ist ja auch mein Job hier :(

Der letzte Punkt in diesem Teufelskreis fuer das armer Tier ist die Hygiene:
Ihr einst so wunderschoenes Fell sind nur noch Dreadlocks, alle Arten von Tieren laufen auf ihr herum, ihre Augen sind standig rot, ihre Ohren verkrustet durch Matsche und Dreck. Die Krallen sind lang und ihre Kastrationsnarbe mindestens einmal alle 2Wochen entzuendet.

Viele werden jetzt wahrscheinlich antworten:"Rede doch mit der Besitzerin"
Das habe ich schon so oft getan! Einmal hatte ich sie soweit das sie einen persoenlichen Hundetrainer eingeladen hat, dieser hat ihr alles gesagt was ich auch immer gesagt habe. Dem Hund sei langweilig, deswegen zerbeisse er ihre teuren Moebel. Sie sei nicht ausgelastet, deshlab belle sie immer etc. Der Hundetrainer wurde gefeuert und es wurde nie wieder drueber geredet.

Ich weiss einfach nicht was ich tun soll, ich kann leider nicht zu Tierstationen hier in der Naehe gehen da die Familie fuer die ich arbeite sehr reich ist und einem dementsprechenden Einfluss hat das es fuer mich sowie aber auch die Organisation nur schlecht enden wuerde. Ich moechte dem Tier so gerne helfen, ich weiss aber nicht wie. Ich habe ueber 2 Monate einen "Dogwalker" bezahlt der den Hund mittags abgeholt hat und erstmal ordentlich mit ihm spazieren war und ihm dazu noch eine volle Stunde Aufmerksamkeit geschenkt hat aber das geht von meinen Geldressourcen leider auch nicht mehr. Ich habe schon mehrmals versucht den Hund abends mit in mein Zimmer zu nehmen damit er nicht im Kaefig schlafen muss aber ich moechte sie auch nicht an was gewoehnen was sie in 2 Monaten wenn ich abreise nicht mehr haben kann.

Kann mir hier irgendjemand sagen was ich tun koennte, woran ich mich wenden kann?
 
28.04.2012
#1
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*Mischling*

*Mischling*

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Erst einmal willkommen hier.

Mir stehen echt die Tränen in den Augen, wenn ich das lese...
In den USA ist es meines Wissens sehr verschieden mit den Tierschutzgesetzen. Manche Gemeinden haben bessere Statuten als wir in Deutschland, andere interessiert es gar nicht.
Das TH ist meist auch nicht das Wahre, da immer noch nach einer gewissen Zeit eingeschläfert wird. Welche Chance hat da ein großer, unerzogener und kranker Hund?

Deine einzige Chance ist wirklich ein Tierschutzverein. Die Chancen stehen sehr gut, dass der Hund befreit werden kann, da er nicht nur misshandelt wird sondern allem Anschein nach auch dringend tierärztliche Behandlung braucht.
Wenn du nicht zu dem Verein im Ort gehen kannst würde ich einen größeren Verein suchen, vielleicht in der nächsten Gemeinde, der entsprechend offensiv gegen die Familie vorgeht.
Wie sieht es denn in den USA mit den Ämtern aus? Bei uns gibt es ja das Veterinäramt, das für so etwas zuständig ist.
Außerdem gibt es doch vieler Orts die "Dog Patrol" oder wie sich das nennt, die Strassenhunde einsammelt und misshandelte Hunde konfisziert. Könntest du die nicht einschalten?

Auf jeden Fall würde ich von offizieller Seite versuchen, an die Familie heran zu kommen und da hilft ihnen auch ihr Geld nicht weiter.
Ein paar nette Worte werden da nicht helfen, denn der Hund wird nicht nur völlig falsch gehalten sondern verwahrlost zusehens.
Mit ein bisschen Gassigehen ist das lange nicht gegessen.
Außerdem ist die Behandlung durch einen Tierarzt unumgänglich und eigentlich sofort nötig. Der Hund könnte bereits an einem lebensgefährlichen Infekt leiden.
Ich würde gleich am Montag die Ämter und die Tierschutzvereine/Dog Patrol einschalten.

Ich drücke dir und vor allem dem Hund die Daumen und halte uns auf dem Laufenden, ja?
Liebe Grüße
 
Candy1983

Candy1983

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Das ist ja wirklich furchtabr:(. Wo wohnst du denn genau in den USA?

Wie Mischlang schon schrieb, es gibt die Animal Patrol die sich kümmern müsste. Aber auch beim Tierheim würde ichs versuchen.
 
*Mischling*

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Animal Patrol, das war das Wort, nach dem ich gesucht habe! Danke :D.
 
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