Zwei Hunde, bald ein Baby und viele Fragezeichen

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EllaundEmely

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Hallo liebe User,

so richtig kann ich das Thema gar nicht einschränken. Aber heute muss ich mal raus damit.
Mein Freund hat zwei Hunde - die Große (3 Jahre) und deren Töchterchen (mittlerweile 1 Jahr). Seit 1,5 Monaten wohnen alle 3 bei mir, denn im Juli erwarten wir ein Baby. Eigentlich sollte bis dahin alles super funktionieren, immerhin muss ich mich ja hauptsächlich um die zwei Hunde und das Baby kümmern. Aaaber...

Es hat lange gedauert, bis die kleine (Ella) stubenrein war. Sehr lange. Mein Freund musste arbeiten und es konnte keiner nach den Hundis schauen währenddessen. Sie waren wirklich sehr viel allein. Dafür durften sie schön gemütlich und immer auf dem Sofa oder dem Bett schlafen. Haben sie mich besucht, stellte sich heraus, dass sie ungerne Platz für die Menschen machen, Ella gar aufs Sofa pinkelte. Also wurde abgemacht, dass die beiden Körbchen bekommen, sobald mein Freund zu mir gezogen ist.
Okay, die zwei Hunde haben das recht gut akzeptiert in den 1,5 Monaten jetzt. Ich war erstaunt. Und auch die Kleine ist/war stubenrein. Ich/wir gehen regelmäßig raus und achten darauf, dass sie ihre Geschäfte erledigen. Nun konnten wir es nicht verhindern, dass sie auch mal 1 - 2 Stunden alleine in der Wohnung bleiben mussten. Ich möchte nämlich nicht andauernd in der Wohnung hocken, nur damit sie Gesellschaft haben. Beim ersten Mal war alles gut, als ich wieder die Wohnung betrat, beim zweiten Mal wurde das Körbchen angefressen und beim dritten Mal hat (höchstwahrscheinlich die Kleine) hingepinkelt, obwohl sie wirklich nicht lange alleine waren... Einen Tag zuvor war ich in der Küche und die Tür fiel zu... ich spülte und merkte nicht, dass die Hunde nicht reinkommen konnten. Als ich die Küche verließ, trat ich schön in eine Pipipfütze - eine Stunde vorher waren die Hunde draußen. Trotz? Einige sagen ja, dass das nie und niemals sein kann. Ich bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher. Hätte noch einige solcher Beispiele parat.
Was also tun? Ich kann die zwei Hunde nicht andauernd mitnehmen. Sie können bei dem Wetter wohl auch nicht im Auto warten. Ich kann und will aber auch nicht daheim den Hundesitter in Vollzeit machen. Es muss doch machbar sein, dass die Hunde (Elle) 2 Stunden alleine sind und nicht hinpinkeln oder etwas zerstören? Wie soll das sein, wenn mein Baby da ist?

Da gibt es noch so viele Baustellen. Das Hochspringen abstellen, das Ablecken reduzieren, das Müllschlucker-Problem in den Griff bekommen - besonders Ella schnappt sich alles was essbar erscheint, wenn man mal nicht hinguckt. Gerne wird der Mülleimer ausgekippt oder das Steak geklaut oder ihre Mutter vom Napf weggeknurrt. Ella frisst alles und vor allem schnell. Oft kommt das Futter direkt wieder in Bergen aus ihr raus und wird dann gerne von ihr erneut vernichtet oder von Emely. Das macht mich wahnsinnig auf Dauer. Ach, ich vergaß das Dauerbellen und Kamm hochstellen, sobald IRGENDWAS in die Nähe kommt.
Dafür hört sie super draußen (außer wenn sie was zu fressen gefunden hat ^^). Emely ist da schon sturer und schaltet auf Durchzug.

Nun ja... es ist ein Haufen an Fragezeichen und ich weiß nicht, ob das hier überhaupt jemand durchliest. Ich bin nur mittlerweile am aufgeben und vor allem habe ich Angst, das ab Juli nicht hinzubekommen. Wo also anfangen. Und wie? Herrchen ist da lockerer und sieht das alles nicht so eng. Deswegen ist es doppelt so schwierig.

Ich muss noch hinzufügen, dass ich mit Hunden aufgewachsen bin und solche Probleme nie so da waren...

Ich bedanke mich schon einmal für eure Geduld (falls ihr es bis hier hin geschafft habt) und vor allem für eure Ratschläge.

Viele Grüße
EllaundEmely
 
17.05.2012
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
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Xenia84

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hm.. da hast du ja das volle Programm! Auch wenn du diese Probleme nie hattest: für die Hunde ist nie neue (Wohn-)situation erstmal stressig, alles neu und dann noch ein 2. Herrchen.. Vorraussehbar, dass da Probleme auftauchen. In Anbetracht der Tatsache, dass es doch recht viele Baustellen sind und du aufgrund deiner Schwangerschaft mit Risiken nicht spaßen solltest, empfehle ich dir, dir einen geeigneten, zertifizierten und gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer INS HAUS zu holen. Das ist wohl nicht sehr günstig, aber absolut empfehlenswert in deiner Situation!

Good luck! :D
 
Sommerhund

Sommerhund

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Ok, für mich hört sich das im ersten Moment erst mal nach Chaos pur an und ich muss erstmal schmunzeln, sorry :lol: Ich denke da an den Film Marley und ich...

Das Alleinbleiben ist so eine Sache. Wenn die Hunde wirklich nicht allein zu Hause bleiben können war es wohl auch beim ersten Mal so, nur haben sie eben keine richtigen Zeichen gesetzt. Es gibt sogar Hunde, die still leiden, nur apathisch herumliegen, sich übergeben oder vor Stress Dauerhecheln (oft findet man riesige Speichellachen)
Das erste was ihr für dieses Training in Angriff nehmen solltest ist, dass du wirklich mal hinter dir die Tür zumachst und eine Sekunde wartest, dann sofort wieder aufmachst. Beim Üben geht es vor allem darum nicht mit den Hunden zu reden!! Rede nicht wenn du gehst und auch nicht wenn du kommst. Viele Menschen meinen, sie müssten ihren Hund loben, wenn er so brav war, doch der Hund verknüpft das Lob mit dem Wiedersehen und wird noch mehr darauf warten, dass der Besitzer zurückkehrt. Deshalb: Ganz wichtig :) Steigere das Türe schließen auf 30 Sekunden auf eine Minute auf zwei Minuten usw... Werden deine Hundis schon unruhig, wenn du schon die Schlüssel holst oder die Jacke anziehst? Nimm mehrmals am Tag einfach so die Schlüssel und zieh dich an, bald schon werden sie merken, dass da eh nichts kommt und das akzeptieren. Ab diesem Zeitpunkt kannst du dann anfangen das gleiche mit der Haustür zu machen: Schlüssel, Jacke, Schuhe -> Zur Haustür raus für 1 Sekunde und dann gleich wieder rein!
Das kannst du auch steigern und steigern.
Der einzige Haken an der Sache ist, dass es nicht mehr passieren darf, dass die Hunde während des Übens (und das Üben kann sich über mehrere Monate hinwegziehen) alleine bleiben sollten. Der Hund verliert sonst schnell das Vertrauen und glaubt wieder, dass er verlassen wird.

Nun, auf die anderen Problemchen bist du ja nun nicht genau eingegangen, deshalb kann ich dir auch nur sagen, dass das Kamm stellen ein Zeichen für Unsicherheit ist.
Viele dieser Dinge sind nur Symptome, das Hauptproblem ist die Beziehung. Ich sage dir nicht, dass keine Beziehung zwischen euch und euren Hunden herrscht, da ist mit Sicherheit Beziehung im Spiel, nur scheinen eure Hunde zu denken, SIE müssten das Ruder in die Hand nehmen, sind in Wirklichkeit mit der Gesamtsituation komplett überfordert.

Natürlich kann ich auch nur mutmaßen wie genau es da aussieht und die beste Möglichkeit stellt natürlich auch immer ein profesioneller Hundetrainer dar, der sich das Ganze vor Ort anschaut, ich hoffe trotzdem das das anze euch hilft.

Zum Beziehungsaufbau empfiehlt es sich auch immer Beziehungsarbeit zu machen :) Gemeinsame Spiele, Tricks lernen, Suchspiele, Dummy-Arbeit....
Und ich denke es ist selbstverständlich, dass man von einem Hund der nicht ausgelastet ist, nicht erwarten kann der folgsamste Begleitern zu werden. Am Besten übt sich auch das Alleinsein, wenn die Hunde komplett fertig sind ;)

Bezüglich des Anspringens: Wenn der Hund anspringt einen Schritt auf ihn zu gehen. Das Anspringen ist ein Missachten der Individualdistanz und ganz schön frech. Unter Hunden lässt sich das niemand gefallen, abgesehen von Welpen und Hunden, die sich sehr sehr gut kennen. Mach nicht den ehler und weiche zurück, wenn dich ein Hund anspringt, es ist dein Recht deine persönliche Zone zu verteidigen und das geht nur, indem du ihm klar machst, dass du das ab sofort nicht mehr willst. Wenn du siehst, dass einer der Hunde schon zum Sprung ansetzt geh schon auf sie zu, ruhig schneller, aber ohne drohende Körperhaltung. Auch andere Menschen werden nicht mehr angesprungen, entweder wissen sie es selbst und können den Hund wegdrängen, wegschubsen, was auch immer, oder du übernimmst das. Du kannst ihnen dabei auch einfach den Weg abschneiden oder sie im Gehen zurückdrängen. Bei kleineren Hunden reicht ja ein kleiner Handwisch :p

Gib nicht auf, ich war auch schon mal an dem Punkt wo ich dachte ,,jetzt geht echt gar nix mehr." Denk immer an andere Hunde, die noch vieeel viel schlimmer sind. Du hast keine gefährlichen Hunde, die aufs Ganze gehen und sagen würden ,,du oder ich...", sie haben einfach noch nicht wirklich verstanden wie das Leben bei uns Menschen ablaufen sollte :)

Achja, bezüglich des Babys, hilft es immer schon eine Decke auf den Boden zu legen auf die die Hunde nicht drauf dürfen oder den Laufstall aufzubauen. Auch würde ich euch empfehlen z.B. immer eine Puppe in den Arm zu nehmen und das Hin und herwiegen zu stimulieren. Der Hund darf dabei nicht an die Puppe, sondern wird zurückgestupst. So können sie diese Einschränkungen nicht mit dem Baby verknüpfen, das ja auch so ein Hundeleben ganz schön verändern kann :)
 
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Lilienkind

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Mein Tipp wäre, dass ihr euch einen Trainer holt, der sich das ganze bei euch zu Hause mal anguckt und euch Tipps zur Lösung der Probleme gibt, Foren sind eine super Sache, aber bei euch steckt ja auch ein gutes Stück Zeitdruck dahinter und da kann ein guter Trainer euch zuverlässiger helfen
 
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